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Reinhold
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 55
Beiträge: 30
Wohnort: Sachsen


BeitragVerfasst am: 30.07.2010 13:46    Titel: Auszug von meinem Krimi eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,

hier stelle ich einen Auszug meines begonnenen Krimis vor, der sich so innerhalb der ersten Seiten befindet.

Ich möchte gern einige Meinungen zu meinem Schreibstiel erfahren, ich bin Neuling, habe zwar schon öfters etwas aufgeschrieben, aber nur für mich. Diesmal will ich es doch gern bis zu einem Buch schaffen.

>Als ich nun am nächsten Morgen ca. 7 Uhr erwachte, geweckt von herrlichen Sonnenstrahlen, mußte ich mich erstmal etwas sammeln. Das Unwetter von gestern Abend war wie weggeblasen und hinterließ eine wohltuende morgentliche Frische.
Ich richtete mich etwas her und begab mich in den Frühstücksraum.
Hier herrschte ein reges Treiben und ich stellte fest, das dieses Haus deutlich mehr Gäste beherbergte, als ich am gestrigen Abend noch vermutete. Als ich dann ausgiebig gespeist hatte und gerade wieder auf mein Zimmer gehn wollte, kam plötzlich die Wirtin auf mich zu und teilte mir mit: das "Marie" doch schon eher zurück gekommen ist und ich mit ihr sprechen könne. Sie würde in ihrem Arbeitszimmer im Obergeschoß bereits auf mich warten.
Als ich das hörte machte ich mich auch gleich auf den Weg nach oben und stand kurz darauf vor einer Tür mit der Aufschrift "Privatbüro", was immer das auch heißen mag.
Ich wußte nicht richtig warum, aber als ich hier so vor dieser Tür stand und etwas zögerte bekam ich Herzklopfen, dann pochte ich aber trotzdem kräftig an diese schöne alte Holztür und lauschte nach einer Reaktion. Eine deutliche Stimme forderte mich auf einzutreten, also drückte ich die Klinke und schob die Tür etwas zurückhaltend nach innen auf.
Noch bevor ich aber diesen Raum richtig betreten konnte , haftete sich mein Blick wie magisch auf diese vollkommen schwarz gekleidete Frau. Sie stand einige Meter von mir entfernt, mit dem Rücken zu mir, vor einem großen Schreibtisch. Sie wirkte faszinierend elegant, ein langes enganliegendes Kleid, das ihre Figur mehr als betonte, dazu die hohen Absätze und dann die langen etwas bläulich schimmernden tiefschwarzen Haare. Ich war sehr beeindruckt, doch erst als sie sich dann umdrehte, spürte ich die volle Kraft ihrer buchstäblich unheimlichen Ausstrahlung. Denn als sie ihren Blick langsam hob und mir in die Augen sah, wurde es mir plötzlich eiskalt, ich verspürte kurzzeitig einen Druckschmerz in meiner Brust, auch durchfuhr mich ein kräftiger Schauer und mein Herz begann  bedrohlich stark zu klopfen.
Doch diese ganze Wahrnehmung war nur eine Sache von wenigen Sekunden, allerdings zugegeben, ziemlich beängstigend. Als aber dann dieser "Schreck" etwas verflogen war, bemerkte ich erstmal richtig die unglaublich schönen und ausdrucksstarken Augen dieser Frau, die mich wie in einen mystischen Bann zogen.
Ich hatte keinen Zweifel darüber, das sie wußte welchen Eindruck sie auf mich machte, denn es entschwand ihr sogar ein kleines Lächeln als sie mich so betrachtete. Ich fühlte mich, als wenn sie alles von mir wußte, ich war total verlegen was ich eigentlich sonst gar nicht von mir kannte und mein Herz begann wieder schneller zu schlagen, dann übergab ich ihr völlig wortlos den "Brief". Sie sagte darauf mit einer außergewöhnlich klangvollen Stimme "danke", ich hingegen war von dieser Frau noch so angetan , das ich eben nur ein "nicken" schaffte. Als ich dann schnell gehn wollte, also irgend wie aus dieser Lage flüchten, lächelte sie wieder so ergreifend , diesmal auffällig mit einem kleinen "zwinkern"das ich erstmal, etwas erwartungsvoll, stehen blieb. Dann sprach sie, während sie mich mit ihrem mystisch wirkenden Blick durchforschend anschaute, mit einer weichen sinnlichen Stimme:"Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Aufenthalt in unserem Hause". Als ich anschließend die Treppe hinunter stieg, war ich zu tiefst hin und hergerissen, von dieser Frau, ich ging in mein Zimmer, legte mich aufs Bett und versuchte an nichts zu denken.<

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denLars
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 26
Beiträge: 601
Wohnort: Düsseldorf
Extrem Süßes!


LOONYS - Die Vergessenen Rosen der Zeit
BeitragVerfasst am: 30.07.2010 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Reinhold!

Also, versuchen wir dir hier mal bei deinen ersten Schreibversuchen ein wenig unter die Arme zu greifen. Ist dieser Auszug wirklich der Anfang der Geschichte oder irgendwo in der Mitte der ersten Seite? Diesen Eindruck macht er auf mich eher.
Ein Mann ist in einer Gaststätte erwacht, wird von der Wirtin benachrichtigt, dass eine gewisse Marie nun zu sprechen ist und übergibt der Frau, von deren Eleganz er überwältigt ist, einen Brief, über dessen Inhalt nicht mehr verraten wird. So habe ich bisher die Geschichte aufgefasst.

Bisher kann ich deswegen noch keine weiteren Rückschlüsse auf die Handlung ziehen. Ich weiß noch nicht, in welcher Zeit oder in welchem Land die Story angesiedelt ist, geschweige denn, wie deine Hauptperson heißt.

Erstmal habe ich eine durchaus positive Beobachtung zu vermerken: Du erzählst sehr personal, sehr Erzähler-bezogen, das heißt: Deine Beschreibungen sind nicht steril, du beziehst es auf die Gefühlswelt deines Charakters, was ihn dem Leser näher kommen lässt.

Einige Anmerkungen zu Stil und Sprache:

1. Du hast noch einige Rechtschreibfehler drin, passiert ja mal:

Zitat:

morgentliche ... gehn


Sind nur ein paar Flapsigkeiten, wollte ich nur der Form halber erwähnt haben.

2. Anführungszeichen brauchst du nicht in dieser Fülle zu verwenden. Nehmen wir als Beispiel den Satz hier:

Zitat:
Als aber dann dieser "Schreck" etwas verflogen war, bemerkte ich erstmal richtig die unglaublich schönen und ausdrucksstarken Augen dieser Frau, die mich wie in einen mystischen Bann zogen.


Halte deine Leser bloß nicht zu dumm. Man merkt schon allein durch die Art, wie es geschrieben ist, dass hier eher auf ironische Weise von einem Schreck die Rede ist. So auch in den meisten anderen Fällen.


Die Szene wirkt auf mich ein wenig statisch. Er geht durch das Wirtshaus, übergibt der Frau den Brief, kehrt wieder zurück in sein Zimmer. Es ist schade, dass du keinen wirklichen Dialog eingebaut hast, sondern du wirklich fast nur "erzählst" und nicht "zeigst". Große Teile des Textes werden von der Beschreibung des Ortes und der Frau eingenommen. Das kannst du teilweise streichen oder geschickter in die Handlung, vielleicht eben einen Dialog einbauen. Außerdem könntest du dir überlegen, ob du solche - für dein Buch wohl entscheidene - Momente nicht dramatischer verpackst, etwas Bedrohung einbaust, versuchst, eine gewisse Stimmung einzufangen.

Dein Charakter bleibt bis auf die Bewunderung der Frau recht blass. Versuch durch Dialoge oder Selbstreflexion, vielleicht auch die Reaktion anderer Personen, mehr über ihn preiszugeben, sonst bleibt er für den Leser nichts weiteres als ein Phantom.

Für einen ersten wirklichen Schritt ist das gar nicht übel, aber es bleibt einiges zu tun. Aber ich denke, das kriegst du hin. Sieh dich doch mal in den Schreibwerkstätten hier um. Da kriegt man wirklich was beigebracht und da hat fast jeder hier sein Handwerkszeug her.

Liebe Grüße,

denLars


_________________
One whose name is writ in water.
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Andy M
Schreiberassi


Beiträge: 67
Wohnort: Good Old Germany


BeitragVerfasst am: 30.07.2010 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Reinhold,

Zuerst einmal geht es darum, präzise zu schreiben und jeden Ballast abzuwerfen.

Du schriebst:

Als ich nun am nächsten Morgen ca. 7 Uhr erwachte, geweckt von herrlichen Sonnenstrahlen, mußte ich mich erstmal etwas sammeln.
Mein Vorschlag:

Als die Sonne mich am nächsten Morgen weckte, brauchte ich eine Weile, um  . . . (was willst du mit sammeln ausdrücken?)


Das Unwetter von gestern Abend war wie weggeblasen und hinterließ eine wohltuende morgentliche Frische.

Mein Vorschlag:
Das gestrige Unwetter war einer wohltuhenden Frische gewichen.

Anm: Hier ist ein Sprung zwischen dem Aufwachen und dem Wetter. Eventuell mit einem Blick aus dem Fenster verbinden . . .

Ich richtete mich etwas her und begab mich in den Frühstücksraum.

Ich fuhr mir mit einem nassen Kamm durchs Haar und verließ das Zimmer. Im Frühstückraum . . .

Hier herrschte ein reges Treiben und ich stellte fest, das dieses Haus deutlich mehr Gäste beherbergte, als ich am gestrigen Abend noch vermutete. Als ich dann ausgiebig gespeist hatte und gerade wieder auf mein Zimmer gehn wollte, kam plötzlich die Wirtin auf mich zu und teilte mir mit: das "Marie" doch schon eher zurück gekommen ist und ich mit ihr sprechen könne. Sie würde in ihrem Arbeitszimmer im Obergeschoß bereits auf mich warten.

Der Absatz oben kommt recht steif daher.
Auch würde ich einen Dialog mit der Wirtin einbauen.

LG
Andy
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Myrine
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 30
Beiträge: 515
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 30.07.2010 18:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und erst mal Hut ab, dass du so früh einen Text ins Forum stellst! Ich bin selber neu und habs mich noch nicht getraut, obwohl ich schon länger schreibe und eine abgeschlossene Geschichte vorzuweisen habe. Find ich klasse!

Jetzt zum Text an sich: Ich habe ihn einfach mal durchgelesen und bin an ein paar Stellen (sprachlich) gestolpert:

Warum muss der Erzähler sich sammeln? Vielleicht erklärst du das aber auch schon vorher.

"gespeist": Kommt mir zu gestelzt daher, das könnte aber auch an meinem Alter liegen...

"teilte mir mit:das": Warum nicht mit Komma, also "teilte mir mit, dass" (mit ss übrigens, aber nur am Rande). Oder du machst, wie oben schon vorgeschlagen, eine wörtliche Rede daraus.

Das "mag" in dem Satz mit dem Personalbüro müsste von der Zeitebene her ein "mochte" sein.

"deutliche Stimme": Kann eine Stimme deutlich sein? Ich bin mir da gerade unsicher. Eher "deutlich zu hören" oder so...

Statt "haftete" müsste es, glaube ich, "heftete" heißen.

"wie magisch": Da fehlt ein "angezogen" für mein Empfinden.

Und mystisch taucht doppelt auf, da würde ich eines von beiden ersetzen.

Das sind jetzt aber wie gesagt sprachliche Kleinigkeiten. Ansonsten fehlen mir persönlich ein paar Beschreibungen und Details, um die Szenerie besser "sehen" zu können, aber das ist sicher auch Geschmackssache.

Auf jeden Fall kann man/kannst du viel aus dem Text machen! Einfach weiterschreiben, dann kommt vieles wie von selbst...

Liebe Grüße,
Myrine
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Gast







BeitragVerfasst am: 30.07.2010 18:28    Titel: Re: Auszug von meinem Krimi Antworten mit Zitat

Lieber Reinhold,

zuerst ein Mal, ich würde Deine Geschichte weiterlesen, wäre doch neugierig, wie es weitergeht.

Du musst allerdings noch ne Menge Rechtschreibfehler beseitigen. Wenn Dir die NDR schwerfällt (was ich sehr gut verstehe), dann lass zumindest eine Dudenkorrektur drüber laufen. Das hilft schon mal ne ganze Menge.
Einiges haben meine Vorschreiber ja schon angemerkt und da kann ich mich nur anschließen.

Reinhold hat Folgendes geschrieben:

Ich richtete mich etwas her und begab mich in den Frühstücksraum.
Hier herrschte ein reges Treiben und ich stellte fest, das dieses Haus deutlich mehr Gäste beherbergte, als ich am gestrigen Abend noch vermutete. Als ich dann ausgiebig gespeist hatte und gerade wieder auf mein Zimmer gehn wollte,

Formulierungen wie: "ich begab mich" oder "ausgiebig gespeist hatte" gefallen mir nicht so gut. Mag aber Geschmacksache sein.

Reinhold hat Folgendes geschrieben:

Als ich das hörte machte ich mich auch gleich auf den Weg nach oben und stand kurz darauf vor einer Tür mit der Aufschrift "Privatbüro", was immer das auch heißen mag.

Vielleicht ein privates Büro? Ich meine, Du solltest das "was immer es auch heißen mag" weglassen.

Reinhold hat Folgendes geschrieben:

Ich wußte nicht richtig warum, aber als ich hier so vor dieser Tür stand und etwas zögerte bekam ich Herzklopfen, dann pochte ich aber trotzdem kräftig an diese schöne alte Holztür und lauschte nach einer Reaktion.

.. und wartete auf eine Reaktion.(Punkt) Oder ... lauschte.(Punkt)
nach einer Reaktion ist falsch.

Reinhold hat Folgendes geschrieben:

Eine deutliche Stimme forderte mich auf einzutreten, also drückte ich die Klinke und schob die Tür etwas zurückhaltend nach innen auf.

Hier würde mir "weibliche" oder tiefe oder sonst was besser gefallen als "deutliche". Ist eine Stimme deutlich - oder eher die Aussprache?

Reinhold hat Folgendes geschrieben:

Sie wirkte faszinierend elegant, ein langes enganliegendes Kleid, das ihre Figur mehr als betonte, dazu die hohen Absätze und dann die langen etwas bläulich schimmernden tiefschwarzen Haare.


Das Kleid wirkt auf mich wie ein Abendkleid - am frühen Morgen. Dazu müsste man dann jetzt das Milieu kennen.

Reinhold hat Folgendes geschrieben:

Denn als sie ihren Blick langsam hob und mir in die Augen sah, wurde es mir plötzlich eiskalt, ich verspürte kurzzeitig einen Druckschmerz in meiner Brust, auch durchfuhr mich ein kräftiger Schauer und mein Herz begann bedrohlich stark zu klopfen.

Druckschmerz in der Brust. Deine ist klar - wo sonst? Und jetzt wird mir auch das Herzklopfen ein bisschen viel.

Reinhold hat Folgendes geschrieben:

Ich fühlte mich, als wenn sie alles von mir wußte, ich war total verlegen was ich eigentlich sonst gar nicht von mir kannte und mein Herz begann wieder schneller zu schlagen, dann übergab ich ihr völlig wortlos den "Brief".

Ja, ja das Herzchen... smile

Reinhold hat Folgendes geschrieben:

Sie sagte (darauf) mit einer außergewöhnlich klangvollen Stimme "danke", ich hingegen war von dieser Frau noch so angetan , das ich eben nur ein "nicken" schaffte.

Als ich (dann) schnell gehn wollte, also irgend wie aus dieser Lage flüchten, lächelte sie wieder so ergreifend , diesmal auffällig mit einem kleinen "zwinkern"das ich erstmal, etwas erwartungsvoll, stehen blieb.

Nur als kleines Beispiel gedacht, um Dir zu zeigen, wo auch immer wieder Füllworte auftauchen.

Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich gemacht. Im Kritikschreiben bin ich noch nicht so geübt. Sieh es einfach als Denkansatz.

Viel Vergnügen beim Weiterschreiben und

liebe Grüße
Monika
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Tamar
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 125



BeitragVerfasst am: 30.07.2010 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Reinhold,
wie schön, noch ein Krimischreiber. ich finde die Geschichte spannend, so als Anfang, mir sind nur zwei Dinge aufgefallen:

erstens: das Bild der schönen Frau ist für mich nicht ganz stimmig. Die Szenerie vorher kam mir vor wie "bayerisches Wirtshaus", die Frau eher wie aus einem 'Film noir entsprungen. Auch war für mich nicht schlüssig, warum sich der Prota so fühlt wie der sich fühlt. Hat er Angst? ist er verliebt? Hat er eine düstere Vorahnung? Waren die Frühstückseier schlecht? Das fände ich besser, wenn das noch etwas stärker herausgearbeitet würde.
zweitens: du verwendest sehr viele Füllwörter (aber, nun, trotzdem, sonst), was mir das lesen sehr erschwert. Manche Sätze werden davon regelrecht aufgeblasen. So wie ich es überblicke, kannst du die fast alle weglassen, und der Text würde nichts von seiner Information verlieren, aber "schlanker" und damit leichter lesbar wirken. Probiers einfach mal aus.
Ansonsten super erster Text. Freue mich drauf, mehr von dir zu lesen
t.


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Locard
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BeitragVerfasst am: 30.07.2010 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Wink

Befreie dich vom Unnötigen. Lass die Geschichte direkt vor der Tür zum Privatbüro beginnen ...

Mindestens zwei Gründe sprechen dafür:
a) Der Beginn des Texts vermittelt keinerlei wichtige Informationen, die der Leser unbedingt benötigt.
b) Im bisherigen Text werden viele Ort angeschnitten:
    - im Schlafzimmer
    - im Frühstücksraum
    - auf dem Weg zum Büro
    - im Büro

Welche sind wirklich nötig? Ich würde genau drei streichen Wink

Weiterhin verträgt der Text mehr Assoziationen und Emotionen vom Erzähler. Du benutzt ja schließlich den Ich-Erzähler, mit dem der Leser direkt ins Innere der Figur blicken kann. Alles wird aus seiner Sicht beschrieben und die Geschichte überhaupt erst erzählt.
Vielleicht erinnert ihn das Haar der Frau an die letzten Donauwellen, die er am Vortag in der Bäckerei gegenüber gegessen hat: dunkelbraun und liebevoll zurecht gemacht. Vergleiche solltest du nicht zu inflationär einsetzen. Nur dann, wenn es die Sache auf den Punkt genau trifft.

Tust du mir einen Gefallen?! Lies diesen Satz und überleg, wie er auf den Leser wirkt lol2
Zitat:
Ich fühlte mich, als wenn sie alles von mir wußte, ich war total verlegen was ich eigentlich sonst gar nicht von mir kannte und mein Herz begann wieder schneller zu schlagen, dann übergab ich ihr völlig wortlos den "Brief".

Mach was draus!

Wir warten und bleiben gespannt Wink

Grüße, Locard Wohow


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Gothica
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BeitragVerfasst am: 30.07.2010 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu!

Ich bin, was den Text angeht ein wenig ambivalent. Auf der einen Seite würde es mich interessieren wie es weitergeht und auf der anderen ist er mir zu langatmig. Es fehlt irgendwie der Kick dabei. Was macht er überhaupt dort? Wieso will er mit ihr reden? Warum reagiert er so auf sie?...

Allerdings bin ich auch der Überzeugung, dass mich gerade diese Fragen dem Weiterlesen nahebringen.

Lg
Gothica
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Reinhold
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Beiträge: 30
Wohnort: Sachsen


BeitragVerfasst am: 30.07.2010 22:07    Titel: Eure Antworten auf meinen "Krimiauszug" pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,

erst mal vielen Dank für Euer Interesse und Eure interessanten und sinnvollen Ratschläge. Ich denke, ich werde einigen von Euch noch direkt antworten.
Ein Fehler von mir war auf jeden Fall, das ich den Ausschnitt ohne jede Erklärung über die Zusammenhänge zum besten gegeben habe.
Das ist, weil ich fast immer irgend wie im Streß bin (Zeitmangel, auch eben durch meinen Beruf). Eigentlich schreibe ich sonst Angebote für Bauleistungen, manchmal ganz schön ausführlich mit Erklärungen. Aber ein Buch zu schreiben ist eben etwas ganz anderes, da kann man richtig seine innersten Gedanken aufs Papier bringen. Ich wollte eben mal Meinungen erfahren, ob das bei mir überhaupt Sinn macht, oder ob ich mich in was verrenne. Dieses Buch ist in meinem Kopf eigentlich schon fertig, aber es zu verwirklichen, das ist die große Kunst.
Fakt ist, ihr habt mir Mut gemacht !
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Locard
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 31
Beiträge: 754
Wohnort: Münster


BeitragVerfasst am: 30.07.2010 22:22    Titel: Antworten mit Zitat

Nichts anderes wollten wir, Reinhold Wink

Es ist tatsächlich manchmal schwer, sich vom Gewohnten zu lösen. Geht mir nicht anders. Studiere Bio und Deutsch und das, was ich schreiben muss, ist immer recht analytisch. Ich muss es da eben genau auf den Punkt bringen. Daher fällt es mir manchmal schwer, aus diesem Trott auszubrechen und erzählerisch zu schreiben. Gelingt mir meistens in den Semesterferien ganz gut.

Dann wünsche ich dir noch gutes Gelingen und weiterhin Freude im/ am Forum!

Wir lesen uns
Locard Wohow


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ConfusedSönke
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 38
Beiträge: 312
Wohnort: Ochtendung


BeitragVerfasst am: 31.07.2010 01:39    Titel: Antworten mit Zitat

Den Sprung von beruflicher zur persönlicher Schreibe zu meistern, ist nicht zu unterschätzen. Ich habe ein Fachbuch für psychiatrische Pflege geschrieben und arbeite zudem zusammen mit einem Kumpel an einem Fantasy-Dreiteiler. Da liegen Welten zwischen und was wirklich unmöglich ist: von der Arbeit nach Hause kommen und direkt mit der persönlich motivierten Schreibe beginnen. Dazwischen muss entweder etwas Schlaf, eine Kanne Kaffee oder sonstwas Spaßiges liegen, sonst gelingt dieser Quantensprung einfach nicht.
Vielleicht ist das auch das Problem Deines Textes: Ich verstehe, wo Du hin willst, ich weiß, was Du mich sehen machen willst, welche Bilder Du in meinem Kopf erzeugen willst, aber... noch kommen sie nicht wirklich.
Das liegt, meiner Meinung nach, an Deiner Erzählweise. Es gibt da den schönen Satz "Show, don't tell", und ich finde, den solltest Du Dir etwas zu Herzen nehmen (s. die vielen Beiträge zu dem Thema im Forum). Ich habe mich in dem Auszug Deiner Geschichte häufig einer Informationssammlung von Beschreibungen gegenüber gesehen, die Bühne baute sich in meinem Kopf nicht automatisch auf, sondern ich mußte nachdenken, um aus den gegebenen Informationen das entsprechende Szenario in mein Kopfkino einfliessen zu lassen. Manchmal wirkt es, wie viele vor mir schon betont haben, etwas gestelzt und... irgendwie unecht. Ich finde es zum Beispiel immer hervorragend, wenn sich ein Dialog zwischen zwei Akteuren entwickelt und die Personen sich optisch in Nebensätzen entwickeln.("... erwiderte sie und strich ich eine Strähne ihres tiefschwarzen Haares aus dem Gesicht" o.ä.)
Generell solltest Du die Macht von Dialogen nicht unterschätzen und sie jedes Mal, wenn zwei Personen aufeinander treffen, einfliessen lassen. Aussagen der Protagonisten können sooo viel über deren Perönlichkeit verraten, und das ganz ohne, dass man sie beschreiben muss.
Aber trotzdem: Wenn das tatsächlich Dein erster Schritt sein sollte, dann ist er wirklich ordentlich und ich bin gespannt, weiteres von Dir zu lesen.
Und nehm' nicht jeden Ratschlag an - vor allem nicht von mir - sonst kommt dabei nur Einheitskost bei herum, und die mag ohnehin keiner essen. Außer kommerzgeile Langweiler, und die bedient man zur Zeit besser mit Vampirromanen, als mit Krimis.
Verdammt, schon wieder zu tief ins Glas geschaut und zuviel gelabert.
Also: Kopf hoch, das wird, ich bin mir sicher!


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