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traumrausch


 

 
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Liluye
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 29
Beiträge: 24
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 27.07.2010 20:39    Titel: traumrausch eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

zur dämmerstunde. leis' und ungeladen
entblättern sich die dielen auf dem speicher,
ein leichnam isst zu abend. immer weicher
tunkt trübes licht die szenerie und bleicher
werd' ich. - da klopft der père ankou, die waden
wie wachs im säuseln fremder serenaden
und blutbetaut. da schröpft er schon mit reicher
bewegung meine stimme - ungeladen
zur dämmerstunde.

der selbe dämon quält mich jede nacht
das selbe wahngesabber meiner seele.
am tage hör ich, wie es leise lacht
und nachts dann schreit es aus vertrauter kehle.

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Silvian
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 59
Beiträge: 715
Wohnort: kurz vor Köln


BeitragVerfasst am: 27.07.2010 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Liluye,

denke, Du bist das. Ist wieder schön, aber langsam könntest Du mal einen etwas andersartigen Text bringen...

LG
Silvian

P.S.: Hatten wir die Serenaden nicht schon im letzten oder vorletzten Gedicht?
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Liluye
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 29
Beiträge: 24
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 27.07.2010 22:41    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Oh, ertappt. Was für eine Überraschung.  Confused
 
Silvian, erstmal danke für deine Meinung. Ich weiß einfach nicht weiter.
Ich drehe mich nur noch im Kreis, meine Gedichte sind ein einziges lustiges Kreiseldrehen um die immer selben Themen und die Inspiration ist versiegt.
Mittlerweile kann ich es ja selbst nicht mehr sehen, dieses Gedicht hier ist auch schon etwas älter. Es reiht nette Worte aneinander, weckt vielleicht Assoziationen, schafft Bilder. Aber allein dass ich die "Serenaden" wiederholt benutzt habe, ohne es zu merken, zeigt meine Ferienreife.
Es zeigt mir, dass ich meine Ziele als Dichter mal gründlich überdenken sollte. Sprachliche Schönheit als Selbstzweck ist auf Dauer einfach nicht genug, ich habe mich selbst in die Sackgasse getrieben.

Dir noch eine gute Nacht, ich brauch 'nen Kaffee ...
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MosesBob
Geschlecht:männlichGehirn²

Administrator
Alter: 40
Beiträge: 20166

Das Goldene Pfand DSFo-Sponsor



BeitragVerfasst am: 27.07.2010 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Liluye hat Folgendes geschrieben:
Oh, ertappt. Was für eine Überraschung.  Confused
 
Silvian, erstmal danke für deine Meinung. Ich weiß einfach nicht weiter.
Ich drehe mich nur noch im Kreis, meine Gedichte sind ein einziges lustiges Kreiseldrehen um die immer selben Themen und die Inspiration ist versiegt.
Mittlerweile kann ich es ja selbst nicht mehr sehen, dieses Gedicht hier ist auch schon etwas älter. Es reiht nette Worte aneinander, weckt vielleicht Assoziationen, schafft Bilder. Aber allein dass ich die "Serenaden" wiederholt benutzt habe, ohne es zu merken, zeigt meine Ferienreife.
Es zeigt mir, dass ich meine Ziele als Dichter mal gründlich überdenken sollte. Sprachliche Schönheit als Selbstzweck ist auf Dauer einfach nicht genug, ich habe mich selbst in die Sackgasse getrieben.

Dir noch eine gute Nacht, ich brauch 'nen Kaffee ...

Nanana, dazu fallen mir doch gleich zwei Dinge ein. Zuerst der administrative Teil:

1. Für Texte, die der Autor so einschätzt, haben wir die Talentschmiede. Ich verschiebe den Thread dorthin.

2. Die sprachliche Schönheit hast du, auch wenn sie (dir) hier gerade nicht reicht. Du hast ein beeindruckendes Feingefühl für Worte und eine sehr große Begabung. Das ist viel wert. Dass man sich zu häufig wiederholt, sowohl sprachlich als auch thematisch, liegt häufig daran, dass man jenseits des Papiers kaum etwas Neues erlebt. Zwischen dem Papier und dem Leben sitzt immer noch der Autor als lebendige Schnittstelle. Ich weiß natürlich nicht, wie es in deinem Leben gerade aussieht, aber wenn sich eine gewisse Gewohnheit breitmacht oder sich ein Trott eingeschlichen hat, ist es an der Zeit, die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Nimm dir was vor, zieh um die Häuser, unterhalte dich mit Menschen, die a) dir lieb sind, b) du auf den Tod nicht ausstehen kannst oder c) nicht kennst. Lern Leute kennen, entlocke ihnen Geschichten, lebe! Deine Texte können davon nur profitieren.

Viele Grüße,

Martin


_________________
Das Leben geht weiter – das tut es immer.
(James Herbert)

Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt untergeht, wird die eines Experten sein, der versichert, das sei technisch unmöglich.
(Sir Peter Ustinov)

Der Weise lebt still inmitten der Welt, sein Herz ist ein offener Raum.
(Laotse)
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Silvian
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 59
Beiträge: 715
Wohnort: kurz vor Köln


BeitragVerfasst am: 27.07.2010 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke auch: Erst mal tief Luft holen. Ein so begabter Schreiber wie Du wird seinen Weg machen. Damit meine ich nicht unbedingt hunderttausend Bücher verkaufen, aber Du wirst deine Schreibe auf jeden Fall noch weiterentwickeln. Deinen hier gezeigten Stil beherrschst Du schon nahezu perfekt.

Meine Empfehlung: Nimm dir vor, einen der nächsten Texte mal in einer mehr alltäglichen Sprache (auch da gibt es Schönheiten) zu versuchen. Vielleicht kommt dann schon was dabei raus, was ein bisschen anders ist und mit dem Du zufrieden bist. Und vor allem: Warte bis die Ideen kommen, setz dich nicht unter Druck. Irgendwann kommen sie.

Als ich dich aufforderte, mal einen anderen Text zu bringen, dachte ich, Du hättest welche auf Lager. Sonst hätte ich es nicht so flapsig formuliert.

Denk dran: Deine Texte sind sehr, sehr gut. Das Weitere kommt. Und so lang Du nur Kaffee trinkst und keinen Whiskey...
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