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Enfant Terrible
Geschlecht:weiblichalte Motzbirne

Alter: 25
Beiträge: 10334
Wohnort: München


Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 24.01.2010 19:08    Titel: Mach mich nicht zum Stern eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mach’ mich zu deinem Stern nicht, denn ich irre.
Es spannt sich keine Leere, in die ich
nicht stürzen würde; und den treuen Halt
durch ein Hinabziehn’ undankbar entlohnen.

Sollt ich auch strahlen – folg’ nur im Verdecken
des hoffnungsvollen Aug’s, und suche dir
ein Leuchten, das im Wärmen nicht verbrennt,
das nicht gezwungen, fremdes Licht zu zehren.

Wenn sich die ander’n Sterne auch verbergen
in weit’rer Tiefe, deute nicht auf mich,
nicht mich zu ehren, steht der Himmel leer.
Seit wann ist Einsamkeit des Edlen Zeichen?

Mach niemals mich zum Stern, denn Sterne altern
beim Irreführen mit noch streng’rer Frist.
Die Risse zählen, die sie hinterließ,
erhebe deinen Kopf – und steige höher.


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Enfant Terrible
Geschlecht:weiblichalte Motzbirne

Alter: 25
Beiträge: 10334
Wohnort: München


Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 26.01.2010 18:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Maske gelüftet und vertont. Und wehe, einer klagt mir hier über Metaphern. grr

_________________
"...und ich bringe dir das Feuer
um die Dunkelheit zu sehen"
ASP

Geschmacksverwirrte über meine Schreibe:
"Schreib nie mehr sowas. Ich bitte dich darum." © Eddie
"Deine Sprache ist so saftig, fast möchte man reinbeißen." © Hallogallo
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Münsch
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 474
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 26.01.2010 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ein schöner, unverbrauchter Inhalt in gewohnt guter Form.

Gefällt mir sehr!

Münsch


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Nobody expects the Spanish Inquisition!

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Johannhh
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 49
Beiträge: 66
Wohnort: Heidelberg


BeitragVerfasst am: 27.01.2010 10:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich hab das Gedicht jetzt mal ein paar Stunden auf mich wirken lasen. Es ist wirklich schön geschrieben, aber irgendwie bin ich immer über die letzte Zeile gestolpert.
Vielleicht weil der Inhalt  sehr plakativ ist, der Angesprochenen wird die ganze mit Handlungsanleitungen konfrontiert, die am Ende in einen konkreten Befehl münden.

Ich fand es schwierig, einmal weil die Aussage des Gedichtes dadurch überdeutlich wird und die letzte Zeile  ist, wie ich persönlich finde, sprachlich nicht so gut.

Zu sagen ich fühlte mich um ein Ende, welches mir sprachlich und inhaltlich besser gefallen hätte betrogen, wäre übertrieben, aber es stellte sich am Ende keine absolute Zustimmung zu dem Text ein.

Trotzdem hat es gefallen, auch, oder gerade die Metaphern.

Viele Grüße,

Johann
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Schmierfink
Lyroholiker

Alter: 29
Beiträge: 1199



BeitragVerfasst am: 27.01.2010 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

He Enfant,

also erstmal vorweg das gefällt mir gut, bloß ich hätte ein paar Anmerkungen zu machen.

Einmal verstehe ich nicht ganz, warum du das Gedicht zwar mit Thema Freundschaft aber nicht Liebe betitelt hast, natürlich ähnlich in vielen Aspekten, aber gerade Verse wie der mit dem nicht mich zu ehren, dass finde ich klingt schon Gewaltig nach Verehrung der Geliebten, aber das ist ja eher nebensächlich.

Das zweite, du hast dir eine sehr schöne kraftvolle Sprache zu eigen gemacht für dieses Gedicht, aber gerade das möchte ich ein Stück weit kritisieren, ohne Frage das hat hohe Qualität, aber warum Inversionen und Apostrophe wenn du garnicht reimst? Vielleicht bin ich die einzige Person die das ein wenig stört, aber nicht zu sehr da das Ergebnis schließlich gefällt.

lg
Schmierfink


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"Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen."
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Georg Büchner
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Enfant Terrible
Geschlecht:weiblichalte Motzbirne

Alter: 25
Beiträge: 10334
Wohnort: München


Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 30.01.2010 11:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die interessanten Kommentare!

@ Johann: Um ehrlich zu sein, begreife ich nicht so ganz, was du meinst ...
@ Schmierfink: Die Form habe ich so gewählt, weil ich eigentlich einen Blankvers hinkriegen wollte  Embarassed


_________________
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Alogius
Geschlecht:männlichKinnbeber

Alter: 42
Beiträge: 3643

Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 30.01.2010 11:44    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann und will mich kurz fassen:

Ein sehr schönes Gedicht. Die Bilder halte ich für erfrischend und nicht kitschig, doch sehr romantisch mit einer süßen Melancholie verputzt. Liest sich wie eine Phrase, ist aber definitiv so gemeint. wink

Gerade der Stern bietet sich natürlich an, als ein reichhaltiges Bild, das - wenn man es wie hier richtig macht - nicht versiegen kann. Thema "Freundschaft" finde ich passend gewählt, ist sie doch oft, weit mehr als die Liebe, etwas Ewiges. Und wenn man die Liebe darin einbettet, kann der Mensch, wie auch der Text, nur gewinnen.

Ich lese darin auch eine Art Hoffnung im Erleben, Aufsteigen, gleich wie die Freundschaft vergeht oder besteht.

Sehr schön,

Tom


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Aus einem Traum:
Entsetzter Gartenzwerg: Es gibt immer noch ein nullteres Fußballfeld. Wir werden viele Evolutionen verpassen.
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Johannhh
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 49
Beiträge: 66
Wohnort: Heidelberg


BeitragVerfasst am: 30.01.2010 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich versuche es zu erklären.

Ich bin beim Lesen zu dem Schluss gekommen (und da kann ich natürlich irren), dass hier eine konkrete Person angesprochen wird. Sie wird gebeten dem fiktiven Verfasser nicht mit überhöhter Verehrung zu begegnen,

1. Weil überhöhte Verehrung Gefahr läuft ein Bild eines verehrten oder geliebten Menschen zu entwickeln, welchem dieser nicht entsprachen kann und will.

2. Freundschaften und Liebe eigentlich nur in er Waage, ausgewogen funktionieren.

Wie gesagt, die Bilder in denen Du beschreibst, wie der Verfasser dieses an den Angesprochenen richtet finde ich sehr schön, deswegen war plakativ, da häufig negativ besetzt vielleicht das falsche Wort und natürlich stellt die letzte Zeile (nach meinem bescheidenen Interpretationsversuch) dar, das der Angesprochene die verehrte oder geliebte Person nur wirklich erkennen kann, wenn er ihr ihr auf Augenhöhe begegnet, und durch Überhöhung nichts in sie hineininterpretiert, was sie nicht ist.    

Zitat:
ein Leuchten, das im wärmen nicht verbrennt, das nicht gezwungen, fremdes Licht zu zehren.


ist hier mit  fremdem Licht  ein Licht, welches zu unrecht auf die Verehrte Person strahlt, da es nur strahlt, weil es einer überhöhten Verehrung entspringt, und nicht wegen dem was die verehrte Person wirklich ist?

Wobei dann der Zwang es zu zehren bedeuten könnte, dass es hier auch um Gegenseitigkeit geht.

Vor dem Hintergrund dieser Deutung des Textes, bei der ich mich natürlich komplett vergaloppiert haben kann, passt die letzte Zeile des Gedichts natürlich in den Kontext, aber sie gefällt mir sprachlich und wegen der direkten Aufforderung nicht so gut. Das hört sich vielleicht nach Haarspalterei an, aber ich habe das Gedicht oft gelesen und natürlich auch für mich eine Erklärung gesucht warum ich, obwohl es mir gefällt, immer wieder über die letzte Zeile gestolpert bin.

Viele Grüße,

Johann
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