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Merlin*
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 65
Beiträge: 168
Wohnort: Gera / Thüringen


BeitragVerfasst am: 12.09.2011 07:41    Titel: Der Moment eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Neue Version »

Der Moment


Hände berühren sich -
und es ist da

ein tausendfach gefühltes war-schon-immer-so
in diesem Augenblick

Gedanken weiten sich -

komm, bleib noch hier für den Moment
lass uns im Augenblau Seesterne finden

...



_________________
„Der kommt oft am weitesten, der nicht weiß, wohin er geht,“ Oliver Cromwell
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Gast







BeitragVerfasst am: 12.09.2011 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Merlin,

die Schlusszeile gefällt mir gut, alles davor hinterlässt aber ein wenig den Eindruck von "Zuviel, nicht genau genug"?!

Ein Beispiel wäre das "komm, bleib noch hier für den Moment" - an der Stelle könnte doch, von der Aufgabe im Text her, auch ein einfaches "bleib," stehen. Sind die restlichen sechs(!) Wörter wirklich durch den Gewinn, den sie dem Gedicht bringen, gerechtfertigt? Ich muss gestehen, ich zweifle.

Nochmal zur Schlusszeile: Inhaltlich, wie gesagt, schön, aber von der Versbewegung her stellst du mit "-blau", "See-", "-stern" drei ziemlich schwere Silben nebeneinander - gerät der Vers dadurch nicht ein wenig aus dem Gleichgewicht? Nun sind ja viele andere Stellungen möglich; ich hoffe, du bist nicht böse, dass ich ein wenig gespielt habe mit deinen Worten und bei diesen beiden Fassungen gelandet bin:

Lass uns Seesterne finden im Augenblau

Lass Seesterne uns finden im Augenblau

Die zweite hat dabei noch etwas mehr Spannung als die erste? Auf jeden Fall scheinen sie mir ausgewogener gebaut. Aber das ist natürlich, mehr als alles andere, auch eine Frage des jeweiligen Geschmacks.

Gruß,

Soleatus
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Gast







BeitragVerfasst am: 14.09.2011 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

Lb. Merlin,

in der Tat entfaltet Dein Werk in letzten beiden Versen seine besondere Stärke. Im Gegensatz zu Soleatus würde ich die Formulierung aber belassen, wie sie ist. Das Bild ist zu spannend, um es zu verändern.

Am Anfang will es allerdings nicht so recht aus den Puschen kommen - man wird aber dafür, wie gesagt, mehr als entschädigt, wenn man dranbleibt, beim Lesen. Ich denke fast, daß die Steigerung erst dadurch fühlbar wird. Das
Zitat:
War-schon-immer-So
würde ich schreiben, wie ich es schrieb. Hier gibt es eine Quelle für solche Zusammensetzungen und ihre Schreibweise: http://www.belleslettres.eu/artikel/schreibung-durchgekoppelte-wortzusammensetzungen.php Ein Dichterkollege hat mir diesen Tip gegeben, den ich hier weiterreiche.

Dieses "Wort" ist es auch, warum ich den Anfang allenfalls straffte, wenn ich überhaupt etwas vorschlagen würde. Und das "Wort" müßte drinbleiben dabei.

Danke für das Lesevergnügen!

LG W.
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Perry
Geschlecht:männlichExposéadler

Alter: 68
Beiträge: 2058



BeitragVerfasst am: 14.09.2011 22:13    Titel: Hallo Merlin, Antworten mit Zitat

ja da steckt viel Gefühl drin in diesem Moment. Wink

Ich könnte ihn mir durchaus noch komprimierter vorstellen:
Wie wärs mit folgenden Ansätzen:

"Hände berühren sich -
und es ist da"

Hände und berühren ist sich sehr aussagenah.

"ein tausendfach gefühltes war-schon-immer-so
in diesem Augenblick"

tausendfach und war-schon-immer-so sind ebenfalls ähnlich in ihrer Aussage, in diesem Augenblick steckt bereits im Titel.

"komm, bleib noch hier für den Moment"

auch hier ist der Moment entbehrlich.

Vielleicht kannst du ja was damit anfangen.

LG
Perry
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichShow-don't-Tellefant


Beiträge: 6144
Wohnort: Irland
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BeitragVerfasst am: 14.09.2011 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiss nicht genau, worum es in dem Text geht, denke aber an ein neugeborenes Kind mit blauen Seesternaugen? Dann fände ich den Text sehr schön. Liege ich da völlig falsch? Keiner hat bisher beschrieben, was für eine Situation er /sie da vermittelt sieht.
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Merlin*
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 65
Beiträge: 168
Wohnort: Gera / Thüringen


BeitragVerfasst am: 16.09.2011 11:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Uiii ... da hat sich ja eine Menge angesammelt   Smile


Hallo Soleatos,

Deine Gedanken über das bleib, es alleine stehen zu lassen, finde ich interessant und nachdenkenswert, vielleicht in einer zweiten Version,

Dein Beispiel zum Seestern mag mir nicht so gefallen, zumal das 2.  eine, für mich,  schreckliche Inversion ist ...
ich bin Dir keineswegs böse, dass Du ein wenig experimentiert hast, ich nenn es immer Gedichtsarbeit Smile
aber für mich geht etwas von der Aussage verloren, wenn der Seestern am Anfang steht

Danke Dir für Deinen Beitrag
lieben Gruß
Merlin

Lieber Walther,

schön, dass Du hereingeschaut hast,
Dein Lob bedeutet mir sehr viel, denn ich weiß, wer es sagt Smile
Du hast schon oft Deine Sachkenntnis an bewundernswerten Gedichten bewiesen -
den interessanten Link habe ich mir gleich in meine Vormerkliste mit aufgenommen und ändere mein "Wort",

Zitat:
warum ich den Anfang allenfalls straffte,

vielleicht probiere ich es mal mit dem Vorschlag von Soleatus, mal schaun, wie es sich von der Sprachmelodie her macht

das es Dir ein Lesevergnügen war, dafür danke ich Dir sehr

lieben Gruß
Merlin


Hallo Perry,

auch Deine Gedanken sind sehr interessant ... in meinem Kopf sprudelt es schon und ich werde mal versuchen, noch ein wenig zu basteln ...

ja ja, ich weiß schon, Du bist mit Robert der König der Komprimierer und ich habe schon einiges gelernt vom Guru ... na, mal schaun .. Smile

Danke Dir und lieben Gruß
Merlin

und auch Dir Hallo, firstoffertio,

Zitat:
Ich weiss nicht genau, worum es in dem Text geht,


es geht um einen Moment des Berührens und dem daraus entstandenen Gefühlsnahsein mit dem gefühlten Wissen, es war schon immer da, in allen Leben ...

mit im Augenblau Seesterne finden möchte ich ein Versinken im Blick des Anderen ausdrücken, einen Moment von sehr naher Zweisamkeit -

lieben Gruß
Merlin


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Merlin*
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 65
Beiträge: 168
Wohnort: Gera / Thüringen


BeitragVerfasst am: 16.09.2011 11:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

.

Der Moment


Hände berühren sich -
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bleib!

lass uns im Augenblau Seesterne finden

...



.


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Gast







BeitragVerfasst am: 20.09.2011 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Lb. merlin,

die erste Version war schon gut gelungen, die jetztigen Änderungen haben das Gedicht nochmals weitergebracht. Schön, wenn Textarbeit so etwas auslöst!

Dein Lob hat mich fast ein wenig beschämt, aber als Lyrikverrückter, der ich bin, kann man nicht "neutral" bleiben; daher mag ich mich im einen oder anderen Fall zu stark engagieren und zu hart kritisieren. Ich bitte dafür um Nachsicht.

Frohes Dichten und Werken!

LG W.
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Merlin*
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 65
Beiträge: 168
Wohnort: Gera / Thüringen


BeitragVerfasst am: 18.10.2011 20:55    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo lieber Walther,

ja ja, lyrikverrückt sind wir doch alle   Verstecken

ja, die Textarbeit hat dem Gedicht wirklich etwas gebracht ...

ich liebe es, mit sachlichen Vorschlägen am Text zu arbeiten

schön, dass dir mein Gedicht jetzt noch besser gefällt

lieben Gruß
Merlin



Der Moment


Hände berühren sich -
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...


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Gast







BeitragVerfasst am: 19.10.2011 12:25    Titel: Antworten mit Zitat


Der Moment


Hände berühren sich -
und es ist da

ein tausendfach gefühltes War-schon-immer-so

Gedanken weiten sich -

bleib!


...

Für mich ist dieses Gedicht inhaltlich ohne deinen letzten Satz richtig. Das "bleib" ist eine Macht, eine Kraft, eine geheime Energie die deinen Text verzaubert. Alles was nach dem "bleib" kommen kann, entzaubert und entkräftet, entmachtet wieder.
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Merlin*
Geschlecht:weiblichLeseratte

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Beiträge: 168
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BeitragVerfasst am: 20.10.2011 19:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,

ja, Deinen Vorschlag finde ich gut, er öffnet den Raum für spontane Gedankengänge, er ist härter und eindeutiger,
mein Text soll ein gedankliches Erfühlen ineinander andeuten und der Augenblick fließend und weicher -

Danke für Dein Lesen


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