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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Izgül`s Reise


 
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Ridickully
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 33
Beiträge: 66



BeitragVerfasst am: 27.12.2009 21:07    Titel: Izgül`s Reise (1) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Izgüls Reise (version01)


Im Halbschatten erheben sich dunkle Gestalten aus dem dichten Gehölz. Knirschend und rumorend bewegt sich der Tross nach Süden, auf das brennende Gehöft von Elsarir zu. Im flackernden Feuerschein erkennt man die voll ausgerüstete Mannschaft, bewaffnet mit Morgenstern, Beil, Bogen und Messern. An erster Stelle schleicht Ingar die Messerwerferin. Lautes Stöhnen tönt vom Hof, kaum zu definierende, deformierte Wesen kreuchen durch Schlamm. Das Schmatzen und Knacken der Körper sorgt für ein grausiges Klima. Das violette Mondlicht bricht zwischen den Wolken hervor und lässt in seinem unwirklichen Licht das Szenario schrecklich erscheinen. Igor flüstert Senar zu: „Hey hier gibt’s nichts zu holen.“ Meint er resigniert. „Ach, der Boss meint, hier gäbs was, also nicht nachdenken sondern handeln!“ In schnellen fließenden Bewegungen verteilt sich die perfekt aufeinander eingeübte Gemeinschaft. Auf ein geheimes, nicht zu erkennendes Zeichen erstürmt die Mannschaft das Gehöft. Im Innenhof entbrennt ein mörderisches Klinge-an-Klinge-Nahkampf-Gemetzel. Zwei Ural-Krieger erheben ihre Schlachtbeile und stürmen auf die Barrikade der erfahrenen Nahkampf-Krieger zu. Diese zücken die Langschwerter und metzeln sie gnadenlos nieder. Übrig bleibt eine deformierte schleimige Masse. Aus dem Haupthaus stößt, kurz bevor der Kampf entschieden  zu sein scheint, ein Trupp von Reitern auf großen bulligen Käfern, welche ihre Zangen in beunruhigender Weise um sich selbst drehen können. Zwei Sprünge und Thor der Anführer der roten Horde steht auf dem Chitinpanzer und stößt behänd seinen Zweihänder in den Schädel des Reiters, er kippt mit einem Grunzen zur Seite. Das verwundete Insekt dreht sich schnell um sich selbst, zerfetzt dabei drei nahe stehende Gestalten. Thor sticht zu, das Schwert bohrt sich mit doppelter Kraft in den Panzer, gelber Saft spritzt umher.
Der Himmel verdunkelt sich, Kreischende Fledermäuse mit riesigen Hornköpfen, auf denen armlange Dornen stecken, beritten, von Goblin ähnelnden, sich spastisch bewegenden kleinen Monstern. Die Goblinreiter nehmen mit Wurfsternen zielgerichtet die Angreifer unter Beschuss. Ein großer Feuerball schlingert, weiße Fäden hinter sich herziehend, gegen den Himmel und explodiert in einem Feuerregen, der für Sekunden alles blendet. Die Luft riecht ozonartig, und, der Geruch ist mit einer Mischung aus frischem Grillfleisch geschwängert. Ächzend erhebt sich einer der Erzmagier und probiert, ein Schutzschild vor sich zu erschaffen; der auf ihn abgeschossene Pfeil verglüht zwar, doch die Spitze fliegt unaufhaltsam in sein Auge und schmort sich tief ins Gehirn. Geblendet bricht er in einer Lichtsäule zusammen. Wobei alle Krieger augenblicklich zusammen brechen. Nur drei Goblinreiter überstehen die Lichtsäule. Diese metzeln systematisch die gelähmten Menschen ab.

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Angst
Geschlecht:männlichScheinheiliger

Alter: 28
Beiträge: 1673



BeitragVerfasst am: 27.12.2009 23:58    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend,

Darf ich fragen, ob dies der Anfang deiner Geschichte werden soll? Wenn ja, finde ich ihn nämlich ziemlich problematisch. Ich kann dir als Leserin leider kaum folgen. Das liegt vor allem daran, dass du zu viele Figuren mit einem Schlag auftreten lässt: Ingar, Igor, Senar, … Du wirfst mit Namen um dich, ohne ihnen ein Profil zu geben. Gut, ich weiss, dass Ingar eine Messerwerferin ist. Und sonst? Leider nicht sehr viel. Und da ich die Charaktere nicht kenne, kann ich auch kaum mitfiebern. Mit den Rassen verfährst du ähnlich: Wer ist wer, wer sieht wie aus? Dir selbst wird das wahrscheinlich klar sein, doch auf der Seite der Leser sieht das anders aus.

Überhaupt finde ich, dass du die Szene zu hastig abhandelst. Oft versteht man überhaupt nicht, was überhaupt geschieht.

Ridickully hat Folgendes geschrieben:
Zwei Sprünge und Thor, (Komma) der Anführer der roten Horde, (Komma) steht auf dem Chitinpanzer und stößt behänd seinen Zweihänder in den Schädel des Reiters, er kippt mit einem Grunzen zur Seite.

Was ist die rote Horde? Wer ist Thor? Dies scheint sein erster Auftritt zu sein. Für mich geschieht dieser viel zu abrupt. Ein weiteres Beispiel:

Ridickully hat Folgendes geschrieben:
Ächzend erhebt sich einer der Erzmagier und probiert, ein Schutzschild vor sich zu erschaffen

Was ist ein Erzmagier? Auf welcher Seite steht er? Wird nicht erklärt.

Ich glaube, du wolltest hier zu viel. Dein Versuch, die gesamte Schlacht einzufangen, ist leider misslungen. Vor allem deswegen, weil du kaum Emotionen transportierst. Ich würde den Erzähler von der Distanz wegholen und in die Nähe ziehen, in den Dreck, in das Blut. Ich will das Feuer in meinen Augen brennen spüren und die Schreie hören. Wie wäre es, wenn du dich für eine Perspektive entscheidest, vielleicht diejenige von Ingar? Aus ihrer Sicht könnte man die Schlacht glaubwürdiger darstellen, weil man sich dann als Leser eher identifizieren kann. Das bedeutet ja nicht, dass du die Schlüsselmomente aufgeben musst; Ingar (oder jemand anderes) wird diese sicherlich mitbekommen.

Auch bei einer Schlachtszene dürfen die Emotionen nicht fehlen. Wo ist die Motivation? Wie empfinden die Krieger diesen Kampf? Haben sie Angst? Sind sie in Raserei? Wäre ich an Igors und Senars Stelle, ich würde mich ganz schön verarscht vorkommen: Wieso kämpfen, wenn man nicht weiss, wofür?

Soviel zum Inhalt und zur Atmosphäre. Jetzt zu den stilistischen Anmerkungen.

Ridickully hat Folgendes geschrieben:
Igor flüstert Senar zu: „Hey, (Komma) hier gibt’s nichts zu holen.“ Meint er resigniert. „Ach, der Boss meint, hier gäb‘s (Apostroph) was, also nicht nachdenken, (Komma) sondern handeln!“

Meint er resigniert ist zu viel des Guten. Zumal meint gleich darauf noch einmal erscheint. (Hah, Reim!)
Ich weiss zwar nicht, wo wir uns zeitlich bewegen, aber dieses Hey wirkt auf mich befremdlich.

Ridickully hat Folgendes geschrieben:
Das Schmatzen und Knacken der Körper sorgt für ein grausiges Klima.

Klima ist das falsche Wort. Du meinst wohl eher Atmosphäre. Doch auch so wäre ich mit dem Satz nicht zufrieden. Er wirkt doch sehr bemüht. Ich find‘s immer unschön, wenn ein Erzähler versucht, dem Leser ein bestimmtes Gefühl aufzudrücken. Dass etwas grausig ist, muss man nicht explizit schreiben, wenn man es implizit mit dem geschilderten Szenario auslösen kann.

Ridickully hat Folgendes geschrieben:
Im Innenhof entbrennt ein mörderisches Klinge-an-Klinge-Nahkampf-Gemetzel.

Klinge-an-Klinge-Nahkampf-Gemetzel, was‘n Wort! Gemetzel ist doch so treffend, würde es nicht reichen? Gemetzel sind übrigens meistens mörderisch. Für mich ist das eine unnötige Doppelung.

Ridickully hat Folgendes geschrieben:
[…] der Geruch ist mit einer Mischung aus frischem Grillfleisch geschwängert.

Eine Mischung aus Grillfleisch und …?
Grillfleisch schlägt in die gleiche Kerbe wie Hey. Hatten die damals Grills?

Liebe Grüsse,
Scheinheilige


_________________
»Das Paradox ist die Leidenschaft des Gedankens.«
— Søren Kierkegaard, Philosophische Brosamen,
München: Deutscher Taschenbuch Verlag, S. 48.
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Ridickully
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BeitragVerfasst am: 30.12.2009 17:09    Titel: Izgül´s Reise(2) pdf-Datei Antworten mit Zitat

ARM & VERLASSEN

Die Sonne scheint auf den nächtlichen Kampfplatz herunter; die Ruinen schwelen noch, alle Angreifer sind verschwunden, zwischen den Leichenbergen regt sich nichts. Da zuckt doch noch einer. Eine gedrungene Gestalt hebt sich unter einem Kadaver hervor und schaut betroffen in die Runde. Es ist Izgül, ein Lastenträger Instinktiv rollt er sich zur Seite. Ein schnellgeworfener Wurfstern mit 666 Zacken dringt in seine obere Schulter partie ein; mit verzweifelter Wut reißt er ihn unter kaum auszuhaltenden Schmerzen heraus und flucht gotterbärmlich zu seinem göttlichen Vater. Der Angreifer schleicht mit schnellen Schritten zu dem Überlebenden, hebt seinen Kurzdolch und stößt zu. Noch gelähmt durch die lange Ohnmacht kippt Izgül zur Seite und entgeht so dem tödlichen Angriff. Beim Aufprall tritt er auf den Schaft eines zerbrochenen Speeres, der sich direkt ins Gehirnmark des Assgolems bohrt. Allmählich erholt sich Izgül und schaut sich nach einer gebrauchsfähigen Waffe um. Sein Eibenbogen ist in Flammen aufgegangen. Auf dem blutigem Schlachtfeld liegen nur noch kaputte schartige Waffen bis auf einen länglich geformten Elfendolch. Zwischen Lederwams und Gürtel findet er seinen Platz bei Izgül und ist versteckt vor neugierigen Blicken. Sonst lässt sich kaum was Brauchbares finden. Die Trauer um die gefallenen Kameraden hält sich in Grenzen, ist sie für einen Lastenträger im Allgemeinen auch nichts Ungewöhnliches. Seine größte Trauer besteht darin, dass die drei gemeinsam stattfindenden Mahlzeiten wegfallen werden. Jetzt werden wohl Pilze und Beeren den größten Hunger vertreiben müssen. Mit wenig Mut, einem leeren Magen und keiner Ahnung, wo er sich befindet, macht sich Izgül auf den Weg, eine zivilisierte Wohngegend zu erreichen. „Mist! Hätte doch mal auf ne Karte glotzen sollen. Doch Nord von Süd zu unterscheiden, fällt mir ja sowieso gleich einem Ding der Unmöglichkeit zu.“ Trotzdem trabt Izgül unbekümmert auf mit weichem Moos bewachsenen Pfaden tiefer in einen uralt aussehenden Wald hinein. Flechten hängen in Matten von den Ästen, um die sich Schlingpflanzen schlangengleich schmiegen. Die Stille wird manchmal von einem Geraschel im Unterholz unterbrochen oder durch einen spitzen Schrei, dessen Ursache aber für Izgül im Dunkeln bleibt und ihn auch nicht weiter kümmert. Langsam schleicht sich ein flaues Gefühl in der Magengegend ein. Den Hunger zu unterdrücken klappt ja so ganz gut, doch im leicht schwülen stickigen nach verfaulendem Holz müffelnden Wald lässt es sich, ohne was zu süppeln, schwer aushalten. Gerade, als sich die Kehle mehr wie Schmirgelpapier anfühlt, denn die Spucke war schon vor Stunden versiegt, gab es das kleine Wunder. Ein Bächlein kreuzt seinen Weg, mit der hohlen Hand Wasser schöpfend, sagt Izgül seinem Durst den Kampf an. Zuviel von dem leicht brackig schmeckenden Wasser schlägt auf den Magen. Grüne Algenfäden aussabbernd geht’s jetzt fluchend am süffigen süffel Flusslauf entlang. Nächtliche Stille breitet sich aus. Ein geeigneter Schlafplatz war schon in der letzten Stunde nicht in Sichtnähe gewesen, geschweige denn akzeptabel. Insgesamt wird es bei dieser Dunkelheit ein Ding der Unmöglichkeit, einen Fuß in sichtbares Terrain zu setzen. Ein großer, großer Riesenbaum scheint Schutz vor Wind und Kälte zu geben. Zu seinen knochigen Füßen legt sich Izgül zwischen, die Wurzeln, die auf natürliche Weise ein Dach zu bilden scheinen.
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_narrative
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BeitragVerfasst am: 30.12.2009 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ridickully

Ich muss sagen, dass mir der Text nicht gefallen hat.

Du springst übereilt von einer Handlung zur nächsten und überforderst den Leser mit zu langen Sätzen, deren Konstruktionen häufig unzureichend verständlich ausfallen.

Zudem bringst du sehr viel Umgangssprache in den Text, die definitiv nicht hineinpasst. Ich nehme an, dass der Leser ihn ernst nehmen soll. Mir ist das nicht gelungen, tut mir Leid.  

Du versuchst, mit einigen Anmerkungen zum Ort Spannung aufzubauen. Das wird dir nie gelingen, wenn du deine Sätze weiterhin so mit Adjektiven überlädst.
Ein Text braucht keine Adjektive. Sie veranschaulichen ihn lediglich und bringen Lebendigkeit hinein. Deshalb: Kürze sie, wo du sie nicht brauchst.

Noch ein paar Anmerkungen zum Text:

Zitat:
Die Sonne scheint auf den nächtlichen Kampfplatz herunter; die Ruinen schwelen noch, alle Angreifer sind verschwunden, zwischen den Leichenbergen regt sich nichts.


Sonne nachts? Entweder oder.
Bei mir entscheidet der erste Satz, ob ich den Text lese oder nicht. Bei deinem irritieren mich die fielen Teilsätze. Vorschlag:

Es ist kalt. Blasses Mondlicht fällt auf das Schlachtfeld herab und wirft Schatten über die unzähligen Leichen. Aus den verkohlten Überresten der Ruinen steigt noch immer Rauch auf.

Zitat:
Da zuckt doch noch einer. Eine gedrungene Gestalt hebt sich unter einem Kadaver hervor und schaut betroffen in die Runde.


Sich unter etwas hervorheben? Diese Wortkonstellation ist mir unbekannt und klingt für mich ziemlich unglücklich. Zudem wirkt Izgül später nicht sehr betroffen von dem Verlust seiner Gefährten, deswegen passt der Satz nicht. Wenn du damit sagen willst, dass er von dem Schlachtfeld schockiert ist, dann schreibe das auch. Vorschlag:

Eine Gestalt müht sich unter einem massigen Kadaver (meinst du wirklich ein totes Tier damit?) hervor und erstarrt beim Anblick des Schlachtfelds.

Zitat:
Es ist Izgül, ein Lastenträger


Irgendein beliebiger Lastenträger also, der urplötzlich inmitten unzähliger Leichen erwacht? Nein, ist er nicht. Von was ist er Lastenträger? Einer Karawane?

Zitat:
Instinktiv rollt er sich zur Seite. Ein schnellgeworfener Wurfstern mit 666 Zacken dringt in seine obere Schulter partie ein; mit verzweifelter Wut reißt er ihn unter kaum auszuhaltenden Schmerzen heraus und flucht gotterbärmlich zu seinem göttlichen Vater.


Lies dir die Textstelle im Zusammenhang mit dem Anfang einmal durch. Und noch einmal, wenn dir nichts auffällt.
Da fehlt was. Er muss etwas wahrnehmen, etwas fühlen, riechen, sehen, bevor er instinktiv reagieren kann. Vielleicht ist es ein leises, anschwellendes Sirren, ein verdächtiges Rascheln. Sei kreativ, lass deine Fantasie spielen.

Schulterpartie zusammen geschrieben. Aber für mich hat die Schulter keinen oberen Part. Schulter ist Schulter.
Unklar ist für mich, warum du die 666 Zacken erwähnst. Hat Izgül sie etwa gezählt? ô.O
Ab Schulterpartie ist der Satz unbrauchbar. Schnell weg damit.  Und wie kann er gotteserbärmlich zu seinem göttlichen Vater fluchen? Außerdem Wortwiederholung. Ein Vorschlag:

Ein leises Rascheln ließ Izgül herumfahren und er warf sich instinktiv zu Boden. Der Wurfstern durchschlug so nur die rechte Schulter, anstatt sich in sein Herz zu bohren. Unter Schmerzen riss Izgül ihn heraus und schleuderte die Waffe weit von sich...

Zitat:
Der Angreifer schleicht mit schnellen Schritten zu dem Überlebenden, hebt seinen Kurzdolch und stößt zu. Noch gelähmt durch die lange Ohnmacht kippt Izgül zur Seite und entgeht so dem tödlichen Angriff.


Wenn der Angreifer ihn schon getroffen hat, wird er nicht mehr schleichen. Schleichen bedeutet, man bewegt sich lautlos und beabsichtigt, weder gehört noch gesehen zu werden.
Einem Angriff kann er nicht mehr entgehen. Er entgeht höchstens dem tödlichen Hieb/Stoß/Schlag.

Zitat:
Beim Aufprall tritt er auf den Schaft eines zerbrochenen Speeres, der sich direkt ins Gehirnmark des Assgolems bohrt.


Du hast geschrieben, dass er sich zur Seite rollt, anschließend unter einem Stoß wegsackt und jetzt steht er wieder und tritt auf einen Schaft? Das ist nicht nachvollziehbar! Ebenso, dass sich ein am Boden liegender Schaft in den Kopf des Angreifers (denke ich, dass du meinst) bohrt. Das ist grausam für den Leser.

Hier höre ich auf. Vielleicht beabsichtigst du es nicht, den Text zu verbessern und dann würde ich umsonst noch eine Stunde an der Kritik sitzen. Wenn doch, dann musst du es mich nur wissen lassen.

Arbeite an deiner Sprache. Ansätze sind vorhanden.

Socke
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Ridickully
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BeitragVerfasst am: 02.01.2010 21:53    Titel: Izgül´s Reise (3) pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die Beute

 
Izgül erwacht von einem ekligen Grunzen, vor seinem provisorischen Bettlager machen sich drei große, dunkle, sich klobig bewegende Wesen daran, ein Feuer aufzuschütten und gemächlich anzufachen. „Mist! Durch die Flammen werden sie mich auf jeden Fall entdecken.“ Kriechend zwängt sich Izgül unter verteufelt großen Schmerzen quetschend zwischen den Wurzeln in den toten Winkel, also hinter den Baum. Dort angelangt, klettert er den Stamm hinauf. Die borkige Rinde bietet gute Festhaltemöglichkeiten. Oben angelangt rutscht er auf einem Ast in Richtung Feuerschein. „Das wird bestimmt´ne unbequeme Nacht!“, denkt sich Izgül und lauscht:  „Was denkste, werden uns die Warmblüter noch erreichen?“
„Unter Garantie nicht. Wir haben die halbe Siedlung in Brand gesteckt. Wie die gequietscht haben als brennende sterbende Fackeln. Das war ein Muss für einen unentbehrlich gut gelungenen Todesraubüberfall.“
„Was haben wir denn erbeutet?“
„Nen halben Schuh, nein Scherz beiseite.“
Aus einem großen Sack holt er wühlend einen mit Smaragden verzierten Kelch, der im Feuerschein funkelt.
Nach einer halben Sternstunde liegt im Feuerschein eine nicht zu leugnende, lohnende Beute. Izgül läuft das Wasser im Mund zusammen. „Wenn ich es schaffe, mir die Beute anzueignen, hab ich für lange Zeit ausgesorgt. Ich muss mir überlegen, wie ich sie zur Strecke bringen kann. Mir fällt nichts Besseres als eine Falle ein, denn im Nahkampf verliere ich gegen die wahrscheinlich in einem Augenblick. Aber in welche Richtung könnten sie weiter wandern? Wahrscheinlich Richtung Esizial.  Müsste dort liegen. Also, dort vorne muss ich drei Pfosten schräg in Richtung Boden ausrichten und mit diesem Strick zwischen den Büschen aufspannen.“ In seine Arbeit vertieft merkt Izgül gar nicht, wie sich die Nacht dem Tag nähert. Im Licht wirkt die Konstruktion wie ein gehängter Elefantenmurmak. Hoffentlich trifft es sein Ziel. Mit einem Sprung hangelt sich Izgül ins Geäst und wartet. Es nähert sich der Mittag und nichts passiert. Erschrocken wacht Izgül auf und fällt mit Getöse vom Baum.
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_narrative
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BeitragVerfasst am: 03.01.2010 16:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ridickully.

Es wäre besser, wenn du die anderen Kritiken zu deinen Texten lesen und auch beachten würdest, bevor du ein neues Stück einstellst.

So machen sich User bei jedem Text wieder die gleiche Mühe, die sich sich eigentlich sparen könnten.  

Denk mal darüber nach.

Socke
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Ridickully
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BeitragVerfasst am: 08.01.2010 18:38    Titel: Izgüls Reise(4) pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die Waldelfe

 Benommen schlägt er die Augen auf und schaut in das Gesicht einer kleinen Waldelfe, die wild mit den Flügeln schlagend vor seiner Nase umherschwirrt. „Wach auf!“, piepst die Elfe. Blinzelnd hebt sich Izgüls eines verschlafenes Augenlid; eine unwirsche Handbewegung; doch das Traumwesen wird nur ungeduldiger. Piepsend brüllt sie. „Sie sind bald da, versteck dich!“
„Ach, halt du dich da raus!“ sagt Izgül. Aufgebracht berichtet die Waldelfe: „Heute morgen haben sie meine Wohnung im Baum zerhackt, einfach, um Feuer zu entfachen. „Brennt gut, ist gut.“ Mit diesen Worten haben sie es einfach abgefackelt.“ „Nimm´s nicht tragisch, kann ich nichts gegen machen.“
„Besieg sie! Mach sie fertig!“
„Gerne, zeig mir wie.“
„Benutz mich mit in der Falle.“
„Kannst du dich unsichtbar machen?“
„Ja schon, aber dann bin ich für dich auch nicht sichtbar.“
„Das ist egal, du kannst doch diesen Hebel auch auslösen, wenn ich dich nicht sehe.“
„Ja, kann ich, doch zu welchem Zeitpunkt?“
„Ich hebe meine rechte Hand und gebe dir so ein Zeichen.“
Wühlend und krabbelnd zwängt sich Izgül durchs dichte Gehölz. Schnaufend trampeln die drei von letzter Nacht noch besoffenen Wesen den Waldweg entlang. Plötzlich schnellt das Pfostengebilde ratternd gegen sie. Ein Aufkreischen, gefolgt von einem lautem Gejubel. Izgül erblickt nur, wie die Bewegung langsam abebbt. Nur zerschmetterte Leiber; eine sehr gute Falle, im perfekten Zeitpunkt ausgelöst, meisterlicher Glückszufall.
„Na, Kleiner, war ich gut oder besser?“
„Im richtigen Zeitpunkt war’s ja, aber was willst du nun dafür haben?“
„Gar nichts, ich warte noch und begleite dich ein bisschen.“
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Ridickully
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BeitragVerfasst am: 08.01.2010 18:41    Titel: Izgüls Reise(5) pdf-Datei Antworten mit Zitat

Traute Zweisamkeit
 
Izgül fischt den Sack hervor und schwingt ihn sich jubelnd auf den Rücken. „Ab zur nächsten Stadt; wir haben was zu feiern, und ich muss einen Hehler finden und zwar einen verteufelt guten. Außerdem muss der schweigen wie ein Grab. Kennst dich hier aus, Kleine?“
„Nun, so ein bisschen, für die nächste Stadt wird’s schon ausreichen.“ Zusammen machen sie sich auf den Weg. Bis Mittag wird der Weg ohne merkliche Unterbrechungen fortgesetzt. Ein Schwarm von Izibils, kleine spinnenartige Tiere, die ein Netz aus fast unzerstörbaren Fäden spinnen können, versperren durch ihr silbernes Werk den Weg. Die kleine Waldfee Elia verfängt sich elendig in ihnen. Izgül muss schnell Feuer schlagen und die wichtigsten Fäden abbrennen. Das Zeug klebt wie Kleister an ihrem Körper. Elia und Izgül brauchen glatte 3 Sternstunden um sie wieder zu befreien. Auf ihrem weiteren Marsch probiert Izgül, etwas zu beißen zu organisieren. Doch außer Wurzeln und Beeren ließ sich auf Anhieb nichts finden. Da stürmt knackend aus dem Busch ein Fell mit Langohren an ihm vorüber. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt. Die Äste peitschen Izgül nur so um die Ohren. Ein Hechtsprung! Leider greift er nur Matsch. Schnell aufgerappelt! Der Vorsprung des Häufchen Fells hat immens zugenommen. Haken schlagend verschwindet das Fellmonster hinter einem Felsen. Nicht aufgeben! Izgül pumpt seine Lungen voll und wetzt hinterdrein. Auf gleicher Höhe angelangt, ein Tritt, ein Quietschen folgt, und ein schlaffes Stückchen Fell liegt am Boden. Die Beute an den Löffeln geschnappt und zurück geschlendert mit der Vorfreude auf einen guten Happen. Auf dem Feuer verschmort das Fell,  und mit ein paar Kräutern vom Wegesrand ist ein schmackhafter Braten gezaubert. Elia verzieht angewidert das Gesicht und spricht vorwurfsvoll: „ Du bleibst Mensch und wirst die Natur niemals verstehen!“ Izgül erwidert schmatzend: „Ach was, als wenn Pflanzen nicht leben.“
„Das stimmt schon Izgül doch eine Pflanze verspürt keinen Schmerz!“ Dessen ungeachtet mampft sich Izgül seinen Wanst voll. Elia sucht sich einen Blütenkelch und saugt den labenden Nektar ein. Mit frischem Schwung machen sich beide auf den Weg.
„Weißt du, warum ein roter Ball vor drei Tagen am Himmel aufleuchtete?“
„Die Tiere erzählen sich, dass der große Waldgeist kommen werde.“
Stirnrunzelnd erwidert Izgül: „Ein fallender Stern wäre wahrscheinlicher.“
„Es gibt keine fallenden Sterne, nur wandernde.“
„Hoffentlich trifft er auf seiner Wanderung nicht uns, denn das überleben wir bestimmt nicht.“, so debattieren sie noch eine Weile bis sich die Nacht langsam einschleicht. Ermüdet legen sich beide in eine natürliche Höhle im Sandgestein.
 Weiss schimmernd schwebt der Nebel im Morgenlicht und weckt beide mit nasser Kusshand. „Üäh, was für`n Morgen. Ich fühle mich wie gerädert.“, gibt Izgül erschöpft von sich. „Was gibt’s zu essen?“  fragt Elia. Das morgendliche Mahl aus Sauerampfer und Löwenzahn schmeckt beiden nicht gerade vorzüglich. Angewidert über den Frass zum Morgen und nicht gerade motiviert machen sie sich auf den Weg.
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Ridickully
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BeitragVerfasst am: 08.01.2010 18:50    Titel: Izgüls Reise pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich würde gerne zu erst die Geschichte im vollendeter Form posten und danach die Verbesserungen einarbeiten. Ich hoffe das stört nicht sonderlich.
Bye: Ridickully
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_narrative
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BeitragVerfasst am: 08.01.2010 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man sich dazu überwinden muss, den Text zu lesen, stört es. Sogar sehr. Da dies hier der Fall ist, bitte ich dich, deine Texte mit den Kritiken zu verbessern, bevor du sie postest.  

Socke
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Alogius
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Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 08.01.2010 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, stehen alle verteilt, darf man sich dann suchen.^^

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Busfahrer: Tröste dich. Mit etwas Glück sehen wir den Tentakel des Yankeespielers, wie er den Ereignishorizont des Schwarzen Loches verlässt.
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_narrative
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BeitragVerfasst am: 08.01.2010 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Was? Die Kritiken?

Schon eine reicht, um das Schlimmste zu verbessern.
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Alogius
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Alter: 41
Beiträge: 3643

Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 08.01.2010 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, die einzelnen Teile.

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Kleka
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Beiträge: 1142



BeitragVerfasst am: 08.01.2010 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Du sollst Dein Werk garnicht auf mehrere Threads verteilen!
So schiebst du andere Werke schnell weiter runter.
Poste den Zweiten Teil einfach als Antwort beim ersten! (Fürs nächste Mal!)


_________________
Freunde sind Gefährten auf Zeit
Loyalität ist die Definition des Preises für den man verraten wird.
Wenn du jemandem vertraust musst du hoffen das der Preis hoch genug ist aber es ist dumm und naiv...
zu glauben es gäbe ihn nicht.

Adora quod incendisti, incende quod adorasti!!
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Leander Liguster
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Beiträge: 76
Wohnort: Magrathea


BeitragVerfasst am: 02.02.2010 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Was mir hier aufgefallen ist, ohne jetzt auch näher auf die einzelnen Fragmente des Autors einzugehen, er reagiert gar nicht auf die Kritik der User hier.
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TheSpecula
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Alter: 25
Beiträge: 250
Wohnort: Großalmerode


BeitragVerfasst am: 04.02.2010 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Schließe mich an und habe daher auch meine Kritik nicht gepostet. Doch ich war früher genau so wink

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Wir hassen die Bösen nicht, weil sie uns schaden, sondern weil sie böse sind.
Jean-Jacques Rousseau
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Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein.
Johann Wolfgang von Goethe
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Ridickully
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BeitragVerfasst am: 07.02.2010 18:59    Titel: Izgül`s Reise pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ein Wanderer am Wegesrand

 Auf halbem Wege sitzt am Wegesrand einen ärmlich aussehender Mann. „Was meinst du, ist der gefährlich?“, flüstert Elia besorgt.
„Ich denke eher nicht oder entdeckst du eine Waffe? Sieht zu arm aus, der kann sich außer einem Holzknüppel nichts leisten. Ob der wohl den Sack tragen könnte, der wird mir langsam viel zu schwer.“
„Frag ihn doch!“
Zielstrebig schreitet Izgül die letzten paar Meter auf den Mann zu: „Zum Gruße ehrlicher Wanderer, wohin des Weges?“
„Ach, von hier nach da, immer dem rechten Weg des Glaubens nach.“
„Hat Ihr Glauben etwas gegen ein Stückchen ehrlicher Arbeit?“
„Weiß Gott nicht, worum handelt es sich denn?“
„Nicht der Rede wert. Für 10 Gulden diesen Sack bis zur nächsten Stadt tragen und unsere famose Gesellschaft genießen.“
„Dagegen ist an sich nichts einzuwenden. Doch gegen Mittag muss ich meine stündliche Meditation durchführen.“ Mürrisch kommt ein „Ja.“ über Izgüls Lippen. Erleichtert von der Last des Sackes fließen die Worte: „Welchen Glauben wollen sie sich denn verinnerlichen?“
„Den vom Wandel und den an die Gleichnisse. Momentan stehe ich vor der Frage, was zuerst war: ich oder der Gedanke? Welche metaphysischen Resultate lassen sich daraus erschließen, dass es mich gibt?“ Elia meldet sich zu Wort: „Im Kern gab es zuerst immer den Stoff und dieser stellt sich uns in der Natur dar.“
„Bin ich denn der Stoff, aus dem ich gemacht bin?“
„Wohl eher nicht, du bist, was du daraus machst.“
„Ob Stoff oder Geist, das bleibt doch gleich.“
„Der Geist ist getrennt vom Körper, oder was denkst du?“
„Doch die Seele ist viel wichtiger als der Geist und der Körper, denn die Seele ist unsterblich.“ Der Wanderer meldet sich zu Wort: „Seele wurde uns von Gott gegeben, der Geist hat sich aus Körperlichem und Situationen entwickelt.“
„Ach egal, sag mir erst mal deinen Namen, hoher Philosoph.“ Drückt sich Izgül leicht diffus aus. „Seloph ist mein hoher Name. Gegeben von meinem Vater Reloph Peloph. Elia druckst: „Besonders einfallsreich ist deine Familie ja nicht gerade.“ Izgül gibt lachend zu: „Seloph Peloph Reloph und dein Sohn heißt wahrscheinlich Eloph.“ „An so was Ähnliches habe ich gedacht. Wenn ich mit diesem Glück gesegnet werden sollte. Ist daran denn irgendetwas auszusetzen?“ „Im Eigentlichen nicht, doch meinst du nicht, Eloph ähnelt einem Flop?“

Das Elbenturnier

 Seloph dreht sich genervt weg und schaut auf eine Parade von Bogenschützen, die im Schatten eines kleinen Wäldchens ein Turnier auf Strohscheiben austragen. Leider mit dem Nachteil, dass sich die drei genau im Schussradius befindet. Noch bevor Seloph eine Warnung aussprechen kann, fliegt eine Welle von Pfeilen über ihre Köpfe hinweg. Ein verdutzter Aufschrei von Elia und ein erschrockenes Grunzen von Izgül. Noch bevor Seloph zu einer Reaktion fähig ist, erkennt er aus dem Augenwinkel herraus, einen verirrten Pfeil direkt auf Izgül zuschießen. Doch wunderlicherweise bleibt der Pfeil knapp vor Izgül in der Luft stehen. Izgül, stark verwundert, pflückt den Pfeil lachend aus der Luft: „Na, da wäre ja fast alles zu Ende gewesen.“ Urplötzlich reißt es ihn zu Boden, als der Pfeil seinen Weg weiterrast. „Hey! Stopp! Eindringlinge auf dem Schussfeld!“,  brüllt ein Mann mit auffallend langen Spitzohren, scheinbar ein Halbelb. Ein grupp der Schützen nähert sich der Truppe: „Könnt ihr denn nicht aufpassen? Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock, dass hier ein Turnier ausgetragen wird!“
„Entschuldigung, das haben wir nicht gesehen,“ antwortet Izgül.
„Schon in Ordnung. Wollt ihr vielleicht am Wettschießen teilnehmen? Nachher gibt’s ein Festmahl, daran könnt ihr teilnehmen und euch satt fressen.“
„Also, ich bin nicht sonderlich begabt im Bogenschießen, ich passe.“, meint Izgül.
„Ich würde gerne teilnehmen,“ wirft der Wanderer ein, „Doch was für ein Kunststück vollbringen eure Pfeile? Warum konnte Izgül nicht getroffen werden?“
„Ach, unsere Turnierpfeile sind mit einem magischen Schutz versehen, so dass kein organisch lebendes Wesen getroffen werden kann.“
„Das ist ja eine ungemein tolle Waffe.“
„Wo Sie von ausgehen können.“ protzt der Halbelb, „Aber auch unsere Zielscheiben sollten Ihre Beachtung finden. In 150 Yard Entfernung wirken sie wie Fliegendreck und sind schon ziemlich schwer zu erkennen.“
„Ist das nicht ein bisschen zu schwer?“, meint Seloph.
„Ach was, das ist doch eine Übung für Anfänger! Bei einem Königsturnier stehen die Scheiben an die 350 Yard entfernt! Sind also für einen menschlichen Schützen kaum wahrzunehmen; für uns Spitzohren ist das dagegen kein Problem, denn wir haben Sehschärfe und goldene Hände! Darauf kommt es an! Worauf Sie Sich verlassen können!“


Das Versagen im Siegen

Seloph reiht sich in die Reihe der Schützen ein. Mit einem schrillen Pfiff zischen die Pfeile davon. Wie ein Nadelkissen ist die Wiese im Umkreis der Scheibe von Pfeilen gespickt. Mit starkem Zug müssen die übrigen Pfeile aus der Scheibe gezogen werden. Stark konzentriert bemerkt Seloph, dass ein Schütze sein Glück auf nicht gelingende Weise zu beeinflussen scheint.  Beim Rausziehen zerbricht ein Pfeil, mit einer magischen Entladung entweicht der Zauber und lähmt die Hand dieses anderen Schützen. Seloph geht zurück, ihm fällt ein Trick ein, mit wessen Hilfe die Treffsicherheit des ungeschickten Elben um kein geringes Maß gesteigert werden kann. Er stellt sich an, um ein weiteres Mal schießen zu dürfen. Während Seloph seinen Pfeil aufnimmt, achtet er genau auf den Schützen. Es ist ein eher schmächtig wirkender Elf, dieser zieht nestelnd seinen Pfeil aus der Scheibe und wirkt dabei eher unglücklich als fröhlich. Vorsichtig flüstert Seloph dem neben ihm stehenden Elben zu: „Wer ist der Elbe, der immer genau ins Schwarze trifft und dafür die Scheibe magisch verstellt?“
„Och nun, ja, das ist so, wenn bei uns Anfänger am Turnier teilnehmen, die können ihre magische Energie einsetzen, allerdings treibt sie eigentlich der Wunsch, auch nach irdischen Regeln gute Schützen sein zu wollen. Sie haben aber noch nicht gelernt ihre Kräfte richtig zu kontrollieren und scheitern am Stolz und dem Wunsch alles perfekt machen zu wollen. Wenn sie das Übungsturnier bestehen dürfen sie beim Königsturnier antreten.“ Seloph erwidert erfreut: „Ach, dagegen habe ich ein Mittel.“ Zielbewusst schreitet Seloph auf den unglücklichen Elben zu:

Das heilige Kraut

 „Hätten Sie was dagegen, mir für kurze Zeit ihr Ohr zu leihen?“, fragt Seloph. „Da habe ich nichts dagegen.“, antwortet der noch junge Schütze. „Ich habe von ihrem Problem gehört.“, erwidert Seloph.  „Jep, dies verhindert, dass ich an Turnieren teilnehmen darf.“, sagt der Schütze. Seloph kramt begeistert etwas aus seiner Tasche: „Lass uns dieses Kraut rauchen! Es sorgt dafür, dass Sie etwas weniger Wert auf das Gewinnen legen. Außerdem macht es ruhig. Es hat leider die Nebenwirkung, dass sie etwas Konfus werden.“ „Ich werde es probieren.“, spricht der Elb. Langsam inhalieren sie den Rauch, leicht benommen wanken sie zur Schusslinie. Seloph achtet gespannt auf die Scheiben, doch leider ist er selbst so benommen, dass sich die Scheibe vor seinem geistigen Auge wie von selbst verschiebt. Aber das Jubeln der anderen Mitstreiter überzeugt ihn, dass sich etwas verändert haben muss. Als er Izgül anschaut, zeigt sich ihm ein verdutztes Gesicht. „Was ist denn passiert?“
„Nun ja, erst ist die Scheibe umgefallen und danach hat sie jeden Pfeil in der Luft eingefangen. Daraufhin ist sie vor  dem lachenden Elben dort stehen geblieben.“
Mit Freuden schließen sie Seloph in ihre Arme, das war die lustigste gute Tat, die er je vollbrachte. Schließlich hatte dieser kluge Philosoph es durch sein Wissen über die Kraft der Natur geschafft, die Anfänger der Armee der Elben von ihrer Angst vor der eigenen Kraft zu heilen.
„Kannst du uns etwas von dem Kraut verkaufen?“, bestürmen sie Seloph.  
„Nee Jungs, Eigenbedarf. Doch hier, diese kleinen Körner müsst ihr gegen Ende des Frühlingsmonats Solon, wenn die ersten Blumen sprießen, drei Fingerkuppen tief an sandig, sonnige Stellen pflanzen. Daraus entwickelt sich ein Gewächs dessen Blüten rauchbar sind, wenn sie getrocknet wurden. Wenn ihr es gut anstellt, werdet ihr nach der Ernte mehr Samen haben, als ich euch in diesem Jahr geben kann.“ Der glückliche Schütze tritt auf Seloph zu. „Wir danken dir. Nimm als Geschenk bitte meinen Bogen, er hat mich oft begleitet.“

 „Ich freue mich, Dieses Geschenk annehmen zu können. Ich werde  es in Ehren halten.“ „Ihr seid natürlich zum Essen eingeladen.“ Das passt gut, ich verhungere gleich“, wirft izgül ein. Es gibt mehr als sie selbst nach dem Fasten zu fassen vermögen. Das Auge fühlt sich umschmeichelt und verwöhnt von den Köstlichkeiten, die vor ihnen ausgebreitet liegen. Gebratene kleine Vögel, die knuspernd und knackend im Munde zergehen. Dazu eine Pyramide aus Beeren die im Mund zwischen herbsauer bis fruchtigsüß schmecken. Zu trinken gibt es Quellwasser, versetzt mit dem Saft von gequetschten Beeren, die einen belebenden Beigeschmack besitzen. Mit freudigen Trinksprüchen verabschieden sie die Wanderer. Seloph bekommt noch zum Abschied ein dutzend extra schnell fliegende Pfeile und einen Signalpfeil, der mit einem schrillen Pfiff in einer Explosion aus orangefarbenem Licht vergeht.


Die Nachricht

Beim Ein-Fuß-vor-den-anderen-setzen fängt das Gespräch über die nächste Etappe an: der Verkauf  der Ware im Städtchen Nisgal. Dieses liegt etwas schräg überm Meer. In ihrer Mitte schlängelt sich ein Flüsschen entlang, der in einem Wasserfall ins Meer mündet. An den hängen wird etwas angebaut, das weiß in der Sonne leuchtet und irgendein Ersatz für Felle darstellt. „Nisgal ist berühmt für seine fachmännische Verarbeitung von diesem Stoff zur Herstellung von Kleidung“, meint Seloph. Alles Tunten nichts als Mode im Kopf,“ verratzt Izgül. „Vielleicht haben sie auch etwas in meiner Größe. Mein altes Waldkleidchen geht langsam aus den Nähten,“ seufzt Elia verträumt. „Kleine Modeschnecke oder was“? lacht izgül. Ein geschnappt flattert Elia voraus. „Blöder Barbar!“ Hat doch nichts auf dem Kasten! Was will der denn in seinem Leben erreichen?“ So wütend achtet Elia gar nicht mehr auf den Weg und fliegt direkt in 30 Männer hinein, die ein Lager aufgebaut haben und neben einem prasselnden Feuer rasten. Elia schaut sich entsetzt um und verkriecht sich schnell hinter einer Zeltplane. Hoffentlich passen die beiden Wachen nicht besser auf als ich. Beim Wegschleichen nimmt sie undeutlich das Gespräch von zwei Hauptleuten wahr. Der eine zum anderen: „Glaubst, du wir schaffen es, den Krieg zu gewinnen? Ich hörte, am hohen Pass sei eine ganze Division vom Feind zermahlen worden“. „Nun ja, dafür haben wir die Festung el hazur erobert und Unmengen von zinor Metall gefunden. Schau mal, die Legierung meiner Waffe besteht daraus.“ Schimmernd läst er seine Waffe durch die Luft sirren „Siehste! Feinste Maßarbeit. Aber zurück zum Thema, unsere Truppen dezimieren sich täglich, die Bauernaufstände im Norden kamen sehr unglücklich. Es wird wohl zu einer Hungersnot in der Hauptstadt kommen. Wer kann es ihnen denn verübeln nachdem der König über die Hälfte ihrer Männer eingezogen hat und auf eine Niemands Mission zur Bergung eines alten Artefakts nach Norden ausgesandt hat, von der bis heute nicht mal  ein Kundschafter zurückgekehrt ist. Was glaubst du, werden sie gefunden haben?“ „Nun ja allein die lebensfeindliche Umgebung könnte eine Nachricht verhindert haben ,wenn es stimmt, dass dort noch Wesen der alten Zeit überlebt haben könnten.“ „Vielleicht,  sicher ist das nicht. Es sollen alle beim letzten großen Krieg gefallen sein.“ „Es sollte Frauen geben, die allein durch ihren Anblick Männer so in Extase versetzen können,  dass sie versteinern.“ „Ammenmärchen. Ich habe von Drachenreitern gehört, die binnen Stunden ganze Länder unterwerfen.“ Genervt will Elia schon abhauen, als sie vernimmt. „Hast du von der Belohnung für eine Nachricht die Aufschluss über den Verbleib der 6 Armee gibt gehört. Diese ist im Niemandsland Rogol verschollen.“
 „Jau 20 Goldsäcke soll es geben.“

Eine Idee

 Überrascht macht sich Elia von dannen, braucht aber immerhin glatte 3 Zyklen, um die beiden anderen zu finden, die sich in der Zwischezeit  schon ein Nachtlager vorbereitet haben und sich über einem Feuer Fladenbrot rösten. „Hey, Elia, was gibt’s? Wieder beruhigt oder immer noch pampig?“ Begrüßt Izgül sie. „Ach was, vor uns lagert eine Truppe der königlichen Armee. Ich konnte in Erfahrung bringen dass es eine Belohnung für eine Nachricht auf den Verbleib der 6, Armee gibt. Wäre das nicht etwas für uns?“ Berichtet Elia. „Ich weis nicht ich möchte den Löffel noch nicht abgeben.“ Gibt Seloph erschreckt von sich. „Meine Kampferfahrung lässt auch zu wünschen übrig, aber haben wir denn was Besseres vor, als diese Suche?“ fragt Izgül. „Ehrlich, ich wollte ein Tagebuch verfassen.“ Sagt Seloph, „Na passt doch. In ein Tagebuch gehören Abenteuer, nicht, ich saß vorm Herd und kochte ein Süpplein.“ Lästert Izgül
Elia fügt hinzu: „Izgül, wir müssen ja nicht gleich losziehen, sondern können ja erst unsere Kampfkraft verstärken.“ Izgül überlegt laut: „Nun ja, das Geld von unserem verkauftem Schatz könnte ausreichen für eine Truppe von maximal 2 dutzend Kämpfern unsere Ausrüstung noch nicht mit einberechnet. Wir brauchen auf jeden Fall 3 Kampfmagier und einen Heiler in unserer Truppe. Das ist ein Muss, wenn wir dort nicht abnippeln wollen.“ „Bei so einer Truppenversammlung kann ich natürlich nicht fehlen, wirft Seloph ein: „Ich könnte die Moral der Mannschaft heben durch die allmorgendlichen Gebete zum Herren.“ „Die kannst du dir auch sparen. An deinen Gott glaubt sowieso kein Mensch, trags den Ameisen vor! Die beeinflusst und beeinträchtigt so was wenigstens nicht, sagt Izgül leicht genervt. Von Izgüls Worten stark angegriffen wiederspricht Seloph: „So was möchtet ihr doch höflichst unterlassen. Mein Glaube ist und bleibt unantastbar.“ „Dann behalte ihn für dich, sonst, ist er gar nichts Wert,“ Izgül mürrisch. Elia: „Wir brauchen etwas, wonach wir leben sollen.“ Izgül schon vor Wut schnaubend. „Haben euch das nicht eure Eltern beigebracht?“ Seloph „Also meine waren einfache Bauern und glaubten dass die Sonne auf-und untergeht.“ „Es gibt Tatsachen oder Hirngespinste, das ist meine Einstellung,“ gibt Izgül zu verstehen. Seloph verschwörerisch flüstert: Mal schauen, ob du am Ende immer noch so denkst.“ „Ok, gute Nacht, morgen haben wir noch einen Gewaltmarsch nach Naisa vor.“ In einer sternenklaren Nacht schlafen die drei seelen ruhig ein. Nur ein mit Fell bewachsenes Tier nähert sich der Schlafstelle und klaut sich etwas von den Essensresten. Geweckt durch die ersten Sonnenstrahlen wacht die Gruppe fast zeitgleich auf. Nur Elia schlummert noch im tiefsten Schlaf. Izgül schöpft einen Krug voll Wasser und lässt Elia eine erfrischende Morgendusche erleben. Nicht sehr begeistert keift Elia: „Mach das noch einmal, dann erlebst du dein Abenteuer alleine.“ „Nimm´s nicht so ernst, du bist doch wach. Schau die Sonne geht schon fast wieder unter.“ Bei so einem 3 klassigen Scherz muss Teloph lachend sein Frühstück verschlucken. Nach dem Essen geht’s los, schnell die Sachen zusammen gepackt und alle Habseligkeiten verstaut.

Das Verschachern

 Als sie sich der Stadt nähern, kommt Leben auf die Straße. Große Fuhrwerke werden von riesigen Schnecken gezogen auf deren Panzer kleine Gnome die Zügel halten. Sie werden überholt von langbeinigen Spinnen die auf ihren Körpern Zelte mit buntem Gestänge tragen. Am Randstreifen treffen sich immer mehr Leute aus den entferntesten Regionen an. Zum Beispiel die Lüttner, sehr bewusste Händler, die sich auf den Verkauf von Glasbläser-Artikeln spezialisiert haben. Leider sind sie sehr lütt und werden des öfteren umgerannt, was natürlich für das zerbrechliche Glas das Todesurteil bedeutet. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße könnten ihre Rückerstattungsversuche wohl leicht überhört werden, wenn sie nicht auf großen mit Stacheln bewachsenen Schildkröten reiten würden, die sich als Kampfmaschinen entpuppen, sobald jemand grantig wird. Auch säumen die Strecke Bauern, die zum Markt fahren, um ihr Vieh und Lebensmittel gegen Gebrauchsgegenstände zu verkaufen. In der langen Schlange eingereiht erreichen sie gegen Mittag das große Stadttor. Hinter den Stadttoren erhebt sich ein Säulengang gerade zur Stadtmitte hin. Von dort ist die Stadt in 4 Zentren aufgeteilt. Das Händler-und Hafenviertel Sando im Norden. Gegenüber im Süden stehen die Häuser der Reichen und Adligen. Sie sind in den roten Fels geschlagen, terrassenförmig übereinander gestapelt,  von dort wirkt das Geschehen ameisengleich, am Eisentor wirr und konfus, aber geschäftig. Im Westen das Viertel der Handwerks Gilden. Kleine zweistöckige Wohnhäuser, deren Dächer mit Muscheln aus dem Hafenbecken gedeckt sind. Wir wollen aber Richtung Osten schauen, wo unsere Freunde sich gerade vor einer üblen Spelunke damit beschäftigen ihren Schatz an den Mann zu bringen. Ein leicht              fettansetzender Mann grummelt verschwörerisch ihnen zu. „Folgen Sie mir, mein Laden ist gleich um die Ecke.“ Izgül spricht mit ihm über den Wert der Waren. „Im Allgemeinen kaufe ich nur Schmuckstücke. Verneinen sollte ich aber nicht, was ich nicht vorher mit eigenen Augen gesehen habe. „Welche Währung geben Sie denn bevorzugter Weise?“ Fragt Izgül. „Goldene Ando Taler sind als Zahlungsmittel im gesamten Reich anerkannt.“ Erwidert der Händler. „Das freut mich. Habe schon gedacht, sie benutzen die Rendro Gewichte. Dies gepanschte Gold hat doch keinen Wert.“ „Vertrauen sie mir. Meine Taler tragen das Wappen des königlichen Hauses von Andorra.“ Zum Beweis hält er eine Münze gegen das Licht. Seloph, immer noch misstrauisch: Könnte ich die Münze kurz haben?“ „Aber sicher doch nickt ihm lächelnd der Händler zu. Seloph begutachtet die Münze lange und  beißt zum Schluss noch drauf. Danach gibt er sie anerkennend zurück und meint. „Allerfeinstes Gold wirkliche Ando.“ Izgül: „Besitzen sie denn auch genug Bares?“ „Hm, nun ja, falls nicht die Krone des Königs in eurem(20) Sack steckt, müsste es schon ausreichen.“ „Das wollen wir wohl hoffen.“ Mit einem Ruck stellt Izgül den Sack auf den Tresen. Der Händler nimmt ein Stück nach dem anderen heraus und notiert den Wert auf einem schmierigen Blatt Papier. Bei besonders schönen Stücken knabbert er abwesend auf der Unterlippe herum und gibt einen anerkennenden Pfeifton von sich. Beim letzten Stück schaut er herauf und meint. „Keine schlechte Ware, mein Junge. Insgesamt gibt’s wohl 250 Ando Taler. Ist dies ein angemessener Preis?“ Elia meldet sich zu Wort: „Im eigentlichen Sinn reichts nicht aus, mit 280 geben wir uns aber zufrieden.“ Gewitzt schaut der Händler ihr in die Augen. Reichen denn nicht 270?“ „Gebongt!“ Wirft Izgül ein. Seloph grinst, „Damit lässt sich was anfangen.“

Die Rekrutierung

 Mit guter Zuversicht macht sich die Gemeinschaft auf den Weg ins Wirtshaus, um zu zechen und einen gesicherten Schlafplatz zu bekommen. In einer dunklen Hafenkneipe, mit ekligen süffigen Gläsern. Gut besucht vom Abschaum der Stadt und Heimat losen Säemänner die auf  schmutzigen Bänken undefinierbares Gesöff saufen. Das Getränk stinkt in der Nase so sehr das sie schon sofort beim eintreten tränend beißt. An einem Tisch in der hintersten Ecke nehmen sie Platz. „Glaubst du, Seloph, es gibt ein Problem mit der Rekrutierung der Truppe?“ fragt Izgül gespannt antwortet Seloph „Im Allgemeinen würde ich behaupten, eher im Gegenteil. Die Rate der arbeitslosen Söldner ist enorm. Doch mit den Magiern hapert es bestimmt.“ Elia wirft ein: „Lasst uns was essen und trinken und die Probleme auf morgen verschieben.“ Nach kurzer Zeit wird das Essen, das einen unförmigen Brei darstellt, zusammen mit dem Rachenputzgesöff dahergebracht. Das Essen schmeckt eher fade und mehlig, doch mit nem ordentlichen Schluck geht alles runter. Zur Nächtigung gibt’s verfilzte Betten, auf denen zu schlafen es nicht besonders angenehm ist. Der Geruch allein ist schon beängstigend(21). Die drei schlafen seelenruhig. Beim Erwachen gibt’s kein Halten mehr: Schnell noch scheiben von geröstetem Fladenbrot in den Mund geschoben und los getrabt in Richtung Magiergilde. Das Gebäude gibt sich protzig, überragt mit 4 Stockwerken jedes umstehende Haus. Auf dem Tor stehen die Symbole für den Naturgott-Kadong neben dem vom Feuergott-Samasch. Das Tor öffnet sich magisch. Als die 3 Gefährten durch den Eingang marschieren, ergibt es sich, dass ein Magier sie nach dem Wege und dem Sinn und Zweck ihres Tuns und Handelns fragt. Izgül antwortet „Wir wollen Magier für eine Reise mit königlichem Auftrag rekrutieren.“ „Das gibt sich passend. Unsere Famulusse müssen noch eine praktische Prüfung bestehen“ „gibt der Magier zu verstehen. Seloph erwidert „Es geht hier nicht um einen Sonntagsspaziergang. Wir wollen hinter die Eisenberge ins Niemandsland vordringen, um Erkundigungen über den Verbleib der königlichen Division zur Eroberung fremden Terrains einzuziehen.“ „Keine Sorge 4 Famulusse müssten ausreichen für den magischen Schutz, zwei Natur und ein Feuermagier geben den Ausgleich unter den Gestirnen und ein Heiler gibt die nötige Versicherung, auch wieder heim zu kommen.“ „Welche Magier können Sie mir denn vorstellen, die dieser Aufgabe gewachsen sein könnten?“ „Ich denke, ach lassen Sie uns doch nachschauen sie befinden sich momentan höchst wahrscheinlich im Kampftraining.“ Es dauert nicht sehr lange, und die Truppe erreicht den Kampfplatz. Zwei Magier geben sich einem Duell der extravaganten Chaosmagie hin. Zwei Heiler unterstützen auf magische Weise die Trefferpunkte.  Gebannt schauen sie den funkenstobenden   magischen Entladungen hinterher. Diese entstehen aus Uralten überlieferten Artefakten und dem Mana Reservoir des aussprechenden Magiers. Diese negative oder positive Energien werden mit den richtig ausgesprochenen Sprüchen geformt in der göttlichen Sprache des jeweiligen Gottes . Beim Aufprall leuchtet das Schild dem Spruch entsprechend weiß bis schwarz auf, in allen Farben zerbrechen die magischen Entladungen. In schnellem Tempo folgen Angriff-auf Abwehr Spruch. In der Mitte bildet sich ein Energiepunkt, aus dem undefinierbare Geräusche entweichen. Beide Magier geben ihr Äußerstes zur Streckung des Gegners; doch erschöpft sinken beide zu Boden. Die Naturmagier verkünden das Ergebnis. 670 Trefferpunkte für Rona und 690 für Argon. Der Magier geht zu den beiden Parteien und lobt sie für ihr Geschick. „Ihr 4 müsst doch, wenn ich mich nicht irre, noch die magische Selbstprüfung bestehen.“ „Ja Meister doch bis dato hat sich noch keine Gelegenheit ergeben.“ „Jetzt ergibt sich eine. Die drei dort drüben wollen eure Unterstützung zur Findung über den Verbleib der königlichen Division im Niemandsland.“ „Wie sieht´s mit Bezahlung und Verpflegung aus?“ „Darüber haben wir noch nicht gesprochen, seid ihr interessiert?“ Ein kurzer Blickwechsel und die 4 traben zu unseren Gefährten. „Ihr wollt ins Niemandsland zur Erkundung und um über den Verbleib der Truppen Auskunft zu geben? Wie hoch ist die Bezahlung?“
 35 Andotaler pro Mann, Beute in der Truppe gleich aufgeteilt und bei Erfüllung nochmals 30 Andotaler.“ „Das ist nicht viel an den Gefahren bemessen. Doch für den ersten Auftrag ganz passabel. Wann brechen wir auf?“ „Ist noch nicht gewiss aber ungefähr so in drei Tagen.“ „Wann auch immer, wir sind dabei.“


Der Wachoffizier und ein Saufgelage

 Angeregt unterhalten sich die drei. „Wo finden wir den Söldner?“ „als erstes sollten wir Kneipen und die Gilden absuchen.“ Also klappern sie die übelsten Spelunken ab. In keiner ist auch nur ein nennenswerter Kandidat für das Abenteuer zu finden. In der einen finden sie einen im Suff Eingeschlafenen, noch in voller Rüstung stehenden Gardesoldaten, den Morgenstern mehr lose als fest in der Gürtelschnalle. Die Rangabzeichen seiner Rüstung deuten auf eine nicht geringe Laufbahn als Soldat hin. „Entschuldigung Gardemeister,“ Izgül rüttelt ihn an der Schulter. Der Soldat schreckt hoch. „Rühren! Wachoffizier im Anmarsch,“ und schaut sich benommen um. Verlegen schaut er drein und fällt niedergeschlagen in ein zurückgezogenes duckmäusiges Verhalten. „Was ihr wollen?“ Stößt er keuchend hervor. „Nicht geringeres als ihre wohlbekannte Körperkraft. Wir hoffen, Sie mit etwas Gold davon zu überzeugen, an einem Abenteuer teilzunehmen.“ Gibt Seloph überzeugend von sich. „Wat für´n Abenteuer“ lächelt er immer noch benommen. „Ach, kein sehr großes, nur hinter die Eisenberge und zurück, um Nachrichten zu sammeln.“ Märchenhaft blickt ihn Elia dabei in die Augen. „Das hört sich nicht sehr schwierig an, ich mach mit.“ „Um die Bezahlung reden wir später.“ „Könnten Sie vielleicht noch 5 weitere schlagkräftige Männer gebrauchen?“ „Liebend gern. Wir treffen uns am Dakut des dritten Tages vor der Magiergilde. Machen Sie`s gut. Wir freuen uns über ihren Antritt. Mit neuem Mut geht die Rekrutierung weiter. Doch diesen Morano ergibt sich keine Gelegenheit mehr. Am Abend trägt es sich zu, dass Izgül und Seloph schon schwer betrunken in eine Diskussion über die Freibruderschaft der Antibestimmung debattieren. „Meiner Meinung nach sind die Sabotageakte an den Minen nur Selbstberaubung der möglichen Arbeit und Wirtschaftskraft.“ Gibt izgül zu verstehen. „Ich kann sie gut verstehen, das Geld bleibt in der oberen Gesellschaftsklasse. Den Bauern kann es egal sein, ob das Zeug im Berg bleibt oder abgebaut wird, und Rohstoffe haben einen gleich bleibenden Wert. Meint Seloph. „Eben nicht! Wenn sie benötigt werden, ist ihr Wert am größten. Außerdem sollten Rohstoffe für jeden frei zugänglich sein, und was ist mit den Bauern, die dort schon immer leben? Besitzen die nicht ein größeres Anrecht? Meiner Meinung nach ist Finder gleich Gewinner, solange vorher keine Besitzansprüche geltend gemacht wurden. Sich nur ein Stück vom fremden Kuchen abzuschneiden, ist doch nicht fair.“ „Fair außen vorgelassen. Die ansässigen Bewohner hätten nicht das Gold um die Rohstoffe abzubauen, sowie das nötige Know how.“ „Doch liefern wir uns somit nicht aus, später von großen Multikonzernen abhängig zu sein? Am positivsten wäre es, wenn die Bauern per Anteil an dem erbrachten Gewinn beteiligt wären. So in der Form von Aktien.“ „Keine schlechte Idee! Doch unser Fortschritt ist schneller, wenn Gold einzeln verteilt ist.“ „Jep, da stimme ich zu! doch ist die Sicherheit gegeben, ob fortschritt oder Rückschritt? Ein Kopf denkt gut, tausend Köpfe besser, und Milliarden in eine Richtung so verzweigt, dass der einzelne den Fortschritt nicht bemerkt.“ Schon schlaftrunken schütten sie sich noch 3 kurze Kawas durch die Kehlen. Torkelnden Schrittes, eher fallend als gehend, erreichen sie ihr Schlafgemach.

Die Söldnergilde und der Eisengolem

Eine schrill piepsende im Kater unerträgliche Stimme. „Aufstehen los! Hop hop! Wir haben was zu erledigen, die Söldner warten nicht ewig.“ Schwer atmend, noch halb besoffen die schmerzenden Glieder haltend, geht’s zum Frühstück. Gebackene Fladenbrote samt geröstetem Fleisch mit Saft von einer Frucht, lassen das breiige Gefühl schnell verfliegen. Ein bisschen fertig, geht’s los durch das dichte Gedränge der Straßen. Die Gerüche lassen Seloph und Izgül fast aus den Socken fallen. Elia, stark genervt, gibt keine Ruhe. Bis in die Puppen saufen und dann rumnörgeln. Hab ich gerne!“ Izgül: „Ich kann nicht mehr, flieg nicht so schnell.“ „Nicht so schnell, ich kann auch anders, ihr hirnvertrotelten Schmalspuralkoholiker.“ Elia schon richtig sauer. „Der Alkohol herrscht über Sinn und Geist, zuviel macht dich dreist.“ Seloph leicht resigniert: „Von Sinn und Geist verstehst du einen Scheiß.“ „Bekloppt und nichts anderes als auf halber Flamme gegart, kommt ihr mir vor. Zwei faule Säcke seid ihr beiden, Wer feiert muss marschieren, nicht jammern über so vieles.“ Halb verraucht scheint schon ihr Zorn,Teloph dem Ende sich gewiss, ein weises Sprüchlein von sich gibt: „Ab morgen, ich gewiss, kein Tropfen meine Lippen küsst.“ Izgül leicht erbost: „Heute ist nicht morgen, was du heute kannst besorgen, verschieb ruhig auf morgen.“ Elia fällt lachend ein: „Des Mannes Trost, die Frau erbost, morgen geht’s um Gut und Hof.“ So rumalbernd stehen sie auch schon vor den Toren des Söldnerkomplexes. 4 Häuser aus festem Gemäuer, auf denen Säulen stehen, die ungefähr 30 Meter hoch sind. Dort ergibt es sich, dass eine riesige Steinplatte, von den Säulen getragen, es für Angreifer unmöglich macht, sich den Gebäuden zu nähern, ohne von oben bemerkt zu werden. Auf der Steinplatte, stehen verschiedene Geräte und Apparaturen, die auf eine gute Ausbildung schließen lassen. Riesige Schleudern am Rande mit großen Abwehrstacheln, mit denen Stein, Brand sowie magische Geschosse verschossen werden können. Schwer beeindruckt gehen sie auf die Mitte zu, wo eine steinerne Wendeltreppe hoch aufs Plato führt, neben der Wendeltreppe sind immer komplizierter werdende Kletter und Bodengeräten. Vor lauter vertrockneten, blutbeschmierten Geräten überkommt einem ein kaltes Schaudern. Noch beim Umschauen werden sie brutal angestoßen. „Was wollen? Hier verboten! Nichts zu sehen.“ Das Gesicht wabert vor lauter Fett bei jedem Wort mit. Durch Narben entstellt, wirkt es stark abstoßend. „Äh, wir wollten Söldner anheuern.“ Drückt sich Seloph leicht erschreckt aus. „Söldner? Also müssen schauen, kommen um Marut vorbei ins rechte Haus vom Eingangstor. Schwebt ihnen denn schon irgendetwas Bestimmtes vor?“ Gibt der Mann stockend von sich. „Wir dachten an Bogenschützen oder Armbrust, auch ein Fallenbegabter wäre nicht schlecht.“ erklärt Izgül. Der Mann erwidert: „Haben wir. Nicht sehr teuer, wollen sie nicht mitnehmen, Eisengolem, ganz billig? Braucht Auslastung. Sonst rosten.“ Elia verzückt: „Golem wäre toll, kommen dann zum Haus. Seloph: Äh, machen sie es gut. Wir wollen nicht länger stören.“ Auf der Straße Elia zu Seloph. „Einen Golem, das gibt gute Aussichten denn wie ich weiss, sind diese wandelnden Kolosse bis zu 5 Meter hoch und so stark, daß sie Stein zu Staub zermalen.“ Liebliche Klänge setzen dem Gespräch ein Ende.

Das Spiel mit den Worten

 Der Flötenspieler Hantro sitzt auf einem Sockel und belustigt die Menge durch Späßen und begleitet sie mit seiner Flöte. Elia „Wollen wir fragen, ob er mitkommt? Er bekommt Stoff für seine Geschichten.“ Izgül „Wäre angenehm, würde die Moral sicherlich heben außerdem. Vertreibt es die Langeweile.“ Seloph „Lasst uns am Ende ihn doch einfach fragen.“ Gespannt lauschen sie der Geschichte des Flötenspielers: 3 Schatten flirren durch die Lüfte, Kampfeslärm durchstößt die Stille. Aus dem Himmel fallen immer schneller werdend Drachen. Ihr feuriger Atem setzt die Ebene in Brand. Ein vortrefflich geschossener Ballistenbolzen zerfetzt den Flügel eines Drachen. Mit lautem Geschrei stürzt er in eine Menge elfischer Schwertkämpfer die todes gewiss ihre Schwerter gegen Himmel strecken. Aufgespießt wälzt sich der Koloss über die Leiber. In den letzten Zuckungen zerfetzen die umgehenden Männer in kleinste Einzelteile. Die Drachen in der Luft brüllen vor Hass und stoßen feuerspeiend in die Reihen der Verteidiger. Aus dem Himmel stößt ein Schwarm magisch beschworener fliegender Zähne sie blitzen in der Sonne und fliegen in Dreiecks-Formation auf die vom Zorn geblendeten Drachen zu. In Windeseile lösen sie das Fleisch von den Knochen, scheppernd fallen die Knochen zu Boden.“ Applaus erschallt. Mit ein paar Silbertalern entlohnen sie den Erzähler, der eine schaurige Abschlussmelodie spielt. Seloph überbringt einen kleinen Obolus. „Der werte Herr, hätten Sie die Bekömmlichkeit, mit mir und meinen Freunden vielleicht einen trinken zugehen?“ Verdutzt antwortet er: „Ja zeit hätt ich schon, es hapert nur am nötigen Kleingeld.“ „Dafür ist gesorgt, Sie sind eingeladen. Die Rechnung geht aufs Haus. Mit wem haben wir denn die Ehre, wenn gefragt werden darf?“ „Anuin ist mein werter Name. Ich habe die große Berufung, Geschichten zu entwerfen, zu erleben und natürlich zu erzählen.“ Im Wirtshaus angekommen, nach zwei Drinks fällt das Thema auf die bevorstehende Reise. „Wir haben vor ins Unbekannte zu reisen, um Nachricht über den Verbleib der königlichen Armee zu liefern.“ „Das klingt gut, können Sie mir das Abenteuer danach erzählen?“ „Wir hatten eher daran gedacht, dass Sie uns vielleicht begleiten.“ „Begleiten euch bis dahin? Ich will nicht unhöflich erscheinen, doch durchschnittlich überlebt nicht mal jede dritte Expedition und die Dauer beträgt sicherlich ein Jahr.“ „Kosten und Logie wären frei, und bedenken Sie den Ruhm und die Erfahrung, die Sie erlangen werden.“ „Ist ja schon gut doch, mein Leben ist mir heilig im Gegensatz zu Geld und Ehre. Aber die Geschichte hat auch ihre Reize: Life erleben und wiedergeben ist die Königsklasse in meinem Beruf.“ So das Für und Wider abwägend, merken Izgül und die anderen wie immer stärker die Begeisterung die Oberhand gewinnt. „Könnten wir uns morgen vor der Magiergilde treffen? Möchten nämlich von dort aus aufbrechen.“ „Ich werde da sein. Ich besorge heute noch meine Ausrüstung.“ Schnell verabschiedet, denn die Zeit steht nicht still, und es ist schon unheimlich knapp, noch rechtzeitig zum verabredeten Zeitpunkt wieder zur Söldner-Gilde zu gelangen.

 
Der Vertrag

Im Laufschritt eilen sie durch die Straßen. Mit fließenden Bewegungen anderen Passanten ausweichend. Izgül zu ungeschickt, rempelt auf dem Weg über 10 Leute an und stößt drei zu Boden. Mit lauten Flüchen ist ihr Weg gepflastert. Schnaufend kommen sie bei der Gilde an: „Los, kommt, da vorne stehen sie schon neben dem Haus! Ein riesiger Berg aus Eisen versperrt die Sicht. Nur rotglühende Punkte am oberen Ende lassen es irgendwie lebendig erscheinen. Hinter dem Koloss erscheint ein fettes Narbengesicht. „Wurd Zeit, brauch Ruhe. Sie können mitnehmen die drei und Golem. Macht 50 Andotaler. Bezahlen! Mitnehmen! Sonst gehen.“ „Äh, ja, wir bezahlen, aber auf was hört der Golem?“ „Müssen speichern Gesicht des Meisters. Danach befehle per das hier.“ Er reicht Izgül eine durchsichtige Pyramide in deren Mitte ein Quadrat frei rotiert. „Sind Lebensrhythmus des Golems. Haben lustige Form. Schön zu schauen. Können von Beschützen zu Angriff wechseln, die Meister Formation wird initialisiert mit gleichzeitigem Drücken aller Ecken, außerdem muss die Pyramiden Spitze auf`s Herz zeigen.“ Izgül nimmt den Apparat und benutzt die Formation Meister. Rotes Leuchten bestätigt die Eingabe. Darauf folgt Beschützen, ein leicht grünes Licht zeigt an das diese Anweisung auch angenommen wurde. Die beiden Söldner schauen betreten drein, als wenn sie sich auf ein faules Jahr auf Gildkosten gefreut hätten. ,,Was geht?“ fragt der eine. Der andere,, Wohin, womit, warum, weshalb, gibt’s Beute?“ „Nicht so schnell erstmal eure Namen. Wir gehen erstmal etwas essen.“

Das Glück der Karten

,, Mein Name ist Malut, mein Gildenfreund, der Fallensteller, heisst Ramut.“ Unterwegs erklären sie ihm, wohin es geht, womit sie sich befassen und weshalb sie die Mission durchführen. Ramut wirft ein: ,,Ich hab einen Freund, der ist Kartenzeichner und sowieso so ein Draufgänger.
Der würde uns bestimmt jämmerliches Suchen ersparen.“ Seloph begeistert: ,,Das ist ja ein glücklicher Zufall, so was haben wir glatt verdrängt.“ Beim Lokal angelangt, ergibt es sich das der Golem nicht mal ansatzweise durch die Tür passt. Izgül gibt den Befehl zu warten, daraufhin sackt der Golem zusammen. Das essen mundet vorzüglich, die Getränke schmecken einwandfrei, somit ist alles schnell verputzt. “Lasst uns deinen Freund aufsuchen, mich interessiert, ob er mit teilnehmen würde“ sagt Seloph. ,,Ich hoffe mal, für unser Überleben, das es ihn interessiert,  es geht hier die Straße runter. Mit gemäßigten schritten folgen sie Ramut durch die Gassen der Stadt ohne ausgeraubt zu werden oder in ein Handgemenge zu geraten. Vor einer armseligen Hütte sitzt ein Mann über einem Blatt gebeugt und saugt an einer langen leicht spärlich ärmlichen Holzpfeife. Beim Auspusten schaut er ins erwartungsvolle Gesicht und erschreckt merklich, als er den Golem erblickt. Ramut, gleich erpicht, den peinlichen Moment zu unterbrechen: „Ich bins, kein Überfall.
Hättest du etwas dagegen, uns ein bisschen zu unterstützen?“ „Schiesst schon los. Was wollt ihr?“ „Hm, hättest du Zeit mit ins verborgene Land zu kommen und uns bei einer Suche zu unterstützen?“ „Kommt drauf an, was ihr sucht und wie die Kasse
klimpert. „Bezahlung liegt bei Beginn bei 25 Andotaler und mit Erfüllung sind es 50.“ antwortet Elia. „Das ist nicht übel. Was wäre meine Aufgabe?“ Ramut erfreut: „Du sollst den Weg wählen bis ins unbekannte Land. Ab dort kannst du an der Kartographie des Landes arbeiten.“ Begeistert stimmt er zu: Eine schöne Sache. Einer meiner Träume, warum ich Karten zeichne, tritt damit in Erfüllung. Wartet, ich packe noch kurz.“ Mit lautem Geraschel stopft Graham haufenweise Karten und leere Blätter Papier in einen Rucksack. Drauf folgen Apparaturen zur Orientierung und Vermessung. In insgesamt 15 Minuten hat er alle Sachen für die Reise beisammen. „Los geht’s, Männer und Frauen! Wir übernachten in meiner Stammkneipe, dort gibt es bestes Essen und einen Drink, den ihr später vermissen werdet.“

Eine Mahlzeit vor dem Abgrund

 Ein Anker in Sternen gefasst steht als Emblem über einem kleinen Hutzelhäuschen. Begrüst wird Graham äußerst freundlich von einer rundlichen Frau mit Lachfalten und verschmitzten Runzeln um die Augen. Die Bestellung fällt üppig aus; ein halbes gebratenes Reh mit frischem Gemüse garniert, dazu noch eine fangfrische Fischplatte ergeben ein üppiges Mal. Als Nachtisch gibt es gebratene Früchte in Nektar, die so süßlich schmecken, das allen einen Grinsen übers Gesicht huscht. „Ihr müsst den Nektarschnaps probieren, passt aber auf, er steigt schnell zu Kopf.“ Preist Graham. Nach einer halben Stunde sitzen alle mit leicht geröteten Wangen über einem Humpen und gestikulieren wild über das zukünftige Abenteuer. Ein lautes Knirschen erschreckt alle. Nur noch das Ende der Eisenfischplatte schaut aus einem Loch in dem Golem hervor. Die Lichter blinken in lustiger Formation auf und ab. „Hey, ich glaube, es freut ihn.“ spricht Elia belustig. „Na, werter Golem, mundets?“ Izgül schiebt ihm Messer und Gabel vor die Lichter. Mit lautem Krachen verschwinden sie in seiner Ladeluke. Lautes Gekeife erschreckt die Lachenden. „Das waren wichtige Sachen für mich, die besitze ich, seitdem ich dieses Restaurant betreibe. Ich will sie ersetzt haben.“ „Immer mit der Ruhe, wir hätten gern die Rechnung.“ Seloph völlig entspannt. Noch lachend gehen sie in eine Herberge und legen sich schlafen. Früh stehen sie auf, schnell gegessen, jeder denkt daran das dies wahrscheinlich die letzte ordentliche Mahlzeit auf unbestimmte Zeit darstellt.


Der Aufbruch

Mit leicht hängenden Schultern trotten sie zur Magiergilde. Unterwegs kaufen sie bei einer Schmiede noch einen Baren feinstes Erz, was dem Golem perfekt mundet. Mit „hey“ begrüst sie der Geschichtenerzähler: „Haben wir alles zusammen? Izgül. Alle nicken und klopfen sich auf die Schultern. Somit macht sich die Gruppe auf den Weg. Hantro spielt auf seiner Flöte und singt ein Lied:

Folgen schwer, weit entfernt,
Ohne Ziel wandern wir einher.
Dem Überdruss davongelaufen,
Gehen ohne zu verschnaufen
Dem Gold entgegen um Glück zu finden
Voll Zuversicht, erwarten, kommen ohne Spaten
Werden rauben, zusammenklauben,
Was nicht ist gemauert.
Doch ist es dies, wird’s umgehauen
Wollen nicht bauen, können klauen,

Begleitet von den Liedern geht’s gleich lustiger einher, die bedrückte Anfangs stimmung weicht. Drei Tage sind vergangen; nichts Aufregendes hat den Ablauf gestört Graham hat den kürzesten Weg berechnet. Auf einer Bergkuppe angelangt, schauen sie auf ein erschreckendes Schauspiel. Vor ihnen auf der Ebene entbrennt ein heftiger Kampf zwischen der königlichen Garde und den Kämpfern der freien Einheit. Die freie Einheit wird von einem Lindwurm angeführt, der Säurebälle gegen die Menschen schleudert, getroffen klappert dann nur noch ein Skelett zu Boden. Unterstützt wird er von Bergtrollen, die riesige Gesteinsbrocken aus dem Erdreich reißen und sie in die feindliche Armee schleudern. Die Aufpralle sind so stark, dass die Ebene erbebt. Zerquetschte Körperteile bilden bald Lücken zwischen den Reihen der Garde. Der Kampf scheint schon entschieden. Da kommen magische Kampfwagen und entfachen einen Feuerregen über der Armee. Wutentbrannt stürmen sie vorwärts. Vom Feuer angefacht ist ihr Zorngeheul zu laut für das menschliche Ohr. Aus der Mitte erhebt sich ein Fokus und saugt die magische Energie ein und sinkt leuchtend zu Boden. Von dort entsteht eine Flammenwand und brennt sich ihren Weg durch die Massen. Getroffene Kreaturen oder Menschen stürzen als Fackeln zu Boden. Nichts überlebt die Flammenwand bis auf 13 in unterschiedlichsten Farben gekleidet Gestalten, die sich in leuchtende Lichter verändern und sich mit enormer Geschwindigkeit entfernen. „Habt ihr das gesehen? Scheint eine  vernichtende Schlacht für beide Seiten gewesen zu sein,“ meint Barum entsetzt. „Habt ihr`ne Ahnung, ob vielleicht jemand überlebt hat?“ fragt Elia vorsichtig nach. Izgül resigniert.“ Nö aber Kriegsbeute on mass. Vielleicht finden wir ja sogar ein paar passende Waffen? Sonst Graham! Wie lange brauchen wir bis zur nächsten Stadt?“ „Hm, so ungefähr 1 ½  Tagesmärsche,“ gibt er nach kurzem Blick auf die Karten zu verstehen. Mit langen Schritten schreiten sie den Berg hinab. Des öfteren lösen sich Gesteinsbrocken und kullern unter ihren Füßen hinab. Mehr rutschend als kletternd erreichen sie die Talsode. Vor ihnen zeigt sich eine Verwüstung mit katastrophalen Ausmaßen. Selbst Steine sind geschmolzen oder zerkrachen unter ihren Füßen. Die meisten Waffen geben keinen müden Taler. doch ein paar weisen interessante Flammenornamente auf. Izgül spricht zum Golem per Tastatur: Iss dich mal richtig satt.“ Scheinbar ist das Erz so stark gehärtet, dass es nicht mundet. Etwas geknickt macht sich der Golem auf die Suche nach besonders edlen Stücken oder was zum Genießen. Mit leichten Stangen bauen sie einen Käfig, der mit Seilen am Golem befestigt, einen guten Vorrat von Waffen aufnehmen kann. Alles was im entferntesten Sinne nach edel, teuer oder brauchbar aussieht, wird eingepackt. Mit einem Turm aus Waffen verlassen sie das Schlachtfeld, wo nichts außer den Waffen auf eine Schlacht vor kurzem hingedeutet hätte. Nur leichte Geruchsschwaden von geschmortem Fleisch lassen die Gräueltat noch erahnen. Alles, worüber sie jetzt auch lachen und Witze reißen, wirkt irgendwie hohl und gekünstelt. Nach kurzer Zeit bleiben alle stumm und rätseln über die Männer, die nach der Flammenwand verschwanden. Bei Nacht erzählt Hantro eine Geschichte vom verschwundenem Land.

Izgüls Bedenken

 Den Gerüchten zufolge, ergibt es, dass im alten Königshaus eine Korrespondenz zu den Drachen aufgebaut wurde, um einem drohenden Angriff vorm Meer zu entgehen. Die dort ansässigen Fischer berichteten von ungewöhnlichen Lichtern. Als immer mehr von ihnen verschwanden, ertönten Klagelieder am Strand und die Fischweiber blieben in ihren Zelten allein. Wegen des ausbleibenden Fischfangs, veranlasste der König eine (35) Aufklärung der Fischgründe. Die gesamte Flotte wurde zusammengezogen und auf den Kartenpunkt fixiert. Das dort angesammelte Potential untersucht die Strömungen und Tiefen des Meeres. Auf Bestand der Fischschwärme wird besonders viel Wert gelegt. Mit genau diesem Auftrag fängt es an, lustig zu werden. Denn in einem großen Strudel ziehen sich alle Fische zusammen und erzeugen an der Oberfläche eine Wassersäule von solcher Stärke, dass die Schiffsrümpfe ächzend bersten. In Minuten ist die Flotte manövrierunfähig und sinkt auf den Grund des Meeres. Laut hallen die Schreie der Ertrinkenden in der Meeresbucht. Nur wenige Matrosen haben das Glück, auf Schiffsplanken schwimmend sich ans rettende Ufer zu bewegen. Rauschend tobt das Wasser, teilt sich und gibt den Blick auf ein Schwabbeliges Monster mit Tentakeln frei, das langsam Richtung Strand robbt. Lautes Knurren ertönt und mit nicht wahrnehmbarer schnelle greifen die Drachen mit Flammenwirbel das Monster an. Als es den Strand erreicht, in Dampf gehüllt, gibt es ein mörderisches Gemetzel. In blitzschnellen Bewegungen schießen Tentakeln hervor und umschlingen einen Drachen und zerbrechen seine Knochen noch in der Luft. Mit lautem Schmettern schlagen die zerquetschten Körper auf. Flügelschlagend bilden die Drachen einen Kreis und schicken einen Feuerstoß auf das Monster. Zuckend verbrennen die Tentakel, und mit einer enormen Explosion zerplatzt die äußere(Seite36) Hülle. Stinkend kriecht ein dreibeiniges Wesen hervor und springt Richtung Meer. Ein gerade geretteter Seemann realisiert die Situation und spiesst mit einer Lanze den Flüchtigen auf.
 
Zu besichtigen ist das Meermonster später in dem Königlichen Horrorkabinet.

Mit unbestimmter Sorge entfernt sich Izgül von seiner Truppe. Den Mond anschauend  fällt er in eine trübsinnige Stimmung. So dastehend trifft ihn Elia. „Warum so bekümmert, fragt sie. „Ach weisst du, wenn wir durch Zufall in ein Kreuzfeuer solcher Schlachten geraten, stehen unsere Chancen gleich null, dies zu überleben.“ „Wir retten uns schon erstmal können wir ja noch unsere Truppe besser ausrüsten, ich habe mit Graham gesprochen. In der nächsten Stadt soll es Käfer geben, die eine enorme Tragkraft besitzen. Sie könnten unseren Proviant und vielleicht eine der dortigen Apparate zum Blitzschockwerfen tragen.“ „Was meinst du damit?“ „Ach, diese Maschinen können Wellen von elektrischen Ladungen ausstoßen durch die Lebewesen für unbestimmte Zeit erstarren. Aufgemuntert, stimmt Izgül zu: „Dies könnte unser Abenteuer erleichtern. Ich hoffe, wir bekommen genug Gold dafür zusammen.“ Als Nachtwache wechseln sich die Söldner diese Nacht ab. Früh morgens wird die Gruppe durch einen stetigen Nieselregen geweckt. Aufgebackene Fladen mit Dörrfleisch, das (Seite 37) perfekt mundet aber leider zwischen den Zähnen hängen bleibt, ergibt die morgendliche Mahlzeit. Schmatzend stapfen sie durch Schlamm. Sich in Frieden wägend wandern sie durch eine wunderschöne Allee von  weißen Pappeln.   Plötzlich erschrecken sie merklich heftig als ein hoher Ton die Stille zerbricht und das Ohr zerfrisst.

Das Waldmännchen

 Aus den Wipfeln des nächsten Baumes springt ein wurzelholzfarbenes Männlein kreischend vor Seloph`s Füße. „Gold müsst ihr zahlen, sonst mit Qualen werde ich euch bestrafen,“ spricht es mit leicht wippendem Kopf. Das Gewicht von einem Fuß auf den anderen verlagernd und zum Sprung bereit, erwidert Seloph: „Kein Hehl mach ich mir hier raus. Gibt’s Gold nicht im Flussverlauf?“ Von den Worten leicht verwirrt, zückt das Männlein ein Blasrohr und schießt einen kleinen Pfeil in Seloph`s Kleidung. Von den Schichten zurückgehalten durchdringt es nicht seine Haut. Durch diesen Angriff stark entsetzt, feuert der Wassermagieer  einen Spruch ab der das Wesen lähmt. Mit zuckenden Händen fällt es zu Boden. Seloph bückt sich und hebt das kleine Röhrchen auf, als er bemerkt, dass ein Stich ihn quält. Mit leichtem Ruck entfernt er den Pfeil, von dessen Spitze grünrötliche Flüssigkeit tropft. Zitternd fällt er zu Boden sich unter Schmerzen windend. Entsetzt schütteln alle das Männchen. Unter den rüttelnden Stößen wacht es auf. Wahnwitzig schaut es durch (Seite 38) die Runde und bleibt mit flehendem Blick auf Elia hängen. Izgül brüllt verzweifelt: „Das Gegenmittel, sonst prügel ich dir die Eingeweide heraus.“ „Müssen zu meiner Hütte, hab dort welches. Oder nein, hier dieses Fläschchen, ist ein Soforttonikum, heilt ihn innerhalb von drei Tagen.“ „Du bist unser Gefangener, vertrau darauf, dass das Tonikum auch wirkt. Denn wenn man nicht mehr als eins fünfzig groß ist und eine Nase wie eine Rübe hat, kann das Leben schnell Enden. Mit Druck zwingen sie Seloph das Fläschchen zwischen die Zähne. Kleine Schlucke rinnen ihm den Hals hinab. Unter einem inneren Feuer erhitzt sich sein der Körper, und er wird erst bleich, dann rot und Seloph fängt an zu schwitzen wie nach einer langen Hast. „Was hast du gemacht? Es geht ihm schlimmer als vorher.“ „Das scheint nur so, die Hitze ist von Nöten, um das Gift aus seinem Körper zu spülen“, erklärt das Männlein aufgebracht. „Wisst ihr eigentlich, was ihr für Glück hattet, eine Sekunde später und ich hätte diese Falle ausgelöst.“ Flirrende Stäbe erfüllen die Luft mit einem bestialischen Gestank. „So, jetzt lasst uns hier weggehen, denn nach zwanzig Sekunden in diesem Nebel kann euch keiner mehr helfen.“ „Gnom enum prenum henum strenum kenum.“ Nach diesen Wörtern bildet sich eine Wand. (Seite 39)
Aus komprimierter Luft weht das Gift Richtung Horizont. „Noch irgendwelche Tricks in petto? Oder hast du deine letzte Karte jetzt verspielt?“ „Ich wollte euch nichts tun, das schwöre ich. Ihr solltet nur gelähmt werden,“ beschwichtigt er die schon fast blutrünstige Meute. „Betäubt, so wie unser Freund,“ frustriert schlägt Izgül ihn bewusstlos. „Baut eine Trage, wir müssen weiter, bindet den Zwerg darunter.“ Wut schnaubend traktiert Izgül einen Stein vor sich. Als der Zwerg die Augen öffnet, Izgül: „Bindet ihn los. Tut mir leid, hab mich gehen lassen.“ „Schon in Ordnung, hat mein Vater auch immer gemeint.“ „Was passiert mit Seloph, unserem Kameraden?“ „Nun ja, ich hoffe, er erwacht bald, das Mittel wirkt im eigentlichen Sinne sehr schnell. Ich wäre schon lange erwacht, weißt du, ich benutze die Falle, die aus demselben Gift besteht, alle Reisenden fallen betäubt zu Boden, darauf schlucke ich noch schnell mein Mitelchen und wache so nach zwanzig Minuten wieder auf.“ Izgül nach kurzem Überlegen: „Nach dem Aufwachen fehlt dann das Gold, noch so ein paar Habseligkeiten, die du benötigst.“ Nickend stimmt er zu. „Was soll ich denn machen? Ich hab nichts gelernt.“ Izgül schaut verwundert. „Ich auch nichts Handfestes. Doch haben wir nicht Erfahrung im Draufschlagen und, na ja, mehr oder (Seite 40)
weniger im Fallen stellen?“ Großspurig pumpt das Männlein seine Brust auf. „Bin Menian, kann kochen, flicken und Feinde mit Nadeln spicken. „Ist ja schön und gut, doch was wird, wenn du älter bist, wäre es nicht schlecht, mal was auf die hohe Kante legen zu können? Wir sind in Richtung altes Land unterwegs. Du schaust aus, als könntest du von dort kommen.“ Erwartungsvoll wartet er auf die Antwort. „Nun ja, könnte sein, habe aber keine Erinnerung und meine Eltern wollten nichts von ihrer Vergangenheit erzählen.“ „Schade, hätte ja sein können.“ Mit weit ausholenden Schritten legen sie Meter für Meter zurück. Als der Abend dämmert, wird ein Nachtlager vorbereitet. Izgül schickt die beiden Söldner auf die Suche nach einem schönen Stück Wild. (Seite 41)
Zwischen den Baumstämmen gleitend pirschen sich die beiden an den Rand einer Lichtung. Im Schein der untergehenden Sonne erblicken sie zwei Rennter, die mit ihren Hufen schon nervös tänzeln. „Ramut, was meinst du? Ist das linke fetter?“ „Leise, wir nehmen das Rechte. Jung und zart, keinen Appetit auf Schuhsohle.“ Mit geschickten Griffen bauen sie in Sekundenschnelle eine große Standarmbrust auf. Mit starken Armen drücken sie zu zweit die Winde, gut geölt wie sie ist, verschreckt  sie die beiden Rennter nicht. Zasch! Die beiden Armbrustarme knallen nach vorne, der Bolzen saust zwischen die Augen des einen Tieres, der Kopf reißt nach hinten und bricht ab. Das andere Tier bleibt vor Schreck stehen und knackt mit den Vorderläufen ein. Rennend nähern sich die beiden Söldner den Tieren. „Mann, was für ein Schuss, denen hast du es aber gegeben!“ Gewandt bückt sich Mumm und schneidet dem verschreckten Tier den Hals auf: warmes Blut strömt auf seine Hand. „Gut was zu schleppen haben wir da.“ Mit starkem Griff heben sie sich die Tiere auf die Rücken und stolzieren zum Lager. „Schreck lass nach, was kommt denn da?“ Graham entsetzt, Izgül hoch erfreut: „Unser Essen, Wurzelhänfchen, jetzt kannst du beweisen, ob du als Koch was taugst.“ Taugen? Ihr werdet staunen und raunen,“ spricht es geschwind zu Izgül. „Hol mir dieses Kraut, dann wird’s ein gutes Essen, wonach ich mir schon jetzt die Finger schlecke.“ (Seite 42)
Mum und Graham schichten Holz aufeinander. Mit Zunder und knochentrockenem Farn zünden sie den Haufen an. Leises Knistern zeigt, dass das Feuer entfacht wird. Das Zedernholz riecht gut und lässt auf ein gutes Mal schließen. Izgül findet büschelweise Kräuter, womit Zwergnase die Rennter einreibt und die Bäuche füllt. Auf einem großen Spieß gesteckt brutzeln sie langsam vor sich hin.
Elia fand noch Früchte, die im Bauch für Zartheit und Geschmack sorgen. Fetttröpfchen zischen und Hantro erzählt eine Geschichte vom Beginn der Kämpfe zwischen dem König und der vereinigten Gemeinschaft von Torr

Das Schicksal  des Landes & Das Gesicht des Königs

Der König und seine engsten Berater gerieten in Streit um die Handhabung mit den Geschöpfen anderer Art. König Simon vertrat die Einstellung, alles müsse sich dem Menschen unterordnen, worauf Exol meinte, Drachen, Phönixe und Elfen bevölkerten ungefähr um dieselbe Zeit die bekannte Welt. Und es wäre vermessen, dass die Menschen sich als herausragende Rasse bezeichneten. (Seite 43)
Ein Zusammenschluss mit freiem Allgemeinwohl würde das Reich vergrößern und den Fortschritt beschleunigen. Auch wäre das hierarchische System altmodisch und rückständig. Daraufhin wurde Exol entlassen, der Heeresführer bekam die Stellung und der Krieg zur Säuberung der gefährlichen Rassen mit Hang zur Aggression, Parasitentum und terroristischen Machenschaften wurde begonnen. Im Reich sammelten sich daraufhin einzelne Verbände von Goblins, Orks, Trolle, Lindwürmer und anderen, um sich ihrer Existenz zu erwähren. In einzelnen Gruppen bekämpften sich die Versorgungstruppen und stellten sich unter das Kommando von Exol, der einen Vorstoß auf das Königshaus für unabdinglich hielt. Die Drachenelfen und andere Rassen hatten sich aus diesem (Seite 44)
Kampf in der Gesamtheit rausgehalten. Vereinzelt nahmen bestimmte Kreaturen Schlüsselfiguren an. Die Säuberungsaktion löschte das gesamte Echsenvolk im nördlichen Sumpf, aus und die schwarzen Goblins am Rande des westlichen Gebirges stehen vor der Ausrottung. Durch die Kämpfe wurde das magische Gleichgewicht gestört, alte magische Geschöpfe siechten unter ihrem Einwirken dahin. Das Tor zu verschiedenen Ebenen wurde gesprengt, um sich Unterstützung von fremden Wesen zu holen. Diesen Brüchen folgten merkwürdige Ereignisse, es wurden zum Beispiel Avatare der Spinnen unkontrollierbar und zerstückelten tausende von Eiern, töteten die Königin und explodierten daraufhin in gleißenden Feuerbällen. Anderen Geschichten zur Folge sollen ganze Trupps von noch lebenden Toten aus den Friedhöfen entstiegen seien. Zudem stieg die Form der Mutanten in den verseuchten Gebieten um fünfzig Prozent. (Seite 45)

Die Genesung

„Huäh, bin ich müde, ich muss mich pennen legen.“ Grahams Fortsetzung der Geschichte folgt in der nächsten abendlichen Runde. Wurzelnase hält mit dem Golem Wache. Schon stark geübt flitzen seine Finger über die Pyramide. „Bewacht den Zwerg, dem geht’s morgen an den Kragen. Gnade ihm Gott, wenn er es nicht schafft, Seloph über Nacht zu heilen.“ „Wir brauchen noch Zeit für die Mixtouren, sonst wird er morgen Kopfschmerzen haben, die seinen Kopf zerplatzen lassen könnten.“ „Ja ja, mir reicht es, dass er lebt und spricht. Gute Nacht, und schlaf bessere Träume.“ Weißer Nebel zieht auf und schleicht sich mit kalter Hand zwischen die Schlafenden. „Gröh Böark, ah, ich sterbe, diese Schmerzen.“ (Seite 46)
„Schon gut, nicht so laut, du weckst noch die anderen auf.“ „Was, du?!“ Ein Tritt trifft das Männlein und schlägt es gegen einen umstehenden Baum. „Macht nichts, ist in Ordnung. Und hier, schluck das hier,“ krächzt Menian. „Weißt du, ich gebe dir einen Tipp, womit du dein Leben noch verlängern kannst, bleib von mir mindestens eine Fußlänge entfernt.“ Eingeschnappt zuckelt Menian davon. Seloph schläft daraufhin erschöpft ein. Ereignislos vergeht die Nacht. Ein Waldvogel begrüßt den neuen Morgen mit einem Lied. „Hopp diwopp. Essen fassen, wir wollen noch vor Sonnenaufgang in die Stadt einziehen. Ich möchte in einem warmen Bett schlafen.“ Das restliche Fleisch wird in Scheiben geschnitten und in Paketen dem Golem aufgeschnürt. Ereignislos vergeht der Mittag. Nur Seloph überrascht die Gemeinschaft mit einer schnellen Genesung. Schon am Nachmittag geht er aufrecht neben Izgül einher und spekuliert über den Preis der einzelnen Waffen. Izgül zeigt ihm seinen neuen Zweihändler. (Seite 47)
„Schau her, wir sollten uns mit den neuen Waffen einüben. Falls noch mal ein Überfall auf uns ausgeübt wird, möchte ich nicht wieder so bedröppelt dastehen.“ „Glaubst du, ich? Diese Schmerzen haben mich fast umgebracht.“ „Also führen wir morgens und abends Kampf- und Leibesübungen ein.“ „Das könnte helfen.“ „Vielleicht könnten wir uns auch einen fliegenden Kundschafter anheuern.“ „Nicht schlecht, doch wozu kommt dann Elian mit?“ Beide zusammen rufen: „Elian! Hey, fliegender Wischmop!“ Genervt dreht sich die Fee um. „Was habt ihr?“ „Pass nächstes Mal besser auf, sonst wirst du aufgespießt,“ sagt Seloph. „Was möchtest du?“ „Nur ein bisschen mehr Aufmerksamkeit.“ „Schon in Ordnung, pass auf dich selber auf.“ Zu Izgül gewandt flüstert Seloph: „Die ist aber grantig. „Nicht sonderlich, hat es einfach mitgenommen, dass du mehr tot als lebendig warst.“ „Wo ist diese halbe Portion? Ich schlag ihn kaputt.“ „Jetzt reg dich nicht künstlich auf, dafür bekocht er uns jetzt und das Essen ist göttlich. Der Rennterbraten, ich sag es dir, so zart und weich zergeht (Seite 48)
wie Butter auf der Zunge.  
„Häm, hast irgendwie Recht. Lass mich mal ein Toast mit Rippchenstücken probieren. Rast, wir machen Rast,“ Schnell werden Holzscheite aufgestapelt, und der Feuermagier entfacht ein loderndes Flämmchen. Seloph toastet sich das Fleisch mit Brot, worauf seine Meinung über den Zwerg ins unermessliche steigt. Mit frischen Kräften schließen sie sich wieder in die Reihe ein.

Ausrüstung

 Gegen späten Nachmittag erreichen sie die Stadttore von Isfanie. Gezackte Zinnen mit hohen Türmen bilden die Stadtverteidigung. Vor den Toren stehen zwanzig patrouillierende Wachen und erheben willkürlich Wegezoll. In einem großen Rutsch gelangen unsere Abenteurer ohne einen Heller zu blechen in die Stadt. Sie halten vor einem großen Waffen-An- und Verkauf. Izgül, der beladene Golem und Telof wickeln den Verkauf ab. Als sie einen der Blitzwerfer kaufen wollen, erstaunen sie über den Preis. Izgül erbost: „Geht’s nicht auch eine Spur billiger? Zweitausend Andotaler, scheint doch ein bisschen happig.“ Der Geschäftsführer: „Wir hätten da im Lager noch ein etwas älteres Modell.“ „Wie viel würde denn das Model kosten?“ „Nun ja, läppige zweihundert Taler macht dies nur noch.“ (Seite 49)
„Wir nehmen ihr Modell.“ Beim Weggehen ruft sich der Herr noch vier Gehilfen herbei. Nach gut zwanzig Minuten Wartezeit schleppen sie ein Gerät aus Kupfer und blauem Kristall heran. Das kaum von vier Männern getragen werden konnte. „Diese Version besitzt eine Aufladezeit von dreißig Sekunden nach Hauptschüben und eine von einer Minute nach Reihenstößen. Diese können bis zu drei Minuten durchgeführt werden. Durch Umlegen dieser Schalter wechseln sie zwischen den verschiedenen Einstellungen.“ „Könnten wir für das Gerät eine Tragetasche bekommen?“ fragt Izgül. „Nein, führen wir nicht. Doch gegenüber ist ein Kürschner, der ihnen eine anfertigen könnte.“ „Hey Leute, schaut euch dieses Prachtexemplar an.“ „Was? Das sieht ja majestätisch aus.“ „Wartet doch schon mal da vorne in der Kneipe auf uns. Wir müssen noch eine Halterung anfertigen lassen für unseren Golem.“ „Okay. Macht das, wir gehen was essen.“ Ding dong läutet die Eingangsglocke. „Was hätten die Herren denn gerne?“ „Schauen Sie sich dieses Gerät mit diesem Golem an. Eine Halterung für ihn wäre unser Anliegen.“ „Das dauert ca. dreißig Minuten und kostet zwanzig Taler.“ „Okay, der Golem wartet und wir kommen in dreißig Minuten wieder.“ So begeben sie sich in die Kneipe. „Ich hätte gerne einen Rachenputzer und zwei Schmürgelwässerchen.“ „Kommt sofort, der Herr. Noch was zu essen?“ „Ja, hätten sie ein halbes Schwein? Oder Jungs, habt ihr keinen Hunger?“ „Bestell mal ruhig, wird schon alle werden.“ Mit leiser Fispelstimme fragt Elia: „Hätten Sie Blütennektarextrakt?“ (Seite 50)
„Alles da, wird Ihnen sofort gebracht.“ Volle und leere Tabletts füllen und verlassen den Tisch. Izgül holt kurz den Golem ab und schiebt sich das Schwein zwischen die Kauleisten. Voll gestopft wie Raupe Nimmersatt schiebt sich die Mannschaft durch die Straßen. Vor einer üblen Spelunke halten sie und fragen nach einer Übernachtung. Sehr preiswert, zwar ein bisschen verwanzt, die Betten. Doch alle schlafen schnell ein. Früh weckt sie der Straßenlärm und treibt sie auf die Straße. „Wir suchen uns noch ein paar Lastkäfer und wandern weiter.“ Vor einem großen Platz finden sie einen Dresseur, der ihnen zu einem angemessenen Preis vier Käfer verkauft.


Der Trollpass

Tage vergehen, nichts verändert die allgemeine Stimmung, nur Regen und Wind setzen der Moral zu. Vor einem riesigen Felsmassiv hält die Mannschaft an. Hantro berichtet: „Wir befinden uns vorm Trollpass, er soll mit am einfachsten zu begehen sein. Doch lauern Trolle auf arme Reisende. Wir gehen morgen früh los und hoffen, den Pass in einem Tag überwunden zu haben. Ich erzähle euch heute die Geschichte von diesem Pass und woher der Name kommt: Vor langer Zeit stand hier ein Trollhäuschen, wo jeder Reisende einen Führer oder den Fledermausexpress nutzen konnte. Die Kosten waren zwar gewaschen, dafür war aber eine sichere Überquerung gesichert. Rauch am Horizont kündigte von unheimlichen Gefahren am Ende des Passes. (Seite 51)
Noch desselbigen Tages wurde ein Erkundungstrupp aufgestellt, um über die Vorkommnisse Bericht zu erstatten. Drei Tage wurde nichts von ihm gehört, bis eine kleine Armee von Trollen das Tal hinabstürzend sich metzelnd den Weg zur Zollstation freikämpfte. Zwanzig tapfere Recken kämpften bitter um ihr Überleben, eingekreist von den Heerscharen, blutend gaben sie sich ihrem Schicksal hin. Die borkige felsenharte Haut der Trolle lässt Klingen und Pfeile hart zurückschlagen. Unter gewaltigen Schlägen erzittern Schild und Rüstungen, Rüstungen zerbersten. Mit unüberwindlicher Schnelle nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Die Zollstation geht in Flammen auf und über ihren Flammen werden die Stückchen der Gefallenen knusprig gebraten. Was die Trolle nicht ahnen, ist, dass ein kleiner schwarzer Vogel sich im Gehölz versteckte. Und da er mit dem Oberaufseher gut Freund steht, da er von ihm jeden Abend ein paar Körner geschenkt bekommen hat, verabschiedet er sich von seiner Familie und fliegt mit aller Kraft zum nächsten Rastsammelplatz. Wie ein Rohrspatz schreiend brüllt er nach einem rasanten Flug die rastenden Vögel an. „Ich brauche Hilfe, mein Freund wurde umgebracht.“ Und um weiteres (Seite 52)
Unglück zu verhindern: „Was ist los, wie können wir dir helfen,“ spricht ein schon ergrauter leicht federloser Kauz: „Großer Herr, wie kann ich der nahen Garnison eine Nachricht überbringen? Ich kann Ihre Sprache nicht sprechen, dazu habe ich Angst, dass man mich braten könnte,“ kommt es schwallweise hervorgesprudelt. „Ist dies so wichtig? Ich könnte dir helfen. Ein Freund von mir war in Gefangenschaft bei den Menschen und spricht ihre Sprache. Doch wird er nicht sonderlich erbaut sein, sich in die Gefahr der Gefangenschaft begeben zu müssen,“ gibt er hilfsbereit zu verstehen. „Ich habe keine Angst, ich muss alles versuchen, um andere Leben zu retten,“ gibt er zu verstehen. Lass uns fliegen, doch ich bin auf meine alten Tage nicht sehr schnell.“ Flügel ausspannend erheben sie sich und ziehen kräftig schlagend ihrem Ziel entgegen. Von einer inneren Unruhe geplagt, ergibt es sich, dass der kleine Vogel kreischend seine Kreise zieht und meckert: „Sind wir schon da? Dauert es noch lange? Ich muss zur nächsten Nacht die Nachricht überbringen, sonst metzeln die Trolle die nächsten Dörfer nieder. Schau, ich kann nicht, es geht nicht. In kreisenden, immer tiefer gehenden Flügen (Seite 53)
den Namen über das Wäldchen krächzend, versuchen sie, die Aufmerksamkeit zu erlangen. Laut erschallt die Antwort aus einem Nadelgehölz. Ein furchtbar bunter Vogel hebt vom Wald ab und stößt auf die beiden zu. „Was habt ihr beiden? Ihr brüllt, als wenn alles Futter fehlt, gibt er belustigt zu verstehen.“ „Wir brauchen deine Hilfe. Kannst du mit uns zur Garnison fliegen und sie benachrichtigen, dass eine Armee Trolle über den Pass gekommen ist, die erst die Zollstation plünderten und jetzt die Gegend unsicher machen,“ erklärt der Kauz. „Habt ihr Beweise, damit ich  nicht gleich eingefangen werde?“ „Ja, hab ich. Ich habe die Offiziersbrosche mitgenommen.“ Der kleine schwarze Vogel gibt ihm eine mit Blut verschmierte Brosche. „Ich mach es, doch ihr müsst mitfliegen und mir unter Einsatz eures Lebens die Flucht ermöglichen. Könnt ihr das? Dann erfüll ich eure Bitte.“ „Werde ich,“ spricht der Kleine. „Kann ich nicht zurück fliegen? Ich bin sowieso zu langsam. Ausrichten werde ich auch nichts.“ „Ja, kannst du die Greifen benachrichtigen? Wenn uns nicht geglaubt wird, dann können sie das Aufsplittern verhindern, und es werden weniger Menschen den Tod finden.“ S
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der Suchende
Sonntagsschreiber


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BeitragVerfasst am: 07.02.2010 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ich find dich fabelhaft!!!
Nur weiter so!! lol  lol
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Ridickully
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Alter: 33
Beiträge: 66



BeitragVerfasst am: 08.02.2010 17:54    Titel: Izgül`s Reise pdf-Datei Antworten mit Zitat

So macht sich der Kauz auf den Weg zu den Greifen, und die beiden fliegen in Richtung
Garnison. Beim Anflug auf das Hauptgebäude rasen den Vögeln Angstschauer über die Federn. Bilder von Gefangenschaft lähmen fast ihre Flügel. Mit steifem Aufschlag landen sie auf einem Fenstersims und zu ihrem Rücken sitzt ein dicker fleischig wirkender Herr, der Stempel auf verschiedene Pergamente drückt. Mit leichtem Klappern der Schnäbel machen sie auf sich aufmerksam. Merklich erschrickt der Herr und dreht sich um. Doch bevor er auch nur die geringste Reaktion zeigt. „Wir möchten sie warnen, in ihrem Bezirk treiben sich Trolle herum. Sie kamen über den Pass und werden die umliegenden Dörfer plündern. Sie müssen mit mindestens dreihundert Mann aufbrechen. Wir haben die Greifen benachrichtigt, die Ihnen helfen werden. Als Beweis die Brosche des gefallenen Hauptmannes. Machen Sie es gut.“ Schon erheben sich ihre Schwingen und sie ziehen ab. Der Hauptmann lässt seine Männer mit langen selbstglühenden Lanzen ausrüsten. „Stürmt in Richtung Zollstation und stellt euch einem Kampf. In kleinen Zehn-Mann-Trupps treiben sie die Trolle auseinander. Ihre Waffen verglühen das steinharte Fleisch ihrer Feinde. Unter ihren Stichen fallen etliche ,die meisten verenden indem ihre Augen ausgestochen werden und sich die Lanze bis zum Kopfende bohrt. In verzweifelter Raserei
schlagen die Trolle um sich und verletzen sich nicht selten selber. Aufgrund ihrer starken Wut werden die Verluste immer stärker. Da schießen die Greifen vom Himmel herab und schnappen zu viert einzelne Trolle, erheben sich zum Himmel und lassen sie mit grausamen Schreien zu Boden stürzen. Staubwolken lassen den Blick verschwimmen. Blut benetzt den Boden, Schreie erfüllen die Luft, Greifen fallen geschlagen zu Boden und drehen sich mit gebrochenen Gliedern im Staub. Als die Trolle merken, dass sie verlieren und gegen das Bündnis keine reale Chance mehr haben, flüchten sie über die Berge. Wegen ihrer vereinzelten Übergriffe auf die Reisenden, heißt dieser Pass jetzt „Der Trollpass“. Erschöpft endet der Geschichtenerzähler.
Alle schauen ihn besorgt an. Elia fragt ihn besorgt: „Können wir sicher sein, dass uns das nicht passiert?“ Izgül: „Ach, ist doch klar. Wir nehmen es mit jedem vagabundierenden Troll auf.“ „Unterschätze Trolle ja nicht, gegen Zauber scheinen sie fast immun. Und sie zu verletzen ist mit normalen Waffen unmöglich.“ „Das wollen wir erst mal sehen. Eingefroren bewegt sich garantiert nichts mehr,“ prallt der Wassermagier und „Ich werde alles flambieren, das sich näher als drei  
Meter an uns ran schleicht, verspricht der Feuermagier. „Schaut, der Mond ist schon aufgegangen, wir werden jetzt wohl lieber schlafen gehen. Wache hält der, der zuletzt noch wach ist.“ Ruft Izgül. Die Nacht vergeht, Sterne funkeln, bleierne Kälte vertreibt die Falter, die in langsamen Kreisen noch über der warmen Glut schweben. Fledermäuse lassen ihre spitzen Schreie ertönen, ein Uhu ruft. Erste Strahlen der Sonne erwärmen die Schlafenden. Dunkle Kontraste lassen das Bergmassiv in unendliche Größe wachsen. Besorgt schauen alle nach dem Aufwachen den Pass entlang. Vorausschauend befiehlt Izgül, dass sich jeder ein Packen Holz auf den Rücken schnallen sollte, um in der Nacht wenigstens etwas Schutz vor der Kälte zu besitzen. So macht sich die Gemeinschaft auf den Weg, den Pass zu überwinden. Begleitet von Vogelgezwitscher und einer warmen Brise hebt sich die Stimmung schnell wieder. Gemäßigten Schrittes steigen sie die Felsen empor. Der Weg ist schon von süßlich duftenden Ginnsterbüschen verwachsen, einzelne Felsbrocken versperren das Vorwärtskommen. Nur noch durch Umgehen können sie ihrem Ziel folgen. Es wird immer schwerer, überhaupt noch den Weg zu begehen. Die Landschaft nimmt zwar immer schönere Formen an, Schluchten in denen glasklare Flüsse sich entlang schlängeln, umsäumt von kleinen Wäldchen bestückt mit so großen Fischen, dass diese sich Diamanten gleich  hervorheben. In hohen Sprüngen erheben sie sich hoch über die Wasseroberfläche. Ein kleiner Vogel begleitet den farbenreichen Weg der Gemeinschaft ein Stückchen des Weges. Sein Gezwitscher erinnert an einen fallenden Wasserfall. Von den Schluchten steigt der Duft empor, der die Sinne vernebelt und schlapp und müde macht.



Der Feuervogel

Aller Freude nimmt das alles keinen Abbruch und der Aufstieg wird mit einem grandiosen Rückenwind belohnt. Als sie am Nachmittag auf einen Einsiedler treffen, begrüßt sie dieser mit einem freundschaftlichen Händeschlag. „Guten Tag meine Herren; ich erwarte sie schon lange.“ Izgül verdutzt: „Woher wussten Sie, dass wir kommen?“ Der Einsiedler lässt einen schrillen Schrei ertönen worauf sich ein Bergadler auf seinen Schultern niederlässt. „Ich stelle vor „4 Auge“, das sind Izgül und seine reisenden Abenteurer. Ich gedenke, dass wir Sie heute auf ein freundschaftliches Mahl einladen.“ So begibt sich die Truppe unter die Führung des Einsiedlers  und ereichen gegen Abend, ein kleines, in den Fels gehauenes, schnuckeliges Häuschen, was sich so perfekt selber tarnt, dass es erst auf 10 Meter Entfernung zu erkennen ist. Verwundert über die Vielfältigkeit und dem Übermaß an Platz machen  die Wanderer es sich gemütlich. Der Einsiedler, der übrigens Mitchell heißt, reicht ihnen knusprige Wachteln mit frittierten Kartoffeln, dazu noch Bärenschnitzel und als kulinarische Abrundung einen blumigen 1670.iger Wein. Als es draußen schon stockdunkel ist, schickt Mitchell die Truppe Richtung Schlafgemach. Am frühen Morgen, die Sonne schickt ihre ersten Strahlen ins Schlafgemach, erwachen die tapferen Recken. Vom Schlaf sehr benommen und mit einem schweren Kopf torkeln  sie an den reichlich gedeckten Tisch. Frischer Elfen-Wein am Morgen vertreibt den Kater vom Abend. Mitchell schlägt Izgül vor mit ihm eine Jagd zu veranstalten. Izgül stimmt zu und begleitet Mitchell zum Vogelhorst. Dieser ist ein etwa 30 Meter großer Kubus versehen mit lauter Ein-und-Ausflug Schneisen. Mitchell zu Izgül „ Such dir ein Federvieh aus, alle bis auf „4 Auge“ werden dir eine angenehme Jagd sichern.“ Auf der obersten Stange sieht Izgül einen Vogel mit 3  ½ Meter Flügel-Spannweite, seine Augen schicken einen orangenen Schimmer aus. „Ich habe mich entschieden, ich nehme den gelben“ Mitchell erstaunt: „ Eine hervorragende Wahl, es ist der  Feuervogel eine Rarität unter den Luxusvögeln. Sein Name ist Ischra, halte deine geschlossene Faust gegen die Sonne und ruf seinen Namen.“ Izgül tut wie ihm geheißen, und Ischra landet mit einem hohen Schrei erhobenen Hauptes und Izgül tanzt. Mitchell nimmt 4 Auge an eine silberne Leine. Izgül fragt Mitchell: „Was werden wir heute jagen?“ Mitchell antwortet: „Ich hatte es auf einen Berglöwen abgesehen.“ Fast lautlos kraxeln sie über die Steine. Ischra und 4 Auge erkunden die Umgebung. Gegen Mittag rasten sie unter einem großen Felsen. In seinem Schatten verzehren sie ihre Wildkeule. Die Knochen geben sie den Vögeln zum Sauberpicken. Ischra erhebt sich und fliegt aus. Da lässt er einen furchtbaren Schrei ertönen, und rast auf einen Felsen zu. Doch war dies kein Fels, sondern zu Izgüls Entsetzen ein Steintroll. Izgül zieht seinen Zweihänder  und schlägt funkenstobend auf den Koloss ein. Mitchell schießt seine Eispfeile direkt in dessen Oberkörper. Das Eis zeigt seine Wirkung, und die vorher schmetternden Klauen erlahmen. So geschwächt spaltet Izgül ihm den Kopf. Unter lautem Getöse fällt der Steintroll zu Boden Mitchell jubelt: „Ein grandioser Schlag! Lass uns ihm sein Herz heraus schneiden, es besitzt magische Fähigkeiten, und ich kann daraus einen Zaubertrank brauen, der dir eine Steinhaut für 10-15 Minuten verschafft.“ Izgül streichelt Ischra den Kopf und lobt ihn in großen Tönen. „Ohne dich wäre ich jetzt nicht.“ Mitchell merkt, dass sich zwischen dem Vogel und Izgül eine Freundschaft anbahnt. Auf dem Nachhauseweg werden sie nicht weiter behelligt. Mitchell destilliert den Zaubertrank und die Abenteurer legen sich schlafen. Am nächsten Morgen gibt Mitchell Izgül den Trank und gibt ihm seinen Luftboten mit. „ Mögen euch seine Schwingen Glück bringen.“ Mit diesem Satz verabschiedet sich Mitchell von der Gruppe. Es geht über Stock und Stein, doch durch Ischras Führung kommen sie schnell vorwärts und erreichen gegen Mittag das Hochplateau. Das von dem Bergbewohner über den Flammen gebratene mitgebrachte Essen, schmeckt vorzüglich, wie selbst gemacht und noch besser. Die Knochen werfen sie dem Feuervogel zum Fraß vor.


Der Spiegelsee


 Die Truppe mit Izgül macht sich an den beschwerlichen Abstieg. Gegen Abend erreichen sie ein kleines Fischerdorf am Fuße des Berges. Vor ihnen liegen die Reusen im Grass und es stinkt nach tranigem Fisch. Das spiegelglatte Wasser erstreckt sich weiter als das Auge reicht. Mit einem lauten Ruf macht  ein Dorfbewohner auf sich aufmerksam: „ Hei ho! Wanderer aus unbekanntem Land! Habt ihr was zu berichten, oder was zu erzählen?“ Der Geschichtenerzähler verbeugt sich und fragt: „Wie heißt das Meer, Genosse?“ „ Dies ist kein Meer sondern der Spiegelsee. Es gab noch nie einzige Welle auf diesem See, außer der eines fallenden Steines!“ Elia fragt: „ Könnten Sie uns ans anderer Ufer bringen? Und haben Sie vielleicht Nachricht über die 6. Armee des Königs erhalten? „ Die 6. Armee des Königs? Ja, die ist vor Äonen an uns vorbei gerauscht.“ „Könnt ihr euch  erinnern, in welche Richtung sie gegangen ist?“ „ Richtung Nordwesten, direkt einmal quer über den See. Dafür haben sie unseren gesamten geweihten Hain abgeholzt, um sich Schiffe zu bauen. Seitdem haben wir kein Obst und keine Gewürze und müssen uns fast nur vom tranigen Fisch ernähren. Die Singvögel fehlen uns auch sehr.“ Der Einwohner fährt fort:
 „Die 6. Armee
nennt ihren König nicht beim Namen. Er hat uns in Armut und Depression zurückgelassen, weil die Armee alles schändet und verwüstet was hinter ihr liegt. Aber egal-: Lasst uns heute Abend feiern, denn es  passiert selten, dass wir fremde Wesen bei uns aufnehmen.“ Darauf antwortet Izgül: „ Gerne, einen Tag können wir ruhig noch hier bleiben. Aber danach müssen wir weiter ziehen.“ Gegen Abend finden sich alle Dorfbewohner auf einem riesigen Dorfplatz bei einem grandiosen Lagerfeuer ein. Der Geschichtenerzähler bittet um Ruhe und erzählt die Geschichte des silbrigen Spiegelsees.
„ In einer sehr heißen Nacht erheben sich aus den schluchtigen Tiefen der Silberwüste die trockenen Gebeine  der unglücklichen Wanderer die in den Schluchten verendeten. Die Untoten schienen wie auf Befehl, den Mond anzuhimmeln. In ihrem schaurigen Lächeln  spiegelt sich der Mond facettenreicher als in einem Diamanten. Ihre Knochen aneinanderschlagend erschaffen sie einen urgewaltigen Ton. Dadurch zerbricht der Eisberg am Fuße der Schluchten und füllt das Tal. Am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang schmilzt das Eis und es entsteht der Spiegelsee. An Vollmond-Nächten sollte der See nicht befahren werden, denn umherschwimmende Untote könnten leicht das Verderben bringen.“
Laut applaudiert die Menge und der Erzähler verbeugt sich lächelnd. Einer der Dorfbewohner weist den Kameraden eine Hütte zu, in der sie schlafen können. Am nächsten Morgen, versichert er ihnen, würde ein Schiff sie  sicher über den Spiegelsee bringen. Als die Sonne am nächsten Morgen im Osten aufgeht, ihre ersten Strahlen über den Berggipfel sendet steht die Mannschaft schon frisch ausgerüstet am Ufer des Sees. Ein vorbereitetes Ruderboot legt mit Izgül`s Mannschaft ab. Die Zeit an Bord vertreiben sie sich mit Angeln und Kartenspielen. Ganz ruhig, von den Ruderschlägen vorwärts getrieben, gleitet das Boot über den Spiegelsee. Plötzlich erscheinen rechts und links Felsmassive neben dem Boot. Der Seefahrer ruft fluchend seiner Mannschaft zu: „Es gibt Spiegellungen auf dem See! Wir  können nicht zwischen echten und falschen Felsenriffe unterscheiden. Zwei Männer vorne ans Lot! Ihr andern nehmt euch eine der langen Stangen, die im Heck liegen und stoßt uns damit von den Felsen ab. So dauert unsere Fahrt zwar länger, aber wir werden sicher anlanden.“ Gegen Abend erreichen sie einen weißen Sandstrand der voller Palmen steht. Am Ufersaum liegen noch die liegengebliebenen Gerippe von mehreren Kriegschiffen. Izgül jubelt innerlich, weil er jetzt zum ersten Mal einen richtigen Wegweiser erhalten hat, denn diese Schiffe – so versichert ihm der Kapitän – stammen von der 6. Armee Schnell mit geübten Griffen, lässt die Seemannschaft die Beiboote zu Wasser. Izgüls Truppe erreicht so den Strand.

Der Zonk


Im Kräuterland befindet sich tiefster Dschungel, er wirkt wie eine undurchdringliche grüne Wand. Izgül schickt den Vogel Ischra aus, nach einer Spur, die die 6. Armee zurückgelassen hat, zu suchen. Nach einer geschlagenen Stunde hört man die rauschenden Schwingen des zurückkehrenden Vogels. Izgül, schon darin  geübt,  - versteht, dass der Vogel ihm etwas zeigen will. So wandert der Tross hinter dem Vogel her und erreicht nach kurzer Zeit ein kaum zu ( Seite 14)  erkennendes Loch am Rand des Waldes. Das Loch ist nur erkennbar, wenn man direkt davor steht. Der Eisengolem  wälzt sich auf Izgüls Befehl durch das Gestrüpp, immer der schwach erkennbaren Spur nach. Der sich nun ergebende freie Weg ist breit genug für jeweils zwei Mann nebeneinander. So bewältigen sie Meile um Meile. Zur Mittagszeit werden Wurzeln ausgegraben, die lecker nach Safran schmecken. Und dazu gibt es gedörrten Fisch. Plötzlich ertönt ein Urschrei, der so laut ist, dass die Erde bebt
 „Zohonk“
 der Eisengolem prescht vor. Izgül, der ihm folgt, sieht ein großes feines Netz und erkennt ( Seite  15 ) darunter einen kleinen Weißen Bären. Er lässt seine Schwerter umherwirbeln, und das Netz fällt in Streifen zu Boden. Der kleine Bär fällt ihm um den Hals und quietscht „Zuig! Zuig! Zuig!“ „Wie sollst du denn heißen, mein Kleiner?“ spricht Izgül. Der Bär brummt: „Zumm! Zumm! Zumm!“ Plötzlich fällt eine riesige Schlange aus dem Baldachin der Bäume und schlingt sich um Izgüls Körper. Da geht ein tiefer Ruck durch den kleinen Bären und wieder ertönt der Urschrei noch gewaltiger als der vorherige
 „Zohonk !“
Und der Bär verwandelt sich in einen riesigen Kampfkoloss, der die Schlange zerreisst. Izgül noch ganz erschrocken, (Seite 16) ruft: „ Jetzt weiß ich deinen Namen: Du bist der Zohonk , der Gestaltenwechsler. Ich danke dir!“ Den kleinen Bären auf dem Rücken tragend erreichen sie die Mannschaft. Zuerst sehen sie die Söldnertruppe, die ein Scheingefecht aufführt. Die Schwerter  zucken durch die Luft, die Sonnenstrahlen flirren, und das Sirren der Schwerter klingt einem Wespenschwarm gleich, zu vernehmen beim Aufeinanderprallen der Schwerter. Wie Kreisel wirbeln die Kämpfer umeinander, da fließt das erste Blut, und der Kampf ist entschieden. Bernd, der Hüne, (Seite 17) ist der Sieger des Kampfes. Der Magier des Wassers und der Magier des  Feuers bilden einen magischen Kreis und stellen sich gegenüber. Es bilden sich magische Zahlen über den Magiern! Drei, zwei, eins, Los! Die Luft knistert von dem sich aufladenden Zaubern. Es stoßen grelle, feuerrote Blitze hervor diese schießen zusammen, vereint  aus purer Macht gebildet, zwischen den Fingern des Feuermagiers in Richtung des Wassermagiers. Der baut zu seinem Schutz eine Magische Eiswand auf, mit aller Kraft verstärkt der Feuermagier seinen Feueratem. Eis und Feuer umkreisen sich und bilden einen tosenden Kampf der Elemente. Eine kurze Sekunde ist (Seite 18) der Feuermagier abgelenkt, als ihn ein Eispfeil an der linken Schulter trifft. Den schwachen Moment nutzend schickt der Wassermagier einen Blizzard. Die Eiszapfen, die vom Himmel regnen, jeweils manns groß, explodieren. an einem Spiegelschild aus feuerrotem Eis. Das Zersplittern tönt grausig,  einen Feuersturm heraufbeschwörend und mit seiner letzten Kraft sammelt der Feuermagier alle magische Energie des Kreises und richtet das tosende Feuer gegen den Wassermagier. Dieser hat jetzt dem Angriff nichts mehr entgegen zu setzen und bricht in die Knie. Izgül, Zohonk und die anderen jubeln über den fairen Kampf und den Sieger. ( Seite 19)





Die Meerkatze

 Beim Abendessen berichtet Zohonk von einem anderen Bewohner des Urwaldes, einer seiner Freundinnen. „Diese ist ein katzenartiges Wesen. Ich nenne sie Meerkatze, denn sie ist mehr als ne Katze. Zwischen den Bäumen ist sie unsichtbar dank ihrer Tarnfarbe und ihrer unglaublichen Geschwindigkeit. Außerdem springt sie von Ast  zu Ast schneller als ein Vogel fliegt. Dies alles geschieht lautloser als das Fallen eines Blattes. Ihr seht also, sie wäre bestimmt eine Bereicherung eurer Truppe.“ Izgül freut sich und fragt: „Wo finden wir die Meerkatze?“ ( Seite 20) Der kleine Bär zeigt Richtung Osten: Dort im Wald hausen die Urukai, ein Stamm wilder Baum-Pygmäen. Sie essen nur rohes frisches Fleisch und fangen alles, was kreucht und fleucht. Sie sind nicht ungeschickt: Die Falle, in der ihr mich gefunden habt, stammt auch aus ihrem Fallenreservoir. Ich war unterwegs, Meerkatze zu retten, denn gestern Nacht fiel auch sie ihnen zum Opfer. Ich bitte euch nun, mir bei ihrer Rettung beizustehen.“ „Wenn weiter nichts ist,“ antwortet Izgül „lasst uns ihre Rettung planen, nicht dass wir auch unser Ende in einer Falle finden, oder dass sie gar die Geiseln bei der Befreiung töten.“ (Seite 21) Seloph, Elia, Graham, Izgül und der kleine Bär sitzen am Feuer und mit Zohonks Hilfe zeichnet Graham einen Schlachtplan. Die Magier sollen ein Feuer zur Ablenkung am Rande des Dorfes entfachen! Die so abgelenkten Krieger würden dann nicht mehr darauf achten, wenn Izgül unter dem Schutz des magischen Trankes, der Steinhaut das außerhalb des Dorfes liegende Gatter aufschneidet. Als Erkennungszeichen für Meerkatze verrät Zohonk Izgül ihren zweiten Namen: Minka! Gesagt, getan, der Plan läuft reibungslos. Das lodernde Feuer lenkt wie ( Seite 22 ) erwartet die Wachen am Gatter ab. Izgül kriecht auf allen vieren zur Meerkatze und flüstert: Minka! Minka! Ihre drohende Haltung verschwindet, und sie springt auf Izgüls Schulter. Schnell sind beide wieder im schützenden Dickicht verschwunden. Nach kurzer Zeit trifft sich die Mannschaft, Izgül brüllt: „Schildkröten Formation! Vorwärts! Immer Ischra nach! In einem Wettlauf gegen die Zeit preschen sie durch den Urwald.  Als die Sonne gegen Abend untergeht, fallen sie erschöpft zu Boden, nach kurzer Verschnaufspause rappeln sie sich auf und bereiten das Abendessen zu. Nach erledigtem ( Seite 23 ) Mahl teilt Izgül noch schnell die Nachtwache ein, um anschließend zur Ruhe zu gehen!

Die 6 Armee

 Zur Zeit der aufgehenden Sonne ist die Mannschaft schon seit mehreren Stunden auf den Beinen. Dies verhält sich einige Tage so bis sie eines Morgens auf eine Lichtung treffen, auf der Gebein an Gebein liegt, und sich die Leichen regelrecht stapeln. Tief schockiert und entsetzt bleiben sie stehen, um das Bild des Grauens zu betrachten. In der Mitte des Schlachtfelds liegt die Standarte der 6. Armee. ( Seite 24 ) Vom Grauen übermannt beginnen die Gefährten die Leichen nach Überlebenden zu untersuchen: „Los, seht nach, ob jemand zu retten ist. Grabt ein Grab für die Toten. Das fängt ja  an zu stinken.“ befiehlt Izgül! „Und bringt mir den Helm ihres Hauptmannes. So kommen wir vielleicht doch noch an die Belohnung. Also machen sie sich an die Arbeit. Kein einziger Krieger ist noch am Leben. Immer höher füllt sich ein riesiges Massengrab. Schließlich stellt der Magier des Feuers fest: „Herr, der Helm ist unauffindbar. Das ist sehr (Seite 25) seltsam. Eigentlich müsste er doch als Zeichen des Sieges neben dem Wappen auf einem Pfahl stecken.“ „Ja,“ wirft Seloph ein, außerdem haben wir keinerlei Rüstungszeichen der 6. Armee gefunden, die Toten sind alle nackt. Seltsam“ grunzt Izgül. „Herr! Herr!“ aufgeregt kommt die kleine Fee Elia angeflattert: „ Herr, da hinten, ein Überlebender, also, da ist einer, der lebt.“ „Los, sofort hin,“ schreit Izgül der feste Kern der Gefährten kniet um den todgeweihten Krieger, ein Magier flößt ihm (Seite 26) eine heilende Flüssigkeit ein. Mit seinem letzten Atemzucken flüstert der Soldat: „Sucht die 6. Armee!“ Danach haucht er sein Leben aus. Izgül schwer betroffen: „Das gibt ja mehr Probleme auf als Lösungen.“ Elia aufgeregt: „Los weiter vorwärts! Gegen Abend will ich die Armee vor uns sehen! So beginnt der Gewaltmarsch erneut. Nach wenigen Stunden stoßen sie immer wieder auf verwesende Leichen am Wegesrand. Laut ertönen plötzlich Schmerzensschreie. Es lichtet sich der Urwald und vor ihnen erblicken sie eine Schar von gut zwanzig Mann, die ihre Schwerter gegen einen Drachen erhoben haben. Dieser grollt ihnen zu: Lasst mich  in Frieden ziehen, dann lass ich euer Leben!“ (Seite27) „Nein, im Namen unseres Königs fordern wir euern Tod!“ Ein Lächeln huscht über das Gesicht des Drachens. „Ich dachte, ihr hättet bei euerer Reise was gelernt, aber dem scheint nicht so.“ Einen riesigen Flammenstrahl ausstoßend verbrennt er die ersten fünf Krieger, mit seinem Schwanz köpft er die nächsten sechs. Die übrigen greifen seine ungeschützte Seite an. Da greifen Izgül und seine Mannschaft ein und stoppen die Krieger. Der Rest der 6. Armee läuft schneller von dannen als ein Speer zu fliegen vermag. Der Drache bedankt sich bei Izgül und fragt: „Entschuldigen Sie, ich kenne nicht ihren Namen, aber kann ich mich irgendwie erkenntlich zeigen?“ Izgül bejaht: ( Seite 28 ) „ Ich will zum König, könnten Sie mich und meine Mannschaft in die Nähe der Hauptstadt bringen.“ Mit einem Grollen stimmt der Drache zu. In einem berauschenden Flug auf den Schwingen des Drachen erreichen sie die Hauptstadt. Izgül, mit der Standarte der 6.Armee gerüstet, wird zum König gebracht.  Dieser fragt nach dem Verbleib seiner Krieger. Izgül spricht von den Leichenbergen. Der König beunruhigt bittet Izgül, ob er nicht mit einer ihm unterstellten Armee das verborgende Reich unterwerfen möchte. Izgül dankt freundlich ab und sagt. „Nein, Oh, Herr des Lichts! Ich will nichts weiter als die ausgeschriebene Belohnung, wie es mir zu steht.“ ( Seite 29 ) „Dann fahrt von dannen!“ brüllt der König zornig und wirft ihm einen Sack Gold entgegen. Als Izgül seine Mannschaft entlohnen will, bittet diese, mit ihnen noch weiter gemeinsam zu reisen. Izgül freut sich und spricht: „ Ich habe auch schon einen neuen Plan. Ich suche uns ein Schiff, lasst uns in drei Wochen unten am Hafen treffen. Das Schiff wird den  (Seite 30) Namen Weltenüberbrücker tragen.“
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_narrative
Schreiberling


Beiträge: 268
Wohnort: Augsburg


BeitragVerfasst am: 08.02.2010 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

Wie war das mit den 500 Wörtern?

Ich hab es gar nicht erst gelesen. Ridickully, willst du dich ernsthaft unbeliebt machen?

Ich weiß zwar nicht, wie es den anderen Usern geht, aber mir reicht's wirklich.
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Ruthi
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 31
Beiträge: 274



BeitragVerfasst am: 08.02.2010 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Jo...
Das "Der Suchende" dich gut findet, war klar. wink
Mal ehrlich, dieser Bereich ist doch dazu da um an sich zu arbeiten und nicht um andere zu verarschen.
Nehmt eure Texte, stellt euch vor den Spiegel und lest ihn euch selbst vor, vielleicht applaudiert ihr euch selbst noch wink
Nehmt das hier ernst oder tauscht euch beide per PN über eure verkannte Genialität aus, aber spammt hier nicht alles voll.
Ridickully, ich hoffe bei dir ist der Name nicht Programm und du nimmst das hier ernst. Sollte ich mich mit meiner Meinung von dir getäuscht haben, nehm ich alles zurück und entschuldige mich....

*schüttelt den Kopf und geht*


_________________
Mit deinem Denken erschaffst du deine Realität
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Ridickully
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 33
Beiträge: 66



BeitragVerfasst am: 13.09.2010 18:37    Titel: ein hilferuf pdf-Datei Antworten mit Zitat

warum ich öfters kritik nicht beantworte liegt daran das sie mich zu sehr frustet und mir mein hobby irgendwie verleidet. was ich mir wünschen würde wäre keine kritik csondern einen partner der spass daran hat mit mir hand in hand das schreiben beibringt und der etwas nachsichtiger ist und nicht alles auf die goldwage legt. auch verstehe ich fast garnichts von den wahrscheinlich gut gemeinten tipps was soll ich verändern wenn ich es nich nachvoll ziehen kann. ausserdem bin ich gerade in einer ausbildung und finde selten zeit überhaubt zu schreiben. naja egal eigentlich aber es wqürde mir helfen wenn du nur verbesserst als es schlecht zu machen und das gegenseitige hobby vieleich achtest und nicht in den dreck ziehst

ps habe kein internet weis daher nicht wann ich das näste mal onlin bin
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