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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Das Projekt Wahrhausen


 

 
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Ridickully
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 33
Beiträge: 66



BeitragVerfasst am: 09.09.2010 20:09    Titel: Das Projekt Wahrhausen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das Projekt Wahrhausen

I. 12 Geburtstag

„Mein Name ist Wahrhausen. Ich bin 12 Jahre alt und meinem geliebten Reich mit meinem Leben und Stolz verpflichtet. Ich werde jede Bedrohung für mein geliebtes Reich aufspüren
und im Keim ersticken.
Das schwöre ich auf mein Leben und das unserer geliebten Kaiser.“
Mit weit vorgeschobener Brust, weil ich der Klassenbeste und somit der erste war, marschierte ich an den für mich vorgesehenen Platz und meine Kameraden leisteten den selben Schwur.
Als alle 80 ihren Schwur abgelegt hatten, stand unser Oberbefehlshaber Major von Stifel auf und applaudierte so, dass alle einstimmten, bis er mit seiner typischen Handbewegung den Saal innerhalb einer Sekunde zum Schweigen brachte.
Er genoss uneingeschränkte Autorität und seine Rede hat sich so in meinen Verstand gebrannt, dass ich sie fehlerfrei zitieren kann.
„Ihr seid die Auserwählten Wasserkrieger unseres geliebten Landes. Ihr seid die Rapunen, die jeden Feind vernichten. Ihr seid der Dreizack Neptuns und am Ende eurer Ausbildung werdet ihr vernichtender sein als jedes gottgeschaffene Lebewesen, welches in den Tiefen unseres Blauen Planeten ruht.
Doch eure Ausbildung hat gerade erst begonnen, Kadetten, und es werden nicht alle von euch schaffen. Doch die, die es werden, denen wird Ruhm und Ehre und der Dank unseres geliebten Reichs und unseres Kaiser zuteil.
Es liegen weitere acht harte Jahre vor euch. Doch es liegen auch schon zwölf harte Jahre hinter euch.“
An dieser stelle machte Major von Stifel eine Pause, um jeden von uns mit seinem kalten, erbarmungslosen graublauen Augen zu fixieren. Als er in meine Augen sah, glaubte ich für den Bruchteil einer Sekunde, Stolz lesen zu können, als er fortfuhr:
„ Ihr seid die Besten von etlichen tausenden aus dem ganz Reich und werdet ein Symbol unser unbestrittenen Macht. Ihr seid mit eurem Leben verpflichtet, unser Reich vor jeder Bedrohung, komme sie von außerhalb oder von innen, zu jagen, aufzuspüren und die Beute zu erledigen.
Selbst im Angesicht eures gewissen Todes werdet ihr nicht zögern, eure Mission auszuführen und niemals Schwäche zeigen, denn ihr seid die Auserwählten. Ihr seid die Besten, ihr seid das Elitesonderkommando Wasser.“
Wir brachen in tosender Zustimmung aus, achtzig Kinderstimmen, von Geburt an zum perfekten Soldaten im spezial Gebiet In- und Unterwasserkampf trainiert. Aber überzeugter als jeder Veteran.
Major von Stiefel brachte uns erneut augenblicklich zum Schweigen und fuhr fort.
„Nun werdet ihr auf die Jagd gehen, aber nicht wie sonst auf harmlose Raubtiere. Ihr werdet heute auf den wirklich wahren Feind treffen. Aufgabe ist es, alle Feinde ohne elektrische Hilfsmittel zu eliminieren. Es darf keiner entkommen.“ Ich sah zu meinen Kameraden und in unser aller Gesichter stand die Vorfreude. Dafür haben wir an Tieren und Puppen trainiert, dafür leben wir!
„ Ihr werdet in zehner Gruppen operieren, Gruppenführer vortreten“ fuhr von Stiefel fort.
Ich und sieben weitere traten einen Schritt vor und erhielten unsere Einsatzpläne.
„Abmarsch zum Ausrüsten, Ausschwärmen und vernichten. Los los los.“
Wir stürmten los und schnappten uns unsere Ausrüstung.
Wir wurden mit einem Rucksack und verschiedenen  Nahkampfwaffen ausgerüstet. Sowie mit leisen Fernkampfwaffen wie Blasrohr, Miniarmbrust, Harpune und Wurfmessern bewaffnet wurden wir in die Helikopter gebracht. Mein Team hat die Mission „die Brücke am Steilufer“ zu sichern und  jedem Gegner die Flucht zu versperren. Zudem soll ich von dort den Angriff koordinieren. Nach mehreren Stunden Flug landen die Helis und
in einem alle Kräfte mobilisierenden Gewaltmarsch preschten wir voran. Das Marschgepäck schnitt sich in unser Fleisch und gegen Abend brachen wir zusammen. Ich ließ meinen Trupp sich ausruhen. Sie sollten fit für den Angriff sein. Im Morgengrauen soll die Mission beginnen. Ich begann mit der Nachtwache. Leise summte ich ein Lied.

Hoch das Gewehr
Gegner den Weg verwehr
Niemals wanke
Niemals weich
Heil den Kaiserreich
Blut muss fließen
Den Gegner erschießen
Die Seuche ermeucheln
Hier und gleich
Heil dem Kaiserreich
Das Reich des Lichts
Häng den Christ
Wo die Macht
zu Hause ist
Köpf den Scheich
Heil dem Kaiserreich
Eine Faust
Hoch erhoben
Gerichtet an die,
die uns drohen
Die Religionen
Haben uns lang genug belogen
Und betrogen
es gibt nur das eine
heil dem Kaiserreich

Es ist erschreckend, wie ahnungslos die kleine Militärbasis keine 3 km entfernt still und regungslos daliegt, wie ein Rudel dummer Schafe, die ahnungslos und friedlich schlafend dasteht, auch wenn die Wölfe sie schon eingekreist haben, dachte ich mir, als plötzlich Bewegung in die Dunkelheit des Lagers kommt. Von der linken Seite treten 30 große Gestalten und 10 kleine in den Lichtkegel einer Laterne. Ein Mann ruft etwas, worauf ein paar  weitere Lichter angehen, aber der Alarm wird nicht aktiviert. Ein Glück, dass wir noch wie Kinder aussehen und für diesen Einsatz keine Schusswaffen bekommen haben, schoss es mir in den Kopf, während ich meine Kameraden wecke. „Leise sein, sie haben Einheit Rot gefangen! Macht euch auf ein vorzeitiges Gefecht bereit!“ Danach gab ich das Signal für die verbliebenen 6 Trupps. Ein Schleiereulenruf, der 1/10 kürzer und eine halbe Note höher ist, als der gewöhnliche Schrei der Schleiereule. Meine neun tapferen Soldaten, wie ich sie allzu gerne nenne, es sind meine Soldaten, über deren Leben und Tod ich entscheide.
 
„Macht euch zum Angriff bereit! Nur Waffen und Tarnung! Versteckt den Rest der Ausrüstung“.
Während meine Kameraden meiner Anweisung folgten, sah ich, dass sich inzwischen, ca. 50 Mann um die Einheit Rot versammelt hatten und scheinbar nicht so genau wussten, was sie machen sollten. Da öffnet sich die Tür des Haupthauses und selbst über 3 km konnte ich die voluminöse Form deutlich erkennen. Ein fetter Hauptmann. Optimal, denn ist der Hauptmann kein Vorbild, so ist die Einheit meist auch kein kampfstarker Haufen und vor allem kämpfen sie in der Regel nicht bis zum bitteren Ende.
„Huhurrr“ rief ich in die Nacht das Signal zum Vorrücken. Unser eigentlicher Plan, das Lager in Morgengrauen heimlich auseinander zu nehmen war nun zu riskant. Team Rot hatte bislang Glück, doch das konnte sich schnell ändern. Die Armeen des sogenannten (selbsternannten) Göttlichen Präsidenten sind durch ihre Brutalität besonders gegenüber der Zivilbevölkerung bekannt und verhasst. Doch wir und vor allem Team Rot hatten Glück. Der Fettsack schrie ein bisschen herum und verzog sich eilig ins Haus zurück, während die Soldaten Team Rot in eine Seitenbarracke führten.
Das Ganze beobachteten wir, während wir schon auf eineinhalb km heran robbten, der Kreis verengte sich.
Wir warteten, bis wieder Ruhe im Lager herrschte.
Dann gab ich das Zeichen: Team Schwarz, Blau, Braun, Grau und wir, Team Grün, vorrücken und auf Blitzangriff vorbereiten. Team Lila und Gelb Rückendeckung geben und Rückzug sichern, für die Soldaten im Lager nur das normale Rufen von Nachtvögeln. Für uns langjährig trainierte Codes.
„Nun Kameraden, Brüder und Schwestern. Heute wollen wir zeigen, was wir können. Keine Überlebenden und keiner von uns wird zurückgelassen. Tod oder lebendig, wir kommen alle nach Hause“ flüsterte ich.
Die Teams sind bereit und warten nur noch auf dein Zeichen. Ein tolles Gefühl.
„Ahuru“ los! Wie ein perfektes Uhrwerk, jedes Rad greift in das nächste. Im gleichen Augenblick starben alle sechs Wachen auf den Türmen. Textotan ein hochmodernes Nervengift, welches alle Muskeln innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde so verhärten lässt, dass dem Opfer für gar nichts mehr Zeit bleibt. Sie bleiben einfach in der Position, in der sie sich grade befinden, wie angewurzelt stehen, erfunden von einen gewissen Herrn Texto, der ein Muskelaufbaupräparat entwickeln wollte, bis er von Major von Stiefel stocksteif und mausetot in seinen Vorschungszimmer gefunden wurde. Nach einigen Experimenten wurde diese Substanz zur Waffe.
In derselben Zeit wurde der Zaun an allen vier Ecken und am Tor untergraben.
Schon ging das Gemetzel los. Team Schwarz und Blau säuberten lautlos und präzise die 4 Kasernen auf der rechten Seite. Während Team Braun und Grau die beiden Garagen und das Munitionslager übernahmen, schlichen wir hinter den Garagen und Munitionslager zum Hauptgebäude.
Dort angekommen schickte ich jeweils drei zur Küche und drei das Team Rot befreien.
Mit den übrigen drei sollte das Haupthaus ein Spaziergang sein, dachte ich.
„A und B, ihr geht unten rein, C folg mir,“ Wir kletterten die Wand an der Regenrinne hoch und ich spähte durch das Fenster. Vier Betten, vier schlafende Soldaten. Ich nahm einen kleinen spitzen Diamanten aus einer Tasche und ritzte einen faustgroßen Kreis nahe des Fenstergriffs in die Scheibe. Dann nahm ich das Stück Glas vorsichtig heraus, schob meine Hand durch und öffnete das Fenster. Welches einen Schluck Öl vertragen hätte, denn es gab ein verdächtiges Quietschen von sich.
Mir schlug eine Wolke von Alkoholdünsten entgegen, scheinbar hatten die Soldaten etwas zu feiern gehabt. Ich glitt hinein und C folgte mir, doch trat ich auf eine morsche Diele.
Drei der Soldaten schliefen schnarchend weiter, aber der vierte öffnete schlaftrunken die Augen. „Na nu, noch mehr Kin.....“ weiter kam er nicht. Ich sprang auf ihn, schlug ihn meinen mit Eisen durchzogenen Lederhandschuh in den Mund, sodass ein paar Zähne brachen, drückte meinen Arm weiter bis in seinen Rachen, so dass er nur noch ein paar kaum hörbare Laute gluckste.
Doch mein Aufprall auf das Bett war nicht so leise wie die rasche Ermordung des Soldaten.
Aber C hatte den nächsten schon lautlos die Kehle durchtrennt und die anderen beiden waren zu alkoholisiert, als dass sie irgend etwas merken konnten, wahrscheinlich merkten sie ihren eigenen raschen Tod nicht einmal.
Wir schlichen nach diesem Vorfall noch leiser von Raum zu Raum, fanden weitere zehn Soldaten, töteten diese lautlos und ohne erwähnenswerte Zwischenfälle. Als wir die Treppe hinab schlichen, hörten wir leise Stimmen. „ Meinst du, die Kinder kommen aus den umliegenden Dörfern?“ fragte der Erste. „Woher sollen sie den sonst kommen und verstehen kann ich sie ja“ antwortete eine zweite Stimme.
„Aber sie sind so gut ausgerüstet. Die geizigen Bastarde, klagen doch immer, dass sie nichts haben“ spricht eine dritte Stimme.
„Ausgerüstet mit Blasrohren und Messern, hahaha, das nennst du Ausrüstung, haha, da war ja der Bauer mit seiner Familie gefährlicher. Was machen wir mit den beiden Ninjakids“ ein vierter, woraufhin sie alle lachten und ich ein paar dumpfe Schläge hörte, aber keinen Schrei. Ganz schön zäh die kleinen Ninja, sollen wir sie gleich runter bringen, damit Jakoff sie zum schreien bringen kann?“ sagte der vierte „Nein, der ist bestimmt mit den anderen beschäftigt und du weißt, wie er ist, wenn er beim Essen gestört wird. Bringen wir sie rüber zu den anderen und schauen, ob sich noch mehr von denen rumtreiben.“ antwortete der erste. Dann folgten Schritte und wir sahen sie von der Treppe, zwei schliffen A und B hinter sich her.
Sie bluteten stark. „Was machen wir jetzt!“ fragte C „Folge mir!“ antwortete ich
und stürmte zum Fenster, öffnete es leise und wollte meine Kameraden gerade warnen, als ich die fünf feindlichen Soldaten gleichzeitig zusammen brechen sah. Kurz danach huschten 5 kleine Gestalten in die Tür, aus denen die Soldaten vor wenigen Augenblicken kamen. Ich und C rannten schnell zu ihnen und gemeinsam durchkämmten wir den unteren Teil des Hauses, fanden aber keine Menschenseele. Ich rief alle Teams zusammen, bis auf Gelb und Lila, die weiterhin unseren Rückzug sichern sollten. Von Team Rot fehlten zwei. Die anderen aus dem Team berichteten, dass sie mit dem Hauptmann ins Hauptgebäude geführt wurden. Ich berichtete von dem belauschten Gespräch, wonach sie irgendwo in einem geheimen Keller des Hauses gefangen sein müssten.
Wir durchsuchten jeden Teil des Hauses, doch fanden nix. Zudem mussten wir äußerst leise vorgehen, da wir die Feinde im Keller sonst warnten.
An diesen Abend beschloss ich, in Zukunft immer Gefangene zu machen, denn ein Toter kann nicht mehr singen. Also blieb uns nach vergeblicher Suche nur übrig, uns in jedem Raum zu postieren und abzuwarten.
Warten darauf, dass andre was machen, ist das Furchtbarste, warten was es gibt, gerade wenn man weiß, dass zwei seiner Kameraden wahrscheinlich zur selben Zeit in Lebensgefahr schweben.
Es verging 1 Stunde dann zwei, zwei ein halb, ein Schrei direkt unter dem Kaminzimmer. Mir reicht es, ich gab den Befehl, den Boden einzuschlagen, doch nach den ersten zwei Schlägen schwang ein Stück Wand herum, gerade mal so groß, dass ein schmaler Mann seitlich hindurch passt. Schüsse, Schreie, eins meiner Wurfmesser und der Mann kippt polternd die dahinterliegende Treppe hinab. Doch hatte er ein oder zwei von uns erwischt. Das konnte ich in der Aufregung nicht genau feststellen.
Wir alle zwölf, die in den Raum waren, konzentrierten uns auf die schmale Öffnung.
keiner dachte mit, sonst wär uns aufgefallen, dass der dicke Hauptmann niemals durch dieses schmale Loch passte.
Doch da war es schon zu spät! Eine zweite größere Tür öffnete sich leise hinter uns und schon  hörte man einen ohrenbetäubenden Lärm und zwei kleine halbzerfetzte Körper flogen an uns vorbei, weitere zwei Schüsse folgten, Schreie. Doch da flog auch schon die nächste Tür auf. Vier Armbrustgeschosse flogen und die beiden Männer in der Öffnung waren an die Wand genagelt. Zum Glück hatten unsere Kameraden im Nebenzimmer schneller reagiert und reagierten weiterhin schneller. Sie stürmten zur Öffnung. Es war so still geworden, dass man das Klicken zweier Miniarmbrüste hörte und zwei kurze Aufschreie.
Es war furchtbar. Drei unserer Kameraden lagen regungslos da, während zwei weitere sich in ihrem eigenen Blut und Gedärmen wälzten. Ich riss mich aus meiner Starre und befahl vier, die Haupttreppe zu nehmen, während ich mit C die Nebentreppe runter stürmte. Weitere folgten uns. Unten angekommen drehte der Anblick mir den Magen um. Überall Foltermaschinen auf denen tote und halbtote Männer und Frauen, aber hauptsächlich Kinder, lagen. Zwei hässliche Männer versuchten so schnell sie konnten die Beweise zu vernichten indem  sie die Leichen aber auch die noch  Lebenden in einen gewaltigen Ofen schleuderten. Ich gab den Befehl, mit ihnen das selbige zu machen und ihre schreie verfolgten uns den gut 50 Meter langen Tunnel hinaus. Die nächste Tür, dick aber offen, dahinter befand sich ein Kühlraum voll mit toten Tieren aber zu unseren Entsetzen auch mit einigen Menschen gefüllt. Ein Aufzug führte hinauf zur Küche, doch keine Spur von dem Hauptmann und unseren beiden verschollenen  Kameraden.
Nach langem Suchen fanden wir eine weitere Geheimtür. Dahinter lag Rot E splitternackt und fürchterlich zugerichtet. Man hatte ihm seine Arme und Beine bei lebendigem Leib gebraten und angefangen zu verspeisen. Seine Augen fehlten genauso wie die Zunge und das Genital. Ich befahl, die Überreste nach oben zu schaffen und folgte voller Hass dem Gang.
Der Gang endete an einen Unterirdischen See. Niemand war da, ich steckte den Kopf unter Wasser und konnte ganz leise den Motor eines U-Boots hören.
Ohne zu zögern befahl ich den Rest umzukehren und oben bis kurz vor Sonnenaufgang auf mich zu warten, ich wollte nicht noch mehr Kameraden verlieren und wer weiss, wo dieser Unterirdische See wieder an die Wasseroberfläche kommt.
Ich zog die Flossen an und streifte meinen Tarnanzug ab, worunter sich mein Neoprenanzug verbarg, befestigte zwei kleine Dosen mit reinen Sauerstoff an meinem Gürtel, ließ mir eine Harpune geben und sprang ohne zu zögern in das selbst mit Neoprenanzug eiskalte Wasser, schwamm bis zum Ende der Höhle nahm noch einmal ein tiefen Luftzug und tauchte und tauchte. Meine Unterwasserlampe spendete mir nur spärlich Licht und die unter Wasser liegende Höhle mündete nach ca. 60 Metern in einen Gang. Dieser Gabelte sich nach weiteren 15 Metern, das Motorengeräusch war nur noch ganz schwach zu hören oder bildete ich mir nur ein, dass es aus dem linken Gang käme. Keine Zeit zum Zögern. Weiter ging es nach links, immer weiter, 1 Kilometer, zwei, drei meine erste Sauerstoffflasche ging leer. Nach einem weiteren Kilometer ging der Gang abwärts, die erste Panik setzte ein. Gedanken wie Umkehren wurden sofort durch die Strecke verhindert denn wenn ich umkehren würde, käme ich mit dem Sauerstoff höchstens bis zur Gabelung und wer weiss, wie weit es nach rechts geht. Also weiter, immer weiter abwärts. Ich schaltete mein DGG ein (Druckausgleichgerät).
Und tauchte weiter abwärts einen weiteren Kilometer. Mein Sauerstoff würde noch für ca. eineinhalb weitere Kilometer ausreichen, doch was runter geht, geht auch meistens wieder hoch.
Die leichte Strömung, die mir seit ca. einem halben Kilometer aufgefallen war, die ich bis jetzt aber ignorierte, nahm zu. Verzweiflung flammte in mir auf. Ich schwimme bestimmt zur Quelle die unterirdisch liegt. Ich bin verloren.
Doch mein Körper trotzte meinen Gedanken und schwamm weiter Zug um Zug. Der Sauerstoff wurde knapp. Noch drei Atemzüge, zwei und ein letzter kräftiger Zug, alle. Die entgegenkommende Strömung wurde stärker aber auch gleichmäßig schwächer. Es schien als ob das Wasser an mir drückte und dann wieder ziehe. Meine Lunge brannte und schrie nach Sauerstoff. Ich setzte die Technik ein, wo man aus den Wasser zwar nur minimal aber zumindest etwas Sauerstoff filtert, in den man Wasser in den Mund nimmt und doch schnelles gurgeln den Sauerstoff von den Wassermolekühlen trennt.
Da schmeckte ich es, Meerwasser. Mit letzter Kraft schoss ich mit den Sog um eine Biegung
und war im Meer. Ich weiss nicht wie aber irgendwie gelang es mir an die Wasseroberfläche zu kommen und halbtot an Land zu kriechen.












II. Eigene Gedanken

Ich wachte schweißgebadet auf, was für ein schrecklicher Traum. Ich hatte mehrere Menschen getötet, einen sogar mit bloßer Faust. Wo war ich, der salzige Geschmack in meinem Mund ließen den Traum immer realer erscheinen. Ich drehte mich rum, rieb den Sand und das Salz aus den Augen und sah, dass ich an einem kleinen Sandstrand lag. Vor mir das weite Meer, hinter mir steile Felsen. Die Sonne ging langsam unter. Ein paar Möwen schrien, sonst friedliche Stille. Ich blieb noch eine Halbe Stunde liegen, die mir wie Tage vorkam.
Es ist erstaunlich, wie langsam Zeit vergehen kann, wenn man nicht weiss, was man machen soll und es ist erstaunlich, wie schwer es ist, eigene Entscheidungen zu treffen. Sicher, ich war Befehlshaber bei etlichen Übungen und ein paar Missionen und musste somit ständig sekundenschnelle Entscheidungen treffen, aber man hat immer sein Ziel vor Augen, den Auftrag zu erfüllen.
Bis jetzt hatte ich mehr oder weniger nur Befehle ausgeführt, weiter geleitet und die meiste Zeit mit Training verbracht.
Was sollte ich jetzt machen, meine Mission ist noch nicht vorbei. Der Hauptmann, wie hieß er noch, Jekoff ja Jekoffe dieser fette Bastard, der Kannibale, der Mörder, das stinkende, aufgedunsene Tier. Meine Gedanken verhaspelten sich und kreisten einige Minuten über Verwünschungen. Nach diesen Gedanken kamen die Bilder der ganzen Schlacht noch mal hoch, mir wurde schlecht und ich musste mich übergeben.
Was ich wiederum auch nicht verstand, da ich zum Töten doch geboren war oder nicht?
Meine Gedanken schossen wie e dutzende Kugeln, die gleichzeitig im Flipperautomaten sind, hin und her. Von Jekoff zur Ausbildung, Major von Steifel, die Schlacht, die Folterwerkzeuge im Keller, verbrennende Menschen und immer wieder die Gesichter von meinen gefallenen Kameraden, ganz besonders oft von Kai Westermann, wie er verstümmelt und angefressen hinter der Tür liegt. Ich gab mich meinen Gefühlen hin und weinte bitterlich, wofür ich mich vor mir selber schämte.
Nach unbestimmter Zeit erwachte ich aus meiner Lähmung, gab mir selber ein paar heftige Backpfeifen und konzentriere mich auf meine jetzige Situation.
Ok das U-Boot ist weg und zur Zeit unerreichbar, also muss ich zurück zur Basis.
Doch wo ist sie und vor allen wo bin ich. Wir hatten einen Treffpunkt unweit der feindlichen Militärbasis ausgemacht, wo uns die Helis aufsammeln sollten.
Aber erstens wusste ich nicht, wo ich überhaupt bin und zweitens lag der Zeitpunkt in den Morgenstunden also schon etliche Stunden zurück.
Ich beschloss mir zuerst eine Übersicht über das Gelände zu verschaffen. Doch ich musste äußerst vorsichtig vorgehen, da ich mich weiterhin in Feindesland befand.
Ich kletterte nur mit meinen Messer bewaffnet, die Harpune hatte ich im Wasser verloren, ohne Essen und Trinken die Steilwand hoch.
Es ging erstaunlich leicht, oben angekommen sah ich in der Abenddämmerung ein düsteren, verwachsenen Urwald mit den riesigen Nadel- und Laubbäumen, die von Moosflechten wie Bettler in Lumpen gehüllt vom Wind leicht hin und her schwankten. In der Ferne hörte ich denn Schrei eines Merlin, der neben dem Sperber der kleinste Greifvogel Europas ist, schoss es mir durch den Kopf.
Durch die Akademie hatte ich nicht nur Kämpfen, sonder auch das Leben bzw. Überleben in der Natur gelehrt.
Da die Bäume mir die Sicht nahmen, beschloss ich, auf eine gewaltige Eiche zu steigen, um mir ein besseren Überblick zu verschaffen.
Ich erklimmte den gut 300 Jahre alten Koloss,
doch da ich keinerlei Anzeichen von menschlicher Zivilisation entdecken konnte, sondern nur unberührte Natur sah, die von der rasend, wachsenden Dunkelheit verschlungen wurde, beschloss ich, die Nacht auf den Baum abzuwarten.
Mit denn ersten Sonnenstrahlen, kam auch keine neue Erkenntnis über meinen Standpunkt, hinter mir das Meer und in der Ferne Land. Vor mir Wald, der einen Hügel hochwuchs und mir somit die Sicht versperrte.
Also erstmal wandern, doch äußerst vorsichtig, da Hauptmann Jekoff bestimmt schon den Angriff auf die Militärbasis gemeldet hat. Ich schlich vorwärts und versuchte anhand der Flora und Fauna meinen Standpunkt zu erkennen.
Uns wurde nicht mitgeteilt, wo genau unsere Mission stattfindet, aber da wir aus dem Norden des Geliebten Mittelreichs ca. ehemaliges Dänemark losgeflogen sind und die Feinde eindeutig der Göttlichen Güte angehörten,
Vernatische Christen, denen Kannibalismus, Pedophilismus, jegliche Misshandlungen und Verstümmelung wie ich sehen müsste nicht zu Unrecht nachgesagt werden,
vermutete ich, dass ich im ehemaligen Skandinavien sein müsse und anhand der Bäume unterhalb der Limes norrlandicus die sich allerding durch den Klimawandel um ca. 100 Km nach Norden verschoben hat.
Als ich die Flora genauer betrachtete vielen mir zunächst die vielen Orchideenarten auf, zudem sah ich Pflanzen, die eher im balkanischen Raum beheimatet sind.
Da vielen mir die Goten ein, die auf Grund der Gutasaga um die Zeitwende teilweise verließen und später als Ost- und Westgoten gewaltige Reiche zu errichten.
Ich musste lachen, gewaltige Reiche, wie es sie heutzutage gibt, hatten die Goten bestimmt nicht. Die Römer ja, aber nicht die Goten.
Aber wie hieß diese Insel noch mal? Ach ja, das wahr ganz einfach Gotland, genau Gotland.
Wo ich den Namen der Insel wusste, vielen mir auch die wichtigsten Daten ein:
Gotland liegt in der Ostsee, ca. 90 km vor der Ostküste des ehemaligen Schwedens, und 150 km bis zum ehemaligen Lettland. Gotland besitzt eine Länge von ca. 120 km und eine maximale Breite von 50 km. Die Fläche der Insel beträgt etwa 3200 km².
Die Einwohnerzahl ist schwer zu schätzen, da das Militär der Göttlichen Güte seit ca. 13 Jahren die unangefochtene Kontrolle über Gotland besitzt.
Zu Gotland gehören die kleineren Inseln Färöer, Lilla, Stora Karlsö und Östergarn.
Doch was bringen ein Daten und Fakten, so beschloss ich, wenn auch äußerst vorsichtig, die Insel zu erkunden und vor allem meinen bis zu den Kniekehlen hängenden Magen zu füllen. Ich suchte mir ein paar Wurzeln und Pilze, die furchtbar schmeckten, und machte mich auf den Weg.

Ich schlich den Hügel hinauf und kletterte vorsichtig auf einen dort gelegenen Baum, die Morgenluft duftete, doch der Wind brachte mir beißenden Qualm, der keine 10 km weit in dicken Wolken aufstieg. Die Militärbasis, wahrscheinlich bis auf den letzten Stein zerstört.
Eigentlich sah der Plan vor, alle zu töten und das Ganze wie einen Gasexplosionsunfall aussehen zu lassen. Doch da Jakoff entkommen war, hatten meine Kameraden scheinbar ihre Wut und Trauer durch Zerstörungsgewalt ausgelebt.
Ich beschloss, mir die Ausmaße der Zerstörung aus der Nähe anzusehen, kletterte wieder auf den Boden, und schlich langsam vorwärts. Ich konzentrierte mich auf all meine Sinne, doch konnte nur die normalen Geräusche des Waldes hören, ein paar Vögel, die ihre Melodien in den Wald sangen, das Knacken und Knistern von kleinen Tieren, die über den Waldboden huschten, nichts Außergewöhnliches.
Ich kam gut voran, die Hälfte hatte ich nach nicht mal einer halben Stunde zurückgelegt, als ich ein verdächtiges Geräusch hörte, ein stark unterdrückter Schmerzensschrei.
Kaum hörbar eher wie ein kurzes abgerissenes Schluchzen. Ich zog mein Messer und nährte mich der Stelle, ohne das geringste Geräusch von mir zu geben. Hinter einem dichten Gestrüpp in einer Senke hatte sich ein schwerverletzter Mann notdürftig mit Gestrüpp bedeckt und lag in Sterben.
Er murmelte leise in seiner Muttersprache und seiner Kleidung nach zu schließen, handelte es sich um ein Zivilisten. „o gud försevara min unge försevara min unge försevara min unge“
Er wiederholte immer wieder diesen Satz „o gud försevara min unge“. Ich räusperte mich und der Mann drehte sich hastig und unter starken Schmerzen zu mir um, wobei er ein kleinen Schmerzensschrei von sich gab, zwar in Verhältnis zu seinen enormen Qualen leise, doch laut genug, um ihn in einem Kilometer Umkreis zu hören. Ich Befahl ihm mit einer raschen Geste, leise zu sein und horchte mit voller Konzentration in den Wald.
Ein paar Vögel und kleine Säugetiere, deren Geräusche ich rasch ausblendete, doch da ein verdächtiges Knacken ca. 300 Meter südlich von uns. Gefolgt von einem weiteren ein paar Meter näher und dann noch mal und nur noch ungefähr 250 Meter entfernt. „Verstehst du mich. Ich bin nicht dein Feind“ flüsterte ich, der Mann nickte schwach „Ich klettere auf den Baum da“ fuhr ich fort und zeigte auf eine nahstehende Eiche „Wenn ich dir dieses Zeichen gebe schreist du, aber nicht lauter als vorhin, verstanden“ Der Mann nickte, wobei ihm ein kleiner Schwall Blut aus dem Mund lief, lange würde er nicht mehr durchhalten. Ich kletterte auf meine Position und wartete. Knack 200 Meter, Ruhe. Knack, knack 150 Meter. Ich versuchte etwas zu sehen doch der Wald war hier so dicht, dass man keine 15 Meter weit blicken konnte, Knack, deutlich lauter, vielleicht noch 50 Meter. Der oder die da kamen bewegten sich sehr schnell und leise und vor allem präzise auf den verwundeten Mann zu. Ich gab ihn das Zeichen und er schrie wie vereinbart, ich machte mich bereit, doch damit hatte ich nicht gerechnet, die Schritte wurden noch schneller, unmenschlich schneller und schon schoss ein Hund oder so etwas an meinen Baum vorbei und sprang auf den Mann, der instinktiv seinen Arm hochriss, gefolgt von einem erstaunlich leisen Schrei, scheinbar war schon Blut in sine Lunge gedrungen. Für den Bruchteil einer Sekunde war ich überrumpelt, doch dann sammelte ich mich sprang von meinen Baum. Direkt in einer Flugrolle kam auf die Beine, tat zwei schnelle Schritte und sprang weiter, wobei ich mein Messer zog, mit welchem ich dem Tier die Hinterläufe knapp über den Gelenk durchschnitt.
Das Tier brach hinten ein doch liess im selben Augenblick von seinem ersten Opfer los und schnellte herum. Doch da es die hinteren Beine nicht mehr nutzen konnte, fehlten ihm entscheidende Sekunden. Ich schlug mit meiner linken Hand nach dem über mir auftauchenden Kopf, der dadurch nach oben geschleudert wurde, zog in der gleichen Bewegung meinen rechten Arm mit dem Messer so kraftvoll hinterher, dass ich das Geschöpf beinah enthauptete, es wahr sofort tot. Ich stieß den Kadaver von dem Mann und erkannte, dass es ein Wolf wahr. Der Mann lag reglos da. Für den ersten Augenblick dachte ich, er sei tot, aber dann sah ich die leichten Auf- und Abbewegungen seines Brustkorbs. Ohnmächtig und im Sterben, er hatte nur noch wenige Minuten. Ich beschloss, ihn zu wecken, auch wenn so sein Tot qualvoller werden würde, aber ich musste wissen, was mit ihn passiert war. Ich setzte den Esmarchschen Handgriff ein, wo man mit den Zeigefinger in den Kieferwinkel am Ohr drückt, dadurch wird der Unterkiefer etwas vorgeschoben, der Mundboden angehoben, wodurch die Atemwege freigemacht werden. Zusätzlich kniff ich ihn mit den Fingernägeln so doll ich konnte in die Nasenlöcher.
Er wurde schlagartig wach, stöhnte und schupste mich mit seinem heilen Arm weg.
„Jävla...“ ich unterbrach ihn „Ich bin Leut ah ...Wahrhausen, wer hat dich angegriffen, antworte“ Er schaute mich verwirrt an aber sprach, wenn auch nur einzelne Worte, und unter erheblichen Mühen „Ich Sören Holgersson, Soldarten Göttlichen Güte mittags ins Dorf da“ er nickte mit seinen Kopf in Richtung Süden, da wo auch der Wolf herkam „Kinder
mitgenommen“ danach wiederholte er noch ein paar mal das schwedische Wort rädda und ein Fraunennamen „Mia“ bevor er mit einem Flehen in den Augen starb, welches mich zutiefst erschauderte, da der Mann all seine Hoffnung in mich legte. Ich war wie gelähmt und sass einige Minuten nur da, den Toten anstarrend, bis ich von einem lauten Heulen aus meiner Trance gerissen wurde. Das Rudel des Wolfes, schweren Herzens überlies ich ihm den Leichnam von Sören und beschloss, mir zuerst das Dorf anzusehen.

Ich rannte lautlos in Richtung Süden, immer von Versteck zu Versteck, ca. zwei Kilometer durch den Wald, der sich langsam lichtete. Ich fand einen Trampelpfad, der an diesem Tag schon von vielen schweren Schuhen begangen wurde, die Soldarten hatten sich scheinbar keine Mühe gegeben leise vorzurücken. Überall am Wegesrand waren Äste abgebrochen und kleine Pflanzen platt getreten. Ich untersuchte die Spuren genauer und stellte fest, dass ein Trupp von mindestens 50 in Richtung Süden gegangen wahr. Aber nur ca. eine Handvoll über diesen Weg zurück kamen. Doch die Spuren waren schon ein paar Stunden alt, dennoch war ich zum Äusserstem gespannt. Ich kam um eine Biegung, der Pfad stieg leicht an.
Doch hinter der Hügelkuppel frass sich dicker schwarzer Qualm in festen Schwaden hinauf.
Ich robbte die letzten Meter und später vorsichtig in das dahinterliegende Tal.
So hatte ich mir die Szene aus die Chronik der Unsterblichen vorgestellt, in der Andre in sein Heimatdorf zurückkehrt.
Das Dorf muss sehr klein gewesen sein, keine zwanzig Häuser, inzwischen nicht mehr als große Scheiterhaufen. Eine starke Windböe kam auf, die mir den Gestank von verbranntem Holz, Plastik und Fleisch in die Nase trieb, ich musste mich schlagartig übergeben und rollte mich rasch zurück, um dem beissenden Rauch zu entkommen.
Nach einigen Minuten hatte ich die schlimmste Übelkeit überstanden, band mir ein Stück Tuch über Nase und Mund und verschaffte mir ein genaueren Überblick.
Es waren einmal sechzehn kleine windschiefe aber wahrscheinlich gemütliche Häuser und eine kleine Kirche gewesen, die in einer kleinen oval förmigen Senke lagen. Der Pfad auf dem ich lag führte mit zwei kleinen Schlenkern, die angelegt wurden, um ihm die Steilheit zu nehmen, in den scheinbar hinteren Teil des Dorfes. An der mir entgegen liegenden Seite führte eine schlechte Teerstraße in den Wald. Doch nirgendwo ein Anzeichen von Leben, ich beschloss nachzusehen und rannte so schnell ich konnte den vor Blicken ungeschützten Hang hinab, wobei ich ins Straucheln kam, wegrutschte und die letzten Meter schmerzvoll hinabstürzte. Direkt auf ein brennendes und glühendes Haus zu. Ich versuchte mit aller Kraft mich in den aufgewühlten, schlammigen Bode zu krallen, doch schaffte es nur meine Rutschpartie zu verlangsamen. Ich rutschte in die Glut, prallte mit dem Arm gegen einen dicken Balken, der meinen Aufprall stoppte, mir dafür aber einen glühenden Nagel überließ, welcher sich mit enormer Temperatur in meinen linken Oberarm fraß.
Ich schrie, doch der Rauch und Schmerz raubte mir den Sauerstoff und das Bewusstsein.
Mein letzter Gedanke wahr, ich sterbe, weil ich ausgerutscht bin.

Ich wachte mit enormen Schmerzen auf, konnte aber nicht schreien, mein Mund war wie mein übriger Körper fest verschnürt. Nur meine Augen hatte man offen gelassen.
Es war dunkel bis auf ein paar schwache Lichtstrahlen die wahrscheinlich vom Mond stammten, ich lag auf Waldboden in einer aus Stöckern gebauten zwei Meter mal zwei Meter Höhle scheinbar allein, doch die Schmerzen beraubten mich kurze Zeit später erneut meiner Sinne.
Als ich wieder wach wurde mussten sich meine Augen erstmal an die hellen Lichtstrahlen gewöhnen. Es wahr wohl ein neuer Tag, an meiner Lage und den Schmerzen hatte sich nichts geändert, außer dass ich zusätzlich enormen Hunger verspürte. Nach einigem Blinzeln wurde die Sicht besser und der vor mir hin und her wackelnde Schatten klarer.
Das Erste, was ich erkante, waren zwei große Schneidezähne ähnlich eines Hasen, ich versuchte automatisch wegzurobben, unter enormen Schmerzen schaffte ich es zumindest, mich einige Zentimeter von den Wesen zu entfernen, welches merkwürdige Geräusche von sich gab. „Ingen ångestar“ ich gab ein stöhnen von mir, worauf hin mir mein Mund befreit wurde „Was seit ihr für Wesen, was wollt ihr, verschwindet ihr Dämonen“
Ich hörte ein leises sehr hohes Quieken, welches mich stark an Lachen erinnerte, und sah einen zweiten Schatten neben dem ersten auftauchen, ich hatte vorher nie gebetet, doch in dieser Situation flehte ich alle Götter und Geister an mich zu verschonen.
Doch die Gestalten blieben und tuschelten leise miteinander. Ich nahm meinen Mut zusammen und sprach sie noch mal an „Was wollt ihr von mir, bitte last mich an Leben, bitte“
„Nicht Angst“ antwortete die hohe Stimmen „Ich nicht gut Esperanzer“ Esperanzer ist die neue Weltsprache, sagte unser Kaiser nach den Jahren der Katastrophen und Weltneueinteilung, doch die andren vier Reiche sehen das anders und so haben sich fünf Weltsprachen entwickelt. „wir gefunden dich fast tot“ „Ich Mia und das Svent, trink das“ Es wurde mir eine Schale mit Wasser unter den Mund gehalten und ich trank gierig. Meine Augen gewöhnten sich an das Licht und ich erkannte zwei Kinder, der Junge vieleicht ein, zwei Jahre älter als ich und das Mädchen etwas jünger „Ich bin Carlos, was ist passiert“ fragte ich, dass Mädchen fing leise an zu weinen, während mir der Junge erzählte, dass Soldaten der Göttlichen Güte in ihr Dorf kamen, alle Kinder mitnahmen und die Erwachsenen in den Häusern bei lebendigem Leib verbrannten. Nur Mias Vater konnte entkommen und würde sie retten kommen. Ich berichtete von Tot Sörens, allerdings ohne die Wölfe zu erwähnen.
Svent beschloss, etwas Essbares zu suchen, während Mia sich um meine Verletzungen kümmerte. Meine Hände und Füße waren durch das schwere Leder gut geschützt, aber am restlichen Körper hatte ich überall Verbrennung und Brandblasen. Meine linke Seite, vor allem meine linke Rückenhälfte, wahren stark verbrannt, doch am schlimmsten schmerzte mein linker Oberarm, und als Mia nach Aufforderung mir den Verband abnahm sah ich die Ursache der Schmerzen. Ein Nagel hatte sich seitlich mit der gesamten Fläche einige Zentimeter in meinen Arm gebrannt und dort fest gebrannt.
Ich fragte Mia nach meinen Messer und ein dicken Stück Holz, sie gab mir beides mit leichtem Zögern und Angst im Blick. Ich biss so fest auf das Holz wie ich konnte und begann mit den Messer in der Wunde rumzustochern und schaffte es nach kurzer Zeit, den Nagel zu entfernen.
Danach viel ich erneut in Ohmacht.
Ich wachte schweißgebadet auf.  Mia wahr über mir und rüttelte mich „Carlos, Carlos“ Große Tränen liefen ihre schönen Wagen herab“ Was“ fragte ich „Soldaten Svent“ antwortete sie „Was, wo“ stotterte ich. Sie zeigte mit der Hand in Richtung Westen. Ich nahm mein Messer und wollte aufspringen doch brach gleich wieder zusammen, da hörten wir auch schon schwere Schritte auf unser Versteck zukommen, da waren sie auch schon, drei Soldaten. Mia riss mir das Messer aus der Hand und versuchte, die Männer anzugreifen, doch der vorderste wich den Stich geschickt aus und schlug dem Mädchen die Faust ins Gesicht, sodass sie augenblicklich das Bewusstsein verlor. Er packte sie an den Beinen und schliff sie weg, während die andren beiden mir einen Sack über den Kopf stülpten und mich an Armen und Beinen packten und wegtrugen.

















III In Gefangenschaft

Ich wurde ein Stück getragen, dann an Händen und Beinen gefesselt und unsanft auf Holz geschleudert. Die Schmerzen des Aufpralls beraubten mich beinah meiner Sinne. Auf und neben mir schlugen weitere Körper schmerzhaft und hart wie Zementsäcke ein. Mein Körper schrie in jedem Nervenende vor Qual und der Geruch von Schweiß und Blut vermischte sich zu einem besinnungsraubenden Gestank. Zusammen mit dem Schluchzen, Heulen und Schreien ergab diese Fahrt für mich das Ebenbild der Hölle. Der Motor heulte auf und wir wurden von den Kurven und Schlaglöchern wie ein winziges Boot im Sturm hin und her geschleudert. Ich kämpfte mit aller Kraft gegen die Besinnungslosigkeit an, deren mehr und mehr meiner Leidesgenossen anhand der abnehmenden Schreie scheinbar zum Opfer fielen.
Falls sie nicht starben. Ich schaffte es mit Mühen, bei Bewusstsein zu bleiben.
Nach einer Weile wurde die Klappe aufgemacht und sie luden uns eben so unsanft aus wie sie uns eingeladen hatten. Ich hörte zwei Stimmen, die sich in Latein unterhielten. Die gehobene Sprache der fanatischen Christen die Göttliche Hand. Leider hörte ich sie sehr schlecht und war zu diesen Zeitpunkt des Latein noch nicht mächtig, ansonsten nein dazu später. Doch ich prägte mir die paar Wörter ein, die ich hörte :Vivire, Ventus, Vicius, Dominus, Abigere. Dann lachten sie laut und der eine gab auf Englisch den Befehl zum Einladen. Ich wurde erneut gepackt, doch diesmal auf Eisen gebettet und mit Ketten befestigt.
Nach kurzer Zeit wurde ein deutlich lauterer Motor gestartet, scheinbar ein Flugzeug.
Mit dem Start verließen mich meine letzten Kräfte und ich fiel in einen nervösen Schlaf.
Ich lag in einer großen Schale, um mich rum tanzten Gestalten in braunen Mönchskutten und (mit einer) Fackel. Einer stimmte ein schrecklichen Singsang an: Enomine abte de spirtit sanktie, einer nach dem andren stimmte ein bis sie sich zu einen lauten Chor vereinten, die Wörter wurden zu Flammen, die wie leckende Zungen auf mich zu kamen bis sie mich umhüllten und in Windeseile zu Asche zerfraßen.
Ich erwachte schweißgebadet. Meine Augen gewöhnten sich nur langsam an die Dunkelheit. Man hatte mich von dem Sack über den Kopf befreit und auch mein übriger Körper war nicht gefesselt. Ich lag auf einer Pritsche und man hatte sich um meine Wunden gekümmert, durch ein kleines vergittertes Fenster fiel Mondlicht hinein und erleuchtete einen Tisch, auf dem sich Brot und ein Krug Wasser befanden. Noch eine Toilette und ein Waschbecken aber ansonsten wahr die Kammer trostlos und kahl. Ich stürzte mich gierig auf Essen und Trinken, prüfte die Tür, die wie vermutet massiv und verschlossen war und fiel diesmal in einen Tiefen und erholsameren Schlaf.
An nächsten Tag bestätigten sich meine Eindrücke, ich befand mich in einer Zelle. Durch das Fenster stellte ich fest, dass ich mich in zehnten Stock befand ansonsten konnte ich nur ein kahlen Innenhof sehen, der Von den Gefängnis umschlossen wahr. Ab und zu wahren andre Gefangene zu sehen die in Kreis liefen, mehr nicht.
So vergingen einige Wochen, ich bekam Essen und Trinken durch eine Eisenklappe in
der Tür, einmal an Tag kam ein Arzt mit zwei schlussbereiten Wachen, um sich um meine Wunden zu kümmern. Doch sagten sie nie ein Wort, auch nicht als ich sie beschimpfte, dafür bekam ich ein paar kräftige Schläge und Tritte also verstummte ich auch.
In der übrigen Zeit trainierte ich meinen Körper und schlief.
Nach drei Monaten wahr ich komplett geheilt von meinen schrecklichen Verbrennungen war nur noch die Narbe in Nagelform auf meinen linken Oberarm zu sehen, als dies der Arzt sah war er zufrieden und an selben Tag wurde ich von einer fünfköpfigen Eskorte abgeholt und in eine andre Zelle in zweiten Stock eskortiert. Ich prägte mir jeden Gang und jedes Sicherheitssystem genau ein. Wir mussten uns in einem Hochsicherheitsgefängniss der Klasse III befinden. Mit Augen, Fingerabdruck und DNA Scan an jeder der vier Stahlschleusen, die wir durchquerten. Zudem modernste Kameras, die auf jegliche Bewegung, Wärme und Elektrizität reagieren. Selbstschussanlagen und Feuermelder, die gleichzeitig von harmlosen betäubenden bis zu hoch tödlichen Giftgasse versprühen können, je nach Einstellung, rundeten das ganze Programm ab. Ganz zu schweigen von den zahlreichen gut ausgebildeten und bewaffneten Wachen. An eine Flucht wahr zu diesen Zeitpunkt nicht zu denken.
In meiner neuen Zelle erwarteten mich vier Gefangene, wovon ich drei schon kannte Svent und Mia, die Geschwister aus den abgefackelten Dorf, und Jonas Schmid der in meiner Einheit Rot wahr. Der Vierte stellte sich als Helge vor, ein kräftiger fünfzehn Jähriger Junge mit blonden Locken. Gotländer aus einen Nachbardorf von Mia und Svent.
Jonas berichtete mir, wie sie nach meinen Verschwinden vorgegangen wahren „ Wir warteten die Zeit wie du befohlen hast und zerstörten das Lager und verbrannten die Leichen, doch als du nicht kamst aber dein Sender angab, dass du noch lebst, fingen wir uns an zu streiten, die meisten wollten zum Treffpunkt, doch Axana wollte dich nicht aufgeben“ dabei lächelte er schief, doch fuhr nach einer Sekunde hastig fort „So beschlossen achtzehn von uns dich zu suchen, doch Jefree Ochs wahr dagegen, fing an von wegen Desarteure er...“ Jonas zögerte kurz und seine Stimme bebte. “ Er hat Axana schwer verwundet und...“ die letzten Worte schrie er
„Angelina getötet, die Kehle durchschnitten, dieser Bastard“ Jonas schlug mit aller Kraft gegen die Wand und es dauerte einige Minuten bis er sich beruhigte und fortfuhr „Sie hat mir bei unseren Tranig in der Arktis das Leben gerettet und ich konnte ihren Tot nicht verhindern. Ich schwöre dir, ich werde Jefre töten ich werde Angelinas tot rächen Ich schwöre“ Sein Schwur hallte durch dei Gefängnismauern und Tränen strömten sein Gesicht hinab. Er rutschte an der Wand langsam hinab, bis er in zusammengekauert dort saß. Ich kniete mich neben ihn und er redete leise weiter „Die anderen, die zum Treffpunkt wollten, zerrten Jefre weg, wir beerdigten Angelina und kümmerten uns um Axana. Drei blieben bei ihr, wir übrigen dreizehn machten uns auf den Weg zum Meer, denn wir vermuteten dich dort, doch unterwegs hörten wir Schüsse, sie kamen aus einen Dorf. Es wahr ein Gemetzel, wir wollten helfen doch liefen in einen Hinterhalt und nun sind wir hier“ Er schwieg aber ich spürte das er noch sagen wollte „wegen dir“ Ich konnte es auf seinen Lippen lesen.
Die andren drei Kinder hatten uns mit großen Augen beobachtet. Helge durch brach die Stille „Was labert ihr den da für nen Scheiss. Zerstören, Leichen verbrennen, Desarteure. Wollt ihr uns verarschen oder seit ihr nur nen bisschen meschugge he“ Jonas sprang auf und schleuderte Helge mit solcher kraft gegen die Wand, dass sämtliche Luft aus seiner Lunge gepresst wurde und er keuchend liegen blieb. Ich packte Jonas an der Schulter, der darauf hin auf mich losging, seine Augen wahren verdreht. Er befand sich in Kampfrausch, was er dabei an Kraft gewann, verlor er dafür an seinen Sinnen. Wie ein wilder Stier attackierte er mich. Ich wich zurück bis an die Wand drehte mich blitzschnell nach links Unten weg, Jonas schlug knapp neben mir gegen die massive Wand, in selben Augenblick voll endete ich meine Drehung mit einen kräftigen Kinnharken der Jonas das Bewusstsein raupte.
Ich legte Jonas auf eine Pritsche und erklärte den dreien in kurzen Sätzen, das wir seit unser Geburt an Soldarten des Heiligen Reichs sind, doch verschwieg ihm, dass wir eine Einheit sind, die sich die Spartiaten (die Sprtaner?) zum Vorbild gemacht hatten und deren Ideologien zum Gipfel der Perfektion ausübten und ausüben. Weiter berichtete ich ihn von unsren ersten Einsatz und denn Gräueltaten des Generals Jekoff.
Nachdem ich meinen Bericht beendet hatte schwiegen wir alle eine Weile. Mia durchbrach die Stille mit der entscheidende Frage „Was nun „ Doch keiner hatte eine Antwort.
Jonas, Mia und ich verbrachten unsere Zeit mit Trainieren.  Helge und Svent wurden immer stiller und pragmatischer. Abends erzählten wir uns Geschichten von Helden, Drachen und Prinzessinnen, Mia kannte scheinbar endlos viele solcher Erzählungen von ihrem Großvater Rafael Valdes. Der aber mit ihrer Mutter Maria und Schwester Kaya vor einen Jahr spurlos verschwunden ist.
Doch meine Lieblings Geschichte erzählte Helge eines Abends. Er hatte sie aus einem sehr alten Buch „Der Herr der Ringe“ Wo es große Helden gab aber ein kleiner unscheinbarer „Hobbit“, in meinen Augen ein faules verträumtes Völkchen, welches an liebsten säuft und Pfeife raucht, über das Schicksal der Welt bestimmt. Einfach großartig, vor Allem das Ende. Er unterliegt zwar der Macht des Bösen aber durch das Schleimmonster und ein kleinen Fehltritt wendet sich alles zum Guten, das ist doch so unwahrscheinlich, das es schon wieder genial ist. Das nenne ich mal eine schlüssige Handlung mit Spannungsbögen und rotem Faden und vor Allem einem Ziel, nicht so verwirrend und sinnlos wie mein bisheriges Leben. Auch wenn Helge meint, dass etliche Seiten nur über Frieden, Wanderungen und Landschaften berichtet wird, beschloss ich, dieses Buch zu irgendwann mal zu lesen.
Die folgende Woche bekamen wir unsere Verpflegung noch in die Zellen. Inzwischen waren wir schon fünf Monate in Gefangenschaft, als wir eines Tages alle in den Innenhof gebracht wurden.
Die Zellenkamaden mit dicken Eisenketten aneinadergekettet immer in fünfer Häufchen ca. 60 Kinder zwischen Zehn und Fünfzehn Jahre alt. In schmutziger Kleidung aber körperlich in guter Verfassung.
Eine prunkvoll gekleidete Frau kam mit einer handvoll Soldarten in den Hof und begab sich auf ein Podest mit Mikrophon.
„Ich bin die Gefängnisdirektorin Hannelore Merkl und hoffe euch gefällt eurer Aufenthalt in meinen Hotel“ Sie und die Wachen lachten laut „Ach ich habe keine Lust, lange Reden zu schwingen, darin war ich auch noch nie besonders gut hihihi. Es gibt ein paar Änderungen aber keine gravierenden. Ihr werdet ab heute gemeinsam in Speisesahl essen und euch waschen, verstanden“ keiner antwortete „Also ja“ fuhr sie fort und ging mit hastigen Schritten hinfort.
In zwanziger Truppen wurden wir in die Duschen gebracht, die Ketten wurden uns nicht entfernt und das Wasser wahr eiskalt. Danach ging es zurück in die Zellen. Abends das gleiche Spiel nur diesmal zum Speisesaal, in dem allerdings außer uns Kindern noch ca. 200 männliche Gefangene saßen und ohne Ketten.
Die Wachen trennten ein Drittel ab wo wir Kinder Platz nahmen. Während die Männer auf der andren Seite sich wie Tiere verhielten und Sprüche wie „Das nenn ich mal echtes Frischfleisch“ oder „Sogar Mädels wohwohwoh“, „Du gehörst mir Süße“ usw. von sich gaben, guckten die meisten Kinder verwirt und ängstlich.
Doch keiner wagte es sich den schussbereiten Wachen auch nur auf fünf Meter zu nähern, als wäre dort eine magische unsichtbare Barriere.
In den folgenden Tagen wurde die Lust in den Augen der Männer immer rasender bis am vierten Tag einer die Kontrolle über sich verlor. Er rannte mit einen lauten Schrei auf die lebende Grenze zu. Kaum hatte er die magischen fünf Meter überschritten, wurde er von gleich neun, zehn Kugeln tödlich getroffen. Seit diesen Vorfall verhielten sich die Männer ruhiger.
Der Monat ging zur Neige. Wir wurden in den Speisesaal geführt, in dem sich nur eine paar Hände voll Männer aufhielten, vieleicht Fünfzehn oder Zwanzig .Die Essensausgabe war geschlossen und auf einem der vielen Balkons erschien Frau Merkl
„So meine lieben Kinder, ihr habt euch lange genug in unseren schützenden Händen aufgehalten, es wird Zeit, auf eigenen Beinen zu stehen. Das Leben ist kein Rummelplatz wie mein Vater zu sagen pflegte, man muss sich behaupten. Nur der Stärkere überlebt. Ab Heute must ihr um euer Essen kämpfen“ Die zwanzig Männer grölten vor Vorfreude, einige der jüngeren Kinder fingen an zu weinen, eine der Wachen schoss in die Luft und sie verstummten. „Macht sie los“ Die Wachen befolgten ihrem Befehl und lösten uns von den Ketten. Dann verließen sie den Saal.„Last die Spiele beginnen“ schrie Frau Merkl.
Das Chaos begann. Es schien für Mick alles wie in Zeitlupe. Die Männer liefen los, Kinder schrien und stolperten übereinander. Während ich immer ruhiger wurde und mich aufs Kämpfen vorbereitete.
Doch die Männer interessierten sich ausschließlich für die Mädchen und ich fühlte mich auf einmal wie ein Zuschauer .Ich sah wie einer der Ersten versuchte Axana zu packen, die ihm kurzer Hand sein Nasenbein ins Gehirn rammte. Vier weitere hatten das Pech an Mädchen aus unser Einheit zu geraten. Von Gier getrieben hatten sie nicht die geringste Chance.
Inzwischen hatte sich ein verbitterter Kampf entwickelt, die gotländischen Kinder und meine Kameraden verteidigten mit aller Kraft ihre Schwestern und Freundinnen, die augenscheinlich das Hauptinteresse der Männer waren. Allerdings waren die Männer nachdem die ersten regungslos auf den Boden lagen vorsichtiger geworden und griffen überlegter und koordinierter an. Da hörte ich Mias hysterischen Schrei, der mich aus meiner Trance riss. „Carlos“ und noch mal und verzweifelter „Carlos“. Zwei Männer hatten sie an den Beinen gepackt und zogen sie mit sich auf die gegenüberliegenden Seite, während zwei weitere auf Svent und Helge einschlugen. Ich rannte los, das Tier in mir war geweckt wurden. Vor mir verpasste ein glatzköpfiger Mann einem kleinen Jungen einen kräftigen Schlag ins Gesicht, so dass das Blut aus seiner Nase und Lippe spritzte. Der Junge schlug hart mit den Kopf auf und blieb liegen. Der Mann setzte zum Tritt an, da war ich schon da und schlug ihm im Vorbei laufen den Kehlkopf ein. Ich hörte noch, wie er zusammen brach. Vor mir rollten ein großer und zwei kleine Körper über den Boden. Ohne nachzudenken trat ich platziert zu. Das Knäul blieb liegen, der Mann wahr sichtlich tot.
In zwischen hatten die Männer von Svent und Helge abgelassen, die regungslos in ihrem eigenen Blut lagen und waren den beiden Andren gefolgt.
Sie zerrissen Mias Klamotten und versuchten, sie festzuhalten, sie schrei entsetzlich. Da schlug der eine zu und sie verstummte und erschlaffte Der eine fingerte an seiner Hose rum.
Doch da war ich schon hinter ihm. Mit einen gezielten Tritt zerbrach ich ihm das Schlüsselbein, bevor der Zweite, der Mia geschlagen hatte, reagieren konnte, machte ich ihn mit einer schnellen Schlagfolge auf spezielle Punkte des Körpers kampfunfähig. Bei dieser altasiatischen Kampftechnik bleibt der Gegner bei vollen Bewusstsein, kann allerdings keinen  einzigen Muskel bewegen.
Die übrigen beiden wichen ein paar hastige Schritte wie vor einem gefährlichen Raubtier zurück und so fühlte ich mir auch. Wie ein Orka vor seinen Robben. „Ich will spielen doch diese beiden wollen mir mein Spielzeug wegnehmen“ schoss es mir durch den Kopf. Mit vor Hass funkelnden Augen ging ich ganz langsam mit herab hängenden Armen auf den vor mir liegenden Mann zu. Er konnte nur seine Augen bewegen, mehr nicht. Mit einem überlegenden Grinsen trat ich ihm auf seine Hand, die gleich an mehreren Stellen brach. In selben Tempo ging ich Schritt für Schritt weiter auf die übrigen beiden zu, die scheinbar überhaupt nicht wussten, was sie machen sollten. Ratlos wichen sie bis zur Wand zurück und wechselten nervöse Blicke. Ich erleichterte ihnen die Entscheidung, ein paar Sekunden später waren beide tot. Ich drehte mich um und sah das blutige Gesicht Mias.
Von Wut getrieben stürzte ich mich auf den wehrlosen Mann. Nach einigen kräftigen Schlägen wurde ich an der Schulter gepackt. Es war eine Wache, ich brach in mit einem gezielten Tritt das Knie, sodass er stöhnend nach hinten brach, drehte mich herum und tötete den Mann mit einem letzten starken Schlag auf die Schläfe.
Langsam stand ich auf, drehte mich zu den Wachen, wovon drei ihre Waffen schussbereit auf mich richteten. Die übrigen Kinder, von denen die meisten leichte Wunden hatten, wurden von einer ganzen Schar Wachen in eine Ecke gedrängt. Der Großteil der Männer war tot oder bewusstlos, nur zwei gaben noch geringe Lebenszeichen von sich. Vier Kinder lagen regungslos auf dem Boden, darunter Helge und Svent. Ich spante alle Muskeln, bereit für denn letzten hoffnungslosen Angriff. Da ertönte die Stimme Merkls „Erstaunlich, damit hätte ich nicht gerechnet, wirklich erstaunlich. Wehr dich nicht mehr Kleiner, es ist vorbei“ richtete sie an mich „bringt die Gefangenen auf die Zellen und kümmert euch um die Verwundeten und wehe ihr rührt sie an“ folgte der Befehl für die Wachen
Ich erschlaffte, ging zu Mia und wickelte ihr die zerfetze Kleidung um den Körper, sie wachte auf und wir wurden von den Wachen in unsere Zelle gebracht. Jonas hatte ein paar blaue Flecken abbekommen aber keine schlimmen Verletzungen, doch sprach er kein Wort.
Wir bekamen eine ausgiebige Mahlzeit auf unsre Zelle und fielen danach in einen festen Schlaf.
Als Ich am nächsten Morgen aufwachte, fühlte ich mich merkwürdig steif ,scheinbar war in dem Essen ein starkes Schlafmittel gewesen. Nach kurzer Zeit hatte ich meinen Körper wieder vollkommen unter Kontrolle. Mia und Jonas schliefen noch und auch Svent lag mit einigen Verbänden auf seiner Pritsche, nur Helge fehlte.

Ich machte mir schon Sorgen, doch da kamen schon die Zellenwärter und brachten uns auf den Exzerzierplatz. Dort sah ich Helge an einen Marterpfahl gebunden. Schweiß rann in großen Perlen von seinem Kopf über etliche Schnitt- und Bisswunden den zerschunden Körper herunter und sammelte sich als kleine Pfütze zu seinen Füßen. Mein Blick strich über sein blasgelbes Gesicht, von seinen leblosen Augen, die jede Hoffnung aufgegeben hatten, den Körper langsam hinab von einer Wunde zur andren bis zu seiner rechten Hand oder eher gesagt dem, was davon übrig war.
Denn dort, wo sie einst war, hingen nun Fleischfetzen hinab. Mit erschreckender Nüchternheit stellte ich fest, dass die Hand höchstwahrscheinlich direkt von Körper abgefressen würde. Als ich diese Entdeckung Mia mitteilte musste sie sich übergeben und presste danach ihren Kopf so fest in meinen Magen das mir auch leicht übel wurde. Bis dahin dachte und hoffte ich, dass Helge bewusstlos sei, doch ich registrierte eine flüchtige Bewegung. Vermutlich hatten sie ihm irgendwelche Narkosen und Muskelblocker gegeben. Das Menschen bei einer OP aus der Narkose aufwachten waren vor 30-40 Jahren noch ein schreckliche Unfälle, doch das Militär hat sich diese Unfälle zu Nutzen gemacht. Foltern so lang und heftig wie es ein beliebt. Es gab sogar militärinterne Werbesendung wie: „Nur der Tod ist das Limit“ oder dieser freundliche Kerl, der aussieht wie jedermanns Nachbar: „Hey Sie, ja Sie, ist Ihnen das auch schon mal passiert, sie holen ihre brandneuen chromverzierten Folterwerkzeuge raus. Breiten es genüsslich vor Ihrem - sagen wir mal Projekt - aus und schon verdrehen sich die kleinen Äugelein und er..... „Ja genau sie kennen das und dann heißt es mal wieder warten, warten, warten. Doch wir die Pharmaverbände haben die Lösung: Sererin. Bei Risiken und Nebenwirkung fragen sie ihren Militärarzt oder Apotheker“ Doch diese Erkenntnis behielt ich für mich.
Plötzlich erschallt Merkls Stimme durch die Lautsprecher. „Euch bleiben genau 10 Minuten um Helge zu befreien, solltet ihr scheitern wird er hingerichtet. Die Spiele mögen beginnen.“
Ich schaute mich berechnend um und sah direkt vor mir einen Graben, in dem sich Krokodile tummelten, dahinter ein drei Meter breiter Sandstreifen, wo kleine Erhebungen auf Minen schließen ließen. Noch ganz gefesselt von den Raffinessen des Blutspiels, begann ich mit einem gewagten Hechtsprung, der mich knapp über den Graben brachte. Tänzelnden Schrittes weichte ich jeder kleinsten Erhebung auf dem Sandfeld aus und stand binnen weniger Sekunden zu Füßen von Helge. Mit geschicktem Griff löste ich die Fesseln und Helge sank auf den Boden vor mir. Das Signal zum Ende des Blutspiels ertönte.
Wir wurden auf unsere Zellen zurück gebracht und Helge hoffentlich auf die Krankenstation. Nach kurzer Zeit wurde ein kleines Stück Papier und vier versiegelte Briefe durch die Essensklappe geschoben. Auf denn Zettel stand „Für jeden einen frei gewählt tauschen und besprechen gibt es nicht sonst werden alle gequält“ Wir nahmen uns jeder einen Brief, ich den Türkisvioletten. Auf ihn stand geschrieben.





Wenn die Strahlen der Sonne
Sich brechen
Die Dielen unter der Last der Leichen ächzen
Dunkelheit empor gehoben
Fetzen von Kindern
Die gerade erst Geboren
( in hochachtungsvoller Güte Merkl)

Missionen
1 Befreiung der Gefangenen
2 Rückzug

Bei erfolgreicher abgeschlossener Mission, Belohnung durch Freiheit.

Der Tag verging, keiner sprach ein Wort. Abends bekamen wir eine ausgiebige und gute Mahlzeit, ich hatte ein schlechtes Gefühl, diese Mission, die Belohnung durch die Freiheit, was ist Freiheit? Zurück zur meiner Einheit? Und diese Mahlzeit erschien mir immer mehr wie ein Henkersmahl.
Nachdem wir aufgegessen hatten, ertönte eine blechende Stimme aus den Boxen. „ Es wird jetzt ein harmloses Betäubungsgas eingeführt“ Aus den kleinen Ventilen an der Deck zischte es und das Gas strömte langsam ein. „Um Sturzverletzungen und schlimmere Risiken zu vermeiden, legen sie sich bitte auf ihre Betten“ Wir taten wie uns geheißen und nach wenigen Augenblicken war ich bewusstlos.

Ich erwachte liegend auf kaltem nassem Steinboden es roch nach Pilzen und Fäulnis. Als sich meine Augen nach einigen Minuten an das schwach grünliche Licht gewöhnt hatten, erkannte ich, dass ich in einem sehr alten Teil des Gefängnis sein musste. Die massiven Granitblöcke waren handgeschlagen und sichtlich schon seit einigen hundert Jahren der Feuchtigkeit ausgesetzt. Neben mir hingen alte rostige Ketten, die scheinbar seit etlichen Jahrzenten nicht mehr in Gebrauch waren. Ich tastete in halbdunkeln den Boden ab. Bis ich auf ein Holzstück, welches auf der einen Seite mit feuchten Stoff umwickelt war, stiess. Daneben lagen zwei rundliche Steine, Feuersteine.Ich entfachte die Fackel und der Raum wurde in gespenstisches Flackern gehüllt. Als sich meine Augen nach kurzer Zeit an die Dunkelheit gewöhnt hatten wurden meine Eindrücke bestätigt.Ich war in einer alten Gefängniszelle, das grünliche Leuchten stammte von einer matt fluoreszierenden Pflanzenkultur. Die Tür war verschlossen, doch durch die etlichen Jahre morsch und porös. Kurzerhand trat ich sie mit ein paar kräftigen Tritten ein und befand mich wenige Augenblicke später auf einem fünfzig Meter langen, unendlich aussehendem, niedrigem Flur. Rechts und links befanden sich Türen, wovon einige sichtlich seit Jahren zerfallen waren. Doch kein weiterer Gefangener, so schlich ich zu der Biegung und lugte um die Ecke. Nichts, nur ein weiterer Gang aber ohne Türen. So durch querte ich diesen schneller und unaufmerksamer, ansonsten wäre mir das Loch in der Decke, welches durch eine Projektion verdeckt wurde, vielleicht aufgefallen. Doch so bemerkte ich es erst als ich mit meinen Fuß auf den Projektor trat. Das Bild der Decke wich einem quadratmeter grossem Schacht, das Feuer meiner Fackel entfachte leicht brennbare Stoffe, die sich binnen Sekunden nach oben fraßen. Ich warf mich instinktiv zur Seite rollte mich ab und blieb liegen. Da hörte ich Schmerzesschrei. Rollte mich zu den Rand und blickte nach oben. In den Flammen drei Meter über mir zappelte ein Körper.
Düsteres Gelächter dröhnte durch die Gänge „Ha Ha Ha Ha das war der Erste aus deiner Zelle, Helge Sörenson Ha ha ha... Das Lachen entfernte sich langsam den Gang runter. Von Wut getrieben warf ich die Fackel weg und rannte blindlinks dem Lachen hinterher. Nach dreißig bis vierzig Metern stolperte ich über ein Seil, welches auf Schienbein höhe quer durch den Gang gespannt war. Schmerzhaft schlug ich auf und das Lachen wurde lauter „hi hi Junge Junge das hätte auch ein Diamantdraht sein könne dann hättest du jetzt keine Füße mehr und wir hatten so große Erwartungen an dich ha ha ha“
Ich rappelte mich auf. Inzwischen war zumindest Helge verstummt, doch meine Gedanken waren immer noch so von Wut vernebelt, dass ich zweimal heftig und schmerzvoll gegen die Wand schlug. Ich atmete drei Mal tief durch und konzentrierte mich nur noch auf meine Sinne. Das Lachen wurde leiser und verstummte schließlich ganz.

Ohne die Fackel und bei der schlechten Luft war ich hauptsächlich auf meinen Gehörsinn angewiesen. Ich hörte die Tropfen so laut wie Findlinge die auf Marmor schlagen. Wie sich zwei Ratten in der Wand um etwas zuessen stritten. Doch kein verdächtiges Geräusch.
Ich schlich langsam vorwärts. Bog um drei weitere Ecken und stand kurze Zeit später vor einem ca. zwei Meter breiten Durchgang. Dahinter lag ein größerer Saal, der sich nach einigen Metern in der Dunkelheit verlor. Es war nur das tropfende Wasser zu hören sonst nichts. Zentimeter für Zentimeter näherte ich mich dem Durchgang ohne das geringste Geräusch von mir zu geben. Ich lugte nach rechts um denn Torbogen, da knarrte es auf der linken Seite, instinktiv wirbelte ich herum, bereit um die Attacke abzuwehren. Dabei nahm ich flüchtig eine Bewegung hinter mir war, drehte meinen Kopf nach rechts und ließ mich gleichzeitig nach links fallen.
Doch zu langsam, der Schlag verfehlte zwar meinen Kopf und Oberkörper doch traf schmerzhaft meinen rechten Oberschenkel. Von der Wucht wurde ich rückwärts auf den Boden geschleudert. Sofort rollte ich mich seitlich zurück in den Gang, keine Sekunde zu spät. Der zweite Schlag schlug auf den Boden und ich hörte ein Fluchen. Kurz danach Schritte, die sich schnell entfernten. Für einen kurzen Augenblick zögerte ich. Dann stürzte ich hinterher. Der feige Angreifer war stehengeblieben, dafür hörte ich metallisches Klirren. Ich vermutete einen Schlüsselbund und beschleunigte mein Tempo. Doch zu spät, es klackte, er riss die Tür auf, schlüpfte hinein und donnerte sie zu. Dann hörte ich drei Riegel und ein erneutes Klacken als er abschloss. Wutendbrand trat ich gegen die Tür. Aber zwecklos, sie war zu massiv als hätte ich sie ohne technische Hilfsmittel aufbekommen. Ich versuchte mir einen Überblick zu verschaffen doch vergeblich. Der Raum war zu groß und zu dunkel. So tastete ich mich langsam an der Wand lang bis ich mehrere Erhebungen in dem Stein fand. Nachdem ich den Raum zwei Mal abgetastet hatte beschloss ich, die Erhebung hinaufzuklettern. Zum Glück waren die Vorsprünge groß und trocken und verliefen gleichmäßig, ansonsten wäre es in dieser Dunkelheit schier unmöglich gewesen. Doch so schaffte ich es. Zog mich hinauf und stand in völliger Finsternis. In den Gängen unten hatte die Pflanzenkultur wenigstens den Anschein von Licht vermittelt. Hier oben konnte man seine eigene Hand nicht erkennen. So kroch ich auf allen Vieren, immer an der Wand haltend, weiter. Ich weiss nicht wie lange ich durch die Dunkelheit kroch, aber es kam mir wie Tage vor. Und so langsam bekam ich Hunger und mein Magen vermittelte mir dies mit Knurren und Krämpfen deutlich.
Ich schob meinen Kopf langsam um eine weitere Ecke, da wurde unvermittelt das Licht angeschaltet. Von der Helligkeit geblendet schossen mir Tränen in die Augen und ich legte schützend meine Hände auf sie. Ich horchte, jederzeit mit ein Angriff rechnend, doch es geschah nichts. Nach kurzen hatte ich mich an das Licht gewöhnt und blickte erneut um die Ecke. Der Anblick presste mir die Luft aus der Lunge und ließ meinen Magen rebellieren. Helge oder besser gesagt das, was von Helge übrig war, hing an der Wand. Daneben stand geschrieben:
„Wenn die Strahlen der Sonne sich brechen.“
Ich konnte diesen Anblick nicht länger ertragen und rannte los in einen weiteren Raum, mir war alles egal. Ich wollte nur noch weg. Da hörte ich knarrende Dielen. Ich erinnerte mich an Merkls Gedicht und sofort kam mir das Bild von Leichen in den Sinn. Doch ich stand auf Stein. Über mir war Stein, die Wende bestanden aus Stein, hier konnten keine Dielen krachen. Da fielen mir die Lautsprecher ein und beruhigt ging ich weiter.
Ich durchquerte den Raum. Auf der anderen Seite befand sich eine massive Stahlwand. Rechts und links mit Ketten und Zahnrädern verbunden. Ich betrachtete die Konstruktion aufmerksam und fand einen Hebel. Nach kurzem Zögern betätigte ich ihn es klackte und krachte, dann setzten sich die Räder in Bewegung. Die Wand würde langsam hochgezogen. Nach einen Drittel krachte es erneut und die Wand blieb stehen, die Ketten gaben quietschende Geräusche von sich und ohne zu zögern hastete ich durch den Spalt. Keine Sekunde zu früh, die Ketten rissen und der schwere Stahl donnerte knapp hinter mir auf den Steinboden. Die Kraft des Aufschlags liess die Wände leicht vibrieren. Es knarrte und knackte über mir.
Langsam drehte ich meinen Kopf nach oben. Da krachte es ohrenbetäubend und die Decke über mir brach ein. Ich wurde von Holz und

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BeitragVerfasst am: 09.09.2010 20:16    Titel: Das Projekt Wahrhausen 2 pdf-Datei Antworten mit Zitat

und weichen modrigen Teilen verschüttet. Es stank abscheulich, ich kämpfte mich frei und schrie vor Entsätzen. Der gut 20 Quadratmeter große und nun, da die Decke eingestürzt war, fünf Meter hohe Raum war komplett und bis zu einer Höhe von zwei Metern mit fauligen, teilweise zerstückelten Leichen, wovon einige wenige Stunden, andere sichtlich seit Wochen oder gar Monaten tot waren, gestopft. Da nahm ich unter der Decke eine Bewegung war. Ein kleiner Körper mit ein Strick um den Hals und gefesselten Händen zappelte hin und her. Ich versuchte aufzustehen, doch fand auf den glitschigen Körpern keinen Halt. Verzweifelt sprang und schrie ich, doch ohne Erfolg. Ich registrierte, dass das Zucken des Hängenden immer mehr nach ließ. Mit wachsender Panik versuchte ich aus den Toten einen Turm zu bauen, doch es war zu spät. Der Körper wurde ein letztes mal von heftigen Krämpfen befallen, bevor er endgültig erschlaffte. Verzweifelt liess ich mich fallen und registrierte erst da wieder, wo ich mich befand. Doch die Leichen waren mir in diesen Augenblick egal. Apathisch hockte ich auf den Berg von modrigen Körpern und blickte auf die kahle, nackte Wand. Ich entdeckte eine mit Blut geschriebene Schrift: „Die Dielen unter der Last der Leichen ächzen“ Die Schrift schien mir entgegen zu kommen bis ein quadratmeter großes Stück rausfiel. „Jetzt hast du den Verstand verloren“ dachte ich.
Dann hörte ich zwei Stimmen „Kleiner glaubst du, du hast eine Chance gegen mich“ sagte eine tiefe, krächzende Stimme „Lass mich hier raus, dann werden wir ja sehen“ antwortete eine Stimme die ich schon lange kannte: Jonas. Ich krabbelte über die Kadaver in das Loch. Schob mich durch denn schmalen Gang um eine Biegung und sah zweieinhalb Meter unter mir Jonas in einem mit Ketten aufgehängten Eisenkäfig. Vor ihn ein Koloss eines Mannes, gut zwei Meter zehn gross und breit wie ein Schrank, doch unbewaffnet. „Ganz schön grosse Klappe für so nen Würstchen“ grienste der Riese.
Ich beschloss ihn schnell und präzise von hinten anzugreifen. Kletterte lautlos aus den Loch, und trat ihn mit voller Wucht auf den sechsten bis achten Brustwirbel. Doch die Wirbelsäule brach nicht, statt dessen wurde er von der Wucht lediglich ein paar Zentimeter weggestoßen. Er drehte sich lächelt um. Bevor ich meinen zweiten Angriff starten konnte, ertönte die Stimme durch die Boxen, die uns beide erstarren liess „Wir wollten dir ein kleinen Vorteil geben, deshalb hattest du den ersten Zug, hat wohl nicht geklappt. Darf ich vorstellen Manfred. Genug geredet, du hast eine Minute Zeit, ansonsten auch das wirst du schon sehen. Los geht s“ Mit dem letzten Wort fing ein Kasten in der Ecke zu brummen an. Der Käfig wurde langsam vorgezogen. Von den Worten getrieben stürzte ich mich auf den Mann. Schlug mit schnellen kraftvollen Schlägen mehrmals in seine Nieren und dann sogar zwischen die Beine. Doch er grunzte nur kurz und verpasste mir mit der flachen Hand einen so starken Schlag, dass ich gegen die Wand geschleudert wurde. Ich rappelte mich auf. Aus meiner Lippe tropfte Blut. Mir wurde klar, dass ich mit Kraft diesen Kampf nicht gewinnen konnte. Ich brauchte Zeit, doch die hatte ich nicht. Jonas Käfig hatte sich schon gut einen Meter fortbewegt. „Jonas hast du eine Idee“ rief ich, doch er reagierte nicht sondern rüttelte nur verzweifelt an den Stäben. Scheinbar wusste er, was auf ihn zukommt „Jonas was ist da und was soll ich machen“ schrie ich, während ich der Pranke Manfreds auswich und ihm aus der Bewegung einen Schlag auf die Leber verpasste. „ Rette mich, töte ihn, da vorne ist ein Wasserloch“ antwortete Jonas hysterisch. Nach meinem Zeitgefühl waren schon dreißig Sekunden vergangen. Ich deutete einen Angriff von links an, als Manfred sein Gewicht auf den rechten Fuß verlagert hatte huschte ich rechts vorbei, rannte zu dem Kasten und trat zwei mal stark zu. Lachen ertönte aus den Lautsprechern „Haha das hatten wir uns gedacht, vergiss es, fünf Zentimeter massiver Stahl ohne Schwachstelle, ferngesteuert hahaha“ Jonas Käfig hatte schon fast das Loch erreicht, da viel mir auf, dass die Kette sich nicht um eine Winde wickelte, sonder in der Ecke zu einen dicker Knäul auftürmte. Ich rannte hin, der Koloss hinter mir her, schnappte mir die beiden flaschenkopfdicken Ketten, wich Manfreds langsamen Schlägen aus und fesselte ihn gleichzeitig mit mehreren Knoten. Doch zu spät, es klackte und der Mechanismus stoppte.
Für eine Sekunde baumelte der Käfig mit Jonas über den Loch hin und her dann ertönte ein zweites Klacken, die Ketten lösten sich von den Winden und der gut eine Tonne wiegende Käfig stürzte klatschend in das Wasser und zog die Ketten und Manfred mit sich.
Ich stürzte zum Loch und sah den Käfig in der Dunkelheit verschwinden. Ohne zu zögern atmete ich tief ein und sprang hinterher, das Wasser war kalt und binnen weniger Meter so dunkel, dass man keine dreißig Zentimeter sehen konnte. Ein dumpfes Dröhnen vermittelte mir, dass der Käfig den Grund erreicht hatte. Ich tat ein paar kräftige Zuge und hätte vor Schreck fast aufgeschrien, als Manfred unvermittelt direkt vor mir auftauchte. Er packte meinen Arm und drückte so fest zu, dass ich befürchtete, er würde jeden Augenblick platzen. Strampelte, trat  und schlug ich nach ihm, doch vergeblich. So blieb mir nichts andres übrig als abzuwarten und zu hoffen, dass Manfred die Luft schneller ausging als mir und Jonas.
Ich konnte meinen Blick nicht von seinen Gesicht lösen, er war an den Punkt gelangt, wo er verzweifelt gegen den Reflex seines Körpers einarmten zu wollen, ankämpfte. Die Backen wurden dicker, das ganze Gesicht spannte sich an. Die Augen weiteten sich. Dann gewann der Reflex. Es setzte der reflektorische Stimmritzenverschluss ein. Er sog das Wasser in die Lungen. Beim Ertrinken in Süßwasser dringt das Wasser über die Alveolen in den Lungenkreislauf ein, sorgt für die Auflösung der roten Blutkörperchen. Es kommt zur Blutverdünnung und Sauerstoffmangel in den Körpergeweben, wodurch meist ein rasch einsetzendes, tödliches Kammerflimmern entsteht. Bis es zur Bewusstlosigkeit und dann in den Tod führt.
Der Griff um mein Arm wurde lockerer und löste sich dann ganz, Manfreds Gesicht verschwand langsam in der Dunkelheit. Ich tauchte und stiess mit der Hand gegen den Käfig, tastete und spürte ein Schloss. „Wo ist der Schlüssel“ schoss es mir durch den Kopf. Ich tauchte zum Grund, fand Manfred und durchsuchte seine Taschen durch, nichts. Fiebernd überlegte ich, wir waren jetzt schon mehr als fünf Minuten unter Wasser, durch das Trainieren seit unserer Geburt waren wir zwar gut trainiert, aber... Weiter dachte ich nicht, denn mir fielen Svent und Helge ein und die Sprüche, die aus Merkls Gedicht stammten. „Wenn die Strahlen der Sonne sich brechen. Die Dielen unter der Last der Leichen ächzen. Dunkelheit empor gehoben. Fetzen von Kindern, die gerade erst geboren“
„Dunkelheit empor gehoben“. Hier unten war es schon stock finster, das bisschen Licht, das durch die Öffnung hineinfiel verlief sich hier unten beinah komplett. Mir schwirrten die Gedanken durch den Kopf und bildeten sich zu einer sinnigen Kette: Eine Nische, ich tastete die Wand ab und fand tatsächlich ein faustgrosses Loch, griff hinein und spürte den dicken Eisenschlüssel. Ich packte ihn und tauchte zu Jonas, der um Luft zu sparen in Schneidersitz mit geschlossenen Augen am Grund saß. Hoffte das es nicht zu spät sei, öffnete das Schloss und zu meiner Erleichterung richtete sich Jonas auf. Gemeinsam öffneten wir die schwere Käfigtür und tauchten wenige Augenblicke später auf. Erschöpft zogen wir uns aus dem Loch und blieben nach Luft ringend liegen. An der Decke über dem Loch entdeckte ich die blaue Schrift „Dunkelheit empor gehoben“ und lächelte.
„Gratulation, den ersten, den du retten konntest“ kam knapp der Kommentar aus den Boxen.

Nach einer halben Stunde rappelte ich mich auf „ Jonas wir müssen weiter“ er antwortete nicht „Jonas, es ist noch nicht vorbei. Mia lebt noch und ist irgendwo, mit wer weiss was ich was. Wir müssen sie retten“ Jonas stand auf und blickte mich fest an und sagte mit fester Stimme „Wir werden sie retten. Ok los geht's“ als wäre es das einfachste auf der Welt.
Wir entdeckten die Tür, die ausnahmsweise mal offen war und kamen in einen weiteren Gang, der von Fackeln an den Wänden beleuchtet wurde. Der Gang stieg leicht an und wurde immer breiter und endete schließlich unvermittelt an einem nicht all zu steilen Abhang.
Unter uns erstreckte sich ein kleines, felsiges Tal. Wie von Geisterhand schalteten sich etliche große Scheinwerfer weit über uns an der Decke ein und erleuchteten die gut hundertfünfzig Meter große Talsohle. An der uns gegenüber liegende Seite saß eine kleine Gestalt, das Gesicht in den Händen verborgen. Ihre leisen Schluchzer wurden durch die Akustik des Tals zu uns getragen und ich erkannte Mias Stimme. Der Abstieg ging leichter als ich dachte und wir waren innerhalb weniger Minuten bei Ihr. Da ertönte die Stimme aus den Boxen „Fetzen von Kindern, die grade erst geboren, Begrüßt unsren Ligar hahahaha“
An der flachen Seite, wo wir abgestiegen waren, öffnete sich ein Tor, welches zuvor von Geröll verdeckt war. Ein furchterregendes Grollen erfüllte das Tal dann sprang die Bestie durch die Öffnung. Der Ligar war gigantisch, eine menschlich geschaffene Killermaschine. Der Vater ein Löwe die Mutter ein Tiger, was in der Natur niemals vorkommen würde haben Forscher Anfang dieses Jahrtausends in Gehegen gezüchtet. Der Ligar wird bis zu vierzig Prozent größer als ein Löwe oder Tiger, sprich bis zu drei Meter Kopf-Rumpflänge. Wiegt bis zu vierhundertfünfzig Kilo doch ist wie ein Muli (Pferd-Esel Kreuzung) zur Fortpflanzung unfähig.
Ich blicke hastig nach einen Fluchtweg, doch die felsige Wand wahr viel zu steil und bot kaum Halt. Ohne zu springen kam diese Bestie schon bis zu vier oder gar fünf Meter hoch. Die einzige Chance, die wir hatten, war an dem Bist vorbei zu kommen, den Abhang hinauf, in den Tunnel bis zu dem Loch, welches zu den Leichen führt. Dort würde der Ligar nicht hinein passen. Doch diese Chance war sehr gering, zumal falls wir es schaffen würden, ihn auszutricksen und an ihn vorbei zu kommen, da er immer noch deutlich schneller als wir laufen kann. Da krörte er und stürmte auf uns zu, bevor einer von uns reagieren konnte sprang er und riss Jonas mit sich. Ich packte Mias Hand und rannte, sie hinter mir her schleifend das Tal hinab. Als wir die andere Seite erreicht hatten warf ich einen hastigen Blick nach hinten, der Ligar fraß Jonas, scheinbar war er zu lange ausgehungert wurden. „Von Jonas fünfzig Kilo würd er bestimmt nicht satt“ schrie ich, woraufhin Mia wieder zu wimmern anfing. Wir kletterten den Abhang hinauf und rannten in den Gang, da hörten wir den Ligar brüllen und Steine hinab purzeln, er hatte die Verfolgung aufgenommen. Wir rannten so schnell es ging, im Vorbeilaufen packte ich mir die letzte Fackel und wir erreichten den Raum. Ich donnerte die Tür zu und hastete mit Mia zu dem schmalen Loch, welches gut zwei Meter über dem Boden in der Mauer lag, hievte Mia hinauf und holte grade ein paar Schritte Anlauf, um selber in Sicherheit zu gelangen. Als die Tür aufflog und der Ligar knapp hinter mir auftauchte. Instinktiv schleuderte ich die Fackel und traf ihn am Kopf. Wodurch ich die entscheidenden Sekunden zur Flucht gewann. Der Ligar fachte und brüllte fürchterlich. Doch konnte er uns nichts mehr anhaben. Zum Glück war Mia noch nicht um die Biegung gekrabbelt, sondern wartete auf mich. Ich riss einen Streifen aus meinem Hemd und verband damit Mias Augen. Ich wollte ihr den Anblick der Leichen und von Svent ersparen. Da ertönte die Stimme „Gratulation, du hast immerhin einen von vier gerettet und lebst selber auch noch. Kommt zu den Leichen, dann holen wir euch da raus“ „Was für Leichen? Was ist mit Svent“ schrie Mia „Er ist tod, doch egal was du gleich fühlst oder riechst. Bitte behalte das Tuch vor den Augen. Versprech es mir“ sagte ich in einem beruhigenden Tonfall. Als sie nichts sagte griff ich sie an den Schulter „Versprech es mir Mia“ Sie nickte.
Wir gingen in den Raum, es stank abscheulich, Mia stolperte und fiel. Obwohl sie nichts sah, merkte sie, was um sie lag. Sie schrie wie am Spieß. Ich packte sie an der Hand zog sie hoch und nahm sie huckepack. Doch sie hörte nicht auf zu schreien. In der Decke öffnete sich eine Luke und eine Strickleiter wurde hinab gelassen. Ich wankte über die toten Körper und kletterte mit Mia auf den Rücken hinauf. Dicht an Svents Leiche, die leicht hin und her pendelte, vorbei. Seine Augen waren weit aufgerissen. Ich senkte seine Lider und verabschiedete mich innerlich. Dann erklomm ich die letzten Sprossen. Wir kamen in den Innenhof hinaus und standen rund drei Dutzend mit Schnellfeuerwaffen bewaffneten Wachen gegenüber. Die anderen Kinder oder eher gesagt der Rest von denen, die übrig geblieben waren. Von den sechzig vielleicht noch vierzig. Waren gut bewacht in fünfer Gruppen gekettet.
Eine Seitentür öffnete sich und ein hässlicher Kerl mit schmalzigen Haaren, einer ordentlichen Uniform, die mit ein paar Orden dekoriert war, bekleidet, kam mit vier weiteren Wachen in den Hof. Er stellte sich auf das kleine Podest in der Mitte des Innenhofs, die Wachen postierten sich an allen vier Seiten.
„Ich muss Frau Markl entschuldigen, sie ist verhindert und kann heute leider hier nicht persönlich erscheinen“ begann er mit schwacher zitternder Stimme.
Die Nervosität stand ihn ins Gesicht geschrieben. „Ich bin Sergeant First Class Schneider“ Nach dem dritten Weltkrieg wurde allgemein die amerikanische Militärrangordnung eingeführt. Ein humaner Beschluss zur Vereinfachung des Gemetzels. Ein Schutz für die hohen Militärs, die bei Gefangennahme entweder ausgetauscht oder per Lösegeld freigekauft werden sollen.
So steht es in dem über fünftausendseitigen Beschluss der Weltkriegsvereinbarung von 2038.
Doch Sergeant Schneider hatte keinen bedeutenden Rang. „Ihr habt eure Prüfungen mehr oder weniger gemeistert“ schweiß rann ihm vom Kopf und er fing an zu stottern „hi hi hier eure frei fr fr freihhhheit“ er Nickte und die Wachen zogen fünf Kinder nach vorne. Es waren alles Gotländer. Stoßen sie zu einer Wand. „Anlegen, Zielen Feuer“ schrei Schneider.
Die Wachen taten, wie ihnen geheißen und die Kinder brachen tot zusammen. Schon holten sie sich die nächsten Kinder, es entstand ein Tumult, den die Übermacht an bewaffneten Wachen ohne Probleme mit ihren Knüppeln zurückschlug. Die Wachen hatten ihre neuen fünf Opfer zu der Wand gebracht. Ich sah das Axana und Raferal dabei waren. „ Anlegen, Zielen, Feuern“ bellte Schneider. Ich konnte nicht zusehen wie Axana starb, schloss meine Augen, doch nicht fünf sondern ein ganzer Trommelwirbel und Schüssen ertönte. Ich riss meine Augen auf und sah, wie etliche Wachen getroffen zusammenbrachen. Zu meiner Erleichterung auch der Hinrichtungstrupp, Axana lebte. Ich sah, wie Sergeant First Class Schneider seine Hände an den Hals drückte, hin und her taumelte und dann schließlich vom Podest stürzte. Er blieb zuckend auf den Boden liegen. Es donnerte und eine gewaltige Explosion riss eine Wand zum Hof ein. Steine und Geröll flogen durch die Gegend, ein faustgroßer Stein traf mich an Kopf und ich verlor das Bewusstsein.











VI Erinnerungen

Ich erwachte in einen weichen Bett, es duftete nach Kräutern und von draußen ertönte fröhliches Vogelgezwitscher. Der Raum war klein aber gemütlich eingerichtet. Das weiche Doppelbett in den ich lag, ein Kleiderschrank, eine Kommode mit Spiegel, ein Tisch mit zwei Stühlen und ein Nachttisch auf dem eine dampfende Kanne Pfefferminztee mit Tasse, eine Schale Obst und zwei Salamibrote lagen, stellten die Einrichtung und vermittelten den Eindruck von Geborgenheit. Ich richtete mich auf und verspürte sogleich ein stechenden Schmerz im Kopf, instinktiv tastete meine Hand nach der Wunde und die Erinnerungen kehrten zurück. Das Gefängnis, die Hinrichtung und dann der Stein, der mich traf. „Was war geschehen und wo bin ich“ schoss es mir durch den Kopf, der durchs Denken noch stärker zu hämmern begann. Also schob ich die Gedanken beiseite und frühstückte erstmal ausgiebig.
Als ich grade bei meiner dritten Tasse Tee war flog die Tür auf und ein kleiner, stämmiger Mann in Arztkittel mit Halbglatze und einem beachtlichen Schnäuzer betrat mit einer blonden attraktiven Krankenschwester den Raum. „Ah, Sie sind wach, sehr schön, wie geht es Ihnen?“ fragte er. Doch ohne eine Antwort abzuwarten für er fort „Da haben sie ja nen ganzschönen Bumbs abbekommen aber keine Sorge, Doktor Nick wird das schon machen. Oh, wie unhöflich von mir, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Professor, Doktor, Doktor Nick aber sie können mich einfach Doktor Nick nennen, sie sind Carlos Wahrhausen“ Ich nickte hastig und Doktor Nick sprach weiter „ Das ist Schwester Weißgold und sie ist eben so bezaubernd wie ihr Name. So, lass Dich mal ansehen. Schwester, wenn ich bitten darf“ Schwester Weißgold kam zu mir und nahm den Kopfverband ab. „ Ah ja das sieht ja wirklich gut aus, sie hatten eine kleine Platzwunde, die wir nähen mussten. Wir haben schon ein paar Untersuchungen gemacht, Ihr Gehirn hat keinerlei Schäden davongetragen. In ein paar Tagen sind sie wieder ganz der Alte. Wenn sie mich dann entschuldigen, meine Forschungsarbeiten warten. Ab jetzt werden sich meine Assistenten und die Schwestern um sie kümmern. Gute Besserung“ Und so schnell wie Doktor Nick hineinkam verschwand er auch wieder. Schwester Weißgold legte mir einen neuen Verband an. „Entschuldigen Sie, Schwester Weißgold können sie mir bitte sagen, wo genau wir uns hier befinden“ fragte ich zögernd, lächelnd antwortete sie: „ In Schloss Friedrichstein Hospital Bad Wildungen, das liegt in ehemaligen Deutschland und nennen sie mich bitte Marie ansonsten komm ich mir so alt vor“ „ Wie alt bist du denn, Marie“ fragte ich direkt drauf los „Sechzehn in drei Wochen siebzehn“ sie schaute in meine Akte und fuhr fort “Und du bist tatsächlich erst dreizehn, ich hätte dich ja älter eingeschätzt. Hey, du hattest vor sechs Tagen Geburtstag, alles Gute nachträglich“ Sie umarmte mich und küsste mich auf die Backe „So ich muss los zu den anderen Patienten, wenn irgend was, ist drück auf diesen Knopf, bis bald“ Lächelnd verließ sie den Raum und ich rief ihr noch schell ein Auf Wiedersehen hinterher.
In den folgenden Tagen lernte ich noch zwei weitere Schwestern kennen. Schwester Hirschgeweih, eine ca. fünfzigjährige Frau mit freundlichem runden Gesicht, grauen mittellangen Haaren, einer kleinen Brille und stattlicher Figur. Immer fröhlich gelaunt und fürsorglich wie eine Mutter zu mir. Sie brachte mir ständig irgend was zu essen und zu trinken. Und Schwester Miller, um die dreißig, spindel dünn, wenn nicht dürr mit dünnem spitzen Gesicht, blonden schlaffem Haar und langen kalten Fingern, immer am meckern. Sie schien mir sehr verbittert und ich war froh, dass sie nur selten zu mir kam.
So vergingen die Tage und ich genas rasch so weit, dass ich in den Garten gehen konnte.
Dort lernte ich denn Gärtner Kim Son-Ling aus Indonesien kennen. Ein sehr kleiner Mann mit kaum noch Haaren auf dem Kopf, tiefen Gesichtszügen und immer sorgenvollem schmalen Augen. In seinem grünen Overall und den großen schwarzen Gummistiefeln wirkte er irgend wie fehl an Platz und tollpatschig. Doch der Garten war eine Pracht. Von schlichten Krokussen und Gänseblümchen bis zu Orchideen und Rosenheyne exotische Paradiesvogelblumen. Doch hauptsächlich Nutzpflanzen, Kräuter gegen jegliche Beschwerden und jede Menge Obst und Gemüse. Von alt eingesessenen wie dem Apfel- und Kirschbaum in allen möglichen Sorten bis zu Erdbeerbäumen (Arbutus unedo) die ca. 1,5m bis 3m hoch werden. Die Blüten (Nov. - März) sind weiß, und hängen ähnlich den Maiglocken herab. Früchte trägt der Arbutus unedo in den ersten Frühjahrswochen. Kolastrauche (Artemisia camphorata) die beim darüberstreichen tatsächlich nach Cola riechen oder Süßkraut Honigblatt (Stevia rebaudiana bertoni) ist eine einjährige (auf der Fensterbank mehrjährige) Kräuterstaude, die ursprünglich im Gebiet der Amambai-Bergkette zwischen Brasilien und Paraguay vorkommt und gewerbsmäßig hauptsächlich in Paraguay angebaut wird. Als Zierpflanze wird Stevia rebaudiana immer beliebter, mit dem Vorzug, auch noch etwas für unsere Gesundheit zu tun. Die getrockneten Blätter der Steviapflanze sind ca. 30mal so Süß wie Zucker (Glucose), nur eben zuckerfrei. Dadurch sehr geeignet für Diabetiker und Leute, die mit Neurodermitis zu kämpfen haben. Zudem fördert das Honigblatt keinen Karies befall und ist nicht wie Süßstoff krebsfördernd.
Ich war Tage lang im Garten und ließ mir alles erklären, wenn Kim über seine Pflanzen sprach, blühte er auf. Alle Sorgen waren aus seinem Gesicht gewischt und er strahlte übers ganze Gesicht. Doch sobald es dunkel wurde und Zeit zum Abendbrot, verfiel er wieder in seine Melancholie. Schickte mich mit abgehackten Sätzen, wie auch diesen Abend, hinein.
„ Los Essen Los los los“ und klatschte dabei wie irre in die Hände. Ich sputete hinein, rannte durch den Flur zum Waschraum und hätte fast Schwester Miller umgerannt, die in heftiges Fluchen verfiel. Ich entschuldigte mich schnell und rannte weiter, im Waschraum angekommen, hörte ich leisen Schluchzen. Ich lauschte und nahm wahr, dass es aus dem Wäschelager kam. Vorsichtig öffnete ich die Tür, lugte hinein und fragte zögernd „Hallo, kann ich helfen?“ Das Schluchzen verstimmte augenblicklich, doch niemand antwortete. Also trat ich ein und schaltete das Licht an. Da schrie, nein kreischte eine eher weibliche Stimme so verzerrt dass ich sie nicht erkannte „mach das scheiss Licht aus und lass mich in Ruhe, Carlos“ hastig schaltete ich das Licht aus, ohne einen Blick auf die Frau geworfen zu haben, zögernd drehte ich mich um und wollte den Raum wieder verlassen, da fuhr sie in ruhigerem Ton fort „ Du kapierst auch gar nichts oder?“ Irritiert blieb ich stehen „ Es ist alles so beschissen, seit drei Jahren bin ich jetzt hier, seitdem ich dreizehn bin und seitdem muss ich mir von Doktor Nick und den andren Ärzten sexistische Sprüche anhören, auf den Arsch hauen lassen und werde von Schwester Miller terrorisiert und dank Dir auch noch geschlagen“ Ich erkannte nun Maries Stimme, doch verstand nicht, was sie mir sagen wollte, also fragte ich plump drauflos „Wer hat dich geschlagen und warum meinetwegen den werde ich...“ Sie unterbrach mich „Carlos ist das wahr, ich meine ich habe heimlich deine Akte gelesen“ sie zögerte kurz, dann fuhr sie fort „Ich meine nicht deine Krankenakte sondern die Militär...“ sie zögerte erneut, dann brach es aus ihr raus. „Ist das wahr Carlos, bist du ein Kindersoldart, hast du getötet und das mit dem Gefängnis, von Geburt an, ist das wahr“ In dem stockfinsteren Raum konnte ich Marie nicht sehen, doch an ihrer Stimme hörte ich, dass sie wieder zu weinen begonnen hatte, und ich verstand es ganz und gar nicht. Also antwortete ich wie selbstverständlich mit:
„Ja, meine Bestimmung ist es, das Reich unter Einsatz meines Lebens zu schützen, aber ich verstehe nicht warum dich das traurig macht“ Marie fing wieder an zu schluchzen.
Da wurde die Tür langsam geöffnet und Schwester Hirschgeweih trat ein „ Da bist du ja Carlos, husch husch zum Essen, du must doch stark und gesund werden...“ Marie unterbrach sie hysterisch „ Damit er weiter morden muss, er ist doch noch ein Kind“ „Marie sei still“ zischte Schwester Hirschgeweih so eindringlich, dass sie sofort verstummte „und du geh jetzt schnell was Essen, es gibt Gulasch, das magst du doch so gerne“ sprach sie in ihren normalen freundlichen Ton. Ich ging verwirrt hinaus, doch als Schwester Hirschgeweih das Licht anschaltete, warf ich ein letzten Blick in den Raum und konnte Marie sehen. Sie kauerte in einer Ecke und auf ihrer schönen Wange war ein tiefroter Handabdruck zu sehen.
Auch wenn in mir etwas bei Marie bleiben wollte, verließ ich den Raum und ging zum Abendbrot, welches wie immer ausgiebig und lecker war.

(ben)
Beim Einschlafen drehe ich mich von einer Seite auf die andere. Meine Gedanken rasen von einem Erlebnis zum nächsten. Ich fühle mich irgendwie verunsichert, alle meine Sinneserfahrungen vergehen in mir zu Sehnsucht nach dem Anblick von Maries wunderschönen goldenen  Haaren.  Aber warum hat sie geweint, ich bin stolz auf mein Reich und das sollte sie auch sein, nur bei uns kann es ewigen Frieden geben und nur wir können das Reich des heiligen Kaisers erbauen. Es kommt auf uns alle an wenn nur ein rad sich falsch dreht, kann das Reich zerbrechen. Aber dieser Blick als sie sagte, ich wäre ein Mörder. Ich morde nicht, ich befreie die gefesselten Seelen der falsch Geführten. Nur ihr Tod kann die Sünde auslöschen, die sie begangen haben, als sie sich vom Kaiser abgewandt haben. Morgen rede ich mit ihr. Sicher denkt sie dasselbe.  Plötzlich überrollt mich eine Welle des Hasses. All mein kindlicher Zorn fokussiert sich auf Frau Hirschgeweih. Sie hat Marie geschlagen. Das wird sie bereuen. Mit diesem gemischten Gefühlscocktail  sacke ich immer weiter ins Reich der Träume.

Träume(ben)
Meine Füße umspielt vom warmen Meereswasser  graben sich langsam aber stetig  in den feinkörnigen quarzhaltigen Sand
Vor mir liegt ein türkisblaues Meer. Mein Blick steigt langsam an den Zipfeln der niedrigen Wipfel von Korallen gipfeln empor. Bis ich in der Ferne das Verschmelzen des tiefrosaroten Sonnenaufgangs im Gefälle mit dem Wassermassen erkenne. Alles steht still, keine Welle, nicht die kleinste Regung. Spiegelglatt liegt die See vor mir. Das Wasser wirkt friedlich, scheint es mir.

Ich frage mich :
                          Sollte ich heute meine schon so lange aufgeschobene Reise beginnen!

Als Wahrhausen den Steg am Wasser entlang schlendert und auf sein anliegendes  Segelboot steigt,  laufen ihm die Tränen .
Sehnsüchtig schaue ich mich noch einmal um, „meine Heimat“. Mit geschlossenen Lippen schwöre ich
 
 verlasse deine Gestade aber mein  Herz wird hier auf dich warten.

 Unter enormem Kraftaufwand hisst Wahrhausen die Segel. Als sich das Leinentuch im Wind bläht, verwickelt sich eines der aufwärts ziehenden Hanfseile um seinen Hals. Es reisst kurz dann fliegt wahrhausen stranguliert am Mast empor.

Seine letzten Worte sind: Mir schwinden die sinne, oh Heimat,  ich werde dich nie verlassen  









Erschreckt wacht wahrhausen auf:

 Zwei warzige Hände würgen seinen Hals. In der Dunkelheit erkennt er wage ein Gesicht, was sich zu ihm hinab senkt. Das ist für den Tod meiner unschuldigen  Frau teuflischer Knecht des Kaisers, flüstert die unbekannte Gestalt. Ich kann kein Wort sagen nur mein angeborener und ausgebildeter Kämpferinstinkt lässt mich handeln. Rechtes Bein anwinkeln, bereit zum Zu treten, mit dem linken abstützen und Schwung aufbauen. Die getroffene Leber sorgt für einen kurzen Moment, in dem ich Luft hole. Jetzt wird es kinderleicht, den Kopf nach hinten strecken, der Griff des schändlichen Angreifers lockert sich. Mit aller Kraft  ausholen und kräftig Nicken, ich treffe genau seine schwabbelige Nase, die mit einem lauten Knirschen zerbricht. Ein Schwall Blut tropft in mein Gesicht. Mit meinen nun frei gekommenen  Fäusten schlage ich gleichzeitig auf seine Rippen. Beim Auftreffen schreit der Mann aus Leibeskräften. Nur um sicher zu gehen, trete ich nach, direkt in seine Männlichkeit.
Der nun hohe Ton und das Weinen zeigt mir, dass ich siegreich bin.
Ein rotes rotierendes Licht in meinem Zimmer zeigt mir, dass mein nächtlicher Kampf nicht unbemerkt geblieben ist. Erst jetzt nehme ich den lauten Sirenenton wahr.
 Durch das Adrenalin und den Sauerstoffmangel ist er  nicht zu mir durchgedrungen.
In Windeseile füllt sich mein Zimmer mit Wärtern und Ärzten. Am leiser werdenden Weinen an meinem Bettrand merke ich, dass sie wohl gerade ein Schmerzmittel verabreichen.

 Den Schlaf aus den Augen reibend blickt wahrhausen in das geschockte Gesicht von Marie. Ihr ganzer Kittel ist blutverschmiert und sie hält fürsorglich das zermatschte Gesicht des wahrscheinlich schon um die 80 Jahre alten Mannes. Maries Blick ähnelt nun den Augen eines gehetzten Tieres. Ich merke, dass sie Angst vor mir hat, und wenn ich mich nicht täusche auch Abscheu empfindet.
Dafür gibt mir Frau Hirschgeweih einen Blick der nichts anders zu deuten ist als „gut gemacht“
Langsam entfernt sich das Personal. Wahrhausen liegt im Bett und spürt Reue, das erstemal in seinem Leben fühlt er sich krank.

Es ist, als wenn tausend Ratten an deinem Herz knabbern und nur du selbst hast sie erschaffen.

Es ist kein Kampf Mann gegen Mann, nein ich stehe allein da. Jede meiner erlernten Kampfhandlung ist wirkungslos. Es gibt es keinen Gegner. Nichts, was sich besiegen lässt. Keiner der schmerzen spürt.

 Nur ich allein und …

eine weiße Wand kommt näher, es sind auf ihr Augen, die auf mich niederschauen. Ahrggg ich will mich wehren, doch es gibt kein Leben mehr in meinenVenen. Laufen, ich muss weg, doch wohin,  ich weiss keinen Ort wo nicht das Blut aus meinem Herzen horcht.
 
Mit aller Kraft stemme ich mich aus dem Bett empor, wanke zum Waschbecken. Wasser, ich muss mich waschen, bin so dreckig, das ganze Blut. Wahrhausen fängt an zu weinen, lautlos laufen ihm die Tränen über die Wangen. Kalt, mir ist kalt, wo ist der Kaiser, er muss mir doch helfen. Nein nein nein… Er lässt mich nicht allein.   

Ich werde verrückt, sagt eine Stimme in meinem Kopf, die nicht von mir kommt. Da ist wieder die weiße Wand, ich muss fliehen. Mir wird schwarz vor Augen

 in meinem ganzen bisherigen leben ging es immer geradeaus auf den Gegner zu. Nun muss ich fliehen, doch wohin. Ahrggg, das Auge über mir es schaut durch mich durch direkt auf mein Inneres. Ich will sterben .

WAHRHAUSEN!!!

 HERR WAHRHAUSEN spricht klar und rein ein Chor von irgendwoher

Wir werden dich ab heute begleiten als deine Freunde. Durch dein ganzes Leben, du darfst nicht aufgeben.

Ich merke, wie sich mein geist reinigt, alles Kranke fällt von mir ab. Der Vorhang vor meinem inneren Auge verschließt sich, ich will wieder leben.  Jetzt  merke ich sogar, dass  mein Herz pocht,  wie durch Zufall auch wieder  gleichmäßig.

STELLE FRAGEN HINTER FRAGE & BEACHTE WAS MANN DIR SAGT

 flüstert der Chor freundlich zum  Abschied

Wie ausgeknockt schläft Wahrhausen ein.

 Beim reichhaltigen morgendlichen Essen wollte ich reden nur um zu reden, ein komischer Gedanke, aber ich bin froh zu leben.
Wahrhausen geht in den Garten zu seiner eigenen Überraschung pfeift er ein Lied. Ganz berauscht bleibt er vor einem blühenden Kirschbaum stehen und murmelt ein Gedicht:

 nun da  Rosa Blüten  zu Boden schweben
Und  Bunte Freude weben
Beginnt ein neues leben

Ganz in Gedanken versunken setzt sich Wahrhausen in die Kirschblüten. Er erwacht erst aus seiner Trance, als der kleine Gärtner Kim ihn anrüttelt.
Carlos willst du einen Apfel fragt er freundlich.
Ja danke, :Wahrhausen bricht den Apfel in zwei Teile,  Kim willst du auch ein Stück.
 Beim Essen fragt Carlos: was weisst du über das Entstehen von unserer Welt. Gab es wirklich zuerst den Kaiser vor Allem, was es gibt.
Carlos, ich weiß nicht viel. Es könnte sein, dass es so ist oder aber auch nicht. Antwortet  Kim

Kim, du hast doch viel gesehen, verrate mir bitte, was du gesehen hast von der weiten Welt. Löchert ihn Carlos

Kim beginnt zu erzählen:










DAS LAND DER LOTUSBLÜTE

Vor langer Zeit war die Welt umspannt von einem freundlichem Netz der Gerechtigkeit. Alle Menschen lebten in Frieden nebeneinander und die Rechte des Einzelnen war die Freiheit des Gesamten. Doch auf einen Schlag wurde dieses Paradies durch die unnatürliche Einflüsse außer Kontrolle geratenem wissenschaftlichen Größenwahn gestört. Da der Mensch auf der Höhe seiner wissenschaftlichen Entwicklung Mutter Erde formte wie es ihm gefiel. Ungefähr im 21 Jahrhundert waren die Anzeichen schon deutlich erkennbar, da sich Naturkatastrophen häuften. Schließlich war die Spitze des Eisbergs erreicht, das Gleichgewicht zerbrach.  Kontinente versanken im Meer, Vulkanausbrüche verdunkelten die  auftreffende Sonneneinstrahlung. Die letzten Arten wurden durch genmanipulierte Pflanzen & Tiere ersetzt, diese gerieten außer Kontrolle als bewachte Monokulturen sich verselbstständigten. Die folgenden Jahrzehnte waren gezeichnet durch Hunger, Armut und Leid. Es folgten Völkerwanderungen über den gesamten Globus und die letzten Städte des alten Volkes wurden geplündert. So war unsere Welt dem Chaos verfallen,. nur die Bruchstücke der alten vergangenen Kultur färbten auf uns ab. Aus einem Teil der Geschichte bildete sich der Personen Kult des HEILIGEN KAISERS.

Eine andere erbaute meine Heimat, das Land der Lotusblüte:

 wir wollen immer mehr erreichen und gehen dafür über Leichen.

 Sollte meiner Meinung nach der Wahlspruch unserer Nation sein. Ich schäme mich in Grund und Boden für meine Landsmänner aber bin ich was Besseres, habe ich nicht beim großen Genozid Tausenden den Tod gebracht. In dem ich eine Atombombe über dem Kaiserreich abwerfen liess. Nun sitze ich hier und in meinem Leben will ich nichts mehr sehen außer die Unschuldigen triebe der  wunderschönen Naturellen gaben. Das wachsen eines Samens ist Gottes Atem.. Carlos, verstehst du was ich sage höre, mein Rat:  mache nicht die selben Fehler wie ich. Zuviel Leid schwingt dabei mit. Du bist noch jung, suche den Frieden, es ist das Wichtigste in einem zufriedenem Leben,  mich kann nur die Hoffnung auf den  Tod der Freiheit näher bringen, denn meine schuld wiegt zu schwer, als das ich ohne glücklich wär.

Die Ankunft

Die Tage vergehen und Carlos gesundet immer weiter, geistig wie auch körperlich. Zum ersten mal lernt er sowas wie ein freies Leben kennen. Als eines abends auf seinem Bett ein Brief liegt von dem Militärgesundheitsminister ist dieses Leben beendet.   Seinen Musterungsbescheid in den Händen fliegt  ihn ein Kampfhubschrauber zum Treffpunkt. Im Helikopter analysiert Carlos seinem Kampfgefährten. Keiner der Anwesenden scheint glücklich zu sein, eher ähneln sie wandelnden Leichen. Der General im Cockpit spricht durchs Mikrofon, dass sie ein Rebellenlager in der Arktis aufgespürt haben. Genaue Koordinaten gibt es noch nicht, wir werden euch einzeln in einem Radius von 1000 Kilometern mit dem Fallschirm abwerfen, wenn ihr das Lager entdeckt setzt mit eurem GPSkompatiblen Minicomputer eine Nachricht zum verantwortlichen Gauleiter ab.
Der Wind pfeift Carlos kalt um die Ohren als er sich im freien Fall befindet. Die weiße Schneedecke springt ihm förmlich entgegen. Kurz kommt ihm der Gedanke, einfach nicht den Fallschirm zu öffnen und so den ewigen Frieden zu erlangen. Mechanisch reisst Carlos an der Leine. Lautlos schwebt er zu Boden. Ein Schneehase flieht vor seinem Schatten und versteckt sich im tiefen Schnee. Doch Wahrhausen beachtet ihn nicht weiter, denn in der Ferne schüttelt sich ein Eisbär das Eis aus dem Fell. Leise schleicht Carlos ihm entgegen, irgendwie bewegt sich das Tier rücklings und künstlich als Wahrhausen sein Gewehr hebt und abdrückt, .
wankt der Eisbär nicht einmal. In Sekundenschnelle öffnet sich das Maul des Bären und ein kaum wahrnehmbarer ton lässt die technischen Geräte Wahrhausens implodieren. Verstört greift Carlos nach seinem Jagtmesser.  Da öffnet sich die Eisdecke vor seinen Füßen und ein kleines Jagd U-Boot steigt aus dem Wasser.
Ein Laser am Bug des Bootes zeigt direkt auf das Herz von Carlos. Mit einer sehr gut sichtbaren Bewegung entledigt sich Wahrhausen seiner Waffen und ergibt sich. Die Männer des U-Boots fesseln ihn und bringen ihn an Bord. Lange Zeit hört Carlos nur die Geräusche der Schiffsschraube. Bis ihn eines Tages der Kommandant zu sich in die Kajüte bringen lässt.
Ich möchte dir nur sagen, dass wir Dich in unserer lager bringen, dort wirst du den Rest deines Lebens in Gewahrsam genommen KINDERSOLDAT.  

Das Rebellen lager

Tage vergehen, nur morgens und abends bekommt Wahrhausen eine menschliche Gestalt zu sehen. Das Essen ist rustikal und einfach, seine Zelle spartanisch aber ausreichend. Doch um so länger er eingesperrt ist vermisst er die Sonne, den Himmel und die Farben. Depressiv und sehr aggressiv wird er vor das richterliche Komitee geführt. Die Anklage ist Beihilfe zum Völkermord
In Anbetracht ihres Alters Carlos Wahrhausen verurteilen wir sie zu lebenslanger Haft mit Arbeitsauflagen.
Als Carlos den Raum verlässt zwinkert Mia ihm zu.
Drei Tage später wird Wahrhausen in eine anderes Zimmer geführt, dort hat er Ausblick auf eine tropische Bucht, umschlossen von riesigen Eisbergen. Freundlich sagen ihm die Wärter, dass er morgen die Generatoren zur vegetativen Umwandlung reinigen muss. Und verabschieden sich.
Ein paar Minuten später klopft es an der Tür. Und Mias Kopf blickt herein.
Ein Schauer nie gefühlter Erregung fliesst durch Wahrhausen und er murmelt:

In tausend Kaskaden der Farben kannst du malen
mit vielen Worten umschreiben des wirklichen Gestalt
Doch nur im Herzen wirst du mit dir selber eins
Es lebe die  Freiheit.
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Fahrender Gaukler
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BeitragVerfasst am: 09.09.2010 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Ridickully!

Ich möchte stark bezweifeln, dass irgendjemand sich die Mühe macht, einen solchen Textblock zu rezensieren. Ich für meinen Teil verspüre noch nicht einmal das Bedürfnis, ihn überhaupt zu lesen. Wenn du dir ernsthaft Hilfe erhoffst, würde ich dir den guten Ratschlag geben, deine Einstellung von Grund auf umzukrempeln. Du hältst dich nicht nur nicht an die 500 Wortgrenze, die - zugegeben - nur ein ungefährer Richtwert ist und kein Gesetz, es anderen aber vereinfacht, deinen Texten die Schwächen aufzuzeigen. Nein, du gehst auch nicht oder so gut wie nie auf Kritiken ein oder befleißigst dich, anderen den Gefallen zu erwidern. So sehe ich da keine Chance, dass dir hier noch länger die helfende Hand dargeboten wird.

Das hier ist ein Forum für Textarbeit und kein Blog.


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(Mark Twain)
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airliner_747
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BeitragVerfasst am: 09.09.2010 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ridickully

Mir war das fast schon zu viel Arbeit, einfach nur bis zum Ende zu scrollen.
Wenn du erwartest, dass sich hier einer findet, der diesen Monstertext kommentiert, dann dürfte das Warten sehr lange dauern.

Liebe Grüße
Jürgen


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Ridickully
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BeitragVerfasst am: 13.09.2010 19:13    Titel: erklärung pdf-Datei Antworten mit Zitat

hallo

ich möchte schon gerne das meine geschichten besser werden doch da ich sie in einem guss geschrieben habe dachte ich mir das ich gleich das gesamte werk poste um es mir leichter zu machen sonst müste ich alle handlungsstränge umwälzen.
vieleicht hat ja irgendwer die zeit ruhe und geduld diese geschichte mit mir den nötigen schlief zu geben. egal wo in der geschichte sei es am ende oder am anfang. übgerall würde es mir passen. es ist vieleicht nicht die normalste art und weise doch ich hoffe das sie trotzdem zum erfolg führt. ich stelle es mir ausserdem einfacher vor da ende und anfang schon klar sind

viele grüße der querkopf
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Hoody
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BeitragVerfasst am: 13.09.2010 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Für 100 Euro mache ich das gerne.
Nein Spaß  Laughing
Normalerweise habe ich nichts dagegen wenn es mal längere Werke werden. Dann nehme ich mir einen Abend Zeit und kritisiere paar Stunden. Aber das hier würde Tage dauern, wenn nicht Wochen. Aber deins ist mal richtig, richtig, richtig lang. Da habe ich keine Lust alles zu kritisieren und gar durchzulesen, da mich die Geschichte nicht reinzieht.

Poste deine Teile halt immer in kleinen Häppchen. 500-800 Wörter, Kritik abwarten, verbessern und so weiter. Geht doch auch oder?
Auch könntest du mal andere Geschichten kommentieren..

lg Hubi


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"Ein schlechter Schriftsteller wird manchmal ein guter Kritiker, genauso wie man aus einem schlechten Wein einen guten Essig machen kann."
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Ridickully
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BeitragVerfasst am: 13.09.2010 19:41    Titel: hoffnung? pdf-Datei Antworten mit Zitat

gerne kann nur leider nicht richtig lesen weis auch nicht überfordert mich einfach und was bringt kritik von einem der nicht mal selber schreiben kann
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Hoody
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BeitragVerfasst am: 13.09.2010 19:46    Titel: Re: hoffnung? Antworten mit Zitat

Ridickully hat Folgendes geschrieben:
gerne kann nur leider nicht richtig lesen weis auch nicht überfordert mich einfach und was bringt kritik von einem der nicht mal selber schreiben kann


Du kannst nicht richtig lesen?
Wenn das so ist würde ich erst einmal daran arbeiten. Da du schreiben kannst, kannst du auch lesen. Lies einfach erst einmal paar einfache Bücher wie Harry Potter, Eragon und so. Die haben einen leichten Stil. Dann kannst du dich steigern - außerdem lernst du so auch gleich bisschen den Aufbau einer Geschichte kennen, stilischen Kram etc.
Viel GLück noch.

lg Hubi
Edit: Wichtig ist: Langsam lesen und laut lesen. Lies dir die Sätze laut vor, wenn dir nach der Zeit die Puste ausgeht ist es nicht schlimm. Dann mach erst einmal eine Pause und lies im Gedanken weiter. Aber langsam, ordentlich und wenns geht laut lesen.


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Ridickully
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BeitragVerfasst am: 13.09.2010 19:55    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

werde ich machen aber es langweilt mich zu sehr und  bei harry potter bin ich nach der ersten seite eingeschlafen wie bei fast allen büchern die mir geschenkt wurden. muss ich lesen können um zu schreiben?
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Hoody
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BeitragVerfasst am: 13.09.2010 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Dann schau auf Amazon.de bisschen rum und du findest sicherlich ein Buch das dich interessiert.
Klar muss man als Autor lesen können. Eigentlich eine dumme Frage.

lg Hubi


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Ridickully
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BeitragVerfasst am: 13.09.2010 20:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

das einzige was ich gelesen habe war die bibel und donald duck ich lese mal was von dir vieleicht überkommt mich ja dann das lese fieber
äh würde es vieleicht was bringen ein fremdw2örter buch zu lesen oder den duden
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Hoody
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BeitragVerfasst am: 13.09.2010 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

Duden als Klolektüre kann nicht schaden. Habe ich bei meinem Synonymwörterbuch auch so gemacht. Donald Duck ist cool.
Schau dich einfach nach ein paar Büchern um in der Bibliothek oder Amazon oder kannst dich auch hier durchlesen und mit der Zeit wirds besser.
Genug gespammt.
Jedenfalls nächstes mal an die sieben goldenen Regeln halten, dann erhälst du auch richtige Kritik und keine Angriffe wegen der Länge.

lg Hubi


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Fao
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BeitragVerfasst am: 13.09.2010 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Ridickully,

Nun, wenn du viel liest, wirst du auch viel Inspiration bekommen, man bekommt einblicke in verschiedene Stilrichtungen und kann sich so selbst einen entwickeln.
Wie meinst du, dass du nicht gut lesen kannst?
Mir fällt es immer sehr schwer, mich zu konzentrieren, dann noch die blöden Augen, für ersteres hilft einfach nur üben wink
Wie Jarda sagt, langsam lesen, laut lesen. Vielleicht erstmal eine Seite.
Gute Bücher gibt es zu Hauf.
Ich hab vor kurzem "Blindfisch" beendet, von jim Knipfel.
Fand ich sehr interessant, unterhaltsam und nicht schwer zu lesen.
Spannender jedenfalls als der Duden Laughing

Ansonsten...gibt n Haufen Bücher wink


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BeitragVerfasst am: 13.09.2010 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Ridickully,

du machst dich nicht zufällig über uns lustig, einen solchen Text zu posten und dann zu erzählen, du kannst nicht lesen?? Blink

Also Sachen gibt's lol2

Immer wieder was Aufregendes, Neues ... Laughing

Erheiterte Grüße,

Pütchen


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(Isaac Newton, 1642-1726)

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Ridickully
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BeitragVerfasst am: 13.09.2010 21:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

jeder kann lesen der nicht voll kommen beschränkt ist mir liegt es nur nicht
möchte das aber gerade verändern und suche  einen text der über glauben philosophiert wenn du einen hier geposteten text kennst schreibe ihn mir doch bitte


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Tausendschön
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BeitragVerfasst am: 14.09.2010 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ridickully,

dass Du 24 Jahre alt bist, mag ich nicht so recht glauben. Vermutlich bist Du allerhöchstens 10 bis 12 und liest, im Gegensatz zu Deiner Behauptung, sehr viel und gern.  Idea
 
Du hast wahrscheinlich solche Unmengen an Lektüre konsumiert, dass sie einfach nicht genug Platz in Deinem kindlichen Kopf finden und gleich ungefiltertem Brei wieder herausquellen, damit überhaupt noch ein bisschen Raum übrig bleibt, um das, was Deine Eltern, Lehrer usw. Dir gegenüber von sich geben, ins Gehirn hineinzulassen.

Nun, dann wird einfach das DSFo mit den überschüssigen Ergüssen vollgesülzt, weder auf Rechtschreibung noch Grammatik, geschweige denn auf irgendeinen Sinn oder Inhalt geachtet. Hauptsache, der wirre Kram ist erst einmal raus aus dem Schädel und auf Papier gebannt, damit er nicht verloren geht.
Ich empfinde ehrliches Mitleid für Dich und Dein Problem. Und das ist nicht nur so dahergesagt. Dennoch musst Du Dir darüber im Klaren sein, dass Du Dich hier in einem Forum befindest, wo die Schriftstellerei ERNSTHAFT betrieben und an jedem Satz, mitunter sogar an jedem Wort, lange gefeilt wird, bis alles einigermaßen passt, um zur Kritik freigegeben zu werden (jedenfalls meistens).

Da das bei Dir nicht der Fall ist, rate ich Dir, Dich in einem Schülerforum unter Gleichaltrigen zu tummeln, wo Du Dich mit der Hilfe ebenfalls schreibender Kinder zu einem respektablen jugendlichen Schreiber mausern kannst. Aber bis dahin wird noch viel Wasser den Rhein hinunterfließen. Bedenke: Eile mit Weile. Wenn Du WIRKLICH einmal 24 Jahre alt sein wirst, wird Dir vermutlich kaum einer das Wasser reichen können. Very Happy

Genieße lieber Deine Kindheit, sie kehrt nie zurück, anstatt Dich mit seitenlangem Nonsens um die schönste Zeit Deines Lebens zu bringen.

Ich wünsche Dir alles Gute und dass eines Tages der beste Autor unter der Sonne aus Dir wird. Genug Talent scheint vorhanden zu sein.

Liebe Grüße
Tausendschön


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Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen
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lupus
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BeitragVerfasst am: 14.09.2010 20:21    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
einen text der über glauben philosophiert


KD v. KArl BArth is zu empfehlen
Bultmann (mehrere Werke zur hist. Krit. Exegese)

eine sehr hübsche, wenn auch z.T, oberflächliche Analyse zur
christl. Dogmengeschichte seit Descarte: existiert Gott, Hans Küng, als Einstieg sicher geeignet.

sehr interessant auch Fragen der Formengeschichte (auch literarisch), hier hilft Tante Gugel.

Wenn du das durch hast kannste auch lesen.

ansonsten: verarschen kann sich jeder selbst.

abeo


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lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

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"Ich bin leicht zu verführen. Da muss nur ein fremder Mann herkommen, mir eine Eiskugel kaufen und schon liebe ich ihn, da bin ich recht naiv. " (c) by Hubi
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