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Aliah
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 24
Beiträge: 61
Wohnort: Kaff der Welt


BeitragVerfasst am: 03.04.2011 16:30    Titel: Verfolgt eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mein Atem schießt stoß weise aus meinen geöffneten Lippen. Ein hektischer Blick nach hinten und eine Hand, die den kalten Angstschweiß von der Stirn wischt. Anfangs noch gehumpelt, Qualen im linken Fuß, spüre ich nun gar nichts mehr. Wie ein totes Stück Fleisch, bestehend aus Schmerzen, endet mein Bein abwärts. Doch die Furcht treibt mich weiter. Wie ein Tier werde ich gehetzt.
„Nicht stehen bleiben,... Alles, nur nicht stehen bleiben...“, Schießt es durch meine wirren Gedanken.
Wie eine Irre flüchte ich durch die dunkle Gasse. Immer wieder über die Schulter nach hinten blickend. Ein kurzes Aufblitzen. Ich spüre wie die Verzweiflung meine Augen trübt, sich wie ein Schleier davor legt und brennt. Ich blinzele, der Wind treibt die Hoffnungslosigkeit weiter. Zieht an mir, will mich langsamer hetzen lassen, doch der Schmerz in meinem Fuß erinnert mich noch an das Leben. Das Leben, welches ich mit meinem Liebsten hätte führen können. Doch nun nicht mehr.
Ich sollte stehen bleiben, ihm mich stellen, doch wie, ohne etwas zum Verteidigen?
Wieso renne ich weg? Ich habe doch kein Grund mehr zum Leben. Das Wichtigste hat der Feind mir genommen. Mit einem Biss ausgelöscht.
Ich stolpere. Kurz wird es schwarz vor meinen Augen. Doch ich fange mich und renne weiter. Mich darf er nicht auch noch bekommen.
Der Schmerz nimmt zu, wie die Mutlosigkeit in meinem Herzen. Meine Muskeln zittern, doch unerbittlich haste ich weiter. Wann ist diese Gasse endlich zu Ende?
Ich wische mir über die Augen, den nassen Schleier fort, nur um zu erkennen, wie aussichtslos die Situation ist.
Mein Bein fühlt sich an wie gelähmt, hinter mir höre ich das Schnaufen. Er kommt näher.
Vor mir erkenne ich eine Biegung. Ohne lang zu überlegen halte ich mich mit einer Hand an der Hauskante fest und schwinge mich um die Ecke. Keuchend sprinte ich weiter. Schmerzen ignorierend. Ich drehe mein Kopf und erhasche einen Blick auf meinen Verfolger, der mit wilden wehenden Haaren um die Ecke stürmt. Sein Mund ist geöffnet. Die Zähne spitz und mit Lebenssaft befleckt.
Ein kurzer Aufschrei von mir. Hilfe, wo kriege ich Hilfe?
Eine Stimme in meinem Inneren lässt meine Angst steigen.
Du bist nicht mehr zu Retten. Gleich wird er dich eingeholt haben. Dann ist es aus für dich.
„NEIN!“
Ich renne, die Tränen fliegen mit dem Wind. Was soll ich nur tun?
Vor mir wird die Gasse noch dunkler und das Schwarz nimmt zu. Nein, keine Sackgasse, bitte..
Meine Gebete wurden nicht erhört.
Ich bremse meine Schritte und drehe mich zum Feind. Meine Muskeln zittern. Vor Angst. Vor Erschöpfung.
Der Schmerz übermannt mich und die Kraft flieht aus meinen Beinen, wie der Rest der Mut. Meine Hand stützt sich in den Dreck und ich hebe meinen Kopf.
Schon ist er da, kniet sich hin und ein dunkles Lachen erklingt.   
„Nein,.. nein..“
Meine Stimme schwindet. Ich schließe die Lider. Den Anblick der violett roten Augen ist nicht mehr zu ertragen. Ich spüre den heißen stinkenden Atem an meinen Hals.
An den Gedanken an meinen Liebsten festhaltend gebe ich auf. Die letzte Träne kullert über meine Wange.
Spitze Zähne dringen in meine Haut und der Schmerz raubt mir meine Besinnung. Ich kreische laut auf.
Die Dunkelheit um mich herum nimmt zu.
Gleich bin ich wieder bei dir mein Engel. Ich habe dir versprochen dich nie zu verlassen. Sogar im Tod werde ich bei dir sein. Nun kann ich mein Versprechen erfüllen.
Ich gebe mich der Finsternis hin. Mein Körper sinkt auf die kalten Steine, während mein Blut ausgesaugt wird.
Meine Seele flüchtet vor meinem sterbenden Körper und sucht ihren Partner im Reich der Toten.

-----------------------------------------

Huhu, ich habe mich jetzt mal an einer Geschichte versucht und freue mich schon darauf, was ihr davon haltet.
Über Kritik würde ich mich freuen.

LG
Aliah

Edit: Mir fällt irgendwie keine Überschrift ein.. ich hoffe, die passt trotzdem einigermaßen.



_________________
Bewahre lieber eine Freundschaft anstatt alles zu zerstören
glaube an das Gute - es wird uns gelingen!
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fancy
Geschlecht:weiblichSchmuddelkind

Alter: 60
Beiträge: 3504
Wohnort: Im sonnigen Süden


BeitragVerfasst am: 03.04.2011 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Aliah,

ich habe meine Kommentare in deinen Text geschrieben. (In Klammern.)
Bitte übernimm, was du magst.

Du versuchst Spannung aufzubauen, stehst dir aber teilweise selbst im Weg. Dann sind einige Widersprüche im Text, die du vertreiben solltest.

Ich weiß, wo du hin willst und denke dass es dir mit ein wenig Arbeit am Text auch gelingen wird.

Hoffentlich stellst du noch eine Überarbeitung ein.

Liebe Grüße

fancy

Mein Atem schießt stoß weise (stoßweise) aus meinen geöffneten Lippen. Ein hektischer Blick nach hinten und eine Hand, die den kalten Angstschweiß von der Stirn wischt.(Ich würde den Blick und die Hand trennen.) Anfangs noch gehumpelt, Qualen im linken Fuß, spüre ich nun gar nichts mehr. (Der Satz ist ein wenig unrund.Außerdem widersprichst du dir. Denn wenn du nichts mehr spürst, dann auch keinen Schmerz. Der taucht aber wieder auf.)  Wie ein totes Stück Fleisch, bestehend aus Schmerzen,(hier!) endet mein Bein abwärts. Doch die Furcht treibt mich weiter. Wie ein Tier werde ich gehetzt.
„Nicht stehen bleiben,... Alles, nur nicht stehen bleiben...“, Schießt (schießt) es durch meine wirren Gedanken.
Wie eine Irre flüchte ich durch die dunkle Gasse. Immer wieder über die Schulter nach hinten blickend. Ein kurzes Aufblitzen.(Wovon? Ein Messer, das der Verfolger schwingt? Weiße Zähne?)  Ich spüre wie die Verzweiflung meine Augen trübt, sich wie ein Schleier davor legt und brennt.(Wenn das alles zusammenkommt, kann sie wahrscheinlich gar nichts mehr sehen.) Ich blinzele, der Wind treibt die Hoffnungslosigkeit (wessen?) weiter. Zieht an mir, will mich langsamer hetzen lassen, doch der Schmerz (hier!) in meinem Fuß erinnert mich noch an das Leben. Das Leben, welches ich mit meinem Liebsten(für eine junge Frau, wie dich, würde ich ein anderes Wort wählen.) hätte führen können. Doch nun nicht mehr. (Der Satz gefällt mir hier gut.)Ich sollte stehen bleiben, ihm mich (mich ihm) stellen, doch wie, ohne etwas zum Verteidigen? (etwas, um mich zu verteidigen?)
Wieso renne ich weg? Ich habe doch kein (keinen)  Grund mehr zum Leben. Das Wichtigste hat der Feind mir genommen. Mit einem Biss ausgelöscht.
Ich stolpere. Kurz wird es schwarz vor meinen Augen. Doch ich fange mich und renne weiter. Mich darf er nicht auch noch bekommen.
Der Schmerz nimmt zu, wie die Mutlosigkeit in meinem Herzen. Meine Muskeln zittern, doch unerbittlich haste ich weiter. Wann ist diese Gasse endlich zu Ende?
Ich wische mir über die Augen, den nassen Schleier fort, nur um zu erkennen, wie aussichtslos die Situation ist. (Hier unterbrichst du die Spannung.)Mein Bein fühlt sich an wie gelähmt,(was denn nun? Schmerz oder Taubheit?)  hinter mir höre ich das Schnaufen. Er kommt näher.
Vor mir erkenne ich eine Biegung. Ohne lang zu überlegen halte ich mich mit einer Hand an der Hauskante fest und schwinge mich um die Ecke. Keuchend sprinte ich weiter. Schmerzen(?!!?) ignorierend. Ich drehe mein (meinen) Kopf und erhasche einen Blick auf meinen Verfolger, der mit wilden wehenden Haaren um die Ecke stürmt. Sein Mund ist geöffnet. Die Zähne spitz und mit Lebenssaft befleckt.
Ein kurzer Aufschrei von mir. Hilfe, wo kriege ich Hilfe?
(Ich schreie. „Hilfe! Hört mich niemand? Hilfe!“ warum benutzt du nicht die direkte Rede?)
Eine Stimme in meinem Inneren lässt meine Angst steigen.
Du bist nicht mehr zu Retten. Gleich wird er dich eingeholt haben. (Gleich hat der dich)  Dann ist es aus für dich.
„NEIN!“
Ich renne, die Tränen fliegen mit dem Wind. (Das lenkt ab. Wohin die Tränen fliegen, ist in dieser Situation egal.) Was soll ich nur tun?
Vor mir wird die Gasse noch dunkler und das Schwarz nimmt zu.(Doppelt gemoppelt.)  Nein, keine Sackgasse, bitte..
Meine Gebete wurden nicht erhört.
Ich bremse meine Schritte und drehe mich zum Feind (drehe mich um. Dort ist ja nur der Feind.) Meine Muskeln zittern. Vor Angst. Vor Erschöpfung.
Der Schmerz übermannt mich und die Kraft flieht aus meinen Beinen, wie der Rest der Mut.(Der Rest des Mutes, oder der Rest und der Mut?) Meine Hand stützt sich in den Dreck und ich hebe meinen Kopf. (Dreck, ich...) Schon ist er da, kniet sich hin und (streich das und) ein dunkles Lachen erklingt.
„Nein,.. nein..“
Meine Stimme schwindet. Ich schließe die Lider. Den Anblick der violett roten Augen ist nicht mehr(streiche mehr)  zu ertragen. Ich spüre den heißen stinkenden Atem an meinen Hals.
An den Gedanken an meinen Liebsten festhaltend gebe ich auf. Die letzte Träne kullert über meine Wange.
Spitze Zähne dringen in meine Haut und der Schmerz raubt mir meine Besinnung. Ich kreische laut auf. (Wenn du besinnungslos bist, kannst du nicht mehr kreischen.) Die Dunkelheit um mich herum nimmt zu.
Gleich bin ich wieder bei dir mein Engel. Ich habe dir versprochen dich nie zu verlassen. Sogar im Tod werde ich bei dir sein. Nun kann ich mein Versprechen erfüllen. (Warum ist sie dann erst davon gelaufen?)Ich gebe mich der Finsternis hin. Mein Körper sinkt auf die kalten Steine, während mein Blut ausgesaugt wird.
Meine Seele flüchtet vor meinem sterbenden Körper und sucht ihren Partner im Reich der Toten.


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Don't start doing things, just do them. Fang nicht an, Dinge zu tun, tu sie einfach! (Me)
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Humpenstemmer
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 49
Beiträge: 407
Wohnort: Bremen


BeitragVerfasst am: 03.04.2011 17:12    Titel: Re: Verfolgt Antworten mit Zitat

Aliah hat Folgendes geschrieben:
Mein Atem schießt stoß weise aus meinen geöffneten Lippen.

stoßweise wird da zusammengeschrieben.

Aliah hat Folgendes geschrieben:
„Nicht stehen bleiben,... Alles, nur nicht stehen bleiben...“, Schießt es durch meine wirren Gedanken.

nach dem Komma klein geschrieben.

Aliah hat Folgendes geschrieben:
Ich sollte stehen bleiben, ihm mich stellen, doch wie, ohne etwas zum Verteidigen?

ich sollte stehen bleiben, mich ihm stellen... Klingt da besser.
 
Aliah hat Folgendes geschrieben:
Wieso renne ich weg? Ich habe doch kein Grund mehr zum Leben.


Ich habe doch keinen Grund mehr zum Leben.

aliah hat Folgendes geschrieben:
Ich drehe mein Kopf und erhasche einen Blick auf meinen Verfolger, der mit wilden wehenden Haaren um die Ecke stürmt.

Ich drehe meinen Kopf...

Mal abgesehen von der Story sind da ein paar Mängel drin, die Du vorher ausbügeln solltest.
Ansonsten ist es für mich eine von vielen tausend Vampirgeschichten (sorry) die täglich den Markt überschwemmen.

mfg
Niels
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Hoody
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2602
Wohnort: Alpen


BeitragVerfasst am: 03.04.2011 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.

Erst einmal die Erbsen. Weißt ja, dass du meine Wörter nicht auf eine Goldwaage legen sollst. Nimm nur die Kritikpunkte mit, die dich unterstützen. So ... Eins vorab: Der Text hat mir vom Stil gefallen. Du spielst, experimentierst und so etwas ist in der Werkstatt erlaubt. So lernt man es. Ich habe deinen Text  aus folgenden Gründen nicht korrigiert:
- Weil ich dich Liebe
- Du diese Erfahrung brauchst
- Es dann wahrscheinlich mein Text geworden wäre
- Es dein Text ist
Ich hätte dir natürlich alles sagen können, was MIR nicht gefallen hat, aber ich bin kein Goldesel weißt du? Lieber stellst du DEINEN Text so rein wie er ist und bekommst durch die unterschiedlichen Kritiken selber ein Auge dafür. Die Erfahrung die du dadurch sammelst ist wirklich wichtig, meiner Meinung nach. Später lese ich gerne Korrektur, aber am Anfang finde ich es immer wichtig, wenn der Text so drinnen steht wie er ist. Natürlich hätte ich sagen können: Achte auf die Adjektive, da ist ein Vergleich zu viel und der Satz liest sich gestellt, aber dann ist der Lernfaktor geringer und zweitens wäre dann die Rohfassung weg. Wer weiß, vielleicht findet jemand diesen Stil megagut, aber durch meine Veränderungen würdest du es dann gar nicht erfahren. Darum lieber so reinstellen wie er ist und die verschiedenen Meinungen abwarten. Ich weiß, liest sich dämlich, mir war es aber wichtig und es geht mir auch nicht um irgendein blödes Image als Kritiker. Darauf pfeif ich. Wenn ich unendlich lange Kritiken schreiben will, klicke ich auf Bookrix und such mir diese Vampirliebhaberteenies aus, wie vampirliebe zum Beispiel. Im Dsfo versuche immer so zu kritisieren, dass der User was davon lernt oder mit anderen Gedanken an den Text geht. Selbst wenn du davon nichts annimmst, wirst du darüber nachgedacht haben und hier und da neue Ideen haben. Es ist nicht böse gemeint, wenn ich deine Texte, besonders deine ersten Dsfo Texte nicht vorher Korrektur lese. Wenn du mehr Erfahrung hast, deine Stilrichtung weißt und auch dein Genre und du gerne längere Geschichten reinstellen möchtest, dann gerne. Aber so kurze Texte, in denen du deinen Stil ausprobierst etc solltest du roh reinstellen, alle Meinungen kassieren und abwarten. Ich gebe dir zum Beispiel auch nur meine Texte, die kein Experiment sind. Die anderen Texte, in denen ich mit dem Stil etc rumspiele, stelle ich einfach so rein, weil ich die Meinung wissen möchte.

Zitat:
Mein Atem schießt stoß weise aus meinen geöffneten Lippen.

Wenn der Atem aus dem Mund schießt, dann sind die Lippen sowieso geöffnet. Finde den Satz aber nicht so schön. Stoßweise sollte auch raus, so beschleunigst du das Tempo.

Zitat:
Ein hektischer Blick nach hinten und eine Hand, die den kalten Angstschweiß von der Stirn wischt.

Schweiß ist meiner Meinung nach immer kalt oder? Bin jetzt nicht der Schlauste, aber kalt kann raus, so oder so.

Zitat:
Anfangs noch gehumpelt, Qualen im linken Fuß, spüre ich nun gar nichts mehr.

Kein guter Satzanfang, der holpert ziemlich. Es liest sich nicht schlecht, aber in einem Buch würde ich nicht so anfangen, es holpert einfach.
Die Qualen im linken Fuß spüre ich nun gar nicht mehr. Es liest sich schön, fast wie ein Reim finde ich.
Anfangs noch gehumpelt
Qualen im linken Fuß
spüre ich nun gar nichts mehr.
Also kein schlechter Satz, aber er holpert und schwächt das Tempo ab. Aber schön, dass du ein bisschen spielst. Auf so einen Stil kannst du aufbauen. Probiere ihn aus und vielleicht findest du eine Verwendung für den Stil.

Zitat:
Wie ein totes Stück Fleisch, bestehend aus Schmerzen, endet mein Bein abwärts.

Wenn jemand tot ist, spürt er keine Schmerzen, aber ich weiß wie du es meinst, aber finde das Bild trifft es nicht. Stück Fleisch gefällt mir. Da zeichnet sich ein ekliges Bild vor meinen Augen. Überdenk den Einschub noch einmal, vielleicht findest du was besseres.

Zitat:
Doch die Furcht treibt mich weiter. Wie ein Tier werde ich gehetzt.

Hier könnte man was interessante versuchen.
Doch die Furcht und whatever hetzen mich weiter. So sparst du dir den zweiten Satz. Aber überlegs dir, ist nur ein Gedanke. Den zweiten Satz würde ich mir überlegen, sehr ausgelutscht und naja, nicht so dolle. Besonders weil du wieder mit WIE anfängst.

Zitat:
„Nicht stehen bleiben,... Alles, nur nicht stehen bleiben...“, Schießt es durch meine wirren Gedanken.

Schießt hattest du schon ganz oben, gibt bessere Wörter. Wirren Gedanken? Was meinst du damit? Sie wird verfolgt und da zählt nur abhauen, also nicht sehr wirr.

Zitat:
Wie eine Irre flüchte ich durch die dunkle Gasse.

Wieder mit wie angefangen. Da aufpassen. ich finde den Satz nicht unbedingt nötig, ist doppeltgemoppelt. Aber ist Geschmackssache. Zu den Beschreibungen komme ich nachher.
Zitat:

 Immer wieder über die Schulter nach hinten blickend.

Man könnte das blickend nach vorne versetzen, aber so gefällt es mir auch.
Zitat:

Ein kurzes Aufblitzen.

Was für ein Aufblitzen? Alles Mögliche kann aufblitzen.

Zitat:
Ich spüre wie die Verzweiflung meine Augen trübt, sich wie ein Schleier davor legt und brennt.

Wieder zweimal wie. Könnte man lebendiger schreiben. Die Verzweiflung trübt... zum Beispiel. trübt - Schleier wieder doppeltgemoppelt. Eigentlich gefällt es mir so ganz gut. Aber das sich holpert ziemlich, flüssigeren Übergang finden.
Zitat:

Zieht an mir, will mich langsamer hetzen lassen, doch der Schmerz in meinem Fuß erinnert mich noch an das Leben.

Hier ginge es schöner. Will der Wind, dass sie stirbt bzw sich dem Feind stellt und endlich einen Schlussstrich zieht? Wenn das deine Motivation war, solltest du - will mich langsamer hetzen lassen - klarer machen.
Zitat:

Ich blinzele, der Wind treibt die Hoffnungslosigkeit weiter.

Habe ich nicht ganz verstanden. Der Wind treibt die Hoffnungslosigkeit weiter? Treibt er sie weg oder wie? Eher nicht.

Zitat:
Ich stolpere. Kurz wird es schwarz vor meinen Augen. Doch ich fange mich und renne weiter. Mich darf er nicht auch noch bekommen.

Ab hier fängst du dich an zu wiederholen. Sie rennt, dann erzählst du vom schmerzenden Bein, manchmal stolpert sie oder dreht sich um etc. Mehr Abwechslung reinbringen. Mal dir am besten die Spannungskurve auf und überlege dir, wie du sie steigern könntest. So mache ich des, gut ich schreibe es auf, denn ich bin kein besonders guter Zeichner und solche Skizzen sind bei mir immer unübersichtlich lol2 Aber versuch bisschen Ordnung ins Chaos zu bringen. Überlege dir, wie du die Spannungs immer ein bisschen mehr steigern könntest. Es  gibt genug Mittel die dir dabei helfen.

Zitat:
Ich wische mir über die Augen, den nassen Schleier fort, nur um zu erkennen, wie aussichtslos die Situation ist.

Wieder so ein Einschub: den nassen Schleier fort:. Bei schnellen Szenen würde ich versuchen solche EInschübe nicht allzu oft zu benutzen. Bremst und klingen oft holprig, wenn der Leser in so einem Moment schnelle Sätze gewohnt ist.

Zitat:
Ohne lang zu überlegen halte ich mich mit einer Hand an der Hauskante fest und schwinge mich um die Ecke.

Ich halte mich an der Hauskante fest, schwinge mich um die Ecke... wäre zum Beispiel schneller.

Zitat:
Die Zähne spitz und mit Lebenssaft befleckt.

Bin mir jetzt nicht sicher ob du vorher schon Blut benutzt hast, aber schreib hier Blut hin. Passt besser. Lebenssaft ist in der Situation fehl am Platz.

Zitat:
„NEIN!“

Klein. Ist nur Effekthascherei ansonsten.

Zitat:
Ich renne, die Tränen fliegen mit dem Wind. Was soll ich nur tun?


Zitat:
Vor mir wird die Gasse noch dunkler und das Schwarz nimmt zu.

Noch dunkler? Wie soll denn sowas gehen? Ich kann mir kein Bild machen. Wird die Gasse enger?

Zitat:
Nein, keine Sackgasse, bitte..
Meine Gebete wurden nicht erhört.

Würde ich anders schreiben. Ist ja kein Gebet und passt auch nicht zur Situation.

Zitat:
Ich bremse meine Schritte und drehe mich zum Feind. Meine Muskeln zittern. Vor Angst. Vor Erschöpfung.

Ich bremse meine Schritte, drehe mich zum Feind, meine Muskeln zittern vor Angst. Vor Erschöpfung muss nicht unbedingt sein. Könntest du mit Angst umtauschen.

Zitat:
Der Schmerz übermannt mich und die Kraft flieht aus meinen Beinen, wie der Rest der Mut.

Liest sich seltsam. Geht flüssiger und schöner. Baue es anders in den Satz ein oder mach zwei drauß.

Zitat:
Hand stützt sich in den Dreck und ich hebe meinen Kopf.

Du hast vor Satzanfängen großen Respekt. Mir geht es ähnlich, aber schreib lieber: Meine Hand.... so liest es sich nicht schön.
Zitat:

Schon ist er da, kniet sich hin und ein dunkles Lachen erklingt.

Dunkel ist zu ungenau.Spezifischer werden. Da gibt es bessere Wörter.

Zitat:
Spitze Zähne dringen in meine Haut und der Schmerz raubt mir meine Besinnung. Ich kreische laut auf.

Spitze Zähne dringen in meine Haut. Ich kreische laut auf und verliere das Bewusstsein.

Zitat:
Gleich bin ich wieder bei dir mein Engel. Ich habe dir versprochen dich nie zu verlassen. Sogar im Tod werde ich bei dir sein. Nun kann ich mein Versprechen erfüllen.

Wieso rennt sie dann erst panisch weg? Hätte sich doch dann gleich umbringen können.

Also der Stil ist nicht schlecht. Einige schöne Ansätze waren dabei und du bist schon lebendiger als wie bei Aliah. Mehrere Dinge stören mich aber. Ich verspüre als Leser keine Angst. Ich kenne diese Person gar nicht, also kann es mir egal sein, wenn sie stirbt. Charakterisieren. Den Leaser mitfühlen lassen. noch so ein Punkt. Du schreibst zwar, dass sie weint, der Wind ihre Tränen wegträgt, wie ihr Bein schmerzt, aber es ist noch zu oberflächlich. Es berührt kaum. Auch das Tempo und die Spannung. Bei einer Verfolgungsjagd musst du auf Tempo setzen.

Wann beschleunigen wir das Tempo?
In Szenen, die das rasche Tempo benötigen, um die Nase des Leser noch tiefer in das Buch zu stecken. Kampfszenen, Streitszenen, Verfolgungsjagden, konfliktreichen Dialogen, plötzlichen Wendungen in idyllischen Beschreibungen und so weiter. Was gibt es aber da für Methoden? Eine und wahrscheinlich die am meist benutzte Möglichkeit ist: kurze Sätze.

Kurze Sätze:
Kurze Sätze beschleunigen das Tempo automatisch. Bei einem richtigen Aufbau ist diese Methode sehr wirkungsvoll und kann den Leser stark in den Bann ziehen. Der Autor könnte zu erst längere Sätze verwenden und dann durch stetig kürzer werdende Sätze das Tempo beschleunigen und somit auch die Spannung erhöhen. Wir wollen, dass der Leser in solchen Momenten das Buch nicht mehr zur Seite legen kann. Kurze Sätze und ihr richtiger Aufbau können Tempo erzeugen.

Absatzmethode:
möchte es mit einem Beispiel erklären. Du  kennst doch sicherlich in Actionfilmen Szenen mit schnellen/harten Schnitten? Dann kennt du in Actionfilmen auch Szenen in denen der Protagonist eine Frau auszieht und die Kamera dieses epische Vorspiel komplett einfängt, ohne viele Schnitte. Ein Schnitt ist ein Absatz – sagen wir mal. In Verfolgungsjagden werden viele Schnitte gemacht. Erst sehen wir ein Auto aus der Garage schießen. SCHNITT. Wir sehen wie die Reifen über den Asphalt sausen. SCHNITT. Nun sieht der Zuschauer das böse Auto aus der Garage springen. SCHNITT. Die Kamera fängt jetzt ganz kurz den Wagenbesitzer der Guten ein. SCHNITT. Etc.
Stell dir vor, die Kamera filmt die ganze Zeit über, wie das Auto aus der Garage springt, kurze Pause und dann das böse Auto kommt. Was wäre das? Nichts.  Man kann durch gezielte Absätze das Tempo noch mehr beschleunigen.

Dann die Spannungskurve. Sie ist konstant gleich. Die positive Wendung mit der Abzweigung in der Gasse kommt nicht stark genug rüber und auch dann die negative Wendung der Sackgasse nicht. Überlege dir wie du langsam die Spannungs steigst. Hier kann man schön spielen. Die Geschichte an sich interessiert mich nicht. Freund, tot, im Himmel, Seele, Vampir etc. Ne du. Mach lieber eine kleine Verfolgungsjagd daraus und übe den Spannungs- und Tempoaufbau. Dann musst du auch nicht versuchen eine Geschichte reinzubauen. Sie könnte durch eine Gasse gehen, weil sie gerade heim möchte und dann kommt ein Typ. Spannungsaufbau. Er ist dunkel angezogen. Sie geht langsam schneller, biegt in eine Abzweigung ein, der Typ ist weg. Kurze Gedanken. Charakterisierung. Der Typ kommt wieder. Spannungsaufbau. Sie wird schneller. Der Typ hält mit. Spannung spitzt sie zu. Die rettende Abzweigung. Dann der Höhepunkt. Sackgasse, der Typ kommt und jetzt eine Pointe einfallen lassen. Mord? Typischer Sie-haben-was-verloren-Schluss? Aber so könntest du es üben. Verstehst du was ich meine? Auch fehlt mir ein Bild von der Umgebung. Gasse reicht mir nicht. Was für eine Gasse? Was für ein Wetter etc. Fang ruhig an und steiger dich. Aber einfach so in einer Hetzjagd anfangen, dann auch noch zu versuchen eine Handlung rein zubringen und dann so ein Ende, hat mich als Leser nicht überzeugt. Du musst nichts neues Erfinden. Sehe es als Schreibübung an um den Spannungsaufbau und das Tempo besser kennen zu lernen. Einige Ansätze fand ich nämlich richtig, richtig gut. Du spielst schön mit den Sätzen und probierst aus.
Ich hoffe du nimmst die Kritik nicht böse auf oder so. Ich meins nur gut. Nimm das mit, was du gebrauchen kannst.

Liebe dich.
Dein Hubi


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Nennt mich einfach Hubi oder J-da oder Huvi : D

Ich bin wie eine Runde Tetris. Nichts will passen.

"Ein schlechter Schriftsteller wird manchmal ein guter Kritiker, genauso wie man aus einem schlechten Wein einen guten Essig machen kann."
Henry de Montherlant

"Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so muss man erst richtig anfangen."
Konrad Adenauer
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Tina M.
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BeitragVerfasst am: 03.04.2011 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Aliah,

ich habe mir lange überlegt, warum bei mir keine Spannung aufkam. Vielleicht hätte ich deine Geschichte um Mitternacht lesen sollen und nicht gerade jetzt, während die letzten Sonnenstrahlen durchs Fenster scheinen.

Aber Spaß beiseite. Also, wenn ich mir vorstelle, dass mein Liebster gerade von einem Vampir abgemurkst wurde, der es nun auch auf mich abgesehen hat, dann renne ich. Ich würde noch Schmerzen wahrnehmen, hätte furchtbare Angst und und sicher gingen mir auch Gedankenfetzen durch den Kopf, aber keine vollständigen Sätze und dann noch in der Menge wie du sie schreibst.

Vielleicht versuchst  du mal, das Ganze aus der 3. Person zu schreiben. Das hätte auch den Vorteil, dass du die Umgebung besser miteinbeziehen und dadurch mehr Stimmung aufbauen könntest, sofern du bei der Vampirgeschichte bleiben willst. Weil da hat Niels Recht, davon gibt es einstweilen genug.

Den Titel finde ich okay.

Liebe Grüße
Tina


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"Besser schweigen und als Narr scheinen, als sprechen und jeden Zweifel beseitigen."
Abraham Lincoln
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Aliah
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

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Wohnort: Kaff der Welt


BeitragVerfasst am: 03.04.2011 18:50    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo ihr alle smile

Vielen Dank, dass ihr meinen Text gelesen habt und danke für eure Kritiken und Meinungen.

Ich werde sie mir alle nochmal durch den Kopf gehen lassen und versuchen, meinen Text zu überarbeiten.

Danke für eure Mühe und ich mach mich demnächst ans Werk *Hände reib*
Vielen Punkten von euch muss ich zustimmen und bei manchen habe ich mir sogar an die Stirn geklatscht. Ihr habt in vielen Dingen Recht, wenn nicht sogar in allen..  Embarassed
Immerhin hab ichs versucht und noch etwas produziert smile

Den Text ist mir heute beim Frühstück eingefallen, bis meine Mum mich mit einem "Kannst du mir bitte mal die Butter reichen?" rausgeworfen hat.
Ich habe Hubi davon erzählt und die Geschichte dann nochmal aufgegriffen. Einfach ein wenig experimentiert und aufgeschrieben.
Indirekt sollte der Text dem Jarda ja was sagen, aber ich glaube der weiß das doch.. Razz
Mein Fuß ist im Moment OP-reif und deshalb ist mir das eingefallen. Das mit der Gasse liegt daran, dass ich 1. Angst vor dunklen Gassen alleine habe und 2. da ich HORRORfilme hasse und trotzdem öfters "gezwungen" werde, sie mir anzuschauen. Auch da ist der Hubi Schuld lol2 *hehe*
Aber zurück zum Text.

Ich wollte versuchen Spannung aufzubauen, aber ich merke: ich muss noch einiges lernen. Natürlich gebe ich mir Mühe und kann nur staunen, wenn ich anderes lese, aber ich selber bekomme das irgendwie nicht ganz so gut hin *grübel* Aber ich werde mir jetzt mal eure Ratschläge zu Herzen nehmen und mich an einer Überarbeitung versuchen.

Danke nochmal smile

LG
Aliah


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