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Das Wesen


 

 
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Inca
Erklärbär


Beiträge: 3



BeitragVerfasst am: 20.10.2010 18:15    Titel: Das Wesen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier mal eine extrem kurze Geschichte von mir (vllt. mach ich sie auch ausführlicher aber das ist so die Beta Version):


Es war etwa drei Uhr nachts als das Wesen die Strase Ecke Alleengasse hinunterlief.
Nur Wesen konnte man es nennen, denn eine genauere Bezeichnung erschien unsinnig bei den vielen Widersprüchen die diese Kreatur aufwies. Zum einen hatte es einen rosaroten Hasenpyjama an und ein entzückendes Buschelschwänzchen, auf der anderen Seite hatte es ein unglaublich hässliches graugrünes Gesicht und trug eine Schrotflinte unter dem Arm. Nun es war wirklich schwer einzuordnen.
Als es die Straße entlang lief bemerkte es die matten Straßenlampen, welche mit ihrem Licht einen Funken Hoffnung versprachen. Die Finsternis zerrte an dem Wesen und weil es die Finsternis liebte tat es ihr den Gefallen und erschoss die zehn Birnen in den Straßenlampen. Splitter flogen und für einen kurzen Moment hätte man Blut an diesen Glasscherben des Unheils vermuten können. Nun war es wieder dunkel.
Sogut wie dunkel. Das Wesen durchzuckte Zorn. In einem Haus in der gegenüberliegenden Reihenhausreihe wagte es tatsächlich noch jemand um diese Uhrzeit fernzusehen. Die einzige Strafe für ein derartiges Vergehen war in den Augen des Wesens der sofortige Tod auch wenn sofortig in seinen Augen nicht schmerzlos bedeutete, nein im Gegenteil. Es hastete mit einem einzigen Sprung über die Straße und nahm auch den Gartenzaun mit einem kleinen Hüpfer. Das Fenster schlug es geräuschlos ein. Der Mann in dem Zimmer starb. Er starb nicht, weil ihm das Wesen etwas angetan hatte. Er starb, weil er die Gesetze der Dunkelheit missachtet hatte. Und die Finsternis rächte sich. Sie ergriff ihn von allen Seiten und tötete ihn sanft. Seine Schreie klangen wie Freudenrufe und als er tot war hatte er ein amüsiertes Grinsen auf seinem Gesicht. Das Wesen nahm die Schrotflinte und feuerte auf den noch laufenden Fernseher. Nun war alles gut es war endlich wieder dunkel.
Auch wenn das Wesen derartige Eskapaden hasste waren sie nötig. Sie waren nötig um die Gesetze der Natur zur bewahren. Zur Nacht herrschte die Dunkelheit und auch wenn die Dunkelheit alle Geschöpfe liebte liebte sie sich doch selbst am meisten. Und auch das Wesen liebte die Menschen. Es liebte sie und eben deshalb musste es manchmal einen töten, nur um ihnen zu zeigen wie sehr es sie liebte.
Es liebte sie, ja sogar bis in den Tod.

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Hoody
Geschlecht:männlichExposéadler


Beiträge: 2598
Wohnort: Alpen


BeitragVerfasst am: 20.10.2010 18:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inca. Du bist anscheinend noch jünger. Du hast wirklich paar nette Bilder, Sätze und Ideen drinnen, aber man könnte deinen Text noch ausbauen.  So liest es sich leider eher wie ein schlecht geschriebene Kindergeschichte, jedenfalls vom Stilischen her.  Als Trost: Die Idee gefällt mir irgendwo, ich kann nicht genau sagen wieso, aber sie reizt mich. Vielleicht werde ich auch mal zur Finsternis eine Geschichte schreiben.

Ich werde keine genaue Kritik abgeben, das wird dich eher verwirren, schätze ich. Wir fangen von vorne an und arbeiten uns gemeinsam durch und dann darfst du fliegen.
Fangen wir leicht an:

Sehr wichtig! Achte auf Wortwiederholungen. Du benutzt sehr oft das Wort Wesen. Auch zweimal das Wort Straße und hinunterlief - Inhaltswiederholung. Augen hast du öfter verwendet.
Überhaupt hast du sehr viele Inhaltswiederholungen.
Was ist das? Meistens ist eine Inhaltswiederholung wenn du dich wiederholst. Logisch. Du schreibst zweimal das Gleiche hintereinander. Sowas zum Beispiel:
Ich bin wütend. ich sah Tom an. In mir kochte Wut.

Ohne Inhaltswiederholung.
Ich sah Tom an und in mir kochte die Wut.

Bei dir:
Es liebte sie und eben deshalb musste es manchmal einen töten, nur um
Zitat:
ihnen zu zeigen wie sehr es sie liebte.
Es liebte sie, ja sogar bis in den Tod.


Zitat:
Auch wenn das Wesen derartige Eskapaden hasste waren sie nötig. Sie waren nötig um die Gesetze der Natur zur bewahren.



Zitat:
Es war etwa drei Uhr nachts als das Wesen die Strase Ecke Alleengasse hinunterlief.

Zitat:
Als es die Straße entlang lief

Pardon. Du hast nicht zweimal hinunterlief. Trotzdem eine Wiederholung.

Mir ist aufgefallen, dass du wahrscheinlich versuchst durch die Wiederholungen die Geschichte spannender zu gestalten oder gar dramatischer. Pass da auf. Oft geht es schief und wirkt lächerlich, so wie bei dir leider.

Das wäre es erstmal.

lg Hubi


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Geranium
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Alter: 47
Beiträge: 30



BeitragVerfasst am: 20.10.2010 19:03    Titel: Re: Das Wesen Antworten mit Zitat

Inca hat Folgendes geschrieben:
... Das Fenster schlug es geräuschlos ein. ...
ist das Absicht?

_________________
Liebe Grüße, Geranium
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Inca
Erklärbär


Beiträge: 3



BeitragVerfasst am: 20.10.2010 19:41    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Geranium: Ja

@Jarda: Ja das mit den Wortwiederholungen war teils Absicht aber auch tels Dummheit. Und du hast recht es sollte tatsächlich ähnlich wie eine Kindergeschichte klingen. Vielleicht könntest du mir genauer erläutern was stillitisch schlecht ist, denn mir ist zwar klar das einiges nicht passt, aber mir ist nicht ganz klar was.

Lg Inca
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Akiragirl
Geschlecht:weiblichDünnhäuterin

Alter: 31
Beiträge: 5658
Wohnort: Leipzig
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BeitragVerfasst am: 20.10.2010 21:14    Titel: Re: Das Wesen Antworten mit Zitat

Hallo Inca,

zuerst einmal möchte ich dich herzlich im DSFO willkommen heißen. Mir würde es für die Kritik deiner Geschichte sehr helfen, wenn ich zumindest wüsste, wie alt du bist. Denn abhängig davon würde ich dir durchaus einiges Potential bescheinigen. Obwohl mir dieser Text stilistisch nicht zusagt, erkenne ich eine gute Idee darunter und mein Schriftsteller-Hirn rattert sofort los, was man aus dieser Idee noch alles machen könnte Wink

Ganz wichtig finde ich erstmal, dass du sehr genau die Rechtschreibung deiner Texte prüfst, bevor du sie hier einstellst. Das zeugt von Respekt vor deinen Lesern. Solche Sachen wie „Strase“ (gleich im 1. Satz!) halten sicher einige Mitglieder davon ab, die Geschichte auch nur zu Ende zu lesen.

Du hattest ja um Beispiele gebeten, an welchen Stellen man stilistische Mängel bemerkt. Ich gebe dir nur mal ein paar Gedanken von mir dazu:

Inca hat Folgendes geschrieben:
Nur Wesen konnte man es nennen, denn eine genauere Bezeichnung erschien unsinnig bei den vielen Widersprüchen die diese Kreatur aufwies.

Hier „bewertest“ du als Erzähler im Grunde deine eigene Geschichte. Du teilst dem Leser mit, dass du es nur Wesen nennen kannst, weil du aufgrund der vielen Widersprüche zu keiner genaueren Bezeichnung fähig bist. Das wirkt lächerlich, weil ich als Leser natürlich von dir präzise Beschreibungen erwarte. Das ist in etwa so, als ob du schreibst: „Es sah so schrecklich aus, dass es mit Worten nicht zu beschreiben war“ – Aha?! Wir sind hier aber in einer Geschichte, also muss alles mit Worten erklärt werden. Darüber hinaus ist diese „Ankündigung“ völlig überflüssig, weil du das Wesen dann ja doch beschreibst:
Inca hat Folgendes geschrieben:
Zum einen hatte es einen rosaroten Hasenpyjama an und ein entzückendes Buschelschwänzchen, auf der anderen Seite hatte es ein unglaublich hässliches graugrünes Gesicht und trug eine Schrotflinte unter dem Arm. Nun es war wirklich schwer einzuordnen.

Auch hier nimmst du durch die Bewertung (auf der einen Seite, auf der anderen Seite, Schlussfolgerung am Ende) dem Leser quasi das Denken ab. Der Widerspruch im Aussehen des Wesens sollte dem Leser selbst auffallen, dadurch fühlt er sich von dir, dem Autor, eher ernst genommen (also zumindest bei mir ist das so).
Kurzum: Diesen ganzen Absatz könnte man durch die bloße Beschreibung ersetzen. Diese sollte dafür vielleicht noch etwas bildlicher und konkreter sein. Der rosa Pyjama könnte z.B. blutbefleckt sein, es könnten sich knochige Körperkonturen darunter abzeichnen, er könnte schlabbern oder sich unter Muskeln spannen – was immer du willst, nur versuche, ein Bild vor dem geisitgen Auge deiner Leser zu erzeugen.

Wie Jarda schon sagte, gefallen mir einige Ideen und Bilder richtig gut, wie die vermeintlich blutigen Glasscherben der Straßenlaternen.
Um mich aber in deinen Text „hineinziehen“ zu können, müsstest du bildlicher werden und vor allem weniger bewertend. Ich würde dir z.B. empfehlen, auch den Mann in dem Zimmer etwas zu beschreiben. Was macht er gerade? Flätzt er sich im Sessel? Liegen Kartoffelchips-Reste auf seinem Unterhemd? Sind seine Augen schon träge vom Flimmern des Fernsehers? Wenn du nur etwas von einem Mann schreibst, wirkt das auf mich unpersönlich, mir ist das Schicksal des Mannes und damit auch sein Tod völlig gleichgültig. Aber du willst ja Emotionen wecken, oder? Wink

Wäre gespannt auf eine überarbeitete Version deiner Geschichte und wünsche dir viel Freude und gute Erfahrungen hier im Forum!

Liebe Grüße
Anne


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Ahriman
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BeitragVerfasst am: 21.10.2010 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

Inca, du mußt erst mal lernen, wozu man das Komma gebraucht und wo man es setzen muß.
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Susanne2
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BeitragVerfasst am: 21.10.2010 12:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ja Inca,

ich sag dann auch mal herzlich Willkommen hier! Laughing

Soll ich Dir auch mal was verraten?   Very Happy

Wer aufhört zu lernen - hört auf zu leben!  Cool

Und mit diesem Gedanken gehst Du jetzt einfach noch mal an Deine Geschichte.

Versuch die Tipps umzusetzen, dann sehen wir weiter!

 Wink


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