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Untrennbar!


 

 
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Merlin*
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 65
Beiträge: 168
Wohnort: Gera / Thüringen


BeitragVerfasst am: 08.06.2011 07:50    Titel: Untrennbar! eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Untrennbar!


Ich kann dich nicht aus meinem Seingewebe streifen,
untrennbar eingebunden bleibt dein Hier verwebt
in meinem Fadenlauf und sinnlos ein Entreißen,
mit jeder Faser haben wir uns neu belebt.

Vergessen sind des Tages laute Stresskonturen,
wenn uns am Abend sanfter Schwingungsraum erweckt
und wir magieverwoben das Samadhi finden,
wo jeder sich im Schein des Andren neu entdeckt.



_________________
„Der kommt oft am weitesten, der nicht weiß, wohin er geht,“ Oliver Cromwell
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Gast







BeitragVerfasst am: 16.06.2011 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Lb. Merlin*,

das ist ein feingewobenes Liebesgedicht, das vielleicht wegen seiner Unscheinbarkeit, die aber nur den ersten Blick übersteht, unkommentiert blieb. Einzig hier
Zitat:
Ich kann dich nicht aus meinem Seinsgewebe streifen,
muß das Seingewebe wohl Seinsgewebe heißen. Sagt mir wenigstens mein Sprachgefühl. wink

Auch habe ich etwas lernen dürfen: Nämlich was "Samadhi" ist. Danke dafür!

LG W.
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Merlin*
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 65
Beiträge: 168
Wohnort: Gera / Thüringen


BeitragVerfasst am: 19.06.2011 01:12    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Walther,

vielen Dank für Deinen feingewebten Kommentar,

ja das Samadhi, bin auch erst durch meine Suche nach einem passenden Begriff darauf gestoßen,

hmm, mit dem Seins- oder Seingewebe, da bin ich ehrlich gesagt, überfragt,
ich bin von dem Sein ausgegangen ...

vielleicht hat noch jemand einen Gedanken dazu ...

lieben Gruß
Merlin


_________________
„Der kommt oft am weitesten, der nicht weiß, wohin er geht,“ Oliver Cromwell
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Aranka
Geschlecht:weiblichBücherwurm


Beiträge: 3383
Wohnort: Umkreis Mönchengladbach
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BeitragVerfasst am: 19.06.2011 10:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Merlin,

eine sehr innige Botschaft vermitteln deine Zeilen auf eine sehr sanfte und schwingende Weise. Und besonders in der zweiten Strophe finde ich dieses Schwingende im Rhythmus deiner Zeilen aufgenommen. Die vielen „W“ und „sch“ unterstreichen den sanften Klang und transportieren so den Inhalt. So ein Wort wie „Stresskonturen“ steht da im krassen Gegensatz und vermittelt allein als Wort schon Stress.

In der ersten Strophe benutzt du die Bildebene eines Gewebes, um die enge Verbundenheit zweier Menschen abzubilden und hältst dieses Bild auch konsequent aufrecht. Hier denke ich, könnte man noch über einiges nachdenken:

Einmal finde ich die Wiederholung von „weben“ in „Seingewebe“ und „verwebt“ nicht unbedingt geschickt.
(es bieten sich hier auch Worte an wie: Flechtwerk, Geflecht, verflochten)
(ich würde gefühlsmäßig auch Seinsgewebe schreiben, finde jedoch keinen Treffer im Duden für eine der beiden Versionen)

Dann halte ich das Verb „streifen“ für nicht ganz treffend in der Kombination mit „aus“. Ich kann etwas abstreifen oder von einem Gewebe streifen, was lose auf einem Gewebe liegt. Etwas eingewebtes, kann ich vielleicht entflechten, herausziehen.  

Vielleicht könntest du auf das „untrennbar“ in der ersten Strophe verzichten. Die Wiederholung des Titels finde ich nicht nötig.  Würde „eingebunden“ gegen „eingeflochten“ tauschen, um auch sprachlich im Bild des Gewebes zu bleiben: „Eingeflochten bleibt dein Hier in meinem Fadenlauf und sinnlos ein Entrinnen“, das beschreibt die Untrennbarkeit so sehr, dass das Wort selbst überflüssig ist.

Ich würde an der ersten Strophe noch einmal arbeiten, sie verdichten und sauber im „Sprachbild“ Gewebe bleiben.

Ein stimmungsvoller, melodischer Text. Habe ihn gerne gelesen. Gruß Aranka.
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