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hansb
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 56
Beiträge: 172
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 02.06.2010 06:15    Titel: Voran eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wieder stehen die Räder
ich will fahren, fahren
schnell wie der Wind.
Immer steh ich am
selben Platz.

Hoffnung das sich etwas regt.
Bald kommt das Wochenende.
Da geht es wieder los,
Betrunkene aufsammeln.
Lustige Gesellen die,
die Nacht zum Tag machen.

Immer die Hoffnung,
länger, und weiter zu fahren.
Und ich  steh herum
auf meinem Platz und
komme nur mühsam
Vorwärts.

Und so geht das
jede Woche immer
und immer wieder
bis in alle Ewigkeit.



_________________
Genieße dein Leben denn du hast vielleicht nur eins.
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Angst
Geschlecht:männlichScheinheiliger

Alter: 31
Beiträge: 1679



BeitragVerfasst am: 02.06.2010 08:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hey hansb,

Leider kann mich dein Gedicht nicht begeistern. Das liegt an diversen Rechtschreibfehlern (die ich nicht unter künstlerischer Freiheit verbuche) und an den Metaphern, die man hätte treffender gestalten können.

hansb hat Folgendes geschrieben:
Wieder stehen die Räder
doch ich will fahren, fahren
schnell wie der Wind.
Doch immer noch steh ich
am selben Platz.

Die letzten beiden Verse fügen dem vorher Gesagten kaum etwas hinzu. Wenn die Räder stehen, steht man, das ist klar. Und der doch sehr allgemeine "Platz" gibt der Szene leiden keinen zusätzlichen Reiz.

hansb hat Folgendes geschrieben:
Hoffnung, (Komma) das (dass) sich was tut
bald kommt das Wochenende.
Dann geht es wieder los,
Betrunkene aufsammeln,
lustige Gesellen, (Komma) die, (kein Komma)
die Nacht zum Tag machen.

Hier fehlt mir gänzlich die poetische Komponente. "Die Nacht zum Tage machen" ist eine sehr geläufige Redewendung, und alles andere liest sich leider viel zu statisch. Es entsteht kein Bild in meinem Kopf.

hansb hat Folgendes geschrieben:
Und immer die Hoffnung,
länger, und weiter zu fahren.
Und doch steh ich hier
auf meinem Platz und

komme nur mühsam
Vorwärts (vorwärts).

Hmm … Die Wiederholung der "Hoffnung" bringt mich als Leserin nicht weiter. Das ist nur eine Umformulierung. Das Stehen auf dem Platz ist ebenfalls repetitiv. Gefällt mir in dieser Form leider nicht, da ich nicht glaube, dass es gezielt als Stilmittel eingesetzt wurde. (Korrigier mich bitte, wenn ich mich da irre.) Und wie eigentlich kommt das LI nun plötzlich vorwärts? Ich dachte, die Räder stehen still. Das bedarf einer Erklärung.

hansb hat Folgendes geschrieben:
Und so geht das
jede Woche immer
und immer wieder
bis in alle Ewigkeit.

Diesem Schluss kann ich leider auch nichts abgewinnen. "Bis in alle Ewigkeit" steht bei mir eh unter Kitschverdacht. Ich finde, das hätte man einprägsamer und besser formulieren können. Ganz allgemein finde ich, machst du zu wenig aus dem Grundmotiv: den Rädern und dem Stehen. Die Metapher ist nur sehr vage ausgebaut. Du machst kaum etwas aus ihr, was sie letztlich leider beliebig erscheinen lässt.

Ich hoffe, dir ein wenig weitergeholfen zu haben.


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»Das Paradox ist die Leidenschaft des Gedankens.«
— Søren Kierkegaard, Philosophische Brosamen,
München: Deutscher Taschenbuch Verlag, S. 48.
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hansb
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 56
Beiträge: 172
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 02.06.2010 08:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für deine hervorragende Rezension.
Wie würdest du es Formulieren? Anhand deiner Rezension
sehe ich ja schon, dass du dich mit der Schreiberei auskennst.
Und da ich noch ein Schreibanfänger bin, wäre ich für jede  
Hilfe dankbar.


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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 7230
Wohnort: NBY



BeitragVerfasst am: 02.06.2010 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hi h.!

Ich würde auch sagen, dass dein Gedicht etwas an der Wiederholung des immer Gleichen leidet (angefangen mit dem Wort "immer"), obwohl dies zur Aussage des Gedichtes gehört. Aber du sollst ja nur die Langeweile (das Eintönige) beschreiben und sie nicht im Leser auslösen.

BN
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hansb
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 56
Beiträge: 172
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 02.06.2010 18:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

BlueNote hat Folgendes geschrieben:
Hi h.!

Ich würde auch sagen, dass dein Gedicht etwas an der Wiederholung des immer Gleichen leidet (angefangen mit dem Wort "immer"), obwohl dies zur Aussage des Gedichtes gehört. Aber du sollst ja nur die Langeweile (das Eintönige) beschreiben und sie nicht im Leser auslösen.

BN



Da hast du vollkommen Recht.
Aber es ist das Gefühl dass genau diese Langeweile und Sehnsucht ausdrückt.
Ich muss gestehn das ich beim schreiben nicht wirklich  an den Leser gedacht
habe.
Sondern nur den Eindruck eines Gefühls wiedergeben wollte.
Doch was sollte ich daran verändern ohne das es verfälscht wirkt ?
Das ist doch hier die Frage.
Kritik ist ja gut doch ein paar brauchbare Vorschläge wären auch nicht schlecht.


lg Hans


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SylviaB
Geschlecht:weiblichSchnupperhasi

Alter: 55
Beiträge: 6807
Wohnort: Köln
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 03.06.2010 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo hansb,
zunächst möchte ich dir sagen, ich finde es toll, wie viel Mühe du in einen solchen Text steckst und wie du dich der Kritik stellst.
Ich weiß, keine andere Wortwahl wird genau das wiederspiegeln, was du in diesem Moment des Schreibens gefühlt hast, denn du wirst es nicht mit dir und deinem Sprachgebrauch in Verbindung bringen. Lass mich dir anhand der ersten beiden Strophen zeigen, wie es für den Leser (zumindest mich) angenehmer zu lesen wäre. Wie etwas mehr Spannung in den Text kommen kann, nur mit wenigen Änderungen:

Vorweg, ich würde die Satzzeichen ganz weglassen, so kannst du mit Zeilenumbrüchen besser arbeiten, also bestimmte Betonungen herausarbeiten.

    Die Räder
    stehen
    ich will fahren
    fahren
    schnell wie der Wind
    ich stehe
    Windstille

    Hoffnung
    auf Regung
    das Wochenende
    bald
    geht es wieder los
    Betrunkene aufsammeln
    lustige Gesellen
    deren Tag die Nacht ist


Vergleiche die Strophen (Original und meine Änderung) miteinander. Lese sie dir laut vor und schau ob es sich flüssig und vielleicht schneller lesen läßt. Oder ob sowas wie Melancholie sichtbar wird.

Ich hoffe dir hiermit etwas geholfen zu haben. So denke ich, ergibt auch die Kritik von Scheinheilige etwas mehr Sinn.

Ganz mega lieben Gruß
Sylvia

 love


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Scheint dat Sönnsche dir aufs Hirn,
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hansb
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 56
Beiträge: 172
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 04.06.2010 18:16    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke dir liebe Sylvia.
Das ist ein sehr guter Ansatz, ich werde das ganze noch einmal
überarbeiten.

lg. Hans


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