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kuschke
Geschlecht:männlichSchneckenpost


Beiträge: 9
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 18.11.2010 12:19    Titel: Jetzt oder nie eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Jetzt oder nie

Das ist der beste Moment es zu sagen. Ganz bestimmt kommt diese Gelegenheit so schnell nicht wieder. Wenn ich es jetzt nicht sage, ist die Chance vielleicht für den Rest meines Lebens vertan. Dabei bin ich eigentlich selbst schuld. Ich hätte es doch schon längst versuchen können. Ich hätte nicht Jahre darauf warten müssen es endlich zu sagen.
Was habe ich nicht alles versucht um dich schonend darauf aufmerksam zu machen. Kleine zaghafte Hinweise, die immer zu Missverständnissen führten und nie ihren Zweck erfüllten. Es ist schon erstaunlich, dass ich anscheinend eine Antenne für dein taubes Ohr entwickelt habe. Jetzt werde ich es sagen. Ich nehme allen Mut zusammen und sage einfach was ich an dir nicht mag.
„Ich hasse es . . . !“
„Du hasst was?“
„Dieses Geräusch!“
„Welches Geräusch denn?“
„Das du immer machst!“
„Ich mache Geräusche?“
„Du grunzt!“
„Ich grunze?“
„Wie ein Eber!“
„Ich grunze wie ein Eber!? Wann denn?“
„Immer wenn ich’s dir besorge!“
„Ich grunze wie ein Eber, immer wenn du es mir besorgst?“
„Und ich hasse es!“
„Was ist los mit dir? Ist dir dein Souffle kollabiert oder kneift die Binde?“
„Oh du, nimm mich ernst, sonst wird es dir leidtun!“
„Also gut, ich grunze und du hasst es, was nun?“
„Weißt du, das schlimmste an der ganzen Sache ist nicht das du grunzt wenn ich es dir besorge,  das Schlimmste ist, das du auch grunzt wenn du vor der Glotze sitzt. Ich fühle mich dann immer so degradiert. Es ist ein grauenvolles Gefühl. Ich sehe dich auf der Couch, du hältst dich an deiner Bierflasche fest und grunzt vor dich hin. Davon bekomme ich eine solche Wut. Ich stelle mir vor, wie ich in die Küche gehe, das kleine Beil hole und es dir bei einem Grunzen quer in den Kopf schlage. Du weißt schon, wie diese Halloweenverkleidung, wo es so aussieht als hätte man ein Beil im Kopf, nur in echt eben. Du sitzt dann da wie versteinert. Deine Augen blicken immer noch starr auf den Fernseher, während Blut aus deinem Mund und aus der Wunde am Kopf läuft. Ich knie mich vor dich hin und starre in deine Augen. Dann wünsche ich mir du würdest mir  noch einen Blick schenken. Aber es geschieht nicht. Du sitzt da, als wäre die Zeit eingefroren. Das Leben entwich so schnell aus deinem Körper, das du in diesem Augenblick erstarrtest. Dein Gesicht beginnt sich langsam zu verfärben. Erst wird es blass und käsig, dann verfärbt es sich immer mehr ins blaue. Deine Lippen werden blassblau und dein ganzes Gesicht wirkt als wäre es aus Wachs. Deine Augen verlieren ihren Glanz und wirken tot und kalt. Ich wünsche mir dann du würdest noch einmal grunzen, stattdessen höre ich ein leises gurgelndes Hauchen aus deiner Kehle. So schlimm ist das mit dem Blut überall gar nicht, denke ich mir dann und ich überlege ob ich schnell noch ein bisschen sauber mache bevor ich die Herren von der Mordkommission einlade sich mein schaurig schönes Werk anzusehen und zu überlegen in welches Frauengefängnis man mich fahren könnte. Glaub es oder auch nicht, aber meistens werde ich von einem Grunzen von Dir aus diesen Visionen gerissen. Ich bin dann eigentlich immer ganz froh darüber, dass ich es noch nicht getan habe, dass du noch ein bisschen weitergrunzt und ich nicht ein eine zwei Quadratmeterzelle umziehen muss.“
„Verzeih mir Schatz ich hab dir nicht zugehört, holst du mir noch ein Bier?“ Shocked

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herzkeim
Geschlecht:weiblichSchneckenpost


Beiträge: 9



BeitragVerfasst am: 18.11.2010 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Uh, haha!
Okay, sehr geil. Böse, wirklich böse. Dem dürfte das leid tun, dass er nicht zugehört hat. So ein Grunzen kann einen schon in den Wahnsinn treiben ^.^
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prophet
Klammeraffe


Beiträge: 528
Wohnort: überall


BeitragVerfasst am: 18.11.2010 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Jetzt oder nie

Das ist der beste Moment es zu sagen. Ganz bestimmt kommt diese Gelegenheit so schnell nicht wieder. Wenn ich es jetzt nicht sage, ist die Chance vielleicht für den Rest meines Lebens vertan. Dabei bin ich eigentlich selbst schuld. Ich hätte es doch schon längst versuchen können(sollen, anstatt Jahre darauf zu warten, es endlich auszusprechen)). Ich hätte nicht Jahre darauf warten müssen es endlich zu sagen.
Was habe ich nicht alles versucht, um dich schonend darauf aufmerksam zu machen. Kleine zaghafte Hinweise, die immer zu Missverständnissen führten und nie ihren Zweck erfüllten. Es ist schon erstaunlich, dass ich anscheinend eine Antenne für dein taubes Ohr entwickelt habe. Jetzt werde ich es sagen. Ich nehme allen Mut zusammen und sage einfach, was ich an dir nicht mag.
„Ich hasse es . . . !“
„Du hasst was?“
„Dieses Geräusch!“
„Welches Geräusch denn?“
„Das du immer machst!“
„Ich mache Geräusche?“
„Du grunzt!“
„Ich grunze?“
„Wie ein Eber!“
„Ich grunze wie ein Eber!? Wann denn?“
„Immer wenn ich’s dir besorge!“
„Ich grunze wie ein Eber, immer wenn du es mir besorgst?“
„Und ich hasse es!“
„Was ist los mit dir? Ist dir dein Souffle kollabiert oder kneift die Binde?“
„Oh du, nimm mich ernst, sonst wird es dir leidtun!“
„Also gut, ich grunze und du hasst es, was nun?“
„Weißt du, das schlimmste an der ganzen Sache ist nicht, dass du grunzt, wenn ich es dir besorge, das Schlimmste ist, das du auch grunzt, wenn du vor der Glotze sitzt. Ich fühle mich dann immer so degradiert. Es ist ein grauenvolles Gefühl. Ich sehe dich auf der Couch, du hältst dich an deiner Bierflasche fest und grunzt vor dich hin. Davon bekomme ich eine solche Wut. Ich stelle mir vor, wie ich in die Küche gehe, das kleine Beil hole und es dir bei einem Grunzen quer in den Kopf schlage. Du weißt schon, wie diese Halloweenverkleidung, wo es so aussieht als hätte(habe) man ein Beil im Kopf, nur in echt eben. Du sitzt dann da wie versteinert. Deine Augen blicken immer noch starr auf den Fernseher, während Blut aus deinem Mund und aus der Wunde am Kopf läuft. Ich knie mich vor dich(dir) hin und starre in deine Augen. Dann wünsche ich mir, du würdest mir noch einen Blick schenken. Aber es geschieht nicht. Du sitzt da, als wäre (sei, indirekte Rede Konjunktiv 1 die Zeit eingefroren. Das Leben entwich(entweicht, Zeitenwechsel) so schnell aus deinem Körper, dass du in diesem Augenblick erstarr(st)test. Dein Gesicht beginnt sich langsam zu verfärben. Erst wird es blass und käsig, dann verfärbt es sich immer mehr ins blaue. Deine Lippen werden blassblau und dein ganzes Gesicht wirkt als wäre(sei) es aus Wachs. Deine Augen verlieren ihren Glanz und wirken tot und kalt. Ich wünsche mir dann, du würdest noch einmal grunzen, stattdessen höre ich ein leises gurgelndes Hauchen aus deiner Kehle. So schlimm ist das mit dem Blut überall gar nicht, denke ich mir dann und ich überlege, ob ich schnell noch ein bisschen sauber mache, bevor ich die Herren von der Mordkommission einlade, sich mein schaurig schönes Werk anzusehen und zu überlegen, in welches Frauengefängnis man mich fahren könn(t)e. Glaub es oder auch nicht, aber meistens werde ich von einem Grunzen von Dir aus diesen Visionen gerissen. Ich bin dann eigentlich immer ganz froh darüber, dass ich es noch nicht getan habe, dass du noch ein bisschen weitergrunzt und ich nicht ein eine zwei Quadratmeterzelle umziehen muss.“
„Verzeih mir Schatz, ich hab dir nicht zugehört, holst du mir noch ein Bier?“ Shocked


Hi kuschke,

die Idee ist gut, aber vieeele Rechtschreibfehler, verdirbt den Spass, solltest du dran arbeiten. Ansonsten gut geschrieben, bin auch kein Erbsenzähler, hilft dir vielleicht.

Lg p.


_________________
Ich habe es stets abgelehnt, verstanden zu werden. Verstanden werden heißt sich prostituieren. Fernando Pessoa

Sprüche klopfen ist leichter als Worte dichten. prophet

Ich fordere nichts von Dir außer Deinem Respekt. prophet

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
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kuschke
Geschlecht:männlichSchneckenpost


Beiträge: 9
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 20.11.2010 23:45    Titel: Danke schön pdf-Datei Antworten mit Zitat

@prophet

Vielen herzlichen Dank für die Korrekturen. Ich hatte selbst versucht noch ein paar Korrekturen vorzunehmen, aber da war es schon zu spät. Beim nächsten Mal, werde ich vorher ein paarmal Fehlerlesen machen, bevor ich etwas einstelle.


@herzkeim

Freut mich sehr wenn die kleine Story ihre Wirkung nicht verfehlt hat. Danke für das positive Feedback.

 Very Happy
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