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Jocelyn
Bernsteinzimmer

Alter: 54
Beiträge: 2655
Wohnort: Königstein im Taunus
Das Silberne Fahrrad Ei 1



BeitragVerfasst am: 18.09.2009 17:25    Titel: GOLDSCHNUPPEHIMMEL eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

GOLDSCHNUPPEHIMMEL
Tontauben
fallen wie reife Äpfel
durch den Staub der Nacht.
An den Scheiben
kleben Spuren
von Karamell.
Es wird Zeit, dass
wir bunte Drachen
steigen lassen.



_________________
If you dig it, do it. If you really dig it, do it twice.
(Jim Croce)

Die beständigen Dinge vergeuden sich nicht, sie brauchen nichts als eine einzige, ewig gleiche Beziehung zur Welt.
(Aus: Atemschaukel von Herta Müller, Carl Hanser Verlag, München 2009, Seite 198)

"Si Dieu n'existait pas, il faudrait l'inventer."
(Voltaire)
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EdgarAllanPoe
Geschlecht:männlichPoepulistischer Plattfüßler

Alter: 27
Beiträge: 3310
Wohnort: Greifswald
Bronzene Harfe Die Goldene Bushaltestelle
Goldene Feder Lyrik


Die Tauben
BeitragVerfasst am: 18.09.2009 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Das Gedicht bedrückt mich. Obwohl hier alles so chaotisch zugeht, obwohl es aus den Zeilen nach Verfall und Chaos riecht, möchte das Lyrische Wir sich doch noch einer amüsanten Aktivität hingeben.
Paradoxerweise erinnert es mich an Nächte, in denen man Fenster aufreißt und die süße Nachtluft riecht. Zwar sind diese ruhig, dennoch erinnere ich mich während des Lesens an sie. Und hier ist der Bezug Realität/Fiktion: Wie auch im Gedicht spürt man in solchen Nächten den nahenden Verfall. Bloß mit dem Unterschied, dass er hier schon da ist.
Dass ich da nicht depressiv werde ...

Eddie


_________________
(...) Das Gedicht will zu einem Andern, es braucht dieses Andere, es braucht ein Gegenüber. Paul Celan

Life is what happens while you are busy making other plans.
- JOHN LENNON, "Beautiful Boy"

Uns gefällt Ihr Sound nicht. Gitarrengruppen sind von gestern. (Aus der Begründung der Plattenfirma Decca, die 1962 die Beatles ablehnte.)
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Jocelyn
Bernsteinzimmer

Alter: 54
Beiträge: 2655
Wohnort: Königstein im Taunus
Das Silberne Fahrrad Ei 1



BeitragVerfasst am: 18.09.2009 22:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

EdgarAllanPoe hat Folgendes geschrieben:
Das Gedicht bedrückt mich. Obwohl hier alles so chaotisch zugeht, obwohl es aus den Zeilen nach Verfall und Chaos riecht, möchte das Lyrische Wir sich doch noch einer amüsanten Aktivität hingeben.
Paradoxerweise erinnert es mich an Nächte, in denen man Fenster aufreißt und die süße Nachtluft riecht. Zwar sind diese ruhig, dennoch erinnere ich mich während des Lesens an sie. Und hier ist der Bezug Realität/Fiktion: Wie auch im Gedicht spürt man in solchen Nächten den nahenden Verfall. Bloß mit dem Unterschied, dass er hier schon da ist.
Dass ich da nicht depressiv werde ...

Eddie


Eddie, das tut mir leid.

Ich habe mich nach dem Schreiben dieser Verse eher leichter gefühlt.
So wie einer der Drachen vielleicht.
Ich möchte der Dunkelheit entkommen.
Das war für mich ein kleiner Schritt.

Lieben Gruß, Caecilia


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(Jim Croce)

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(Aus: Atemschaukel von Herta Müller, Carl Hanser Verlag, München 2009, Seite 198)

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EdgarAllanPoe
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Beiträge: 3310
Wohnort: Greifswald
Bronzene Harfe Die Goldene Bushaltestelle
Goldene Feder Lyrik


Die Tauben
BeitragVerfasst am: 19.09.2009 11:29    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für deine Rückmeldung, Caecilia.
Dass du dich nach dem Schreiben des Gedichtes leichter fühlst, ist doch schön - ich verwende meine eigenen Texte auch zu Zwecken der Selbsttherapie. Und dass hermetische Lyrik von dem ein oder anderen völlig verschieden interpretiert werden kann, ist doch auch was Schönes - so bewahrt sie ihren Facettenreichtum.

Eddie


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Alogius
Geschlecht:männlichKinnbeber

Alter: 42
Beiträge: 3643

Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 19.09.2009 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

ich sehe zwar auch die Düsternis und den Verfall, aber am Ende durchaus etwas wie Hoffnung, was auch durch die positiveren Bilder gegen Ende gezeigt wird.
Aus dem Schatten oder dem Verfall heraus kann/soll etwas erwachsen, das - dem Phönix ähnlich - aufsteigt. Wenn der Wunsch Vater des Gedankens ist, dann ist es ein erster Schritt.

Hat mir ausnehmend gut gefallen!

Danke
Gruß
Tom


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Aus einem Traum:
Entsetzter Gartenzwerg: Es gibt immer noch ein nullteres Fußballfeld. Wir werden viele Evolutionen verpassen.
Busfahrer: Tröste dich. Mit etwas Glück sehen wir den Tentakel des Yankeespielers, wie er den Ereignishorizont des Schwarzen Loches verlässt.
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Jocelyn
Bernsteinzimmer

Alter: 54
Beiträge: 2655
Wohnort: Königstein im Taunus
Das Silberne Fahrrad Ei 1



BeitragVerfasst am: 19.09.2009 11:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke auch dir Tom.

Das Gedicht ist für mich ein positives, hat es eben beides.

Lieben Gruß, Caecilia


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mondblume
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 41
Beiträge: 1276
Wohnort: Costa Brava


BeitragVerfasst am: 19.09.2009 12:35    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Caecilia

dein Gedich gefällt mir sehr gut, es hat mich sofort angesprochen. Im Gegensatz zu Eddie und Tom sehe ich auch das Düstere nicht.

Das einzige Wort, das für mich irgendwie diese leichte Idylle stört, ist "Staub". Das wirkt für mich im Gegensatz zu den "reifen Äpfeln", dem "Karamell" und dem "Drachen steigen lassen" negativ behaftet... Könntest du das nicht ersetzen? Durch Glanz, vielleicht? (ohne dir in deine Arbeit hineinreden zu wollen, natürlich!!!)

Sehr schön!


_________________
*** Wie Nebel in der Sonne (Amazon Publishing/Tinte&Feder), 14.08.18
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Jocelyn
Bernsteinzimmer

Alter: 54
Beiträge: 2655
Wohnort: Königstein im Taunus
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BeitragVerfasst am: 19.09.2009 13:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

mondblume hat Folgendes geschrieben:

Das einzige Wort, das für mich irgendwie diese leichte Idylle stört, ist "Staub". Das wirkt für mich im Gegensatz zu den "reifen Äpfeln", dem "Karamell" und dem "Drachen steigen lassen" negativ behaftet... Könntest du das nicht ersetzen? Durch Glanz, vielleicht? (ohne dir in deine Arbeit hineinreden zu wollen, natürlich!!!)


Hallo mondblume,

das Gold, das könnte auch zerstäuben, ebenso hatte ich, wie Eddie es schön weiter oben beschreibt, an eine warme, staubige Nacht gedacht.

Staub, das ist etwas, was man einatmen kann, etwas, was man nicht loswird, etwas aus der Vergangenheit, der Dunkelheit, der Nacht.

So waren meine Assoziationen, die ich hier so wiedergab.

Schön, dass es dir gefällt.

Caecilia


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