13 Jahre Schriftstellerforum!
 
Suchen
Suchabfrage:
erweiterte Suche

Login

Jetzt erhältlich! Eine Anthologie von und mit unseren Usern. Jetzt bestellen! Die erste, offizielle DSFo-Anthologie! Lyrikwerkstatt Das DSFo.de DSFopedia


Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Falsche Wahrheiten, 1. Kapitel.


 

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Prosa -> Werkstatt
 Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Jules Verne
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 23
Beiträge: 172
Wohnort: Italien


BeitragVerfasst am: 14.08.2009 19:33    Titel: Falsche Wahrheiten, 1. Kapitel. eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Falsche Wahrheiten

--------------------------------------------------------

 1. Kapitel


Mir war übel. Ich versuchte mich abzulenken, indem ich daran dachte, was mich nach diesem harten Arbeitstag in meinem trauten Heim erwarten würde, bis mir wieder einfiel, dass mein Zuhause weder traut war, noch, dass mich irgendetwas Erheiterndes erwarten könnte . Aber ich erwartete im Moment  , -  angesichts der vielen Arbeitsstunden und meiner engen Kabine - ,  nichts anderes als grenzdebile Gedanken und war somit auf weitere verrückte Gedanken eingestellt.
Seit meiner Geburt, lebte ich in „Hull“, einem kleinen Dorf nahe Manchester, und fuhr seit 18 Jahren täglich zu meiner  Arbeit, deren Inhalt es war, jedem Passanten, der die A19 überqueren wollte, sein Geld abzunehmen und ihm die Schranke zu öffnen. Ich frug mich, ob es noch etwas langweiligeres geben könnte ( Als wäre mein Job nicht ennuyant genug gewesen) , als immer wieder mit einem übertrieben freundlichen Lächeln die Menschen in ihrem Auto zu begrüßen, nur aufrgund der bedauernswerten Hoffnung , sie seien reiche Leute mit dem Hobby ihr Geld aus dem Fenster zu werfen, und dem Mitleid, mir ein großzügiges Trinkgeld zu geben. Aber zu diesen Maßnahmen war ich schon lange gezwungen, da man sich von dem Gehalt meines Jobs gerade mal  über Wasser halten konnte.  Wenn mir dieses Glück also geschehen wäre, - was ich wohlmöglich nicht verdient hätte -, und es reichen würde mein verwelktes Leben zu verschönern, dann wäre dieses Geld für dieses Hobby, in der Tat, gut angelegt gewesen.
Ich wusste , dass ich ein schlechter Mensch war , machte mich aber nicht dafür verantwortlich. Jeder Mensch formt sich durch seine Umwelt – und nicht von selbst.
Mein Name war  Erik Hutton, und ich verfluchte den Tag, an dem ich auf diese armselige Welt kam.
Warum ich mich nicht umbrachte?
Nun, ich sah mein Leben und meine Welt einfach als einen furchtbaren Albtraum an. Die Realität war für mich meine Träume, der einzige Ort an dem ich mich wohl fühlte. Sie bringen sich doch auch nicht um, nur weil ihre Träume furchtbar sind. Weil sie etwas haben, ( zumindest manche von euch), worauf sie sich freuen können. Aus dem selben Grund mache ich auch keinen Selbstmord, und deswegen muss ich diesen riesigen Albtraum überstehen.

Meine Übelkeit geriet ins Unermessliche, als mir eine hässliche Frau ihre schmutzigen Klauen mit dem zu bezahlenden Geld entgegenstreckte. Zum mindestenz vierhundertsten Mal drückte ich nun den Schalter zum Öffnen der Schranken.
`In wenigen Minuten wird John meine Schicht übernehmen`, dachte ich. ` Dann komme  ich aus diesem Gefägnis raus und kann in mein eigenes fliehen`.
Wenig später also, fuhr ich mit meinem weißen, zum Teil durch Schrammen beschädigten Fiat, nach Hause. Ich musste immer an meine Frau denken, wenn ich ihn sah. Ich klingelte an der dunkelbraunen Haustür, weil ich wie gewohnt meinen Schlüssel vergessen hatte. Als die Tür geöffnet wurde, warf mich die Gestankwelle beinahe um.
„ Hallo Schatz, wie war dein Tag?“, begrüßte mich Johanna, meine Frau. Sie stank so bestialisch, dass ich Kotzen wollte.
Sie war schlank, - vielleicht zu schlank -, etwa 1,70groß und hatte eine rote Kurzhaarfrisur.
 Bis heute weiß ich nicht, was mich damals vor 2 Jahren dazu getrieben hatte, dieses widerliche Geschöpf zu heiraten. Die schwarz-grauen Augenbrauen, die der Ausstrahlung  im Kontrast zu den hellen Haaren einen „verbrauchten“ Eindruck machten, waren zusammengewachsen. Der zerknitterte Mund war so schmal, dass es mit den Falten um den blutunterlaufenen Augen den Anschein hatte, sie kaute dauerhaft auf einer Zitrone rum. Die Kopfform glich einer umgedrehten Birne und das Gebiss, die verkrüppelten Ohren sowie die Narben- übersäte bleiche Haut, machten einem Angst, es möglicherweise mit einem Zombie zutun zu haben.
Manchmal zog ich es vor sie einfach nur „ Weib“ zu nennen, da mir ihre fraulichen Eigenschaften im Allgemeinen nicht qualifiziert genug schienen, sie eines Besseren zu benennen.
„Atzend, wie immer!“, antwortete ich auf ihre Frage, ( die eigentlich so überflüssig war, wie ein Einbeiniger auf na` Arschtrittparty) während ich durch den Flur ging.
Eigentlich wollte ich ihr ja  sagen, dass ich ihr diese gespielte Freundlichkeit schon noch austreiben werde, ließ es aber bleiben.
Es war mir ein Rätsel, wieso sie sich nicht schon längst von mir geschieden hatte. Wahrscheinlich, weil sie wusste, dass kein Anderer so blöd sein konnte wie ich,  sie zu heiraten und damit den Preis für die hässlichste Ehefrau in ganz England zu gewinnen. Und sich ihr Leben selber finanzieren, konnte sie wahrscheinlich aus Motiven der Dummheit oder Talentlosigkeit auch nicht. Natürlich hatte ich auch nicht die Möglichkeit, die Scheidung einzureichen, da ich mir die Alimente von meinem bescheidenen Gehalt nicht wirklich leisten könnte. Wir waren also gefangen im ewigen Bund der Ehe .
Ich wechselte noch wenige Worte mit Johanna und ging anschließend todmüde ins Bett. Schon bald schlief ich in meinem kargen, düsteren Zimmer ein und als ich erwachte, fand ich es luxuriös eingerichtet und königlich strahlend wieder vor.




-------------------------------------------------------



_________________
Wer zur Quelle möchte, muss gegen den Strom schwimmen.
Wer zum Abwasserkanal möchte, muss sich treiben lassen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden MSN Messenger Skype Name
Gast







BeitragVerfasst am: 20.08.2009 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Mir war übel. Ich versuchte mich abzulenken, indem ich daran dachte, was mich nach diesem harten Arbeitstag in meinem trauten Heim erwarten würde, bis mir wieder einfiel, dass mein Zuhause weder traut war, noch, dass mich irgendetwas Erheiterndes erwarten könnte Langer Satz. Aber ich erwartete im Moment , - angesichts der vielen Arbeitsstunden und meiner engen Kabine - , nichts anderes als grenzdebilezu hoch gestochen Gedanken und war somit auf weitere verrückte verrückt und grenzdebil sind keine Synonyme Gedanken "Gedanken" kannst du beim zweiten Mal weglassen eingestellt.
Seit meiner Geburt, lebte ich in „Hull“, einem kleinen Dorf nahe Manchester, und fuhr seit 18 Jahren täglich zu meiner Arbeit, deren Inhalt es war, jedem Passanten, der die A19 überqueren wollte, sein Geld abzunehmen und ihm die Schranke zu öffnen. Langer SatzIch frugfalsche Form mich, ob es noch etwas langweiligeres geben könnte ( Als wäre mein Job nicht ennuyant 1. zu hoch gestochen und zweitens sagst du nur nochmal dass der Job langweilig ist genug gewesen) , als immer wieder mit einem übertrieben freundlichen Lächeln die Menschen in ihrem Auto zu begrüßen, nur aufrgund der bedauernswerten Hoffnung , sie seien reiche Leute mit dem Hobby ihr Geld aus dem Fenster zu werfen, und dem Mitleid, mir ein großzügiges Trinkgeld zu geben. Langer SatzAber zu diesen Maßnahmen war ich schon lange gezwungen, da man sich von dem Gehalt meines Jobs gerade mal über Wasser halten konnte. Wenn mir dieses Glück also geschehen wäre, - was ich wohlmöglich nicht verdient hätte -, und es reichen würde mein verwelktes Leben zu verschönern, dann wäre dieses Geld für dieses Hobby, in der Tat, gut angelegt gewesen. Du machst zu viele Einschiebungen, die verwirren mit der Zeit; Welches Hobby??
Ich wusste , dass ich ein schlechter Mensch war , machte mich aber nicht dafür verantwortlich. Jeder Mensch formt sich durch seine Umwelt – und nicht von selbst. Find ich wirklich witzig^^, aber "...machte mich aber nicht dafür verantwortlich..." geht besser
Mein Name war ErikIst die englische Version nicht EriC? Hutton, und ich verfluchte den Tag, an dem ich auf diese armselige Welt kam.
Warum ich mich nicht umbrachte?
Nun, ich sah mein Leben und meine Welt einfach als einen furchtbaren Albtraum an. Die Realität war für mich meine Träume, der einzige Ort an dem ich mich wohl fühlte. Finde ich sehr übertriebenSie bringen sich doch auch nicht um, nur weil ihre Träume furchtbar sind. Weil sie etwas haben, ( zumindest manche von euch), worauf sie sich freuen können. Aus dem selben Grund mache besser: begehen oder mach's gleich bildlich: "...schieße ich mir keine Kugel durch den Kopf..."ich auch keinen Selbstmord, und deswegen muss ich diesen riesigen Albtraum überstehen.

Meine Übelkeit geriet ins Unermessliche, als mir eine hässliche Frau ihre schmutzigen Klauen mit dem zu bezahlenden Geld entgegenstreckte.Besser: Ich kotzte/übergab mich beinahe auf die von Neurodermitis eroberte Hand einer warzennasigen, alten Frau, die... Zum mindestenz Tippfehler vierhundertsten Mal drückte ich nun den Schalter zum Öffnen der Schranken.
`In wenigen Minuten wird John meine Schicht übernehmen`,Akzente gehören auf Buchstaben, benutze Anführungszeichen oder wandle den ganzen Satz um: Ich dachte daran, dass mich John in ein paar Minuten ablösen würde. dachte ich. ` Dann komme ich aus diesem GefägnisTippfehler; und ich fände Zelle besser raus und kann in mein eigenes? Was ist sein Gefängnis? Seine Wohnung? Sein Leben? fliehen`.
Wenig später also, fuhr ich mit meinem weißen, zum Teil durch Schrammen beschädigten Fiat,öde Formulierung; Schreib dcoh was von 'nem hustenden Motor oder sowas nach Hause. Ich musste immer an meine Frau denken, wenn ich ihn sah.warum? Ich klingelte an der dunkelbraunen Haustür, weil ich wie gewohnt meinen Schlüssel vergessen hatte. Als die Tür geöffnet wurde, warf mich die Gestankwelle <-- geht besser beinahe um.
„ Hallo Schatz, wie war dein Tag?“, begrüßte mich Johanna, meine Frau. Sie stank so bestialisch, dass ich Kotzen wollte. warum?
Sie war schlank, - vielleicht zu schlank -, etwa 1,70groß und hatte eine rote Kurzhaarfrisur.
Bis heute weiß ich nicht, was mich damals vor 2 Jahren dazu getrieben hatte, dieses widerliche Geschöpf zu heiraten. Die schwarz-grauen Augenbrauen, die der Ausstrahlung im Kontrast zu den hellen Haaren einen „verbrauchten“ Eindruck machtenIrgendwas stimmt hier nicht, waren zusammengewachsen. Der zerknitterte Mund war so schmal, dass es mit den Falten um den blutunterlaufenen Augen den Anschein hatte, sie kaute dauerhaft auf einer Zitrone rum. korrekt: ...so schmal, dass ER gemeinsam mit den Falten um DIE blutunterlaufenen Augen den Anschein MACHTE, DASS ...Die Kopfform glich einer umgedrehten Birne und das Gebiss, die verkrüppelten?! Ohren sowie die Narben- übersäteMit zwei ä´s? Bin mir nicht sicher... bleiche Haut, machten einem Angst, es möglicherweise mit einem Zombie zu <au> tun zu haben.
Manchmal zog ich es vor Komma sie einfach nur „ Weib“ zu nennen, da mir ihre fraulichen Eigenschaften im Allgemeinen nicht qualifiziert genug schienen, sie eines Besseren zu benennen.
Ätzend, wie immer!“, antwortete ich auf ihre Frage, ( die eigentlich so überflüssig war, wie ein Einbeiniger auf na?!` Arschtrittparty) schleeechter Witz^^ während ich durch den Flur ging.
Eigentlich wollte ich ihr ja sagen, dass ich ihr diese gespielte Freundlichkeit schon noch austreiben werde, ließ es aber bleiben.
Es war mir ein Rätsel, wieso sie sich nicht schon längst von mir geschieden hatte. Wahrscheinlich, weil sie wusste, dass kein Anderer so blöd sein konnte wie ich, sie zu heiraten und damit den Preis für die hässlichste Ehefrau in ganz England zu gewinnen. Was soll das mit dem Preis? total überflüssigUnd sich ihr Leben selber finanzieren,Komma ist überflüssig konnte sie wahrscheinlich aus Motiven <-- passt hier nichtder Dummheit oder Talentlosigkeitwohl eher Faulheit? auch nicht. Natürlich hatte ich auch nicht die Möglichkeit, die Scheidung einzureichen, da ich mir die Alimente von meinem bescheidenen Gehalt nicht wirklich leisten könnte. Wir waren also gefangen im ewigen Bund der Ehe .
Ich wechselte noch wenige Worte mit Johanna und ging anschließend todmüde ins Bett. Schon bald schlief ich in meinem kargen, düsteren Zimmer ein und als ich erwachte, fand ich es luxuriös eingerichtet und königlich strahlend wieder vor. Obwohl diese Sache mit Realität und Traum übertrieben ist, finde ich das Ende gut umgesetzt, trotzdem is' es too much. Also ich denke du solltest deinen Text vorher selbst noch einmal korrekturlesen bevor du ihn online stellst. Außerdem solltest du lange Sätze vermeiden und Einschiebungen mit Gedankenstrichen weniger oft verwenden. Tut mir Leid, falls meine Anmerkungen unwirsch wirken, aber ich war zu faul, alle höflich umzuformulieren. Es is' nichts davon böse gemeint!
Nach oben
bloody_mary
Dichter und Denker


Beiträge: 1448



BeitragVerfasst am: 20.08.2009 23:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jules!

Na, dann wollen wir mal.  smile  Vielleicht hat einiges davon auch bereits mein Vorposter angemerkt, dann bitte ich das zu entschuldigen.

Zitat:
nichts anderes als grenzdebile Gedanken und war somit auf weitere verrückte Gedanken eingestellt.

Die Wortwiederholung ist nicht schön. Insgesamt würde ich den Satz umformulieren!

Zitat:
aufrgund

Tippfehler

Zitat:
wohlmöglich

--> womöglich

Zitat:
dann wäre dieses Geld für dieses Hobby, in der Tat, gut angelegt gewesen.

Versteh ich nicht. Welches Hobby?

 
Zitat:
Mein Name war Erik Hutton

Das klingt irgendwie komisch. Sein Name ist doch wahrscheinlich immer noch Erik Hutton, oder?

Zitat:
Die Realität war für mich meine Träume

Ich weiß, was du damit meinst, aber es klingt grammatikalisch unsauber. Kannst du's vielleicht umformulieren?

Zitat:
Sie bringen sich doch auch nicht um, nur weil ihre Träume furchtbar sind. Weil sie etwas haben, ( zumindest manche von euch), worauf sie sich freuen können.

Ok, du sprichst hier den Leser direkt an. Kann man machen. Ob es gut ist, ist die andere Frage. Aber du musst auf jeden Fall die Schreibweise beachten: "Ihre" und "Sie" muss als Anrede großgeschrieben werden. Wenn du den Leser siezt, dann musst du das durchgehend machen und nicht in der Klammer "euch" verwenden.

Zitat:
Aus dem selben Grund mache ich auch keinen Selbstmord, und deswegen muss ich diesen riesigen Albtraum überstehen.

"Selbstmord machen" klingt unschön. "Begehen" vielleicht? Das mit dem Albtraum hast du zuvor schon geschrieben, die Wiederholung wirkt langweilig.

Zitat:
mindestenz

--> mindestens


Zitat:
Gefägnis

Tippfehler: Gefängnis

Zitat:
Kotzen

klein schreiben

Zitat:
1,70groß

Da fehlt ein Leerschritt.
An der Stelle hab ich mich auch gefragt, ob es so wichtig ist, wie groß die Frau ist. Ich find diese Art von Beschreibungen immer nicht so schön...

Zitat:
vor 2 Jahren

Zahl ausschreiben


Zitat:
die der Ausstrahlung im Kontrast zu den hellen Haaren einen „verbrauchten“ Eindruck machten

Wenn du "verliehen" statt "machten" schreibst, sollte der Satz stimmen. So hört es sich sehr seltsam an.

Zitat:
auf einer Zitrone rum

"herum"

Zitat:
sie eines Besseren zu benennen.

Das kann man so nicht formulieren, glaub ich.


Ok, an der Stelle hab ich abgebrochen. Ich will dir auch sagen, warum: Die Beschreibung der Frau und seines Verhältnisses zu ihr, das war einfach - too much. Ich bin da nicht sehr zimperlich, aber grad war mir das einfach dermaßen unsympathisch, dass ich keine Lust mehr hatte, weiterzulesen.

Da ist die Frage, was du erreichen willst: Wenn Erik der Charakter ist, mit dem sich der Leser identifizieren soll, dann solltest du ihn vielleicht ein wenig sympathischer machen. Wie er über seine Frau herzieht, ist einfach nur eklig. Wenn es etwas subtiler erfolgen würde und nicht derartig mit dem Holzhammer, könnte ich mehr damit anfangen. So erinnert es mich aber an besoffene Proleten...


Noch ein paar generelle Sachen:

Du hast oft ziemliche Schachtelsätze, die schwierig zu überblicken sind. Manche musste ich mehrmals lesen. Das liegt auch daran, dass häufig Kommata fehlen.

Übrigens kommt vor einem Komma oder Punkt kein Leerschritt, sondern danach. Dafür kommt nach einer geöffneten Klammer kein Leerschritt.

Neulich hab ich gelernt, dass man für Gedanken ebenfalls Anführungszeichen nimmt, wie für die wörtliche Rede.


Und mir ist noch aufgefallen, dass die Sprache sehr schwankt: Mal verwendet der Ich-Erzähler Wörter wie "ennuyant" und sehr hochgestochene Formulierungen, dann wieder sowas:
Zitat:
Arschtrittparty

Das würde mir besser gefallen, wenn es einheitlich wäre.


Tja, das war jetzt eine ganze Menge und vielleicht klingt es alles nicht so positiv... ABER: Insgesamt finde ich eigentlich schon, dass du schreiben kannst, du solltest halt an ein paar Sachen noch arbeiten. Und viel war gerade bei diesem Text wohl auch Geschmackssache, weil ich mich eben von der Lästerei über die Frau so abgestoßen fühlte.  Embarassed

Nichts für ungut und liebe Grüße, Bloody Mary  smile extra


_________________
Ich hätte dich nicht gehen lassen sollen!
(Nicht meinetwegen. Ich bin gern allein.)
Und doch: Wenn Frauen Fehler machen wollen,
dann soll man ihnen nicht im Wege sein.
(Erich Kästner)

Don't let a fool kiss you, never marry for love.
(Tom Waits)

Es kommt nicht darauf an, was man aus uns gemacht hat, sondern, was wir aus dem machen, was man aus uns gemacht hat. (Sartre)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Traumtänzerin
Fähnchen Fieselschreib

Alter: 25
Beiträge: 1209



BeitragVerfasst am: 27.08.2009 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Menno, ihr seid böse, bloody_mary und David Evil or Very Mad  Evil or Very Mad !
Jetzt habt ihr mir ja gar nichts mehr zum Auseinanderfieseln übrig gelassen. Also so was! ^^

@Jules Verne: Du beschreibst sehr viel, das gefällt mir. Die Hauptperson ist ein desillusionierter Träumer - auch das mag ich, schließlich bin ich ja selbst eine, wenn auch nicht derart enttäuscht von der Realität. ^^ Alles in allem:
Ein interessanter Text.

LG,
Traumtänzerin


_________________
Title sponsored by Boro, (c) by Alogius
---
Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
---
Eine spitze Zunge ist in manchen Ländern schon unerlaubter Waffenbesitz.
---
Dem wird befohlen, der sich selbst nicht gehorchen kann. (Nietzsche)
---
Inquisition war in der frühen Neuzeit der ganz große Burner.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Alogius
Geschlecht:männlichKinnbeber

Alter: 42
Beiträge: 3643

Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 28.08.2009 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

Details wurden ja schon angemerkt, weshalb ich wie meine Vorschreiberin mich allgemein dazu äußern will:

Der letzte Teil, wo er nochmals auf die ganz grandiose Ehe mit seinem Weibe anspielt, ist wirklich gut. Jedenfalls hat mich die Stelle amüsiert.

Leider kann ich mich aber nicht weiter anschließen. Zwar merkt man, dass Du durchaus schreiben kannst, und das auch nicht schlecht.
Insgesamt aber sagt der Text mir nicht zu, weil er mir zu direkt und offensichtlich daher kommt, zu klar und gewollt in seinen Formulierungen, die gezwungen wirken.

Wohin die Reise geht, weiß ich natürlich noch nicht genau, aber der Titel -mir zu klar wieder- deutet es ja schon an.

Danke
Gruß
Tom


_________________
Aus einem Traum:
Entsetzter Gartenzwerg: Es gibt immer noch ein nullteres Fußballfeld. Wir werden viele Evolutionen verpassen.
Busfahrer: Tröste dich. Mit etwas Glück sehen wir den Tentakel des Yankeespielers, wie er den Ereignishorizont des Schwarzen Loches verlässt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Jules Verne
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 23
Beiträge: 172
Wohnort: Italien


BeitragVerfasst am: 30.08.2009 12:00    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank an euch alle!
Ihr habt mir wirklich  weiter geholfen, ich hoffe ich schreibe das 2. Kapitel ein wenig besser und mit weniger Rechtschreibfehlern. Aber die habe ich nicht mit Absicht gemacht, die liegen  wohl an meiner wenigen Uebung.
Vielen Dank nochmal, es waere sehr nett, wenn ihr mein bald kommendes 2. Kapitel ebenso mit hilfreichen Kommentaren fuellt.

Grüße,
Jules


_________________
Wer zur Quelle möchte, muss gegen den Strom schwimmen.
Wer zum Abwasserkanal möchte, muss sich treiben lassen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden MSN Messenger Skype Name
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Prosa -> Werkstatt Alle Zeiten sind GMT - 11 Stunden
Seite 1 von 1



 
 Foren-Übersicht Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.
In diesem Forum darfst Du keine Ereignisse posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen

Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Zukunftsängste & Chill - Kapitel ... Leveret Pale Werkstatt 1 22.05.2019 18:30 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Auszug Kapitel 1 - Ankunft Pollux Werkstatt 0 21.05.2019 21:44 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Orans verlorene Prinzessin - Kapitel 1 Mellicent Einstand 35 01.05.2019 19:05 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Im Schatten Berlins (1.Kapitel) DragobAttack Einstand 6 03.04.2019 11:20 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Pespektivwechsel im Kapitel nothingisreal Genre, Stil, Technik, Sprache ... 16 31.03.2019 17:37 Letzten Beitrag anzeigen

EmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungBuchEmpfehlungEmpfehlung

von femme-fatale233

von Versuchskaninchen

von Pickman

von Dichternarzisse

von Abari

von fancy

von MT

von BiancaW.

von Einar Inperson

von Cheetah Baby

Impressum Datenschutz Marketing AGBs Links
Du hast noch keinen Account? Klicke hier um Dich jetzt kostenlos zu registrieren!