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Nailik
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 14
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 12.03.2012 05:26    Titel: Die Anderen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Leute,

hier möchte ich mein erstes richtiges Projekt vorstellen.
Im dritten Anlauf finde ich es endlich annehmbar, aber es gibt sicher noch einiges zu verbessern.
Auf eure kritischen Meinungen bin ich daher sehr gespannt!  Shocked  

Unten findet ihr zunächst die erste Hälfte des ersten Kapitels, da ich euch nicht mit Text überschwemmen wollte. Bei Interesse schiebe ich gerne die zweite Hälfte nach.

Vielen Dank für eure Hilfe!

Gruß

Olli

EDIT: Auf "ist mir wichtig" gesetzt und die Vorrede gekürzt. Soll ja um den Text gehen. Embarassed


Kapitel 1

Alles war aus Stahl. Wände, Boden und Decke, klinisch weiß gestrichen. Dazu ein großer, schmuckloser Monitor und einige Wartungsluken. Sonst nichts.
Und doch kulminierte sein Schaffen in diesem Raum. Jahre harter Entbehrungen, der Finanzausstoß ganzer Welten und unzählige Menschenleben hatten ihn hierher gebracht.
Hinter einer dieser unscheinbaren Luken lag die Zukunft seiner Spezies begraben. Er musste sie nur noch befreien.
Vorsichtig, mit einem unbestimmten Gefühl der Angst, streckte er eine Hand nach dem Griff aus.
Seine Fingerkuppen berührten kaltes Metall. Nichts geschah.
Er griff zu und zog.
Nur die wenigsten Menschen erkennen den schwersten Fehler ihres Lebens bereits in dem Moment, in dem sie ihn machen.
Jegor Reventon war einer von ihnen.
Noch während der Knall des zufallenden Sicherheitsschotts ihn entsetzt herumwirbeln ließ wusste er, dass dies einer jener Tage werden würde, an die man sich später nicht mehr gerne erinnert.

Der hochgeschossene Mann, der in entspannter Pose neben dem nun fest verschlossenen Eingang des Raumes stand, lächelte ihn freundlich an. Eine Geste, die nicht über das kalte Funkeln in seinen stahlgrauen Augen und den seltsamen, angriffslustig erhobenen Stab in seiner Hand hinwegtäuschen konnte.
Jegor wich bis an die Wand zurück. In jäher Panik hob er seinen Kommunikator an die Lippen.
»Leni? Leni, hörst Du mich? Es gibt Schwierigkeiten. Du musst doch etwas bemerkt haben! Wie ist dieser Typ hier reingekommen? Leni, zum Teufel! Wo steckst Du?«
Nichts. Die Verbindung war absolut tot.
Voller Sorge um seine Schülerin schrie er den Fremden an.
»Was haben Sie mit ihr gemacht? Ich warne Sie, wenn ihr irgendetwas zustößt, dann ... «
»Dann was?«, fragte der Fremde amüsiert. Seine Stimme war tief und beherrscht.
»Aber ich kann Sie beruhigen. Sie ist von Nutzen für uns. Ihr wird nichts geschehen. Nicht hier. Nicht heute.«
Er schnippte mit den Fingern. Das Bild auf dem großen Monitor veränderte sich, zeigte jetzt die andere Seite des zugefallenen Schotts und die zierliche Gestalt Lenis, wie sie wütend vor dem versperrten Durchgang auf und ab marschierte.
Erleichtert atmete Jegor durch. Leni war ihm wie eine Schwester, und sie zu verlieren hätte ihm das Herz gebrochen. Aber noch war der Tag nicht vorüber, und wer sagte ihm, dass der Fremde nicht log?
Misstrauisch nahm er sein Gegenüber genauer in Augenschein.
Der Mann war offensichtlich nicht mehr der Jüngste, mit seinen markanten Gesichtszügen und seinem dunklen Haar, das sich an den Schläfen bereits silbern verfärbte. Dennoch schien er akribisch auf seine Gesundheit zu achten, denn unter seinem schlichten, grauen Anzug spannten sich gewaltige Muskeln. Komplettiert durch einen flammend roten Umhang ergab sich ein wahrhaft eindrucksvoller Anblick. Seine Ausstrahlung war ... faszinierend.
Was Jegors Irritation nicht im Geringsten minderte. Unter allen lebenden Menschen waren Leni und er die Letzten, denen die Anwesenheit dieses Mannes hätte entgehen dürfen.
Und doch stand er hier und weidete sich an Jegors Erstaunen.

Endlich gelang es ihm, seine Sprache wiederzufinden.
»Wer sind Sie? Und was wollen sie von mir?«
Der Fremde gluckste belustigt.
»Natürlich, bitte verzeihen Sie! Wo sind meine Manieren?« Er verbeugte sich knapp.
»Mein Name ist Rolf Mutombo Zalavar, und es ist mir eine Ehre, Sie hier willkommen zu heißen, Lord Reventon.«
Das ließ Jegor aufhorchen. Von Anfang an war ihm klar gewesen, dass es sich bei seinem Gegenüber um einen Praealten handeln musste, aber dieser seltsame, dreigeteilte Name ...
»Sie sind ein Edler!«, schlussfolgerte er.
»Sehr richtig. Genau genommen bin ich als Ritter des innersten Zirkels der Generalbevollmächtigte meines Herrlichen Gebieters für diesen Bereinigungszug. Kurz ausgedrückt: Ich leite den gesamten Vorstoß in diese Galaxie. Was mich zum Grund unseres Treffens bringt. Wir müssen reden.«

Plötzlich wurde Jegor eiskalt. Wenn das stimmte, so stand er dem wahrscheinlich größten Schlächter in der Geschichte des Universums gegenüber. Dieser Tag entpuppte sich als echter Goldgriff.
»Gütiger Himmel!«, flüsterte er. »Sie sind für all das verantwortlich? Es waren mehr als  Achtzigmilliarden. Das ... nein. Ich will nicht mit Ihnen reden.«
»Seien Sie nicht kindisch! Das Angebot, das ich Ihnen gleich unterbreiten werde, könnte den Tod weiterer empfindungsfähiger Wesen verhindern. Und außerdem - welche Wahl haben Sie schon?«

Da hatte Zalavar Recht. Welche Wahl hatte er schon? Sicher, er konnte versuchen, den Praealten gewaltsam zu überwinden. Seine Chancen standen gar nicht so schlecht. Aber dann gab es immer noch das Problem des Sicherheitsschotts, und verrotten wollte er hier unten nicht. Soviel zu seinem genialen Plan.
Blieb nur noch Leni. Was machte sie eigentlich die ganze Zeit? Er schielte zum Bildschirm hinüber. Aha!  Momentan schlug sie auf höchst unfeminine Weise mit der behandschuhten Faust auf die Türkonsole ein und starrte frustriert auf den schimmernden Vorhang des Schutzschildes, der sich vor den Durchgang gelegt hatte.
Fantastisch. Von ihr konnte er sich in nächster Zeit also auch keine Hilfe erhoffen.
Resigniert seufzte er.
»Also gut, verhandeln wir. Was wünschen Sie?«
»Oh, Sie missverstehen. Ich sagte, ich will Ihnen ein Angebot machen, nicht verhandeln. Die Modalitäten stehen fest, sie sollen es nur noch annehmen.«
Jetzt reichte es aber. Jegor hasste Zalavar allein schon für das, was er repräsentierte, aber diese Arroganz machte das Maß voll. All die Strapazen und das Grauen der vergangenen Tage brachen an die Oberfläche.
»Scheiße!«, brüllte er. »Wollen Sie mich veralbern? Glauben Sie, ich hätte meine Leute in den letzten Jahren nur zum Spaß verheizt? Glauben Sie, dass ich die letzte beschissene Woche aus reinem Vergnügen durch diese höllische Wüste dort draußen gekrochen bin und mich mit Ihrer Armee geprügelt habe? Dass Leni und ich aus blanker Abenteuerlust in diese Neuauflage des Tempels des Todes mit seiner verdammten Freakshow gekrochen sind, nur um jetzt hier gemütlich mit dem ersten Ritter Seiner Herrlichkeit Tee zu schlürfen und für das nette Angebot zu danken? Ohne Bedingungen zu stellen? Das... Das...!«
Er rang nach Luft. Zalavar wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, aber da  fiel ihm Jegor schon wieder ins Wort.
»Nein, Edler Zalavar, so läuft das nicht. Ich habe nichts gegen ein Abkommen. Aber wir werden darüber verhandeln. Und zwar als gleichberechtigte Parteien!«
Zalavar grinste ihn tatsächlich an, als er seine Antwort gab.
»Nein.«

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Traumtänzerin
Fähnchen Fieselschreib

Alter: 25
Beiträge: 1209



BeitragVerfasst am: 17.03.2012 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nailik,

ich kann nicht ganz nachvollziehen, weshalb dieser Thread so lange unbeachtet geblieben und bereits heruntergerutscht ist. Dein Schreibstil zieht mich direkt hinein in den Lesefluss, ein paar Stolpersteine waren dabei zu Beginn (Verben wie "kulminieren" sind ... ungünstig bei kreativen Texten, wenn es sich dabei nicht um Texte voller Fachausdrücke handeln muss [und das unbedingt] - geht zumindest mir so beim Lesen), aber letztere haben mich dennoch nicht daran gehindert, weiter zu lesen.

Was mir gefällt: Du baust stark auf Dialog-Szenen, und das ziemlich überzeugend. Dann und wann sind mir einige Passagen allerdings zu künstlich (--> Sprachcode!)
Beispiel:
Zitat:
»Also gut, verhandeln wir. Was wünschen Sie?«
»Oh, Sie missverstehen. Ich sagte, ich will Ihnen ein Angebot machen, nicht verhandeln. Die Modalitäten stehen fest, sie sollen es nur noch annehmen.«
Jetzt reichte es aber. Jegor hasste Zalavar allein schon für das, was er repräsentierte, aber diese Arroganz machte das Maß voll. All die Strapazen und das Grauen der vergangenen Tage brachen an die Oberfläche.
Selbes Problem wie das Stolperstein-Beispiel. Du wirfst mit Wörtern, die man im normalen Sprachgebrauch/Dialog eher selten verwendet, um dich. Ich habe dir ein paar davon markiert.

Gelegentlich überzeichnest du in den Beschreibungen (Beispiel: "Was Jegors Irritation nicht im Geringsten minderte. Unter allen lebenden Menschen waren Leni und er die Letzten, denen die Anwesenheit dieses Mannes hätte entgehen dürfen.
Und doch stand er hier und weidete sich an Jegors Erstaunen."), größtenteils finde ich sie aber soweit nachvollziehbar und ausdrucksstark.

Vielleicht hilft dir dieser Kommentar etwas weiter, was eine Fremdbeurteilung betrifft.
Wie immer gilt - meine Meinung = mein Geschmack = eine Meinung unter vielen.

LG,
Traumtänzerin


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Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
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Eine spitze Zunge ist in manchen Ländern schon unerlaubter Waffenbesitz.
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Dem wird befohlen, der sich selbst nicht gehorchen kann. (Nietzsche)
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Berti_Baum
Dichter und Denker


Beiträge: 1674
Wohnort: Immerheim


BeitragVerfasst am: 17.03.2012 16:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nailik,

ich wollte hier schon länger antworten. Das hole ich jetzt nach, möchte aber dazu sagen, dass SF nicht so meine Sache ist ...

Ich war von diesem ersten Auszug begeistert. Ich empfinde deinen Schreibstil insgesamt als sehr angenehm und hatte Freude daran, ihn zu lesen (sogar zweimal).

Der erste Satz ist richtig stark und macht sofort Appetit auf mehr.

Einige Worte finde ich unglücklich gewählt (z.B. kulminierte, weidete) aber das sind Kleinigkeiten bzw. Geschmackssache.

Die Aussage mit dem "schwersten Fehler ihres Lebens" finde ich äußerst interessant und ich hoffe, dass ich als Leser auch später noch das Gefühl habe: Ja, das war tatsächlich Jegors schwerster Fehler in seinem Leben.

Eine Gefahr besteht, dass deine Charaktere nicht richtig zur Geltung kommen aber ob das wirklich so ist kann man natürlich aus so einem kurzen Abschnitt nicht ableiten. Ich hoffe, die Personen werden im Folgenden durch Handlung beschrieben.
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Maestro
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 62
Beiträge: 399



BeitragVerfasst am: 17.03.2012 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nailik,

durchforste jeden Tag das gesamte Forum. Bin dabei vor ein paar Tagen auch auf dein 1. Kapitel gestoßen. Habe aber nur angelesen und dann wieder vergessen. Das hört sich jetzt schlimmer an, als es ist.
Heute habe ich mir den gesamten Text vorgenommen, und finde ihn Alles in Allem sehr gut.
Der Einstieg ist nicht so gelungen, deshalb habe ich auch beim ersten Mal nicht weiter gelesen.
Jegor stand in der stählernen... oder so ähnlich würde mir besser gefallen.
Den klinisch weißen Anstrich würde ich weglassen. Ist doch kein Krankenhaus.
"kulminiert" hat Traumtänzerin schon moniert.
Den nächsten Satz verstehe ich gar nicht. Du nennst drei Dinge, die in keinerlei Zusammenhang stehen. Hier wünschte ich mir doch eine Erklärung.
Das Folgende sehr gut geschrieben.
"Jegor wich an..." ff   Jegor ist doch eigentlich ein cooler Typ. Muss er dann "panisch" nach seinem Kommunikator greifen?
Dann wieder gut bis "Unter allen lebenden..." Dieser Satz klingt irgendwie merkwürdig. Habe aber auch keinen Vorschlag außer Ersatzlos streichen?
"Scheiße" passt mir auch nicht in den Dialog. Eigentlich liegt das Niveau höher.

Fazit: Ein sehr gelungener Einstieg, mit ein paar Stolperchen. Sogar ich als nicht SF-Fan würde weiter lesen.

Schönen Samstag noch

Maestro


_________________
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell
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Nailik
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 14
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 18.03.2012 22:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Erstmal vielen Dank euch dreien für die ausführlichen Antworten! smile


@Traumtänzerin:

Mir ist bislang gar nicht aufgefallen, dass noch so viele Fremdwörter/ Fachbegriffe im Text stecken. Aber es stimmt, da werde ich nach geläufigeren Alternativen suchen.
Gerade "kulminieren" und "weiden" haben wohl den allgemeinen Geschmack verfehlt. Laughing  Wird geändert.

Die Sache mit den in normalen Dialogen selten verwendeten Phrasen ist ein generell sehr wertvoller Tipp. Danke dafür!

Allerdings werde ich diesbezüglich an einigen Stellen einen Kompromiss finden müssen, da ich Zalavar als hochgestellten Adligen bewusst etwas "schwülstig" klingen lassen wollte.

Ich verstehe, was Du mit "überzeichnen" meinst. Wird ebenfalls geändert.


@ Berti_Baum

Wow, vielen Dank! Shocked  Es freut mich riesig, dass Dir der Text zusagt. Gerade bei meinem ersten Versuch hätte ich nicht mit gerechnet.

Wie gesagt - "kulminieren" und "weiden" wird gestrichen. Wink

Ich denke, bezüglich Jegors schwersten Fehlers kann ich Dich beruhigen.
Letztendlich wird er den Raum nämlich "zeitweilig dahingeschieden" verlassen.
Warum zeitweilig? Verrate ich noch nicht, aber ich habe im weiteren Handlungsverlauf noch einiges vor mit ihm. Laughing

Momentan hadere ich noch mit mir, ob ich die Auswirkungen seines Fehlers schon im ersten Kapitel schildere, welches dann sehr lang werden würde, oder erstmal einen Abstecher in einen anderen Handlungsstrang mache.
Ersteres ist inhaltlich zusammenhängender, Letzteres bietet mehr Abwechslung (und eine Stelle für einen netten Cliffhanger.) Confused

Sowohl Jegor als auch Leni werden jeweils einen eigenen umfangreichen Handlungsstrang bekommen. Zalavar wird wohl eher eine Nebenperson.


@ Maestro

Danke für Deine Tipps!
Der Einstieg ist sicher ein kritisches Thema. Sieht man ja schon an den sehr unterschiedlichen Meinungen:
Berti fand den ersten Satz gelungen, Du eher nicht und ich ... ich bin mir jetzt unsicher. Laughing
Daher werde ich es erstmal so lassen, um mit der Handlung voranzukommen und später nochmal dran rumfeilen.

Die drei zusammenhanglosen Dinge werden ein Kapitel später erklärt.
Gleiches gilt für den "unter allen lebenden Menschen ... " - Satz.
Nach langem hin und her habe ich mich dafür entschieden, gleich mit der Handlung zu beginnen und die Vorgeschichte erst später häppchenweise zu liefern.
Dennoch hast Du Recht, dass die Wirkung momentan etwas verwirrend ist. Werde drüber nachdenken.

Stimmt, panisch ist an der Stelle etwas überzogen.
"Scheiße" ist zwar nicht sonderlich eloquent, aber sicherlich genau das, was Jegor in diesem Moment durch den Kopf ging. Ich überlege mir trotzdem Alternativen.



Unterm Strich waren eure Einschätzungen ja durchaus positiv. Das gibt mir auf jeden Fall Mut, weiter zu schreiben. smile
Die eine oder andere Textpassage werde ich in diesem Thread sicherlich noch posten - aber alles zu seiner Zeit.

Nochmals: vielen Dank für eure Hilfe!

Beste Grüße

Olli
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weizn
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 31
Beiträge: 20



BeitragVerfasst am: 22.03.2012 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nailik,

eigentlich wurde ja schon alles gesagt. Im Wesentlichen schließe ich mich den Vorkritikern an.
Die ersten zwei Zeilen kann man sicher noch verbessern, der erste große Absatz hat mir aber schon so gut gefallen, dass ich trotz Zeitdruck noch zu Ende gelesen habe.
Das Wort "kulminieren" ist (für mich) eine kleine Katastrophe smile. Ich kann es weder aus dem Zusammenhang 100%ig erschließen, noch habe ich bis jetzt nachgesehen, was es bedeutet.
"weidete" fand ich hingegen überhaupt nicht störend.

Die Dialoge lesen sich locker und entspannt, das gefällt mir sehr gut.

Zitat:
Nach langem hin und her habe ich mich dafür entschieden, gleich mit der Handlung zu beginnen und die Vorgeschichte erst später häppchenweise zu liefern.


Meiner Meinung nach eine sehr vernünftige Entscheidung.

Zitat:
Das gibt mir auf jeden Fall Mut, weiter zu schreiben. smile
Die eine oder andere Textpassage werde ich in diesem Thread sicherlich noch posten - aber alles zu seiner Zeit.


Nimm dir die Zeit, bin schon gespannt wie's weitergeht.

lg
weizn
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Nailik
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 14
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 22.03.2012 18:04    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Weizn,

danke für Deinen Kommentar! smile

Mittlerweile schäme ich mich ja richtig für dieses kulminieren. Embarassed
Es bedeutet in dem Zusammenhang soviel wie "gipfeln", und wurde von mir bereits durch selbiges ersetzt.
Zumindest, bis mir etwas besseres einfällt. Laughing

Viele Grüße

Olli
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Daodras
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 25
Beiträge: 100



BeitragVerfasst am: 22.03.2012 19:11    Titel: Antworten mit Zitat

Also, an einigen, sehr vielen Stellen sogar war ich verwirrt, wer von den beiden jetzt spricht, weil da einige Absätze falsch gesetzt waren, zu viel waren oder fehlten.

Aber... vom Inhalt... die Dialoge... der Aufbau der Szene...

Formuliere ich es mal so: Wenn das ganze Buch so ist, dann stellt sich mir nur eine Frage - WO KANN ICH ES  KAUFEN?? love

*hust hust*
Also, mir gefällt es lol2

danke, dass ich daran teilhaben durfte und lg~
daodras


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Das Leben ist wie ein Märchen. Um zu überzeugen zählt am Ende nicht wie lang es war, sondern wie gut es war.
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Nailik
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 14
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 23.03.2012 04:29    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Tja Mensch ... Shocked
... bin platt.

Herzlichen Dank Daodras für die netten und motivierenden Worte!
 
Wenns nicht schon halb vier wäre würde ich auf das Ding glatt noch ein wenig weiterschreiben. Laughing

In jedem Fall werde ich Deinen Rat beherzigen und in Zukunft verstärkt auch auf die Absätze achten.

Wobei ich meine, dass der wirre Eindruck des Textes vor allem bei der Transformation von der Word-Seite ins "Forums-Breitbild-Format" entstanden ist.

Danke nochmal und Gruß

Olli
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Nightflyer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 37
Beiträge: 132



BeitragVerfasst am: 23.03.2012 09:29    Titel: Antworten mit Zitat

Bis auf die paar angesprochenen Kleinigkeiten ausgereift! Jetzt muss nur noch die gesamte Story gut und unvorhersehbar sein (und nicht mit einem "und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage"-Happy-End schliessen )

Edit: Eins hab ich noch: "Rolf Mutombo" ? Klingt für mich nicht gerade einfallsreich. Angesichts der Tatsache wie sich die Namen allein in den letzten Zweihundert Jahren gewandelt hatten halte ich es nicht für wahrscheinlich das  Rolf in weiteren zweihundert Jahren noch ein gebräuchlicher Vorname sein wird.


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Jeder Tag verwelkt dahin wie die Blüte einer ausgedörrten Blume - doch der Wandel der Zeit ist der Sinn des Lebens.
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Karin
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 41
Beiträge: 294



BeitragVerfasst am: 23.03.2012 10:01    Titel: Antworten mit Zitat

Toller Einstieg, Nailik!

Das war ein Text, den ich zu Ende gelesen habe. Einen Satz fand ich allerdings grausam:

Zitat:
Leni war ihm wie eine Schwester, und sie zu verlieren hätte ihm das Herz gebrochen.


Du schreibst vorher schon, dass sie seine Schülerin war (ergo: sie haben (vorläufig) nichts miteinander). Dass sie ihm wichtig ist, merkt man auch so.

LG Ka
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Nailik
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 14
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 23.03.2012 17:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank Nightflyer und Karin für eure Kommentare. smile

@ Nightflyer:

Bis zum Ende ist es für mich noch ein sehr langer Weg.
Aber nein, ich werde nicht auf Schneewittchen zurückgreifen um die letzten Sätze abzukupfern. Bin kein großer Fan von klaren "Happy" oder "Sad" Endings, wird was dazwischen.

Mit dem Namen hast Du sicher Recht, der wurzelt in der Gegenwart.
Andererseits kommt es mir vor allem auf den Klang an, und mir ist wichtig dass man daraus auch auf den Namensträger schließen kann.
"Zrmblzork" z.B. klänge zwar futuristisch, aber eher nach grünem Schleimbällchen als nach der Person, die ich beschrieben hatte.

Gegebenenfalls sattle ich ja auf "Rolk" statt "Rolf" um, das überlege ich mir noch.

@ Karin:

Verstehe, was Du meinst. Danke für den Hinweis.
Ich schätze, ich nehme die "Schwester" raus.

Viele Grüße

Olli
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Seitenschneider
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 326



BeitragVerfasst am: 15.07.2012 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Olli,

mir hat das insgesamt sehr gut gefallen.
Sehr starke Dialoge,aber teilweise nicht ganz klar wer das Wort hat.

Kann es sein,dass Du beim fluchen gezögert hast?

Falls ja,denk nicht darüber nach wie oder was angemessen ist,oder was Leser für einen Eindruck haben könnten.

Entscheidend ist das was Jegor tun würde.

Das "veralbern" passt zwar inhaltlich, aber nicht ganz zur Ausrucksweise Jegors. Wenn du "verarschen" schreiben wolltest geht das völlig in Ordnung.
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Nailik
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 14
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 17.07.2012 02:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Seitenschneider,

auch Dir herzlichen Dank für Deinen Kommentar!
Hätte ja nicht gedacht, dass mein Text nach all der Zeit nochmal "ausgebuddelt" wird, aber - ich freu' mich drüber. smile

Seitenschneider hat Folgendes geschrieben:

Kann es sein,dass Du beim Fluchen gezögert hast?

Das könnte durchaus sein. Laughing

Im ersten Aufschrieb, wenn ich richtig in der Szene drin bin, benutze ich gerne auch "rauere" Sprache.
Beim Überarbeiten weicht dann das Meiste davon gemäßigteren Begriffen.
Hintergrund ist immer die Angst, ein Schimpfwörterlexikon anstatt eines Romans zu produzieren, auch wenn ich mich persönlich nicht dran störe.

Andererseits sind Autoren wie Peter Hamilton oder Dan Simmons, die ich wirklich gerne gelesen habe, in diesem Punkt auch nicht zimperlich.
Dein Beitrag sagt mir jedenfalls, dass man auch "überkorrigieren" kann.
Werde in Zukunft versuchen, das besser hinzubekommen.

Gelegenheit dazu bietet sich glücklicherweise bald - die Semesterferien stehen vor der Tür.

Besten Dank und Gruß

Olli
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