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Die Frau mit dem Kornblumenstrauß


 
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MT
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 47
Beiträge: 1172
Wohnort: Im Süden (Niedersachsens)


BeitragVerfasst am: 04.04.2012 13:45    Titel: Die Frau mit dem Kornblumenstrauß eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ein freundliches Moin an die Schreibergemeinde!

Die Ideen aus meinem "Junger Mann zum Mitreißen gesucht" aufgreifend, habe ich mich an einen neuen Anfang (mit neuem Titel) gewagt. Die Erzählung (oder der Roman) könnte m. E. gut mit einem Prolog beginnen. Nur habe ich dabei ein wenig Sorge, ob die ersten Zeilen "zünden". Bin daher für jeden Laut Eurerseits sehr dankbar.


Die Frau mit dem Kornblumenstrauß


Prolog

Hin und wieder hält das Leben kleine Wunder bereit. Sie fallen wie Blitze aus dem Himmel, und werfen für Sekunden ihr gleißendes Licht in die Welt. Ein kurzer Schreck durchfährt den Körper, wie der Nadelstich einer Impfung. Er kann Unbehagen auslösen, ein solcher Piekser; er kommt als Freund, als Verbündeter, und doch traut man ihm nicht recht über den Weg. Bis man erkennt, dass er es gut mit einem meint.
Ich heiße Klaus Maar, bin gerade achtundvierzig Jahre alt geworden und vermutlich glücklich verheiratet. Ich bin Inhaber einer Reederei, die mein Urgroßvater gegründet hat, die Liebe zum Wasser wurde mir also gewissermaßen in die Wiege gelegt. Wenn ich nicht arbeite, segele ich, manchmal zusammen mit meiner Frau, aber sie hat Angst vorm Meer. Meine Freunde nennen mich Mount, wie den Berg auf Französisch. Doch die meisten sprechen das Wort nicht mit offenem „Au“ in der Mitte aus, sondern mit einem gewöhnlichen „O“, so dass es wie „Mond“ klingt, also wie der Erdtrabant. Deshalb mag ich meinen Spitznamen nicht mehr. Außerdem sagen meine Freunde über mich, ich sei der Letzte, der an Wunder glaubt. Aber das stimmt nicht, jedenfalls inzwischen. Inzwischen glaube durchaus an Wunder, also an die kleinen, meine ich. Ich glaube zum Beispiel an die Marktfrau, die die abgewogenen Kirschen in der Tüte lässt, obwohl mein Geld nicht reicht. Oder an den Busfahrer, der ein Lächeln auf den Lippen trägt, wenn er mich begrüßt. Ich glaube an die Politesse, die ihr Knöllchen zerreißt, obwohl mein Parkticket seit zehn Minuten abgelaufen ist. Oder auch an den Amtmann, der eine viertel Stunde nach Dienstschluss noch ein offenes Ohr für mein Problem hat. Und an die Geduld der Kunden in der Schlange hinter mir glaube ich, wenn die Kassiererin feststellt, dass ich mein Gemüse nicht gewogen habe. An einem verregneten Tag sehe ich seit kurzem nicht mehr das Grau der Häuser, sondern das Licht in ihren Fenstern. Die Theaterkasse ist nicht jeden Moment geschlossen, sondern gerade noch offen. Mein Kaffee ist nicht zu heiß, sondern eben frisch gebrüht, und Augenblicke sind nicht flüchtig wie die Wolken, sondern fest und saftig wie rotbäckige Äpfel, die vor Energie spritzen, wenn man in sie hinein beißt. An all diese besonderen Augenblick, an Augenblicke, die das leben lebenswert machen, glaube ich inzwischen, und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Es gibt Begebenheiten, deren Sinnhaftigkeit sich erst nach und nach erschließt. Es ist wie bei einem Puzzle mit vielen tausend Teilen: als erstes legt man den Rand, den Rahmen, dann allmählich das Innere. Im Inneren gibt es die einfachen und die Schlüsselteile. Wenn man ein Schlüsselteil platzieren konnte, dann wird der Blick für das Gesamtbild klarer, die Zusammenhänge werden verständlicher, nachvollziehbarer, und die nächsten Versatzstücke lassen sich leichter einfügen. Nach einem Schlüsselteil, da fasst man neuen Mut.
Mein persönliches Schlüsselteil bestand in einer Begegnung, die letztlich keine war. An einem regnerischen Juliabend fuhr ich in der Dämmerung mit dem Wagen die Landstraße entlang, als unversehens eine alte Frau mit einem riesigen Strauß Kornblumen im Arm aus dem Weizenfeld auftauchte und auf die Fahrbahn trat. Aus Angst, sie könnte weiter auf die Straße laufen, riss ich das Steuer rum, und das Letzte, woran ich mich erinnerte, war meine Hoffnung, die Frau mit dem Kornblumenstrauß nicht erwischt zu haben.  

Hin und wieder hält das Leben kleine Wunder bereit. Und wenn man erst einmal begriffen hat, dass nicht der Wind, sondern das Segel den Kurs bestimmt, dann kann in einem kleinen Unglück das größte Glück verborgen liegen…

1.

(...)


LGMT

12Wie es weitergeht »




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hobbes
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BeitragVerfasst am: 04.04.2012 14:58    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber MT,

keine Ahnung, welcher Mann da mitgerissen werden soll - von dem hab ich noch nichts gelesen (glaub ich).

Ich mag das hier.
Du hast so eine still-fließende Erzählweise. Keine Ahnung, ob jetzt irgendwer versteht, was ich meine. Sowas, wo ich mich an einem schönen, warmsatten Sommertag in die Hängematte legen und stundenlang einer unaufgeregten, dunklen Männerstimme zuhören könnte.
Besonders die zwei letzten Absätze gefällen mir gut.

Allerdings fällt mir die Mount-Erkärung in Kombination mit der "ich glaube"-Sequenz ein bisschen zu lang aus.
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Max Sin
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Beiträge: 177



BeitragVerfasst am: 04.04.2012 15:14    Titel: Die große Offensive Antworten mit Zitat

Also ich finde deinen Stil sehr bemerkenswert. Eigentlich genau so wie hobbes ihn beschreibt.
Als Prolog gefällt mir dieser Text auch, denn er macht wirklich Lust auf mehr.
Zitat:
Inzwischen glaube ich durchaus an Wunder, also an die kleinen, meine ich.

Das rote ich wurde von mir ergänzt, es fehlt in deinem Text.

Max


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Maestro
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BeitragVerfasst am: 04.04.2012 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo MT,

leider kann ich mich den beiden Vorrednern nicht anschließen. Mir ist der erste Abschnitt selbst als Prolog zu "verklausuliert".
Zitat:
Nur habe ich dabei ein wenig Sorge, ob die ersten Zeilen "zünden".


Also bei mir nicht. Ist aber nur mein persönlicher Eindruck.
Vielleicht gibt es ja noch eine Antwort, die meine Meinung besser begründen kann.

Gruß

Maestro


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Isa
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BeitragVerfasst am: 04.04.2012 15:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo MT,

würde mir sehr gut gefallen.
Das mit dem "Mount" und auch der Vergleich mit einem Puzzle liest sich etwas zu langatmig, könnte man meiner Meinung nach kürzen.

Aber ich sehe sofort die Bilder, ... den rotbackigen Apfel, den Kornblumenstrauß,... und ich glaube auch an Wunder und erlebe sie sehr oft. Die kleinen Wunder...

LG, Isa
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Max Sin
Geschlecht:männlichSchreiberling


Beiträge: 177



BeitragVerfasst am: 04.04.2012 15:47    Titel: ! Antworten mit Zitat

Zitat:
Das mit dem "Mount" und auch der Vergleich mit einem Puzzle liest sich etwas zu langatmig, könnte man meiner Meinung nach kürzen.

Das mit dem Mount würde ich, jetzt beim nochmaligen lesen, mitunterschreiben, aber das Puzzle gefällt mir.


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Gast3
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BeitragVerfasst am: 04.04.2012 15:56    Titel: Re: Die Frau mit dem Kornblumenstrauß Antworten mit Zitat

hoppla, das sollte hier gar nicht rein

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Hardy-Kern
Kopfloser

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Beiträge: 4949
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BeitragVerfasst am: 04.04.2012 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Deinen gesunden Optimismus finde ich schon angenehm, wenn auch nicht zündend. Um die Geschichte in Gang zu bringen reicht eine kleine Zündung erst mal aus und kann später vergrößert werden. Ist gut geschrieben, gefällt mir.
Allerdings muss ich einen kleinen Tropfen Fachlichkeit reinwerfen.
In keinem Weizenfeld der Welt wird man heutzutage die Kornblume finden, denn sie ist Unkraut und wird schon zeitig totgespritzt. Auf Feldwegsrändern kann man sie sicherlich noch finden. Ist nun mal so. Smile

Hardy
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Papagena
rara avis


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Ei 8


BeitragVerfasst am: 04.04.2012 17:49    Titel: Antworten mit Zitat

Salut aime-té! wink

Ich mag deine Erzählweise auch. Dennoch dürfte es auch für mich ein bisschen weniger sein. Der Mittelteil liest sich wie ein Glaubensbekenntnis. Stichwort „runterbeten“ ... Embarassed Ein paar weniger Beispiele würden in meinen Augen stärker wirken.

Ob Blitze aus dem Himmel „fallen“? Die Formulierung ist nicht ganz so meins.

Außerdem wird „mont“ im Französischen ohne u geschrieben oder hab ich was nicht mitgekriegt? Man spricht es auch mit o, nicht au. So wie Mont Blanc ... Und auch verwirrt mich der Hinweis, dass der Mond der Erdtrabant ist. Gibt es einen anderen Mond, den man anders ausspricht? (Um nicht hä? zu sagen wink )

Gefallen hat mir das „vermutlich glücklich verheiratet“ smile Es sind so Details, die machen, dass ich einen Text weiterlese - oder eben nicht.

Ich habe den Mann zum Mitreißen auch nicht gelesen, aber wenn du mit diesem Prolog einen Typen charakterisieren wolltest, der einen Blick für Details (entwickelt) hat und träumt, dann ist dir das meiner Meinung nach gelungen.

Vielleicht fällt mir später noch was ein, aber so viel zu meinem ersten Eindruck.

Gruß
Papagena smile


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Gast







BeitragVerfasst am: 05.04.2012 08:37    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen Markus,

da ist er ja wieder – der Text zum Mitreißen, prima!
Mir hat dein Prolog gut gefallen. Ich mag diese positive Haltung deines Prota. sehr.
Und, dass ich deine Schreibe mag, weißt du ja.

Zitat:
Außerdem sagen meine Freunde über mich, ich sei der Letzte, der an Wunder glaubt. Aber das stimmt nicht, jedenfalls inzwischen. Inzwischen glaube durchaus an Wunder, also an die kleinen, meine ich.

Schau mal, da ist ein Widerspruch reingeraten. Und später im Text stören ein paar Schlüsselteile so kurz hintereinander ein wenig. Ansonsten, wieder sehr gerne gelesen.

Liebe Grüße
Monika
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Gast







BeitragVerfasst am: 05.04.2012 08:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ein typischer MT - so ab Satz vier bin ich drin und höre nur noch zu.

Nicht zu verliebt werden, in die eigenen Idee(n), siehe papagena - der ich mich hier eiskalt anschließe - es wird dann doch mal zu lang. Ansonsten. Ein echter MT smile
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MT
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BeitragVerfasst am: 05.04.2012 09:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Guten Morgen zusammen,

habt vielen, vielen Dank für Eure Anmerkungen zu meinem "Versuch". Gerade das Mitteilen Eurer Stimmung beim Lesen (bleibe ich dran oder leg ich´s weg? lass ich mich tragen und bin ich gelangweilt?) hilft mir sehr!

@ hobbes:

Zitat:
keine Ahnung, welcher Mann da mitgerissen werden soll - von dem hab ich noch nichts gelesen (glaub ich).

Hierbei handelt es sich um ein Textfragment meinerseits, das ich hier vor einiger Zeit gepostet habe. Die dortigen Grundideen habe ich bei der Kornblumenfrau aufgegriffen und modifiziert.

Zitat:
Ich mag das hier.
Du hast so eine still-fließende Erzählweise. Keine Ahnung, ob jetzt irgendwer versteht, was ich meine. Sowas, wo ich mich an einem schönen, warmsatten Sommertag in die Hängematte legen und stundenlang einer unaufgeregten, dunklen Männerstimme zuhören könnte.
Besonders die zwei letzten Absätze gefällen mir gut.

"Still-fließende Erzählweise", schreibst Du. GENAU das beabsichtige ich: Ein ruhiges, unaufgeregtes, aber dennoch mitnehmendes Erzählen.

Zitat:
Allerdings fällt mir die Mount-Erkärung in Kombination mit der "ich glaube"-Sequenz ein bisschen zu lang aus.

Da habe ich - auch weil andere der gleichen Meinung sind - gestern Abend lange drüber nachgedacht. Ich glaube, Du hast Recht, aber ebenso glaube ich, dass ich nicht allzu viel kürzen muss/sollte. Ich werde mal hin und her probieren.
Danke Dir!

@ Max Sin

Zitat:
Also ich finde deinen Stil sehr bemerkenswert. Eigentlich genau so wie hobbes ihn beschreibt.
Als Prolog gefällt mir dieser Text auch, denn er macht wirklich Lust auf mehr.

Ein herzliches Dankeschön auch an Dich. Toll, wenn der Prolog seine "Anfütter-Funktion" erfüllt.

@ Maestro

Zitat:
leider kann ich mich den beiden Vorrednern nicht anschließen. Mir ist der erste Abschnitt selbst als Prolog zu "verklausuliert".
(...)
Also bei mir nicht. Ist aber nur mein persönlicher Eindruck.
Vielleicht gibt es ja noch eine Antwort, die meine Meinung besser begründen kann.

Hi Meister,

kein Problem! Es kann nicht bei jedem "funzen". Ich persönlich finde es nicht zu verklausuliert. Aber in der Tat: das ist Geschmacksache.

@ Isa
Zitat:
würde mir sehr gut gefallen.
Das mit dem "Mount" und auch der Vergleich mit einem Puzzle liest sich etwas zu langatmig, könnte man meiner Meinung nach kürzen.

Aber ich sehe sofort die Bilder, ... den rotbackigen Apfel, den Kornblumenstrauß,... und ich glaube auch an Wunder und erlebe sie sehr oft. Die kleinen Wunder...

Hi Isa,
wie oben schon gesagt: ich glaube auch, dass die Passage, die Du ansprichst, etwas zu lang ist; nicht viel, aber etwas. Ich werde dran arbeiten.
Schön aber, wenn Du die Bilder siehst und Dir der Text im übrigen gefällt. Freut mich! Hab vielen Dank.

@ Hardy
Zitat:
Deinen gesunden Optimismus finde ich schon angenehm, wenn auch nicht zündend. Um die Geschichte in Gang zu bringen reicht eine kleine Zündung erst mal aus und kann später vergrößert werden. Ist gut geschrieben, gefällt mir.
Allerdings muss ich einen kleinen Tropfen Fachlichkeit reinwerfen.
In keinem Weizenfeld der Welt wird man heutzutage die Kornblume finden, denn sie ist Unkraut und wird schon zeitig totgespritzt. Auf Feldwegsrändern kann man sie sicherlich noch finden. Ist nun mal so.

Danke, lieber Hardy, auch an Dich. Dein Hinweis aus der Fachwelt ist bereits aufgenommen und umgesetzt. Die alte Dame kommt jetzt aus einem Feldweg.  Very Happy

@ Papagena
Zitat:
Ich mag deine Erzählweise auch. Dennoch dürfte es auch für mich ein bisschen weniger sein. Der Mittelteil liest sich wie ein Glaubensbekenntnis. Stichwort „runterbeten“ ...

Hi, Papagena,
Dankeschön auch an Dich! In der Tat: Ich werde wohl etwas kürzen.

Zitat:
Ob Blitze aus dem Himmel „fallen“? Die Formulierung ist nicht ganz so meins.

Hm... Die Formulierung fand ich eigentlich ganz schön...

Zitat:
Außerdem wird „mont“ im Französischen ohne u geschrieben oder hab ich was nicht mitgekriegt? Man spricht es auch mit o, nicht au. So wie Mont Blanc ...

Da hast Du vollkommen Recht, ist ein Fehler meinerseits. Ich hab´s bereits in "Englisch" geändert, da geht´s.

Zitat:
Ich habe den Mann zum Mitreißen auch nicht gelesen, aber wenn du mit diesem Prolog einen Typen charakterisieren wolltest, der einen Blick für Details (entwickelt) hat und träumt, dann ist dir das meiner Meinung nach gelungen.

Das freut mich! Vielen Dank.

@ Paloma

Zitat:
da ist er ja wieder – der Text zum Mitreißen, prima!
Mir hat dein Prolog gut gefallen. Ich mag diese positive Haltung deines Prota. sehr.
Und, dass ich deine Schreibe mag, weißt du ja.

Moin Monika,
ich Danke auch Dir sehr herzlich. Schön, wenn der Prolog Dich mitreißen konnte/könnte.

Zitat:
Schau mal, da ist ein Widerspruch reingeraten. Und später im Text stören ein paar Schlüsselteile so kurz hintereinander ein wenig.

Ein Widerspruch? Ich glaube nicht. Man kann die Formulierung zweideutig lesen: Einmal, dass er der Letzte von allen ist, der (noch immer) an Wunder glaubt. Ein anderes Mal, dass er derjenige ist, der von allen am letzten/wenigsten an Wunder glaubt. In diesem - letzten - Sinne wollte ich es verstanden wissen. Geht, oder?
Die Schlüsselteile schaue ich mir nochmal an, war mir bisher nicht so aufgefallen.

Zitat:
Ansonsten, wieder sehr gerne gelesen.

 smile Dankeschön!

LGMT


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BeitragVerfasst am: 05.04.2012 09:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

debruma hat Folgendes geschrieben:
Ein typischer MT - so ab Satz vier bin ich drin und höre nur noch zu.

Nicht zu verliebt werden, in die eigenen Idee(n), siehe papagena - der ich mich hier eiskalt anschließe - es wird dann doch mal zu lang. Ansonsten. Ein echter MT smile

Hi debruma,

Dankeschön! Und Du hast Recht - zu Beginn war die Aufzählung noch (viel) länger. Ich hätt´ schreiben und schreiben und schreiben können... Das hier, das ist die "Kurzfassung". lol

Ich gehe nochmal ran! Merci.

LGMT


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Papagena
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BeitragVerfasst am: 05.04.2012 09:40    Titel: Antworten mit Zitat

MT hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Ob Blitze aus dem Himmel „fallen“? Die Formulierung ist nicht ganz so meins.

Hm... Die Formulierung fand ich eigentlich ganz schön...

Lass dich von mir nicht stören smile
Es ist bloß, für mich klingt "fallen" nach einer unbeholfenen Bewegung. Und das ist ein Blitz nun nicht, unbeholfen.

Gruß
Papagena smile


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BeitragVerfasst am: 05.04.2012 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

o.k. das kann man tatsächlich von zwei Seiten sehen smile Aber da gehört doch noch ein

MT hat Folgendes geschrieben:

Inzwischen glaube ich durchaus an Wunder, also an die kleinen, meine ich.


hinein - wenn ich jetzt nicht total auf der Leitung stehe ...  Wink


Liebe Grüße
Monika
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Kissa
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BeitragVerfasst am: 05.04.2012 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hardy-Kern hat Folgendes geschrieben:

Allerdings muss ich einen kleinen Tropfen Fachlichkeit reinwerfen.
In keinem Weizenfeld der Welt wird man heutzutage die Kornblume finden, denn sie ist Unkraut und wird schon zeitig totgespritzt. Auf Feldwegsrändern kann man sie sicherlich noch finden. Ist nun mal so. Smile

Hardy


Lieber Hardy,
das stimmt so nicht!
Es gibt sie wieder! Fahr hinaus im Sommer und schau selbst ....

 Und die Wette gilt!  Smile

Alles Liebe
Kissa


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Kissa
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BeitragVerfasst am: 05.04.2012 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo MT,

in deinem Prolog stehen mir zu viele deiner wunderbaren Wunder drin, was schade ist. Diese sind so treffend und poetisch, dass du sie dir lieber für die Geschichte an sich aufheben solltest.

Zitat:
Inzwischen glaube durchaus an Wunder, also an die kleinen, meine ich. Ich glaube zum Beispiel an die Marktfrau, die die abgewogenen Kirschen in der Tüte lässt, obwohl mein Geld nicht reicht. Oder an den Busfahrer, der ein Lächeln auf den Lippen trägt, wenn er mich begrüßt. Ich glaube an die Politesse, die ihr Knöllchen zerreißt, obwohl mein Parkticket seit zehn Minuten abgelaufen ist. Oder auch an den Amtmann, der eine viertel Stunde nach Dienstschluss noch ein offenes Ohr für mein Problem hat. Und an die Geduld der Kunden in der Schlange hinter mir glaube ich, wenn die Kassiererin feststellt, dass ich mein Gemüse nicht gewogen habe. An einem verregneten Tag sehe ich seit kurzem nicht mehr das Grau der Häuser, sondern das Licht in ihren Fenstern. Die Theaterkasse ist nicht jeden Moment geschlossen, sondern gerade noch offen. Mein Kaffee ist nicht zu heiß, sondern eben frisch gebrüht, und Augenblicke sind nicht flüchtig wie die Wolken, sondern fest und saftig wie rotbäckige Äpfel, die vor Energie spritzen, wenn man in sie hinein beißt.


Ansnonsten müsste noch das Leben groß geschrieben werden:
Zitat:
die das leben lebenswert machen
.

Ein Monolog, der Appetit auf mehr macht.

Alles Liebe
Kissa


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Hitchhiker
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BeitragVerfasst am: 05.04.2012 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber MT,

dein Text gefällt mir gut und deine Bildsprache sogar sehr! Mit ihrer Hilfe und durch die Leichtigkeit der Geschichte schaffst du es, präzise Bilder vor meinem Auge entstehen zu lassen. Der Text an sich strahlt eine beständige Ruhe und Geschmeidigkeit aus und dieses Gefühl hat sich auch auf mich übertragen.

Das ist vermutlich jetzt wirklich Geschmackssache, aber irgendwie stört mich dieser Abschnitt:
Zitat:
Meine Freunde nennen mich Mount, wie den Berg auf Französisch. Doch die meisten sprechen das Wort nicht mit offenem „Au“ in der Mitte aus, sondern mit einem gewöhnlichen „O“, so dass es wie „Mond“ klingt, also wie der Erdtrabant. Deshalb mag ich meinen Spitznamen nicht mehr.

Vielleicht kommt es daher, dass ich nicht verstehe, was diese Information aussagen oder beim Leser bewirken soll. Hier fühlte ich mich kurz aus Geschichte geworfen, da diese Info nicht zum Leitfaden des restlichen Prologs passte (oder ich hab's einfach nur nicht verstanden lol )

Ansonsten schließe ich mich auch der Meinung an, dass ein paar winzige Kürzungen den Text noch besser und vor allem dichter machen könnten, z.B. beim Puzzle-Vergleich (wurde ja schon genannt.).

Was gibt es noch zu sagen?
Ach ja: Gerne gelesen, ich freue mich auf mehr. wink

Liebe Grüße,
Julia


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hobbes
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Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 05.04.2012 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

MT hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Allerdings fällt mir die Mount-Erkärung in Kombination mit der "ich glaube"-Sequenz ein bisschen zu lang aus.

Da habe ich - auch weil andere der gleichen Meinung sind - gestern Abend lange drüber nachgedacht. Ich glaube, Du hast Recht, aber ebenso glaube ich, dass ich nicht allzu viel kürzen muss/sollte.

Ich glaube, das (allzu viel kürzen) will auch keiner von Dir. Ich jedenfalls nicht. Nur ein kleines bisschen smile
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Ernst Clemens
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BeitragVerfasst am: 05.04.2012 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

hallo MT,

als prolog ist mir der text zu lang und der stil zu ausschweifend. ich würde den prolog auf ein bis zwei abschnitte kürzen und dann den text in DEINEM stil (der mir sehr gut gefällt, da er leicht zu lesen und voller bildhafter beispiele ist) schreiben.

der prolog soll doch dem leser einige basisinformationen geben, aber hauptsächlich soll er ihn zum weiterlesen animieren.

oder wie siehst DU die funktion eines prologs?

herzliche grüße
ernst
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MT
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BeitragVerfasst am: 05.04.2012 15:05    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@ all:

Ich danke Euch von Herzen für die zahlreichen Anmerkungen.

Bitte nicht falsch verstehen, aber die Frage, ob das Stück als Prolog zu lang und/oder zu überladen ist, ist für mich zur Zeit (!) nicht so sehr entscheidend. Mir geht es vor allem erst einmal um die Frage, ob er grundsätzlich zum Weiterlesen anregt. Und das scheint - bei den meisten von Euch - der Fall zu sein. Mir kam es hier zunächst auf ein Stimmungsbild an: Geht oder geht nicht? Und dazu habe ich eine Reihe positiver Hinweise bekommen, die mich darin bestärken, meine Erzählung mit einem Prolog der vorliegenden Art zu beginnen. DANKE dafür an Euch.

Den "Berg" (als Sinnbild des "Felsens in der Brandung") benötige ich später im Text. Er muss sich m. E. im Prolog noch nicht voll erschließen (wie anderes auch, vor allem der Zusammenhang mit der Titelgeberin, der Kornblumenfrau...). Das ist schon so gewollt.

Hier noch ein kurzer Einblick (wer mag) in das Folgekapitel 1:



1.

Mit der Schulter an der Panoramascheibe gelehnt, einen Becher Kaffee in der Hand, hat Gesa den Blick auf das nächtliche Rollfeld gerichtet. In zwei Minuten startet die Maschine nach Dublin, die Lautsprecherstimme hat es eben in die Flughafenhalle gequäkt.
Draußen auf der Startbahn rollt die Boeing, Flug LH 813, in die Nacht. An Tragflächen, Rumpf und Ruder blinken rote Leuchten, der Asphalt wird gesäumt von weißen Lichterketten. Langsam bewegt sich die Maschine voran, alles scheint wie vorherbestimmt, gelenkt wie von ferner Hand. Gesa ist allein in der Aussichtshalle, kein Wunder, denkt sie, es ist kurz nach Mitternacht an einem Donnerstag. Wer interessiert sich schon in einer regnerischen Juninacht für startende Flugzeuge?
Vorhin hat sie die Passagiere am Gate beobachtet, Paare, die Arm in Arm schlenderten, Geschäftsleute mit zackigem Schritt und ernster Mine, einen Aktenkoffer in der Hand. Und ein älteres Ehepaar, Mitte siebzig vielleicht, die Frau schob ihren Mann im Rollstuhl. An ihren Bewegungen, die wie in Zeitlupe schienen, erkannte man die Erschöpfung. Auf ihrem Gesicht, auf den schmalen Lippen und den Krähenfüßen an den Augen, waren Jahre der Anstrengung abzulesen, Jahre der Entbehrung und der Prüfung und doch lachten die beiden wie abgestimmt. Als die Frau dem Mann eine Hand auf die Schulter legte, legte er seine darauf und Gesa dachte, Zuneigung ist eine Rose, die im Stillen blüht.
Die Maschine geht in Position, die Räder laufen an, schneller jetzt, unaufhaltsam. Das Dröhnen der Triebwerke hört Gesa bis hierher, es fährt ihr in den Magen wie gute Musik, wie der Bass von Hendrix. Sie stellt sich das Gefühl an Bord vor, das Kribbeln am ganzen Körper, wenn der Flieger abhebt und emporsteigt. Der Blick nach unten, der Blick zurück, wie klein auf einmal alles wird. Wie bedeutungslos.
Sie sieht der Boeing nach, Flug LH 813, die Kennung hat sie in der Halle auf einem Bildschirm gelesen, sie geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Bald schon ist das Flugzeug im tiefschwarzen Himmel verschwunden. Gesa nippt an ihrem Kaffee. Sie haucht an die Fensterscheibe, auf die beschlagene Fläche schreibt sie mit dem Finger „bye“.

Die Scheibenwischer kommen nicht hinterher, so sehr prasselt der Regen auf die Windschutzscheibe. Gesa fährt langsam die dunkle Landstraße entlang. Links und rechts liegen die verlassenen Felder, gepflügte, matschige Äcker, die im Licht der Scheinwerfer grau aufschimmern. Das Land ist flach hier oben im Norden, es gibt keine Berge, nicht einmal Hügel. Wie ein glatt gebügeltes Tischtuch, das sich über alles legt. Mit den Jahren hat sich Gesa daran gewöhnt. Immerhin ist das Radfahren einfacher als anderswo. Rollstuhlschieben auch.
Sie biegt rechts ab, von hier sind es elf Kilometer bis nach Lührsdorf. Das Gut liegt auf halber Strecke. An den Seitenstreifen fehlen die Leitpfosten, die Straße wirkt wie vergessen in der schwarzen Nacht. Die Strecke kennt Gesa im Schlaf, nur der peitschende Regen hält sie wach. Als sie am Waldstück vorbeikommt, sieht sie die kahlen Bäume, die zum Spiel des Sturms geworden sind. Ein unwirtliches Wetter, wie so oft zu dieser Jahreszeit, und Gesa denkt an den kleinen See im Innern des Waldstücks, der bei Sonnenschein wie ein einziger Kristall funkelt. Manchmal geht sie dort mit den beiden Settern spazieren. Klaus hält das für Unsinn, er sagt, der eigene Park sei groß genug für die Hunde. Gesa geht trotzdem. Drei Stunden durchatmen. Im eigenen Park durchzuatmen hat sie verlernt mit der Zeit, und sie nimmt an, Klaus weiß das ganz genau. Sie haben schon lange nicht mehr darüber gesprochen. Es gibt Dinge, über die es sich nicht zu sprechen lohnt.

Sie parkt vor der Eingangstreppe und läuft die vierzehn Steinstufen hoch, passiert die Empfangsterrasse bis zur Haustür. Im Westflügel brennt noch Licht, ihre Schwiegereltern sehen vermutlich fern. Sie wissen sicher, dass Gesa heute - ohne ein Wort zu sagen – gegen achtzehn Uhr das Haus verlassen und mit dem Landrover davon gefahren ist; Klaus wird es ihnen erzählt haben. Er bespricht alles mit seinen Eltern.
Sie hat den Schlüssel bereits im Schloss, doch Gesa stoppt. Sie tritt auf der Empfangsterrasse ein paar Schritte zurück, legt den Kopf in den Nacken und schließt die Augen. Der dicke Regen fällt auf sie nieder, die Tropfen sind so groß, dass sie einen Schmerz hervorrufen, wenn sie auf der Gesichtshaut und den Augenlidern aufkommen. Gesa lächelt. Ihr langes, blondes Haar wird nass und schwer, es zieht ihren Kopf nach hinten, doch Gesa verharrt noch einen Moment, nimmt den Regen wie ein Balsam in sich auf. Bis sie durchgeweicht hochgeht und die Tür öffnet.

(...)

LGMT

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Das Schicksal verzichtet oft auf Kommentare, es begnügt sich damit, zuzuschlagen.

Siegfried Lenz
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Ernst Clemens
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 73
Beiträge: 734
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 05.04.2012 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

hallo MT - ich komme gleich nochmals, denn dein stil begeistert mich! besonders schön empfinde ich:

Zitat:
die Lautsprecherstimme hat es eben in die Flughafenhalle gequäkt.
- denn eine vernünftige beschallung im flughafen gibt es kaum!

Zitat:
Als die Frau dem Mann eine Hand auf die Schulter legte, legte er seine darauf und Gesa dachte, Zuneigung ist eine Rose, die im Stillen blüht.
ein schönes bild!

Zitat:
Sie haucht an die Fensterscheibe, auf die beschlagene Fläche schreibt sie mit dem Finger „bye“.

das innenleben der protagonistin in einigen wenigen worten genau beschrieben. prima!

was mir weniger gefällt:

Zitat:
Mit der Schulter an der Panoramascheibe gelehnt, einen Becher Kaffee in der Hand, hat Gesa den Blick auf das nächtliche Rollfeld gerichtet.
das klingt holprig. schaded für den ERSTEN satz!

Zitat:
Die Maschine geht in Position, die Räder laufen an,
das empfinde ich als unlogisch, denn GEHT ist ein aktives verb. wenn sich die maschine bewegt/geht bewegen sich die räder bereits (natürlich nur am boden)

Zitat:
Sie sieht der Boeing nach, Flug LH 813, die Kennung hat sie in der Halle auf einem Bildschirm gelesen, sie geht ihr nicht mehr aus dem Kopf.
ich hoffe, dass diese kennung für später eine besondere bedeutung hat. bin bespannt!

herzliche grüße
ernst
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