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verlag verlangt entstehungskosten

 
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yolly
Sonntagsschreiber


Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 23.06.2007 12:38    Titel: verlag verlangt entstehungskosten eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

guten tag zusammen,

ich habe meine biografie an verschiedene verlage gsechickt, klar...

drei wollen verlegen, aber mit hohem druckkostenzuschuß, kommt also nicht in frage.

ein verlag, nämlich das verlagshaus schlosser, will mein buch auch verlegen und erhebt einen entstehungsanteil von 950€.

da ja die "großen"verlage noch nicht geantwortet haben, es evtl ja auch gar nicht tun, bin ich gewillt, dem verlagshaus schlosser meine zusage zu erteilen.

meine frage:
1. kennt jemand diesen verlag und sind die kosten ok?
2. es steht im autorenvertrag nicht drin, wie groß die       
auflage ist, die gedruckt wird, und nur 10 %   autorenhonorar.

was sagt ihr dazu?
wäre wirklich sehr dankbar über eure antworten.


_________________
lg

yolly
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Ralphie
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BeitragVerfasst am: 23.06.2007 13:00    Titel: Antworten mit Zitat

Vorab: Kannst du mal eine kurze Leseprobe posten, damit man sehen kann, ob sie von deinem Text profitieren wollen oder von deinem Geld?
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scriptor
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Beiträge: 257



BeitragVerfasst am: 23.06.2007 13:21    Titel: sch... Antworten mit Zitat

Hab mir die Internetseiten mal angesehen; die gesamten Formulierungen, die man dort antrifft, deuten darauf hin, dass es einer der vielen Druckkostenzuschussverlage ist. Ich wäre vorsichtig...
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yolly
Sonntagsschreiber


Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 23.06.2007 14:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

ok leute, ein paar leseproben aus meinem manuskript:

    Eines Morgens ging Enne in das Verbandszimmer um dort zu putzen. Sie stutzte. Da lag eine Puppe auf dem Schrank. Enne trat näher heran und war total erschrocken. Sie sah, dass es gar keine Puppe war, es war ein angezogener Säugling. Boah! Wieso liegt es hier, fragte sie sich. Ihr liefen kalte Schauer den Rücken hinunter. Sie konnte den Blick nicht abwenden. Ganz vorsichtig berührte sie das Kind, es war leblos und fühlte sich kalt an, das Kind war tot. Voller Entsetzen wich sie zurück und konnte es kaum fassen. Wie gruselig. Vollkommen benommen ging sie dann wieder ihrer Arbeit nach. Aber immer wieder hatte sie das Bild von dem toten Baby vor den Augen.


*****

    Er kam völlig betrunken nach Hause und es hagelte Beschimpfungen, wie Nutte, Hure, Stück Scheiße ect. Er lief wie ein wildes Tier durch die Wohnung. Riss Türen aus dem Küchenschrank, warf Stühle um und wollte den Elektroofen aus dem Fenster werfen. Sie war ein Spielball für ihn, er schüttelte Enne und schubste sie durch die Wohnung, von Zimmer zu Zimmer. Er hatte unheimliche Kraft. In seinen Augen blitzte es gefährlich.  Seine Worte waren wie eine Waffe, jeder Schuss ein Treffer. Enne zitterte am ganzen Körper und wimmerte leise vor sich hin, konnte ihm aber entwischen. Unten bei den Nachbarn hörte sie von oben das Krachen und poltern.....
    Irgendwann war es still. Die Kinder waren noch oben, mutig, aber voller Angst ging Enne zurück. Es war ja still, Fred hatte sich aus getobt. Oh Gott, so was hatte sie noch nie erlebt. Nur weg von diesem Teufel, so schnell wie möglich. Gleich morgen, dachte sie.
    Sie klingelte, als sie geflüchtet war, hatte sie ja keinen Schlüssel mitgenommen. Fred öffnete ihr die Tür und zog sie wutschnaubend in den Flur. Enne sah das Durcheinander, in diesem Augenblick stieß Fred sie weiter, in der Ecke kauerte Enne, ganz still und zitternd, aus dem Augenwinkel heraus wagte sie einen Blick in die Runde. Es flogen Federn durch den Raum, denn er hatte das Bettzeug, die Inletts, alle Kleidungsstücke, Unterwäsche und Schuhe zerschnitten.


*****

    Anfang 2003 hatte Enne wieder depressive Schübe, Erinnerungen quälten sie und nachts hatte sie Albträume. Tagsüber suhlte sie sich im Wechselbad der Gefühle, die von todtraurig bis himmelhoch jauchzend waren. Das Einzige, worauf sie sich konzentrieren konnte, war Australien. Weg, reisen, etwas anderes erleben, einfach voll pumpen mit Input, damit der ganze Dreck in ihrem Kopf überdeckt war. Diesen Drang kannte Enne nur zu gut. Weglaufen vor dem Feind, der ihre Seele fressen will. Nichts hören von dem Lärm, der in ihren Ohren dröhnt., nichts sehen von dem Nebel der ihre Sinne umgibt und nichts spüren, von dem Schmerz, der Ihren Körper  erschüttert.
    Sie rappelte sich wieder hoch, wie sie es immer tat und treu nach ihrem Lebensmotto:“ Immer lustig und vergnügt, bis der Arsch im Sarge liegt!“  drehte sie der Vergangenheit abermals den Rücken zu.
    Sie fieberte dem großen Tag entgegen, an dem sie die Reise nach Down Under antreten würden.
    Enne kannte zwei Extreme, einmal das Zuhause mit allen Pflichten und Scheißtagen, an denen es ihr nicht besonders gut ging, und das Andere, wo sie weg wollte, eine Auszeit nehmen, die Sinne mit etwas Schönem, Außergewöhnlichem betören.         


ich hoffe es reicht, damit du dir ein urteil bilden kannst.


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lg

yolly
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Dave
Gast






BeitragVerfasst am: 23.06.2007 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo yolly!
Ich würd an deiner Stelle äußerst vorsichtig sein.
Deine Leseprobe, ich sags mal vorsichtig, haut mich nicht grad vom Hocker. Der erste Absatz ist sogar ein Musterbeispiel, wie man NICHT schreiben sollte.
Handelt sich wohl tatsächlich um einen DKZV. Die relativ geringen 950€ sind womöglich ein Lockangebot. Kann sein, dass da noch mehr auf dich zukommen würde.
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yolly
Sonntagsschreiber


Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 23.06.2007 19:12    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

hallo dave,

nun bin ich ein wenig überrascht? ich würde sehr gerne mal von dir lesen, wie DU den ersten absatz schreiben würdest!

magst du das mal hier schreiben? kann ja noch dazulernen.


_________________
lg

yolly
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Lord_Izual
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BeitragVerfasst am: 23.06.2007 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

naja, der erste satz ist nicht umbedingt innovativ... "eines tages" ist ja doch schon recht abgedroschen...
der eintieg ist mMn zu unmittelbar...
Der Satzbau ist ..naja... du könntest ja mehr mit formulierungen arbeiten wie "sie dachte" oder "es sah so aus"
dann.. wörter wie total... das passt nicht...
oder "Boah", "wie gruselig"... auch schlimm..
auch gedanken sollte man in "gänsefüsschen" schreiben *ggg* finde ich, sonst hebt es sich nicht gut genug vom rest ab.. oder kursiv oder ihrgrnwas

naja das wars erstmal von mir
sry wegen offtopic

gruß izi

Edit: mir fällt gerade was auf *lach*
Zitat:
Riss Türen aus dem Küchenschrank
  Laughing
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yolly
Sonntagsschreiber


Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 23.06.2007 21:26    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

hi zusammen,

ich bin sehr dankbar für jede kritik....

dennoch möchte ich hier betonen, das es sich um meine persönliche sehr schwierige und mit gewalt durchzogene lebengeschichte handelt, wodurch ich sehr krank wurde und durch das schreiben viele traumata verarbeitet habe.
ich bin also keine schriftstellerin in dem sinne und kann sicher nicht so mit worten im schreiben umgehen.

was ist falsch an den aussagen? wie kann ich es denn formulieren?
Zitat:
dann.. wörter wie total... das passt nicht...
oder "Boah", "wie gruselig"... auch schlimm..


was ist daran so komisch, dass du lachen musst?
Zitat:
Edit: mir fällt gerade was auf *lach*
Zitat:
Riss Türen aus dem Küchenschrank
Laughing


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yolly
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Lord_Izual
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BeitragVerfasst am: 23.06.2007 21:33    Titel: Antworten mit Zitat

huhu

Zitat:

dennoch möchte ich hier betonen, das es sich um meine persönliche sehr schwierige und mit gewalt durchzogene lebengeschichte handelt, wodurch ich sehr krank wurde und durch das schreiben viele traumata verarbeitet habe.
ich bin also keine schriftstellerin in dem sinne und kann sicher nicht so mit worten im schreiben umgehen.

das will ja niemand bezweifeln, aber um ein buch erfolgreich zu machen benötogt es nicht nur eine interessante, mitreisende "geschichte", auch wenn sie noch so wahr ist. Auch die Form muss stimmen

Zitat:

was ist daran so komisch, dass du lachen musst?

naja, die meisten kühlschränke die ich kenne haben eine tür.. nich mehrere
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Nihil
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Moderator
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Beiträge: 7432



BeitragVerfasst am: 23.06.2007 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Es handelte sich aber um Küchenschränke.
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Lord_Izual
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 27
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Wohnort: Hessen


BeitragVerfasst am: 23.06.2007 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

oh sry...  Shocked *indieeckestellundschäm*
ne im ernst, hab mich verlesen... -.-
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yolly
Sonntagsschreiber


Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 23.06.2007 22:07    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

ok, ist ja alles richtig....

was ist denn euer rat?

soll ich es von einem "fachmann" überarbeiten lassen, damit die form stimmt?

eigentlich ist meine intention anderen frauen mut zu machen, dass man auch aus dem tiefen sumpf wieder rauskomt.....


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lg

yolly
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Libera
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BeitragVerfasst am: 24.06.2007 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Yolly,

ich schreib hier zwa etwas off-topic, aber ich möchte Dir sagen, wie mutig ich Dich finde. Du scheinst sehr viele schlimme Dinge erlebt zu haben, und dann den Entschluss zu fassen, alles aufzuschreiben... Das ist sehr mutig!

Wenn Du die Möglichkeit hast, dein Buch von einem "Fachmann" überarbeiten zu lassen, dann solltest Du es auf jeden Fall tun. Es geht ja nur um die Feinheiten. Dannn stehen bestimmt die Chancen, das Buch zu verkaufen, besser. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Wenn das Buch eines Tages veröffentlicht ist, dann sag es uns doch auf jeden Fall im DSFo, ja?

Ich wünsch Dir noch viel Glück, und weiterhin viel Mut!
Liebe Grüsse,
Libera


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Dave
Gast






BeitragVerfasst am: 24.06.2007 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Es würde dir bestimmt nützen, wenn du dir eines der beiden Bücher zulegen würdest:

James N. Frey "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt"
Fritz Gesing "Kreativ schreiben"

Bieten für Anfänger unzählige hilfreiche Tipps.

Sonst: mach dich kundig, wieviele ähnliche Lebensgeschichten es schon gibt, und in welchen Verlagen diese erschienen sind.
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Ralphie
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BeitragVerfasst am: 24.06.2007 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Der Text ist schon ok. Überarbeite ihn noch mal gründlich. Wenn es wirklich deine eigene Bographie ist, empfehle ich dir, in der Ich-Form zu schreiben und dich bis auf den Grund deiner Seele vorzuarbeiten. Schreibe so spezifisch, wie du nur kannst.

Einige der Ratschläge, wie Gedanken in Anführungszeichen zu setzen oder mit Formulierungen wie "sie dachte" oder "es sah so aus" zu arbeiten, würde ich nicht so ernst nehmen.  Wink

Ich würde dir gerne beim Umschreiben deines Manuskriptes helfen, aber leider stecke ich im Augenblick bis zum Hals in der Arbeit. Schade. Vielleicht bietet sich später die Gelegenheit. Very Happy
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yolly
Sonntagsschreiber


Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 24.06.2007 17:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@ libera, ich danke dir für deine mutmachenden worte!  Very Happy ich habe tatsächlich viele schlimmen dinge erlebt, stand machmal vor der entscheidung zu sterben.

@ ralphie, ich wollte es eigentlich unter einem pseudonym herausbringen. aber wenn es klappen könnte, wäre es in der ich-form sicher besser, stimmt.

es ist so, dass einige menschen, auch verwandte nicht unbedingt erkannt werden sollen...wäre nicht gut für mich!

wenn ich nun unter einem pseudonym schreibem aber in der ich-form und den anderen ande namen gebe, würde es auch passen.

mal sehen, mach mich noch mal dran.

@alle, evtl. ist ja jemand anderer( re) der mir helfen könnte.


ich habe den ersten absatz noch mal bearbeitet, findet ihr den text nun besser, oder wo liegt der fehler?


    Enne musste das Verbandszimmer putzen, wie immer machte sie sich zuerst ans Staubwischen, plötzlich stutzte sie. Da lag ja eine Puppe auf dem Schrank. Enne trat näher heran, sie war neugierig. Die Puppe lag auf der Seite. Das Gesicht war weiß, und es hatte ein typisches Babyjäckchen aus Baumwolle und einen Strampler an. Ganz vorsichtig berührte sie die Puppe und erschrak zutiefst. Es war gar keine Puppe, dort lag ein Säugling, es war leblos und fühlte sich kalt an, mein Gott, das Baby  war tot. Voller Entsetzen wich sie zurück und konnte es kaum fassen. Wieso liegt es hier, fragte sie sich. Ihr liefen kalte Schauer den Rücken hinunter. Sie konnte den Blick nicht abwenden. Vollkommen benommen ging sie dann, als sie sich wieder etwas gefangen hatte, wieder ihrer Arbeit nach. Aber immer wieder hatte sie das Bild von dem toten Baby vor den Augen.


danke für eure hilfe.


_________________
lg

yolly
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Ralphie
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BeitragVerfasst am: 24.06.2007 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

yolly hat Folgendes geschrieben:

    Enne musste das Verbandszimmer putzen, wie immer machte sie sich zuerst ans Staubwischen, plötzlich stutzte sie. Da lag ja eine Puppe auf dem Schrank. Enne trat näher heran, sie war neugierig. Die Puppe lag auf der Seite. Das Gesicht war weiß, und es hatte ein typisches Babyjäckchen aus Baumwolle und einen Strampler an. Ganz vorsichtig berührte sie die Puppe und erschrak zutiefst. Es war gar keine Puppe, dort lag ein Säugling, es war leblos und fühlte sich kalt an, mein Gott, das Baby  war tot. Voller Entsetzen wich sie zurück und konnte es kaum fassen. Wieso liegt es hier, fragte sie sich. Ihr liefen kalte Schauer den Rücken hinunter. Sie konnte den Blick nicht abwenden. Vollkommen benommen ging sie dann, als sie sich wieder etwas gefangen hatte, wieder ihrer Arbeit nach. Aber immer wieder hatte sie das Bild von dem toten Baby vor den Augen.


danke für eure hilfe.


Na siehst du. Ist doch schon tausendmal besser.  smile extra
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Ralphie
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BeitragVerfasst am: 24.06.2007 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Und jetzt überarbeiten wir den Text noch einmal und feilen noch etwas an ihm herum. Mal sehen, ob wir noch mehr aus ihm herauslocken können.

Enne musste das Verbandszimmer putzen. Wie jeden Morgen machte sie sich zuerst ans Staubwischen. Plötzlich stutzte sie. Auf dem Schrank für die Mullbinden lag eine Puppe, wie sie die etwas größeren Mädchen hin und wieder mit in die Praxis brachten. Enne trat näher heran, denn sie war neugierig. Die Puppe lag auf der Seite. Ihr Gesicht war so weiß wie die Rauhfaser an den Wänden, und sie hatte ein Babyjäckchen aus rosa Baumwolle und einen Strampler an. Ganz vorsichtig streckte sie ihre Hand aus, berührte die Puppe und schreckte jäh zurück, als hätte sie eine glühende Herdplatte angefasst. Das war gar keine Puppe. Auf dem Schrank lag ein Säugling, ein richtiges Kind! Es war leblos und fühlte sich eiskalt an. O mein Gott, das Baby ist tot!, schoss es Enne durch den Kopf. Entsetzt wich sie einen Schritt zurück und rang mit ihrer Fassung. Wieso liegt es hier?, fragte sie sich. Ein eisiger Schauer rieselte ihren Rücken hinunter. Ihre Hände begannen zu zittern, und sie merkte, dass sie nicht die Kraft aufbrachte, dieses Zittern zu unterdrücken. Trotzdem konnte sie ihren Blick nicht von dem toten Kind abwenden. Sie musste irgend etwas unternehmen, Hilfe rufen. Möglicherweise wussten die Sprechstundenhelferinnen Rat. Vollkommen benommen ging sie dann, als sie sich wieder etwas gefangen hatte, wieder ihrer Arbeit nach. Aber immer wieder hatte sie das Bild von dem toten Baby vor den Augen.

Die letzten beiden Sätze habe ich nicht bearbeitet, weil es einfach nicht passt, dass die Heldin ein totes Kind findet, ohne es jemand zu melden.
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Ralphie
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BeitragVerfasst am: 24.06.2007 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

yolly hat Folgendes geschrieben:
.
es ist so, dass einige menschen, auch verwandte nicht unbedingt erkannt werden sollen...wäre nicht gut für mich!


Du könntest dir auch eine Menge Ärger einfangen.  Wink
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pna
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Paterson
BeitragVerfasst am: 04.08.2007 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht verlangen die Verlage Geld vom Autor, weil sie das Manuskript für unverkäuflich halten. Ich meine, wer bitte soll die Biographie einer historisch oder politisch völlig uninteressanten Person kaufen? Was wäre der Aufhänger, der eine Startauflage von 2000 Stück, die verkauft werden müssen, um die Kosten einzubringen?

Ist es nicht ein bißchen verwegen zu hoffen, zu glauben, dass ein seriöser Verlag eine Biographie mit Standardvertrag veröffentlicht, dass Marketing finanziert?

Den Mut sehe ich hier eher darin, mit diesem Ansinnen an die Öffentlichkeit zu gehen.

lg/pna
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Gast







BeitragVerfasst am: 16.09.2007 16:32    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem ist, solche Geschichten, autobiographische Geschichten über schlimme Erlebnisse, ob es sich nun um Krebs, Vergewaltigung, Kindesmißbrauch oder sonst etwas Schreckliches handelt, werden den Verlagen sehr viel angeboten.

Logisch, daß da normalerweise keine schriftstellerischen Ambitionen dahinterstecken, sondern eher eine therapeutische Verarbeitung der Erlebnisse durch Schreiben. Für die Autorin. Und wenn sie das durch das Aufschreiben dieser schlimmen Dinge erreicht hat, finde ich das schon sehr gut. Das ist eine große Leistung.

Aber ob es für andere dann interessant ist, die diese Erlebnisse nicht hatten? Vielleicht, wenn es sehr gut geschrieben ist, aber das ist ja meist nicht der Sinn des Schreibens gewesen, und das merkt man auch. Das ist überhaupt nicht schlimm, aber man muß sich halt entscheiden, was man machen will, was man mit seinem Buch erreichen will.

Wenn Du, wie Du sagst, anderen Frauen helfen willst, die ähnliches durchgemacht haben, ist das ein hehres Ziel und sehr lobenswert, nur wenn Du es bei einem DKZV-Verlag herausbringst, wer soll es dann lesen? Denkst Du, daß die Frauen, die ähnliches durchgemacht haben wie Du, es da finden? Wie viele Bücher aus DKZV-Verlagen hast Du gelesen, die sich mit dem Thema beschäftigen, das Du in Deinem Buch beschreibst?

Glaub mir, es gibt viele solche Veröffentlichungen bei DKZVs, aber wer kennt sie? Somit würdest Du Geld ausgeben in einer guten Absicht, aber niemand hätte etwas davon. Du nicht, und die Leserinnen, die nie etwas von Deinem Buch erfahren, auch nicht. Nur der Verlag hätte etwas davon, der das Geld von Dir kassiert.

Aber wenn Du es wirklich veröffentlichen willst, mach es auf jeden Fall, nur dann laß es bei Lulu drucken, da kostet es dich nicht so viel. Und schreib die Geschichte auf jeden Fall in der Ich-Form um. So, wie sie jetzt ist, paßt das nicht.

Wenn Du schreiben würdest:
*********
Ich putzte wie jeden Morgen das Verbandszimmer. Staubwischen war angesagt. Was war das? Ich schaute den Schrank für die Mullbinden an. Was lag denn da? Eine Puppe?
Neugierig trat ich etwas näher heran. Die Puppe lag auf der Seite. Ihr Gesicht war so weiß wie die Rauhfaser an den Wänden, und sie trug ein Babyjäckchen aus rosa Baumwolle und einen Strampler.
Vorsichtig streckte ich meine Hand aus, berührte sie.
O mein Gott! Das war gar keine Puppe!
Ich taumelte zurück und setzte mich. Auf dem Schrank lag ein Säugling, ein richtiges Kind! Es war leblos und fühlte sich eiskalt an.
Wieso liegt es hier? Was ist passiert?
Ein eisiger Schauer rieselte meinen Rücken hinunter. Meine Hände begannen zu zittern, und ich merkte, dass ich es nicht unterdrücken konnte.
Ebensowenig konnte ich meinen Blick von dem toten Kind abwenden. Ich musste irgend etwas unternehmen, Hilfe rufen. Möglicherweise wussten die Sprechstundenhelferinnen Rat. Vollkommen benommen taumelte ich hinaus.
"Da ... da liegt ein Säugling im Verbandszimmer."
"Was?" Die Sprechstundenhilfe starrte mich an.

*********

dann wäre das viel persönlicher, weil es eben Deine eigenen Erlebnisse sind und Du aus der Ich-Perspektive schreibst, so daß die Leserin es auch als Deine eigenen Erlebnisse erkennen kann.

Ich wollte keinerlei Kritik an Dir üben, bitte denk das nicht, ich wollte nur einmal sagen, wie es ist.

Die letzten beiden Sätze habe ich verändert, weil ich ebenso wie Ralphie mir einfach nicht vorstellen kann, daß man einfach weiterputzt, wenn man ein totes Kind gefunden hat. Da es Deine eigenen Erlebnisse sind, kann ich die Frage ja stellen: Warum hast Du das getan? Warum bist Du nicht sofort hinausgelaufen, hast geschrien oder gebrochen oder bist zusammengebrochen? Ich weiß, daß ich selbst wahrscheinlich bei so einer Situation erst einmal zusammengebrochen wäre, ich hätte niemals weitergearbeitet. Ich hätte gar nicht weiterarbeiten können.

Deshalb würde mich wirklich interessieren: Warum hast Du das getan?
Ich weiß, ich werde darauf sicherlich keine Antwort bekommen, aber es interessiert mich wirklich, weil ich es mir nicht erklären kann.

Das ist jetzt kein Vorwurf an Dich, Du wirst Deine Gründe gehabt haben, ich bin nur neugierig, wie so eine Reaktion zustandekommt, nichts weiter, es soll absolut nichts bedeuten, daß ich danach frage.
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Chablis
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Wohnort: Leipzig


BeitragVerfasst am: 16.09.2007 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Angela,
diese 950 € sind nur einer von vielen wichtigen Punkten in einem solchen Vertrag (natürlich ist es ein DKZV). Der verhältnismäßig geringe Preis deutet darauf hin, dass der Autor kein Geld beim Verkauf der Bücher bekommt, oder erst ab einer bestimmten (verkauften!!!) Auflage. Diese - sagen wir mal 2000 Stück - gehen jedoch in der Regel nicht über den Ladentisch. Also sieht man faktisch nichts mehr von dem Geld wieder.

Wenn einem das klar ist und man dennoch einverstanden ist, dann nur zu. Im anderen Fall - Finger weg.

Der Preis berücksichtigt sicherlich auch die Aufmachung. Schau ins Kleingedruckte. Ist es nur einfarbig (schwarz-weiß), Hard- oder Softcover, wie groß, sind alle Kosten enthalten (also auch Lektorat), kümmert der Verlag sich um Lesungen etc., ist die ISBN drin? Tausend Fragen, ich weiß.

Chablis


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