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Amaryllis
Geschlecht:weiblichForenschmetterling

Alter: 34
Beiträge: 2000

Das goldene Stundenglas Das Silberne Pfand


BeitragVerfasst am: 22.05.2011 21:00    Titel: Dernière (Prosa) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

„Endlich Nacht. Kein Stern zu sehn.
Der Mond versteckt sich,
Denn ihm graut vor mir.
Kein Licht im Weltenmeer.
Kein falscher Hoffnungsstrahl.
Nur die Stille. Und in mir
Die Schattenbilder meiner Qual.“

Joaquin seufzte leise. Neben ihm hing ein junges Mädchen sehnsuchtsvoll schmachtend an der Brüstung des Ronacher-Theaters in Wien. Es war der 15. Mai anno 2011. Ein Tag wie jeder andere für die Musical-Darsteller, die bereits einen ganzen Akt lang das Publikum verzaubert hatten. Auch Joaquin fühlte sich vom ersten Takt an von der Musik mitgerissen. Der Bariton des Protagonisten – Drew Sarich, wie er dem Programmheft entnommen hatte – berührte ihn. Die Worte sprachen ihm aus der Seele. All die Menschen um ihn herum, sie fanden die Zeilen romantisch, erschauerten ob der Melancholie, ohne die Wahrheit dahinter auch nur im Geringsten zu erahnen. Wie sollten sie auch? Für sie waren Vampire ein erotisches Ideal, ein fantastisches Märchen. Die Unsterblichkeit eine faszinierende Verlockung. Joaquin wusste es besser. Denn er war vor langer Zeit gestorben und lebte immer noch. Wenn man das, was er führte, überhaupt Leben nennen konnte.
Joaquin versuchte, die dunklen Gedanken zu unterdrücken und wandte seine Aufmerksamkeit wieder der Bühne zu. Dort beugte sich Graf von Krolock gerade über einen Grabstein, um sein erstes Opfer zu bedauern. Joaquin musste nicht einmal die Augen schließen, um die vielen Gesichter zu sehen, die ihn begleitet hatten. Chretien d’Arcy, der Wandermönch. Der Schöpfer des schönsten Racheengel Gottes, den die Welt je gesehen hatte. Die Eingeborenen in der neuen Welt, die Hugenotten in Frankreich, die Heiden in seiner Heimat Spanien. Joaquin hatte eine Blutspur durch ganz Europa gezogen in seinem Bestreben, der katholischen Kirche und seinem Gott zu Diensten zu sein. Und dann kam das Edikt von Nantes. Ein Verrat, den er nie ganz überwunden hatte. Eine Narbe, die immer wieder aufzubrechen drohte.
Nur Dorian war es zu verdanken, dass er dem Wahnsinn nicht völlig anheimgefallen war. Joaquin lächelte, als er an seinen alten Freund dachte. Mit seiner gelassenen, ruhigen Art hatte es der Engländer immer geschafft, seinen Selbstvorwürfen einen Riegel vorzuschieben. Was vergangen war, das konnte er ohnehin nicht mehr ändern. Aber ihm stand die Zukunft uneingeschränkt zur Verfügung, um für seine Sünden zu büßen. Und so saß er heute hier, in diesem weichen, mit rotem Samt bezogenen Stuhl und beobachtete einen, der so tat, als wäre er jemand wie Joaquin.

„Euch Sterblichen von morgen
Prophezeih ich heut und hier:
Bevor noch das nächste Jahrtausend beginnt,
Ist der einzige Gott, dem jeder dient,
die unstillbare Gier!“

Tosender Applaus brandete auf. Auch Joaquin klatschte, sah dann aber wieder zu der jungen Frau neben sich. Ob sie sich ihm wohl auch so schmachtend an den Hals werfen würde, sollte er seine Eckzähne aufblitzen lassen? Aber wahrscheinlich war Robert Pattinson mehr ihr Fall. Seine große und durch abertausende Kämpfe geformte Gestalt verriet noch zu stark den Krieger, der er einst gewesen war. Außerdem war er heute nicht auf Beutezug. Und junge, unschuldige Mädchen hatten ihn noch nie gereizt. Die Sünde war stets viel faszinierender gewesen. Hochmut, Geiz, Wolllust, Zorn, Völlerei, Neid und Faulheit. Von ihnen hatte er am liebsten getrunken.

„Draußen ist Freiheit.
Dort, wo der Horizont beginnt,
gibt es ein Land,
in dem alle Wunder möglich sind.“

Das Happy End schien perfekt. Doch Joaquin wusste, dass der fulminante Schluss nicht mehr lange auf sich warten lassen würde. Für ihn waren diese Zeilen allerdings das perfekte Stichwort. Er erhob sich und ging schnellen Schrittes die Treppe zum Aushang hoch, um das Theater noch vor dem Schlussapplaus zu verlassen. Draußen angekommen sog er die lauwarme Nachtluft tief ein und hörte immer noch die Akkorde des letzten Liedes. Vermutlich würden sie ihn bis zum Sonnenaufgang begleiten.

In der Wiener Innenstadt pulsierte das Leben. Überall wurde gelacht, gescherzt. Die Touristen posierten vor dem majestätischen Stephansdom, der sich hell beleuchtet gen Himmel streckte. Das berühmte Eisgeschäft in der Rotenturmstraße konnte sich auch nicht über mangelnde Konsumenten beschweren. Auch Joaquin gab der süßen Versuchung nach. Granatapfel wurde als die Sorte der Saison angepriesen. Ein Wink des Schicksals? Sein Onkel hatte damals das Kreuzbanner am höchsten Punkt der Alhambra befestigten dürfen – als Granada wieder in die Hände der Katholischen Könige gefallen war.  
Schon bald blieb vom Granatapfeleis nicht mehr zurück als einem klebrigen Gefühl rund um den Mund herum. Oder gehörten die Erinnerungen auch noch dazu, die nun begannen, Joaquins Verstand zu umnebeln? Wieder tauchte Dorians Gesicht vor seinem inneren Auge auf, der intensiv grau-braune Blick, das warme Lächeln. Dorian, der aus einem besseren Holz geschnitzt war als er selbst. Dorian, der immer noch seinen Platz in der Welt hatte. Dann Meredith. Dorians kleine Jägerin. Eisblaue Augen, die durch ihre Kälte nur mühsam das Feuer der Rache verschleiern konnten, das darin loderte. Vielleicht war sie Dorians Wurzel und er war ihre schützende Krone. Zwei Seelen, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Und dennoch, sie hatten es geschafft, alle Differenzen zu überwinden und waren immer noch glücklich. Das war weit mehr als viele Menschen heutzutage von sich behaupten konnten, wo das Ablaufdatum einer Ehe das von Lebensmitteln kaum übertraf.
Joaquin war den Donaukanal entlang gegangen, immer Richtung Osten. Dann durch die Lobau. Hier, weit entfernt von den Lichtern der Stadt, strahlten die Sterne hell. Hatte er gerade eine Sternschuppe gesehen? Doch was sollte er sich noch wünschen? Wieder sprangen die letzten Zeilen von Alfred und Sara in seinem Kopf herum. Er konnte die Freiheit schon auf seiner Zunge schmecken. Nur mehr wenige Meter. Nur mehr wenige Augenblicke. In der Ferne zeichnete sich schon ein Silberstreifen am Horizont ab. Joaquin schloss die Lider, öffnete sie wieder. Romantisches Rosa, filigranes Flieder, betörendes Blau. Gleißendes Gelb. Und dann nichts. Nur ein verklingender Akkord.



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Isa
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Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 23.05.2011 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo FFF-Teilnehmer,

mit Vampirgeschichten hab ich leider meine Probleme, aber das soll kein Nachteil sein. Flüssig geschrieben, schöne Bilder, die Musik zieht sich als roter Faden durch die Geschichte, aber ich weiß nicht so recht, um was es geht, Sorry,... was wünscht sich denn der Protagonist, beim verklingenden Accord, Blut lecken, ich kann mich nicht in seine Seele einfühlen.

Trotzdem gerne gelesen
LG Isa
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Aliah
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

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Beiträge: 61
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BeitragVerfasst am: 23.05.2011 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöchen smile

Deine Geschichte gefällt mir sehr gut. Du bringst sehr gut rüber, wie die Musik auf den Vampir wirkt, was es in ihm auslöst. Wirklich gut geschrieben.

Ich mags.

LG
Aliah


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Amaryllis
Geschlecht:weiblichForenschmetterling

Alter: 34
Beiträge: 2000

Das goldene Stundenglas Das Silberne Pfand


BeitragVerfasst am: 23.05.2011 20:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe/r Inko,

Hmm… Also der Musik ist irgendwie der Rahmen der Geschichte, aber als Thema sicher nicht so ausgeprägt wie bei anderen Geschichten.  Ich frage mich, ob man alles versteht, wenn man das Musical nicht kennt, also zum Beispiel den Verweis auf Alfred und Sara. Und Joaquin ist ein interessanter Charakter, da hätte man sicher noch ein bisschen mehr rausholen können.

Stil gefällt mir ganz gut. Besonders schön und auch musikalisch finde ich den Schluss mit den Alliterationen:
Zitat:
Romantisches Rosa, filigranes Flieder, betörendes Blau. Gleißendes Gelb. Und dann nichts. Nur ein verklingender Akkord.


Liebe Grüße,
Ama


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Soraya
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Beiträge: 2220
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BeitragVerfasst am: 23.05.2011 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber FFF-Teilnehmer,

so viel zu bewerten, so wenig Zeit ... Deshalb mach’ ich’s knapp. Ich bewerte nach folgenden Kriterien:

Sprache: Das ist leider nicht ganz fehlerfrei, gefällt mir ansonsten aber sehr gut!

Idee und Umsetzung: Die Idee finde ich klasse, trotz des Vampirs! wink "Tanz der Vampire" ist mein Lieblingsmusical, die Idee, jemanden wie Joaquin dort hinzuverfrachten, gefällt, und die Darstellung des Vampirs mag ich auch, obwohl ich den Vampir-Hype nicht gerade toll finde. Seinen Überdruss hast du gut dargestellt, ebenso ist der Zusammenhang zwischen der Musik und dem Protagonisten gut gemacht. Das tröstet mich darüber hinweg, dass es zwischen den Liedzeilen irgendwie ein bisschen ... durcheinander geht. Das ist ein wenig sprunghaft, vom Edikt von Nantes und der katholischen Kirche zu Dorian, der Zuschauerin im Publikum, usw ... Ein wenig wirr, aber irgendwie passt das auch zu Joaquins Zustand. Mir kommt's nur ein bisschen arg unstrukturiert vor, da wolltest du in meinen Augen zu viel unterbringen.

Berücksichtigung der Vorgabe, Atmosphäre: Vorgabe berücksichtigt, die Atmosphäre fand ich packend.

Bonus: Der Titel, letzte Vorstellung. Sehr gut - eine Feder extra!

LG,

Sonja


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I get an urge, like a pregnant elephant, to go away and give birth to a book. -Stephen Fry-

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Hardy-Kern
Kopfloser

Alter: 70
Beiträge: 4948
Wohnort: Deutschland


BeitragVerfasst am: 24.05.2011 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

Die Geschichte hat was wirklich Nachdenkenswertes, über was es eigentlich nicht lohnt nachzudenken. Ein normales Leben, wie jedes andere, nur durch ein Theaterstück philosophisch dramatisiert ohne größere Erkenntnisse.

Außerdem gefällt mir nicht, das Stück in Wien spielen zu lassen. Allgemeinere Angaben wären sicherlich in einer Kurzgeschichte besser, da es bestimmt User gibt, welche mit diesem Theater in Wien bestimmt nichts anzufangen wissen. Aber das ist so mein Empfinden.

Trotzdem ist es gut aufgebaut und auch gut geschrieben, was dir 8 Federn von mir bringt.Daumen hoch

Hardy
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Mardii
Stiefmütterle

Alter: 60
Beiträge: 1838



BeitragVerfasst am: 26.05.2011 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

na ja, so weit ich mich an Stokers Dracula erinnere, können Vampire nicht das Tageslicht erleben und gehen daran zu Grunde. Ich nehme an, das bedeutet der Schluss deiner Geschichte. Also wohnt dein Vampir der letzten Vorstellung des Musicals der Tanz der Vampire bei, wenn ich das richtig sehe. Weiter kenne ich mich in der Materie aber nicht aus.
Ganz gelungen finde ich die Stelle mit dem Granatapfeleis, kommt ein wenig Ironie auf, wenn du nicht den ganzen Text als Ironie gemeint hast. Geschrieben finde ich es ganz gelungen, würde gerne etwas mehr kapieren. Wahrscheinlich gebe ich so sechs/sieben Federn, kommt auf meine anderen Wertungen an.

Grüße von Mardii


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Ridickully
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Leene
Autor


Beiträge: 725



BeitragVerfasst am: 27.05.2011 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ziemlich gut geschrieben. Stilsicher, schöne Erzählstimme. Liest sich ganz prima. Irgendwie hake ich dennoch bei der Geschichte, sie ist für mich nicht rund. Wer sind Dorian und Meredith, die „ihren Platz in der Welt“ haben? Wer Alfred und Sara, die „letzte Zeilen“ gesagt/ geschrieben haben, die Joaquin „wieder“ im Kopf herumsprangen? Welche Freiheit beginnt in wenigen Metern und warum? Es wirkt so herausgegriffen aus einer größeren Handlung, ist keine in sich abgeschlossene Kurzgeschichte. Dazu begrenzt sich die Anzahl der handelnden Personen eigentlich nur auf eine. Es werden zwar viele andere erwähnt, aber keine andere Person trägt die Geschichte aktiv weiter. Sprich: Losgelöst vom Wettbewerb fände ich den Text richtig gut ausgearbeitet, aber unter meine o.g. Beurteilungskriterien passt er leider nur teilweise.
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EdgarAllanPoe
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Die Tauben
BeitragVerfasst am: 28.05.2011 10:51    Titel: Antworten mit Zitat

Schund. Das ist das, woran ich bei Vampirgeschichten denken muss und auch bei dieser Erzählung. Sie reiht Klischee an Klischee. Der jahrhundertealte Vampir, der eine "Blutspur" durch ganz Europa gezogen und viele Kapitel der Historie miterlebt hat. Seine erotische Anziehungskraft. Sein Bestreben, nicht wie R. Pattinson zu sein wollen, obwohl er genau das ist. Seine Melancholie und sein Selbstmord.
Dazu kommen die sprachlichen Allgemeinplätze, die die Musik der Oper nicht fühlbar machen. Die Erzählung bleibt ohne Wirkung.
Allerdings sind die sonstigen Vorgaben passabel umgesetzt. Auf der Rechtschreib- und Zeichensetzungsebene gibt es auf den ersten Blick nichts zu beklagen.
Vier Federn.


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(...) Das Gedicht will zu einem Andern, es braucht dieses Andere, es braucht ein Gegenüber. Paul Celan

Life is what happens while you are busy making other plans.
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Uns gefällt Ihr Sound nicht. Gitarrengruppen sind von gestern. (Aus der Begründung der Plattenfirma Decca, die 1962 die Beatles ablehnte.)
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Akiragirl
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BeitragVerfasst am: 28.05.2011 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r FFF Autor/in,

Bevor ich mit meiner Kritik beginne, möchte ich mich schon einmal im Voraus entschuldigen, falls ich jemandes Gefühle verletzen sollte. Ich versuche, meine Meinung immer sachlich und möglichst konstruktiv darzulegen. Dennoch spielt bei jeder Kritik auch die subjektive Wahrnehmung eine große Rolle – also bitte nehmt nichts, von dem was ich schreibe, persönlich smile

Einleitend eine sehr subjektive Meinung von mir zum Titel: Er hat mich regelrecht abgeschreckt, vor allem, da ich das Wort noch nie gehört hatte und folglich nichts damit verbinden konnte. Inzwischen habe ich es nachgeschlagen, finde aber immer noch, dass es sich nicht gut macht als Titel einer Kurzgeschichte. Weckt irgendwie kein rechtes Interesse …

Den Anfang fand ich ein bisschen verwirrend, weil ich zuerst dachte, Joaquin wäre auch einer der Musical-Darsteller und tanzt gerade bzw. wartet hinter der Bühne. (Wegen dem Satz „Ein Tag wie jeder andere für die Musical-Darsteller (…)“, woher soll dein Prota das wissen, wenn er selber nur Zuschauer ist? Du hast doch hier keinen auktorialen Erzähler). Vielleicht könntest du eher schreiben, dass es im Zuschauerraum sitzt, so hat es mich jedenfalls im Lesefluss gestört.

Dann entwickelt die Geschichte sich erstmal ganz interessant. Ein Vampir schaut sich ein Musical über Vampire an und reflektiert dies. Schöne Idee.

Leider werden insgesamt sehr viele Dinge in dem Text kurz angeschnitten, gerade die Erinnerungen an Dorian und Meredith wirken, als wären sie nur eingefügt worden, um die „3 Personen“-Bedingung einzuhalten. Ich erfahre viel zu wenig über sie (woher kennt er sie? Welche Bedeutung hatten sie für ihn?), als dass ich irgendetwas mit ihnen anfangen könnte.

Da mir das meiste von dem, was dein Protagonist denkt, rätselhaft bleibt, kann ich auch die Aussage der Geschichte nicht wirklich verstehen. Er hört das Musical, mag die Musik, geht raus und schwelgt in Erinnerungen, an denen er den Leser aber nur wenig teilhaben lässt.
Ich sehe den „Punkt“ bei der ganzen Sache nicht. Und es ist für die Geschichte auch irgendwie irrelevant, dass Joaquin ein Vampir ist, oder irre ich mich?

Also jedenfalls, ich habe die Geschichte sehr bruchstückhaft empfunden. Da sind viele Einzelteile: Er ist ein Vampir, er hört das Musical, er denkt an die Vergangenheit, er denkt an Granatapfeleis – die für mich kein rundes Ganzes und damit eine Geschichte ergeben.

Geschrieben ist die Geschichte recht sicher, mir sind nur ein paar Kleinigkeiten aufgefallen:
Zitat:
Für ihn waren diese Zeilen allerdings das perfekte Stichwort.
(…)
Das berühmte Eisgeschäft in der Rotenturmstraße konnte sich auch nicht über mangelnde Konsumenten beschweren. Auch Joaquin gab der süßen Versuchung nach.
(…)
Schon bald blieb vom Granatapfeleis nicht mehr zurück als einem klebrigen Gefühl ein klebriges Gefühl rund um den Mund herum.


Alles in allem konnte mich die Geschichte aufgrund ihrer fehlenden Stringenz (bzw. meines fehlenden Verständnisses) nicht so richtig überzeugen. Sie ist aber gut geschrieben und hat das Thema Musik merklich aufgegriffen.

Daher vergebe ich 5 Federn.
Mein Bewertungsdurchschnitt lag in diesem Wettbewerb bei 4,96 (also rund 5) Federn.

Liebe Grüße
Anne


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"Man bereut nicht, was man getan hat, sondern das, was man nicht getan hat." (Mark Aurel)
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Nordlicht
Geschlecht:weiblichWaldschrätin


Beiträge: 4192



BeitragVerfasst am: 29.05.2011 01:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo flinke Feder,

ich bin nach folgendem Bewertungsschema vorgegangen:

-Wie stark ist das Thema Musik im Text ausgedrückt, verwertet und verwirklicht worden?
-Wie gut ist der Text sprachlich gelungen (Rechtschreibung, Grammatik, originelle Verwendung von Wörtern, Flüssigkeit, Vermittlung von Bildern)?
-Wie originell ist die Textidee?

Ein Musical und die existentielle Lebensangst eines Vampirs  Laughing Flüssig geschrieben, aber mich zieht die Geschichte nicht so richtig in ihren Bann. Mit mehr Spannung wäre das gelungen, doch so hatte ich Schwierigkeiten, zu Ende zu lesen.
5 Federn.


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If I waited for perfection, I would never write a word - Margaret Atwood
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Jocelyn
Bernsteinzimmer

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BeitragVerfasst am: 29.05.2011 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

Du hast viel erzählt, als hättest du einen Ausschnitt aus einem großen Ganzen veröffentlicht. Ich fand's langweilig und den Bezug zum Thema zu knapp. Deshalb wenig Federn.

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Die beständigen Dinge vergeuden sich nicht, sie brauchen nichts als eine einzige, ewig gleiche Beziehung zur Welt.
(Aus: Atemschaukel von Herta Müller, Carl Hanser Verlag, München 2009, Seite 198)

"Si Dieu n'existait pas, il faudrait l'inventer."
(Voltaire)
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Gast







BeitragVerfasst am: 29.05.2011 11:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Federschwinger/in,

diesmal kann ich aufgrund der relativ geringen Teilnahme jeden Text etwas ausführlicher kommentieren. Die Themenvorgabe war ja sehr offen, also reicht es mir, wenn es irgendwie um Musik geht. Wenn ich Rechtschreib- oder Interpunktionsfehler erwähne, dann um sie dir zu zeigen – bewertet habe ich sie, aufgrund des Zeitdrucks, nicht.
Meinen Geschmack habe ich, so weit es ging, außer Acht gelassen und versucht mich auf die handwerkliche, logische und kreative Ausarbeitung zu beschränken.

Die Idee einen Vampir in das Musical zu schicken finde ich echt gut – nur mit der Umsetzung kann ich mich nicht so recht anfreunden.

Zitat:
All die Menschen um ihn herum, sie fanden die Zeilen romantisch, erschauerten ob der Melancholie, ohne die Wahrheit dahinter auch nur im Geringsten zu erahnen. Wie sollten sie auch? Für sie waren Vampire ein erotisches Ideal, ein fantastisches Märchen.


Hier wechselst du die Perspektive. Du schreibst bis hierher (und später auch wieder) aus der Sicht Joaquin. Er kann nicht wissen, was die Menschen empfinden.

Zitat:
Dort beugte sich Graf von Krolock gerade über einen Grabstein, um sein erstes Opfer zu bedauern. Joaquin musste nicht einmal die Augen schließen, um die vielen Gesichter zu sehen, die ihn begleitet hatten. Chretien d’Arcy, der Wandermönch. Der Schöpfer des schönsten Racheengels Gottes, den die Welt je gesehen hatte.


Wen begleitet hatten  - den Grafen oder Joaquin?

Zitat:
Aber ihm stand die Zukunft uneingeschränkt zur Verfügung, um für seine Sünden zu büßen. Und so saß er heute hier, in diesem weichen, mit rotem Samt bezogenen Stuhl und beobachtete einen, der so tat, als wäre er jemand wie Joaquin.


Naja, es gibt schlimmere Sühnen, als in der Loge eines Theaters ein Musical zu verfolgen.

Zitat:
Tosender Applaus brandete auf. Auch Joaquin klatschte, sah dann aber wieder zu der jungen Frau neben sich. Ob sie sich ihm wohl auch so schmachtend an den Hals werfen würde, sollte er seine Eckzähne aufblitzen lassen? Aber wahrscheinlich war Robert Pattinson mehr ihr Fall.


Müsste es nicht heißen: würde er seine Eckzähne aufblitzen lassen?

Zitat:
Doch Joaquin wusste, dass der fulminante Schluss nicht mehr lange auf sich warten lassen würde. Für ihn waren diese Zeilen allerdings das perfekte Stichwort.


Stichwort wozu? Warum muss er jetzt das Theater verlassen?

Zitat:
In der Wiener Innenstadt pulsierte das Leben. Überall wurde gelacht, gescherzt. Die Touristen posierten vor dem majestätischen Stephansdom, der sich hell beleuchtet gen Himmel streckte. Das berühmte Eisgeschäft in der Rotenturmstraße konnte sich auch nicht über mangelnde Konsumenten beschweren. Auch Joaquin gab der süßen Versuchung nach. Granatapfel wurde als die Sorte der Saison angepriesen. Ein Wink des Schicksals? Sein Onkel hatte damals das Kreuzbanner am höchsten Punkt der Alhambra befestigten dürfen – als Granada wieder in die Hände der Katholischen Könige gefallen war.
Schon bald blieb vom Granatapfeleis nicht mehr zurück als einem klebrigen Gefühl rund um den Mund herum. Oder gehörten die Erinnerungen auch noch dazu, die nun begannen, Joaquins Verstand zu umnebeln? Wieder tauchte Dorians Gesicht vor seinem inneren Auge auf, der intensiv grau-braune Blick, das warme Lächeln. Dorian, der aus einem besseren Holz geschnitzt war als er selbst. Dorian, der immer noch seinen Platz in der Welt hatte. Dann Meredith. Dorians kleine Jägerin. Eisblaue Augen, die durch ihre Kälte nur mühsam das Feuer der Rache verschleiern konnten, das darin loderte. Vielleicht war sie Dorians Wurzel und er war ihre schützende Krone. Zwei Seelen, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Und dennoch, sie hatten es geschafft, alle Differenzen zu überwinden und waren immer noch glücklich. Das war weit mehr als viele Menschen heutzutage von sich behaupten konnten, wo das Ablaufdatum einer Ehe das von Lebensmitteln kaum übertraf.


Diesen Teil der Story würde ich komplett streichen. Er enthält nur Informationen, die für die Geschichte (die ja von der Musik erzählt/erzählen soll) unwichtig sind.

Zitat:
Joaquin war den Donaukanal entlang gegangen, immer Richtung Osten.


Vielleicht doch eher am Ufer desselben?

Zitat:
Er konnte die Freiheit schon auf seiner Zunge schmecken. Nur mehr wenige Meter. Nur mehr wenige Augenblicke. In der Ferne zeichnete sich schon ein Silberstreifen am Horizont ab. Joaquin schloss die Lider, öffnete sie wieder. Romantisches Rosa, filigranes Flieder, betörendes Blau. Gleißendes Gelb. Und dann nichts. Nur ein verklingender Akkord.



Du gehst davon aus, dass jeder Leser weiß, dass Vampire im Sonnenschein zu Staub verfallen. Das hier ist allerdings kein Vampir-Forum und es gibt hier eine Menge Leute, die so gar nichts mit Vampiren am Hut haben  - und spätestens seit twilight weiß jeder Fan, dass es auch nicht zwingend so kommen muss. Du kannst dieses Wissen also nicht voraussetzen.
Aber selbst wenn man das weiß, erhebt sich erstens die Frage: Warum ausgerechnet heute und jetzt? Mit fehlt das Motiv. Dein Prota macht nicht mal einen irgendwie deprimierten Eindruck. Und zweitens passt es in der Zeit nicht. Joaquin hat soeben das Theater verlassen (und selbst wenn es eine Spätvorstellung war) und ist eisschleckend durch Wien gebummelt – es sind bis zum Morgengrauen noch einige Stunden.

Liebe Grüße
Monika
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femme-fatale233
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BeitragVerfasst am: 29.05.2011 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo lieber Schreiber,
ich muss sagen, dass ich mich mit deinem Text sehr schwer tue.
Zum einen, weil ich dieses ganze Vampir-Zeug dank Stephenie Meyer einfach nicht mehr hören kann.
Zum anderen, weil deine Geschichte, die ja kaum Handlung besitzt, als Stimmungstext angelegt ist und diese Stimmung einfach nicht bei mir rüberkommt. Das liegt vor allem daran, dass Du in einem unheimlich kurzen Text wahnsinnig viele Figuren und Ereignisse einführst, mit denen der Protagonist in seiner Vergangenheit in Verbindung stand. Ich als Leser finde das unheimlich anstrengend und verwirrend. Ich denke dein Text ist nur Leuten zugänglich, die bestimmte Sachen gelesen/ gesehen/ gehört haben, aber ich gehöre zu diesem Personenkreis nicht dazu.

Deswegen bin ich leider gezwungen, trotz literarisch sehr schön geschriebenen Textstellen, dir nur 4 bis 5 Federn zu geben.

Liebe Grüße,
Caro
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BeitragVerfasst am: 29.05.2011 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

Die Vorgabe ist erfüllt, die Musik bewirkt etwas in der Figur.
Vampirgeschichten sind nicht mein Geschmack, aber das tut hier nichts zur Sache. Was mich mehr stört, ist, dass gar keine richtige Geschichte erzählt wird, es gibt kaum Handlung, es wird sehr viel Vergangenes eingeflochten.
Daher wirkt der Text für mich wie ein Ausschnitt aus etwas Größerem und er konnte mich nicht packen.


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»Ob ich mir eine Dramatisierung meiner Bücher vorstellen kann? Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, in meinen letzten vier Büchern gibt es keine Handlung.« (Andreas Maier im Gespräch mit Raimund Fellinger, 2015)
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The Brain
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BeitragVerfasst am: 29.05.2011 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,


... in einem dieser roten Sessel saß ich auch vor Kurzem ... *smile*

Sehr sicher und flüssig erzählt, das Ende etwas vage? Er erwartet die aufgehende Sonne, den Tod?
Hattest du das Programmheft neben dir liegen? Leider "klingt" die Musik nicht durch ...


Thema erfüllt 5 Federn
Schreibstil 8 Federn
Idee 6 Federn
gefällt 6 Federn


macht 6 Federn


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(Hermann Hesse)
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MadameMimm
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BeitragVerfasst am: 30.05.2011 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

faszinierend, wie du den Selbstmord deines Protagonisten beschreibst. Ich finde, du hast in der Kürze der Zeit eine gute Geschichte verfasst. Es ist Spannung vorhanden, der Bezug zur Musik ist da, und die drei Personen - naja, du hast eine Menge Personen eingebaut, nur handeln tut hier nur einer.
Trotzdem passt an der Geschichte so weit alles. Einleitung, Hauptteil, Schluss sind klar erkennbar, dein Protagonist ist anschaulich dargestellt.


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Hexliche Grüße von Tanja
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BeitragVerfasst am: 30.05.2011 23:28    Titel: Antworten mit Zitat

Songtext aus Tanz der Vampire.
Ok, das Lied gefällt mir nicht besonders, dafür gefällt mir diese Geschichte richtig gut.
Schön die Melancholie, die sich durch den ganzen Text zieht bis hin zum verklingenden Akkord. Fein gemacht.

Das ist mir sensationelle 7 Federn wert.

Meine Punktevergabe im Überblick:
0x1, 1x2, 3x3, 5x4, 6x5, 6x6, 1x7, 1x8, 1x9

LG, Ana
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Probber
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BeitragVerfasst am: 31.05.2011 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Guy,
das Musical habe ich leider nie gesehen, aber dafür den Film, der hier keine Rolle spielt und für mich nur die Gefahr birgt, total abzuschweifen - also lieber zum Thema:

Vampirgeschichten sind in letzter Zeit ja sehr in Mode. Schwer, da eine besondere Note hinzukriegen. Du verleihst deiner Figur eine nachdenkliche, melancholische Note. Dabei schneidest du Themen und Figuren an, von denen ich als Leser keinerlei Ahnung habe, was es damit auf sich hat.
Dieses "bewußt Geheimnisvolle" spricht mich überhaupt nicht an.

Was ich aber gut finde, ist, dass du deinen Stil von Anfang bis Ende konsequent durchziehst. Das muss man in einem 2-Stunden-Text auch erstmal schaffen.
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Nicki
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BeitragVerfasst am: 31.05.2011 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

LiebeR AutorIn
leider habe ich wegen meines Urlaubs nicht die Zeit, zu jedem Text einen ausführlichen Kommentar zu schreiben. Ich habe jedoch alle gelesen und werde deshalb auch mein Hühnchen rupfen und die Federn verteilen. Gegebenenfalls werde ich später gerne einen ausführlichen Kommentar posten.
MfG
Nicki
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Gast







BeitragVerfasst am: 01.06.2011 08:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Eine meiner Lieblingsgeschichten des Wettbewerbs ...! Gut und sicher geschrieben, Stimmung eingefangen, Figur gut gezeichnet und ein schöner Bogen, hier spüre ich Routine aber auch Liebe zum Erzählen ... ich bin sehr gespannt, wer diese Geschichte geschrieben hat (habe drei Personen im Verdacht ... smile )

Ein Kritikpunkt, wenn's recht ist ... ? Dieser Satz passt nach meinem Gefühl nicht so recht hinein, er hat mich ein bisschen gestört:
Zitat:
Das war weit mehr als viele Menschen heutzutage von sich behaupten konnten, wo das Ablaufdatum einer Ehe das von Lebensmitteln kaum übertraf.


Sonst habe ich diese Geschichte richtig genossen,
Lorraine
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adelbo
Geschlecht:weiblichDichter und Denker


Beiträge: 1890
Wohnort: Im heiligen Hafen


BeitragVerfasst am: 02.06.2011 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

ein Vampir, der in einem Musical beginnt sich Gedanken über sein Leben zu machen.  Der in der Wiener Innenstadt mit Genuss einen Granatapfel isst und scheinbar mit seinem Dasein unzufrieden ist.
Keine schlechte Idee und sauber geschrieben. Für mich einer der besten Texte in diesem Wettbewerb.
Es wird sehr viel erzählt. Aber da es gut erzählt wird, ist es nicht weiter tragisch. Es macht den Text eben nur ein wenig langweilig.
Vampire sind nicht so ganz mein Ding, aber trotzdem hat mir der Text gefallen.
adelbo


_________________
„Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.“

Bertrand Russell
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