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Kleine Wellen

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 05/2010
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Autor Nachricht
Biggi
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 855
Wohnort: BY



BeitragVerfasst am: 03.05.2010 19:23    Titel: Kleine Wellen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Jerôme Beaunoir zuliebe ist Zoé hier.

Zum ersten Mal hatten sie in den Flitterwochen auf der Brücke gestanden. Zehn Jahre später noch einmal. Sie erinnert sich an Claires verzückten Gesichtsausdruck beim Anblick der Landschaft.
„Schau, Papa, hier war einmal nur Wüste. Die Riesen haben Gräben gezogen und den Fluss umgeleitet. Und endlich konnten die Samen aufgehen. Aber nur auf den Inseln.“
Dr. Bertrand Falot, erfolgreichster Unternehmensberater unter der Sonne, und sein spöttischer Blick, als er sich zu Zoé umgedreht hatte. Blühende Phantasie, ein immerwährendes Rätsel für ihn.

Vor kurzem dann das Gespräch mit Claire neben dem Umzugslaster.
„Papa wird dich nicht freigeben. Du bist sein wichtigstes Statussymbol …“
„Nach dem Lamborghini.“ Das kam unisono, sie mussten beide lachen.
„Hoff’ bloß nicht auf die natürliche Scheidung von ihm. Er wird mal sechsundneunzig, wetten? Bitte, Maman.“
„Was, mein Schatz?“
„Du bist keine Katze. Ein Leben.“
„Weiß ich doch.“
„Dank dir für alles, was du mir zuliebe getan hast. Aber jetzt bist du endlich dran.“
Mutter und Tochter in enger Umarmung am Straßenrand.
„J.B. liebt dich. Aufrichtig, glaub mir.“

Nun ist sie da. Er hat sie gebeten, sich hier zu entscheiden.
„Horch in dich hinein und sag mir dann, dass du wirklich nur wegen Claire bei ihm geblieben bist.“
Ja, würde sie am liebsten ganz laut schreien.
Sogar am Ort mit den schönsten Erinnerungen.

Jerôme. Ihn spürt sie jetzt, auch wenn er weit weg ist. Er hat ihr die Leichtigkeit und die Leidenschaft wieder geschenkt, ihren längst vergessenen Traum vom Leben. In der Realität.

Zoé streicht über die gelben Flechten, die das Holz der Brücke im Lauf der Zeit fast ganz bedeckt haben, sieht auf die Inseln, auf ihren Finger.
Sie nimmt den Ring ab, wirft ihn über den Kopf. Wie einen Brautstrauß.
Hört das leise Platschen. Und lächelt.

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Alogius
Geschlecht:männlichKinnbeber

Alter: 43
Beiträge: 3643

Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 03.05.2010 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

der Text ist sehr schön geschrieben, keine Frage. Der Bezug zum Foto ist deutlich.
Inhaltlich schwanke ich sehr. Mir kommt das alles heraus gerissen aus einem größeren Kontext vor, nicht in sich geschlossen - wie es Kurzprosa sollte (ich spreche nicht von offenen Enden, sondern vom Zusammenhang).
Wie gesagt: ambivalent.
Sprachlich aber sehr schön.

Lg

Tom

(Ich werte, weil Wettbewerb, etwas strenger als sonst. Der Kommentar ist relativ kurz gehalten, und meine Federung setzt sich zusammen aus: Sprache und Stil, Inhalt, Umsetzung der Aufgabe, eventuelle Fehler. Falls später Fragen sind, kommentiere ich gern ausführlicher.)


_________________
Aus einem Traum:
Entsetzter Gartenzwerg: Es gibt immer noch ein nullteres Fußballfeld. Wir werden viele Evolutionen verpassen.
Busfahrer: Tröste dich. Mit etwas Glück sehen wir den Tentakel des Yankeespielers, wie er den Ereignishorizont des Schwarzen Loches verlässt.
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Noelia
Geschlecht:weiblichPippi

Alter: 35
Beiträge: 1718
Wohnort: Villa Kunterbunt
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 03.05.2010 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Halli Hallo!

Ich finde den Text irgendwie überladen. Mir spielen zuviele Personen in zu kurzer Zeit eine rolle und ich musste mehrfach lesen um irgendwie zu verstehen.
Ich glaube dieser text war ursprünglich dreimal so lang.
Er hat unter der Vorgabe maximal 300 Worte zu benutzen gelitten.

Korrigiere mich wenn ich daneben liege. Wink

Handwerklich übrigens gut, obwohl mir viele Sätze etwas zu kurz und abgehackt rüberkamen.

Liebe Grüße
Noelia
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anuphti
Geschlecht:weiblichTrostkeks

Alter: 54
Beiträge: 3704
Wohnort: Isarstrand
DSFo-Sponsor Pokapro 2015


BeitragVerfasst am: 03.05.2010 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ja.
Genau so.

Realität und Traum.

Man kann alles haben im Leben, aber nicht zur gleichen Zeit.

Eine Mutter bleibt bei ihrem Kind.
Aber dann ist sie frei.

Und sucht ihr Glück!

Sehr gerne gelesen.

8 Federn


_________________
Learn from the mistakes of others. You don´t live long enough to make all of them yourself. (Eleanor Roosevelt)

You don´t have to fight to live as you wish; live as you wish and pay whatever price is required. (Richard Bach)
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Dienstwerk
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 51
Beiträge: 1313
Wohnort: Gera/Markkleeberg
DSFo-Sponsor Goldene Harfe


BeitragVerfasst am: 04.05.2010 01:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ist der Text nicht ein wenig lang geraten?

Die Erklärungen, wer wer ist, könnte man straffen, ansonsten schön geschrieben.
Endlich mal nix über den Tod. Wink

LG, Ana
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MT
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 48
Beiträge: 1178
Wohnort: Im Süden (Niedersachsens)


BeitragVerfasst am: 04.05.2010 08:52    Titel: Kleine Wellen Antworten mit Zitat

WOW! Was für ein Text! Ich bin sehr, sehr beeindruckt. 300 Wörter sind nicht viel. Aber was der Verfasser da an Stimmung und an Aussagen rausholt: Großartig. Und dann das Ende: Hört das leise Platschen. Und lächelt. Nur mal zum Vergleich (wie es Halbprofis verfasst hätten): Sie hört das leise Platschen und lächelt. Kaum ein Unterschied bei den Wörtern, Welten zwischen beiden Wirkungen.

Das ist sehr, sehr gut. Der Verfasser holt Maximalstimmung aus Minimalschreiben raus. Sehr beeindruckend!

Wunderbare, phonetisch und semantisch passende Namensgebung. Jerôme - im Textkontext ist dieser Name Leid und Leidenschaft zugleich.

Über Bertrand nichts weiter, als Blühende Phantasie, ein immerwährendes Rätsel für ihn. Ein kurzer Satz, und alles ist nicht nur über ihn, sondern auch über sein Verhältnis zu seiner Frau, zu seiner Ehe insgesamt gesagt.

Und dann diese Szene: Zoé streicht über die gelben Flechten, die das Holz der Brücke im Lauf der Zeit fast ganz bedeckt haben... Da steht keine Bank, nein. Da ist eine Brücke. Sie verbindet das eine, das fast verlorene (die Flechten haben das Holz nur fast bedeckt) Leben mit dem anderen, das der Lauf der Zeit in Mitleidenschaft gezogen hat. Ich bin sprachlos. Jetzt, beim dritten, vierten Mal Lesen noch mehr! Ein wahrhaft fulminanter Text.

Gebt mir mehr Federn, die ich hier verteilen muss!

LGMT


_________________
Das Schicksal verzichtet oft auf Kommentare, es begnügt sich damit, zuzuschlagen.

Siegfried Lenz
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Sir Charles Blackwood
Gast






BeitragVerfasst am: 04.05.2010 09:13    Titel: Antworten mit Zitat

hat mir sehr gut gefallen.

LG Sir Charles Blackwood
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Gabi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 49
Beiträge: 1308
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 04.05.2010 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

Diesen Text musste ich zweimal lesen, um zu wissen, wer nun wer ist. Gerade der erste Abschnitt machte es mir schwer, da ich mich nicht richtig einfinden konnte. Doch nun habe ich ihn verstanden.
Ist ja auch nicht einfach, eine Geschichte in 300 Wörter zu fassen. Laughing

Alles in Allem, eine schöne Erzählstimme, schöne Dialoge.


L.G.
Gabi


_________________
"Das hier ist mein Dach und mein Tag!" (Oma Thea macht die Fliege)
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*Gast*
Autor


Beiträge: 518
Wohnort: Rheinland-Pfalz


BeitragVerfasst am: 04.05.2010 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

*seufz* So schön. Sehr gerne gelesen. Nix zu mäkeln.

LG
Sabine
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 6932
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 04.05.2010 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Recht komplexe Geschichte (bei der Kürze!), feinsinnig erzählt. Schön!
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pripri
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 47
Beiträge: 460
Wohnort: Schweiz (Zürich)
Postkartenprosa I


BeitragVerfasst am: 05.05.2010 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr schön, wie Du den Übergang zwischen dem Vergangenen und der Gegenwart, sprich der Entscheidung dargestellt hast. Kompliment.  Daumen hoch

Sehr gerne gelesen.

lg pripri


_________________
-Das Herz des Sternenbringers - März 2014 (Thienemann)
-Die Herrscher von Dhaleth/Der Feueropal - August 2014 (Thienemann)
-TBN - Frühjahr 2017 (Droemer/Knaur)
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mondblume
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 41
Beiträge: 1276
Wohnort: Costa Brava


BeitragVerfasst am: 05.05.2010 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich musste die Geschichte mehrmals lesen, um zu verstehen, dass Zoé nicht in den Flitterwochen mit Jerome auf der Brücke gestanden hatte, sondern mit Bertrand. Ich hoffe, diese Schlussfolgerung ist korrekt? Dann verstehe ich nämlich nicht, wo die Verbindung Jerome-Holzbrücke ist.

Zitat:
Sogar am Ort mit den schönsten Erinnerungen.

Die Brücke? Dann Erinnerungen an wen - Bertrand oder Jerome?

Zitat:
Jerôme. Ihn spürt sie jetzt, auch wenn er weit weg ist. Er hat ihr die Leichtigkeit und die Leidenschaft wieder geschenkt, ihren längst vergessenen Traum vom Leben. In der Realität.

Haben sie sich denn jetzt wiedergefunden, oder nicht?

Lässt mich ein wenig unzufrieden zurück, dieser Text. Falls ich zu blind bin, die Verknüpfungen zu sehen, tut es mir aufrichtig leid.


_________________
*** Wie Nebel in der Sonne (Amazon Publishing/Tinte&Feder), 14.08.18
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lupus
Geschlecht:männlichBestseller-Autor

Alter: 52
Beiträge: 4172
Wohnort: wien



BeitragVerfasst am: 06.05.2010 14:02    Titel: Antworten mit Zitat

eine sehr schöne Geschichte. so schön kitschig (durchaus pos. in dem FAll). Happy End ....

leider paßt mE die Sprache nicht dazu, die doch gelegentlich an Regieanweisungen erinnert und so der ganzen Szene das Gefühl entzieht, wodurch keine Beziehung zu den Protas hergestellt wird. Schade.


_________________
lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

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"Ich bin leicht zu verführen. Da muss nur ein fremder Mann herkommen, mir eine Eiskugel kaufen und schon liebe ich ihn, da bin ich recht naiv. " (c) by Hubi
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derSibirier
Dichter und Denker


Beiträge: 1309



BeitragVerfasst am: 06.05.2010 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

ist gut geschrieben, aber vom Hocker hauts mich nicht gerade.

der Sibirier grüßt
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Andrea F.
Schreiberling


Beiträge: 156
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 06.05.2010 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Es tut mir jetzt wirklich leid, aber ich kann dem Text jetzt nicht so viel abgewinnen. Mir kommt es ein wenig so vor, als sollte so viel Handlung wie möglich in diese max. 300 Wörter eingebaut werden. Für mich ergibt sich dadurch zu viel „Durcheinander“.

Dieser Satz
Dr. Bertrand Falot, erfolgreichster Unternehmensberater unter der Sonne, und sein spöttischer Blick, als er sich zu Zoé umgedreht hatte.müsste meiner Meinung nach anders formuliert werden.

Nichts für Ungut
Andrea


_________________
Lesen ist in einer immer schneller lebenden Welt die einzige Methode der Verlangsamung.
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halcyonzocalo
Geschlecht:männlichEinsamer Trancer

Alter: 30
Beiträge: 1251
Wohnort: Irgendwo im Nirgendwo


BeitragVerfasst am: 06.05.2010 19:24    Titel: Antworten mit Zitat

Diese Geschichte finde ich sehr interessant.

Die Handlung ist für die geringe Wortanzahl ziemlich vielschichtig und die vielen kurzen Sätze und die Zeitsprünge, die eingebaut sind, können mich auch überzeugen. Das Ende finde ich auch klasse - weil ziemlich überraschend.

Nur den Bezug zum Bild finde ich etwas schwach.

Ansonsten aber recht gelungen.

6 Federn


_________________
Die minimaldeterministische Metaphernstruktur mit ihrer mytophoben Phrasierung spiegelt den ideeimmanent abwesenden Bedeutungsraum.
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Bananenfischin
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger

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Beiträge: 5060
Wohnort: NRW
Goldene Feder Prosa Pokapro IV & Lezepo II
Silberne Harfe



BeitragVerfasst am: 06.05.2010 22:56    Titel: Antworten mit Zitat

Einer schöner Text.
Es hat jedoch einen Moment gedauert, bis ich die zeitliche Abfolge richtig hingekriegt habe. Vier Zeitformen in einem so kurzen Stück, das ist ein bisschen viel, zumal man gerade nach dem Einstieg im Präsens korrekterweise das Perfekt erwarten würde. Das gibt einen Abzug, insgesamt mag ich den Text aber wegen vieler Kleinigkeiten, z.B.
Zitat:
„Du bist keine Katze. Ein Leben.“


Ach, und: Eine Überschrift, die wunderbar, aber unaufdringlich, zur Geschichte passt!


_________________
»Ob ich mir eine Dramatisierung meiner Bücher vorstellen kann? Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, in meinen letzten vier Büchern gibt es keine Handlung.« (Andreas Maier im Gespräch mit Raimund Fellinger, 2015)
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Soraya
Geschlecht:weiblichWuchtbrumme

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Beiträge: 2220
Wohnort: Regensburg
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 07.05.2010 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo lieber Wettbewerbsteilnehmer,

aus Gründen der Übersichtlichkeit gibt's von mir dieses Mal auch ein Bewertungsschema, allerdings ohne Angabe der Federnanzahl - die ändere ich erfahrungsgemäß garantiert noch ein paarmal...

Stil und Sprache: Weitgehend sauber geschrieben, auch der Stil gefällt mir.

Idee: Tja, nun. Mir kommt's vor, als wäre das ein Ausschnitt aus etwas Größerem? Oder zumindest aus etwas, das wenigstens im Kopf des Verfassers bereits größere Dimensionen angenommen hat? Zum einen stört mich die Vielzahl der Personen - das ist für einen Text in der Länge einfach way too much. Ich habe keine Ahnung, was hier passiert, wer hier mit wem usw. Und ich weiß auch nicht, in wessen Kopf ich bin und... Keinen Plan. Dann noch ein Rückblick? Hmm, na ja. Aber: Die Befreiungsaktion mit dem Ring am Schluss finde ich cool. Sowas mag ich einfach.

Bonus: Einen kleinen gibt's für den Schluss, den ich dann doch wieder kapiere und gut finde.

Fazit: Guter Stil, knackig und griffig, aber inhaltlich zu verwirrend.


LG,

Soraya


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I get an urge, like a pregnant elephant, to go away and give birth to a book. -Stephen Fry-

Wahr sind nur die Erinnerungen, die wir mit uns tragen, die Träume, die wir spinnen und die Sehnsüchte, die uns treiben. Damit wollen wir uns bescheiden. -Heinz Rühmann als Dr. Johannes Pfeiffer, Die Feuerzangenbowle-
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Biggi
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 855
Wohnort: BY



BeitragVerfasst am: 07.05.2010 21:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja, meine Liebe, hättest Du Jérôme noch mit einem accent aigu geschrieben, wäre es besser gewesen.

Ansonsten kann ich nichts zu diesem Text sagen. Ist ja von mir...
Bin gespannt, wie ein Aufguss eines uralten Themas ankommt.
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EdgarAllanPoe
Geschlecht:männlichPoepulistischer Plattfüßler

Alter: 27
Beiträge: 3309
Wohnort: Greifswald
Bronzene Harfe Die Goldene Bushaltestelle
Goldene Feder Lyrik


Die Tauben
BeitragVerfasst am: 08.05.2010 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Autor!

Die Vorlage hast du sehr schön in deinen Text aufgenommen; es entstehen Bilder vor meinen Augen, die ich glasklar und ohne allzu viel Zierde vor mir sehen kann.
Was mir an dieser Geschichte besonders auffällt, ist der wunderschöne, zwar teils abgehackte Stil, und natürlich dieser exzellente Strauß an Dialogen in der Mitte.
Die Protagonisten handeln glaubhaft, weil sie in sich hineinhorchen. Zwar war ich am Anfang noch ein bisschen verwirrt wegen der Anzahl der Charaktere, die in einem einzigen Abschnitt erwähnt wurden, aber das hat sich im Lauf des Lesens von selbst gelöst.
Klasse! Neun Federn.

Liebe Grüße,

Eddie


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(...) Das Gedicht will zu einem Andern, es braucht dieses Andere, es braucht ein Gegenüber. Paul Celan

Life is what happens while you are busy making other plans.
- JOHN LENNON, "Beautiful Boy"

Uns gefällt Ihr Sound nicht. Gitarrengruppen sind von gestern. (Aus der Begründung der Plattenfirma Decca, die 1962 die Beatles ablehnte.)
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Schmierfink
Lyroholiker

Alter: 30
Beiträge: 1198



BeitragVerfasst am: 08.05.2010 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist wirklich ziemlich gut.... der Plot ist gut ausgearbeitet, auch wenn ich zweimal lesen musste gestehe ich, bis ich gerade den Anfang richtig eingeordnet hatte, aber das macht ja nichts, für mich einer der besten Texte, jedoch hättest du sprachlich vielleicht noch ein wenig Luft nach oben gehabt, zb. die PQP Konstruktion gegen Ende erster Absatz hätte ich anders gelöst... trotzdem sehr geschickt wie du schlaglichtartig, wie von ner KG. eig. gefordert wichtige Situationen beleuchtest die den Leser plastisch ins Bild setzen über die zerüttete Beziehung, sehr schön sentimental alles , dabei nie unerträglich kitschig, das Ende ist sehr gelungen, du verstehst die "richtige" Verschränkung von Para und Hypotaxen, sehr gerne gelesen...

lg
Schmierfink


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"Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen."
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Georg Büchner
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Aknaib
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 60
Beiträge: 746
Wohnort: Dresden
DSFo-Sponsor Lezepo IV


BeitragVerfasst am: 08.05.2010 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Autor,  

für ein umfassendes Kommentieren sind es zu viele Geschichten.
Entscheidend ist für mich: Erkenne ich eine Bezug zum Thema? Ist der Text für mich verständlich? Ich möchte auf eine klare oder subtile Weise unterhalten werden. Ist das Ende offen und der Autor hat es damit geschafft, meiner Phantasie freien Raum zu geben umso besser.
Konnte ich keinen Bezug zum Thema erkennen, habe ich von vornherein nur ein oder zwei Punkte vergeben. Insgesamt habe ich zwischen 1 bis 8 Punkten verteilt. Wobei ich 7 und 8 Punkte jeweils ein einziges Mal vergeben habe.

Zu deinem Text:
Der Bezug zum Thema ist vorhanden.
Doch trotz mehrfachen Lesens, konnte ich den Knoten der Beziehung in der die Personen zueinander stehen, nicht vollends entwirren.
Verstanden habe ich jedoch, dass sie ihren Ehering für einen neue Liebe opfert.

Grüße von Bianka
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