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Probber
Geschlecht:männlichMr. Probbaventura


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BeitragVerfasst am: 06.10.2009 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Bei der Lektüre gingen mir viele Gedankenbruchstücke durch den Kopf - sowas wie Paranoia, Psychose usw.
Bei dieser Stelle dachte ich sogar an Ally McBeal:
Zitat:
Was würde geschehen, ginge ich hinaus und würde die Frau ansprechen?
„Guten Tag. Darf ich fragen, was Sie hier tun?“, frage ich sie.
„Ich lebe von nun an hier. Damit müssen Sie sich abfinden“, antwortet sie.
Ihre schwarze Kehle bebt, denn sie verspottet mich.
„Sie sind sich des Sieges sicher, ja? Ich habe viele Verbündete hier. Den Hof habe ich schon beobachtet, als Sie noch durch die Gassen geschlichen sind“, sage ich zornig.
Ihr Lachen, das die einzige Antwort ist, krächzt bis in alle Stockwerke hinauf.



Wir haben hier also das Psychogramm eines einsamen, verbitterten Mannes mit gewissen Eigenschaften einer verrückten Rechtsanwältin.
Mir gefällt's. Laughing
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Murmel
Geschlecht:weiblichSchlichter und Stänker

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BeitragVerfasst am: 06.10.2009 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

Der Einstieg ist etwas verwirrend und der Leser bleibt dem Rätseln belassen, wer der Ich Erzähler eigentlich ist. Die Reflektionen des Erzählers sind altbekannt, aber es gibt eine Pointe, auf die das Ganze zuläuft. Trotzdem bleiben die Erzählstränge ungelöst.

Vom Erzählstil nicht ganz flüssig.


_________________
*Koppelmord - Carlsen Instantbooks 2013
*Flauschangriff - Piper/Weltbild 2014, Piper Fahrenheit 2017
*Katertage zum Verlieben - Thienemann 2014
*Bocktot - Gmeiner-Verlag 2017
*Brunnenleich - Gmeiner-Verlag Juli 2018
*Gut Gebellt, Katze - Edel Elements September 2018
*Schwarze Küste - Gmeiner Verlag Februar 2019
*Marias Geheimnis - Weltbild/Edel Elements 01.03.2019
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versgerber
Geschlecht:männlichHobbyautor

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Der Bronzene Wegweiser


BeitragVerfasst am: 09.10.2009 07:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

Auch hier erstmal ein Lob für die Konzentration, die es benötigt, einen solch langen Text in zwei Stunden zu schreiben.
Der Anfang weckt, wie vermutlich beabsichtigt, sofort Interesse.
Erst dachte ich tatsächlich du schreibst aus der Perspektive eines Hundes, wär auch ne Interessante Idee gewesen^^
Der Stil sitzt auch sicher, aber ich finde du versteifst dich ein wenig zu sehr auf das Schaffen der bedrohlichen Atmosphäre.
Es ist sehr gut, dass du deinen paranoiden Protagonisten so eindringlich zeichnest, aber irgendwann nerven die ganzen mysteriösen Andeutungen.
Ein paar Erläuterungen zu den viel benannten Aufzeichnungen des alten Mannes wären angebracht gewesen.
lg


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Lachen kann so leicht sein, wenn man genügend oder gar keine Gründe hat
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Valeska
Waldohreule

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Beiträge: 2896
Wohnort: Wolke 7


BeitragVerfasst am: 09.10.2009 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ziemlich eindringliche Geschichte, obwohl der Anfang mich etwas ... irritiert hat.

Hier wurde es mir persönlich dann etwas zu lang:

Zitat:
Sie scheint mit diesem Vorfall gewachsen zu sein. Mit entschlossenen Bewegungen sammeln große Hände die Zeitungen, und ihr Körper wuchtet sich auf die Bank. Es würde mich nicht wundern, käme mein Nachbar heraus, um sie einzuladen, in einem warmen Bett zu schlafen.
„Ist es nicht an der Zeit, ins Haus zu gehen und Ihre Eroberungen zu genießen?“, würde er fragen.


Aber alles in allem, gute Leistung.

Gruß


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so bin ich
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Enfant Terrible
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 10.10.2009 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Respekt an den unbekannten Autor, der in einer so kurzen Zeit eine beachtliche Menge an Text fabriziert hat, noch dazu in einer durchgehend guten Stilistik. Homogen und geschult, ohne Ausfälle, ohne Unstimmigkeiten. Die Geschichte wirkt gewöhnlich, doch etwas unterscheidet sie von ähnlichen Texten. Die Kälte des Beobachters kommt klar heraus; in seinem Umfeld ist die eingeflochtene Gesellschaftskritik gut spürbar, aber noch so fein, dass man sie entdecken muss - sie wird nicht mit dem Holzhammer eingeprügelt. Finde ich ausgesprochen positiv. Insgesamt ist der Text sehr gekonnt, und bei seiner Länge dennoch lohnend - eben weil er auf Superlative verzichtet und mit erkennbarer Kenntnis der Materie Menschen darstellt.

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Bananenfischin
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Moderatorin

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Silberne Harfe



BeitragVerfasst am: 10.10.2009 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

Sprachlich auf hohem Niveau, doch im Stil nicht ganz eindeutig, es gibt einige Brüche, die für mich das Gesamtbild stören und im Zusammenhang mit dem Rest dann schon wie Schnitzer wirken. Auch wurde mir der Text beim Lesen etwas zu lang.
Ganz wunderbar finde ich den ersten Abschnitt und auch, wie die Metapher des Dorns am Ende noch einmal aufgegriffen wird. Den letzten Satz finde ich für sich genommen auch sehr gelungen, doch wo die "Scham" plötzlich herkommt, hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Es mag an mir liegen, aber jedenfalls habe ich keine Vorausdeutungen dafür finden können.


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»Ob ich mir eine Dramatisierung meiner Bücher vorstellen kann? Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, in meinen letzten vier Büchern gibt es keine Handlung.« (Andreas Maier im Gespräch mit Raimund Fellinger, 2015)
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halcyonzocalo
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BeitragVerfasst am: 10.10.2009 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ein wirklich schöner Text. Der senile alte Onkel, der vollkommen verrückt wird und das Ende, was ihn in die realität zurückholt. Der letzte Satz ist absolut grandios.

Der Stil ist detailverliebt und der Text rechtschreibsicher. Sehr schön.

8 Federn


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Die minimaldeterministische Metaphernstruktur mit ihrer mytophoben Phrasierung spiegelt den ideeimmanent abwesenden Bedeutungsraum.
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sleepless_lives
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BeitragVerfasst am: 10.10.2009 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

Brillantes Anfangsbild mit dem an (virtuellen) Ketten aufgehängtem Beobachter (ich hatte allerdings, weil ich keine Vorstellung von jemand an Ketten hatte, an ein Kruzifix gedacht und hätte das fast noch passender gefunden). Sprachlich sehr gut, auch wenn mir nicht alle sprachlichen Bilder gefallen und ich die gelegentlich auftauchenden altertümliche Ausdrücke unpassend finde (obwohl man könnte ohne Weiteres argumentieren, dass das die Stimme des alten Mannes ist). Leider zieht sich die Geschichte in die Länge und verliert unterwegs ihre Fassbarkeit und, pathetisch ausgedrückt, ihre Seele. Das erstere, weil sie die Dinge nur aneinander reiht (allerdings, das mit den Tauben ist großartig), das zweite, weil sie nicht über das Stereotyp des im Rohlstuhl sitzenden, alten, paranoiden Mannes hinauskommt. Er bleibt irgendwie zweidimensional, scheint keine Vorgeschichte zu haben, die irgendwo mal kurz aufleuchten würde. Eine Kunstfigur also, und dagegen ist eigentlich nichts zu sagen, aber mich packt die Geschichte dann eben nicht so. Die Vermutung einer drohenden Gefahr für den Protagonisten gegen Ende holt mich dann als Leser wieder an Board.
Insgesamt kommt mir der Stil so vor, als würde ihn von irgendwo her kennen, kann aber nicht sagen woher.


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Es sollte endlich Klarheit darüber bestehen, dass es uns nicht zukommt, Wirklichkeit zu liefern, sondern Anspielungen auf ein Denkbares zu erfinden, das nicht dargestellt werden kann. (Jean-François Lyotard)

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Olifant
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BeitragVerfasst am: 11.10.2009 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo FFF-Teilnehmer,
aufgrund der erstaunlich hohen Anzahl an Beiträgen, musste ich mir für die Bewertung ein einfaches, einheitliches Schema zurechtlegen.
Für meine Feststellungen fehlen daher meistens die Begründungen oder Beispiele. Falls mehr Details gewünscht sind, einfach bei mir melden! wink
 Sprache/Rechtschreibung/Stil:
Einwandfrei. Kritik wäre hier fehl am Platz.

Was mir besonders auffiel?
Wieder einmal ein unglaublich langer Text, bei dem man sich fragt, wie viele Anschläge der Autor pro Minute hinlegt, wenn er nicht noch zusätzlich überlegen oder denken muss. Der Text ist grundsätzlich eine ausgezeichnete Studie über die Gedankengänge eines eingesperrten Menschen, der im Rollstuhl sitzt, und dessen Kriege im Geiste ausgefochten werden. Die Obdachlose steht zwar im Mittelpunkt seines Konflikts, ist aber dennoch nur eine Randfigur, die eigentlich gar nichts mit dem Protagonisten zu tun hat. Interessante Perspektive und hervorragend umgesetzt!

Mein Gesamteindruck
Gute Idee, die sprachlich ganz ausgezeichnet umgesetzt wurde. Die Länge des Textes fasziniert mich obendrein. Sehr gut!
 Daumen hoch


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Liebe Grüße,

Olifant
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Alogius
Geschlecht:männlichKinnbeber

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Beiträge: 3643

Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 11.10.2009 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Moin allerseits,

ich danke allen Rezensenten recht herzlich - offenbar haben die Wertungen ausgereicht...  Embarassed

Ich möchte kurz einiges aufgreifen. Falls ich jetzt einen Kommentar nicht aufgreife, so liegt das nicht am Kommentar oder am Rezensierenden, sondern daran, dass ich das so einfach stehen lasse. wink

Projekt:
Zitat:
Schade, dass die Geschichte morbid enden musste. Sowas hinterlässt bei mir immer einen schalen Beigeschmack, gerade so, als sei dem Schreiber nichts originelleres eingefallen, um eine Geschichte abzuschließen. Hanswerklich nahezu perfekt, abgesehen von der einen oder anderen unglücklichen Formulierung.

Ein anderes Ende war mir einfach nicht möglich. Das Bild des Dorns war einfach da.

Soraya:
Zitat:
Sprachlich ist das absolut makellos und äußerst beeindruckend - meine Hochachtung dafür! Inhaltlich fehlt mir aber leider über weite Teile der Zugang, das muss ich ehrlich sagen... Es hätte der Idee und auch dem Charakterentwurf des Beobachters meines Erachtens nicht geschadet, den Mittelteil drastisch zu straffen.

Danke.
Und: Schade, wenn er fehlt(e), aber ich denke, wie alles, so ist auch dies auch eine Geschmacksfrage.

Eddie:
Zitat:
Der Schrecken bleibt im Dunkeln, und das macht eine gute Geschichte aus, die auf Angst im Kopf des Lesers abzielt.

Das war zumindest mein Ansinnen, ja. Danke.

femme-fatale233:
Zitat:
Auch die Idee gefällt mir, zwei schwache Glieder der Gesellschaft einen Machtkampf austragen zu lassen - das hat was.

Wobei dieser Machtkampf natürlich eigentlich nur in der Theorie stattgefunden hat.

Eredor:
Zitat:
Ich habe mich erschreckenderweise amüsiert.

So ging es mir allerdings auch. Passiert mir oft, wenn ich neben der Realität schreibe...^^

Mardii:
Zitat:
Er stellt für mich eine kleine dramatische Handlung dar, die mich gleich in ihren Bann gezogen hat. Nach meinem Lesemarathon hat sie mich am meisten berührt.

Vielen Dank.
Um die Dramaturgie machte ich mir große Sorgen...aber scheint ja weitgehend zu funktionieren.

Pripri:
Zitat:
Ein Puzzle der Gefühlsspektren von Neid, Angst, Wut bis hin zu Selbstmitleid und Scham - so erscheint mir der Text.

Ja. Zur Scham schreibe ich gleich noch etwas.

Mondblume:
Zitat:
Der Vergleich Kette - Rollstuhl ist sehr bildlich

Danke. Sie kam mir anfangs unpassend vor - gegen 20:50 Uhr nicht mehr.^^

Daydreamer:
Zitat:
Irgendwie sind der Anfang und das Ende verwirrend, aber die Geschichte ist spannend zum lesen.

Warum?

Gaukler:
Zitat:
Habe jedenfalls drei Anläufe gebraucht, um bis zum Ende durchzukommen. Allerdings ist er sprachlich und inhaltlich (von der Idee her) gut gelungen: sehr solide, saubere Arbeit!

Danke. - Und ich fand ihn "zu simpel" gestrickt... o O wink

KayMan:
Zitat:
Eine Meisterleistung, die hier nahezu konkurrenzlos steht, und die einen großen Teil der Beiträge in den Schatten stellt.
Ich wünschte, ich hätte ihn noch nicht so früh entdeckt.
Hut ab, Tom, und das wage ich zu schreiben, weil ich felsenfest davon überzeugt bin, dass der Text von Dir ist.

Da lagst Du dann wohl richtig - vielen Dank!!

Merlinor:
Zitat:
Man kann die aus seiner zunehmenden Vereinsamung resultierenden Ängste und Phantasien, mit denen er auf die Störung seines Umfeldes reagiert, gut nachvollziehen.

Danke - meine Befürchtung war das Gegenteil! wink

Nihil:
Zitat:
So gut ich die Metapher an sich auch finde, du hättest gleich deutlich machen müssen, dass es ein Bild ist und nicht Realität.

Das habe ich doch:
Zitat:
"Darum stelle ich mir den Dorn vor, denn eine Kette gibt es auch nicht."

Zitat:
aber dass du etwas so Wichtiges wie die Querschnittslähmung verschweigst, hat mich in der Mitte des Textes so richtig rausgeworfen

Ich hielt es für eine annehmbare Wende oder Überraschung. Schade. wink

Zitat:
aber ich persönlich finde es nicht fair, jemandem nur wegen einer Lähmung solche Paranoia und teilweise rechtsradikale Gedanken anzudichten. Dann lieber von Anfang an sagen, dass der Kerl "einfach nur" ein Nazi ist und die Sache wäre gegessen.

Ob er ein Nazi ist? Für mich ist es jemand, der seine Gewohnheiten gestört sieht und übermäßig, maßlos, falsch und beschämend darauf reagiert in seinen Gedankenspielen.
Es lag nicht am Zeitfaktor, dass ich dies nicht weiter begründet habe, sondern daran, dass es in meinen Augen eine weitere Ausführung seiner Gründe nicht benötigt.

Zitat:
Aber wie gesagt, die Sprache, die Handlung, die Atmosphäre sind allesamt auf sehr hohem Niveau und die Geschichte hat mir beim Lesen auch Spaß gemacht, aber genau so stark hat sie mich auch abgestoßen.

Danke. wink
Die Abstoßung war etwas, womit ich rechnen musste, das stimmt...

Zitat:
Die Scham löst sich in alle Winde auf, das kann ja nur die Scham bedeuten, im Rollstuhl zu sitzen. Andere hat er nicht empfunden.

Zur Scham: Der Dorn, der ihn sticht (der, wie schon am ANFANG verdeutlicht, wie die Ketten imaginär ist!) sorgt für einen wachen, klaren und klärenden Moment: Scham ob der Gedanken und Wünsche. Aber wie das so ist, der Moment wirkte kurz und verschwindet wieder.

Zitat:
Die Kritikpunkte bin ich losgeworden und der Text ist nun mal wirklich besser als die meisten hier. Ich rücke die 8 Federn heraus.

Vielen Dank.

m-chen:
Zitat:
Ich fand ihn stellenweise etwas langatmig, was die Beschreibungen angeht, aber die Psychose des alten Mannes hat mir gefallen. Wirklich gut beschrieben.

Langatmig? Und ich dachte wirklich, ich wäre nicht ausführlich genug.^^
Danke Dir!

shao:
Zitat:
Dafür emfpand ich es als zu befremdlich, was für Gedanken er sich hingegeben hat.

Natürlich sind die Gedanken befremdlich. Seine gesamte Sichtweise ist es.

Tatze:
Zitat:
Ich finde, trotz deinem anfänglich etwas holprigen Stil, die Bilder die du erschaffst wahnsinnig gut. Auch der Einblick in die Psyche der Hauptperson hat mich beeindruckt, sowie die gelungene Wahl der Überschrift.
Umso schade ist es deshalb, dass mich die sprachliche Umsetzung nicht ganz so beeindruckt hat.

Schade, aber für die Pluspunkte aus Deiner Sicht meinen Dank.
Ich schiebe das nicht auf den Zeitfaktor!^^

Murmel:
Zitat:
Der Einstieg ist etwas verwirrend und der Leser bleibt dem Rätseln belassen, wer der Ich Erzähler eigentlich ist. Die Reflektionen des Erzählers sind altbekannt, aber es gibt eine Pointe, auf die das Ganze zuläuft. Trotzdem bleiben die Erzählstränge ungelöst.

Dies weiter aufzulösen, das hieße, seine Ketten zu lösen. Wohl aber erkenne ich den Kritikpunkt!

versgerber:
Zitat:
Ein paar Erläuterungen zu den viel benannten Aufzeichnungen des alten Mannes wären angebracht gewesen.

Inwiefern? Die spielen ja keine Rolle, sondern drücken in ihrer Erwähnung nur einen Teil dessen aus, was der Beobachter tut. Wichtiger war mir, was er denkt.

Krümel:
Zitat:
Finde ich ausgesprochen positiv. Insgesamt ist der Text sehr gekonnt, und bei seiner Länge dennoch lohnend - eben weil er auf Superlative verzichtet und mit erkennbarer Kenntnis der Materie Menschen darstellt.

Vielen Dank!
Es war mir wichtig, nicht auf Effekte abzuzielen - was einen ja durchaus verführen könnte bei der Thematik.

Bananenfischin:
Zitat:
Ganz wunderbar finde ich den ersten Abschnitt und auch, wie die Metapher des Dorns am Ende noch einmal aufgegriffen wird. Den letzten Satz finde ich für sich genommen auch sehr gelungen, doch wo die "Scham" plötzlich herkommt, hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Es mag an mir liegen, aber jedenfalls habe ich keine Vorausdeutungen dafür finden können.

Danke!
Zur Scham habe ich unter Nihils Kommentar etwas geschrieben.

sleepless-lives:
Zitat:
Brillantes Anfangsbild mit dem an (virtuellen) Ketten aufgehängtem Beobachter (ich hatte allerdings, weil ich keine Vorstellung von jemand an Ketten hatte, an ein Kruzifix gedacht und hätte das fast noch passender gefunden)

Lustig: An ein Kruzifix hatte ich zuerst gedacht, aber der religiöse Anschein schien mir falsch zu sein.

Zitat:
Er bleibt irgendwie zweidimensional, scheint keine Vorgeschichte zu haben, die irgendwo mal kurz aufleuchten würde. Eine Kunstfigur also

Ja. Er hat keine sichtbare Vorgeschichte - ich wollte (a) nicht zu weit ausholen und (b) schien sie mir unnötig; ich wollte nicht zu viel ablenken.

Zitat:
Die Vermutung einer drohenden Gefahr für den Protagonisten gegen Ende holt mich dann als Leser wieder an Board.

Glück gehabt! wink
Danke Dir!

Olifant:
Danke für Deine Rezension - sie reicht so aus. wink

--

Vielen Dank an alle Kommentierer, auch die nicht explizit zitierten User!

Ich freue mich. smile

Lieben Gruß
Tom


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Aus einem Traum:
Entsetzter Gartenzwerg: Es gibt immer noch ein nullteres Fußballfeld. Wir werden viele Evolutionen verpassen.
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Alogius
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Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 11.10.2009 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Äh, falls ich wen vergessen habe oder noch Fragen sind: nur zu!

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Murmel
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BeitragVerfasst am: 12.10.2009 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

sleepless_lives hat Folgendes geschrieben:
Brillantes Anfangsbild mit dem an (virtuellen) Ketten aufgehängtem Beobachter (ich hatte allerdings, weil ich keine Vorstellung von jemand an Ketten hatte, an ein Kruzifix gedacht und hätte das fast noch passender gefunden).


An der Stelle möchte ich einhaken, da ich genau mit dem Bild meine Schwierigkeiten hatte. Wie virtuell kann das Bild sein und wie vor allem in einer Anfangszene oder -paragraph?

Der Leser versucht sich ein Bild zu machen, gerade am Anfang will er in die Ausgangssituation transportiert werden. Wäre es nicht besser, mit einem echten Bild anzufangen um dann ins virtuelle zu gehen? Es ist schliesslich kein Gedicht oder lyrische Prosa, wo ich als Leser Metaphern erwarte.

Eine echte Frage, keine Kritik.


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Alogius
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Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 12.10.2009 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Murmel,

eine berechtigte Frage!

Muss etwas ausholen (nein, kriegst keine Ohrlasche^^):

Am Anfang (in den ersten eher ratlos startenden Minuten der Ideenfindung) entstand das besagte Bild - die Kette, der Dorn und der Rollstuhl als einziges reales Element. Das Ende war mir dann klar.
Da ich also gegen Ende auf die Metapher des Dorns zurück greifen wollte, kam die Frage nach der Platzierung. Anfangs wollte ich das Bild etwa in die Mitte des Textes rücken, aber es entstand schon in der Vorplanung (die natürlich aufgrund der Zeit schnell ablief) ein Bruch in der Handlung, der durch das Einbauen der Metapher aus meiner Sicht entstanden wäre.
Also setzte ich sie an den Anfang und beschloss, sie auch gleich zu Anfang als Metapher des Beobachters (er schafft sie ja selber) kenntlich zu machen (""Darum stelle ich mir den Dorn vor, denn eine Kette gibt es auch nicht.").
Dass es gerade zu Beginn eine Täuschung ist, das ist mir klar, weshalb auch die Nachfrage Deinerseits begründet ist. Ich dachte, ich würde es mit der Klarstellung, die direkt folgt, bereits entwirren. Habe ich vermutlich auch (nur Nihil hats wohl überlesen^^), aber es hat vielleicht bei einigen den Einstieg erschwert.
In diesem Sinne aber hoffte ich, dass das Bild zu Anfang seine Situation aufzeigt. Die Kette steht nicht nur für den Rollstuhl (der erst später klar wird), sondern auch für sein Gefangensein am Fenster und in sich selbst, in seinen (wirren) Ideen und Ansprüchen.
Erst die Metapher zu setzen und dann das Konkrete zu beschreiben (der Rollstuhl) ist natürlich befremdlich, ja.
Abgesehen davon, dass auch in der Prosa Metaphern einen Platz haben können (NICHT müssen!), habe ich die Reihenfolge umgekehrt. Das ist weder ein Muss, aber auch nicht unzulässig - sondern ein Risiko, das ich eingegangen bin.

Zitat:
Wie virtuell kann das Bild sein und wie vor allem in einer Anfangszene oder -paragraph?

Das ist eine Grundsatzfrage, die ich nicht direkt beantworten kann. Es muss niemals virtuell sein, es muss ja gar kein Bild am Anfang stehen. Das war eine Entscheidung von mir, mit der ich leben muss, wenn sie nicht jedem gepasst hat.^^
Generell glaube ich, dass vieles erlaubt ist und erlaubt sein muss, man aber als Autor niemals damit rechnen darf, dass auch alles so ankommt, wie man es sich vorgestellt hat. wink

Tom


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BeitragVerfasst am: 12.10.2009 13:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich verwende Metaphern in meiner Prosa, aber ich achte sehr auf das Kopfkino, das ich erzeugen will. Wenn die Bilder, die in meinem Kopf entstehen, verwirrend sind, muss ich den Absatz noch einmal lesen, und damit entsteht die Gefahr, dass ich den Faden verliere. Passiert das bei Prosa zu oft, klappt der Leser das Buch kopfschüttelnd zu. Bei relativ kurzen Geschichten kann man dem Leser schon eher zumuten, noch einmal anzufangen.

Danke dir, Alogius.


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Alogius
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Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 12.10.2009 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn die Frage damit beantwortet ist, zumindest in diesem Fall: Bittesehr. wink

Was das "Kopfkino" angeht:
Ja. Wenn ich einen Roman oder eine längere Erzählung schreiben würde, dann würde ich auf so ein Anfangsbild verzichten, bis die Lage des Protagonisten geklärt ist. Keine Frage.
Es geht ja nicht um das Verwirren, um zu verwirren. wink


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BeitragVerfasst am: 12.10.2009 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Schade, den Text hab ich nicht mehr rechtzeitig lesen und bewerten können.
Der ist nämlich richtig gut. Wieder so ein Kammerspiel, das mich in seinen Bann zieht. Diesmal noch beengender und bedrückender, da es keinen wirklichen Gegenspieler gibt (beziehe mich auf dein Uhrwerk), nur eben den in seinem Kopf. Ob jemand körperlich gelähmt ist, scheint mir in diesem Fall nebensächlich, daher kann ich auch nicht erkennen, dass hier bewusst versucht wird, einem Querschnittsgelähmten irgendwelche Nazigedanken anzuheften. Der Krieg findet viel subtiler statt. Und das wird für mich hier mehr als deutlich.

schönen Abend
andi


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Alogius
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Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 12.10.2009 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

ich danke Dir. smile

Ja, es ist ein Gedankenkrieg, der auch nur einseitig geführt werden kann - und ergebnislos endet. Zumindest für den Beobachter.


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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 12.10.2009 20:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alogius

Ich musste Deinen Text leider mehrmals lesen, bis ich mich wirklich in ihn hineinfand. Zwar war ich bereits beim ersten Mal sehr beeindruckt, konnte aber noch kein endgültiges Urteil abgeben.
Deshalb hat er in meiner persönlichen Wertung auch "nur" den zweiten Platz bekommen. (Hab gerade nochmal nachgeguckt: Es gab einmal 9 Federn und einmal 8 Federn von mir. Die 8 Federn erhielt Dein Text)

Der Unterschied lag ausschließlich darin, dass der Autor des anderen Textes in meinen Augen das Ziel kurz und knackig getroffen hatte, während es bei Dir mit hohem Aufwand verbunden war.
Wobei ich auf der anderen Seite sagen muß, dass ich Dich gerade dafür uneingeschränkt bewundere, wieviel - stilistisch einwandfreien - Text Du in diesen knappen 2 Stunden aus Deiner Feder zaubern konntest.

Insofern hast Du den Wettbewerb in meinen Augen völlig zu Recht gewonnen und dazu gratuliere ich Dir von Herzen ... smile

LG Merlinor


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„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte.
Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms:
Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie.“

MAX PLANCK (1858-1947), Mailand, 1942
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Alogius
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Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 12.10.2009 20:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Merlinor,

Deinen Einwand kann ich nachvollziehen - der Zugang ist bisweilen problematisch, auch durch die Einstiegsmetapher.

Für Deine Gratulation bedanke ich mich sehr! smile

Gruß
Tom


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Aus einem Traum:
Entsetzter Gartenzwerg: Es gibt immer noch ein nullteres Fußballfeld. Wir werden viele Evolutionen verpassen.
Busfahrer: Tröste dich. Mit etwas Glück sehen wir den Tentakel des Yankeespielers, wie er den Ereignishorizont des Schwarzen Loches verlässt.
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Daydreamer
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BeitragVerfasst am: 20.10.2009 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Alogius hat Folgendes geschrieben:

Daydreamer:
Zitat:
Irgendwie sind der Anfang und das Ende verwirrend, aber die Geschichte ist spannend zum lesen.

Warum?

Als ich den Anfang las, habe ich das "angekettet" wörtlich verstanden und dachte der Text wäre etwas Richtung Science Fiction (jemand der körperlich an einem Art Roboter-Gestell befestigt ist) oder Psychothriller (der Prota wird seit Jahren im angeketteten Zustand in der Wohnung "gehalten"). Erst nach der Erwähnung des Rollstuhls habe ich die Zusammenhänge gesehen. Und das Ende hat mich irgendwie auch verwirrt. Es war als würde man durch eine beschlagene Scheibe sehen - man kann zwar Umrisse erkennen, aber die Augen nicht fokussieren. Ich konnte bis dahin "sehen" bzw. "fühlen" was mit dem Prota passiert, dann im letzten Absatz aber nicht mehr. Sorry, kann das diffuse Gefühl nicht besser erklären  Embarassed
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Alogius
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Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 20.10.2009 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Seltsame Assoziation.^^

Aber danke Dir für die Erläuterung!


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Daydreamer
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BeitragVerfasst am: 20.10.2009 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

gern geschehen smile

ich nehme an, meine Fantasie war durch die vielen Themeninterpretationen die ich vorher gelesen habe überstrapaziert und ging mit mir durch (was das Verstehen der ersten Sätze deines Textes anbetrifft)
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