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Racheengel


 

 
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kskreativ
Geschlecht:weiblichMärchenerzähler

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BeitragVerfasst am: 21.08.2011 11:02    Titel: Racheengel eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Hier poste ich mal einen Teil einer Kurzgeschichte. Die Idee dazu liegt schon länger in einer virtuellen Schublade, das hier ist die erste Fassung. Insgesamt ist umfasst sie neun Manuskriptseiten.

Die drei Männer arbeiteten schwitzend und fluchend in der untergehenden Sonne. Das rote Leuchten liess den kleinen Innenhof des alten, halb verfallenen, Bauernhofes wie den Eingang zur Hölle erscheinen. Etwa in der Mitte parkte ein grosser Viehtransporter. Einer der Männer, ein wahrer Riese in Shorts und Netzhemd, entriegelte gerade die Laderampe. Er fluchte, weil er sich die Hand am heissen Metall verbrannte.
„Scheiß Job!“
„Wird aber verdammt gut bezahlt.“ Das kam von dem Fahrer des Transporters. Er war nach hinten geeilt, um seinem Kollegen zu helfen. Er hätte glatt als Beamter durchgehen können, mit den spärlichen, blonden Haaren und der Brille. Trotz der sommerlichen Hitze trug er einen Anzug.
„Das will ich auch hoffen, Marko.“ knurrte der Riese. Gemeinsam liessen sie die Rampe hinunter. Ein fürchterlicher Gestank schlug ihnen wie eine Wolke entgegen.
„Puuh, das hält ja kein Schwein aus.“ stöhnte der Riese. Marko lachte.
„Na, Karl, Du riechst auch nicht besser, glaub mir!“ dafür kassierte er einen Stoss, der ihn fast zu Boden gehen liess.
„Werd nicht frech, Du Winzling! Wo ist denn Sven? Der soll hier mal mithelfen.“
Sven war der dritte der Mannschaft, die den Transporter begleitete. Da tauchte er auch schon auf. Er strich sich das halblange schwarze Haar aus der schweissfeuchten Stirn. Wegen seines südländischen Aussehens wurde er von seinen Kumpanen auch Italiener genannt. „Hatte Schwierigkeiten mit denen da draussen.“ Er deutete mit dem Daumen auf die Gruppe, die sich hinter dem Eingangstor versammelt hatte.
„Ach, die werden schon nicht stören. Sind zu wenige.“ brummte Karl. „Hast Du alles vorbereitet, die Biester müssen raus.“
Sven nickte, dabei liess er gleichgültig seinen Blick über die etwa zwanzig Pferde schweifen, die dicht zusammengepfercht auf der Ladefläche standen. Gleich vorne an der Absperrung zur Rampe standen zwei Stuten mit Fohlen. Vor Angst zitternd drängten sich die Kleinen an ihre Mütter. Die Augen weit aufgerissen, nicht begreifend, welches Schicksal sie erwartete. Die Stuten legten drohend die Ohren an, bis zum Letzen bereit ihre Fohlen zu beschützen.
Vergebens. Sven sicherte den Weg in den Stall mit zwei langen Seilen. Bewaffnet mit Schlagstöcken und Elektroschocker stiegen die beiden anderen in den Transporter. Mit Geschrei und Prügel trieben sie die Stuten samt Fohlen zuerst von der Ladefläche. Der Instinkt sagte den Pferden, den Schutz der Herde nicht zu verlassen. Verzweifelt versuchten sie wieder zurückzugelangen, doch gegen die Brutalität und die Tricks der Männer hatten sie keine Chance.
Eine der Stuten schlug heftig aus, als Karl ihrem Fohlen zu nahe kam. Fluchend sprang er auf die Seite und versetzte der Stute einen so harten Schlag auf die Beine, dass sie stürzte. Mit dem Elektroschocker jagte er sie wieder hoch.
„Verdammtes Biest! Dir wird noch Hören und Sehen vergehen, das schwöre ich dir!“
Marco schrie ihn an:
„Hör mit den Spielchen auf, Karl! Sonst werden wie ja nie fertig.“
Karl warf noch einen wütenden Blick auf die Stute, die jetzt ihrer Gefährtin nach trabte. Sven trieb die beiden in eine Box, verriegelte sie und rief:
„O.K, die nächste Gruppe!“
Wieder stiegen Karl und Marco auf die Ladefläche. Der Urin und der Kot von zwanzig Pferden hatten den Boden in eine stinkende, rutschige Fläche verwandelt. Im hinteren Teil stand eine Gruppe Ponys zusammen mit ein paar grösseren Pferden. Die Männer trennten die Ponys von den Übrigen und trieben sie ebenfalls in den Laufgang. Sie wehrten sich nicht, zu erschöpft waren sie von Durst und Hunger. Einige waren gezeichnet von Schlägen. Striemen zogen sich über das stumpfe Fell und in den offenen Wunden schwärmten Fliegen.
Kaum war diese Gruppe im Stall verschwunden, sortierten Karl und Marko die Nächsten aus.
„Sieh Dir mal den da an, der macht es nicht mehr lange.“ deutete Karl auf eines der Tiere. Das schwarze Pferd hielt sich nur noch mühsam auf drei Beinen aufrecht. Das rechte Vorderbein sah übel aus. Eine klaffende Wunde hatte sich entzündet. Das gesamte Bein sah eher aus wie der Fuss eines Elefanten, so angeschwollen war es. Marko musterte das abgemagerte Tier.
„Bis morgen Abend muss er noch am Leben bleiben, sonst kriegen wir das vom Lohn abgezogen, denk dran!“ mahnte er Karl.



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_narrative
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BeitragVerfasst am: 21.08.2011 13:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo kskreativ.

Sehr interessante Thematik, die du dir da ausgesucht hast. Du erreichst auf jeden Fall dein Ziel, den Leser mit dem Text zu schockieren und anzuwidern. Die grobe Gewalt gegen wehrlose Tiere, menschliche Kälte und Brutalität. Allerdings kannst du aus dem Thema noch viel mehr herausholen, ebenso wie aus dem Text.

Du machst durchgehend einen Fehler in der Zeichensetzung:

Zitat:
„Das will ich auch hoffen, Marko", knurrte der Riese.


Einen ähnlichen Fehler habe ich auch permanent gemacht, das ist schon so was mit der Zeichensetzung  Rolling Eyes

Ich rate dir, den ganzen Text mehr zu straffen. Verzichte auf Wiederholungen, ersetze Substantivierungen durch starke Verben und streiche unnötige Füllwörter.

Ein Beispiel:

Zitat:
Der Instinkt sagte den Pferden, den Schutz der Herde nicht zu verlassen.


Instinktiv wichen die Pferde zurück zu ihrer Herde ...

Na wobei. Ziehen Pferde wirklich ihre Herde der Flucht vor? Noch dabei in einem Transporter? Ich bin keine Expertin.
Nach mehreren Jahren Reitunterricht (mit u.a. dem Verladen von Pferden) denke ich aber, dass sie nach draußen fliehen würden.
Und ein nur mit Seilen gesicherter Weg zum Stall hindert die wenigsten Tiere am Ausbrechen. Vielleicht ein rostiges Maschendrahtgitter.

Der Titel gefällt mir im Zusammenhang zur Story. Bin gespannt, wie es weiter geht.
Das war's von meiner Seite.

Viele Grüße,
Anna
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kskreativ
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BeitragVerfasst am: 21.08.2011 15:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@blaueSocke

Das kommt davon, wenn man eine Geschichte morgens um vier gleich nach dem Aufwachen schreibt! Wenn mir die Arbeit an meinem Roman heute noch etwas Zeit lässt, stelle ich noch eine korrigierte Fassung ein.

Was den Herdentrieb angeht; ist dieser durchaus unterschiedlich bei Pferden ausgeprägt. Streng genommen sind Pferde auch keine Herdentiere, sondern Familientiere. Rinder dagegen sind typische Herdentiere.
Die Situation spielt dann auch noch eine Rolle, da ist Platz für diverse Interpretationen.

Auf jeden Fall erst mal danke für den Kommentar.


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kskreativ
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BeitragVerfasst am: 22.08.2011 14:57    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

So, ich habe die erste Fassung noch mal überarbeitet. Hier der Anfang der Geschichte:

Die drei Männer arbeiteten schwitzend und fluchend in der untergehenden Sonne. Sie goss ihr rotes Licht über den alten, halb verfallenen Bauernhof. In einer Scheune gähnte ein großes Loch, wo einmal das Tor war. Es sah aus, wie der Eingang zur Hölle.
Etwa in der Mitte des Hofes parkte ein großer Viehtransporter. Einer der Männer, ein wahrer Riese in Shorts und Netzhemd, entriegelte gerade die Laderampe. Er fluchte, weil er sich die Hand am heissen Metall verbrannte.
„Scheiß Job!“
„Wird aber verdammt gut bezahlt,“ das kam vom Fahrer des Transporters. Er eilte nach hinten, um seinem Kollegen zu helfen. Er hätte glatt als Beamter durchgehen können, mit den spärlichen, blonden Haaren und der Brille. Nur die kalten Augen passten nicht dazu. Trotz der sommerlichen Hitze trug er einen Anzug.
„Das will ich auch hoffen, Marko,“ knurrte der Riese. Gemeinsam ließen sie die schwere Rampe hinunter. Ein fürchterlicher Gestank schlug ihnen wie eine Wolke entgegen.
„Puuh, das hält ja kein Schwein aus,“ stöhnte der Riese. Marko lachte.
„Na, Karl, Du riechst auch nicht besser, glaub mir!“ Dafür kassierte er einen Stoss, der ihn fast zu Boden schickte.
„Werd nicht frech, Du Winzling! Wo ist denn Sven? Der soll hier mal mithelfen.“
Sven war der dritte der Mannschaft, die den Transporter begleitete. Da tauchte er auch schon auf. Er strich sich das halblange schwarze Haar aus der schweissfeuchten Stirn. Wegen seines südländischen Aussehens nannten ihn seine Freunde auch den Italiener.
„Hatte Schwierigkeiten, mit denen da draussen.“ Er deutete mit dem Daumen auf die Gruppe, die sich jenseits des verschlossenen Eingangstor versammelt hatte. Menschen schwenkten dort Schilder und Transparente mit der Aufschrift „Keine Schlachttransporte mehr!“
„Ach, die Animal’s Angels schon wieder? Sind zu wenige, die werden uns keinen Ärger machen,“ brummte Karl. „Hast Du alles vorbereitet, die Biester müssen raus.“
Sven nickte, dabei liess er gleichgültig seinen Blick über die etwa zwölf Pferde schweifen, die dicht zusammengepfercht auf der Ladefläche standen. Eisenstangen sicherten den Übergang auf die Rampe. An die Stangen gepresst, standen zwei Stuten, die eine braun, die andere fuchsfarben, mit ihren Fohlen. Zitternd drängten sich die Fohlen an ihre Mütter, die Augen weit aufgerissen.
Sven kontrollierte die provisorische Absperrung aus Drahtzaun, die einen Laufgang zum Stall hinüber bildete.
„O.k, ihr könnt anfangen,“ rief er und lief zum Eingang des Stalles hinüber, wo die Tiere die Nacht über untergebracht wurden.
Marko holte den Viehschocker heraus. Das ist ein Elektroschocker speziell für Großtiere. Karl dagegen verließ sich lieber auf seinen Schlagstock. Sie stiegen auf die Rampe und lösten die Eisenstangen aus den Halterungen.
„Los jetzt, ihr faulen Biester!“ brüllte Karl. Wild schlug er mit dem Stock auf die beiden Stuten ein. Die Fuchsstute raste panisch die Laderampe hinunter, wäre fast noch gestürzt, und erreichte den Eingang zum Stall, das Fohlen dicht hinter sich. Sven trieb sie in eine Box und verriegelte sie. Ihre Artgenossin dagegen drehte noch auf der Rampe um und versuchte wieder in den Transporter zu kommen, da ihr Fohlen nicht mitlief.
„Blödes Vieh,“ fluchte Marko laut und wollte sie erneut raustreiben. Karl wollte ihm helfen und versetzte dem Fohlen einen Schlag, um es vorwärtszutreiben. Nur um Haaresbreite verfehlten ihn die Hinterhufe der Stute, die ihr Fohlen in Gefahr sah.
Er geriet in Rage und prügelte die Stute, traf auch ihre Beine, sodass sie stürzte. Mit dem Elektroschocker jagte er sie wieder hoch.
„Verdammtes Biest! Dich mach ich platt!“
„Hör mit den Spielchen auf, Karl! Sonst werden wie ja nie fertig,“ schrie Marko ihn an.


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kskreativ
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BeitragVerfasst am: 22.08.2011 14:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Und hier noch ein weiterer Auszug:

„Los du Klepper! Beweg dich!“ brüllte Karl und schwenkte wild die Arme. Der Rappe warf den Kopf hoch und wieherte. Er taumelte über den rutschigen Boden, verlor das Gleichgewicht und stürzte schwer.
„Was treibt ihr denn so lange!?“ brüllte Sven vom Stall rüber.
„Komm halt her und hilf uns, das Vieh hier wieder auf die Beine zu bringen!“ schrie Marco erbost zurück. Sven rollte genervt mit den Augen, rannte aber dann zum Transporter rüber. Aus den Augenwinkeln nahm er eine Bewegung war und stutzte. Da stand ein Mädchen! Wo zum Teufel kam denn die auf einmal her? Er musterte sie neugierig. Sah aus wie ein Engel, dachte er. Die blonden, langen Haare. Die blauen Augen. Noch nie hatte er solche Augen gesehen. Sie fesselten ihn und strahlten etwas aus, was ihm Angst machte. Er schätzte die Kleine auf höchstens vierzehn Jahre.
„Was treibst Du denn hier? Wie bist Du denn hier hereingekommen?“
Sie gab ihm keine Antwort, sondern beobachtete das gequälte Tier, das sich gerade wieder hoch mühte, mit Stockhieben und Elektroschocks angetrieben. Schwankend und am ganzen Körper zitternd stand es endlich wieder.
„Na endlich.“ knurrte Karl, dann entdeckte auch er das Mädchen.
„Hier ist der Zutritt verboten, gehörst wohl zu denen da draussen, oder?“
Das Mädchen gab keine Antwort, er war sich nicht mal sicher, ob sie ihn überhaupt verstanden hatte. Unverwandt blickte sie auf das schwarze Pferd. Fast schien eine Art Verbindung zwischen den beiden zu bestehen.
„Kannst den Klepper ja kaufen, Kleine, wenn er Dir leidtut. Morgen geht er nämlich in die Wurst!“
Karl lachte dreckig. Das Mädchen erwiderte auch darauf nichts, wandte aber seinen Blick vom Pferd weg und richtete ihn auf Karl. Dem wurde plötzlich irgendwie komisch zumute. Ihre Augen fixierten ihn förmlich. Warum er sich plötzlich bedroht fühlte, konnte er selber nicht sagen. Etwas Merkwürdiges ging von diesen Augen aus. Eine Kraft, der er ausgeliefert war. Unsinn! Dachte er. Alles Einbildung! Das kommt von der Hitze.
„Karl, was glotzt Du denn so? Lass die Kleine und hilf mir lieber mit dem Gaul hier. Ich möchte endlich unter die Dusche und Feierabend machen!“ das kam von Marko, der immer noch hinter dem verletzten Pferd stand. Durch Karl ging ein Ruck und endlich konnte er sich von dem Blick des Mädchens lösen. Das Pferd stand unterdessen bewegungslos da, den Kopf gesenkt und das verletzte Bein angehoben.
Ohne die Männer zu beachten, ging das Mädchen zu dem Pferd, hob eine Hand und streichelte es sanft am Kopf. Blaue Augen sahen in die braunen, schon getrübten Augen des Rappen. Schliesslich nickte das Mädchen, als hätte es eine Entscheidung getroffen. Es trat ein paar Schritte zurück. „Na endlich. Jetzt hau hier mal schön wieder ab, Süße und lass uns in Ruhe unsere Arbeit machen, klar?“
Sven legte ein Seil um den Hals des Pferdes und zog daran, während Karl und Marco hinten schoben und drückten. Das Tier machte ein paar Schritte und brach erneut zusammen. Karl setzte wieder den Elektroschocker ein, das quälte sich erneut auf die Beine und taumelte weiter. Meter für Meter stolperte es vorwärts, bis es endlich den Stall erreichte.
Es ging durch einen Gang, vorbei an seinen Artgenossen. Unsanfte Hände schoben es ihn eine dunkle Box. Der Boden war bedeckt mit feuchtem schimmeligen Stroh, in einer Ecke stand ein Eimer mit abgestandenem Wasser.
Völlig erschöpft sackte das Tier zusammen und blieb zitternd, mit bebenden Flanken liegen. Marko verriegelte die Tür.
„Der verreckt doch heute Nacht noch.“
„Hoffentlich nicht, ich schau später noch mal nach dem Vieh. Wir haben doch, noch was von der Höllenspritze, oder?“ fragte, Karl.
„Na, ob die bei dem Klepper noch was hilft …“ brummte Marko. Die Höllenspritze enthielt ein Medikament, um den Kreislauf angeschlagener Tiere wieder aufzuputschen.
„Wahrscheinlich ist das Bein gebrochen.“ das sagte Sven.
„Hauptsache der Gaul schafft es noch bis zum Schlachthof, denkt daran. Wir verlieren sonst Kohle.“ gab Marko zurück.
Sie traten wieder auf den Hof. Das Mädchen war spurlos verschwunden.
„Komisch,“ meinte Sven.
„Wo die wohl herkam?“ fragte Marko.
„Ach, ist doch egal. Ich mach jetzt Feierabend.“ Antwortete Karl.


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madrilena
Autor

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BeitragVerfasst am: 24.08.2011 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Eine schreckliche Geschichte, aber sicher spielen sich viele Viehtransporte so ab und wahrscheinlich handeln Menschen so, weil sie sich so überlegen fühlen nach dem Motto "Ihr sollt Euch die Erde untertan machen"!!!!

Ich finde die Geschichte gut erzählt, Du solltest vielleicht noch einmal wegen Fehler drüber gehen. Kleines Beispiel:

Karl setzte wieder den Elektroschocker ein, das.... quälte sich erneut auf die Beine
Dann verwechselt Du häufiger die Artikel, sprichst von Tier oder Pferd und schreibst dann "sie".
Aber das sind Kleinigkeiten.
Bin auf die Fortsetzung gespannt.
Gruß madrilena


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Aknaib
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BeitragVerfasst am: 24.08.2011 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo kskreativ,

mir gefällt, das -was inhaltlich bei mir ankommt - richtig gut. Sehr eindringlich und glaubwürdig geschrieben.

Umso ärgerlicher finde ich die immer noch falsche Zeichensetzung in der wörtlichen Rede und andere Kleinigkeiten, die in der Summe eben keine Kleinigkeit mehr ist.

Zum einen handhabst du noch die alte Zeichensetzung der wörtl. Rede was "!" und "?" betrifft, indem du das Komma nach den Anführungszeichen (AZ) weglässt. Zum anderen setzt du den Punkt oder das Komma bei entfallendem Punkt falsch.

Bsp.:
Zitat:
„LosKomma du Klepper! Beweg dich!“Komma brüllte Karl und schwenkte wild die Arme. Der Rappe warf den Kopf hoch und wieherte. Er taumelte über den rutschigen Boden, verlor das Gleichgewicht und stürzte schwer.
„Was treibt ihr denn so lange!?“Komma brüllte Sven vom Stall rüber.

Wir verlieren sonst Kohle.“ gab Marko zurück. Wir verlieren sonst Kohle“, erwiderte Marko.

„Na endlich.“ knurrte Karl, … „Na endlich“, knurrte Karl, …

„Ich mach jetzt Feierabend.“ Antwortete Karl. „Ich mach jetzt Feierabend“, antwortete Karl.

„Komisch,“ meinte Sven. Komisch“, meinte Sven. Von diesem Fehler (Komma vor AZ) hast du viele in der überarbeiteten Fassung zu deiner Erstfassung.


Zitat:
Ich möchte endlich unter die Dusche und Feierabend machen!“ das kam von Marko, der immer …
Konstruktionen, in denen wörtliche Rede ohne Sprechverb fortgeführt wird, sind stilistisch falsch. Jedoch fällt dadurch besonders auf, dass hier ein Komma fehlt. Auch das Ausrufezeichen passt hier nicht.

Du hast etliche Ausrufezeichen, die zu viel des Guten sind. Ein guter Autor geizt mit ihnen.  Im falschen Kontext verwendet, sieht es so aus, als würden sie dem Leser unbedingt auf die Nase gedrückt werden wollen, damit er kapiert, dass die Stellen besonders wichtig sind.

Es gibt nur drei Gründe für, „!“:

Den (Glück)Wunsch Guten Tag! oder die herausgehobene Anrede: Sehr geehrter Herr May!
Den Ausruf: Oh, wie schön! Igitt, ist das häßlich!
Den Befehl oder die Aufforderung: „Los, du Klepper, beweg dich!“(oder: Los, du Klepper. Beweg dich!“) Folgen mehrere Interjektionen hintereinander, dann steht das „!“ in der Regel nach dem letzten Ausruf.

Deine Sätze: …
Zitat:
Morgen geht er nämlich in die Wurst!“

Unsinn! Dachte er. Alles Einbildung!  (besser: Unsinn, dachte er, alles Einbildung.  )

Ich möchte endlich unter die Dusche und Feierabend machen!“

Da stand ein Mädchen!
… unterliegen keiner der o.g. Bedingungen.

Zitat:
Komm halt her und hilf uns, das Vieh hier wieder auf die Beine zu bringen!“Komma schrie Marco
Es spricht nichts dagegen, z.B. an dieser Stelle das zwar richtige „!“ wegzulassen, da bereits in der vorhergehenden Sätzen das „!“ mehrfach verwendet wurde. Durch das Sprechverb „schrie“ ergibt sich für den Leser automatisch die Eindringlichkeit.  

Des Weiteren werden die Anredepronomen du, ihr ect. klein geschrieben.
Zitat:
„Was treibst Du denn hier? Wie bist Du denn hier hereingekommen?“

„Karl, was glotzt Du denn so?

  
Nimm dir mehr Zeit für Überarbeitungen und prüfe vorher, ob bereits  erwähnte Fehler (siehe auch Kritik von "blaue Socke") in den Nachfolgefassungen nicht mehr vorhanden sind.
Es ist wirklich schade, dass ein an sich spannender Text, bei dem ich mittendrin bin, solche schreibtechnischen Fehler enthält.

Herzliche Grüße
Bianka

PS: Ich schreibe selten: Würde gern weiterlesen Wink ... was es mit dem Mädchen auf sich hat.
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kskreativ
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BeitragVerfasst am: 27.08.2011 17:13    Titel: Korrigierte Fassung pdf-Datei Antworten mit Zitat

So, hier eine nochmals korrigierte und überarbeitete Fassung.

Die drei Männer arbeiteten schwitzend und fluchend in der untergehenden Sonne. Sie goss ihr rotes Licht über den alten, halb verfallenen Bauernhof. In einer Scheune gähnte ein großes Loch, wo einmal das Tor war. Es sah aus, wie der Eingang zur Hölle.
Etwa in der Mitte des Hofes parkte ein großer Viehtransporter. Einer der Männer, ein wahrer Riese in Shorts und Netzhemd, entriegelte gerade die Laderampe. Er fluchte, weil er sich die Hand am heissen Metall verbrannte.
„Scheiß Job!“
„Wird aber verdammt gut bezahlt.“, ertönte die Stimme vom Fahrer des Transporters. Er eilte nach hinten, um seinem Kollegen zu helfen. Er hätte glatt als Beamter durchgehen können, mit den spärlichen, blonden Haaren und der Brille. Nur die kalten Augen passten nicht dazu. Trotz der sommerlichen Hitze trug er einen Anzug.
„Das will ich auch hoffen, Marko.“, knurrte der Riese. Gemeinsam ließen sie die schwere Rampe hinunter. Ein fürchterlicher Gestank schlug ihnen wie eine Wolke entgegen.
„Puuh, das hält ja kein Schwein aus.“, stöhnte der Riese. Marko lachte.
„Na, Karl, du riechst auch nicht besser, glaub mir!“ Dafür kassierte er einen Stoss, der ihn fast zu Boden schickte.
„Werd nicht frech, du Winzling! Wo ist denn Sven? Der soll hier mal mithelfen.“
Sven war der dritte der Mannschaft, die den Transporter begleitete. Da tauchte er auch schon auf. Er strich sich das halblange, schwarze Haar aus der schweissfeuchten Stirn.
Wegen seines südländischen Aussehens, nannten ihn seine Freunde auch den Italiener.
„Hatte Schwierigkeiten, mit denen da draussen.“ Er deutete mit dem Daumen auf die Gruppe, die sich jenseits des verschlossenen Eingangstor versammelt hatte. Menschen schwenkten dort Schilder und Transparente mit der Aufschrift „Keine Schlachttransporte mehr!“
„Ach, die Animal’s Angels schon wieder? Sind zu wenige, die werden uns keinen Ärger machen.“, brummte Karl. „Hast du alles vorbereitet, die Biester müssen raus.“
Sven nickte, dabei schweifte sein Blick gleichgültig über die etwa zwölf Pferde, die dicht zusammengepfercht auf der Ladefläche standen. Eisenstangen sicherten den Übergang auf die Rampe. An die Stangen gepresst, standen zwei Stuten, die eine braun, die andere fuchsfarben, mit ihren Fohlen. Zitternd drängten sich die Fohlen an ihre Mütter, die Augen weit aufgerissen.
Sven kontrollierte die provisorische Absperrung aus Drahtzaun, die einen Laufgang zum Stall hinüber bildete.
„O.k, ihr könnt anfangen!“, rief er und lief zum Eingang des Stalles hinüber, wo die Tiere die Nacht über untergebracht wurden.


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BeitragVerfasst am: 27.08.2011 17:16    Titel: Fortsetzung I pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier der nächste Teil

Marko holte den Viehschocker heraus. Karl dagegen verließ sich lieber auf seinen Schlagstock. Sie stiegen auf die Rampe und lösten die Eisenstangen aus den Halterungen.
„Los jetzt, ihr faulen Biester!“, brüllte Karl. Hart schlug er mit dem Stock auf die beiden Stuten ein. Die Fuchsstute raste panisch die Laderampe hinunter, wäre fast noch gestürzt, und erreichte den Eingang zum Stall, das Fohlen dicht hinter sich. Sven trieb sie in eine Box und verriegelte sie. Ihre Artgenossin dagegen, drehte noch auf der Rampe um, und versuchte wieder in den Transporter zu kommen, da ihr Fohlen nicht mitlief.
„Blödes Vieh!“, fluchte Marko laut, und versuchte sie wieder rauszutreiben. Karl wollte ihm helfen, und versetzte dem Fohlen einen Schlag, damit es vorwärts lief. Nur um Haaresbreite verfehlten ihn die Hinterhufe der Stute, die ihr Fohlen in Gefahr sah.
Er geriet in Rage und prügelte die Stute, traf auch ihre Beine, sodass sie stürzte. Er jagte sie wieder hoch.
„Verdammtes Biest! Dich mach ich platt!“
„Hör mit den Spielchen auf, Karl, sonst werden wie ja nie fertig!“, schrie Marko ihn an.
Karl warf noch einen wütenden Blick auf die Stute, die jetzt ihrer Gefährtin nach trabte. Sven sperrte auch sie ein und rief:
„O.K, die nächste Gruppe! Und beeilt euch mal ein bisschen! Wenn ihr in dem Tempo weiter macht, stehen wir um Mitternacht noch hier!“
Wieder stiegen Karl und Marko auf die Ladefläche. Urin und der Kot von zwölf Pferden hatten den Boden in eine stinkende, rutschige Fläche verwandelt. Im hinteren Teil stand eine Gruppe Ponys zusammen mit ein paar grösseren Pferden. Die Männer trennten die Ponys von den Übrigen und trieben sie ebenfalls in den Laufgang. Sie wehrten sich nicht, zu erschöpft waren sie von Durst und Hunger. Einige waren gezeichnet von Schlägen, Striemen zogen sich über das stumpfe Fell, und in den offenen Wunden schwärmten die Fliegen.
Kaum war diese Gruppe im Stall verschwunden, sortierten Karl und Marko die Nächsten aus.
„Sieh Dir mal den da an, der macht es nicht mehr lange.“, deutete Karl auf eines der Tiere. Das schwarze Pferd hielt sich nur noch mühsam auf drei Beinen. Das rechte Vorderbein sah übel aus. Eine klaffende Wunde hatte sich entzündet. Das gesamte Bein sah eher aus wie der Fuss eines Elefanten, so angeschwollen war es. Marko musterte das abgemagerte Tier.
„Bis morgen Abend muss er noch am Leben bleiben, sonst kriegen wir das vom Lohn abgezogen denk dran.“, mahnte er Karl. „Den schaffen wir als Letztes raus, erst die anderen.“
Nachdem auch diese Pferde weg waren, kümmerten sie sich um das verletzte Pferd.
„Los du Klepper! Beweg dich!“, brüllte Karl und schwenkte wild die Arme. Der Rappe warf den Kopf hoch und wieherte. Er taumelte über den rutschigen Boden, verlor das Gleichgewicht und stürzte schwer.
„Was treibt ihr denn so lange!?“, brüllte Sven vom Stall rüber.
„Komm halt her und hilf uns, das Vieh hier wieder auf die Beine zu bringen!“, schrie Marko erbost zurück. Sven rollte genervt mit den Augen, rannte aber dann zum Transporter rüber. Aus den Augenwinkeln nahm er eine Bewegung war und stutzte.
Da stand ein Mädchen! Wo zum Teufel kam denn die auf einmal her? Er musterte sie neugierig. Sah aus wie ein Engel, dachte er. Die blonden, langen Haare. Blaue Augen. Noch nie hatte er solche Augen gesehen. Sie fesselten ihn, und strahlten etwas aus, was ihm Angst machte. Er schätzte die Kleine auf höchstens vierzehn Jahre.
„Was treibst du hier? Wie bist du denn hier hereingekommen?“
Sie gab ihm keine Antwort, sondern beobachtete das gequälte Tier, das sich gerade wieder hoch mühte, mit Stockhieben und Elektroschocks angetrieben. Schwankend, und am ganzen Körper zitternd, stand es endlich wieder.

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BeitragVerfasst am: 28.08.2011 12:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

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„Na endlich.“, knurrte Karl, dann entdeckte auch er das Mädchen.
„Hier ist der Zutritt verboten, gehörst wohl zu denen da draussen, oder?“
Das Mädchen gab keine Antwort, er war sich nicht mal sicher, ob sie ihn überhaupt verstanden hatte.
Unverwandt blickte sie auf das schwarze Pferd. Fast schien eine Art Verbindung zwischen den beiden zu bestehen.
„Kannst den Klepper ja kaufen, Kleine, wenn er Dir leidtut. Morgen geht er nämlich in die Wurst!“
Karl lachte dreckig. Das Mädchen erwiderte auch darauf nichts, wandte aber seinen Blick vom Pferd weg und richtete ihn auf Karl. Dem wurde plötzlich irgendwie komisch zumute. ihre Augen bannten ihn förmlich. Warum er sich plötzlich bedroht fühlte, konnte er selber nicht sagen. Etwas Merkwürdiges ging von diesen Augen aus.
Eine Kraft, der er ausgeliefert war. Unsinn, dachte er. Alles Einbildung. Das kommt von der Hitze.
„Karl, was glotzt du denn so? Lass die Kleine, und hilf mir lieber mit dem Gaul hier. Ich möchte endlich unter die Dusche und Feierabend machen!“, kam es von Marko, der immer noch hinter dem verletzten Pferd stand. durch Karl ging ein Ruck, und endlich konnte er sich von dem Blick des Mädchens lösen. Das Pferd stand unterdessen bewegungslos da, den Kopf gesenkt und das verletzte Bein angehoben.
Ohne die Männer zu beachten, trat das Mädchen zu dem Pferd, hob eine Hand und streichelte es sanft am Kopf. Blaue Augen sahen in die braunen, schon getrübten Augen des Rappen. Schliesslich nickte das Mädchen, als hätte es eine Entscheidung getroffen. Es trat ein paar Schritte zurück.
„Na endlich. Jetzt hau hier mal schön wieder ab, Süße und lass uns in Ruhe unsere Arbeit machen, klar?“
Sven legte ein Seil um den Hals des Pferdes und zog daran, während Karl und Marco hinten schoben und drückten. Das Tier machte ein paar Schritte und brach erneut zusammen. Karl setzte wieder den Elektroschocker ein, es quälte sich erneut auf die Beine und taumelte weiter. Meter für Meter stolperte es vorwärts, bis es endlich den Stall erreichte.
Es ging durch einen Gang, vorbei an seinen Artgenossen. Unsanfte Hände bugsierten es in eine dunkle Box. Der Boden war bedeckt mit feuchtem schimmeligen Stroh, in einer Ecke stand ein Eimer mit abgestandenem Wasser.
Völlig erschöpft sackte das Tier zusammen, und blieb zitternd, mit bebenden Flanken liegen. Marko verriegelte die Tür.
„Der verreckt doch heute Nacht noch.“
„Hoffentlich nicht, ich schau später noch mal nach dem Vieh. Wir haben doch noch was von der Höllenspritze, oder?“, fragte Karl.
„Na, ob die bei dem Vieh noch was hilft …“, brummte Marko. Die Höllenspritze enthielt ein Medikament, um den Kreislauf angeschlagener Tiere wieder aufzuputschen.
„Wahrscheinlich ist das Bein gebrochen.“, sagte Sven.
„Hauptsache der Gaul schafft es noch bis zum Schlachthof, denkt daran. Wir verlieren sonst Kohle.“, gab Marko zurück.
Sie traten wieder auf den Hof. Das Mädchen war spurlos verschwunden.

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Irna
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Alter: 42
Beiträge: 21
Wohnort: Heidewald


BeitragVerfasst am: 28.08.2011 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hei kskreativ!
Den Inhalt deines Textes finde ich spannend. Ich würde auch gerne wissen, was es mit dem Mädchen auf sich hat und habe schon aufgrund des Titels "Racheengel" die Vermutung, daß das Mädchen für die scheußlichen Männer, die die Pferde so roh und herzlos behandeln, noch eine böse Überraschung bereit hält. Also, ich bin auf die Fortsetzung gespannt.

Jetzt noch einmal zu den Satzzeichen.
Mir ist aufgefallen, daß du nach der wörtlichen Rede immer .", setzt. Das hat mich verwirrt.
Beispiel:
"Los du Klepper.", sagte der Mann...(ist nicht richtig).
Wenn du die wörtliche Rede mit sagte, murrte, zischte oder wie auch immer beendest sieht das so aus:
"Los du Klepper", sagte der Mann.
Wenn du hinter der wörtlichen Rede kein sagte, murrte, zischte oder so dransetzt, dann sieht das so aus:
"Los du Klepper." Der Mann hob den Elektroschocker. (Nur ein Beispiel)
Ich hoffe, daß ich das verständlich rübergebracht habe und daß du dich durch die Satzzeichenkomplikationen nicht entmutigen läßt. Dafür ist deine Geschichte einfach zu spannend.
LG Irna
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