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128 Postkarten bis Japan

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 10/2011
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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3675

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 17.10.2011 18:00    Titel: 128 Postkarten bis Japan eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Postkarte von Leo an Claire, 12. Mai 2010, 16:00 Uhr:
Liebste Claire,
bald fliegen wir der Erleuchtung entgegen. Der ehrenwerte Roshi wird dich anweisen, den Boden zu kehren während ich Holz hacke. Ich freu mich darauf.
Ich liebe dich, Claire, ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr.
Leo
P.S. : Ich musste noch einen Blaubeermuffin verdrücken, bevor ich die Flucht nach vorne antrete. Es sind nicht mehr viele Karten übrig. Zeit, es Mum beizubringen.

Aus dem Toronto Star, 14. Mai 2010:
Bei einem Verkehrsunfall, der sich am 12. Mai gegen 16:20 Uhr in der Michigan Avenue ereignete, kam der Fahrer eines Paketdienstes aus bislang ungeklärter Ursache ins Schleudern. Sein Kleinlaster prallte gegen einen 29-jährigen Fußgänger, der auf der Fahrt ins Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.

Postkarte von Claire an Leo, 24. August 2010:
Liebster Leo,
die letzte Karte, aber du bist nicht mehr da. Eine habe ich in den Briefkasten unserer ersten Wohnung geworfen, A. + S. Robinson haben sich sicher gewundert. Eine habe ich in die Tasche deines Anzugs gesteckt, als sie mich endlich mit dir allein gelassen haben. Deine rechte Gesichthälfte war ganz lila. Ach Leo.
Die Karten sind geschrieben, aber ich gehe nicht ohne dich.
Bitte versteh.
In Liebe,
Claire
P.S. : Ich werde eine Weile bei Lucy wohnen. Das „Ihr spinnt doch alle beide“ hat sie sich dieses mal verkniffen. Vielleicht klappt es trotzdem mit der Erleuchtung: es gibt Koppelzäune auszubessern.

Maisie, Kellnerin, zu ihrer Kollegin Elaine, 24. August 2010:
Heute Nachmittag war die Kleine wieder da. Du weißt schon, die zwei mit den Wolkenkratzer-Postkarten. Ich hab dir gleich gesagt, da ist was passiert. Weißt du noch, als sie seine Karte gefunden hat? Ich wollt schon den Krankenwagen rufen. Und heute saß sie plötzlich wieder am Fenstertisch. Ja, du hättest gefragt, was passiert ist. Du hast ja auch alle Karten gelesen. Ich nicht, nur die zwei. Sie hat sie unter den Tisch geklemmt, wie früher. Ich hab dir gesagt, er ist tot, aber ich wollt, ich hätt nicht recht gehabt damit.

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Kew
Geschlecht:männlichGänsefüßchen


Beiträge: 44



BeitragVerfasst am: 18.10.2011 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

für mich hat leider die Einbettung der Vorgaben nicht sonderlich gut geklappt - jedenfalls von "Erleuchtung" und nach "vorne".

Zitat:
bevor ich die Flucht nach vorne antrete.

Ist eine Floskel, oft gehört und selten hilfreich.

Zitat:
Liebste Claire,
bald fliegen wir der Erleuchtung entgegen.

Klingt sehr esoterisch. Natürlich gibt es solche Menschen, aber dieser Einstieg passt meiner Meinung nach nicht zum Rest der Geschichte - dieser ist ja eher traurig, während ich den Anfang nicht ernstnehmen kann. Hat sicher was mit Geschmack zu tun. Aber es klingt schon sehr nach Rosawolken-Spiritismus.

Zitat:
Sein Kleinlaster prallte gegen einen 29-jährigen Fußgänger

Soweit ich weiß lautet die Standardformulierung: erfasste einen 29- jährigen. Klingt sachlicher.

Zitat:
Heute Nachmittag war die Kleine wieder da. Du weißt schon, die zwei mit den Wolkenkratzer-Postkarten.

Die "zwei" stimmt so nicht bzw. der Bezug ist seltsam. Zwar kann man sich denken, dass es um Leo und Claire geht, aber für sich genommen klingen die beiden Sätze so seltsam.

Zitat:
Ich hab dir gesagt, er ist tot, aber ich wollt, ich hätt nicht recht gehabt damit.

Der Ton in diesem Satz gefällt mir.

Insgesamt:

Du brauchst meiner Meinung nach zu viele Einzelelemente für die Geschichte. Die Karten der beiden, der Zeitungsbericht und die Karte der Kollegin (die sich leider sehr nach Informationsalibi ließt - die gibt es nur, weil es sie braucht, nicht weil sie sich aus der Geschichte ergibt.)
Es wäre, denke ich, besser gewesen, du hättest dich auf die Postkarten der beiden beschränkt und versucht darüber die ganze Geschichte zu erzählen. So sind es mir zu viele Sprünge für so einen kurzen Text.

Gruß,
Kew
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Pünktchen
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 26
Beiträge: 204

Ei 9


BeitragVerfasst am: 18.10.2011 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hier meine Notizen:

"Deine rechte Gesichtshälfte war ganz lila" -> Überflüssig
Das Ende gefällt mir irgendwie, auch wenn es mir nicht ganz schlüssig erscheint.

Für ausführlicheren Kommentar bitte pn wink

Lg
.chen


_________________
"Teile die Welt nicht in Schwarz und Weiß. Versuchs mit Farben."
by a friend.
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EdgarAllanPoe
Geschlecht:männlichPoepulistischer Plattfüßler

Alter: 28
Beiträge: 3309
Wohnort: Greifswald
Bronzene Harfe Die Goldene Bushaltestelle
Goldene Feder Lyrik


Die Tauben
BeitragVerfasst am: 18.10.2011 18:58    Titel: Antworten mit Zitat

Die Figuren kommen mir nicht wirklich nahe. Briefgeschichten gehören wohl wirklich der Vergangenheit an.
Um Japan geht es hier aber nicht.
Vier Federn.


_________________
(...) Das Gedicht will zu einem Andern, es braucht dieses Andere, es braucht ein Gegenüber. Paul Celan

Life is what happens while you are busy making other plans.
- JOHN LENNON, "Beautiful Boy"

Uns gefällt Ihr Sound nicht. Gitarrengruppen sind von gestern. (Aus der Begründung der Plattenfirma Decca, die 1962 die Beatles ablehnte.)
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The Brain
Geschlecht:weiblichExposéadler

Alter: 62
Beiträge: 2363
Wohnort: Over the rainbow


BeitragVerfasst am: 18.10.2011 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht liegt es an mir? Habe den Text jetzt mehrfach gelesen. Nun, was soll ich sagen? Ich verstehe es nicht. Er schreibt eine Karte, wird kurz darauf überfahren - soweit so gut - sie schreibt Karten und verteilt sie - wozu???? Zu guterletzt die beiden Kellnerinnen, die bitte welche Karten gelesen haben?
Ich glaube ich stehe auf der Leitung ...


Liebe Grüße

Brain


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Dinge wahrzunehmen,
der Keim der Intelligenz

(Laotse)

***********

Die Kindheit endet nicht mit dem Erwachsenwerden.
Sie begleitet dich durch all deine Lebenstage.

***********

Alle Bücher dieser Welt
Bringen dir kein Glück,
Doch sie weisen dich geheim
In dich selbst zurück.

(Hermann Hesse)
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C-Rod
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 43
Beiträge: 126
Wohnort: Rund um Karlsruhe


BeitragVerfasst am: 18.10.2011 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

Das hat mir zu lange gedauert, bis ich es in etwa verstanden habe.

Sie schreiben sich im Cafe hin und her, klemmen ihre Karten für den jeweils anderen unter den Tisch?

Während sie 128 Karten an Freunde, Verwandte etcpp. verteilen, bevor sie nach Japan zur gemeinsamen Erleuchtung auswandern?

Vielleicht stehe ich auch auf der Leitung, aber so wirklich aus den Schuhen gehauen hat es mich nicht.

Nicht böse sein!

Lieber Gruß,

Carmen


_________________
Achte immer auf Deinen Weg, Fremder.

Jeder Schritt den Du heute in Richtung Zukunft tust, wird schon morgen ein Schritt aus der Vergangenheit sein.
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Gast







BeitragVerfasst am: 19.10.2011 09:11    Titel: Antworten mit Zitat

Kleinteilig aufgebaut, sprunghaft; dadurch etwas fordernder; aber gut zu lesen. Dass Autos gegen Fußgänger prallen, kann man wahrscheinlich der Zeitungsredaktion in die Schuhe schieben ...
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Rosanna
Richter und Henker

Alter: 26
Beiträge: 1201

Pokapro V & Lezepo III Silberne Harfe


BeitragVerfasst am: 19.10.2011 11:30    Titel: Antworten mit Zitat

Vorab: Bei der Fülle an Texten hinterlasse ich nur knappe Kommentare.

Mir gefällt die Geschichte sehr gut, auch wenn ich bereits damit gerechnet habe, dass jemand auf diese Idee kommt. Auch der Aufbau ist gut durchdacht
Die erste Postkarte find ich allerdings hoffnungslos verkitscht, außerdem erwähnst du Personen, die man niemals kennen lernt. Worin nun die Erleuchtung besteht? Keine Ahnung. Das gibt leider Punktabzug. Trotzdem sehe ich dich unter den ersten 10.

liebe Grüße,
Rose


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Herbert Blaser
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 55
Beiträge: 335
Wohnort: Basel


BeitragVerfasst am: 19.10.2011 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Die Idee hinter der Geschichte ist ein Briefroman. Aber ich verstehe sie nicht. Gab es einen Selbstmord? Gab es einen Unfall? Spinnt nur die Briefschreiberin? Ich kann nicht folgen.

_________________
Wie haben wir den Mut in einer Welt zu leben, in der die Liebe durch eine Lüge provoziert wird, die aus dem Bedürfnis besteht, unsere Leiden von denen mildern zu lassen, die uns zum Leiden brachten?

Marcel Proust
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Maria Magdalena
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 277
Wohnort: Schweiz


BeitragVerfasst am: 19.10.2011 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Bewertung setzt sich aus folgenden Kriterien zusammen:

- Gesamteindruck/meine persönliche Ansicht 4
- Handwerk (Aufbau, Spannung, Charakterisierung, Titel) 2
- Art der Vorgabe-Erfüllung 6
- Stil 4

Durchschnitt der Detailbefederung:  4

Nachträgliche Bewertungs-Änderung vorbehalten.



Eine originelle Idee, aber ich kann dem Ablauf nur schlecht folgen.

Eine Kurzgeschichte in dem Sinn ist es nicht, denn da müsste ein klarer Aufbau von Spannung und Steigerung, Anfang/Mittelteil/Schluss,  Charakterisierung her. Ich kann keine Verbindung zum Titel erkennen.

Die Vorgabe ist erfüllt, aber die Motivbeschreibung dürfte etwas mehr sein.

Aufgrund der Art des Textes kann ich keinen Stil erkennen, aber er ist gut angepasst an die jeweiligen Sprecher/Schreiber.


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Wenn die Sterne fallen und die Zeit sich für einen Moment der Ewigkeit anvertraut, finde ich nach Hause, in den Regenbogen der Menschheit. GH
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Mio
Geschlecht:weiblichSchmierfink

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Beiträge: 86
Wohnort: Frankfurt


BeitragVerfasst am: 19.10.2011 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Fand ich eine gute Idee, aber irgendwie war in dem kurzen Text nicht genug Platz um die Story komplett auszuarbeiten. Ich fand es leider etwas verwirrend, auch wenn die Idee Potential hatte.

_________________
Man kann nie wissen, was man wollen soll, weil man nur ein Leben hat, das man weder mit früheren Leben vergleichen noch in späteren korrigieren kann.
Es ist unmöglich zu überprüfen, welche Entscheidung die richtige ist, weil es keine Vergleiche gibt. Man erlebt alles unmittelbar, zum ersten Mal und ohne Vorbereitung.
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Kara
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 43
Beiträge: 399



BeitragVerfasst am: 20.10.2011 10:48    Titel: Antworten mit Zitat

Aus Zeitmangel nur kurz : hab nichts zu meckern, gefällt mir.

_________________
...nur wer sich bewegt, bewegt auch was...
... Gras wächst auch nicht schneller, wenn man dran zieht...
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fancy
Geschlecht:weiblichSchmuddelkind

Alter: 61
Beiträge: 3581
Wohnort: Im sonnigen Süden


BeitragVerfasst am: 20.10.2011 12:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

alle Vorgaben erfüllt. Der Text wäre meiner Meinung nach ohne den letzten Absatz intensiver gewesen. Trotzdem fand ich die Idee gut.


_________________
Don't start doing things, just do them. Fang nicht an, Dinge zu tun, tu sie einfach! (Me)
Wer wenig denkt, irrt viel (Leonardo da Vinci)
Meinungsverschiedenheiten über ein Kunstwerk beweisen, dass das Werk neu, komplex und lebenswichtig ist. (Oscar Wilde)
Wenn Kritiker uneins sind, befindet sich der Künstler im Einklang mit sich selbst. (Oscar Wilde)
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Myrine
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 31
Beiträge: 515
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 20.10.2011 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hm.
Ich habe den Text jetzt dreimal lesen müssen, bis ich die Geschichte eingermaßen zusammengabstelt hatte.  Manches ist mir immer noch nicht klar - was ist damit gemeint, das nicht mehr viele Karten übrig sind? "Die zwei mit den Wolkenkratzer-Postkarten" haben mich aus dem Kontext des vorhergehenden Satzes heraus auch erstmal irritiert. Damit sind Leo und Claire gemeint, oder?

Was mir gut gefallen hat, war der "Ton" der Postkarten, da hatte ich sofort ein Bild der Schreiber vor Augen. Auch die Idee finde ich an sich gut.
Ich federe also mit 6 Federn - manchmal musste man schon ganz schön zwischen den Zeilen lesen.

Liebe Grüße,
Myrine


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Schläft ein Lied in allen Dingen,
die da träumen fort und fort,
und die Welt hebt an zu singen,
triffst du nur das Zauberwort.
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Alogius
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Alter: 43
Beiträge: 3643

Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 20.10.2011 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

Da es eine nicht geringe Menge an Texten gibt, erhält jeder nur einen kurzen Kommentar und die Wertung. Ich darf dir aber sagen, dass ich die letzten Tage damit verbracht habe, mir Notizen zu jedem Text zu machen. Ist also keine Willkür! - Die Kriterien werte ich nicht, denn dein Text wurde zugelassen, also stimmt alles.


Die einzelnen Fragmente fügen sich zu einer tragischen Geschichte zusammen. Sprachlich ist das ordentlich, aber ein wenig stört mich der - für mich vorhandene - unterschwellig sichtbare Versuch, möglichst deutlich (!) tragisch zu wirken.
Trotzdem weitgehend gelungen.

Lg

Tom


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Aus einem Traum:
Entsetzter Gartenzwerg: Es gibt immer noch ein nullteres Fußballfeld. Wir werden viele Evolutionen verpassen.
Busfahrer: Tröste dich. Mit etwas Glück sehen wir den Tentakel des Yankeespielers, wie er den Ereignishorizont des Schwarzen Loches verlässt.
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Dienstwerk
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Beiträge: 1313
Wohnort: Gera/Markkleeberg
DSFo-Sponsor Goldene Harfe


BeitragVerfasst am: 20.10.2011 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Pokapro-Teilnehmer!

Da ich davon ausgehen kann, dass die Vorgaben eingehalten wurden, gibt es dafür von mir keine extra Bewertung. Nur, wenn mir etwas arg konstruiert erscheint, ziehe ich bei der Aufgabenerfüllung einen Punkt ab.

Ich habe ein einfaches Schema erarbeitet und denke, damit kann ich fair befedern. (Vorgabe, Sprache 1-3, Logik 0-1, BG 1-4, Idee)

Vorgabenerfüllung: -

Sprache/Stil: 1

Logik/schlüssiger
Handlungsstrang: -

Bauchgefühl/
pers. Gefallen: 2

Zusatzpunkt Idee: -

vorläufige Gesamtpunktzahl: 3

Die Bewertung kann sich im direkten Vergleich evtl. noch nach oben oder unten ändern.

Aufgrund der Vielzahl an Einsendungen gibt es von mir nur eine kurze persönliche Einschätzung und keine ausführliche Kritik.

In dem sehr kurzen Text stören die Perspektivwechsel ungemein. An sich ein hübsches Stilmittel, das gut zum besseren Verständnis beitragen kann, sorgt es hier m.E. eher für Verwirrung.

LG, Ana
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anuphti
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DSFo-Sponsor Pokapro 2015


BeitragVerfasst am: 20.10.2011 20:30    Titel: Antworten mit Zitat

Soo, diese Geschichte bereitet mir Kopfzerbrechen, weil ich nicht weiß, ob ich zu doof, oder die Geschichte einfach totaler Unsinn ist.
Anstatt Fragen zu beantworten, habe ich jetzt nach dem Lesen mindestens 10 neue Fragen.

zum Beispiel:
Ist Roshi ein Mönch?
Wenn ja, buddhistischer oder taoistischer Mönch?

Wollen Claire und Leo ins Kloster?
Wo gibt es Klöster, wo Frauen und Männer gemeinsam hinein dürfen?
Sind Claire und Leo Geschwister? Oder ein Liebespaar?
Ist "Mum" also die Mutter von Beiden oder nur von einem der Beiden?

Wieso schreibt Claire nach Leos Tod immer noch weiter Karten?
Was hat die Erleuchtung mit Koppelzäunen zu tun?

etc.etc.etc.
Solltest Du diesen Text mit der Absicht geschrieben haben, mich zu verwirren, Gratulation, das ist Dir gelungen.

Irgendwie finde ich den Plot ja ganz witzig, was immer die 128 Postkarten bedeuten sollen, aber die Wortanzahl war einfach zu kurz um ihn zu erklären.

Für mich deshalb nur unteres Drittel.

Liebe Grüße
Nuff


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Tina M.
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Beiträge: 150
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 21.10.2011 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

deine Geschichte musste ich mindestens zweimal lesen, um die Personen und Daten auf die Reihe zu bringen. Ich sag´s mal so: In den paar Zeilen ist ziemlich viel enthalten, aber sie gefällt mir sehr gut. Ich finde, es handelt sich eher um einen ruhigen, stillen Text, der aber dennoch viel Aussagekraft hat. Sehr schön.

Liebe Grüße
Tina


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Abraham Lincoln
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adelbo
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Wohnort: Im heiligen Hafen


BeitragVerfasst am: 21.10.2011 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko

Die Geschichte ist mir zu rätselhaft. Sie ergibt für mich wirklich keinen Sinn.
Ich vermute, dass Leo und Claire beabsichtigen nach Japan zu gehen und ein Leben in Sinne des Buddhismus  zu führen. Voraussetzung waren scheinbar eine Anzahl Karten… Nur was war mit den Karten. Haben sie sich die gegenseitig geschrieben, sich nicht gesehen und nur die Karten geschrieben?
Warum hat sie am Ende eine in seinen Anzug gesteckt und eine in den Briefkasten geworfen? Wenn sie ohne ihn ohnehin nicht gehen wollte Ich verstehe nichts.
Auch die letzte an ihn geschriebene Karte verstehe ich nicht.  Mit PS, wo sie zunächst wohnen wird.  Sad Oder ist das jetzt ein Text, den ich auf Anhieb nicht verstehen soll. Den ich interpretieren muss.
Dazu ist er mir dann aber nicht gut genug formuliert. Dann stimmt die Wortwahl nicht.  Ich gebe es gerne zu, ich kann mit dem Text absolut nichts anfangen.
LG
adelbo


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„Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.“

Bertrand Russell
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firstoffertio
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Beiträge: 6143
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
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BeitragVerfasst am: 21.10.2011 22:23    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist eine der besseren Versionen dieses Themas.
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Amaryllis
Geschlecht:weiblichForenschmetterling

Alter: 35
Beiträge: 2000

Das goldene Stundenglas Das Silberne Pfand


BeitragVerfasst am: 22.10.2011 12:33    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Inko,

ha, auch eine Claire Wink Und der zweite Gedanke nach dem Lesen des Textes: Was haben hier eigentlich alle mit Muffins? Nein, im Ernst, hier meine Einschätzung deines Textes:

Ich hätte mir zu aller Erst mehr Infos zu dieser Postkartenidee gewünscht. Wieso gerade 128 Postkarten? Und warum überhaupt Postkarten? Was bringt es ihnen, ihr Vorhaben auf diese Weise hinauszuschieben? Woher kommt ihre Affinität zu Postkarten? Ich habe mich ein bisschen zu sehr ins Geschehen geworfen gefühlt und konnte dadurch nur wenig Bezug zu deinen Protas aufbauen, auch wenn ich finde, dass du die Tragik des Verlustes schon sehr gut beschrieben hast.

Hier noch ein paar Erbsen:

Zitat:
Das „Ihr spinnt doch alle beide“ hat sie sich dieses Mal verkniffen. Vielleicht klappt es trotzdem mit der Erleuchtung: Es gibt Koppelzäune auszubessern.


Zitat:
Heute Nachmittag war die Kleine wieder da. Du weißt schon, die zwei mit den Wolkenkratzer-Postkarten.

Das versteh ich nicht. Also, es ist nur eine kleine - worauf bezieht sich dass das zwei? Auf sie und Leo? Dann müsste es aber heißen: Du weißt schon, die von dem Pärchen mit den Wolkenkratzer-Postkarten. So weiß man nicht, worauf sich das zwei bezieht. Ich find auch nicht, dass man sich drauf ausreden kann, dass die Kellnerin vielleicht nicht so eine gehobene Sprache hat, es ist trotzdem unklar.

Zitat:
Ja, du hättest gefragt, was passiert ist.

Und Maisie hat das nicht? Sie hat das nur der Postkarte entnommen, die Claire geschrieben und unter den Tisch geklemmt hat? Kommt auch nicht 100% klar rüber, für mich - ich habs ja nicht so mit subtilen Anspielungen Wink

So... also alles in allem find ich, dass leider einige Ungereimtheiten im oder um den Text herum sind, was schade ist, weil ich finde, dass die Briefe an sich sehr berührend geschrieben sind.

Ich hoffe, du kannst mit diesem Feedback etwas anfangen.
Liebe Grüße,
Ama


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Kekewa
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 563
Wohnort: in Oberbayern (dirndlfrei)


BeitragVerfasst am: 22.10.2011 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

Um diesen Text auch nur annähernd zu verstehen, musste ich ihn mehrmals lesen.

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Max Frisch (1911-91)
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