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EnternalDark
Geschlecht:männlichAbc-Schütze


Beiträge: 5



BeitragVerfasst am: 21.10.2009 11:39    Titel: Leseprobe eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Na, wir findet ihr das????

Bitte teilt mir auch Verbesserungsvorschläge mit:

Danke im Voraus

Der hellleuchtende Vollmond wies mir in dieser kühlen Oktobernacht den Weg durchs Zusamtal. In gleichmäßigen Tempo schritt ich über die brachen Äcker, auf der Suche nach verborgenen Schätzen, längst vergessener Kulturen.
In meiner linken Hand hielt ich den Metalldetektor fest umklammert, und schwenkte ihn gleichmäßig über den Boden.
Ich war jetzt bereits seit vier Stunden auf den Beinen und durchforstete die Umgebung von Wertingen. Doch außer Schrott und Altmetall förderte ich in jener Nacht nichts zu Tage.
Bis zu jenem finsteren Acker, der mir alles nahm und doch alles gab, was sich ein Sondensucher je erträumen konnte. Ein weiser Sondengänger sagte einst:
“Die Welt hätte genügend Schätze für die Menscheit, jedoch nicht für die Gier des Menschen!”
In der Nacht des 31. Oktober 2009, war ich allein in der Dunkelheit unterwegs. Es war schon ein anderes Gefühl, wenn man alleine unterwegs war. Zunächst dachte man an die positiven Dinge, die einem die Alleinsuche erbrachte.
Im Falle eines Bodenfundes musste man nichts teilen. Es gab keinen Menschen weit und breit, der einem auf die Nerven ging. Als Sondensucher war man frei und doch ein Gefangener der Gesetze. Genau genommen war man ein Schatzjäger, der meist ohne Erlaubnis nach den Bodenschätzen der Vergangenheit suchte.
Aber wenn man nachts alleine über die Felder lief und alle hundert Meter inne hielt, um mit dem Klappspaten ein Loch auszuheben. Da schossen einem die merkwürdigsten Gedanken durch den Kopf. Jedes Geräusch ließ einen zusammen zucken und man blickte in die Finsternis. Die Kopfleuchte gab einem ein Sichtfeld von wenigen Metern und erlaubte es dem Sondengänger einige Umrisse zu erkennen. Vielleicht könnt ihr euch ja vorstellen, was ein bisschen Phantasie aus einem kleinen Busch machen kann. Viele Male habe ich mir an diesem Samstag den Kopf zermartert, ob ich wirklich alleine suchen gehen sollte. Aber ich musste es einfach tun. Jeder von euch kennt bestimmt dieses erdrückende Gefühl, wenn man an etwas denkt und sich ausmalt, wie es sein würde. Jedoch der gesunde Menschenverstand diese Handlung untersagt. Man hört aber nicht auf daran zu denken und fragt sich die ganze Zeit, wie es wohl gewesen wäre, wenn man es getan hätte. Immer wieder fragt man sich warum man es nicht getan hat. Ich dagegen habe keinen einzigen Gedanken daran verschwendet, es nicht zu tun:
“Was sollte schon passieren!” dachte ich mir
Ich hatte mich auf alles vorbereitet und wusste genau was ich tat.
Gegen 20:00 Uhr hatte ich mich in mein Auto gesetzt und fuhr die Hohenreichener Straße in Richtung Meitingen. Das Autoradio spielte gerade den Song
“Hotel Room Service” von PitPull und schon der Bass in meinen Sitzen steigerte meine Motivation auf einen wertvollen Fund. Nach einigen hundert Metern bog ich rechts auf einen Schotterweg ab und bahnte mir den Weg bis zu einem Wald. Hätte ich in dieser Nacht gewusst, was diese Gegend für mich bereit hielt. So wäre ich wohl nie aus meinem Auto ausgestiegen. Aber genau hier stoßen wir wieder auf dieses erdrückenden Gefühl. Wenn ich nicht ausgestiegen wäre, hätte ich mich mit der Frage: “Was wäre gewesen, wenn.....!” nur unötig gequält.
Es war totenstill und das einzige, was man in dem Wald hörte, der mein Auto vor den Blicken neugieriger Bauern verbarg, war der Ruf einer Eule. Ich öffnete den Kofferraum, zog meine Gummistiefel an und warf mir den Rucksack über die Schultern. Endlich war es soweit, ich konnte mich wieder meiner Leidenschaft hingeben. Bald war mein Auto nur noch ein kleiner schwarzer Punkt und ich verschwand im Dickicht der Tannenbäumen. Oft erschien einem so ein Wald schon tagsüber unheimlich. Aber wenn es einmal dunkel wurde und die Tiere aktiv wurden, da war so ein Wald ein richtiger Spuktort. Jeder Strauch, jeder Baum und jede morsche Wurzel sah aus wie eine mordende Bestie, die nur auf diesen Moment gewartet hatte. Die Phantasie spielte einem hier draußen eigenartige und absurde Streiche. Jedes Geräusch, das man vernahm verwandelte sich in eine dämonische Stimme, die einen zu sich rief. Plötzlich ein Ästeknacken, das Messer gleitet lautlos aus dem Holster und man hält es schützend vor sich. Aber wieder einmal war es nur der Ast, der unten den eigenen Füßen gebrochen war. Als ich den finsteren Wald endlich hinter mir gelassen hatte, flog auf einmal eine Schar Krähen über mich hinweg und jagten mir einen höllischen Schreck ein. Nichts konnte mich in dieser Nacht aufhalten. Nicht einmal das Aufheulen eines Motors, der plötzlich zuhören war. Ich wusste ja, was ich tun musste, wenn das Licht eines Fahrzeuges zu sehen war. Immer wenn ich Gesellschaft bekam setzte ich mich auf das Feld und schaltete meine Kopfleuchte aus. Somit wurde ich für die Augen herannahender Autofahrer unsichtbar. Es war schon merkwürdig, was man in all den Nächten, die man als Sondengänger verbrachte fand. Jeder Gegenstand, den man aus dem Boden holte hatte eine Geschichte, die man nur erfuhr, wenn man sich lange genug damit beschäftigte. Als ich mich schließlich nach stundenlanger Suche einige Kilometer vor dem idyllischen Dörfchen Markt befand, da fand ich das Schicksal, das ich suchte, aber niemals wollte. Auf einer kleinen Anhöhe rastete ich und erspähte mit meinem Nachtsichtgerät den Umriss des Klosterturms. Nachdem ich meine Kaminwurzen verschlungen hatte, kam ich meinem ärmlichen Reichtum Schritt für Schritt näher. Plötzlich spielte mein Körper verrückt, als ob er wusste, dass an diesem Ort etwas Unheimliches vor sich ging. Mein Herz pochte wild und drohte zu explodieren. Die Angst stand mir ins Gesicht geschrieben und durchfuhr Mark und Bein. Es begann und endete alles auf diesem verdammten Acker. Ein eisiger und unangenehmer Schauer lief mir über den Rücken in die Kniekehlen und verlieh meiner Haut ein eigenartiges Glänzen, das sich allmählich in meiner Gänsehaut verlor. Beim Schlagen einer Glocke sträubten sich meine Haare und ich fürchtete mich mehr als je zuvor. Denn jetzt wusste ich, dass es Mitternacht war. In Windeseile wurde der unscheinbare Acker zum schrecklichsten Spukort, den man sich nur vorstellen konnte. Die milchigen Nebelschwaden legten sich wie ein Tuch übers Land und erschwerten mir die Sicht. Trotz einiger Bedenken wagte ich den Schritt und betrat jenen Acker, der mir alles gab und dennoch alles nahm. Ich zitterte am ganzen Leib und zu meinem Leidwesen begann es jetzt auch noch in Strömen zu regnen. Der Nebel hatte sich so sehr verdichtet, dass ich die Orientierung verlor. Ich musste nur dem Geräusch der Autos folgen, um auf die Umgehungsstraße zu gelange. Dann wäre der Heimweg kein Problem mehr. Der Acker schien aber endlos zu sein. Er wollte kein Ende nehmen und wurde zudem von Meter zu Meter immer unheimlicher. Auf einmal wurde der Acker von vielen hundert Krähen übersäht, die mir gegenüber keine Scheu zeigten. Binnen weniger Minuten war ich klatschnass und meine Phantasie hatte nicht vor mich in dieser Nacht zu schonen. Jedes Geräusch, das ich jetzt vernahm ließ mich zu meinem Messer greifen und verschärfte meine Sinne, was wieder zu einer unheimlichen Einbildung führte. Es kam mir so vor, als ob mich irgendjemand oder irgendetwas beobachtete und nicht vor hatte, mich jemals von diesem Acker zu lassen. Ein lautes Kreischen ließ mich zu Boden stürzen. Eine wildgewordenen Krähe war mir ins Gesicht geflogen und hatte mir die rechte Wange aufgekratzt.
“Was ging auf diesem Acker vor sich!” fragte ich mich.
Dann war es wieder totenstill und das einzige, was man hören konnte, war mein Zähneklappern. Es fiel mir schwer, voran zu schreiten, da sich meine Knie wie Gelee anfühlten. Doch dann kam alles anders, der Regen ließ nach und der Nebel verblasste und somit waren auch meine Angstgefühle verflogen. Endlich sah ich die Anhöhe, von der ich gekommen war. Jetzt konnte ich meinen Heimweg antreten, um für den bevorstehenden Alltag ein wenig Kraft zu schöpfen.
Aber ehe ich den Acker verlassen konnte, fand mich das Schicksal, nach dem ich suchte, aber niemals wollte. Ein schriller Ton hallte durch meinen Kopfhörer und löste in mir das “Goldfieber” aus. Endlich! Ich hatte irgendetwas gefunden und mein Detektor sagte mir, dass es Gold sein musste, was sich wenige Zentimeter unter mir befand. Sofort zog ich meinen Klappspaten aus dem Rucksack und stach in den durchnässten Boden. Ich war außer Rand und Band und konnte nicht aufhören zu graben. Immer wieder holte ich eine Schaufel nach der anderen aus dem Loch. Dann wechselte ich von der Schaufel zum Detektor und schwenkte ihn über den Dreckhaufen, den ich ausgehoben hatte. Der Detektor gab ein Signal von sich und machte den exakten Lageort meines Fundstückes ausfindig.
Mein Herz pochte wild und schien zu explodieren. Ich war übermütig und nichts konnte mir mehr Angst machen. Ich hatte alles um mich herum vergessen. Das einzige, was jetzt noch zählte, war das Metallobjekt zu bergen. Ich wühlte wie von Sinnen in dem Dreckhaufen nach Wertgegenständen. Die Gier des Menschen ist das stärkste Antriebsmittel eines Schatzjägers. Ich fühlte mich großartig und es war wie ein “6er im Lotto”.
Immer wieder hob ich eine Hand voller Dreck unter den Metalldetektor, in der Hoffnung, dass er anschlagen würde. Aber der Detektor blieb stumm und ließ mich weitersuchen. Als ich schon aufgeben wollte, da reflektierte das Licht meiner Kopfleuchte. Endlich, ich hatte es gefunden!
Die Enttäuschung aber war groß, als ich nur einen Gewandknopf fand. Das einzige, was mich tröstete, dass er aus purem Gold und mehrere hundert Jahre alt war.
Sofort packte ich den Knopf in meine Jackentasche und ging ein letztes Mal mit meiner Spule über das von mir ausgehobene Loch.
Erneut zeigte mir der Detektor eine Metallart an, die zwischen Silber und Bronze schwankte. Von der Gier überwältigt schaufelte ich wie ein Verrückter auf dem Acker und vergrößerte von Minute zu Minute das Loch. Plötzlich war der Schlag von Metall auf Metall zu hören. Ich zog  meinen Spaten aus dem Loch und fingerte im Matsch nach dem Fundstück. Schon nach wenigen Minuten zog ich ein keltisches Amulett aus Silber aus dem Morast. Das Amulett zeigte einen Baumkreis, in dessen Mitte befand sich ein mir unbekannter brauner Mineralstein, in den eigenartige Runen geritzt waren. Ohne das Amulett lange zu betrachten, packte ich es sofort zu dem Gewandknopf, um auf Nummer sicher zu gehen.
“Es könnte mich ja jemand erwischen!” dachte ich mir
Meine Gier nahm kein Ende und so schwenkte ich den Detektor erneut über die Grube und noch immer befanden sich verschiedene Metalle in dem Loch. Desto mehr Dreck ich aus dem Loch schaufelte, desto mehr Metalle erkannte meine Sonde. Könnt ihr euch vorstellen, wie es ist, wenn ihr vor eurem Briefkasten steht und jemand schiebt ununterbrochen Geldscheine hindurch? Dann könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich in jener Nacht fühlte. Es war wie ein Zwang weiter zu suchen und nichts schien mir wichtiger zu sein als dieses Dreckloch. Wieder und wieder beugte ich mich über das Loch und förderte mehrere Gegenstände zu Tage. Ich fand einen blauen, gondelförmigen Keltenstein, einen seltsamen Stab aus Knochen, in den filigrane Symbole eingearbeitet worden waren und einen Ritualdolch, der teils aus Gold und teils aus Bronze bestand. Als ich dachte, alles gefunden zu haben, was zu finden war, da stieß ich auf eine kleine Marmorplatte. Ich konnte Runen erkennen, die in die Oberfläche der Platte eingeritzt waren. Aber als ich die Platte berührte, um sie aus dem Schlamm zu ziehen, da geschah es. Plötzlich verdichtete sich der Nebel wieder und eine finstere Regenwolke schob sich zwischen Himmel und Erde und verbarg das helle Licht des Mondes. Jeder Bodenfund hatte eine Geschichte und diese Geschichte hätte für immer unter diesem Acker verborgen bleiben müssen. Mein Körper spürte, dass an diesem Ort etwas Merkwürdiges vor sich ging, aber meine Gier war stärker und ließ mich weiterhin im Morast nach der Platte wühlen. Endlich bekam ich die Marmorplatte in Größe einer Schuhschachtel zu greifen und konnte mit all meiner Kraft daran ziehen. Es fiel mir sichtlich schwer, sie aus dem schlammigen Boden zu ziehen. Aber meine Gier ließ mich über mich selbst hinauswachsen und so barg ich eine wertvolle Marmortruhe. Als ich die Truhe umfasste, um sie zu öffnen, da lief mir plötzlich ein Schauder über den Rücken. Mir kam ein Gedanke, den ich am liebsten gleich wieder verworfen hätte. Konnte es sein, dass ich...?
Nein, so durfte ich nicht denken, ich durfte meiner Phantasie in dieser Nacht keine Chance mehr lassen. Langsam wurde mir kalt und ich hatte genug von diesem Acker. Schnell wollte ich mich aufrappeln, um das Loch wieder zu schließen, um keine Spuren zu hinterlassen. Aber mein Körper war schwer und meine Bedenken groß. Und wieder bedrückte mich die Frage: “Was wäre wenn?”
Schließlich schaffte ich es, mich aufzurappeln und meine Spuren zu verwischen. Noch ließ ich die Truhe verschlossen, packte meine Sachen und trat den Heimweg an. Meine Gedanken ließen mir keine Ruhe und immer wieder stellte ich mir die Frage: “Was wäre wenn?”
Desto mehr ich darüber nachdachte, was ich Schreckliches ahnte, desto mehr Angst flöste es mir ein. Mein Herz pochte wild, als ich durch den finsteren Wald musste, in dem ich mein Auto abgestellt hatte. Auf einmal verspürte ich so ein seltsames Gefühl in meiner Lunge. Es war heiß und kalt zugleich und tat ein wenig weh. Mein Mund schien auszutrocknen und neuer Speichel blieb aus. Meine Lippen wurden spröde und platzten allmählich auf. Alles hatte damit begonnen als ich diesen Acker betrat. Ich wünschte mir, die Zeit nur ein einziges Mal zurück drehen zu können. Aber es war geschehen und jetzt musste ich sehen, ob sich meine schreckliche Vermutung bewahrheitet. Ich hatte schon einmal davon gehört. Aber jetzt war ich selbst davon betroffen und meine Angstgefühle wurden von Minute zu Minute schlimmer. Der Angstschweiß lief mir vom Kopf über den Rücken und bescherte mir ein unheimliches Schaudern. Obwohl ich schwitzte, war mir eiskalt und ich wurde das Gefühl nicht los, dass mich irgendetwas begleitete.
Immer wieder fragte ich mich: “Was wäre wenn?”
Diese verdammte Frage:”Was wäre gewesen, wenn ich daheim geblieben wäre?” quälte mich und ließ mir keine Ruhe.
Die Angstgefühle wurden unaufhörlicher und meine Sinne spielten verrückt. Meine Kniee wurden weicher und weicher und es fiel mir schwer, mich auf den Beinen zu halten.
“Was war nur los mit mir?” fragte ich mich wieder und wieder
“War es vielleicht wirklich so?”
“Hatte sich in dieser Nacht meine schreckliche Vermutung bewahrheitet?”
Ich wusste nicht, wie mir geschah. Es schossen tausend Gedanken durch meinen Kopf. Ich stand so neben mir, dass ich nicht einmal bemerkte, dass ich an meinem eigenen Auto vorbei lief. Am ganzen Körper hatte sich meine Haut zu einer Gänsehaut zusammengezogen und ein seltsames Kribbeln überkam mich. Meine Nackenhaare sträubten sich, als ich einen großen, schwarzen Eber vorbei huschen sah. Der Eber war doch ein keltisches Krafttier und heilig in den Kreisen der Druiden.
Endlich bemerkte ich, dass mein Auto wenige Meter hinter mir stand.
Ich war tief in meiner Gedankenwelt versunken und wusste nicht, was ich glauben sollte. Eigentlich war ich ja nicht abergläubisch, aber alles schien so offensichtlich und immer diese quälende Frage, die mich in den Wahnsinn trieb:
“Was wäre wenn?“
Plötzlich schreckte ich durch den Ruf eines Raben auf. Mit immer schneller werdendem Schritt lief ich schnurstracks auf mein Auto zu. Ich konnte meinen Augen nicht trauen. Was ging in dieser Nacht nur vor sich?
Auf meinem Auto hatten es sich hunderte Amseln gemütlich gemacht und blickten mich mit ihren furchteinflössenden Augen an:
“Ich konnte mich irren, aber was wäre wenn? Ja! So musste es sein! Alles sprach für meine schreckliche Vorahnung!”
Ich durfte mir jetzt nichts anmerken lassen. Wagemutig ging ich auf mein Auto zu. Ich fragte mich immer wieder:
“Warum  meine Gier stärker als mein Verstand war! Ich hatte diese Vorahnung. Aber warum habe ich nichts unternommen? Was wäre gewesen wenn?”
Schnell riss ich die Fahrertür auf, warf mein Equipment auf den Rücksitz und gab Vollgas. Ich fuhr so schnell ich konnte, um endlich diesen unheimlichen Wald hinter mir zu lassen. Aber dann geschah etwas, was ich mein ganzes Leben niemals vergessen werde. Vielleicht kennt jemand von euch dieses Gefühl, beobachtet zu werden. Man sitzt in seinem Auto und weiß, dass man eigentlich alleine ist. Jedoch hat man dieses Gefühl, dass man von den Blicken eines anderen durchbohrt wird. Dieses Gefühl wird nur noch bekräftigt, wenn man sich plötzlich auf einer gottverdammten Waldstraße in der Pampa befindet. Aber kennt ihr auch dieses Gefühl, wenn ihr die Anwesenheit eines anderen spürt und es nicht wagt, in den Rückspiegel zu sehen, weil ihr Angst davor habt, jemanden darin zu sehen, der eigentlich nicht da sein dürfte? Ich spürte, wie mich die Blicke eines anderen durchbohrten und ich spürte seine Anwesenheit. Obwohl meine Heizung auf 32°C stand, herrschte in meinem Auto eine Eiseskälte. Jedoch wagte ich den Blick in den Rückspiegel keineswegs. Zu groß war meine Angst, das zu sehen, was ich mir in meiner Phantasie ausmalte.
In jener Nacht fand mich das, nach dem ich suchte, aber niemals finden wollte.
Schon in meiner Kindheit hatte ich von diesem Ammenmärchen gehört. Aber ich hätte niemals gedacht, dass ich einst auf den Grund dieses Märchens stoßen würde.
“Hütet euch vor der Wahrheit. Sie zeigt die Abgründe der Menschheit, die Schwächen und die Ängste!“
Von nun an gab es kein Zurück mehr. Jetzt war ich ein Teil dieses Ammenmärchens...........................Fortsetzung folgt..............

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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 22.10.2009 09:13    Titel: Re: Leseprobe Antworten mit Zitat

Hallo!

EnternalDark hat Folgendes geschrieben:
Der hellleuchtende Vollmond wies mir in dieser kühlen Oktobernacht den Weg durchs Zusamtal. In gleichmäßigen Tempo schritt ich über die brachen Äcker, auf der Suche nach verborgenen Schätzen, längst vergessener Kulturen.
In meiner linken Hand hielt ich den Metalldetektor fest umklammert, und schwenkte ihn gleichmäßig über den Boden.
Ich war jetzt bereits seit vier Stunden auf den Beinen und durchforstete die Umgebung von Wertingen. Doch außer Schrott und Altmetall förderte ich in jener Nacht nichts zu Tage.

Der Satz klingt, als müsste ein Sondensucher nach vier Stunden schon etwas gefunden haben – als wäre es großes Pech, wenn er in dieser Zeit nichts findet. Oder als wäre Wertingen eine Goldgrube für Sondensucher, in der etwas Bestimmtes liegen müsste. Diese Aussage würde ich entschärfen. Die Wörter „jetzt bereits“ würde ich streichen; meiner Meinung nach verbreiten sie einen trotzigen, ärgerlichen Klang, der dem Satz ebendiese Aussage aufdrückt: „Ich war seit vier Stunden auf den Beinen, um die Umgebung von Wertingen zu durchforsten. Doch außer Schrott und Altmetall förderte ich in jener Nacht (wieder) nichts zu Tage.“ Das „wieder“ würde ich nach eigenem Ermessen einsetzen. Was hast du denn bislang schon gefunden in deiner Tätigkeit als Sondensucher? Damit komme ich auf den zweiten hier zitierten Satz zu sprechen. Wenn du sagst, dass du auf der Suche nach „verborgenen Schätzen längst vergessener Kulturen“ bist, dann klingt das zunächst einmal sehr abenteuerlich. Das ist gut, das macht Laune. Allerdings würde ich diese Gelegenheit nutzen, um das Hobby des Protagonisten mit einem oder zwei Sätzen mehr zu beleuchten: Was genau sucht er, was hat er schon gefunden, was erhofft er zu finden? So einen Sondensucher trifft man als Leser ja nicht alle Tage ... zwar gehst du im weiteren Verlauf noch näher auf das Hobby ein. Trotzdem bleibt nur ein vager Eindruck von der Beziehung zwischen der Sondensuche und dem Protagonist und seinem Erfolg.


EnternalDark hat Folgendes geschrieben:
Jeder von euch kennt bestimmt dieses erdrückende Gefühl, wenn man an etwas denkt und sich ausmalt, wie es sein würde. Jedoch der gesunde Menschenverstand diese Handlung untersagt. Man hört aber nicht auf daran zu denken und fragt sich die ganze Zeit, wie es wohl gewesen wäre, wenn man es getan hätte. Immer wieder fragt man sich warum man es nicht getan hat. Ich dagegen habe keinen einzigen Gedanken daran verschwendet, es nicht zu tun:
“Was sollte schon passieren!” dachte ich mir

Dieser Absatz ist viel zu verworren. Ich habe den Eindruck, dass du versuchst, ein Gefühl zu beschreiben, für das dir selber die Worte fehlen. Also unternimmst du mehrere Anläufe – und verzettelst dich. Dazu noch die direkte Anrede an den Leser … nein, das geht in die Hose. Der Absatz muss knackiger gestaltet werden, dichter, kompakter. Und auf die direkte Anrede des Lesers würde ich auch verzichten. Noch ist mir der Protagonist nicht sympathisch und vertraut genug, als dass ich es mir gefallen lassen würde.




Ich breche die Einzelkritik an dieser Stelle schon mal ab. Leider fesselt mich der Text nicht genug, um mich noch für die restlichen 2000 Wörter motivieren zu können. Ich hatte ja schon in der PN erwähnt, dass du dir unsere goldenen Regeln zu Gemüte führen solltest, ehe du den Text erneut postest. Vielleicht wären die 500 Wörter hier die bessere Wahl gewesen. 2800 sind doch sehr gewagt für den Anfang. Des weiteren hast du hast ein paar Flüchtigkeitsfehler in der Rechtschreibung, und die Kommas sitzen auch nicht hundertprozentig. Gegen die Kommas will ich gar nicht aufbegehren, aber die Rechtschreibfehler hättest du mit ein bisschen mehr Aufmerksamkeit korrigieren können.

Inhaltlich finde ich das Thema des Sondensuchers originell und wahnsinnig interessant. Daumen hoch! Wenn du erzählst – also wirklich erzählst – triffst du einen durchaus packenden Ton. Der hält sich allerdings nur so lange, bis du versuchst, Gefühle oder Eindrücke zu beschreiben. Irgend wann kommt der Punkt, an dem du nicht mehr erzählst, sondern plauderst, und dann schleicht sich eine gewisse Nachlässigkeit in den ansonsten guten Erzählstil. Wie bereits erwähnt, würde ich darauf verzichten, den Leser direkt anzusprechen. Das zieht hier einfach nicht. Tatsächlich würde ich die ganze Geschichte nicht in der ersten sondern in der dritten Person schreiben.

Eine Sache ist mir eher zufällig noch aufgefallen:

EnternalDark hat Folgendes geschrieben:
Plötzlich spielte mein Körper verrückt, als ob er wusste, dass an diesem Ort etwas Unheimliches vor sich ging.


EnternalDark hat Folgendes geschrieben:
“Was ging auf diesem Acker vor sich!” fragte ich mich.


EnternalDark hat Folgendes geschrieben:
Mein Körper spürte, dass an diesem Ort etwas Merkwürdiges vor sich ging, aber meine Gier war stärker und ließ mich weiterhin im Morast nach der Platte wühlen.


EnternalDark hat Folgendes geschrieben:
Was ging in dieser Nacht nur vor sich?


Da geht ziemlich viel vor sich in deiner Geschichte …

Ich verschiebe den Thread in die Talentschmiede, wo er meiner Meinung nach besser aufgehoben ist (beim ersten Mal hattest du ihn ja ohnehin schon dort gepostet).

Beste Grüße,

Martin


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ZYS
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BeitragVerfasst am: 23.10.2009 19:18    Titel: Überarbeitung Antworten mit Zitat

Guten Abend!

So, ich habe mich entschlossen, deinen Text mal zu überarbeiten (auch wenn ich kp hab, ob ich so was kann). Morgen werde ich wahrscheinlich fertig; hab die Hälfte schon hinter mir.


_________________
mfg zys
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EnternalDark
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BeitragVerfasst am: 24.10.2009 16:02    Titel: Überarbeitet und Gekürzte Version pdf-Datei Antworten mit Zitat

Der hellleuchtende Vollmond wies mir in dieser kühlen Oktobernacht den Weg durchs Zusamtal. In gleichmäßigen Tempo schritt ich über die brachen Äcker, auf der Suche nach verborgenen Schätzen, längst vergessener Kulturen.
In meiner linken Hand hielt ich den Metalldetektor fest umklammert, und schwenkte ihn gleichmäßig über den Boden.
Ich war jetzt bereits seit vier Stunden auf den Beinen und durchforstete die Umgebung von Wertingen. Doch außer Schrott und Altmetall förderte ich in jener Nacht nichts zu Tage.
Bis zu jenem finsteren Acker, der mir alles nahm und doch alles gab, was sich ein Sondensucher je erträumen konnte. Ein weiser Sondengänger sagte einst:
“Die Welt hätte genügend Schätze für die Menschheit, jedoch nicht für die Gier des Menschen!”
In der Nacht des 31. Oktober 2009, war ich allein in der Dunkelheit unterwegs. Es war schon ein anderes Gefühl, wenn man alleine unterwegs war. Zunächst dachte man an die positiven Dinge, die einem die Alleinsuche erbrachte.
Im Falle eines Bodenfundes musste man nichts teilen. Es gab keinen Menschen weit und breit, der einem auf die Nerven ging. Als Sondensucher war man frei und doch ein Gefangener der Gesetze. Genau genommen war man ein Schatzjäger, der meist ohne Erlaubnis nach den Bodenschätzen der Vergangenheit suchte.
Aber wenn man nachts alleine über die Felder lief und alle hundert Meter inne hielt, um mit dem Klappspaten ein Loch auszuheben. Da schossen einem die merkwürdigsten Gedanken durch den Kopf. Jedes Geräusch ließ einen zusammen zucken und man blickte in die Finsternis. Die Kopfleuchte gab einem ein Sichtfeld von wenigen Metern und erlaubte es dem Sondengänger einige Umrisse zu erkennen. Vielleicht könnt ihr euch ja vorstellen, was ein bisschen Phantasie aus einem kleinen Busch machen kann. Viele Male habe ich mir an diesem Samstag den Kopf zermartert, ob ich wirklich alleine suchen gehen sollte. Aber ich musste es einfach tun. Jeder von euch kennt bestimmt dieses erdrückende Gefühl, wenn man an etwas denkt und sich ausmalt, wie es sein würde. Jedoch der gesunde Menschenverstand diese Handlung untersagt. Man hört aber nicht auf daran zu denken und fragt sich die ganze Zeit, wie es wohl gewesen wäre, wenn man es getan hätte. Immer wieder fragt man sich warum man es nicht getan hat. Ich dagegen habe keinen einzigen Gedanken daran verschwendet, es nicht zu tun:
“Was sollte schon passieren!” dachte ich mir
Ich hatte mich auf alles vorbereitet und wusste genau was ich tat.
Gegen 20:00 Uhr hatte ich mich in mein Auto gesetzt und fuhr die Hohenreichener Straße in Richtung Meitingen. Das Autoradio spielte gerade den Song
“Hotel Room Service” von PitPull und schon der Bass in meinen Sitzen steigerte meine Motivation auf einen wertvollen Fund. Nach einigen hundert Metern bog ich rechts auf einen Schotterweg ab und bahnte mir den Weg bis zu einem Wald. Hätte ich in dieser Nacht gewusst, was diese Gegend für mich bereit hielt. So wäre ich wohl nie aus meinem Auto ausgestiegen. Aber genau hier stoßen wir wieder auf dieses erdrückenden Gefühl. Wenn ich nicht ausgestiegen wäre, hätte ich mich mit der Frage: “Was wäre gewesen, wenn.....!” nur unnötig gequält.
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ZYS
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Beiträge: 99



BeitragVerfasst am: 24.10.2009 20:36    Titel: Antworten mit Zitat

VORWORT:
So, wie versprochen die Überarbeitung. Bitte schau sie dir ganz durch, denn das hat einige Stunden an Arbeit gekostet. Bevor du sie jedoch durchgehst, lass dir eines sagen. Die Verbesserungsvorschläge stammen aus dem Mund eines Jugendlichen, der vielleicht auch oft mal falsch liegt und noch LANGE kein Profi ist. Das ist alles meine eigene Meinung. Andere können dass, was ich schlecht fand ganz toll finden! Genauso natürlich anders herum.

Deshalb hätte auch ich gerne eine Rückmeldung von anderen Autoren, ob die Überarbeitung eher schlecht oder gut war.



Zitat:
Der hellleuchtende Vollmond wies mir in dieser kühlen Oktobernacht den Weg durchs Zusamtal.


„hell leuchtende“ schreibt man glaub ich auseinander, aber dass kann natürlich mal passieren wink Trotzdem glaube ich, dass man dieses Adjektiv vermeiden kann. Schließlich leuchtet der Vollmond immer hell oder? Gut ist, dass am Anfang gleich klargestellt wird, wann die Szene spielt => in der Nacht.

Zitat:
In gleichmäßigen Tempo schritt ich über die brachen Äcker, auf der Suche nach verborgenen Schätzen, längst vergessener Kulturen.


Schon im zweiten Satz zeigst du deine Erzählperspektive und beschreibst noch genauer, was der Protagonist macht und wo er sich befindet. +
Das Adjektiv „verborgen“ könnte auch vermieden werden. Wenn der Schatz nicht verborgen wäre, müsste man ihn auch nicht suchen.

Zitat:
In meiner linken Hand hielt ich den Metalldetektor fest umklammert, und schwenkte ihn gleichmäßig über den Boden.


Komma ist hier, wenn mich nicht alles täuscht, nicht nötig.
Zitat:

Ich war jetzt bereits seit vier Stunden auf den Beinen und durchforstete die Umgebung von Wertingen. Doch außer Schrott und Altmetall förderte ich in jener Nacht nichts zu Tage.


Zu diesem Satz hat MosesBob ja schon alles gesagt. Nach vier Stunden noch nichts gefunden zu haben, sollte nicht ungewöhnlich sein.

Zitat:
Bis zu jenem finsteren Acker, er mir alles nahm und doch alles gab, was sich ein Sondensucher je erträumen konnte. Ein weiser Sondengänger sagte einst:
“Die Welt hätte genügend Schätze für die Menscheit, jedoch nicht für die Gier des Menschen!”
In der Nacht des 31. Oktober 2009, war ich allein in der Dunkelheit unterwegs. Es war schon ein anderes Gefühl, wenn man alleine unterwegs war. Zunächst dachte man an die positiven Dinge, die einem die Alleinsuche erbrachte.

Da komme ich jetzt nicht mehr ganz mit, aber vlt ist das ja gewollt. Das genaue Datum ist unnötig. Genaue Zeitangaben kommen meistens nicht gut an. Wenn der Zeitpunkt des Geschehens wichtig ist, zieht man häufig ein großes Ereignis heran, was an diesem Tag geschah. Wenn nur die ungefähre Zeitspanne festgelegt werden soll (z.B. Mittelalter, Zukunft), kann das auch durch Gegenstände, die es in dieser Zeit gibt (Bei dir z.B der Detektor) dem Leser nahe gebracht werden.  Drei mal „war“ kann vermieden  werden. „War“ gehört zu den Hilfsverben und sagt so gut wie nichts aus => erzeugt kein Bild im Kopf des Lesers.

z.B. Es fühlte sich schon anders an, wenn man alleine unterwegs war.

Zitat:
Im Falle eines Bodenfundes musste man nichts teilen. Es gab keinen Menschen weit und breit, der einem auf die Nerven ging. Als Sondensucher war man frei und doch ein Gefangener der Gesetze. Genau genommen war man ein Schatzjäger, der meist ohne Erlaubnis nach den Bodenschätzen der Vergangenheit suchte.


Ziemlich viel „war“ und „man“. Ist ja eig. auch logisch, da du den Sondensucher so definierst, wie man (der Leser) ihn sich vorstellen sollte. Aber für mich liest es sich nicht gut, da diese Wörter nichts ausdrücken.
z.B Sondensucher waren frei und doch Gefangene des Gesetzes.   

Zitat:
Aber wenn man nachts alleine über die Felder lief und alle hundert Meter inne hielt, um mit dem Klappspaten ein Loch auszuheben. Da schossen einem die merkwürdigsten Gedanken durch den Kopf.

Hier gehört der Punkt weg und an dessen Stelle ein Komma. Dadurch würde allerdings ein ziemlich langer Satz entstehen... Klappspaten gefällt mir gut. Es ist kein totes Verb und erzeugt ein Bild.

Zitat:
Jedes Geräusch ließ einen zusammen zucken und man blickte in die Finsternis. Die Kopfleuchte gab einem ein Sichtfeld von wenigen Metern und erlaubte es dem Sondengänger einige Umrisse zu erkennen. Vielleicht könnt ihr euch ja vorstellen, was ein bisschen Phantasie aus einem kleinen Busch machen kann.
Viele Male habe ich mir an diesem Samstag den Kopf zermartert, ob ich wirklich alleine suchen gehen sollte. Aber ich musste es einfach tun. Jeder von euch kennt bestimmt dieses erdrückende Gefühl, wenn man an etwas denkt und sich ausmalt, wie es sein würde. Jedoch der gesunde Menschenverstand diese Handlung untersagt. Man hört aber nicht auf daran zu denken und fragt sich die ganze Zeit, wie es wohl gewesen wäre, wenn man es getan hätte. Immer wieder fragt man sich warum man es nicht getan hat. Ich dagegen habe keinen einzigen Gedanken daran verschwendet, es nicht zu tun:
“Was sollte schon passieren!” dachte ich mir
Ich hatte mich auf alles vorbereitet und wusste genau was ich tat.
Gegen 20:00 Uhr hatte ich mich in mein Auto gesetzt und fuhr die Hohenreichener Straße in Richtung Meitingen. Das Autoradio spielte gerade den Song
“Hotel Room Service” von PitPull und schon der Bass in meinen Sitzen steigerte meine Motivation auf einen wertvollen Fund. Nach einigen hundert Metern bog ich rechts auf einen Schotterweg ab und bahnte mir den Weg bis zu einem Wald. Hätte ich in dieser Nacht gewusst, was diese Gegend für mich bereit hielt. So wäre ich wohl nie aus meinem Auto ausgestiegen.


Komma! Der Satz ist noch nicht zu ende wink

Zitat:
Aber genau hier stoßen wir wieder auf dieses erdrückenden Gefühl. Wenn ich nicht ausgestiegen wäre, hätte ich mich mit der Frage: “Was wäre gewesen, wenn.....!” nur unötig gequält.
Es war totenstill und das einzige, was man in dem Wald hörte, der mein Auto vor den Blicken neugieriger Bauern verbarg, war der Ruf einer Eule.


Schon wieder diese passive Konstruktion.
Totenstille umgab mich und das einzige...

Keine Ahnung warum, aber meiner Meinung nach, liest sich der Satz ohne das Zwischenstück schöner.

Zitat:
Ich öffnete den Kofferraum, zog meine Gummistiefel an und warf mir den Rucksack über die Schultern. Endlich war es soweit, ich konnte mich wieder meiner Leidenschaft hingeben. Bald war mein Auto nur noch ein kleiner schwarzer Punkt und ich verschwand im Dickicht der Tannenbäumen. Oft erschien einem so ein Wald schon tagsüber unheimlich. Aber wenn es einmal dunkel wurde und die Tiere aktiv wurden, da war so ein Wald ein richtiger Spuktort.

Mir gefällt der erste Satz dieses Absatzes. Präzise und keine Adjekitve. +
*Spukort^^
Zitat:
Jeder Strauch, jeder Baum und jede morsche Wurzel sah aus wie eine mordende Bestie, die nur auf diesen Moment gewartet hatte. Die Phantasie spielte einem hier draußen eigenartige und absurde Streiche.


Mich stört das Passive. Warum nicht einfach: Mir spielte die Phantasie …

Eines der Adjektive würde es auch tun.

Zitat:
Jedes Geräusch, das man vernahm verwandelte sich in eine dämonische Stimme, die einen zu sich rief. Plötzlich ein Ästeknacken, das Messer gleitet lautlos aus dem Holster und man hält es schützend vor sich. Aber wieder einmal war es nur der Ast, der unten den eigenen Füßen gebrochen war.


Warum „man“ und nicht: Jedes Geräusch, das ich vernahm...
Das Nomen ist auch nicht tot +

Zitat:
Als ich den finsteren Wald endlich hinter mir gelassen hatte, flog auf einmal eine Schar Krähen über mich hinweg und jagten mir einen höllischen Schreck ein. Nichts konnte mich in dieser Nacht aufhalten. Nicht einmal das Aufheulen eines Motors, der plötzlich zuhören war. Ich wusste ja, was ich tun musste, wenn das Licht eines Fahrzeuges zu sehen war. Immer wenn ich Gesellschaft bekam setzte ich mich auf das Feld und schaltete meine Kopfleuchte aus. Somit wurde ich für die Augen herannahender Autofahrer unsichtbar. Es war schon merkwürdig, was man in all den Nächten, die man als Sondengänger verbrachte fand.
  

Bis hier hin nicht schlecht. Du erzählst endlich einmal durchgängig von dem Protagonisten und nicht in der passiv Konstruktion. Bis zum letzten Satz: Es war schon merkwürdig, was ich...

Zitat:
Jeder Gegenstand, den man aus dem Boden holte hatte eine Geschichte, die man nur erfuhr, wenn man sich lange genug damit beschäftigte. Als ich mich schließlich nach stundenlanger Suche einige Kilometer vor dem idyllischen Dörfchen Markt befand, da fand ich das Schicksal, das ich suchte, aber niemals wollte. Auf einer kleinen Anhöhe rastete ich und erspähte mit meinem Nachtsichtgerät den Umriss des Klosterturms. Nachdem ich meine Kaminwurzen verschlungen hatte, kam ich meinem ärmlichen Reichtum Schritt für Schritt näher.


Die erste „man“ Konstruktion finde ich durchaus gut. Doch der Nebensatz mit der „man“ Konstruktion ist wieder unnötig.
z.B …, die nur ans Licht kam, wenn sich lange damit beschäftigt wurde. Obwohl wurde auch nicht die beste Wahl ist.
„Befand“ zählt zu den statischen Verben, welche nicht verwendet werden sollten.
Besser: … einige Kilometer vor dem idyllischen Dörfchen Markt pausierte,...
Wieso sucht man ein Schicksal, das man niemals will... Vielleicht kommt das ja noch raus.. wink
Kaminwurzen: Geil! Da hat man wenigstens ne klare Vorstellung!
„ärmlicher Reichtum“...: Das widerspricht sich irgendwie. Vlt. sollte das aber als Stilmittel gedacht sein.

Zitat:
Plötzlich spielte mein Körper verrückt, als ob er wusste, dass an diesem Ort etwas Unheimliches vor sich ging. Mein Herz pochte wild und drohte zu explodieren. Die Angst stand mir ins Gesicht geschrieben und durchfuhr Mark und Bein. Es begann und endete alles auf diesem verdammten Acker. Ein eisiger und unangenehmer Schauer lief mir über den Rücken in die Kniekehlen und verlieh meiner Haut ein eigenartiges Glänzen, das sich allmählich in meiner Gänsehaut verlor. Beim Schlagen einer Glocke sträubten sich meine Haare und ich fürchtete mich mehr als je zuvor. Denn jetzt wusste ich, dass es Mitternacht war. In Windeseile wurde der unscheinbare Acker zum schrecklichsten Spukort, den man sich nur vorstellen konnte. Die milchigen Nebelschwaden legten sich wie ein Tuch übers Land und erschwerten mir die Sicht. Trotz einiger Bedenken wagte ich den Schritt und betrat jenen Acker, der mir alles gab und dennoch alles nahm. Ich zitterte am ganzen Leib und zu meinem Leidwesen begann es jetzt auch noch in Strömen zu regnen. Der Nebel hatte sich so sehr verdichtet, dass ich die Orientierung verlor.


Ich finde, die Spannung wird nicht schlecht aufgebaut.
„drohte zu explodieren“: Das finde ich passt hier nicht ganz. Wenn etwas droht zu explodieren, dann entsteht Druck. Wenn das Herz einfach nur schneller schlägt, explodiert es noch lange nicht wink Vielleicht sollte hier auf einen der Klassiker zurückgegriffen werden, auch wenn du das wahrscheinlich vermeiden wolltest: Das Herz schlug mir bis zum Hals.
„eisiger“ reicht als Adjektiv völlig aus. Alleine wird  die Wirkung vlt. sogar noch verstärkt. Dass dieser kalte Schauer dann unangenehm ist, sollte eigentlich klar sein.
„in die Kniekehlen“: Ich finde, dass kann weggelassen werden. Dann ist es zwar wieder ein Klassiker, aber ich finde, den zusatz unnötig.
„nur“ kann man weglassen.
„milchigen“ kann man weglassen. Ich denke, Nebel sieht immer gleich aus (außer in Diskos) und es hat auch jeder schon einmal Nebel gesehen.
„wie ein Tuch“: Der Vergleich kommt gut an!
„mir“ kann auch weggelassen werden.
„alles gab und doch alles nahm“: Die Wiederholung gut kommt an auch wenn ich den Sinn davon immer noch nicht ganz raus hab *grübel*
Die letzte Passage ist dir gut gelungen. Das Wetter ändert sich (Witterung ist immer wichtig) und er verliert dadurch die Orientierung +


 
Zitat:
Mein Herz pochte. Ich musste nur dem Geräusch der Autos folgen, um auf die Umgehungsstraße zu gelange. Dann wäre der Heimweg kein Problem mehr. Der Acker schien aber endlos zu sein. Er wollte kein Ende nehmen und wurde zudem von Meter zu Meter immer unheimlicher. Auf einmal wurde der Acker von vielen hundert Krähen übersäht, die mir gegenüber keine Scheu zeigten. Binnen weniger Minuten war ich klatschnass und meine Phantasie hatte nicht vor mich in dieser Nacht zu schonen. Jedes Geräusch, das ich jetzt vernahm ließ mich zu meinem Messer greifen und verschärfte meine Sinne, was wieder zu einer unheimlichen Einbildung führte. Es kam mir so vor, als ob mich irgendjemand oder irgendetwas beobachtete und nicht vor hatte, mich jemals von diesem Acker zu lassen. Ein lautes Kreischen ließ mich zu Boden stürzen. Eine wildgewordene Krähe war mir ins Gesicht geflogen und hatte mir die rechte Wange aufgekratzt.


„Mein Herz pochte“: Das mit dem Herz hattest du oben schon.
„dem Geräusch“: Da sollte man spezifisch werden. Es ist ein totes Nomen und brennt uns Lesern kein Bild ins Hirn^^. Was für ein Geräusch machen Autos?
z.B Ich musst nur dem Lärm der Autos folgen,... schon mal besser aber noch nicht perfekt.
z.B. Ich musste nur dem Brummen der Autos folgen,... naja, geht bestimmt noch besser.
Der nächste Satz wiederholt sich gleich am Anfang des darauf folgenden Satzes wieder und kann zudem gekürzt werden:
Besser: Der Acker schien endlos und wurde immer unheimlicher.
Man könnte jetzt noch show don´t tell anmerken. Warum wird der Acker unheimlich. Statt es einfach mit einem Adjektiv auszudrücken, könntest du es uns zeigen.
Der nächste Satz hat wieder diese passiv Konstruktion.
Warum nicht so: Auf einmal stürzten hunderte Krähen durch den Nebel, …
Da sieht man auch das nächste „kleine“ Problemchen: „vielen hundert“ Das klingt meiner Meinung nach nicht toll. Lieber so wie im oberen Beispiel.
„mir gegenüber“: Das könnte weggelassen werden, da es sich von selbst ergibt.  
„klatschnass“: Gefällt mir! Auf jeden Fall besser als nur einfach nass. Aber es gäbe sicherlich noch eine elegantere Lösung, mit der sich das Adjektiv vermeiden lässt.
z.B. Binnen weniger Minuten klebten die Kleider an meiner Haut, welche vor Nässe trieften.
Außerdem: Müsste der Protagonist nicht schon früher Nass geworden sein?
„Geräusch“: Was für Geräusche?! Schon wieder ein totes Nomen, dass sich durch bessere ersetzen lässt.
Damit der Satz nicht zu lang wird, könnte man nach Sinne einen Punkt setzen.
z.B . Dies führte zu unheimlichen Einbildungen.
Wieder: show don´t tell. Statt „unheimliche Einbildungen“ könntest du den nächsten Satz in gekürzter Form hinzu fügen.
z.B. Dabei bildete ich mir ein, dass etc.
„irgendjemand oder irgendetwas“: Das zweite „irgend“ kann man sich sparen glaube ich:
irgendjemand oder -etwas
„lautes Kreischen“: Kannst du etwa auch leise Kreischen^^
Warum wechselst du im nächsten Satz die Zeit?
Besser so: Eine wild gewordene Krähe flog mir ins Gesicht und kratzte mir die linke Wange auf.

  
Zitat:
“Was ging auf diesem Acker vor sich!” fragte ich mich.
Dann war es wieder totenstill und das einzige, was man hören konnte, [color=red]war mein Zähneklappern.[/color] Es fiel mir schwer, voran zu schreiten, da sich meine Knie wie Gelee anfühlten. Doch dann kam alles anders, der Regen ließ nach und der Nebel verblasste und somit waren auch meine Angstgefühle verflogen. Endlich sah ich die Anhöhe, von der ich gekommen war. Jetzt konnte ich meinen Heimweg antreten, um für den bevorstehenden Alltag ein wenig Kraft zu schöpfen.


Ich fände bei der wörtlichen Rede die Gegenwart schöner, auch wenn die Spannung sich schon allmählich gelöst hat. Es geht trotzdem noch etwas vor sich!
Das „!“ ist auch fehl am Platz, wenn sich der Protagonist etwas „fragt“ gehört auch ein „?“ ans Ende.
„war es wieder totenstill“: Wieder das war umgehen: Die Totenstille kehrte zurück.
„das Einzige“: gehört groß geschrieben glaub ich.
„einzige, was man hören konnte, war mein Zähneklappern“: „man“ vermeiden und Schachtelsätze vermeiden: Die Totenstille kehrte zurück. Nur mein Zähneklappern hob sich davon ab.
„Es fiel mir schwer, voran zu schreiten, da sich meine Knie,....“: Einfachere Sätze sind oft viel sinnvoller.
z.B: Das Voranschreiten viel mir schwer, da meine Knie sich wie Gelee anfühlten.
Der Vergleich kommt meiner Meinung nach gut rüber.
„Doch dann kam alles ganz anders: der Regen ließ nach, der Nebel verblasste...“ Nach „anders“ folgt ein Doppelpunkt, da darauf eine genauere Erklärung folgt. Danach geht es - glaub ich - klein weiter, bin mir aber überhaupt nicht sicher.  
„Anhöhe“: Totes Nomen! Gibt es denn keines, dass die „Anhöhe“ besser beschreibt?
z.B. Grashügel, etc...
Danach würde ich noch ein „wieder“ einbauen. Klingt irgendwie besser finde ich:
Endlich sah ich die Anhöhe wieder, …

Zitat:
Aber ehe ich den Acker verlassen konnte, fand mich das Schicksal, nach dem ich suchte, aber niemals wollte. Ein schriller Ton hallte durch meinen Kopfhörer und löste in mir das “Goldfieber” aus. Endlich! Ich hatte irgendetwas gefunden und mein Detektor sagte mir, dass es Gold sein musste, was sich wenige Zentimeter unter mir befand. Sofort zog ich meinen Klappspaten aus dem Rucksack und stach in den durchnässten Boden. Ich war außer Rand und Band und konnte nicht aufhören zu graben. Immer wieder holte ich eine Schaufel nach der anderen aus dem Loch. Dann wechselte ich von der Schaufel zum Detektor und schwenkte ihn über den Dreckhaufen, den ich ausgehoben hatte. Der Detektor gab ein Signal von sich und machte den exakten Lageort meines Fundstückes ausfindig.


Die Wiederholung finde ich gelungen. Wobei ich sie immer noch nicht ganz verstehe^^ +
Die Ellipse spricht den Leser an und macht den Text lebendiger +
So, der nächste Satz ist dir nicht so gut gelungen:
„Ich hatte irgendetwas gefunden und mein Detektor sagte mir, dass es Gold sein musste, welches sich wenige Zentimeter unter mir befand.“: Er findet nicht irgendetwas; Er findet Gold. Dadurch lässt sich der Satzeinschub vermeiden: Mein Detektor zeigte mir an, dass ich Gold gefunden hatte. Es musste nur wenige Zentimeter unter mir verborgen sein.
Im zweiten Teil des Satzes ist ein statisches Verb zu finden. Das gehört gestrichen, da es kein Bild erzeugt. Außerdem, glaube ich nicht, dass der Detektor mit dir spricht (sagte mir,...) oder doch?
Den „Klappspaten“ hatten wir ja schon einmal und ich finde, den Begriff anschaulich! +
Im nächsten Satz vermeidest du zwar das Adjektiv (durch „außer Rand und Band“) allerdings nicht das passive „war“ (scheint dein Stil zu sein^^). Hier gilt wieder der Satz: Show don´t Tell! Frage dich am besten: Wie bin ich, wenn ich „außer Rand und Band“ bin?
Besser: Mein Grinsen zog sich über das ganze Gesicht und ich konnte nicht aufhören zu graben.
„...holte ich eine Schaufel nach der anderen...“: hat dir dein Gerät nicht vorher angezeigt, dass sich das Gold wenige cm unter dir befindet?
„schwenkte“: tolles Verb, das ein Bild im Kopf hervorruft.
„den ich ausgehoben hatte.“: könnte weggelassen werden, da das eigentlich klar ist.
„Signal“: Ein mehr oder weniger totes Nomen! Was für ein Signal?
Besser: Der Detektor gab ein „BEEEP!“ von sich.
„Fundstück“: gutes Nomen!


Zitat:

Mein Herz pochte wild und schien zu explodieren. Ich war übermütig und nichts konnte mir mehr Angst machen.
Ich hatte alles um mich herum vergessen. Das einzige, was jetzt noch zählte, war das Metallobjekt zu bergen. Ich wühlte wie von Sinnen in dem Dreckhaufen nach Wertgegenständen. Die Gier des Menschen ist das stärkste Antriebsmittel eines Schatzjägers. Ich fühlte mich großartig und es war wie ein “6er im Lotto”.


„Mein Herz pochte wild...“: Fast den gleichen Satz hast du schon einmal verwendet um Spannung aufzubauen. Da muss was neues her, sonst langweilt sich der Leser!
Nächster Satz: Show, don´t tell! Wie bist du, wenn du übermütig bist und dir nichts mehr Angst machen kann?!
z.B: Ich rammte die Schaufel immer wieder in den Dreck und konzentrierte mich dabei nur noch auf den Schatz.
„wie von Sinnen“: guter Vergleich! +
„Dreckhaufen“: starkes Nomen
„Die Gier des Menschen...“: Satz ist dir sehr gut gelungen
„Ich fühle mich...“: Das Adjektiv kann man umschreiben.
Besser: Glücksgefühle stiegen mir zu Kopf, wie wenn ich gerade einen „6er im Lotto“ hätte.  
Der Vergleich passt. + (auch wenn er sich ja noch nicht sicher ist, ob er wirklich was findet)^^

Zitat:
Immer wieder hob ich eine Hand voller Dreck unter den Metalldetektor, in der Hoffnung, dass er anschlagen würde. Aber der Detektor blieb stumm und ließ mich weiter suchen. Als ich schon aufgeben wollte, da reflektierte das Licht meiner Kopfleuchte. Endlich, ich hatte es gefunden!
Die Enttäuschung aber war groß, als ich nur einen Gewandknopf fand. Das einzige, was mich tröstete, dass er aus purem Gold und mehrere hundert Jahre alt war.
Sofort packte ich den Knopf in meine Jackentasche und ging ein letztes Mal mit meiner Spule über das von mir ausgehobene Loch.


„Hand voller Dreck“: Hand voll Dreck gefällt mir persönlich besser. Klingt nicht so holprig.
Der grüne Teil gefällt mir, da er den Leser anspricht.
Der nächste Satz finde ich, ist nicht so der Hit. Da könnte noch etwas Spannung aufgebaut werden.
Etwa so: Ich
„aber“: kann man weglassen
Das einzige, was dich tröstete?! Ich wäre überglücklich, wenn ich einen Gewandknopf aus purem Gold finden würde. Der wäre doch einiges Wert. Oder erwartet dein Protagonist etwa die Entdeckung ganzer Schatzkammern?
Woher weiß der Protagonist sofort, dass der Knopf mehrere hundert Jahre alt ist? Steht das Prägungsdatum drauf? Wenn ja, dann schreib das auch so!
Das „war“ finde ich auch wieder suboptimal: mehrere hundert Jahre alt sein musste.
„Spule“: Sollte wohl ein Synonym sein? Naja ich kann es nachvollziehen, auch wenn eine Spule wohl nicht das Gleiche wie ein Detektor ist.

Zitat:
Erneut zeigte mir der Detektor eine Metallart an, die zwischen Silber und Bronze schwankte. Von der Gier überwältigt schaufelte ich wie ein Verrückter auf dem Acker und vergrößerte von Minute zu Minute das Loch. Plötzlich war der Schlag von Metall auf Metall zu hören. Ich zog meinen Spaten aus dem Loch und fingerte im Matsch nach dem Fundstück. Schon nach wenigen Minuten zog ich ein keltisches Amulett aus Silber aus dem Morast. Das Amulett zeigte einen Baumkreis, in dessen Mitte befand sich ein mir unbekannter brauner Mineralstein, in den eigenartige Runen geritzt waren. Ohne das Amulett lange zu betrachten, packte ich es sofort zu dem Gewandknopf, um auf Nummer sicher zu gehen.


Gefällt mir, dass sich der Detektor noch nicht genau festlegt. Jetzt müsste man nur wissen, ob der Unterschied zwischen Silber und Bronze so gering ist, dass ihn ein Detektor nicht auseinander halten kann. Aber vielleicht hast du es ja rechachirt.
Die ersten zwei Sätze sind toll: keine Adjektive, gute Nomen, guter Vergleich
„war“: Plötzlich vernahm ich das Klirren von Metall auf Metall
Wie kann man den Schlag hören? Kann man nicht nur das Geräusch, welches dabei entsteht hören?
„fingerte“: gutes Verb, erzeugt ein Bild
„Morast“: gutes Synonym zu Matsch, Dreck
Der nächste Satz ist zu kompliziert.
Besser: Das Amulett zeigte einen Baumkreis. In dessen Mitte hob sich ein mir unbekannter brauner Mineralstein hervor. Auf ihm erkannte ich Runen, die wohl vor langer Zeit eingeritzt wurden.
„befand“: Ist ein statisches Verb, das kein Bild hervorruft. Besser, wie im Beispiel
Wenn der Protagonist die ganzen Einzelteile auf dem Amulett erkennt, betrachtet er es dann nicht doch lange? Obwohl lange ja wieder realtiv ist ^^
„um auf Nummer sicher zu gehen“: Was meinst du damit. Hat er Angst das Amulett zu verlieren? Hat er Angst, dass es gestohlen wird? Schreib, warum er auf Nummer sicher gehen will!
Oh sorry, das kommt ja im nächsten Absatz -.-
 
Zitat:
“Es könnte mich ja jemand erwischen!” dachte ich mir.
Meine Gier nahm kein Ende und so schwenkte ich den Detektor erneut über die Grube und noch immer befanden sich verschiedene Metalle in dem Loch. Desto mehr Dreck ich aus dem Loch schaufelte, desto mehr Metalle erkannte meine Sonde. Könnt ihr euch vorstellen, wie es ist, wenn ihr vor eurem Briefkasten steht und jemand schiebt ununterbrochen Geldscheine hindurch? Dann könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich in jener Nacht fühlte. Es war wie ein Zwang weiter zu suchen und nichts schien mir wichtiger zu sein als dieses Dreckloch.   Wieder und wieder beugte ich mich über das Loch und förderte mehrere Gegenstände zu Tage. Ich fand einen blauen, gondelförmigen Keltenstein, einen seltsamen Stab aus Knochen, in den filigrane Symbole eingearbeitet worden waren und einen Ritualdolch, der teils aus Gold und teils aus Bronze bestand. Als ich dachte, alles gefunden zu haben, was zu finden war, da stieß ich auf eine kleine Marmorplatte. Ich konnte Runen erkennen, die in die Oberfläche der Platte eingeritzt waren. Aber als ich die Platte berührte, um sie aus dem Schlamm zu ziehen, da geschah es.
  

Den Anfang dieses Absatzes finde ich gut gelungen!
„befand“: hab ich ja schon öfter angemerkt, was mich daran stört
„Loch“: Dafür müsste sich ein lebendigeres Nomen finden lassen außerdem wiederholt sich das Wort gleich im nächsten Satz.
„Sonde“: Hmm... Wieder ein Synonym für den Detektor... Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber eine Sonde ist doch etwas anderes, als ein Detektor oder?
Eigentlich gefällt mir der Vergleich. Doch ich bin mir mit mir selbst nicht ganz einig, ob er hier passt... Auf jeden Fall viel besser als ein einfaches Adjektiv, weil auch der Leser einbezogen wird.
„Dreckloch“: tolles Nomen
Die Aufzählung der gefundenen Gegenstände, finde ich nicht gut. Man könnte das in mehrere Sätze unterteilen und dafür z.B. das filigrane Symbol etwas genauer zu beschreiben. „Filigran“ erzeugt bei mir kein Bild im Kopf; es würde kaum einen unterschied machen, ob es darstünde oder nicht.
„bestand“: Das ist wieder so ein statisches Verb.
Besser: Einen Ritualdolch, dessen Material sich aus Gold und Bronze zusammen setzte.
„da“: kann weggelassen werden und klingt dann auch besser.
„Ich konnte Runen erkennen,...“:  Mich stört wieder das Passive.
Besser: Ich konnte Vertiefungen in der Platte erkennen, die wohl Runen darstellen sollten.
„Aber als ich die Platte berührte,...“: Mach es dir einfacher. Einfachere Sätze sind meistens besser zu lesen.
Besser: Mit beiden Händen wollte ich die Platte aus dem Schlamm ziehen, als es geschah.
Zitat:


Plötzlich verdichtete sich der Nebel wieder und eine finstere Regenwolke schob sich zwischen Himmel und Erde und verbarg das helle Licht des Mondes.
Jeder Bodenfund hatte eine Geschichte und diese Geschichte hätte für immer unter diesem Acker verborgen bleiben müssen. Mein Körper spürte, dass an diesem Ort etwas Merkwürdiges vor sich ging, aber meine Gier war stärker und ließ mich weiterhin im Morast nach der Platte wühlen. Endlich bekam ich die Marmorplatte in Größe einer Schuhschachtel zu greifen und konnte mit all meiner Kraft daran ziehen. Es fiel mir sichtlich schwer, sie aus dem schlammigen Boden zu ziehen. Aber meine Gier ließ mich über mich selbst hinauswachsen und so barg ich eine wertvolle Marmortruhe. Als ich die Truhe umfasste, um sie zu öffnen, da lief mir plötzlich ein Schauder über den Rücken. Mir kam ein Gedanke, den ich am liebsten gleich wieder verworfen hätte. Konnte es sein, dass ich...?
  

Den ersten Satz finde ich zu lang.
Besser: Plötzlich verdichtete sich der Nebel wieder. Eine Regenwolke schob sich zwischen Himmel und Erde und verbarg das Licht des Mondes.
Nächster Satz gefällt mir wieder gut.
Beim nächsten Satz könnte ein Punkt eingeschoben werden: Mein Körper spürte, dass an diesem Ort etwas Merkwürdiges vor sich ging. Doch die Gier ließ mich weiterhin im Morast nach der Platte wühlen.
„weiterhin im Morast nach der Platte wühlen“: Hat er die Platte vorhin nicht schon erkannt und berührt?
„Schuhschachtel“: Vergleich ist gut.
„Es fiel mir sichtlich...“: Kann man das sichtlich nicht beschreiben?
z.B: Der Kopf lief mir vor Anstrengung rot an, als ich die Platte aus dem schlammigen Boden ziehen wollte.
„so barg ich eine wertvolle Marmortruhe.“: Dieser Teil gefällt mir nicht. Es erzeugt keine Szene.
Besser: Aber meine Gier lies mich über mich selbst hinauswachsen. Die Platte löste sich mit einem Ruck aus dem Schlamm und ich wurde nach hinten geschleudert.
„Konnte es sein, dass ich...? „: finde ich gut, baut Spannung auf.

Zitat:
Nein, so durfte ich nicht denken, ich durfte meiner Phantasie in dieser Nacht keine Chance mehr lassen. Langsam wurde mir kalt und ich hatte genug von diesem Acker. Schnell wollte ich mich aufrappeln, um das Loch wieder zu schließen, um keine Spuren zu hinterlassen. Aber mein Körper war schwer und meine Bedenken groß. Und wieder bedrückte mich die Frage: “Was wäre wenn?”
Schließlich schaffte ich es, mich auf zu rappeln und meine Spuren zu verwischen. Noch ließ ich die Truhe verschlossen, packte meine Sachen und trat den Heimweg an. Meine Gedanken ließen mir keine Ruhe und immer wieder stellte ich mir die Frage: “Was wäre wenn?”  


Nein, so durfte ich nicht denken Punkt
Wie kann einem langsam kalt werden? Höchstens wenn die Temperatur langsam absinkt...
Nach dem Adjektiv „schwer“ könnte ein Vergleich verwendet werden.
z.B. Mein Körper war schwer wie Blei.
Warum will er seine Spuren verwischen? Darf niemand wissen, dass er hier war? Gib einen Grund an, aber vlt folgt der ja später...  

Zitat:
Desto mehr ich darüber nachdachte, was ich Schreckliches ahnte, desto mehr Angst flöste es mir ein. Mein Herz pochte wild, als ich durch den finsteren Wald musste, in dem ich mein Auto abgestellt hatte. Auf einmal verspürte ich so ein seltsames Gefühl in meiner Lunge. Es war heiß und kalt zugleich und tat ein wenig weh. Mein Mund schien auszutrocknen und neuer Speichel blieb aus. Meine Lippen wurden spröde und platzten allmählich auf. Alles hatte damit begonnen als ich diesen Acker betrat. Ich wünschte mir, die Zeit nur ein einziges Mal zurück drehen zu können. Aber es war geschehen und jetzt musste ich sehen, ob sich meine schreckliche Vermutung bewahrheitet. Ich hatte schon einmal davon gehört. Aber jetzt war ich selbst davon betroffen und meine Angstgefühle wurden von Minute zu Minute schlimmer. Der Angstschweiß lief mir vom Kopf über den Rücken und bescherte mir ein unheimliches Schaudern. Obwohl ich schwitzte, war mir eiskalt und ich wurde das Gefühl nicht los, dass mich irgendetwas begleitete.

„heiß und kalt zugleich“: Ich frage mich, wie das möglich ist^^
„schien“: Warum scheint der Mund deines Protagonisten nur auszutrocknen? Trocknet er nicht tatsächlich aus?
Besser: Mein Mund trocknete aus, da neuer Speichel aus blieb.
„allmählich“: kann man weglassen.
„meine Angstgefühle“: Das könnte man besser zeigen, wenn man die Handlung der Hauptperson darstellt.
z.B. Ich blickte mich immer wieder nach allen Seiten um.
Der Schluss des Absatzes gefällt mir.

Zitat:
Immer wieder fragte ich mich: “Was wäre wenn?”
Diese verdammte Frage:”Was wäre gewesen, wenn ich daheim geblieben wäre?” quälte mich und ließ mir keine Ruhe.
Die Angstgefühle wurden unaufhörlicher und meine Sinne spielten verrückt. Meine Knie wurden weicher und weicher und es fiel mir schwer, mich auf den Beinen zu halten.
“Was war nur los mit mir?” fragte ich mich wieder und wieder
“War es vielleicht wirklich so?”
“Hatte sich in dieser Nacht meine schreckliche Vermutung bewahrheitet?”
Ich wusste nicht, wie mir geschah. Es schossen tausend Gedanken durch meinen Kopf. Ich stand so neben mir, dass ich nicht einmal bemerkte, dass ich an meinem eigenen Auto vorbei lief. Am ganzen Körper hatte sich meine Haut zu einer Gänsehaut zusammengezogen und ein seltsames Kribbeln überkam mich. Meine Nackenhaare sträubten sich, als ich einen großen, schwarzen Eber vorbei huschen sah. Der Eber war doch ein keltisches Krafttier und heilig in den Kreisen der Druiden.


„Was wäre wenn?“: langsam wiederholt sich der Satz ziemlich oft und der Leser möchte aufgeklärt werden.
„unaufhörlicher“: Hört sich nicht gut an. Können Angstgefühle unaufhörlicher werden? Entweder sie sind da oder nicht.
„ meine Sinne spielten verrückt“: Auch das kann natürlich noch etwas genauer beschrieben werden. Hört er Stimmen? Roch er irgendetwas eigenartiges?
„Ich stand so neben mir, dass ich nicht einmal bemerkte, dass ich an meinem eigenen Auto vorbei lief.“: Der Satz ist so zu komplex.
Besser: Plötzlich hielt ich inne und bemerkte, dass ich mein Auto schon längst erreicht haben müsste. War ich etwa vorbei gelaufen?

Zitat:
Endlich bemerkte ich, dass mein Auto wenige Meter hinter mir stand.
Ich war tief in meiner Gedankenwelt versunken und wusste nicht, was ich glauben sollte. Eigentlich war ich ja nicht abergläubisch, aber alles schien so offensichtlich und immer diese quälende Frage, die mich in den Wahnsinn trieb:
“Was wäre wenn?“
Plötzlich schreckte ich durch den Ruf eines Raben auf. Mit immer schneller werdendem Schritt lief ich schnurstracks auf mein Auto zu. Ich konnte meinen Augen nicht trauen. Was ging in dieser Nacht nur vor sich?
Auf meinem Auto hatten es sich hunderte Amseln gemütlich gemacht und blickten mich mit ihren furchteinflössenden Augen an:
“Ich konnte mich irren, aber was wäre wenn? Ja! So musste es sein! Alles sprach für meine schreckliche Vorahnung!”
Ich durfte mir jetzt nichts anmerken lassen. Wagemutig ging ich auf mein Auto zu. Ich fragte mich immer wieder:
“Warum meine Gier stärker als mein Verstand war! Ich hatte diese Vorahnung. Aber warum habe ich nichts unternommen? Was wäre gewesen wenn?”


Wenn alles so offensichtlich scheint, warum wusste er dann nicht, was er glauben sollte?
Den dritten Satz, finde ich zu lang.
Besser: Eigentlich war ich nicht abergläubisch, aber alles schien so offensichtlich. Mich beschäftigten immer diese quälende Frage, …
“Ich konnte mich irren,“: Ich glaube nicht, dass hier Anführungszeichen nötig sind. Er denkt es ja nicht Wortwörtlich so, sondern du schreibst es in der Erzählform
Wenn dann so: „Ich könnte mich irren, aber was wäre wenn? Ja! So muss es sein! Alles spricht für meine schreckliche Vorahnung!“
Am Schluss des Absatzes das gleiche Problem. Außerdem will ich als Leser jetzt endlich wissen, was los ist und nicht immer nur diese Wiederholung der Frage: Was wäre wenn? Lesen. ^^

Zitat:
  Schnell riss ich die Fahrertür auf, warf mein Equipment auf den Rücksitz und gab Vollgas. Ich fuhr so schnell ich konnte, um endlich diesen unheimlichen Wald hinter mir zu lassen. Aber dann geschah etwas, was ich mein ganzes Leben niemals vergessen werde. Vielleicht kennt jemand von euch dieses Gefühl, beobachtet zu werden. Man sitzt in seinem Auto und weiß, dass man eigentlich alleine ist. Jedoch hat man dieses Gefühl, dass man von den Blicken eines anderen durchbohrt wird. Dieses Gefühl wird nur noch bekräftigt, wenn man sich plötzlich auf einer gottverdammten Waldstraße in der Pampa befindet. Aber kennt ihr auch dieses Gefühl, wenn ihr die Anwesenheit eines anderen spürt und es nicht wagt, in den Rückspiegel zu sehen, weil ihr Angst davor habt, jemanden darin zu sehen, der eigentlich nicht da sein dürfte? Ich spürte, wie mich die Blicke eines anderen durchbohrten und ich spürte seine Anwesenheit. Obwohl meine Heizung auf 32°C stand, herrschte in meinem Auto eine Eiseskälte. Jedoch wagte ich den Blick in den Rückspiegel keineswegs. Zu groß war meine Angst, das zu sehen, was ich mir in meiner Phantasie ausmalte.
In jener Nacht fand mich das, nach dem ich suchte, aber niemals finden wollte.
Schon in meiner Kindheit hatte ich von diesem Ammenmärchen gehört. Aber ich hätte niemals gedacht, dass ich einst auf den Grund dieses Märchens stoßen würde.
“Hütet euch vor der Wahrheit. Sie zeigt die Abgründe der Menschheit, die Schwächen und die Ängste!“
Von nun an gab es kein Zurück mehr. Jetzt war ich ein Teil dieses Ammenmärchens.


Wenn er die Fahrertür aufreißt und los rast, was passiert dann mit den Amseln, die auf dem Auto sitzen? Bleiben die einfach sitzen und fahren mit? Wohl kaum! Beschreibe, was mit ihnen passiert! Sie werden aufgescheucht etc...
Zur ersten roten Passage: So umständlich brauchst du es gar nicht zu beschreiben.
Einfacher: Ich spürte, dass Blicke mich durchbohrten. Ich war mir sicher, dass jemand in meiner Nähe lauerte.
Ich glaube jeder kennt das Gefühl, beobachtet zu werden und kann mit diesem einfachen Satz alles nachvollziehen.
„Obwohl meine Heizung auf 32°C stand,“: Das ist eine gute Umschreibung für die Temperatur. Auch wenn eine so genaue Angabe meist nicht nötig ist, wenden auch Profis oft diesen Trick an. Auf jeden Fall besser als. Obwohl es 32°C warm war,...
„ Eiseskälte“: Gute Umschreibung für das Adjektiv „kalt“. Ein tolles Nomen, das einen Vergleich in sich enthält.
 Auf jeden Fall besser als: … war es in meinem Auto kalt.
„ ich suchte, aber niemals finden wollte“: Diesen Satz kapier ich jetzt. Och man. Ich hätte so gerne eine Auflösung am Ende gehabt!
Was ist dieses  Ammenmärchen?!

Zusammenfassung:
Ich fand den Text relativ gut. Du kannst sicherlich noch viel aus Ralphies Schreibschule lernen, aber einiges hast du schon gut umgesetzt. Manche Formulierungen klingen noch holprig und oft machst du es dir viel komplizierter, als es hätte sein müssen.


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BeitragVerfasst am: 24.10.2009 23:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Mich stört das Passive. Warum nicht einfach: Mir spielte die Phantasie …


Hallo du. Was genau meinst du mit "passiv" an der Stelle? Eine Passivkonstruktion liegt vor, wenn etwas mit dem Subjekt des Satzes geschieht, ohne das dieses aktiv daran beteiligt ist.

"Die Phantasie spielt mir einen Streich" ist in diesem Fall ein "Aktivsatz", da "Phantasie" das Subjekt und "mir" das Objekt des Satzes ist. Ob es sich um einen Aktiv oder Passivsatz handelt hat nichts damit zu tun, ob etwas mit dem Protagonisten geschieht, oder ob der Protagonist selber handelt, sondern lediglich damit, welches Wort im Satz das Subjekt ist, und welches das Objekt.




Ich glaube du hast da etwas durcheinander gebracht, nur so am Rande  Wink

Ansonnsten kann ich dir weitgehend zustimmen.
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BeitragVerfasst am: 25.10.2009 11:59    Titel: Hi, pdf-Datei Antworten mit Zitat

also der Text, der wurde von euch wirklich grandiös unter die Lupe genommen. Damit kann ich den Text noch spannender gestalten.

Danke!
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EnternalDark
Geschlecht:männlichAbc-Schütze


Beiträge: 5



BeitragVerfasst am: 25.10.2009 12:04    Titel: Das Ammenmärchen pdf-Datei Antworten mit Zitat

ZYS, also du hast meinen Text wirklich super und sehr ausführlich unter die Lupe genommen. Dafür bedanke ich mich erstmal bei dir. Du hast dich mit der jede Textpassage wirklich wie ein Profi beschäftigt und mir zu neuen Ideen verholfen.

Also ich überarbeite den ganzen Roman noch einmal gründlich mit deinen Verbesserungsvorschlägen. Danach wird mein Kurzroman von ca. 50 DIN-A4 Seiten fertig sein.

Wenn du willst, dann schenke ich dir ein Exemplar, und du kannst ja wenn du willst wieder Verbesserungsvorschläge anbringen.

Danke!!
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ZYS
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 26
Beiträge: 99



BeitragVerfasst am: 25.10.2009 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
ZYS, also du hast meinen Text wirklich super und sehr ausführlich unter die Lupe genommen. Dafür bedanke ich mich erstmal bei dir. Du hast dich mit der jede Textpassage wirklich wie ein Profi beschäftigt und mir zu neuen Ideen verholfen.


Juhuu! War auch sehr viel Arbeit (ca. 3-4 Stunden)

 
Zitat:
Wenn du willst, dann schenke ich dir ein Exemplar, und du kannst ja wenn du willst wieder Verbesserungsvorschläge anbringen.


Du kannst mir gern eines schenken, aber wenn man die Zeit zur Überarbeitung auf 50 Seiten hochrechnet?! Ich weiß nicht, ob ich dann irgendwan fertig werde^^

Zitat:
Ich glaube du hast da etwas durcheinander gebracht, nur so am Rande Wink

stimmt  Shocked

Zitat:
Ansonnsten kann ich dir weitgehend zustimmen.

jippi! Hätte gedacht da is noch mehr falsch  Wink


_________________
mfg zys
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