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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Till


 

 
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duluoz
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 65
Beiträge: 513
Wohnort: Bielefeld


BeitragVerfasst am: 24.01.2012 17:24    Titel: Till eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Heute würde ich gerne über ein Baby ...schreien...
Klein, weich, mit neugierigen Sinnen
Meereswellen rauschen
Momente im Leben, die wir nur fühlen
wenn nicht laufen...reden ...töten...

Till

winzige Hände greifen nach Dosen und...Mäusen...
erwachsene Menschen versuchen ihr eigenes Leben zu leben
die Luft die der Kleine einatmet
seine Eltern schlafen um ihn herum
er ist ganz wach

Till

können nicht...noch nicht...
seine Hände suchen
der kleine ist sehr wach
ich bin im Raum, um etwas zu suchen
ungeschickte Organe  bewegen sich langsam

Till

Krank und schwach hält er sich an der Mutter fest
aber nur mit einem Arm
rosiger Hintern und Buttermilchflüssige Augen
ein Babygesicht schaut zu mir auf
Till sieht und blickt mit Verstand

Till

die Tür knarrt...noch eine Tür knarrt
das Bündel bewegt sich
ein anderer Mensch räuspert sich und weint
...ganz leise...
dunkles Zimmer

Till

seine Eltern hören Musik in der Nähe
Ich hebe ihn hoch
weich drückt er sich an meine Schulter
suche das Licht
drücke auf den Schalter

Till

Scheiße
der kleine erschreckt sich
Ich schalte das Licht wieder aus
Beruhigt liegt er in meinen Armen
und bewegt sich nervös

Till

trage ihn durch zwei dunkle Räume
und Frieden ist in uns
für einen Moment sind wir beide allein
und Frieden ist in uns
seine Hände liegen jetzt fest an mir

Till

wir beide sind jetzt in einem hellen Zimmer
und Till schaut
seine Mutter streckt die Hände nach ihm aus
nach ihrem Kind
der Vater blickt auf

Till  Eulenspiegel war immer ein Baby
Groß und tausendjährig seine Gedanken

Till und ich schauen uns an
durch den kleiner werdenen Spalt
der sich schließenden Tür
grinst Till mir zu
ich bemerke eine kleine Träne in meinem Gesicht



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schreiben ist leben...ohne leben kein schreiben...
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duluoz
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 65
Beiträge: 513
Wohnort: Bielefeld


BeitragVerfasst am: 31.01.2012 21:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

...tja, liebe Freunde, hier bin ich mir nicht sicher, ob ichs so lassen kann, oder obs überhaupt nicht passt. Deswegen in der Werkstatt. Aber wichtig, wegen dem kleinen, der mir ans Herz gewachsen war und ist. Jetzt erwachsen. Vielleicht hat ja der eine oder die andere n paar Tipps. Würde mich freuen. Beste Grüße...duluoz...

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paper.pages
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber


Beiträge: 12



BeitragVerfasst am: 14.02.2012 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo duluoz!

Also gleich vorweg möchte ich sagen, dass ich erst seit kurzem in diesem Forum hier bin und deshalb nur sehr vorsichtig mich an einen Kommentar zu diesem Werk heranwagen werde.

Ich fange nun mit dem Positiven an:

1. Gute Metaphern, die einen doppelt und dreifachen Boden besitzen. Dabei finde ich das Ende, also die letzte Strophe besonders gelungen, da sie Wehmut und dennoch Hoffnung vermittelt, aber auch eine Vorschau auf des Leben jedes Neugeborenen gibt. Daher kann man auch das Neugeborene als Metapher für Neubeginne oder das Leben an sich sehen.

2. Literarische Brocken hingeworfen, wie dem Hund die Reste vor der Hintertür des Lokals: Kurz, knapp, real - genau passend zu diesem Thema, denn selbst als Neugeborenes wird einem die Natur und das Leben eine gewisse Härte entgegen bringen. Das finde ich besonders schön bei der 3. Strophe!
 Very Happy

Nun zu meiner eigentlichen Kritik:

1. Am Anfang finde ich, dass die Handlung bzw. der Handlungsstrang nicht gut dargelegt wird. Erst nach 1,5 Strophen finde ich langsam einen Rhythmus im Lesen und auch eine Handlung oder einen Gedanken an den ich mich klammern kann. Im Nachhinein kann man auch die Symbole in der Strophe 1 ergründen, doch das braucht seine Zeit. Die Unklarheit am Anfang entsteht, denke ich, durch den 1. literarischen Brocken ("...schreien...") Dort schmeißt es den Leser aus dem Takt. Später habe ich dann eh erkannt, dass du über eine Geburt schreibst, doch beim 1. Mal lesen kommt man mit den Worten Baby, schreien, töten etwas durcheinander.

Mein Vorschlag:
Ich persönlich möchte immer bei all meinen Kommentaren auch einen Vorschlag (hoffentlich ist das nicht zu verwegen) einbringen, da kritisieren immer leicht ist, wenn man sich keine Verbesserung erdenken muss.  Wink

Ich würde entweder die erste Strophe etwas anders strukturieren oder einen anderen Einleitungssatz verwenden, der vielleicht noch keinen literarischen Brocken enthält, oder und das fände ich den besseren Vorschlag, man schreibt einfach noch eine kurze Strophe an den Anfang, die in das Thema zwar auch direkt, aber etwas verständlicher einführt. (z.B.: über Babys allgemein, Angst oder Schmerz bei der Geburt,...)

2. Das ist nur eine kleine Kritik und ist eher persönlich, da ich mich mit so etwas in der Welt der Literatur nicht anfreunden kann: Schimpfwörter oder so "alltägliche" Flüche gehören meiner Meinung nach nicht in ein so poetisches Gedicht! Es schmälert den Wert des Gedichts, da es nicht zu einem solchem Thema passt. Wenn man schon flucht, dann sollte es auch wirklich nötig oder kreativ sein.

Vorschlag:
"Nein, nicht!" hätte meiner Meinung nach hier eine starke Wirkung und wäre noch aussagekräftiger als "Scheiße". "Verdammt sei es!" würde auch noch gehen.

So sonst kann ich momentan nicht bemängeln und ich hoffe, dass diese Kritik irgendwie hilfreich war.

Mein Fazit: Ein interessantes und kluges Gedicht, das mit literarischen Brocken und Wiederholungen seinen Charme erzielt, aber anfangs noch etwas verwirrend ist.

 Wink  Ich kann nur sagen, von mir: Daumen hoch!
Liebe Grüße Julia
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duluoz
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 65
Beiträge: 513
Wohnort: Bielefeld


BeitragVerfasst am: 18.02.2012 17:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo paper.pages oder doch lieber Julia ?
WOW, deine Kritik ist wirklich nach meinem Geschmack. Du schreibst sehr strukturiert und gibst konstruktive Alternativen vor. Dafür danke ich dir herzlich. Endlich mal ein vernünftiger Kommentar!
Ich habe diesen Anfang bewusst gewählt, weil auch bei einer Geburt ja immer die <Ungewissheit und Angst vor dem Versagen allgegenwärtig ist. Und ich liebe es , den Leser immer wieder aus dem Takt zu werfen, nur um ihn dan später wieder zum Ende des Gedichtes zu begleiten. Das ist riskant, aber mein Stil, irgendwie oder so...das mit dem Wort scheisse ist klar muss weg keine Frage, aber wie gut das getan hat so einen fruchtbaren Kommentar zu bekommen, nochmal DANKE und beste Grüße...duluoz...


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