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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Ritter Sigismund


 

 
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wizenheim
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BeitragVerfasst am: 04.08.2009 01:22    Titel: Ritter Sigismund eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Prolog

 „Papa jetzt sind wir schon 3 Tage lang nur gelaufen. Können wir uns nicht morgen die Burg ansehen?“. Max und Lisa waren mit ihren Eltern im Urlaub. Sie hatten schon mehrere Wanderungen durch die schöne Rheinlandschaft unternommen. „Ok mein Junge. Morgen besichtigen wir Burg“ sagte sein Vater. Max hatte bei den Wanderungen die Burg Wizenheim mehrfach aus der Ferne gesehen. Sie thronte hoch oberhalb des Flusses, auf einem Plateau. Sie sah schon von weitem atemberaubend aus. Genauso hatte er sich immer eine Ritterburg vorgestellt. Am Abend sagte Max dann zu seinem Vater “ Papa du musst uns noch unbedingt eine Rittergeschichte vorlesen“, „Ja“ ergänzte Lisa „Mindestens 3 Stück“. Der Vater musste lächeln „OK. Ich lese euch die Geschichte vom alten Ritter Kunibert vor“. Doch schon bevor er auf der 3. Seite angekommen war, waren die beiden schon eingeschlafen.
Max wachte in dieser Nacht immer wieder auf. Er träumte von großen Drachen und heldenhaften Rittern, in glänzenden Rüstungen. Irgendwie hatte er das Gefühl als würde etwas sehr wichtiges bevorstehen.
Am nächsten Morgen wachte er sehr früh auf. Er dachte sich „Wenn ich schon wach bin, kann ich auch das Frühstück machen. Desto eher kommen wir zur Burg“. Die Eltern waren ganz begeistert als das fertige Frühstück schon dem Tisch stand. Sogar mit frischen Kaffee, der leider etwas zu stark, und mit gekochten Eiern, die jedoch  etwas zu weich waren. Aber sie freuten sich sehr über die Bemühungen von Max.
Nach dem Frühstück packten sie ihre Taschen und Rucksäcke und fuhren mit dem Auto zur Burg hinauf. Sie mussten ihr Auto ein ganzes Stück unterhalb der Burg abstellen, und einen weiten weg über Treppen und Steige zurücklegen. Doch als sie um die Biegung kamen, standen sie vor dem mächtigen Burgtor. Über dem Tor prangte auf einem großen Stein, das Wappen der Wizenheimer.
Max war tief beeindruckt von der Burg. Er konnte es kaum erwarten alles zu erkunden. Doch sein Vater meinte „Max, wir warten noch und nehmen an einer Burgführung teil, dann bekommen wir alles erklärt.“. „Och, ich wollte doch die Burg allein erkunden“. „Nein wir warten auf die Führung“. Die Mutter ging dann zum Schalter um Karten für eine Burgführung zu kaufen. Kurze Zeit später kam ein Mann in einem mittelalterlichen Kostüm, er trug sogar eine grüne Strumpfhose und einen Hut mit einer langen Feder daran. Als die Führung begann waren sie eine Gruppe von zwölf Leuten.
Zuerst gingen sie in das Palas der Burg. Dies war, so erklärte der Führer, das Wohnhaus der Burg. Es wurde erst später im gotischen Stil errichtet und an den Wohnturm angebaut Im Erdgeschoß waren hier sogar ein Kiosk und ein Laden in dem man richtige Schwerter, Lanzen und Morgensterne kaufen konnte. In einer Ecke stand sogar eine echte Ritterrüstung.
Der Führer erklärte dann einiges über die Bauweise des Palas und des Wohnturms, und darüber wie viele jahrhunderte hinweg, dieser bewohnt war. Als sie die Treppen zum Wohnturm hinauf stiegen, waren im Treppenaufgang mehrere Bilder von Männern und Frauen zu sehen, von denen der Führer nun berichtete. Dies interessierte Max jedoch überhaupt nicht. Er hatte nur Augen für die Schwerter, Schilde und Rüstungen. Aber die ganze Zeit hatte er das unbestimmte Gefühl, dass irgendetwas nicht richtig war, das irgendetwas passieren würde. Plötzlich wurde er auf ein Steinrelief von einem Ritter aufmerksam. Er fragte den Führer „Und wer war das da?“, „Oh ja, eine sehr interessante Frage. Dies hier war der Ritter, Fürst Sigismund von Wizenheim, Sohn von Adelbert von Wizenheim geboren im Jahre des Herren 1031. Er war ein äußerst streitbarer gefürchteter Mann es wird behauptet, dass er der beste Freund und Schutzherr, von König Heinrich IV war. Heinrich IV war jener König der den berühmten Gang nach Canossa antrat. Heinrich wurde schon mit 3 Jahren zum König gesalbt. Er war eine der schillernsten Figuren im Mittelalter. Von seinen Gegnern wird er als brutal und machtbesessen, von seinen Anhängern jedoch als guter und mildtätiger König beschrieben. Wieweit die Freundschaft zwischen dem König und Sigismund ging kann heute nicht mehr gesagt werden, aber dass sie in Kontakt standen ist historisch belegt. Auch Sigismund werden einige zum teil recht merkwürdige Dinge nachgesagt. So soll er für seinen König Heinrich am Kreuzzug teilgenommen haben, obwohl König Heinrich IV, durch einen über Ihm verhängtem Kirchenbann die Teilnahme an dem Kreuzzug untersagt war.
Eine weitere sagen umwogende Geschichte ist sein verschwinden. Sigismund hatte angeblich den bösen Zauberer und Alchimisten Archadius auf seiner Burg gefangen gesetzt. Archadius wird nachgesagt, dass er mit den Gegnern von Heinrich IV konspiriert habe, und dass er mit den bösen Mächten im Bunde war. Er soll versucht haben, mittels dieser bösen Mächte König Heinrich IV zu schaden.
Sigismund hatte dies erfahren, den Zauberer gefangen genommen und ins Verlies werfen lassen. Als Sigismund den Zauberer nach seinen Komplizen befragen wollte, hatte Archadius die bösen Mächte beschworen, und den Ritter mittels eines Zaubers spurlos verschwinden lassen. Was an dieser Geschichte wirklich wahr ist, kann heute keiner mehr sagen, jedoch wurde er nie wieder aufgefunden. Historiker gehen davon aus, dass sich Ritter Sigismund wegen einer anderen Frau aus den Staub gemacht hat. Aber meiner Meinung nach hätte er niemals seinen König Heinrich im Stich gelassen“.
Max hatte die Sage von Ritter Sigismund immer noch im Kopf, als die Führung fortgesetzt wurde. Irgendetwas an der Geschichte beunruhigte ihn. Er konnte nicht sagen woher dieses gefühl kam, aber so sehr er auch versuchte dieses los zu werden, ein flaues Gefühl blieb trotzdem.  Die Führung ging weiter zum Bergfried, das war der älteste Teil der Burg, und dann ins Verlies und in die Folterkammer. „ Hier haben wir noch einige Exponate die damals auch wirklich benutzt wurden. In diesen Mauern wurde gefoltert, und Hexenprozesse und Hexenbefragungen abgehalten. Dies war eine äußerst schauerliche Angelegenheit, bei der den Gefangenen schlimmste Qualen und Schmerzen zugefügt wurden. Angefangen über Daumenschrauben, bei denen der Daumen anschließend die Farbe von Flieder hatte, über eine Streckbank, auf der Körper eines Menschen soweit auseinander gezogen wurde, das Muskeln und Sehnen rissen, Das Arme, Schultern und Beine aus ihren Gelenken sprangen. Dies ist ein spanischer Stiefel, der oft bei Hexenprozessen verwendet wurde. Mit diesem Gerät wird der Unterschenkel so zusammen gequetscht , dass die Knochen nur noch Brei sind. Und falls der Gefangene nach dieser Tortur immer noch nicht, das gewünschte gesagt hatte, und wohl auch keine Möglichkeit bestand, dies noch aus ihm heraus zu bekommen, dann wurde er in die eiserne Jungfrau gesteckt“. Der Führer öffnete eine eisernen Schrank, in dem auf beiden seiten lange spitze Dolche steckten. „ Die eiseren Jungfrau hatte unten eine Falltür, und Dolche in ihrem Inneren waren so scharf, dass jemand der dort hineingesteckt wurde, in kleine Stücke geschnitten wurde, wenn sich der boden öffnete. Die Überreste wurden dann mit dem fluß der unterhalb der Falltür fließt einfach weggespült, dann war der jenige im wahrsten Sinne des Wortes Fischfutter“. Der Führer betätigte einen Hebel, und mit einem quietschen öffnete sich die Bodenplatte, und man konnte auf das fliessende Wasser blicken. Max war trotz oder gerade wegen des Schauergefühls fasziniert von den Folterwerkzeugen.
Dann ging es noch über den Wehrgang zum Burgtor wo der Führer erklärte wie das eiserne Falltor und die Zugbrücke funktionierten.
Nach der Führung setzten sich die vier noch ins Burg-Cafe. Max der jedoch keine Lust hatte Kuchen zu essen fragte “Papa darf ich mich noch ein bisschen umschauen?“. „Ja, meinet wegen, darfst du. Du bist aber in einer Stunde wieder hier. Lisa möchtest du auch mit?“. Aber Lisa wollte lieber bei ihren Eltern bleiben.
Max ging los auf Erkundungstour. Er schlenderte über die Burg und plötzlich stand er wieder vor dem Eingang des Verlieses. Er ging hinein um sich nochmals um zu sehen. Da entdeckte er einen Gang, der ihm vorhin nicht aufgefallen war. Er folgte ihm und kam an eine Treppe die ähnlich wie bei einem Leuchtturm in die tiefe führte. Nach ein paar Stufen war es bereits so dunkel, dass er die Hand nicht mehr vor Augen sehen konnte. Da viel ihm ein, dass er am Eingang des Verlieses eine Fackel gesehen hatte, in die in einer Halterung steckte. Er rannte zurück um die Fackel zu holen. Zum Glück hatte er das Feuerzeug seines Vaters eingesteckt.
Er entzündete die Fackel und ging zum Gang zurück. Die Fackel warf gespenstische Schatten auf die Wände. Die Treppe führte immer tiefer in die Burg. Er war sich sicher, dass diese Treppe viel länger war als sie hätte sein dürfen. Die Menschen die diese Burg gebaut hatten, mussten sie direkt in den Fels gehauen haben. Unten angekommen, erstreckte sich ein langer Gang, vom dem links und rechts kleine Nischen und auch größere Räume abzweigten. Teilweise waren die Durchgänge offen, teilweise mit uralten Gitterstäben versperrt. Dies mussten in der damaligen Zeit wohl Zellen für ganz besondere Gefangene gewesen sein, da sie so tief im Berg lagen, dass niemand sie außerhalb des Verlieses hätte hören können. Beim Gedanken an die Folterkammer erschauerte er erneut. Als er an einer schweren uralten Eichentür vorbei kam, hörte er plötzlich ein schleifendes Geräusch, so als ob jemand mit einem Eisen über einen Stein kratzt. Max rutschte das Herz in die Hose, dieses Geräusch hörte sich fürchterlich an, und es war genau hinter ihm. Er wagte nicht sich umzudrehen. Plötzlich hörte er, wie jemand hinter der Tür rief „Beim Allmächtigen. Öffnet sofort diese Tür, oder ich werde euch vierteilen lassen“. Max war stocksteif und nicht in der Lage sich zu bewegen. Da sprach die Stimme wieder „Ich weis, dass ihr da seid, und ich befehle euch auf der Stelle diese Tür zu öffnen“. Max stand mit schwitzenden Händen und der Fackel in der Hand vor der Tür. Die Tür hatte einen schweren eisernen Riegel, und er fragte sich wer wohl hinter dieser Tür sein würde. Er hatte zwar Angst, aber er dachte sich „wenn jetzt jemand, genauso wie ich, die Burg erkundet hat und dann in diesen Keller gegangen ist, und die Tür hinter ihm zugefallen ist, dann muss er vielleicht elendig verhungern und verdursten, wenn ich ihn nicht befreie. Seine Rufe wird niemand hören können, egal wie laut er auch schreien würde.“
Mit zittrigen Händen versuchte er den schweren eisernen Riegel zurück zu ziehen. Dieser ging aber so schwer, als ob er jahrhunderte nicht benutzt worden wäre. Als er mit aller Kraft an dem Riegel zog, flog plötzlich krachend die Tür auf. Direkt an seiner Kehle spürte er etwas sehr kaltes spitzes, und er merkte wie ein kleines Rinnsaal aus seinem Blut den Hals hintuterlief. Ihm wurde schwarz vor Augen und er drohte in Ohnmacht zu fallen. Aber in seinem Kopf arbeitete etwas gegen diese Ohnmacht an, und so besann er sich. Als er die Augen wieder öffnete sah er wie ein riesiges Schwert direkt an seinem Hals saß. Das Schwert wurde von einem furchterregenden Ritter gehalten. Seine Rüstung blitze und funkelte im Fackelschein, die Max vor schreck hatte fallen lassen. Als Max den Ritter näher betrachtete schien es ihm so, als sei er diesem Mann schon einmal begegnet, aber er wusste nicht wo. „Wachen!“ rief der Ritter laut. „Wo sind meine Wachen? Und wo sind meine Ritter, diese Saufbolde. Beim Allmächtigen, denen werde ich die Hammelbeine lang ziehen“ brüllte der Mann im Ritterkostüm durch das Verlies. „ Und Ihr! wer seid Ihr! Was macht so ein kleiner Wicht wie Ihr überhaupt auf meiner Burg, und wie seht ihr überhaupt aus, warum lauft ihr in diesen albernen Gewändern herum?“ fragte der Ritter an Max gewand. „Ich bin Max, wir haben eine Burgbesichtigung gemacht, und da habe sie gefunden. Aber wer sind sie überhaupt?“. Dem Ritter viel fast sein Schwert aus der Hand, so unverfroren wie von diesem Bengel war er in seinem ganzen Leben noch nicht angesprochen worden. „Ihr scheint nicht nur äußerst dumm, sondern auch noch blind zu sein! Wie Ihr ohne weiteres an meinem Waffenrock erkennen könnt bin ich Fürst Sigismund von Wizenheim, Herr über Burg Wizenheim, Kronvasall, Ritter und Beschützer meiner Majestät König Heinrich IV, Vater von…“, Max brummten plötzlich die Ohren, um ein haar wäre er doch noch in Ohnmacht gefallen. Jetzt wusste er, wo er dieses Gesicht schon einmal gesehen hatte, es sah genauso aus wie das auf dem Relief, welches er heute morgen bei der Besichtigung gesehen hatte, und auch die Rüstung und das Wappen waren die gleichen wie auf dem Stein. Was hatte der Führer doch noch gesagt? Sigismund war bei dem Versuch, den alten Zauberer nach seinen Komplizen zu befragen, spurlos verschwunden? Nein, das konnte nicht sein, das musste ein Irrtum sein. Hier wollte ihm jemand einen Streich spielen. Als er wieder zu sich kam, zählte der Ritter immer noch seine Taten auf „….Befreier des heiligen Landes, und Drachentöter“, hörte er ihn sagen. Max hatte sich wieder gefasst und versuchte das eben erkannte zu verarbeiten. „ Entschuldigt bitte edler Herr“ besann er sich auf die Art, wie Ritter seiner Meinung nach miteinander sprachen. „Seit ihr wirklich der Ritter Sigismund von Wizenheim?“, „Ja wer soll ich, eurer Meinung nach, sonst wohl sein“ erwiderte der Ritter. „ Also wenn dies kein schlechter Scherz ist, dann habe ich eine äußerst schwierige und bedauerliche Nachricht für euch“ sagte Max schüchtern. „Los sprecht, ich werde langsam ungeduldig, und dann könnte es passieren, dass mein Schwert euch den Kopf kostet.“. „ Ok, ich werde euch sagen was ich weis, aber nehmt vorher das Schwert herunter, und setzt euch bitte. Denn wenn Ihr hört was ich euch zu sagen habe, könnte es passieren, dass euch euer Schwert vor Schreck aus der Hand fällt, und mir den Kopf abschneidet, oder in den Fuß sticht.“. Ritter Sigismund nahm sein Schwert herunter und steckte es zurück in die Scheide. “Denkt nicht, ihr könntet mich überrumpeln. Bevor ihr auch piep sagen könnt, rollt euer Kopf schon vor meinen Füssen. Und jetzt heraus mit der Sprache. Was ist hier los?“. Max atmete noch einmal tief durch, dann sagte er “Wenn Ihr wirklich der Ritter Sigismund Kronvasall und Freund von König Heinrich IV seid, dann seid Ihr in der Zukunft gelandet. Der böse Zauberer, den Ihr hattet befragen wollen, hat euch allem Anschein nach in die Zukunft gezaubert“. Jetzt war es Ritter Sigismund der fast ohnmächtig wurde. Sein Gesicht verlor jede Farbe, und die Rüstung klapperte, so weiche knie hatte er bei Max`s worten bekommen.. Er musste sich an der Wand abstützen. Dann setzte er sich, Max’s Rat befolgend doch hin. „Es war gerade eine knappe Stunde vergangen, seit er zu Archadius in die Zelle hinein gegangen war. Zugegeben er war nicht gerade freundlich und zimperlich mit Archadius umgegangen, und plötzlich hatte der Zauberer seinen Kristall herausgeholt, und ehe Sigismund etwas  hatte tun können, hatte Archadius eine Beschwörungsformel gesprochen. Der Raum hatte angefangen sich zu drehen, ein seltsamer Nebel war aufgewallt, und die Wände verschwammen vor seinen Augen. Es war, als wären Raum und Zeit nicht mehr existent gewesen. Doch dann war alles wieder wie vorher, der Boden und die Wände fest, außer dass der Zauberer sich in Luft aufgelöst zu haben schien, und die Fackeln verloschen waren. Doch nun begriff Ritter Sigismund was wirklich geschehen war. Nicht Archadius war verschwunden, Nein! Er selbst, Ritter Sigismund war in die Zukunft geschleudert worden. Was würde jetzt aus seinen Kindern, seiner Frau und seiner Burg werden, wenn er nicht mehr da war. Und was würden Archadius und seine Kumpanen mit seinem geliebten König machen. Archadius würde versuchen Ihm den Verrat anzuhängen. Er hoffte nur, dass Heinrich dieses Spiel erkennen würde, und insgeheim wisse, dass Sigismund ihn niemals unter keinen Umständen verraten würde. „Kann ich euch irgendwie behilflich sein?“ fragte Max vorsichtig. „Du? Wie willst du mir helfen. Ich bin in der Zukunft gefangen und mein König, und meine Familie in höchster Gefahr, dazu könnte ich auch noch bei Heinrich in Ungnade fallen, wenn dieser denkt, dass ich ihn verraten, und mich anschließend davon gemacht hätte.“ Da viel ihm noch etwas wichtiges ein “Welches Jahr haben wir?“, Max schluckte heftig „Herr, Ihr seid im Jahre des Herrn 2009 angekommen, ihr seid fast 1000 Jahre in die Zukunft  gereist“. Erneut wurde Sigismund von einer Ohnmacht gepackt, die versuchte ihn mit sich zu reissen. Aber er war ein Ritter, ein Ritter ohne Furcht und Tadel. Ein Ritter gab sich niemals geschlagen, egal ob ihm im Kampf gerade die Schwerthand abhanden gekommen war, oder etwas anderes. Aber er hatte noch alle Körperteile und der Kopf  saß noch auf seinen Schultern, also konnte er auch kämpfen. „Doch du kannst mir helfen. Ich gebrauche einen Knappen. Ich werde dich lehren ein Ritter ohne Furcht und Tadel zu sein, ich werde dir zeigen wie man mit einem Schwert kämpft, und wie man furchtlos auf einem Streitross in die Schlacht zieht. Und ich werde dir beibringen wie man das Herz einer holden Jungfrau anrührt und sie erobert“. Max der bei dem letzten Satz leicht errötete meinte darauf “Oh, euer Vertrauen ehrt mich, aber ich kann kein Knappe werden, ich kann ja nicht mal reiten, ich hab noch nicht mal ein Pferd“. „Wie du hast kein Pferd, laufen alle Menschen hier in der Zukunft?“. „ Nein, wir laufen doch nicht, wir fahren mit dem Auto“. “Aha, ihr benutzt also einen Wagen?“. Max dämmerte, dass es für den Ritter noch einige böse Erwachen geben würde. Er kannte ja nichts von der Zukunft, kein Auto, kein Flugzeug, kein Strom, kein Licht, ja nicht einmal fliessendes Wasser kannte er. Wahrscheinlich würde er eine Toilette für einen Wasserspender halten und daraus trinken. Da beschloss Max „Ok, Ihr habt recht, Ihr braucht einen Knappen, und ich möchte euer Knappe werden. Aber nicht um ein Ritter und Kämpfer zu werden, sondern um euch zu helfen damit Ihr überhaupt hier in der Zukunft zu recht kommt. Vergesst nicht, ihr befindet euch im Jahr 2009. Das sind fast 1000 Jahre die ihr in die Zukunft gereist seid. In den Letzten 1000 Jahren hat sich sehr viel verändert, ihr werdet Dinge sehen, die euch wie Hexerei vorkommen müssen. Elektrisches Licht, Autos, Flugzeuge fast nichts von dem hat es in eurer Zeit schon gegeben.
Und noch etwas, die Menschen haben sich ebenfalls verändert. Niemand wird hier mit dem Schwert geköpft oder zum Zweikampf gefordert.“.
„Wenn du meinst mir Befehle erteilen zu können, bist du der erste der hier seinen Kopf verliert. Ist das klar?“. „Schon gut, schon gut.“ meinte Max “Aber nun wird es Zeit das wir aus diesem Verlies herauskommen. Meine Eltern werden mich bereits suchen“. „Sag wie war noch mal dein Name?“ fragte Ritter Sigismund. „Ich heisse Max“. „Max? Max ist ein Name für einen Hund. Ah Maximilian. Das ist ein ehrenwerter Name für einen edlen Knappen. Wohlan du darfst mich Ritter Sigismund nennen, so nennen mich nur meine engsten Freunde und Vertraute, wie z.B. König Heinrich. Für alle anderen bin ich Fürst Sigismund von Wizenheim. Hast du dies verstanden?“.

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Nihil
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BeitragVerfasst am: 04.08.2009 01:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wizenheim!

Erstmal herzlich Willkommen bei uns! Stell dich ruhig auch im roten Teppich vor. :D

Dann muss ich leider sagen, dass ich deinen Text nicht gelesen habe. Hier gilt die Regel, dass man nur Abschnitte hereinstellt, die möglichst nicht mehr als 500 Wörter enthalten. Die Erfahrung zeigt, dass längere Texte kaum beachtet werden, weil niemand die Lust und und Zeit hat, sie zu lesen. Außerdem kann man bei ihnen auch weniger ins Detail gehen, wenn man am Text arbeitet. Also kürze deinen Text auf 500 Zeichen. Wenn es entsprechende Rückmeldungen gibt, kannst du auch gerne den Rest nach und nach veröffentlichen. Außerdem wäre es gut, wenn du nach jedem Absatz eine Zeile frei lassen würdest, das liest sich sehr viel besser.

Ich kenne den Inhalt deiner Geschichte noch nicht. Ist das wirklich Trash? Das sieht nach einer Menge aus, die ein gewagtes Experiment oder einen absichtlich grenzwertigen Text eher ausschließt. Wenn du dich unsicher fühlst, kannst du ab sofort besser im Prosa-Bereich der Talentschmiede posten.

Alles Gute ansonsten! :)

- Nihil
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Enfant Terrible
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 05.08.2009 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich für meinen Teil bin im Allgemeinen keine allzu strenge Verfechterin der 500-Wörter-Regel, weil ich finde, dass eine Geschichte, die aus einem falsch ausgelebten Servicegefühl für den Leser bis zur Unschmackhaftigkeit auseinander gerissen wird, ein falscher Service ist.
Das gilt vor allem für in sich abgeschlossene Kurzgeschichten, wo 300 Wörter mehr oder weniger sich aus gesundem Menschenverstand nicht abspalten lassen.
Allerdings erscheint mir dein Text tatsächlich zu lang, und zwar aus zweierlei Gründen.
Einmal ist es die Form, die das Gefühl der Masse noch verstärkt und dadurch potentielle Leser wirklich abschreckt. Du geizt wirklich bei Absätzen; selbst an Stellen, wo sie dringend erforderlich wären - besonders bei den Dialogen - verzichtest du auf Umbrüche, was optisch beim Lesen sehr anstrengt.
Zum anderen ist der Einstieg in die Geschichte, wenngleich später über die Burgführung langsam die Spannung steigt, doch sehr alltäglich. Ich hätte mir die Diskussionen zwischen den Eltern und ihren Kindern bezüglich der Führung etwas lebendiger gewünscht. Sie bergen keinerlei Konflikt in sich - da frage ich mich, wozu brauche ich diesen Vorlauf? Du konntest mit einem viel positiveren Effekt gleich bei der Führung einsteigen und die Eltern nur nebenbei erwähnen. Vorteil wäre, dass du gleich mit der Spannung, der Neugierde deines Protagonisten Atmosphäre zu schaffen vermagst.
Insgesamt aber wirkt die Erzählweise trocken und zäh, was sehr schade ist, weil du doch einen recht guten und geschulten Schreibstil hast. Manchmal ist die 500-Wörter-Regel wirklicher Unsinn, aber bei dir wäre es wirklich empfehlenswert, den Text, wenn schon nicht zu stückeln, dann zu kürzen, weil hier tatsächlich auf den ersten Blick unnötiges Material vorangestellt wird, das leider keine Lust zum Lesen weckt.


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wizenheim
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BeitragVerfasst am: 05.08.2009 14:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

danke enfant

nun vielleicht liegt es daran, dass ich mit vorliebe lange große Romane lese.
Die Waringhamgeschichten von rebbecca gable, oder die highland-Saga um Jamie Fraser von Diana Gabaldon mit ihren insgesamt 10.000? Seiten
Wenn man in so einen Roman einsteigt, dauert es auch ein wenig bis eine Spannung aufgebaut ist. Aber du hast recht das intro dürfte wohl gekürzt werde. Ob max jetzt kaffee kocht oder nicht ist unerheblich.
Allerdings möchte ich den Roman eigentlich für Kinder und jugendliche schreiben (die, die auch Harry Potter lesen), und denen schadet es nicht wenn sie sich mit max identifizieren und auch mal den Tisch decken würden.
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Enfant Terrible
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 05.08.2009 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ich stimme dir zu, ein bisschen Vorlauf kann der Schlüssel zur Identifikation mit dem Protagonisten sein. Allerdings kommt es sehr auf die Art des Vorlaufs an. Wenn du Harry Potter und vergleichbare Jugendbücher liest - da wird selbst in den Akt des Tischdeckens, in alltägliche Gespräche ein gewisser Unterhaltungsfaktor gelegt, wohingegen du diese Vorgänge recht trocken beschreibst. Allgemein fürchte ich, bezweifeln zu müssen, wie geeignet dein Schreibstil für Jugendliche ist. Als erwachsener Leser erfreut man sich vielleicht an der Sprache und geht mit etwas mehr Geduld heran; einem Teenager würde in deiner Einstiegsweise und dem Beschreiben der Führung recht bald das Interesse vergehen, bevor es durch die nachfolgenden Ereignisse geweckt werden kann.

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Johannhh
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BeitragVerfasst am: 05.08.2009 14:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

sitze bei der Arbeit, hatte insofern Zeit einen Teil des Textes zu lesen Razz .

Schon flüssig geschrieben, allerdings erzählst du, und zeigst dem Leser nicht, wie Max die Geschichte erlebt. Der Bericht enthält außerdem viele Details, die gerade am Anfang eines Textes Probleme bereiten, denn am Anfang musst du das Interesse des Lesers einfangen. Das gipfelte für mich in dem Satz:

"Dies interessierte Max jedoch überhaupt nicht."

Mein Gedanke war:

"Mich auch nicht"

Das klingt jetzt schlimmer als es ist, denn  vielleicht ist es nur eine Frage der Kozeption. Vielleicht solltest du nicht mit einer Schloßführung anfangen und dem Leser so den historischen Hintergrund der Geschichte nahezubringen, sondern einen anderen Einstieg wählen und vor allem anderen nicht erzählen, sondern also als Autor und Erzähler zurücktreten und Max die Gschichte aktiv erleben lassen.


Beste Grüße,

Johann
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Angst
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BeitragVerfasst am: 05.08.2009 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo wizenheim,

Mir ist beim flüchtigen Überfliegen aufgefallen, dass du Zahlen nicht ausschreibst.
Das solltest du aber tun. Mache aus den 3s lieber Dreien und aus den 1000s Tausende.
Ausserdem frage ich mich, wieso du dich so sehr auf die Zahl Drei versteifst. Allein im ersten Abschnitt kommt sie dreimal (Wow, schon wieder!) vor.
Ja, Drei ist die magische Zahl, aber wenn ich sie so oft hintereinander lese, muss ich mich zwangsläufig fragen, ob dem Autoren nichts anderes eingefallen ist.

Ich habe nicht viel weiter als über den ersten Absatz gelesen. Das liegt vor allem an den Charakteren.
So, wie du sie nämlich einführst, erscheinen sie mir noch zu beliebig. Der Vater ist ein Vater, wie es jeder sein könnte. Die Kinder auch.
Ich weiss nicht, wie sie aussehen, ich kenne ihre Besonderheiten nicht. Das ist schade.
Gerade Harry Potter ist das beste Beispiel, wenn es um farbige und einprägsame Charaktere geht.

Liebe Grüsse,
Scheinheilige


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— Søren Kierkegaard, Philosophische Brosamen,
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Vidora
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BeitragVerfasst am: 05.08.2009 15:20    Titel: Re: Ritter Sigismund Antworten mit Zitat

Uff, mir ist zwar langweilig im Büro, aber so eine Textwand von über 3000 Wörtern ist mir dann doch zu viel auf einmal. Vieles wurde ja schon angesprochen. Auch wäre es schön, wenn du den Text nächstes mal nochmal prüfst, bevor du ihn hier reinstellst - es sind nämlich auch einige Fehler enthalten.

wizenheim hat Folgendes geschrieben:

 „Ok mein Junge. Morgen besichtigen wir Burg“

Da fehlt z. B. ein Artikel

Außerdem benutzt du recht häufig 'dann'. Einige Substantive hast du klein geschrieben z. B. Jahrhunderte.


Max ging los auf Erkundungstour. Er schlenderte über die Burg und plötzlich stand er wieder vor dem Eingang des Verlieses. Er ging hinein um sich nochmals um zu sehen. Da entdeckte er einen Gang, der ihm vorhin nicht aufgefallen war. Er folgte ihm und kam an eine Treppe die ähnlich wie bei einem Leuchtturm in die tiefe führte. Nach ein paar Stufen war es bereits so dunkel, dass er die Hand nicht mehr vor Augen sehen konnte.

Max ging
Er schlenderte
Er ging
Da entdeckte er
Er folgte


Da fehlt mir irgendwie als Leser die Abwechslung. Das wirkt vom Schreibstil her ein bisschen, wie Schulaufsatz (achtung subjektiv).

Da viel ihm ein,
Dem Ritter viel fast sein Schwert aus der Hand,

aua!

Seit ihr wirklich der Ritter Sigismund von Wizenheim?“

Seid

Max’s Rat

Ich glaube, das s gehört da nicht hin. Bei Zischlauten wird da nur ein Apostroph gesetzt.



Ich habe jetzt nicht Wort für Wort gelesen aber immer mal einzelne Absätze. An diesem Text gibt es also noch so einiges zu feilen Wink

Liebe Grüße,
Vidora


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wizenheim
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BeitragVerfasst am: 05.08.2009 15:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

danke nochmal für eure anmerkungen

ich habe es meinem Sohn vorgelesen ( 6 1/2 Jahre),(die stelle in der ich die einzelnen Folterwerkzeuge beschreibe hab ich weggelassen, aber junge Leute die die geschichte lesen, können es wohl verkraften). Mein Sohn ist begeistert von dem Ritter und will von mir wissen wie es weiter geht. Er erwartet gerade zu, dass der Ritter so hochgestochen? redet, die Art wie der Ritter spricht versteht er sehr wohl, und sie gefällt ihm. Jetzt kommt mein Sohnemann immer mit seinem Schert um die Ecke.

Ich weis nicht wie ich die Geschichte aus Sicht von Max schreiben sollte.
Bei keinem Roman den Ich bisher gelesen habe, und es sind viele gewesen, wurde in der Ichform geschrieben. Selbst Dan Brown hat bei Sakrileg die ERzähler position eingenommen. Ich wüsste nicht wie ich es anders hinbekommen sollte.
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wizenheim
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BeitragVerfasst am: 05.08.2009 15:57    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

so, leider muss ich jetzt los, und dem schnöden mammon hinterherlaufen, ich kann es meiner familie und mir nicht antun als verarmter schriftsteller zu enden.

Ich schau heute abend nochmal rein
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Angst
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BeitragVerfasst am: 05.08.2009 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

wizenheim hat Folgendes geschrieben:
Ich weis nicht wie ich die Geschichte aus Sicht von Max schreiben sollte.
Bei keinem Roman den Ich bisher gelesen habe, und es sind viele gewesen, wurde in der Ichform geschrieben. Selbst Dan Brown hat bei Sakrileg die ERzähler position eingenommen. Ich wüsste nicht wie ich es anders hinbekommen sollte.

Man muss nicht zwangsläufig in die Ich-Perspektive wechseln, wenn man eine Geschichte aus der Sicht einer bestimmten Figur erzählen will. Es reicht vollkommen, in der Er/Sie-Perspektive zu beschreiben, wie sich der Charakter fühlt, was er denkt, usw. Im Idealfall sollte der Erzähler gar nicht bewusst wahrgenommen werden. Und: Auch wenn Dan Brown die Neigung hat, aus der Sicht vieler verschiedenen Figuren zu schreiben, seine Erzähler sind vorwiegend personal.


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Johannhh
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BeitragVerfasst am: 05.08.2009 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

es geht nicht darum die Geschichte aus der Perspektive von Max zu erzählen, sondern darum die Protagonisten die Geschichte erleben zu lassen.

Beispiel:

Max wachte am nächsten Morgen früh auf. Das ganze Haus war noch still. Er zog sich alleine an, aber anstatt wie sonst mit seiner Ritterburg zu spielen ging er ganz leise runter in die Küche. Er klapperte geschäftg mit Tellern und Tassen und ohne auch nur ein Geschirrstück fallen zu lassen richtete er ganz alleine das Frühstück an.
Sein Vater grinste, als er aus dem Schlafzimmer kam.
"Na, kleiner Mann. Frühstück gemacht" er nahm Max auf den Arm "da wird sich deine Mutter aber freuen"
"Auch wenn ich gerne noch etwas geschlafen hätte" Seine Mutter stand in der Küchentür. Sie gähnte und streichelte Max über die Wange.
"Aber wir müssen doch zum Schloß fahren" sagte Max.
"Und das werden wir" sagte sein Vater "aber jetzt wird erstmal gefrühstückt"

Ich sag nicht dass das wirklich gut ist, ehrlichgesagt habe ich noch keine Zeile veröffentlicht. Es ist der Versuch einer Situation Lebendigkeit zu verleihen. Wie zuvor schon angemerkt wirkt eine Geschichte sonst ein bisschen wie ein Schulaufsatz. Viel darüber lesen und lernen kann man z.B. in Büchern über Schreibtheorie.

Beste Grüße,

Johann
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wizenheim
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 49
Beiträge: 51



BeitragVerfasst am: 05.08.2009 19:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

danke johann
das war nicht schlecht, ich werde es so in etwa einbauen
nochmals dankeschön  Idea
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