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Die Prophezeiung von Neruna


 

 
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Hell
Abc-Schütze


Beiträge: 9



BeitragVerfasst am: 23.01.2012 20:34    Titel: Die Prophezeiung von Neruna eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Okay, dann geb ich mich mal direkt eurer Kritik her und veröffentliche hier mal den Prolog meines Romans.

"Die Prophezeiung von Neruna" (kurz: Neruna) ist ein Fantasy Roman im alten Stil. Die Welt Neruna ist bevölkert von verschiedensten Kreaturen, von Menschen, über Halbmenschen (so genannten Yarai) bis hin zu altmodischen und neu erfundenen Kreaturen. In eben jener Welt ist nun ein gewaltiger Krieg ausgebrochen, in welchem die Hexe Lobelia versucht, die Macht zu erlangen. Der Krieg droht, das Gleichgewicht der Welt auseinanderzubringen und um diesem entgegenzuwirken, tritt eine vor langer Zeit gesprochene Prophezeiung in Kraft, die sechs Kinder dazu auserwählt hat, den Frieden zurückzubringen.

Neruna ist mein erster Versuch einer längeren Geschichte und ich schreib schon seit Sommer 2008 daran, hab die Anfänge und die Storyline jedoch schon öfters überarbeitet und umgeschrieben.
Und hiermit werfe ich euch dann mal den Anfang vor, auf dass ich für ihn ordentliche Kritik bekomme^^

Die Prophezeiung von Neruna - Prolog

Tief in einer Welt, die der unseren ähnelt und doch so anders ist:
„Das können wir nicht tun!“
„Wir müssen es! Es geht nicht anders…“
Der Tempel von Balon - ein enormes Heiligtum in der Welt von Neruna. Frauen und Kinder hatten praktisch keinen Zutritt zu diesen Hallen und auch sonst durften nur ganz bestimmte Männer durch diese Tore. Dennoch war der Tempel ein Zeichen der Macht und des Friedens.
Nun aber waren die Weisen und Gelehrten sehr besorgt. Die Unruhen waren immer heftiger geworden und langsam konnten sie das kommende Ereignis nicht mehr länger verzögern.
„Die Auserwählten sind noch Kinder. Sie können diese Bürde nicht einmal mit ihren Herzen tragen, Tora!“
Tora, Herr des Tempels und einer der weisesten unter den Weisen seufzte. „Ich fürchte, uns bleibt keine andere Wahl, immerhin wird ein Angriff auf die Stadt immer wahrscheinlicher. Wir sollten die Auserwählten aufklären und losschicken, bevor diese Hallen zerstört werden, Izor. So Leid es mir auch um dein Kind tut.“
Izor schwieg betroffen. Ja, unter den Auserwählten war auch seine Tochter. Sechzehn Jahre lang konnte er sie vor jenem prophezeiten Übel bewahren, doch nun war es an der Zeit, sie herzugeben, ihre Existenz zu opfern. Und mit ihr noch die von fünf weiteren, unschuldigen Kindern.
"Komm, mein Freund", sagte Tora, "lass uns den Worten ein weiteres Mal lauschen. Ihr Tod ist nicht vorhergesehen. Was diese Sechs erwartet, ist lediglich der Beginn eines neuen Lebens."
Und damit betraten Tora und Izor die Halle der Prophezeiungen und hörten erneut die schicksalhaften Worte, die dies alles veranlasst hatten...

_____

Ich weiß, es ist recht kurz geworden, aber es soll ja nur eine kurze Einleitung sein, um den Leser neugierig zu machen.
Außerdem hätte ich gern noch die allgemeine Meinung, ob die Prophezeiung (20 Strophen à 4 Verse) schon hier genannt werden soll, oder erst im 3. Kapitel, in welchem die Auserwählten sie selbst zum ersten Mal zu hören bekommen.

Ich freue mich, auf die Kritik
Hell~

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Daodras
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BeitragVerfasst am: 23.01.2012 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Prohezeihung??
Interessant, das hätte ich gerne gesehen *scherz*

Ich sehe es nach wie vor so:
Das "prophezeite Übel" ist ein wenig schwammig, weil ich mir unter dem Wort nichts vorstellen kann.
Auch unter Neruna nicht, oder Balon. Okey, du hast einen Tempel. Du hast auch ein paar alte und weise Männer. Aber was ist mit dem Rest?

Nein, meine Empfehlung ist: Komplett neuer Prolog. In diesem zeigst du uns nicht, wie es nötig wurde, nun die Auserwählten zu suchen und loszuschicken, woraufhin sie sich nochmal genau die Worte anhören. Nein. Meine Vorschläge: (jeder ovn ihnen könnte einzeln etwas sein)

* Der Beginn des Krieges
* Die Entstehung der Welt Neruna, und wie und wieso sie mit unserer so sehr verbunden ist
* Die Sitaution, in der das Orakel die Prohezeihugn zum ersten Mal von sich gegeben hat, die Umstände, zu denen sie die Kinder gefunden haben und woran sie erkannt haben, dass sie ihr Schicksal noch eine Weil aufschieben konnten.

Das hier ist, finde ich, ein sehr gelungenes ENDE von einem Prolog. Aber es wirkt, als hättest du die erste Häfte - oder sechs siebtel - einfach gelöscht, ausradiert wie einen falsch gezogenen Strich.

Meine allererste Frage war stets: Wie kam es dazu!? Diese Frage soll sich jeder Leser in Fantasy stellen. Leider habe ich da noch keine antwort darauf bekommmen. Also, nach all den Stunden und Buchstaben und viereckigen Blättchen noch nicht Sad

Vielleicht finde ich noch konkretere beispiele, um es verständlich zu machen - ich denke darüber nach.

LG~
daodras
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Sandkorn im Muschelschlund
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BeitragVerfasst am: 23.01.2012 22:45    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Hell,

Hell hat Folgendes geschrieben:
Tora, Herr des Tempels und einer der weisesten unter den Weisen seufzte.


Puh. Zu diesem Satz fiel mir schon beim ersten Mal lesen nichts ein. Und jetzt da ich ihn aufgreife ist er noch immer so schwammig, dass ich dir nicht genau weiter zu helfen weiss. Da du ihn als weise Person präsentieren willst ist es ja gut, dass du es uns sagst. Aber so? „einer der weisesten unter den Weisen“ klingt wie eine Kinderbuchbeschreibung des jeweiligen Superhelden „er war der stärkste unter den Starken“.

Hell hat Folgendes geschrieben:
„Die Auserwählten sind noch Kinder. Sie können diese Bürde nicht einmal mit ihren Herzen tragen, Tora!“


Nicht einmal? Nicht einmal mit dem Herzen tragen? Womöglich solltest du hier sagen. „Sie können die Bürde nicht einmal verstehen. Wie sollen sie sie dann im Herzen tragen?“
Denn eine Bürde im Herzen zu tragen (was auch immer du unter dieser Bürde verstehst und ob das tatsächlich das richtig gewählte Wort ist) ist eines der letzten Stadien. Also eine der schwierigeren Errungenschaften. Denn eine Bürde wehrt man normalerweise erst einmal ab. Der Verstand fasst sie nur langsam (je nach Schwere der Bürde) und irgendwann, je nachdem wie der Charakter gestrickt ist, kann derjenige eine Bürde mit Leib und Seele (somit mit dem Herzen) tragen.
Verstehst du was ich meine?

Hell hat Folgendes geschrieben:
Der Tempel von Balon - ein enormes Heiligtum in der Welt von Neruna. Frauen und Kinder hatten praktisch keinen Zutritt zu diesen Hallen und auch sonst durften nur ganz bestimmte Männer durch diese Tore.


Wenn du versuchst mir ein Bild zu vermitteln. Von einem imposanten geheimnisvollen Tempel, dann bekomme ich es leider nicht vor Augen. Und, haben die Kinder und Frauen nur praktisch keinen Zutritt und ist es ihnen in der Theorie erlaubt? Oder willst du mir sagen, dass dort nur wenige, Frauen und Kinder keinen Zutritt haben? Du sagst ebenfalls „sonst… nur ganz bestimmte Männer“. Sonst wann? Neben den wenigen Frauen und Kindern? Oder- … hä? Die Aussage ist so vage, da ich die Verwendung der Worte „praktisch“ und „sonst“ nicht ganz passend oder genug erklärend finde.

Hell hat Folgendes geschrieben:
Und damit betraten Tora und Izor die Halle der Prophezeiungen und hörten erneut die schicksalhaften Worte, die dies alles veranlasst hatten


Ich will diesen Prolog nicht in der Luft zerreißen. Doch ich erkenne in deinem Text all die Fehler, die ich selbst bis vor ein paar Jahren gemacht habe. Deine Worte sollen erdrückend und tatsächlich schicksalhaft und beängstigend klingen. Wir sollen hier schon denken „Ach du Schande, was mag das nur für eine Prophezeiung sein?“
Ich fühle es jedoch nicht. Bin kaum ein bisschen gespannt auf die Prophezeiung. Auch wenn Izor ein Kind verliert. Tragisch. Aber wer ist Izor überhaupt?

Ich finde du wirfst in diesem Prolog mit so vielen Klischees und bildlosen Beschreibungen um dich, dass ich keine rechte Spannung entwickeln kann. Es ist, als ob du dir für dich selbst eine kleine Zusammenfassung geschrieben hast. Für dich reicht sie aus, du kennst all die Bilder in deinem Kopf. Ich nicht.

Ich bin mir sicher du hast tolle Ideen. Arbeitest du ja schon seit bald 3 Jahren an deinem Roman. Doch du zeigst mir das nicht. Der Prolog soll dem Leser auch einen Geschmack auf deine Fähigkeiten und dein besonderen Ideenreichtum geben. Es lässt sich ja drüber streiten ob du da schon besonders groß ausformulierte Szenerien beschreiben musst. Jedoch erwarte ich ein wenig mehr Spannung und Individualität.

Wie lang du deinen Prolog gestaltest ist hierbei egal. Für das, was du in deinem Prolog alles sagen willst, sollte er länger sein. Genau dieselbe Szene beschreiben (meinetwegen) aber mit mehr Biss.

Ansonsten geht es auch in Superkurz:

Es sollen Kinder sein, von Unschuld so naiv –kaum vorstellbar wie sie es meistern sollen. Fortgeschickt von Männern, die von einer Prophezeiung sprechen. Ein Wort, das keines der Kinder je so recht verstanden hat. Nun sollen sie erfahren was völlige Hingabe bedeutet? Weise Männer sprechen. Alle wollen ihnen gehorchen. Selbst die Väter stehen vor den Auserwählten, nicht fähig sie vor diesem Schrecken zu bewahren. Denn an einem heiligen Ort, dessen Fußboden nie eine unwürdige Fußsohle betreten hat, stehen die vernichtenden Worte dieser Prophezeiung…

Das ist nur ein banales Beispiel, das womöglich ebenso voller Klischees steckt. Es ist eben schwer von Auserwählten und einer Prophezeiung sowie einem Tempel und weisen Männern zu sprechen, ohne diesen Eindruck zu erwecken. Ich bin, nachdem ich diesen „Kurzprolog“ geschrieben habe, recht unsicher ob du eine längere oder kürzere Version schreiben solltest. Was meinst du? Bzw. Hast du dir schon mal eine ganz andere Szene für den Prolog überlegt?

Beziehungsweise, verstehst du überhaupt wo ich hin will? wink

K.
Steffi

PS: hab den Spoiler nicht gelesen, da er in deinem Buch so auch nicht stehen würde und ich wollte den Prolog sehen, als das was er ist.


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Maybe you remeber me. If not, you get to know me again.

Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.
(Mark Twain)
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Daodras
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BeitragVerfasst am: 23.01.2012 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

LightVersionXX hat Folgendes geschrieben:
klingt wie eine Kinderbuchbeschreibung des jeweiligen Superhelden


Interessant. Genau das Bild hatte ich auch vor Augen. Und ich muss dir zustimmen, richtig neugierig werde ich auf die Prophezeihung nicht. Gut, ich fand die Prophi ohnehin niemals richtig gut oder interessant, aber das ist eine andere Geschichte...

Ich versuche auch einfach mal einen Anfang, obwohl ich weiß (weil du es mir ja gesagt hast ^^), dass du nun auch einen völlig neuen Prolog schreibst.

Ich habe übrigens nur umzuschreiben versucht, was du schon hier stehen hast.



Wütend knirschte Izor mit den Zähnen, als der Tempelmeister das Unvermeidliche angesprochen hatte. "Niemals, das werde ich nicht zulassen!"
"Hast du groß eine Wahl? Hat irgend einer von uns eine Wahl?" Tora sah in die Runde der Männer. Wie er waren sie allesamt Diener des Tempels von Balon, dem größten Wahrzeichen Nerunas. "Uns sind die Hände gebunden. Wir wissen, das etwas geschehen wird, und wir wissen wann, wo und warum es geschehen wird. Doch wird können nichts dagegen tun und alles andere sind nur Mutmaßungen."
"Es muss doch irgendetwas geben, was tun können! Sollen wir hier vielleicht einfach rumsitzeh und warten, bis der Krieg den Tempel zerstört und das Land verwüstet hat?"
Ein Gemurmel erhob sich, wie es lange keines mehr unter den Weisen gegeben hatte. Ein Krieg? Noch hatte keiner es gewagt, die Unruhen im Land als solchen zu betiteln.
"Izor.", begann Tora ruhig. "Ich verstehe deinen Zorn. Du bist besorgt, seit das Orakel uns deine Tochter als eine der sechs offenbart hat. Sie könnte verletzt werden, oder sterben. Oder Schlimmeres. Aber nur die Auserwählten können unser Schicksal abwenden. Habe Vertrauen in sie."
Mit hochrotem Kopf stand Izor auf. Seine Hand zitterte, als er nach und nach einen Finger vorstreckte und auf den Ältesten richtete. "Die... 'Auserwählten' sind nur Kinder!", rief er mit bebender Stimme. Es fiel ihm schwer, sich zu beherrschen, doch er wusste, dass die allgemeine Not ihn bei all seinen Sinnen brauchte. "Noch dazu kommen sie aus einer völlig anderen Welt. Sie werden Neruna nicht akzeptieren. Sie werden Neruna nicht anerkennen, nur wegen ein paar... Worten."
Worte... Uralte Worte hatten sie vor einigen Jahren dazu gebracht, nicht zu handeln. Zu einer Zeit, zu der ein Handeln vielleicht noch möglich war. Doch im Vertrauen auf die sechs 'Auserwählten', deren Schicksal durch eine Prophezeihung vorbestimmt worden war, hatten sie entschlossen, nichts zu tun, weil sie so möglicherweise verhindert hätten, dass diese Rettung je geschah.
"Es wäre alles nicht nötig gewesen! Nun werden die fünf Erdlinge sterben, meine Tochter wird sterben... Wahrscheinlich werden auch wir alle sterben. Der Untergang ist gewiss..." Er sackte hoffnungslos in sich zusammen und blieb weinend am Fuße seines Sessels liegen, gab außer Schluchzern und lautem Weinen keine Geräusche mehr von sich und begann, sich vor der Außenwelt zu verschließen.
Erneut machten sich Stimmen breit, einige voll Sorge, andere voll Angst. Doch er hatte es bereits einmal gesagt: Sie hatten keine Wahl. Ob sie sich dagegen wehrten oder nicht, das schicksal würde sich erfüllen.
"Genug!" Tora erhob sich, zum ersten Mal seit den vier Stunden, die ihre Besprechung nun schon dauerte. "Es lag damals an mir, einzugreifen, doch ihr alle habt mich davon abgehalten! Nun erzählt mir nicht, dass es ein Fehler wäre, heute zu handeln. Dies war einst euer Wunsch.
Hört mir zu: Es ist zwar unsere letzte Chance und die Hoffnung ist gering, doch immerhin es ist eine Chance und immerhin besteht Hoffnung, mag sie auch noch so klein sein. Wir wären allesamt Narren, sie nicht zu ergreifen."
Er beschrieb einen Bogen mit den Händen, dann winkte er hastig von sich fort und sprach dabei ein paar Worte in der alten und geheimen Sprache der Yarai.
Hinter ihm schwang ein weißes Tor auf, wo bisher nur eine glatte Wand gewesen war. Doch bevor der Älteste hindurchschritt, stellte er sich beruhigend neben Izor und hob ihn am Arm hoch.
"Komm her, mein Freund, und richte dich auf. Ich will dir zeigen, welche Hoffnung sich in den alten Worten verbirgt. Lass mich dir beweisen, wie sechs kleine Kinder alleine durch die Kraft ihres Glaubens eine Armee von hunderten schwarzer Krieger aufhalten kann.
Lass mich dir zeigen, dass keiner von uns verloren ist, solange wir glauben."


Zerreißt mich - aber auch ohne den Prolog völlig in eine andere Zeit zu versetzten lässt sich was draus machen.
Dieser Prolog hier ist übrigens, das sage ich frei Schnauze, extrem schlecht. Bzw, er passt nicht in das Buch, ebenso wie ich auch noch immer behaupte, dass die Prophezeihung nicht passen wird.
Denn:

"Was nicht aus deiner Feder springt,
nicht gut in deinem Kopfe klingt,
wenn du nicht selbst zufrieden bist,
dann ist dein Text, ich sag es frei, nur hohler Mist."


@__@
Ich sag es ja, ich kann schreiben, aber das dichten über ich nochmal Razz

LG~
daodras
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Miss Havisham
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 103



BeitragVerfasst am: 30.01.2012 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Mich hättest du mit dem vierten Satz als Leserin verloren. Frauenfeindliche Fantasywelten sind okay, ich schreibe selbst über welche, aber wenn ich sowas im vierten Satz des Prologs lese, denke ich "Och nee" und geh was anderes lesen.
(Ich erwähne z.B. innerhalb der Handlung nie explizit, dass Frauen irgendwas nicht dürfen. Sie tuns halt einfach nicht. Auf die Art kann mans ignorieren wenns einem zuwider ist. Das geht schlecht, wenn man es um die Ohren geklatscht kriegt)

Außerdem frag ich mich, warum der Tempel dennoch so urwichtig ist. Ich meine, hat es der katholischen Kirche in puncto Wichtigkeit geschadet, dass Frauen in den höchsten Ämtern nicht zugelassen sind? Also, früher ja auf jeden Fall mal nicht. Heute könnte das natürlich ein Grund für den mangelnden Zulauf sein...aber in einer frauenfeindlichen Welt spielts erstmal keine Rolle. Da sind die Frauen dran gewohnt, an allen möglichen Orten nicht zugelassen zu sein. (Und Kinder finden etwas wo sie erst als Erwachsene reindürfen nur umso wichtiger)

Vermutlich wolltest du mit dem Satz einfach nur klarstellen, was das für ein Setting ist? Ob man das gleich am Anfang sagt, ist Geschmackssache (mich schreckts, wie gesagt, eher ab), aber das "Dennoch" würd ich irgendwie rausbasteln. Bzw die Sache im ganz neuen Prolog anders formulieren.  Wink
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Hell
Abc-Schütze


Beiträge: 9



BeitragVerfasst am: 27.03.2012 15:26    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

So, dann melde ich mich nach langem hier noch aus der Versenkung und hab einen vollkommen überarbeiteten Prolog dabei. Sprich: Er ist komplett anders. Wieder wäre ich sehr froh, wenn ihr eure Kritik dazu hierlassen könntet, damit ich ihn noch weiter verbessern kann^^

_______________________

Ihr lautes Brüllen durchbrach die Nacht. Sie war zornig, denn sie wollte sich nicht eingestehen, dass sie erschöpft war. Doch es ließ sich nicht leugnen. Ihre Kräfte schwanden zunehmend und bald würde sie gar nicht mehr fliegen können. Doch sie hatte keine Zeit, sich auszuruhen. Ein Hauch von Verzweiflung schlich sich in ihre Augen. Sie hatte den Überblick verloren. Wie lange war sie schon unterwegs? Wie weit war es noch bis nach Balon?
Sie wusste es nicht. Und diese Ungewissheit nagte an ihr, denn die Zeit lief ihr davon. Ganz tief in ihr wisperte eine Stimme, dass es nutzlos war. Sie würde Balon nicht mehr erreichen. Die Welt war verloren.
Ganz Neruna war dem Untergang geweiht.

Es war vielleicht drei oder vier Tage her, dass sie aus den Wäldern Nirrwhins geflohen war. Ein Instinkt, der ihr Gefahr verhieß, hatte sie hergeführt. Sie hatte eine Macht gespürt, die ihr vollkommen fremd vorkam. Fremd und falsch. Um herauszufinden, was es damit auf sich hatte und ob es nötig war, diese Gefahr zu vernichten, bevor ein zu großes Risiko für die Allgemeinheit entstehen konnte, war sie bis in die tiefste Gegend der Wälder vorgedrungen.
Und urplötzlich war sie angegriffen worden.
Eine andere Seele war in ihren Kopf eingedrungen. Zerfressen von Hass und Wahnsinn hatte die Hexe des Dunkelclans ihren Geist vernichten wollen. Sie hatte versucht, diesen Angriff abzuwehren mit all ihrer Kraft, so alt wie die Sterne am Firmament, doch aus ihr unerklärlichen Gründen konnte sie nichts tun. Schmerz durchzog ihren massigen Leib, ließ sie sich krampfhaft winden. Mehrmals wäre sie beinahe vom Himmel gestürzt, mehrmals hatte sie die Spitzen der alten Bäume gestriffen, sich daran das Fleisch aufgerissen. Tatsächlich schien ein Ast scharf genug gewesen zu sein, ihr einen tiefen Riss in die Flanke zu ziehen.
Doch schließlich hatte sie es geschafft, außer Reichweite des Zaubers zu gelangen. Aber es änderte nichts daran, dass dieser ihr nach und nach fast all ihre Energie entzogen hatte, sodass sie viel langsamer fliegen musste, als sie es eigentlich gekonnt hätte.

Ihre Sicht verschwamm für einen kurzen Moment, als ihr linker Flügel ein wenig unter ihrem Gewicht nachgab. Entsetzt keuchte sie auf und sackte ab.
Ja, sie war entkommen, wenn auch viel zu knapp. Doch sie lebte und konnte von den Schrecken berichten, die in Nirrwhin auf neue Opfer lauerten. Kein Anderer ihrer Art hätte diesen Angriff überlebt. Wie sollten sie auch, wenn sie, die größte und stärkste unter den Himmelswesen, versagt hatte?
Erneut brüllte sie wütend. Ihr Versagen bestätigte nur, wie hoffnungslos die Situation doch war. Wenn selbst sie so leichtfertig geschlagen worden war, wer sonst könnte diese wahnsinnige Waldhexe noch besiegen?

Drei, vier Tage war sie nun schon ohne Pause geflogen. Ihre Muskeln schmerzten und es fiel ihr schwer, noch vernünftig mit dem Flügeln auszuschlagen.
Ein tiefes Grollen erreichte ihre Ohren. Ein Unwetter näherte sich. Sie wusste, dass es schierer Wahnsinn gewesen wäre, auf Kurs zu bleiben und in den Sturm hineinzufliegen, weswegen sie die rechte Schulter senkte und sich mehr südlich hielt.
Letzten Endes half es ihr jedoch nicht sonderlich viel. Das Unwetter schien sie zu verfolgen und so kam ihr die Vermutung auf, dass es nicht natürlichen Ursprungs war. Nach einer Weile wurde sie eingeholt, obwohl sie letztlich noch viel weiter nach Süden und schließlich sogar in den Westen ausgewichen war, um dem Sturm zu entgehen.
Regen peitschte auf ihre lederne Haut. Der Wind schien von allen Richtungen her zu wehen und sie wurde immer mehr auch den letzten Kraftreserven beraubt. Kaum noch konnte sie die Augen offen halten, kaum noch die Glieder bewegen. Dabei musste sie doch Balon erreichen. Sie musste von ihrem Erlebnis berichten. Sie musste ihren Freund warnen.
Sie geriet in einen besonders starken Aufwind und verlor die endgültige Kontrolle über ihren Flug. Ohne etwas dagegen tun zu können, wurde sie durch den Himmel geschleudert und überschlug sich mehrfach, wie ihr schien. Sie kam sich vor wie eine losgerissene Fahne im Wind. Die Luftströme rissen sie immer weiter empor und das Atmen fiel ihr immer schwerer.
Wie weit oben war sie, dass die Luft hier so dünn war? Hatte der Sturm sie vollkommen vom Kurs abgebracht? Flog sie gerade kopfüber?
Schwindel machte sich in ihr breit.
'Ich muss... nach Balon...'
Ihre Augen flatterten. Das Herz schlug immer unregelmäßiger, schien stehen bleiben zu wollen.
Für einen Moment hielt die Welt inne. Sie fühlte sich schwerelos, als könne sie auf der Stelle stehen bleiben. Der Sturm war verstummt. Herz und Atmung standen still. Es war nichts zu hören, nichts zu sehen, nichts zu fühlen.
'Ist das... der Tod?'
Und dann lief die Zeit weiter. Doch davon bemerkte sie nicht mehr viel, denn die endlose Schwärze vor ihren Augen wich nicht und sie stürzte hilflos in die reißenden Tiefen.
Das war das Ende.

Stöhnend machte sich erneut ein Bewusstsein in ihr breit. Sie war nicht in der Lage, zu vermachen, ob es bewusstes Leben oder der Tod war. Ein lautes Pfeifen schien ihre Ohren zu zerbersten. Erneut stieg Schmerz in ihr auf, größer als alles bisher verspürte. Es war jedoch keiner, der ihren Geist umschlang, wie der Fluch jener Hexe. Nein, es war einer, der ihr auf die Brust drückte, beinahe schon jede Stelle ihres Körpers in Beschlag nahm. Sie konnte ihre Beine nicht spüren und ihre Arme fühlten sich wie gebrochen an. Und ihre Flügel... Wo waren ihre Flügel?
Panisch öffnete sie die Augen, doch erkennen konnte sie im ersten Moment nichts. Alles war von einem strahlenden Weiß erfüllt. Sie blinzelte verwirrt, doch noch immer konnte sie nichts sehen.
Was war geschehen?
Eine Stimme ertönte nahe der Stelle, an der ihr Kopf liegen musste.
"Lady Urrophâ." Es war eine tiefe Stimme, die ihr sehr vertraut vorkam. Konnte das wirklich...?
Schnell blickte sie zur Seite und vergaß für einen Moment, dass sie nichts sehen konnte. Erst nach und nach zeichneten sich helle Schemen ab, bis sie einen älteren Mann erkennen konnte, der auf einem Stuhl saß und sie ernst anblickte. Erst jetzt nahm sie wahr, dass sie selbst in einem Bett lag.
"Es war sicher ein gehöriges Stück Arbeit, so viel Zerstörung auf einmal anzurichten.", sprach er. Ja, es war unverkennbar ihr Freund - Tora. "Du hast da draußen ein heilloses Chaos angerichtet. Es passiert immerhin nicht alle Tage, dass ein Drache über der Stadt abstürzt."
Urrophâ öffnete die Lippen, doch kein Ton verließ ihren Mund. Sie rang um Worte. War sie tatsächlich noch am Leben? Hatte sie es wirklich geschafft?
Sie konnte es kaum glauben. Ihr war immer noch so schwindlig und sie fühlte sich einfach nur kraftlos. Jede Bewegung oder der Versuch dazu, ließ ein gewaltiges Feuer in ihr auflodern, wie es sonst nur aus ihrem Maul schoss, wenn sie sich auf einen Feind stürzte. Und doch...
Dies hier war der Tempel von Balon. Sie hatte ihr Ziel erreicht. Sie hatte es geschafft! Vor ihr saß der Mann, den es zu erreichen galt. Offenbar hatte er sie in einen Raum des Tempels bringen lassen.
"Wie geht es Euch?", fragte Tora.
Urrophâ blickte ihn schwach an. Wen interessierte schon, was mit ihr war? Es gab Wichtigeres.
"Nirrwhin... Hexe...", versuchte sie einen Anfang, doch ihre Stimme brach ab, bevor sie noch ein weiteres verständliches Wort herausgebracht hatte.
Plötzlich stöhnte sie laut auf. Scharf sog sie die Luft ein, wand sich inmitten ihres Bettes. Ihre Augen schienen sich enorm zu weiten und im bleichen Kerzenschimmer glänzte ihre Iris silbrig auf. Langsam öffnete sie erneut ihren Mund. Ein fahler Hauch, als wäre es ihr letzter Atem, verließ ihre Lippen. Dann kreischte sie schrill auf und krächzte mit hohler Stimme etwas Unverständliches, bis ein einziges Wort klar und deutlich von ihr hervorgestoßen wurde: "Krieg!"
Tora erstarrte. Zitternd saß er auf seinem Stuhl, unfähig, sich zu bewegen. Die folgenden Worte, die die Drachenkönigin Urrophâ sprach, brannten sich in sein Gedächtnis ein und kein Moment mehr würde vergehen, in dem er auch nur ein Wort dieser Prophezeiung vergessen würde:

>>Da die Prophezeiung im Endschliff ist, findet ihr sie aktuell hier<<

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Auf dass er erneut zerfetzt wird Sich kaputt lachen


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Strichnin
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BeitragVerfasst am: 01.04.2012 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hell,
deinen Überarbeiteten Prolog finde ich persönlich viel besser, viel tiefer.
Die Frage des Reimens oder nicht habe ich Dir schon beantwortet, nehme an es ist auf der Lyrikseite, oder?
Bin über den Link gegangen und habe dann geantwortet.
Also, vielleicht doch nochmal.
Nicht unbedingt reimen, aber der Drache kann doch eine Prophezeihung seines Urgroßvaters, der sehr weise war, haben, oder nicht?
Vielleicht erleichtert das etwas das schreiben.
Nostradamus hat auch nur bis 2000 sehen können, worauf viele Menschen im Jahr 2000 das Weltuntergangsjahr gesehen haben. Nun sind wir 12 Jahre weiter und lesen und schreiben immer noch. Manchmal sind auch Vorhersagen nicht eingetroffen. Auch von alternden oder Todgeweihten Drachen.
Vielleicht eine Idee von
Strichnin, dem Giftigen

P.S.; Hat mich auf jden Fall festgehalten und mache mir meine Gedanken, wie es weiter geht!
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Hell
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BeitragVerfasst am: 18.04.2012 08:55    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

So, ich habe das Ende des Prologs jetzt noch einmal überarbeitet. Die Prophezeiung ist jetzt in den Fließtext eingebaut. Mich würde nun interessieren, ob es so schlüssig und annehmbar ist^^

___

"Krieg!"
Tora erstarrte. Zitternd saß er auf seinem Stuhl, unfähig, sich zu bewegen. Die folgenden Worte, die die Drachenkönigin Urrophâ sprach, brannten sich in sein Gedächtnis ein und kein Moment mehr würde vergehen, in dem er auch nur ein Wort davon vergessen würde.
"Die Hexe... sie wird Finsternis über die Welt bringen. Entsetzlicher Krieg wird herrschen..."
"Urrophâ, was redest du da?", fragte Tora schwach. Er verstand nicht, was hier gerade geschah. Was nur war gerade los?
"Ich sehe sie... fünf Menschenkinder... sie entstammen verschiedener Orte, sie sind nicht von dieser Welt..."
"Fünf Menschen? Was... wieso?"
"Und ein weiteres Kind. Es entstammt den Gräsern... Es ist ein Kind des Tempels..." Ein merkwürdiges, gurgelndes Geräusch verließ ihre Kehle, als hätte man ihren Lungen sämtliche Luft entzogen. "Diese Kinder... sie werden dem ein Ende setzen... irgendwie", keuchte Urrophâ atemlos.
"Aber es sind doch Kinder, nicht wahr? Wie sollen sie einen Krieg beenden? Wie kommen die Menschen in unsere Welt`"
Doch von Urrophâ war nur noch ein pfeifender Laut zu hören, ehe sie in sich zusammensackte.
"Urrophâ? Urrophâ, so sage doch etwas!"
Aber die Drachenkönigin rührte sich nicht mehr und das einzige, was man nun noch hörte, was das schwere Atmen Toras, der nur langsam das eben geschehene realisierte. Niemand hier im Tempel hatte ein Kind. Bedeutete das, dass die Kinder, von denen sie gesprochen hatte, noch gar nicht geboren waren? Tora fiel in den Stuhl zurück. Dunkle Zeiten kamen auf sie zu. Und das Weiß des Tempels schien mit einem Mal viel zu blendend.

« Was vorher geschah12



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Karin
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BeitragVerfasst am: 18.04.2012 09:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hell,

in Textform gefällt mir dir Prophezeiung viel besser. Und du verrätst auch nicht mehr so viel. Sehr schön.
Farbcode:
Orange: Irgendetwas gefällt mir hier nicht, aber ich habe selbst keine bessere Idee. Vielleicht noch mal drüber nachdenken.
Blau: Kommi von mir.
Rot: Eingefügt.

Hell hat Folgendes geschrieben:

"Krieg!"
Tora erstarrte. Zitternd saß er auf seinem Stuhl, unfähig, sich zu bewegen. Die folgenden Worte, die die Drachenkönigin Urrophâ sprach, brannten sich in sein Gedächtnis ein und kein Moment mehr würde vergehen, in dem er auch nur ein Wort davon vergessen würde.
Besser vielleicht: Die Drachenkönigin Urropha sprach mit letzter Kraft. Ihre Worte würden sich in in sein Gedächtnis einbrennen, ... (Auf jeden Fall den Satzteil mit "kein Moment..." noch mal überarbeiten. Da stimmt was nicht. )
"Die Hexe... sie wird Finsternis über die Welt bringen. Entsetzlicher Krieg wird herrschen..."
"Urrophâ, was redest du da?", fragte Tora schwach. Er verstand nicht, was hier gerade geschah. Was nur war gerade los?
"Ich sehe sie... fünf Menschenkinder... sie entstammen verschiedener Orte, sie sind nicht von dieser Welt..."
"Fünf Menschen? Was... wieso?"
"Und ein weiteres Kind. Es entstammt den Gräsern... Es ist ein Kind des Tempels..." Ein merkwürdiges, gurgelndes Geräusch verließ ihre Kehle, als hätte man ihren Lungen sämtliche Luft entzogen. "Diese Kinder... sie werden dem ein Ende setzen... irgendwie", keuchte Urrophâ atemlos.
"Aber es sind doch Kinder, nicht wahr? Wie sollen sie einen Krieg beenden? Wie kommen die Menschen in unsere Welt?"
Doch von Urrophâ war nur noch ein pfeifender Laut zu hören, ehe sie in sich zusammensackte.
(Hier vielleicht noch eine Handlungsbeschreibung von Tora einfügen. Rüttelt er die Seherin? Berührt er ihr Gesicht?) "Urrophâ? Urrophâ, so sage doch etwas!"
Aber die Drachenkönigin rührte sich nicht mehr und das einzige, was man nun noch hörte, was das schwere Atmen Toras, der nur langsam das eben geschehene realisierte. Niemand hier im Tempel hatte ein Kind. Bedeutete das, dass die Kinder, von denen sie gesprochen hatte, noch gar nicht geboren waren? Tora fiel in den Stuhl zurück. Dunkle Zeiten kamen auf sie zu. Und das Weiß des Tempels schien mit einem Mal viel zu grell.[/color]


LG Ka
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Hell
Abc-Schütze


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BeitragVerfasst am: 19.04.2012 21:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Karin,
danke für deinen Kommentar. Ich habe mal versucht, auf deine Anregungen einzugehen und das ganze an den betroffenen Stellen etwas abzuändern. Ich hoffe, so ist es nun passender^^

____

"Krieg!"
Tora erstarrte. Zitternd saß er auf seinem Stuhl, unfähig, sich zu bewegen. Die Worte, die die Drachenkönigin Urrophâ mit letzter Kraft sprach, brannten sich in sein Gedächtnis ein und niemals mehr würde er auch nur eine Silbe davon wieder vergessen.
"Die Hexe... sie wird Finsternis über die Welt bringen. Entsetzlicher Krieg wird herrschen..."
"Urrophâ, was redest du da?", fragte Tora schwach. Er verstand nicht, was hier gerade geschah. Was nur war gerade los?
"Ich sehe sie... fünf Menschenkinder... sie entstammen verschiedener Orte, sie sind nicht von dieser Welt..."
"Fünf Menschen? Was... wieso?"
"Und ein weiteres Kind. Es entstammt den Gräsern... Es ist ein Kind des Tempels..." Ein merkwürdiges, gurgelndes Geräusch verließ ihre Kehle, als wäre ihren Lungen sämtliche Luft entzogen. "Diese Kinder... sie werden dem ein Ende setzen... irgendwie", keuchte Urrophâ atemlos.
"Aber es sind doch Kinder, nicht wahr? Wie sollen sie einen Krieg beenden? Wie kommen die Menschen in unsere Welt?"
Doch von Urrophâ war nur noch ein pfeifender Laut zu hören, ehe sie in sich zusammensackte.
Aufgeregt rüttelte Tora an den Schultern der Frau. "Urrophâ? Urrophâ, so sage doch etwas!"
Aber die Drachenkönigin rührte sich nicht mehr und das einzige, was man nun noch hörte, was das schwere Atmen Toras, der nur langsam das eben geschehene realisierte. Niemand hier im Tempel hatte ein Kind. Bedeutete das etwa, dass die Kinder, von denen sie gesprochen hatte, noch gar nicht geboren waren? Tora fiel in den Stuhl zurück. Dunkle Zeiten würden sich nähern. Und das Weiß des Tempels schien mit einem Mal viel zu grell.


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Karin
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BeitragVerfasst am: 19.04.2012 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

Es wird immer besser, Hell.

Zitat:
brannten sich in sein Gedächtnis ein und niemals mehr würde er auch nur eine Silbe davon wieder vergessen.

Hier würde ich entweder das mehr oder das wieder weglassen.

 
Zitat:
Er verstand nicht, was hier gerade geschah. Was nur war gerade los?

Ich finde immer noch, dass du ein "gerade" weglassen solltest. Aber DU bist der Autor, ist schon klar wink

Zitat:
Ungläubig rüttelte Tora an den Schultern der Frau.

Sieh es als Vorschlag.

Zitat:
Dunkle Zeiten würden anbrechen.

Vielleicht besser?

Du magst die vielen kleinen Wörter, oder? Es ist okay für Fantasy, denke ich. Aber vielleicht kannst du es in deinen zukünftigen Texten ein bissel reduzieren.

So, ich geh jetzt ins Bett.
Ka
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Hell
Abc-Schütze


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BeitragVerfasst am: 20.04.2012 07:05    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke Karin^^
Ich stelle schon fest, dass es immer Kleinigkeiten sind, an denen es letztendlich noch hapert. Ich sollte das nächste Mal besser darauf achten Sich kaputt lachen

Was deine Vorschläge angeht werde ich sie, denke ich, alle miteinbeziehen in den Text. Danke dafür^^
Das zweite gerade wollte ich eigentlich auch in der Überarbeitung löschen. Es hat sich wohl durchgemogelt.

Jedenfalls nochmals danke für deine tatkräftige Kritik^^
LG Hell~


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Hoody
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BeitragVerfasst am: 20.04.2012 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Tora erstarrte. Zitternd saß er auf seinem Stuhl, unfähig, sich zu bewegen. Die Worte, die die Drachenkönigin Urrophâ mit letzter Kraft sprach, brannten sich in sein Gedächtnis ein und niemals mehr würde er auch nur eine Silbe davon wieder vergessen.

(Beim Unterstrichenen bin ich mir unsicher. Könnte man streichen. Obwohl, davon finde ich recht gut, auch kann aber raus, meiner Meinung nach)

Zitat:
"Urrophâ, was redest du da?", fragte Tora schwach. Er verstand nicht, was hier gerade geschah. Was nur war gerade los?

Der gesprochene Teil sagt doch schon alles aus?

Zitat:
Ein merkwürdiges, gurgelndes Geräusch verließ ihre Kehle, als wäre ihren Lungen sämtliche Luft entzogen.

Umstellen, aktiv schreiben. Hier will mir passiv nicht passen. Besonders der fett markierte Teil. Ist so gesehen, auch eine ziemlich oft benutzte Formulierung.

Zitat:
keuchte Urrophâ atemlos.


Zitat:
Aufgeregt rüttelte Tora an den Schultern der Frau. "Urrophâ? Urrophâ, so sage doch etwas!"

Show dont tell, gilt auch für das Gefühlsleben.

Zitat:
Aber die Drachenkönigin rührte sich nicht mehr und das einzige, was man nun noch hörte, was das schwere Atmen Toras, der nur langsam das eben geschehene realisierte.

Streichen und umschreiben. Du zoomst hier raus. Ich weiß nicht, ob es ein Perspektivfehler ist, aber hier verlierst du an Atmosphäre und plötzlich sehe ich irgendeinen Erzähler vor mir, der mir gerade diese Information erzählt hat, statt gezeigt und gefühlt.

Zitat:
Niemand hier im Tempel hatte ein Kind. Bedeutete das etwa, dass die Kinder, von denen sie gesprochen hatte, noch gar nicht geboren waren? Tora fiel in den Stuhl zurück. Dunkle Zeiten würden sich nähern. Und das Weiß des Tempels schien mit einem Mal viel zu grell.

Zu schlagartig, plötzlich. Klingt blöd, besonders, da ich vieles weggestrichen habe. Aber dieser Gedanke und der letzte Satz, viel zu plötzlich und nicht befriedigend. Sorry.

Ansonsten solider Schreibstil, Geschichte klingt an sich auch sehr interessant. Bin auf die weiteren Teile gespannt.
Ach ja, die Kritik ist nur meine Meinung. Besonders beim Kürzen ist es immer so eine Sache.

lg Hubi, schönes Wochenende, außer du musst auch arbeiten  Laughing


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Daodras
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BeitragVerfasst am: 21.04.2012 08:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hell hat Folgendes geschrieben:
"Aber es sind doch Kinder, nicht wahr? Wie sollen sie einen Krieg beenden? Wie kommen die Menschen in unsere Welt?"
Doch von Urrophâ war nur noch ein pfeifender Laut zu hören, ehe sie in sich zusammensackte.
Aufgeregt rüttelte Tora an den Schultern der Frau. "Urrophâ? Urrophâ, so sage doch etwas!"
Aber die Drachenkönigin



Zweimal aber...
Wollt's nur angemerkt haben wink

Bis Montag, und, Keep Going! (Und hör auf immer zu nörgeln Ò_Ó, du kannst es ja doch) *hust* Mein Gebrabbel einfach nicht beachten

lg~
daodras


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