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dieKatze
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Beiträge: 1



BeitragVerfasst am: 14.02.2010 23:42    Titel: Anfang einer Geschichte - bitte Kritik =) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

hey =), was und ob was daraus wird weiß ich noch nicht, ich freue mich trotzdem über kommentare!

hab heute einfach mal so drauf los geschrieben - ist mein erster gehversuch, was geschichten betrifft.

Ich kämpfte mich mit einem alten blauen Seesack um die Schulter gehängt, durch den überfüllten Zug, dem letzten an diesem Abend. Es war erstaunlich heiß für diese Uhrzeit, normalerweise wurde es etwas kühler nach Sonnenuntergang, nichts war an diesem Tag wie es hätte sein sollen, wieso sollte das Wetter die Ausnahme machen. Vielleicht war es aber auch nur die stickige Luft die ihren Weg kaum durch die viel zu kleinen Fenster fand, die in mir dieses seltsame Gefühl auslösten, ich würde ersticken. Vielleicht war es aber auch diese andere Sache, die über die ich nicht einmal nachdenken wollte, keine Sekunde, nicht jetzt, nicht hier, nicht heute. Die vielen Menschen, die sich dank dem Platzmangel in den Gängen drängten plauderten, es war ziemlich laut, ich war nicht in der Stimmung zuzuhören und trotzdem entging mir kein einziges Wort. Die Gerüche strömten auf mich ein, eine Mischung aus Schweiß und abgestandener Luft drangen mir in die empfindliche Nase, die ich ohne es zu bemerken rümpfte. Noch war mir nicht klar wohin ich wollte, der Zug ging Richtung Süden, ich würde mich später entscheiden müssen, jetzt war nur eines wichtig, ich wollte weg von hier, raus aus dieser Stadt die mir den Atem nahm. Die Stadt ich so sehr liebte. Ich würde wieder kommen, das war in diesem Moment das einzige, was ich mit Sicherheit sagen konnte. Ich dachte an meine Mutter, die sich wohl erst in ein paar Wochen Sorgen machen würde, meine Mutter war nicht sonderlich ängstlich, sie nahm die Entscheidungen ihrer einzigen Tochter hin, egal wie verrückt sie auch waren, sie stand hinter mir, oder zumindest stand sie mir nicht im Weg. Es gab also niemanden der auf mich warten würde, nicht einen einzigen. Ich war ganz alleine, die Welt aller anderen würde sich weiterdrehen als wäre nichts passiert, als hätte es mich nie gegeben, keiner würde mich vermissen. Wie deprimierend. Meine Freunde waren es gewöhnt, dass ich für unbestimmte Zeit verschwand, und ich mich nicht meldete, ich wurde immer wieder mit offenen Armen aufgenommen, egal wie viele Wochen oder Monate ich auch verstreichen ließ bis sie wieder etwas von mir hörten. Ich hatte keine sonderlich innigen Freundschaften, es gab keinen auf den ich besonders großen Wert gelegt hätte. Bis auf den einen, den an den ich nicht denken wollte, den Grund weshalb ich jetzt hier war. Zugegeben, er war nicht der Auslöser gewesen, vielleicht war das alles auch nur eine Ausrede. Ich war ein Mensch den man entweder liebte oder hasste, ein Dazwischen gab es nicht. Doch auch das war mir nicht wirklich wichtig, mit meiner verrückten Art ließ ich die Herzen in höher schlagen, egal wo ich war, ich stand im Mittelpunkt, doch in Wahrheit ließ ich keinen an mich heran, nicht so richtig. Ich schätze das ist auch der Grund, weshalb die Menschen schnell das Interesse an mir verlieren.
Ich war in Gedanken und bekam nichts um mich herum mit, außer die Stimmen und das, was hinter den Worten steckte, das was meiner feinen Wahrnehmung einfach nicht entgehen wollte, als ich plötzlich aus meiner Trance gerissen wurde.
„Come in, and find out!“ dröhnte eine rauchige Stimme mir ins Ohr.
Abrupt blieb ich stehen und blickte in ein hübsches männliches Gesicht. Ich musste mich erst orientieren, bis ich merkte dass der junge Mann vor mir, nichts bis auf Shorts anhatte. Mit einem skeptischen Blick, sah ich in die Kabine und als die Realität mich wieder hatte, wurde mir klar, dass es gut möglich war, dass ich gerade die Chance auf den letzten freien Platz im ganzen Zug hatte. Zögernd folgte ich der Einladung des blonden Mannes und setzte mich schweigend auf den leeren Platz zwischen den anderen beiden Burschen, die ebenfalls nackte muskulöse Oberkörper hatten. Zuerst hörte ich nur zu als die 3 Freunde sich unterhielten, sie dachten vermutlich, dass ich nicht ihre Sprache sprach. Aber auch dann wenn ich kein Wort verstanden hätte, wäre mir nicht entgangen worüber sie sich unterhielten.
„Hübsches Ding!“ sagte der, der mir zuvor die Tür aufgehalten hatte anerkennend, zu den anderen.
„Nicht mein Typ. Rob, hättest du nicht die blonde von vohin reinbitten können? Sie ist seltsam.“ Als der links von mir die Worte ausgesprochen hatte, sah ich beschämt zu Boden. Noch hatte keiner von ihnen bemerkt, dass ich ihre Worte verstand.
„Also ich find sie süß, du musst dich ja nicht, wenns dir nicht passt.“ Entgegnete der Junge, der anscheinend Rob war, als hätte er einen Schlag versetzt bekommen.
„Meine Güte, sei doch nicht immer gleich so empfindlich Robin, wenn du sie willst, ist das doch deine Sache!“ war die bissige Antwort, die vom dritten im Bunde kam.
„What’s your name?“ fragte Rob mir zugewandt, ich sah wohl ziemlich verträumt aus in diesem Moment, er brührte mich am Arm um meine Aufmerksamkeit zu erregen, ich zuckte unwillkürlich zusammen. Er sah fast ein bisschen beleidigt aus, obwohl dieser Gesichtsausdruck nicht zu seinen oliv farbenen hübschen Zügen passte.
„Ich heiße Lola“ antwortete ich, ohne zu übersehen, was meine Worte auslösten, als die Männerrunde merkte, dass ich jedes Wort verstanden hatte.
„E-e-e-es tut mir leid.“ Stammelte der Junge, der vorher gesagt hatte ich wäre nicht sein Typ. „Mein Name ist Noah.“ Antwortete er mit gesenktem Kopf, fast wie ein Schuljunge der etwas ausgeplaudert hatte, das er nicht hätte sagen sollen.
Jetzt musste ich lachen, eine absurde Situation. Ich hatte schon viel zu lange nicht mehr gelacht, es war fast so als hätten meine Muskeln verlernt diese simple Bewegung auszuführen. Ein gutes Gefühl zu wissen, dass zumindest ein bisschen etwas von der alten Lebensfreude noch da war, irgendwo versteckt war ich noch die alte Lola, das strahlende Mädchen von früher. Das Mädchen, das von nichts wusste. Doch mir entging etwas.
„Ist schon in Ordnung“, entgegnete ich verlegen „du konntest ja nicht wissen, dass...“ Die Jungs sahen mich unruhig an, als hätten sie Angst. „Wohin geht denn eure Reise? Ihr scheint ja schon länger unterwegs zu sein.“ Lenkte ich ab, ich hatte vor noch länger in diesem Abteil zu sitzen und wollte die Stimmung durch eine solche Kleinigkeit nicht verderben. Ich hatte weiß Gott genug Probleme hinter mir gelassen, als ich in diesen Zug gestiegen war, es war nicht Nötig mir das Leben noch schwerer zu machen. Ehrlichkeit war mir ohnehin viel lieber, als das ewige drum herum reden, das ich gewöhnt war, von meinem alten Leben. Jetzt würde alles anders werden, ein Neuanfang war genau das was ich brauchte. Ich band meine schulterlangen dunklen Haare, die bis vor einigen Stunden noch blond gewesen waren zurück und lächelte in die Runde. Noch immer ließ ich meine Instinkte auf die ich mich sonst so verließ außen vor.
„Wir fahren nach Rom.“ Sagte Noah, noch immer unsicher wie sich dieses Gespräch entwickeln würde. Ich bemerkte die leichte Veränderung in seiner Körperhaltung, die mich aufhorchen ließ. Sein Tonfall veränderte sich und als er mich scheinbar fragte ob ich vor ihnen ausstieg, klang es mehr nach einem Befehl als nach einer Frage. Schlagartig veränderte sich die Stimmung, die Leichtigkeit verschwand. Ich hoffte ich hätte unrecht, wobei das leider recht selten vorkam. Ich durfte mir jetzt nur nichts anmerken lassen, deshalb plauderte ich munter drauf los, so wie es jede andere normale junge Frau getan hätte. Ich hoffte nur, die jungen Männer spürten nicht, was im Gange war, wer ich war.

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DasProjekt
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BeitragVerfasst am: 15.02.2010 06:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lisa,

dein Text hat gute Ansätze, dafür aber zu wenig Absätze, was vor allem den Anfang sehr ermüdend macht.

Ich mag, dass du die so oft allzu dröge Wetterbeschreibung in die Handlung einpackst - allerdings solltest du sie kürzen (die Wetterbeschreibung). Du hast einen ganzen Teil Wortwiederholungen drin, dazu empfehle ich dir, mal die Testversion der Papyrus-Software runterzuladen, wo die "Stilprüfung" zwar auf immer nur zwei Seiten eingeschränkt ist, aber dann musst du den Text eben häppchenweise durchlaufen lassen.

Aber was mir am unangenehmsten aufgefallen ist, das sind deine Satzzeichenfehler. Du vergisst, grob überschlagen, etwa die Hälfte der nötigen Kommas. Das ist übrigens auch ein Manko deines Buches "Verführerisch". Ich hab mir die Leseprobe angesehen (die ersten Seiten) und sah wieder einmal ein hervorragendes Beispiel für die Vorzüge professionellen Lektorates. (Übrigens, zum Buch: 20 Euro für 200 Seiten Taschenbuch, in einem Stil geschrieben, der mich permanent an Ted Dansons nervtötende blonde Bettgespielin aus "Made in America" denken ließ - "Du bist schön, weil du du bist, einzigartig und wundervoll ..." etc. - , das ist harter Tobak. Zumal du in dem Buch nichts wirklich neues schreibst ...)

Wo es Kommas gibt, gibt es Regeln für sie. Und wo keine Kommas sind, da gibt es noch viel mehr Regeln, die zeigen, wo doch Kommas hingehören. Ich denke, du würdest einen großen Schritt nach vorne machen, wenn du dich ein bissl mit der deutchen Satzzeichensetzung auseinandersetzt.

Zum Thema deines Textes kann ich nichts sagen, weil es nicht mein Themengebiet ist und ich hier gelernt habe, dass ich dann doch meine Klappe halten soll, sonst fährt mir garantiert jemand drüber ...


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ono
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BeitragVerfasst am: 15.02.2010 09:07    Titel: Antworten mit Zitat

hallo katze,

willkommen im club!

ein wenig "stilkritk" hat @dp ja schon geübt und die äußere form deines textes zu recht beanstandet.

einer meiner deutschlehrer, gott hab ihn selig, hat immer gesagt, man solle auf "quatsch mit fransen" verzichten - das würde den nerv jedes lesers töten, ganz besonders aber den seinen. unter "quatsch mit fransen" verstand er alles geschreibsel, das unnötig erfolgte und ohne tieferen sinn schien. ich hab an ihn denken müssen, als ich deine geschichte zu lesen begann. schau mal:
Zitat:
Ich kämpfte mich mit einem alten blauen Seesack um die Schulter gehängt, durch den überfüllten Zug, dem letzten an diesem Abend. Es war erstaunlich heiß für diese Uhrzeit, normalerweise wurde es etwas kühler nach Sonnenuntergang, nichts war an diesem Tag wie es hätte sein sollen, wieso sollte das Wetter die Ausnahme machen. Vielleicht war es aber auch nur die stickige Luft die ihren Weg kaum durch die viel zu kleinen Fenster fand, die in mir dieses seltsame Gefühl auslösten, ich würde ersticken. Vielleicht war es aber auch diese andere Sache, die über die ich nicht einmal nachdenken wollte, keine Sekunde, nicht jetzt, nicht hier, nicht heute. Die vielen Menschen, die sich dank dem Platzmangel in den Gängen drängten plauderten, es war ziemlich laut, ich war nicht in der Stimmung zuzuhören und trotzdem entging mir kein einziges Wort. Die Gerüche strömten auf mich ein, eine Mischung aus Schweiß und abgestandener Luft drangen mir in die empfindliche Nase, die ich ohne es zu bemerken rümpfte.

heißt doch nichts anderes als:
Zitat:
ich zwängte mich mitsamt meinem blauen seesack durch die stickigen, nach schweiß riechenden abteile des überfüllten  zuges. ich ließ die stimmen der eng gedrängten menschen nicht an mich heran, weil ich an nichts denken wollte.

damit wär alles gesagt und der leser ist trotzdem neugierig darauf, was kommt. wenn du ihn dagen mit ellenlangen erklärungen und umständlichen wiederholungen peinigst, ohne mehr als obiges zum ausdruck zu bringen, legt er den text gelangtweilt aus der hand und geht lieber woanders spazieren.

vielleicht solltest du nicht einfach "drauflosschreiben", sondern einen plan verfolgen: was möchte ich zum ausdruck bringen, und wie sage ich es, dass es wesentlich wird, etwas eigenes ist und, vor allem, spannung aufbaut oder neugier weckt? ich bin sicher, du könntest du deinen text selber weiter entschlacken und etwas weniger opulent weiterschreiben.

nein?

dann noch ein beispiel: sogar in dem "kondensat" ist noch überflüssiges drin: der blaue seesack. er wäre zwar das einzig "eigene" in dem behandelten textstück gewesen - wenn im späteren auf ihn aber kein bezug mehr genommen wird (und das ist offensichtlich nicht der fall), ist er völlig nutzlos. durch eine menge quetschen kann man sich auch ohne blaues gepäckstück.

so. und jetzt lass dich nicht entmutigen, sondern betrachte diese kritik als ansporn dafür, dass es sich lohnt, etwas aufzuschreiben.

liebe grüße aus suburbien

ono
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