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im café


 

 
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EdgarAllanPoe
Geschlecht:männlichPoepulistischer Plattfüßler

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Bronzene Harfe Die Goldene Bushaltestelle
Goldene Feder Lyrik


Die Tauben
BeitragVerfasst am: 11.02.2011 16:39    Titel: im café eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

    im café

    I


    vom windschiefen traum
    zur patrouille durch die kälte
    irrt ich den vers im ohr den
    vers den vers vielleicht des
    traumes selbst oder eines stücks
    marmor in der sonne vielleicht
    auch eines tiefentauchens im
    klang mehrerer vokale von einem
    ort zum andern der himmel ein
    gewelltes graues blech
    in den ritzen der häuser
    durch die der wind pfiff ich hörte
    ihn den vers ihn ohne ihn auszusprechen
    behielt ich ihn im kopf schleppt
    mich übers pflaster unter den
    kanaldeckeln strömte der geruch
    nach faulem tang badeseegestank
    hinter den baumrinden oder dem
    brennglas der sonne auf einem see
    & dann: im höhlenlicht eines cafés
    (außen standen nur noch häuser wände:
    tags graffitis kritzeleien auf
    cremefarbenem untergrund) & der
    vers der vers: er taucht auf aus
    dem innern des ledersessels der
    sitzbank mit weicher lehne oder
    auch den lautsprechern die arien
    spielten hätte ich ihn doch nur
    gesagt den vers ihn allein den
    einzig wahren vers dann wäre es
    vielleicht ganz anders gekommen:
    im tiefenrausch mehrerer vokale
    hättest du vielleicht einen grund gesehn

123Wie es weitergeht »




_________________
(...) Das Gedicht will zu einem Andern, es braucht dieses Andere, es braucht ein Gegenüber. Paul Celan

Life is what happens while you are busy making other plans.
- JOHN LENNON, "Beautiful Boy"

Uns gefällt Ihr Sound nicht. Gitarrengruppen sind von gestern. (Aus der Begründung der Plattenfirma Decca, die 1962 die Beatles ablehnte.)
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adelbo
Geschlecht:weiblichDichter und Denker


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Wohnort: Im heiligen Hafen


BeitragVerfasst am: 12.02.2011 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo EdgarAllanPoe

gefällt mir sehr gut dein Text. Ich bin kein Profi, nur jemand der gerne solche Texte liest.
Zwei Dinge stören mich.  "behielt ihn im Kopf schleppt mich übers Pflaster".
Das t stört mich oder wolltest du sagen, der Vers schleppt dich übers Pflaster.
Außerdem würde ich die beiden & ganz weg lassen.

LG
Adelbo


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„Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.“

Bertrand Russell
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Jocelyn
Bernsteinzimmer

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Beiträge: 2635
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Das Silberne Fahrrad Ei 1



BeitragVerfasst am: 12.02.2011 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Eddie,
ich meine, du müsstest schleppte schreiben.
Ich würde dir allein schreiben, nicht ihn allein.

Der Schluss ist sehr schön. Mir gefällt auch der Fluss auf diesen Grund hin gut. (Auch wenn das LI ja ein bisschen übersensibel ist, andere User würden vielleicht sagen: bekifft.)


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If you dig it, do it. If you really dig it, do it twice.
(Jim Croce)

Die beständigen Dinge vergeuden sich nicht, sie brauchen nichts als eine einzige, ewig gleiche Beziehung zur Welt.
(Aus: Atemschaukel von Herta Müller, Carl Hanser Verlag, München 2009, Seite 198)

"Si Dieu n'existait pas, il faudrait l'inventer."
(Voltaire)
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EdgarAllanPoe
Geschlecht:männlichPoepulistischer Plattfüßler

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Die Tauben
BeitragVerfasst am: 12.02.2011 19:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für eure Kommentare.
adelbo, die Stelle hätte ich so nicht bedacht. Aber wie soll das Lyrische Ich schon einen "vers" übers "pflaster" ziehen? Das geht nicht. Werd ich umändern.
Auf den & muss ich allerdings bestehen.
Jocelyn, an der erwähnten Stelle sehe ich keinen Sinn darin, ein "dir allein" zu setzen. Das LI spricht über den "vers", nicht über das Du.
Das "schleppt" ist lediglich elidiert. Das heißt, ich habe das E weggelassen. Die Zeiten verschwimmen damit, man könnte auch so kühn sein und bei dem LI Sprachverlust diagnostizieren.
(Es ist übersensibel, ja. Aber sicher nicht "bekifft", auch wenn's so aussieht. Man legt ihm sicherlich nahe, dass es ein wenig verrückt ist. Man versteht es nicht. Sonst hätte es keine Mühe, den "vers" einfach auszusprechen.)


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Jocelyn
Bernsteinzimmer

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BeitragVerfasst am: 12.02.2011 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem fürs LI: Es weiß den einzig wahren Vers ja gar nicht, vermute ich mal. Außerdem gibt es im Tiefenrausch der Vokale keinen Grund. Es sei denn, wir diskutierten über das Wort Grund. Grund ist ja nicht Grund. Welchen hattest du angedacht?

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EdgarAllanPoe
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Die Tauben
BeitragVerfasst am: 12.02.2011 19:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich vermute sehr wohl, dass das Lyrische Ich den Vers weiß. Es verbindet ihn direkt mit Schönheit ("marmor") und einer rauschhaften Erfahrung, die mit Sprache zusammenhängt ("tiefentauche[n] im / klang mehrerer vokale").
Zwei Deutungen sind möglich:
a) ein Gedicht über die Lyrik
b) (die wahrscheinlichere) ein Liebesgedicht mit einem Lyrischen Du als (möglichem) Partner, wobei die Chance einer Beziehung allerdings an einer scheinbar unüberwindbaren Sprachbarriere scheitert.


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EdgarAllanPoe
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Die Tauben
BeitragVerfasst am: 12.02.2011 19:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

    II

    vom einsamsein: verlebte graue tage
    café des wintertraums von schönen schwingen
    & graffiti verblasst in städtelage
    die kündet blass von altgewordnen dingen

    auf deinen wimpern tanzen lichterschatten
    o ich seh so gern was deine hände tun
    die zaubern was dein mund in wörtermatten
    gedichten liedern singt & in wipfeln ruhn

    das wär so schön: vergessen sind die stunden
    in stillem dasein nachrichten von stürmen
    der tag an felsenklippen angebunden

    & wohnen in verwaisten alten türmen
    ich leb mit dir in schleichend schönen jahren
    vergessen ist das grau in seinen scharen  

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BeitragVerfasst am: 13.02.2011 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag ...

Ich möchte auf I zurückkommen:

Das (abgeschnittene) Ende ist ja unvollständig, LI unterbricht sich?

 
Zitat:
hätte ich ihn doch nur
gesagt den vers ihn allein den
einzig wahren vers dann wäre es
vielleicht ganz anders gekommen:
im tiefenrausch mehrerer vokale
hättest du vielleicht einen grund gesehn


einen grund, zu bleiben
einen grund, anzuhören, was ich zu sagen habe
einen grund, an mich zu glauben
einen grund, mich zu erkennen
einen grund, mich zu erwählen
?


Daran knüpft II an, wenn du sagst:

Zitat:
vom einsamsein: verlebte graue tage
café des wintertraums von schönen schwingen



Ich verstehe nicht, wie kommst du auf diese Verhakung?
Zitat:
... was dein mund in [...] liedern singt & in wipfeln ruhn...



Zitat:
... in wipfeln ruhn, das wär so schön:

das funktioniert wieder, aber darüber? Es geht irgendwie nicht (für mich)!


Das hier dann ist wunderschön:

Zitat:
ich leb mit dir in schleichend schönen jahren
vergessen ist das grau in seinen scharen


allerdings: "in seinen scharen", das klingt als hättest du weniger die Häufigkeit, denn die Schattierungen gemeint, aber kein Wort dafür gefunden?

Kannst du mir erklären, wie das Orangemarkierte funktioniert, bitte?

Sonntägliche Grüsse (mir hat "im café" I sehr gefallen, hatte ich es erwähnt?)

Anja
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EdgarAllanPoe
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Die Tauben
BeitragVerfasst am: 13.02.2011 19:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke, Anja, besonders für das Lob und natürlich die Verbesserungsvorschläge.
Du hast Recht, "in wipfeln ruhn" ist ein bisschen sprunghaft. Zum "Gesang" des Lyrischen Du würde vielleicht "in betten ruhn" passen, ein Ausdruck von Geborgenheit. Ist das stimmiger?
Dass I mittendrin abreißt, hab ich selbst - Asche über mein Haupt - noch nicht bemerkt. Aber es ist ja auch der Zyklusform geschuldet. Wenn der erste Teil ein konkretes Ende hätte, würde er sich mit II verhaken. Das wäre unschön.
Ich möchte erst neue Kommentare abwarten, bevor ich die verbesserte Version einstelle.


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BeitragVerfasst am: 13.02.2011 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und guten Abend,

ich sehe, dass ich mich mal wieder unvollständig bzw schlampig ausgedrückt habe. Also das Ende von I finde ich hervorragend, da der Leser den grund sich selbst vorstellen kann, es hängt eben in der Luft, was LI selbst glaubt und ob er es überhaupt weiss ...
Es war eher die Frage an dich, ob es gewollt ist, dass er sich unterbricht, die ich hier stellen wollte...

Das Hakige, kommt es nicht eher davon dass man & als "und" liest und aus dem Rhythmus kommt?
wipfelruh, das ist schon ein schöner bezug zum vers im ersten gedicht, die Berühmtheit ... ich musste einfach mit Wanderers Nachtlied assoziieren, und da es Gipfel dort sind, ist es doch ok ...

Bis später
Anja
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EdgarAllanPoe
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Die Tauben
BeitragVerfasst am: 13.02.2011 20:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für deine erneute Rückmeldung.
Die Unvollständigkeit des ersten Gedichts hat sich erst beim Schreiben und Zusammensetzen der insgesamt drei Teile so ergeben: Ich fand die Anordnung logisch, wie sie jetzt ist (der letzte kommt gleich).
Stimmt, an Goethe hätte man da denken können. Hab aber so schnell nicht geschaltet.


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Die Tauben
BeitragVerfasst am: 13.02.2011 20:15    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

    III

    kann es sein dass
    ein einziger farbpunkt
    an einer hauswand oder
    der einzige lichtschein
    einer straßenlame
    die ödnis vertreibt
    die nach einer regennassen
    stadt im herbst riecht -
    dass du an jenem
    fenster zum hinterhof
    in dem café das unsere
    stimmen schluckt trotz
    der zu uns schwimmenden
    wärme nicht an ein
    sommerloch denken kannst
    ohne dabei zu lächeln -
    kann es sein dass du
    insgeheim an einen brunnen
    glaubst unter den schatten
    der bäume der uns beide
    einlädt zum trinken

« Was vorher geschah123



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Jocelyn
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BeitragVerfasst am: 14.02.2011 09:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde die verliebte Stimmung in diesem Café wunderbar getroffen!
EdgarAllanPoe hat Folgendes geschrieben:
    III
    kann es sein dass du
    insgeheim an einen brunnen
    glaubst unter den schatten
    der bäume der uns beide
    einlädt zum trinken

Nur hier komme ich nicht klar:
Unter dem Schatten: So würde ich das besser verstehen können.

Mein liebster Vers:
Zitat:
der tag an felsenklippen angebunden

Dieses Bild ist sooo schön! love


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Die Tauben
BeitragVerfasst am: 14.02.2011 19:16    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

"unter den schatten". Es sind ja mehrere Bäume.
Danke fürs Lob!


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Jocelyn
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BeitragVerfasst am: 14.02.2011 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ach ja, so gesehen, mehrere Schatten. So genau kann ich nicht lesen. Nicht denken. Nicht empfinden. Laughing

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BeitragVerfasst am: 14.02.2011 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber EAP,

einfach schön,

diese zögerliche Hoffnung, "kann es sein ...", im letzten Vers ist alles enthalten, und dann auch noch Sommer!

Zitat:
kann es sein dass du
insgeheim an einen brunnen
glaubst unter den schatten
der bäume der uns beide
einlädt zum trinken


Insgeheim glaubt LD, LI weiss es doch eigentlich, an die gemeinsame Zukunft, wenigstens einen Sommer lang?

Wirklich ein gelungener Abschluss, nichts Graues mehr ...


Anja
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Die Tauben
BeitragVerfasst am: 15.02.2011 15:26    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Es ist nicht gesichert, dass das Lyrische Ich an eine gemeinsame Zukunft mit dem Du glaubt. Aber die Hoffnung besteht.
Du hast Recht: Das letzte Gedicht steht nicht zufällig am Schluss. Ich wollte ein offenes Ende mit positiven Anklängen schreiben.


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