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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Depression in der Pubertät


 

 
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Feya
Sonntagsschreiber


Beiträge: 10



BeitragVerfasst am: 16.07.2011 11:44    Titel: Depression in der Pubertät eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vorab möchte ich kurz etwas zu den Texten sagen. Es sind immer Textausschnitte, die auch im Original noch nicht zusammengefügt sind. Im Moment bin ich einfach ein bisschen am Situationen aufschreiben um aus zu testen, ob ich diesem Thema schriftstellerisch überhaupt gewachsen bin. Deswegen habe ich sie durchnummeriert und erwarte natürlich nicht, dass jemand alles durchliest. Ich würde mich freuen, wenn sich jemand die Mühe macht einzelne Abschnitte zu rezensieren und mir ein Feedback zu geben, ob er das Gefühl hat, dass das Thema flach bearbeitet wurde oder ich es dem Leser authentisch übermitteln kann. Thematisch geht es um ein junges Mädchen, dass mit Depressionen mit dem Symptom des selbstverletzenden Verhaltens zu kämpfen hat.



(1)Es gibt Momente im Leben, Sonnenstrahlen gleich, die dich einfach nur glücklich machen. Es gibt Momente im Leben, Gewitterwolken gleich, in denen du dir wünschst, dass du nie auf die Welt gekommen wärst.  Diese Geschichte beginnt mit letzterem. Wie sie endet, weiß man noch nicht. So ist das im Leben. Nichts ist sicher. Gar nichts.

(2)Große, weiße Schneeflocken fallen leise und anmutig vor dem Fenster. Es scheint, als seien sie völlig in einen Tanz vertieft, dessen Regeln sie nicht versteht. Doch sie findet den Tanz wundeschön. Hart wird sie aus ihren Träumereien zurück geholt. Nein, so bald wird sie nicht mit den Schneeflocken tanzen können. Als aller erstes gilt es diesen Schultag zu überstehen. Mit allen seinen Anforderungen und Bedrohungen. Der Lehrer bittet die Klasse, ihre Blätter umzudrehen und mit der Klassenarbeit zu beginnen.                                                                                         Sie hat zu wenig gelernt. Das fällt ihr auf den ersten Blick schon auf. Alles in ihr verkrampft sich und sie bekommt kaum noch Luft. Sie greift sich an ihr Handgelenk, so wie immer, wenn sie Gefahr läuft, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Ein kurzer, brennender Schmerz durchzuckt sie, stimmt ja, da hat sie sich beim Lernen aufgekratzt. Doch dann bekommt sie auf einmal einen klaren Kopf und beginnt, die Fragen der Arbeit zu beantworten.  Als sie abgegeben hat und den Raum verlässt, ist ihr zum heulen. Die erste Arbeit dieses Jahr und schon so schlecht. Sie will das Gerede der anderen über die Arbeit jetzt nicht hören. Die ständigen Fragen, was sie da und da geantwortet habe.                                      Sie setzt sich auf den Boden, lehnt sich an die Klassenzimmerwand und beginnt, sich weg zu träumen. In ihre eigene Welt, fernab von allem, was sie Realität nennen. In eine Welt in der sie mit den Schneeflocken tanzen kann. Den Rest des  Schultages erlebt sie wie hinter einem Schleier, der alles dumpf und unwirklich erscheinen lässt. Es ist, als sei sie durch eine Milchglasscheibe von den anderen aus ihrer Klasse getrennt. Doch es ist ihr egal, sie ist sowieso so müde, dass sie gar nicht aufpassen könnte, auch wenn das Milchglasscheibengefühl nicht da wäre. Es ist ja auch egal.

(3)Das Wochenende war wunderschön. Wann hat sie das letzte mal so viel gelacht, sich so frei gefühlt? Sie kann sich nicht mehr daran erinnern, aber es ist ja auch egal. Hauptsache sie ist jetzt glücklich. Die Landschaft vor dem Zugfenster zieht an ihr vorbei, bedeckt durch den weichen Nebel. Wunderschön.  Sie beginnt zu träumen und sich an die letzten Tage zu erinnern. Ein Lächeln stiehlt sich auf ihr Gesicht und es geht ihr gut. Einfach nur gut. Eine kleine Ewigkeit verharrt sie so, doch nichts ist für immer und so endet auch die Zugfahrt.                                          Sie steigt aus und sieht ihren Vater der am Bahnsteig steht und ihr eine Tulpe entgegenstreckt. Sie freut sich, dass er da ist. Das zeigt, dass sie doch irgendwie wichtig sein muss, sonst wäre er ja nicht da. Umarmung, Begrüßung, Kofferübergabe an den Vater. Sie erzählt, wie schön es doch war in der Großstadt. Wie gerne sie noch öfters dort hinfahren würde. Autotür auf, einsteigen,anschnallen. Sie erzählt weiter und weiter lacht und erinnert sich auf der Fahrt vom Bahnhof nach Hause.                   Kurz vor dem Haus hält ihr Vater an. "Wir haben uns ein bisschen Sorgen um dich gemacht", meint er. "Wieso denn, fragt sie. War euer Wochenende denn nicht schön?" "Doch schon, aber wir haben dein Bett ein Stückchen zur Seite geschoben, weil wir etwas nachschauen wollten und dann haben wir ein blutiges Taschentuch gefunden. Und dann haben wir uns Sorgen gemacht und haben schon überlegt ob wir dich abholen sollen. Aber dann dachten wir, dass es dir dort sicher gut geht und haben abgewartet." "Ihr müsst euch keine Sorgen machen, es ist nichts", blockt sie.
In ihrem Kopf schwirren tausend Gedanken. Sie hätte doch alles wegräumen sollen, bevor sie ging. Sie hätte doch den Schlüssel suchen sollen, den ihr ihre Eltern vor Ewigkeiten weggenommen haben, um abzuschließen. Was hatten sie verdammt nochmal in ihrem Zimmer zu suchen? Was hatten sie genau gesehen? Hatten sie ihr Zimmer dann komplett durchsucht? Hatten sie die Klingen gefunden? Verdammt, hätte sie doch wenigstens eine mitgenommen, aber so wird das ja nichts mehr, wenn sie heute Abend noch schneiden will.  Ihre Gedanken kreisen und kreisen. Autotür auf, aussteigen, Koffer nehmen, Haustür auf, Begrüßung, in ihr Zimmer gehen, mit Entsetzen feststellen, dass alles durchsucht wurde. Alles dreht sich um sie herum. Sie könnte vor Wut um sich schlagen. Was hatten sie verdammt nochmal in ihrem Zimmer zu suchen? Es war ihr Zimmer und da hatten sie doch draußen zu bleiben. Der Druck steigt.


(4)Ein wunderschöner Tag. Sonnenstrahlen kitzeln ihr Gesicht. Sie ist einfach nur glücklich. Immer und immer wieder schwirren ihr die Zeilen aus einem Lied von Pink durch den Kopf: "Change the voices in your head. Make them like you instead." Genau das will sie tun. Sich endlich anfangen zu lieben. Endlich glücklich werden. Sie wird heute nicht zur Klinge greifen, das nimmt sie sich fest vor. Heute nicht und nie wieder. Sodass sie eines Tages ihre Träume verwirklichen kann. Der ganze Tag steht in einem wunderschönen Licht da, auch wenn doch vieles nicht so ist, wie sie es gerne hätte. Doch sie lebt und das ist schön. Sie weiß, dass es den Weg auch für sie geben wird. Sie wird leben und sie wird leben dürfen.
Die Vergangenheit hat Narben geschlagen und diese Narben werden nie wieder verschwinden. Das weiß sie jetzt. Doch was ihr noch viel bewusster ist, dass sie selbst nicht ganz unschuldig an den Narben ist. Es war sie, die zur Klinge gegriffen hat und es war sie die manche Dinge viel zu schwer genommen hat. Aber vielleicht war das alles nötig um ihr zu zeigen, dass sie viel in ihrem Leben hat, das gut ist.  Vielleicht ist es gut, dass sie nie mit den Schneeflocken tanzen konnte, wer weiß vielleicht wäre sie an ihnen erfroren. An all den Wünschen mit denen sie nicht spielen konnte. Doch sie wird mit den Sonnenstrahlen spielen können. Sie wird diese Träume verwirklichen können. Die Träume vom Fliegen.  Nicht die, deren Flug abwärts ging, so weit bis da nichts mehr ist. Nein die Träume vom fliegen, die ihr Freiheit versprechen.

Freiheit, Glück, Liebe. Es gibt Menschen in ihrem Leben, die immer an sie geglaubt haben. Das sieht sie jetzt. Wo sie selbst nicht an sich geglaubt hat, da haben es andere für sie getan. Da wo sie selbst schon aufgegeben hatte, da haben andere noch um sie gekämpft. Es kann kein leichter Kampf gewesen sein, das sieht sie ein. Die, die um sie gekämpft haben, waren Menschen, die für sie alles gegeben hätten und sie hatte das nicht gesehen.  Was hätte sie ihnen angetan, wenn sie gegangen wäre? Wenn sie sich dem Spiel mit den Schneeflocken hingegeben hätte? Sie weiß es nicht. Aber sie weiß, dass sie es nie wieder so weit kommen lassen wird.

Der Kampf gegen die Depressionen wird immer weiter gehen, aber es heißt doch, geteiltes Leid ist halbes Leid. Und sie hat Menschen die ihr Leid teilen wollen damit es ihr besser geht. Sie wird kämpfen für jeden von ihnen und vor allem wird sie für sich kämpfen. Um sich wird sie kämpfen um sich und ihr Herz. Die Vergangenheit war nicht schön und  wie oft hatte sie Momente erlebt in denen sie dachte, dass es nicht weiter abwärts gehen konnte nur, damit ihr die Welt beweisen konnte, dass das sehr wohl ging? Sie weiß es nicht mehr. Aber es gibt etwas, das weiß sie genau. Sie kann es schaffen, all das hinter sich zu lassen und ihr Leben zu leben. Mit all den Höhen und Tiefen die auf sie zukommen werden. Aber sie will das. Und vor allem will sie  Menschen, die dabei sind sich selbst zu verlieren, so wie sie es getan hat zu helfen. Sodass sie auch eines Tages sehen werden, dass der Tanz mit den Schneeflocken nicht ungefährlich ist.
Es ist der Tanz mit dem Tod und wer stirbt kann nichts mehr rückgängig machen. Er wird nie wieder  von Freiheit und Liebe träumen können. Das ist das schlimmste was einem Menschen zustoßen kann. Wenn er selbst nicht mehr lernt daran zu glauben, dass alles gut werden kann. Denn diese Eigenschaft verlieren viele, wenn sie Erwachsen werden.

Ein kleines Kind wird jedes mal aufstehen, wenn es fällt, bei dem Versuch zu laufen. Es gibt so lange nicht auf, bis es das auch wirklich hinbekommt. Dabei wird ihm nie der Gedanke kommen, dass es das Laufen vielleicht nie lernen könnte. Es weiß dass es eines Tages laufen wird und wenn es einmal verzweifelt anfängt zu weinen, weil es schon wieder nicht geklappt hat, gibt es immer einen, der das Kind in den Arm nimmt und ihm sagt, dass es das auch noch schaffen wird. Dieses Kind wird aufhören zu weinen und weiterhin versuchen, es hinzubekommen. Für dieses Kind gibt es kein aufgeben. Wenn man sich diese Eigenschaft zurückerobert, dann ist alles zu schaffen. Das weiß sie jetzt genauso wie sie weiß, dass nicht alles einfach sein wird, dass sie aber immer einen haben wird, der sie in den Arm nimmt und tröstet. Deshalb wird sie ihren Weg gehen, unabhängig was andere davon halten. Sie wird tun, was ihr gut tut und was sie möchte.

(5)Sie schließt die Augen und will sich endlich der Müdigkeit hingeben. Doch anstatt des erholsamen Schlafs, den sie so dringend bräuchte, kommen die Bilder wieder zurück. Die Bilder, die sie den ganzen Tag aus ihrem Kopf verbannen kann und die jetzt auf sie einstürzen. Hilflos ist sie ihnen ausgeliefert. Sie hat keine Angst, sie weiß, dass die erst später kommen wird. Die Angst vor sich selbst. Die Bilder sind Schatten gleich. Nur kurz sieht sie sie. Viel eindrucksvoller sind die Nachbilder. Blut sieht sie. Viel Blut. Sie weiß, es ist ihr eigenes. Sie stirbt. Jeden Abend erlebt sie aufs neue, wie sie stirbt. Sieht, wie sie einmal zu tief geschnitten hat und spürt, wie ihre Kraft schwindet. Doch es sind nicht die Bilder vom sterben, die ihr Angst machen. Das wäre ja genau das, was sie eigentlich will. Nein, es ist die Tatsache, dass sich die Träume gut anfühlen. Richtig irgendwie. Etwas in ihr sagt ihr immer, dass es nicht gut ist, wenn sie sich selbst umbringt. Hält sie am Leben. Doch in diesen träumen ist es richtig und gut wenn sie stirbt. Sie verliert die Kontrolle über ihre Gedanken. Immer schneller wechseln die Bilder in ihrem Kopf, immer grausamer werden die Motive. Irgendwann sind es keine Bilder in dem Sinne mehr. Es sind Emotionsbilder. Emotionsbilder voller Angst, Hass, Schmerz und Wut. Jetzt kommen die Bilder auch an sie heran. Tränen kommen unter ihre geschlossenen Augenlidern hervor. Heiße Tränen, die von all dem Schrecken erzählen, den sie jeden einzelnen Abend erlebt. Verursacht durch ihre eigenen Abgründe. Irgendwann schläft sie dann richtig ein. Traumloser Schlaf. Zärtlicher, erholsamer, beschützender Schlaf.

(6)Es ist nebelig und kühl. Leere füllt sie aus. Leere und Kälte. Zerbrochen und emotionslos. Sie geht den kurzen Weg von der Bushaltestelle bis zu ihrem Ziel, dem Reiterhof langsamer als sonst. Ohne Kraft. Sie kann nicht mehr. Sie sieht keinen Sinn mehr. Überhaupt keinen. Kälte um sie, Kälte in ihr. Fast hat sie den Hof erreicht. Nur noch die Bahngleise überqueren und ein paar Meter laufen. Ein Zug nähert sich, die Schranken senken sich. Sie geht weiter. Steht auf den Gleisen und sieht den Zug auf sich zukommen. Er ist noch dreißig Meter entfernt. Die Schranken sind heruntergesenkt. Sie fühlt nichts, sieht nur die Lichter des herankommenden Zuges. "Gleich ist alles zu Ende. Gleich bist du frei!", mehr denkt sie nicht. Sie hat es nicht geplant, aber sie ist sich sicher, dass es so besser ist. Besser als wenn sie lebt. Der Zug ist noch zwanzig Meter entfernt. In Gedanken sagt sie all den Menschen auf Wiedersehen, die sie liebt. Mutter, Vater, Schwester, bester Freund.

Da fallen ihr die Worte ihres besten Freunds ein. Gesagt, zwei Tage zuvor um sie zu trösten. Sie konnte ihm nicht glauben. " Du bist nicht die Schuldige. Du bist der schneeweiße Engel, der auf alle aufpasst und sich dabei selbst vergisst. Aber glaub mir, alles wird gut werden. Alles wird gut, egal wie sehr ihre Worte jetzt noch weh tun. Pass auf dich auf meine Kleine!". Ein warmes Gefühl durchströmt sie. Noch zehn Meter ist der Zug entfernt. Auf einmal kann sie ihrem besten Freund glauben. Dass alles wieder gut werden kann.

Wie in Trance geht sie zwei Schritte zur Seite, weg von den Gleisen. Der Zug fährt donnernd an ihr vorbei. Zitternd steht sie da, im Fahrtwind des Zuges. Erst jetzt wird ihr klar, was sie fast getan hätte. Weinen bricht sie zusammen. Was sie wütend auf sich selbst macht. Starke Mädchen weinen nicht, das hat ihr Vater ihr doch beigebracht. Jedes mal als er sie schlug. Wieso weint sie dann? Sie hat kein Recht dazu, sie hat doch versagt.
Es war lächerlich zu glauben, dass alles gut werden könnte. Alles wäre gut gewesen, wenn sie auf den verdammten Schienen stehen geblieben wäre und bis zum Ende gewartet hätte. Sie ist doch so dumm! Wegen nichts als ein paar Worten, wahrscheinlich nicht mal ernst gemeint, hat sie diese Chance vertan. Sie geht nicht mehr auf den Reiterhof, läuft zurück. Nach Hause. Fast zwei Stunden läuft sie durch die kalte, noch winterliche Landschaft. Verzweifelt, weil sie einfach nicht mehr weiß, was falsch oder richtig ist.


(7)Die Angst der vergangenen Tage nimmt überhand. Angst davor, vor der Klasse zu sprechen über ein Thema mit dem sie sich selbst nicht sicher ist. Angst davor, dass sie sie alle auslachen werden oder dass sie in Tränen ausbrechen wird. Immer wieder sagt sie sich selbst: "Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht." Die Lehrerin betritt das Klassenzimmer. Legt ihre Sachen ab, lächelt sie an und bittet sie noch kurz nach draußen. Will endlich doch noch was mit ihr über die Präsentation besprechen. Kümmert sich doch mal. Doch ist das nicht schon zu spät? Aber die Lehrerin ist zufrieden, hat nichts zu meckern. Schon sind sie wieder auf dem Rückweg in die Klasse, als die Lehrerin noch sagt: "Zieh doch deinen Pullover aus, es ist doch viel zu warm dafür!". Da bricht sie zusammen und beginnt zu weinen. Die Lehrerin missversteht die Situation, denkt das Problem ist die Präsentation und nicht ihre letzte Aussage. Zum Glück. Schnell wischt sie sich die Tränen aus den Augen, lächelt und meint, dass alles schon okay sei. Sie könnten reingehen und die Präsentation würde sie schon hinbekommen.

(8)Leise Tränen strömen über ihr Gesicht.Kleine, salzige Wassertropfen. Oh wie sie es hasst, zu weinen. Es tut so viel mehr weh, als die Tränen, die sie sonst "weint". Rote Tränen tun nur kurz weh und nehmen allen inneren Schmerz mit. Doch die Tränen die sie jetzt weint, tun unbeschreiblich weh. Sie hat das Gefühl in ihr würde etwas zerreißen. aber heute wird sie aushalten. Sie muss einfach. Diesen Triumph kann sie ihm nicht gönnen. Nie wird sie vergessen, wie ihr Vater sie verächtlich ansah und meinte, dass sie sich doch nicht "Love" auf den Arm schreiben müsse, sie würde doch sowieso wieder schneiden. Es tat so weh. so schrecklich weh. Aber heute wird sie die Finger von der Klinge lassen, auch wenn das ihren Untergang bedeutet. Die heißen Tränen perlen aus ihren Augen, die schon ganz geschwollen und gerötet sind. Schluchzer schütteln ihren dünnen Körper. Sie zittert und krümmt sich. Was für andere ganz normal ist, ist für sie die größte Qual. Diese Tränen kann sie kaum ertragen.

(9)Liebe Regina,
du weißt, dass ich dir versprochen habe, nicht zu gehen ohne mich zu verabschieden. Mit diesem Brief mach ich genau das. Mich verabschieden. Und. don't worry, du musst jetzt nicht handeln. Ich habe dafür gesorgt, dass dieser Brief erst ankommen kann, wenn ich schon tot bin. Ich will nicht "gerettet" werden. Weil ich mir mit diesem Entschluss so sicher bin. Ich kann das einfach nicht. Aber ich wünsche dir alles Gute auf deinem Lebensweg und möchte mich für alles bedanken, was du für mich getan hast. Für das stundenlange zuhören und die aufbauenden Worte. Aber irgendwann konnte ich einfach nicht mehr, mit der ganzen Last, die ich mir auch oft selbst auferlegt habe. Pass gut auf dich auf und mach es besser als ich! Lebe dein Leben und genieß es! Es ist dumm, es so wegzuwerfen, wie ich es jetzt tun werde. Vergiss mich bitte nicht!

(10)Lieber Zachi,

ich weiß ich nerv und das tut mir leid. Wenn du diese Email gelesen hast, bist du mein generve dann auch los. Ich wollt mich eigentlich nur gewissermaßen verabschieden.Und bedanken. Vor allem letzteres. Du warst so oft für mich da und hast mir zugehört. Spätabends noch angerufen, wenn du wusstest, dass es mir schlecht geht. Und dafür bin ich dir unendlich dankbar. Du warst der erste Mensch dem ich vertraut habe, und ich war so glücklich jemanden zu haben, der da ist und mir zuhört. Der mir die Geborgenheit schenkt, die ich nie bekam. Aber ich hatte auch immer Angst. Was ist, wenn du eines Tages nicht mehr für mich da bist? Wenn du eines Tages nicht mehr kannst oder wenn irgendetwas zwischen uns passiert? Aber in der Zeit hat das Vertrauen in dich überwogen. Du warst da, hast dich fast jeden Tag gemeldet und es war unheimlich wichtig für mich. Du warst damals der einzige, wegen dem ich noch gelebt habe. Nichts sonst, hat mich noch gehalten. Insofern habe ich dir irgendwo mein Leben zu verdanken. Aber die letzen Wochen, Monate hat sich viel verändert. Ich weiß nicht was passiert ist, dass du dich immer mehr zurück gezogen hast, vielleicht werde ich es nie wirklich erfahren. Es tat weh. Aber es war okay. Wir hatten ja den Deal: wenn's dir zu viel wird, sagst du mir das und wir gehen erstmal auf Abstand. Gut okay. Ich musste irgendwie ohne dich klarkommen und es ging ja auch. So mehr oder weniger. Ich war ja immer in der Hoffnung, dass es dir irgendwann wieder besser geht und du dich wieder meldest. Keine Frage, ich hätte dich auch gerne unterstützt(ja ich weiß, du wolltest das nicht) oder einfach nur so mit dir gequatsch.Diskutiert.Geträumt.Irgendwas. Aber ich hab verstanden, dass du Abstand wolltest. Blos als wir am Sonntag telefoniert haben, hatte ich das Gefühl, wir haben uns nichts mehr zu sagen. Wir waren beide irgendwo auf Abstand. Um es gepflegt auszudrücken ist für mich an dem Abend eine Welt zusammengebrochen. Ich hatte das Gefühl, dass ich meinen besten Freund jetzt komplett verloren hatte. Und so denke ich, fast eine Woche und viele durchgeweinte Nächte später, immernoch. Es ist was kaputt gegangen und ich hätte nichts lieber, als die schöne(naja schön war sie nicht, aber irgendwo behütete) Zeit mit dir zurück. Aber ich glaube das geht nicht mehr und vielleicht wäre es besser einen Cut zu machen. Du deinen Weg, ich meinen. Für mich bedeutet das, dass ich meinen besten Freund verliere, du bist wahrscheinlich nur eine Sorge mehr los. Aber vielleicht ist das ja das richtige? Ich glaube auf jeden Fall nicht, dass es noch mehr wehtun kann als es jetzt tut. Ich möchte mich auf jeden Fall nochmal bedanken, denn hey, du hast mich so oft gehalten.Danke. Und mich entschuldigen, dass ich dir so viele Schwierigkeiten gemacht habe.

(11)Ihr Rücken lehnt gegen den rauen, warmen Baumstamm hinter ihr.Durch die dünne Jeans spürts sie die kühle der Steinmauer, auf der sie sitzt. Ihr Blick ist auf ein Haus gerichtet, umgeben von einem Garten. Eine Stange, eigentlich zum Teppichklopfen, an der eine kleine, rote Kinderschaukel hängt. Eine blaue Bank, bei der sie weiß,dass die Farbe abblättert, obwohl die Bank viel zu weit weg steht, als dass sie solche Details erkennen könnte. Aber es ist noch genau das blau, mit der ihre Mutter die Bank damals gestrichen hat. Die letzten Jahre scheint niemand die Farbe erneuert zu haben.Ihre Mutter hatte sich damals aufgeregt, dass die Farbe schon nach zwei Wochen anfingt, wieder abzublättern.

Ein Sandkasten. Die rotbraunen Sandsteinplatten auf dem Boden, die immer mit Kreide bemalt waren. Die Stelle im Rasen, wo das Graß dunkler ist. Ein kleiner Vogel, der aus dem Nest gefallen war und nicht überlebte, ist an der Stelle begraben. Der schiefe Holzzaun über den sie immer geklettert waren. Kleine Steinchen liegen auf der Mauer auf der sie sitzt. Langsam nimmt sie einen nach dem anderen in die Hand, wirft sie von der Mauer herunter in den Garten.

Früher saß sie oft auf dieser Mauer, mit Freunden oder ihrer Schwester. Kinderspiele haben sie gespielt. Schon damals haben sie immer die kleinen Steinchen in den Garten geworfen. In ihren Garten. Abends mussten sie die kleinen Steinchen unter der aufsicht des Vaters wieder einsammeln. Weil es ihn wütend machte, wenn in seiner Wiese Steine waren. Sie blickt auf das Flachdachhaus. Das erste Zimmer war das Zimmer von ihr und ihrer Schwester, danach kam das Elternschlafzimmer und das Wohnzimmer. Küche und Bad waren auf der anderen Seite des Hauses.

Auf einmal überkommen sie so viele Erinnerungen. Die kleine Schwester, die in die Hose gemacht hat. Schnell zieht sie sie um, verstaut die Wäsche, in der Hoffnung, dass ihr Dad es nicht mitbekommt. Dann auf einmal die Abende, an denen ihr Vater zu ihrer Schwester ins Bett kriecht, mit ihr flüstert und lacht. Zu ihr kommt er nicht, auch wenn sie im selben Zimmer schläft. Sie ist unwichtig, nichtmal einen gute Nacht Kuss bekommt sie. Immer sorgt sie für die kleine Schwester, aber nie bekommt sie ein liebes Wort dafür. Stattdessen gibt es die Tage, an denen ihr Vater völlig gestresst aus der Arbeit kommt und an allem etwas zu schimpfen hat. Schlussendlich räumt er den ganzen Schrank aus und gibt ihnen wieder eine halbe Stunde Zeit, das Chaos zu beseitigen. Unmöglich. Zur Strafe schlägt er sie. Alle beide. Damit sie das nächste mal schneller sind.

Erinnerungen an Tage, an denen sie vor Wut schreien und heulen könnte und von ihrer Mutter deswegen so festgehalten wird, dass sie irgendwann keine Luft mehr bekommt. Angst überkommt sie.Und Wut, Hass und unendlich viel Schmerz. All das hatte sie doch schon lange aus ihrem Gedächtnis verbannt, nicht mehr daran gedacht. Aus gutem Grund. Weil es viel zu sehr weh tat. Doch jetzt ist alles wieder da. Das Leben des kleinen, lächelnden Mädchens, das ganz tief im Innern nichts als Schmerz kannte.

Sie will all diesen Erinnerungen entfliehen. Doch es geht nicht. Sie ist gefangen in ihren eigenen Gedanken. Auf der einen Seite will sie sich endlich erinnern, was alles geschah, auf der anderen Seite glaubt sie immer noch daran, dass das alles nicht existiert haben kann, wenn sie sich einfach nicht daran erinnert. Wie ein kleines Kind, das sich beim Verstecken spielen die Augen zuhält und denkt, dass es dann von niemandem gesehen wird. Wenn sie den Erinnerungen nicht ins Auge blickt, werden sie sie auch nicht sehen und nicht mehr wieder kommen. So hofft sie. Aus Verzweiflung. Weil sie nicht glauben will, dass es wirklich so schlimm war. Weil sie glauben will, dass es ihr genauso ging wie allen anderen. Dass sie eine schöne und behütete Kindheit hatte. So wie ihre Freunde.

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Maria
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BeitragVerfasst am: 16.07.2011 11:54    Titel: Re: Depression in der Pubertät Antworten mit Zitat

Feya hat Folgendes geschrieben:
Vorab möchte ich kurz etwas zu den Texten sagen. Es sind immer Textausschnitte, die auch im Original noch nicht zusammengefügt sind. Im Moment bin ich einfach ein bisschen am Situationen aufschreiben um aus zu testen, ob ich diesem Thema schriftstellerisch überhaupt gewachsen bin. Deswegen habe ich sie durchnummeriert und erwarte natürlich nicht, dass jemand alles durchliest. Ich würde mich freuen, wenn sich jemand die Mühe macht einzelne Abschnitte zu rezensieren und mir ein Feedback zu geben, ob er das Gefühl hat, dass das Thema flach bearbeitet wurde oder ich es dem Leser authentisch übermitteln kann.


Hallo Feya,
du bist hier im Prosaboard gelandet, das ist Texten vorbehalten die vollendet / ausgereift sein sollten - so wie du sie einem lektor oder Verlag vorlegen würdest. Für Detailkritik ist die Werkstatt der richtige ort. -> verschoben

Günstiger wäre es auch zu unterteilen - ein Abschnitt nach dem nächsten, aber sehen wir mal was passiert wink

Gruß
maria


_________________
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Feya
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Beiträge: 10



BeitragVerfasst am: 16.07.2011 14:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe Maria,
tut mir leid, ich hab mich noch nicht so ganz zurecht gefunden-> nicht genau gewusst, wo ich das Thema eher erstellen soll;) Danke für's verschieben:)
lieben Gruß
Feya
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Mr. Curiosity
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BeitragVerfasst am: 16.07.2011 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Feya,

daran musst du leider noch tüchtig feilen. Hast du schonmal in die Schreibwerkstatt geschaut? Dort findest du einige nützliche Tipps. Ich nehme mir mal einen Absatz exemplarisch vor, um daran generelle Schwachstellen aufzuweisen.

Zitat:
Große, weiße Schneeflocken fallen leise und anmutig vor dem Fenster.


Aufpassen mit überflüssigen Ergänzungen. Das Adjektiv "anmutig" klingt für mein Empfinden in diesem Satz eher seltsam. Viel besser fände ich es, wenn du jenes im nächsten Satz unterbringen würdest.

Zitat:
Es scheint, als seien sie völlig in einen Tanz vertieft, dessen Regeln sie nicht versteht.




Hier verwirrt das "sie". Ich dachte zunächst, dir sei ein Grammatikfehler unterlaufen und du meinst damit die Flocken.

Zitat:
Doch sie findet den Tanz wundeschön.


Wenn sie die Flocken als anmutig empfindet, impliziert das bereits, dass sie den Tanz schön findet.

Zitat:
Hart wird sie aus ihren Träumereien zurück geholt.


Wodurch? Wohl dadurch, dass der Lehrer sie bittet, die Blätter umzudrehen. Dies folgt jedoch erst mehrere Sätze später.

Zitat:
Alles in ihr verkrampft sich und sie bekommt kaum noch Luft.


Dieser Satz ist einfach unschön zu lesen.

Zitat:
Ein kurzer, brennender Schmerz durchzuckt sie, stimmt ja, da hat sie sich beim Lernen aufgekratzt.


Das ist mir sogar für erlebte Rede zu salopp formuliert. Und wenn der Schmerz sie "durchzuckt" ist er per se "kurz".

Zitat:
Doch dann bekommt sie auf einmal einen klaren Kopf und beginnt, die Fragen der Arbeit zu beantworten. Als sie abgegeben hat und den Raum verlässt, ist ihr zum heulen.


Das widerspricht sich doch. In dem ersten Satz machst du deutlich, dass sie es plötzlich doch kann, im zweiten kommt raus, dass es doch wieder Mist war.

Zitat:

In ihre eigene Welt, fernab von allem, was sie Realität nennen.


Zitat:
Den Rest des Schultages erlebt sie wie hinter einem Schleier, der alles dumpf und unwirklich erscheinen lässt.


Zitat:
Es ist, als sei sie durch eine Milchglasscheibe von den anderen aus ihrer Klasse getrennt.


"Schleier" oder "Milchglasscheibe": Entscheide dich.

Zitat:
Doch es ist ihr egal, sie ist sowieso so müde, dass sie gar nicht aufpassen könnte, auch wenn das Milchglasscheibengefühl nicht da wäre.


Verstehe ich nicht. Ich dachte diese depressive Müdekeit sei die Milchglasscheibe, die sich von dem Rest trennt.

___________

Du hast handwerklich noch eine ganze Menge zu tun. Versuch diese Umständlichkeiten und Logikfehler zu vermeiden. Am besten gehst du den Text, bevor du ihn reinstellt, wirklich Satz für Satz durch und fragst dich

1. Drücke ich mit dem Satz wirklich das aus, was ich ausdrücken möchte?
2. Sind Füllwörter und überflüssige Formulierungen drin?
3. Ist das auch logisch im Kontext?

Rechtschreib - und Grammatikfehler habe ich nicht markiert. Dafür nehme ich mir keine Zeit. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, solche zu vermeiden.

Ich hoffe der Kommentar konnte dir ein wenig helfen smile

LG David


_________________


"Wenn du Schriftsteller sein willst, dann sag, dass du der Beste bist ...
Aber nicht, solange es mich gibt, kapiert?! Es sei denn, du willst das draußen austragen."

(Ernest Hemingway in "Midnight in Paris")
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Feya
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BeitragVerfasst am: 18.07.2011 13:15    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ok die Kritik ist eigentlich vernichtend^^ Nein jetzt ernsthaft, danke für deine ausführliche Kritik:) Aber ich schätze, dass ich die Idee dann wohl eher wieder fallen lasse, das Thema ist vielleicht auch einfach noch...hm zu anspruchsvoll für mich und mein bemühen die Situation lebendig erscheinen zu lassen scheint ja gut missglückt zu sein;)
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LucyFox
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BeitragVerfasst am: 18.07.2011 16:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Feya,
meiner Ansicht nach hast du das Thema, trotz der kleineren Schwächen, schon sehr lebendig rübergebracht. Die Gefühle des Mädchens lassen sich sehr gut nahvollziehen und ihre Gedankengänge lassen die Verwirrung in ihr sehr gut erkennen.

Nummer 1) gefällt mir besonders gut ^^

Die gesamten Textabschnitten lesen sich, finde ich, als hätte das Mädchen all das in der dritten Person in einem Tagebuch festgehalten. Man ist direkt und sehr nahe am Geschehen und an den Gefühlen dran und kann sich schnell in das Mädchen hineinversetzen - besonders dann, wenn man selbst mit solchen Dingen zu tun hatte.

Kleine stilistische und rechtshreiberische Fehler sind kaum zu vermeiden, allerdings - nur meine Meinung - hält sich das bei dir in Grenzen und wenn du alles nochmal ein klein wenig überarbeitest, wird das richtig gut. wink

Was mir auch gut gefallen hat, ist die Sache mit den Schneeflocken, die immer einmal wieder zur Sprache kommen. Je nachdem wie lange diese Geschichte wird, kommt es wirklich gut, wenn das ab und an wieder auftaucht. Das wirkt, wie ein zentraler Gedanke, um den sich vieles im Leben des Mädchens dreht. (und ich vermute, das soll auch so sein)
    Die (ich hab das mal so reininterpretiert *gg*) Metapher ist gut gelungen.
    Die Kälte, die das Mädchen in sich spürt, ist die selbe, die sie im Schnee sieht. Und Schnee ist ja auch oft ein Sinnbild für den Tod nach dem sie sich sehnt.
    Korrigier mich, falls ich da falsch liege ^^

Ich denke, du solltest auf jeden Fall daran weiterschreiben - erst recht dann, wenn dir das Thema gefällt und es dir Spaß macht, daran zu arbeiten.

 Daumen hoch


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Wer nicht kämpft hat schon
verloren. Wer nicht aufgibt, geht
den Weg menschlicher Würde!
-Alucard
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Schundliterat
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BeitragVerfasst am: 18.07.2011 16:48    Titel: Antworten mit Zitat

Feya hat Folgendes geschrieben:
Ok die Kritik ist eigentlich vernichtend^^ Nein jetzt ernsthaft, danke für deine ausführliche Kritik:) Aber ich schätze, dass ich die Idee dann wohl eher wieder fallen lasse, das Thema ist vielleicht auch einfach noch...hm zu anspruchsvoll für mich und mein bemühen die Situation lebendig erscheinen zu lassen scheint ja gut missglückt zu sein;)


Etwas mehr Selbstbewusstsein bitte. Sprachlich ist der Text nicht immer rund ("weiße Schneeflocken". Das ist wie nasses Wasser.), das sind aber Sachen, die sich durch 2-3 Bearbeitungen beheben lassen. Kein Grund die Geschichte in den Müll zu kloppen.

Dein eigentliches Ziel hat der Text bei mir erreicht.
Er ist übertrieben lyrisch und wehleidig geschrieben. Die Protagonistin bemitleidet sich durchgehend selbst und giert nach Aufmerksamkeit. Sie wirkt auf mich unsympathisch, ätzend und weinerlich. Was ihr eigentliches Problem ist? Das scheint sie selber nicht zu wissen. Eine Person, von der Ich mich fern halten würde.
Mit anderen Worten: Du lässt mich ziemlich glaubwürdig in die Kopfwelt eines Borderline Teenagers eintauchen. Das ist natürlich unangenehm zu lesen, streckenweise anstrengend. Alles andere, wäre dem Thema aber unangemessen.
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Feya
Sonntagsschreiber


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BeitragVerfasst am: 19.07.2011 12:49    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für eure Antworten:) hm, klingt so, als fändet ihr das prinzipiell nicht so schlecht? Hab ich das richtig verstanden? Das ist natürlich nur eine Rohfassung an der ich, unter Umständen feilen würde...Wenn ich mir eben sicher bin, dass ich diese Idee weiterverfolgen sollte und dem auch einigermaßen gewachsen bin;)
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