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Fische - Fischer


 

 
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Alogius
Geschlecht:männlichKinnbeber

Alter: 42
Beiträge: 3643

Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 02.11.2009 19:46    Titel: Fische - Fischer eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wir sind Fische

Dumpf sind alle Töne in der Welt. Verlassen wir das schützende Nest, werden sie zum Schrei, der in den Fluten trotzdem nicht zu hören ist. Wir können nicht antworten; wir verstehen die Frage nicht; wir schwimmen zwischen den Gezeiten.
Gehen wir in uns, erkennen wir, wie unsinnig diese Sichtweise ist.
Denn wir sind wie Fischer.

Wir sind Fischer

Bis zu den Knien stehen wir im Gewässer; die Netze und Ruten ausgeworfen, warten wir auf unsere Stunde. Die Beute steigt aus den Fluten. Sie lacht, atmet aus, streckt die Arme und Beine aus und wirft uns ins Meer.
Denn wir sind wie Fische.



_________________
Aus einem Traum:
Entsetzter Gartenzwerg: Es gibt immer noch ein nullteres Fußballfeld. Wir werden viele Evolutionen verpassen.
Busfahrer: Tröste dich. Mit etwas Glück sehen wir den Tentakel des Yankeespielers, wie er den Ereignishorizont des Schwarzen Loches verlässt.
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Traumtänzerin
Fähnchen Fieselschreib

Alter: 25
Beiträge: 1209



BeitragVerfasst am: 02.11.2009 21:16    Titel: Re: Fische - Fischer Antworten mit Zitat

Hallo Tom,

der Grundgedanke dieses Textes hat mir insgesamt sehr zugesagt. Du veranschaulichst wirklich geschickt, dass die Menschen sowohl Jäger, als auch Beute sind. Das ist etwas, dessen wir uns leider viel zu selten bewusst sind. Der Mensch vor dem mächtigen Berg empfindet sich selbst als so klein, machtlos gegenüber dieser Machtdemonstration der Natur. Aber hat er den Berg erklommen, ist siegreich zurückgekehrt und euphorisch gefeiert - da vergisst er gerne einmal, wie klein er sich zu Beginn doch fühlte. wink

So, aber nun zu deinem Text im Detail.
Zitat:
Verlassen wir das schützende Nest, werden sie zum Schrei, der in den Fluten trotzdem nicht zu hören ist.

Das ist etwas unglücklich formuliert. Das Sinnbild des "schützenden Nests" ist zwar schön, passt aber nicht ganz in das Konzept der sich unter Wasser befindenden "Fisch-Menschen". Was hältst du von einem anderen Ausdruck wie beispielsweise "die schützende Hülle" im Sinne einer den Menschen umgebenden Blase oder eines Korallenriffs, in dem die "Fische" sich verkriechen können? Nur ein Vorschlag.
Zitat:
Wir können nicht antworten; wir verstehen die Frage nicht; wir schwimmen zwischen den Gezeiten.


Sorry Tom, aber da schwimmt mir zu viel "wir" umher. Du könntest an manchen Stellen das offensichtliche Subjekt einfach weglassen. Etwa so:
Wir können nicht antworten, verstehen die Frage nicht; und schwimmen zwischen den Gezeiten.
Was hältst du davon?

Zitat:
Gehen wir in uns, erkennen wir, wie unsinnig diese Sichtweise ist.
Denn wir sind wie Fischer.
Wir sind Fischer.

Hier ist nicht ganz erkennbar, welche "Sichtweise" du genau meinst. Im Grunde genommen ist das Sinnbild der stummen und tauben Menschen zwar eine Sichtweise, aber es wäre vielleicht etwas offensichtlicher, benutztest du statt "Sichtweise" das Wort "Grundhaltung".
Ach ja, noch etwas, das mir bei diesen beiden Sätzen aufgefallen ist: "Fischer". Der "Denn wir sind wie Fischer"-Satz ist meiner Meinung nach unnötig. Das Satz danach genügt vollkommen.

Zitat:
die Netze und Ruten ausgeworfen, warten wir auf unsere Stunde.

Für diejenigen, die sich im Fischereigewerbe nicht ganz so gut auskennen, wäre es eventuell hilfreich, "Ruten" mit "Angelruten" zu ersetzen. Ist aber nur eine Kleinigkeit, die nicht wirklich wichtig ist.

Zitat:
Die Beute steigt aus den Fluten. Sie lacht, atmet aus, streckt die Arme und Beine aus und wirft uns ins Meer.

Diese beiden Sätze haben mir ausgesprochen gut gefallen. Daumen hoch

Zitat:
Denn wir sind wie Fische.

Dieser Satz wirkt etwas plump. Zu eindeutig für deinen mit Sinnbildern arbeitenden Text. Vielleicht würde er als Frage besser wirken. wink

Insgesamt aber wieder gerne gelesen.

LG,
Traumtänzerin


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Alogius
Geschlecht:männlichKinnbeber

Alter: 42
Beiträge: 3643

Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 02.11.2009 21:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dankesehr wink

Die Anmerkungen werde ich mal einarbeiten - auch dafür sei Dir Dank gewiss.


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