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joyce
Abc-Schütze

Alter: 28
Beiträge: 9



BeitragVerfasst am: 21.02.2010 12:58    Titel: Lichterloh eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Es ist schon spät, das Kaminfeuer brennt
vor ihm still ein Kindlein pennt.
Vater schnitzt, Mutter häkelt;
knisternd das Gehölz sich räkelt.

Draußen zuckt ein wilder Blitz
– schnitz, schnitz, schnitz –
der Donner schallend grollt,
das Kindlein zittert, zusammengerollt.

Jäh erwacht es aus dem Schlaf,
als ein Blitz das Hause traf;
der Vater ordert eilends sie hinaus
– raus, raus, raus –

Unter grausig schrillem Rufe,
nehmen sie nun Stuf nach Stufe.
Sekunden, die entscheiden werden
übers Leben oder übers Sterben.

Glück, sie können sich befreien;
rennen hinaus in die freien
Felder, auf denen sie nun stehen
und ihr Häuslein vor sich sehen.

Im bebenden Feuer, farbenfroh,
steht nun ihr Haus so lichterloh;
die Flammen schlagen wild umher:
im Feuermeer, im Feuermeer!

Warten ist ihr gemeines Los;
das Kindlein liegt in Mutters Schoß,
weinend blickt's auf's brennende Heim
und rotzt hinaus Wasser und auch Schleim.

Sie sehen ihr Hause vor sich brennen,
sind so tränenreich am Flennen –
und warten in der einsamen Nacht,
bis das Licht des Morgens erwacht.

Gebannt fixieren sie die Trümmer,
den grauglänzenden Schimmer –
in diesem Moment das Kindlein erwacht;
und es merkt, dass all dies' nur erdacht.

Vater schnitzt noch, Mutter häkelt;
knisternd das Gehölz sich räkelt.
Still und friedlich ruht der Raum;
das Kinde begreift: 's war ein böser Traum.


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Gast2
Autor


Beiträge: 508



BeitragVerfasst am: 24.02.2010 20:49    Titel: ... Antworten mit Zitat

Hallo,

das Gedicht hat mich ein bisschen an Erlkönig erinnert, ich weiss aber auch nicht so genau, wieso eigentlich.

Also was ich wirklich schade finde, ist, dass es nur ein Traum ist. Mir würde es besser gefallen, wenn es entweder als Elend endet oder humorvoll.

Lieben Gruß

Heidi
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Lyrwir
Schreiberassi

Alter: 64
Beiträge: 70



BeitragVerfasst am: 24.02.2010 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Entschuldigung, aber das scheint so hilflos zusammengezimmert, dass es schon wieder komisch wirkt (auf mich, als Leser).
Die Billigreime, die Satzumstellungen (Inversionen), die Wechsel in den Zeiten, die Wortkürzungen, die Brüche im Metrum: der Text wirkt wie die Katastrophe, die er anscheinend beschildert, verheerend.
Hast du (vielleicht?) ganz anders gemeint, kommt aber bei mir nur an als unterste Schublade (gewollt?). Man weiß ja nie, in Zeiten der Ironie.
LG,
LW
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joyce
Abc-Schütze

Alter: 28
Beiträge: 9



BeitragVerfasst am: 25.02.2010 18:07    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Heidi!

Vielen Dank. Hm. Mit dem Erlkönig hast du recht, ich mag das Gedicht, vor allem die Spannung darin, auch sehr, habe mich aber nicht wissentlich davon inspirieren lassen.

Lyrwir, Inversionen sind doch etwas Schönes. Ich weiß gar nicht, was du dagegen hast. Und an ein Metrum halte ich mich meistens nicht bewusst; beim Dichten geht es mir nicht um Regeln, sondern darum, wie gut man es vorlesen kann (ich hab es ja demonstriert). Und "Billigreime" - was meinst du damit?
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