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Blutdurst (Beginn)


 

 
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hamza
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 12



BeitragVerfasst am: 10.06.2011 22:38    Titel: Blutdurst (Beginn) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,

auch ich möchte meine ersten Gehversuche gern mit euch teilen, um Kritik zu hören. Seid aber bitte nicht zu streng Smile

Es handelt sich hierbei um den Anfang einer Geschichte.




„Pass auf!“ schrie Jenny auf dem Beifahrersitz.
Steven trat mit voller Kraft auf die Bremse und hielt das Lenkrad mit beiden Händen so fest, dass seine Knöchel weiss hervortraten. Das Bremspedal vibrierte durch das ABS und die Reifen quietschten in schnellem Takt. Mitten auf der Landstraße stand ein Wildschwein und starrte in das ihm entgegenkommende Fahrzeug.

Dem ersten Schreck entkommen, riss Steven die rechte Hand vom Lenkrad und drückte auf die Hupe, so fest er konnte, so dass er gleichzeitig seinen Oberkörper nach hinten drückte, um der Trägheitskraft entgegenwirken zu können.

Plötzlich machte das Windschwein kehrt und lief in die Richtung, aus der es gekommen war. Gerade rechtzeitig konnte es von der Fahrbahn springen und hatte Glück, dass die vordere Stoßstange des alten Vectra seinen Hintern nur um wenige Zentimeter verfehlt hatte, bevor er zwanzig Meter weiter schräg auf der Fahrbahn stehengeblieben war, mit dem vorderen Teil auf der Gegenspur.

„Ist gut Mann, nimm deine Pfote weg von der Hupe!“ rief Murat, der hinter Jenny saß. Steven hatte gar nicht gemerkt, dass er noch weiter hupte.
„Willst du uns umbringen?“, warf ihm Berk vor, der zwischen seiner Schwester Aygün und ihrem Freund Murat in der Mitte der Sitzbank eingequetscht war und sich mit letzter Kraft an den beiden Vordersitzen festhielt, um nicht aus der Windschutzscheibe geschleudert zu werden.

„Fahr rechts ran“, rief Murat mit immer noch hysterischer Stimme, „sonst fährt jemand noch in uns rein.“

Steven drehte den Schlüssel, um den Wagen neu zu starten. Seinen linken Fuß hatte er genutzt, um sich auf seinem Sitz festhalten zu können und als das Auto stehenblieb, war der Motor abgewürgt. Mit zitterndem Fuß trat er die Kupplung durch und drehte den Schlüssel wieder nach rechts. Der  Vectra sprang sofort an.

Der Wagen machte einen Sprung nach vorn, während die Reifen für einen Moment durchdrehten. Steven hatte jegliches Gefühl an Beinen und Füßen verloren und hatte zu stark auf das Gaspedal getreten, während er den linken Fuß einfach seitlich nach links zog und die Kupplung ihm entgegen sprang. Schnell drehte er noch das Lenkrad nach rechts, fuhr den Wagen an den Fahrbahnrand, so dass nur noch die linke Fahrzeughälfte auf der Fahrbahn stand.

Steven nahm den linken Fuß wieder ohne Kontrolle von der Kupplung runter, so dass der Wagen einen Sprung nach vorn machte bevor der Motor wieder abwürgte.

„Scheiße Mann, kannst du kein Auto fahren?“ rief ihm Murat zu. „Wenn du nicht fahren kannst, dann -“
„Halt dein Maul“ schnauzte ihn Steven an, während er seinen Kopf nach hinten drehte und Murat einen bösen Blick warf, so dass dieser, der eigentlich seine Angst hinaus schrie, verstummte.

Daraufhin herrschte Stille. Es war nur das schnelle Atmen von fünf Personen zu hören, die sich gerade beinahe in die Hose geschissen hatten wegen eines verdammten Wildschweins, den das Leben von fünf jungen Leute genauso viel interessierte wie die Straßenverkehrsordnung.

Steven zog am Türgriff und drückte die Fahrzeugtür auf, die schwerer geworden war, weil das Auto leicht nach rechts gesenkt war. In dem Moment hupte ein Lastwagen und er hob beide Hände hoch, als hätte ihm jemand eine Waffe vorgehalten und die Tür knallte von selbst wieder zu.

„Du verreckst noch, Mann!“, sagte Murat und zog an seinem Türgriff, worauf seine Tür von selbst aufging. Er schwenkte sein rechtes Bein hinaus und stieg aus dem Auto, wobei er sich am Haltegriff festhalten musste, um nicht in den Seitengraben zu fallen.

Berk und Aygün folgten ihm aus der rechten Tür hinaus. Auch Jenny und Steven waren inzwischen ausgestiegen. Murat war über den Seitengraben gesprungen und hatte sich auf den Boden gesetzt, während Aygün sich umsah, als wollte sie die Gegend erkunden. Dabei kniff sie die Augen zu, als würde die Sonne blenden, obwohl sie sich gerade in einem dicht besiedelten Wald befanden.

„Ich mach mir gleich in die Hose“, sagte Berk, hielt sich mit beiden Händen am Unterleib fest und lief mit leicht gekreuzten Beinen und schnellen, kurzen Schritten in den Wald hinein.
„Gut, dass du es nicht eben schon rausgelassen hast“, kommentierte Murat.
„Haha, wie witzig“, sagte Berk, ohne nach hinten zu schauen.
„Lauf nicht zu weit weg“ rief ihr Aygün besorgt hinterher.
„Ja ja“, rief er zurück und verschwand hinter einem großen Baum in etwa dreißig Meter Entfernung, hinter dessen großem Stamm sein schmaler Körper vollständig verschwand. Die Äste unter seinen Füßen knacksten, als er hastig versuchte, seine Hose zu öffnen und dabei von einem Bein auf den anderen sprang. Dann hatte er es geschafft und es folgte ein beruhigtes Stöhnen, während er direkt in ein Loch zwischen den Wurzeln des riesigen Baumes pullerte.

Steven stand hinter dem Wagen. Er stützte sich mit beiden Händen an seiner Hüfte wie eine hochschwangere Frau. Jenny und Aygün hatten sich zu Murat gesetzt.

„Gott sei Dank ist nichts passiert“, sagte Aygün.
„Ja, das kannst du laut sagen“, stimmte Jenny zu.
Steven bekam ein leichtes Lächeln ins Gesicht, als wollte er zum Ausdruck bringen, dass sie es seinen Fahrkünsten zu verdanken hatten, den Zwischenfall heil überstanden zu haben. Doch Murat sorgte dafür, dass sein Selbstlob nicht all zu lange hielt.
„Wenn unser Schumi richtig fahren könnte, wäre es erst gar nicht so gefährlich geworden.“, sagte er.
„Du kannst ja den Rest des Weges laufen“, konterte Steven mit tiefer, hörbar erregter Stimme.
„Hört auf ihr beiden“, ging Aygün dazwischen und Jenny unterstützte sie dabei. „Ja, hört auf damit.“

Aygün drehte den Kopf nach hinten, um nach Berk zu schauen. Es waren schon fast fünf Minuten vergangen, seitdem er hinter dem Baum verschwunden war.
„Berk“, rief sie in den Wald. Doch Berk antwortete nicht.
„Beeerk“, rief sie wieder. Diesmal klang ihre Stimme besorgt. Sie stand auf und schrie in den Wald „Beeeeeeeerk!“

Es kam wieder keine Antwort.
„Er wird schon kommen“ sagte Murat ganz ruhig.
„Berk!“ rief Aygün, ohne auf Murats Kommentar zu achten.
Dann war ein Schrei von Berk zu hören. „Hiiiilfeeeee!“
Jenny sprang auf. Steven ließ die Arme herunterfallen, sein Gesicht nahm eine noch ernstere Miene an. Murat drehte langsam den Kopf nach hinten, auch sein Gesichtsausdruck wurde ernst.

Noch bevor er seinen Kopf ganz umgedreht hatte, stand er schon auf den Beinen. Mit langsamen, aber sicheren Schritten ging er in die Richtung los, aus der Berks Stimme kam. Steven rannte los und überholte Murat, der seine Geschwindigkeit konstant erhöhte wie ein Flugzeug auf der Startbahn. Auch Aygün und Jenny liefen los.

„Hiiiilfeeee!“
Plötzlich tauchte Berk auf. Er rannte in ihre Richtung und schrie gleichzeitig um Hilfe. Er rannte an Steven und Murat vorbei, direkt zu seiner Schwester.
„Berk“, rief Aygün ihm zu.
Als er bei ihr war, stoppte er. Sie hielt ihn an beiden Armen fest und er griff mit seinen Händen um ihre Arme. Seine Hände zitterten wie verrückt.
„Was ist los?“, rief sie ihm zu.
„Hilfe Aygün“, schrie er sie an. Und begann plötzlich, laut zu lachen.
„Du Mistkerl!“, schrie Aygün ihm ins Gesicht. Sie ließ seine Arme los, formte ihre Hände zu Fäusten und schlug ihm mit der rechten Hand von oben auf seine Schulter. Berk wich ihr aus, so dass ihr Schlag ins Leere ging.
„Sehr lustig Berk“, sagte Jenny mit einer hohen Stimme, die nicht weniger besorgt klang als die von Aygün.
Murat ging mit langsamen Schritten an ihnen vorbei in Richtung des Autos.
„Kleinkind“, sagte er, ohne Berk dabei anzusehen.

Sie waren wieder am Wagen angekommen und Berk, der als Einziger in der Gruppe seinen Scherz lustig fand, lachte immer noch. Steven und Aygün gingen um den Wagen, um einzusteigen. Berk stieg von der rechten Hintertür ein und Murat folgte ihm. Jenny war bereits als erste eingestiegen. Sie mochte es nicht, als Letzte noch draußen zu stehen und fühlte sich im Wagen wohler, zumal sie Wälder schon seit dem Abend in ihrem elften Lebensjahr unheimlich fand, als sie sich gemeinsam mit ihrem Onkel Tanz der Teufel angesehen hatte.

Murat schlug die Tür zu, die durch die schräge Lage des Autos schwerer geworden war. Steven steckte den Schlüssel ein, drehte ihn nach rechts und der Anlasser drehte sich. Doch der Motor sprang nicht an.

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hamza
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 12



BeitragVerfasst am: 30.06.2011 09:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hmmmm. Keine Kritik? Weder positiv noch negativ?
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Schundliterat
Schreiberassi


Beiträge: 70



BeitragVerfasst am: 30.06.2011 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Moinsen Hamza,


Dein Einstieg besteht aus sehr viel banalem Dialog ("Halt dein Maul, scheisse, du verreckst, jaja") zwischen 4 (oder warens mehr?) Charakteren, die Null charakterisiert werden. Auch die Szenerie beschreibst du kaum. Da verliert man schnell das Interesse.

Wie alt sind die Protagonisten? Wo kommen sie her, wo wollen sie hin? Spielt die Szene am Tag oder bei Nacht? Auf was für einer Straße sind sie unterwegs?

Einige dieser Sachen löst Du später auf (Waldstraße, es ist Tag), zu spät, ich kann mir am Anfang kein Bild von der Situation machen.

Wer ist der Hauptprotagonist? Alle Charaktere bleiben blass, ich kann mir kein Bild von ihnen machen und komme daher mit den Dialogen durcheinander. Ich verliere das Interesse.

Die Sätze sind teilweise sehr verschwurbelt und enthalten Non Informationen, der Lesefluss gerät ins Stocken. Das Geschehen wirkt dadurch wenig dynamisch. Ein "Beinahe Unfall" sollte aber dynamisch wirken, es spielt sich ja alles in Sekundenbruchteilen ab.

Viele Formulierungen sind verbesserungswürdig. Bsp.:
"Er schwenkte sein rechtes Bein hinaus und stieg aus dem Auto, wobei er sich am Haltegriff festhalten musste, um nicht in den Seitengraben zu fallen." Das klingt doch sehr ungelenk.

Zum Inhalt:


Zitat:
Aygün drehte den Kopf nach hinten, um nach Berk zu schauen. Es waren schon fast fünf Minuten vergangen, seitdem er hinter dem Baum verschwunden war.
„Berk“, rief sie in den Wald. Doch Berk antwortete nicht.
„Beeerk“, rief sie wieder. Diesmal klang ihre Stimme besorgt. Sie stand auf und schrie in den Wald „Beeeeeeeerk!“

Es kam wieder keine Antwort.
„Er wird schon kommen“ sagte Murat ganz ruhig.
„Berk!“ rief Aygün, ohne auf Murats Kommentar zu achten.
Dann war ein Schrei von Berk zu hören. „Hiiiilfeeeee!“
Jenny sprang auf. Steven ließ die Arme herunterfallen, sein Gesicht nahm eine noch ernstere Miene an. Murat drehte langsam den Kopf nach hinten, auch sein Gesichtsausdruck wurde ernst.

Noch bevor er seinen Kopf ganz umgedreht hatte, stand er schon auf den Beinen. Mit langsamen, aber sicheren Schritten ging er in die Richtung los, aus der Berks Stimme kam. Steven rannte los und überholte Murat, der seine Geschwindigkeit konstant erhöhte wie ein Flugzeug auf der Startbahn. Auch Aygün und Jenny liefen los.

„Hiiiilfeeee!“
Plötzlich tauchte Berk auf. Er rannte in ihre Richtung und schrie gleichzeitig um Hilfe. Er rannte an Steven und Murat vorbei, direkt zu seiner Schwester.
„Berk“, rief Aygün ihm zu.
Als er bei ihr war, stoppte er. Sie hielt ihn an beiden Armen fest und er griff mit seinen Händen um ihre Arme. Seine Hände zitterten wie verrückt.
„Was ist los?“, rief sie ihm zu.
„Hilfe Aygün“, schrie er sie an. Und begann plötzlich, laut zu lachen.
„Du Mistkerl!“, schrie Aygün ihm ins Gesicht. Sie ließ seine Arme los, formte ihre Hände zu Fäusten und schlug ihm mit der rechten Hand von oben auf seine Schulter. Berk wich ihr aus, so dass ihr Schlag ins Leere ging.


Diese Art von false scares ist völlig abgedroschen und klischeehaft. Ich habe bereits am Anfang des Absatzes gewusst, was jetzt passiert. Der Leser kommt sich hier schlauer vor, als der Autor -> Todesurteil. Im Film mag so was noch funktionieren, wenn der Schnitt passt, in einer Geschichte nicht.
Insgesamt wirkt der Einstieg, wie aus einem 0815 Backwood Slasher Film ala "Wrong Turn Teil 666". Dieses Genre ist nun wirklich tot geritten, da musst Du schon mit sehr originellen Ideen aufwarten, um den Leser zu packen.

Mein Tipp:

-Dialoge massiv reduzieren
-Entscheide dich für einen Protagonisten, schildere die Situation aus seiner/ihrer Sicht.
-Kurze, prägnante Sätze benutzen um Dynamik zu erzeugen
-Szenerie/Umstände deutlich machen
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