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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Legendryballade: Mensch und Adel.


 

 
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Hoody
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2604
Wohnort: Alpen


BeitragVerfasst am: 14.07.2009 21:11    Titel: Legendryballade: Mensch und Adel. eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Stellt euch vor, ihr befindet euch im dichtesten Wald Delan's. Überall liegt Schnee. Ein Lagerfeuer lodert aufmunternd vor euch und ein Barde erzählt eine Geschichte...

Legendryballade:

Adels segeln elegant über Gipfeln.
Entlang den hoch gestreckten Wipfeln.
Mensch und Tier , dass waren sie.
Kein billiges Arbeitsvieh.
Herrscher der höchsten Gebirge Legendrys und der Luft.
Manchmal hörte man den Wind, der nach ihnen ruft:
„Unterleib eines Adlers, Oberkörper eines Menschen.
Gerissenheit  eines Händlers, Unerschöpflicher Mut eines Bären.
 So gehorche ich euch, ihr Gottesgleichen….auf immer und je.“
Lebten sie ruhig, keine Zukunft sahen sie im Kampf
Zusammen speisten, feierten, flogen sie, so sanft.
Nachwuchs sprudelte über das Land.
Gingen und schwebten Hand in Hand.
Kriege außerhalb des Reviers,
stimmte sie mehr um mehr nervös.

Ein junger Reiter kam, begleitet von Pfeil und Bogen.
Um ihn herum peitschte der Wind, so stand er ganz droben.
Erklimmte den höchsten Fels und spähte nach Opfern,
deren Leib er mitnehmen wollte um zu haus zu köpfen.
 Ruhm, Frauen, Geld und Macht sein Ziel,
und die Knochen als Material für sein Schiffeskiel.
Surren der Sehne, Eisenspitze traf genau,  qualvolles Kreischen und Regen aus Blut
umarmte die Landschaft, zogen lange Linien im Schnee, der Jäger freute sich wie ein Bub.
Beute festgeschnürt, lachend hallen die Hufschläge durch das Tal.
Rache, Wut und Hass brodelte in den Adels, auf einem Mal.
Gefühle so fremd wie das Antlitz eigener Götter.
Fassen wollten sie den kaltblütigen Mörder.
Doch kam es anders als gedacht…

Der junge Mann ergötzte sich an den Blicken der Neider.
Silberschwert, Ketten, goldene Armreife, die schönsten Kleider
versteckten sein altes Leben als armer Reiter.
Doch eins ist gewiss, so wird man nicht gleich weiser.
Tod aufgefunden in einer dunklen Gasse.
Trauergäste, Feinde, Neider, strömen hin, in großer Masse.
Dachte der König es wären die Adels und schickte los, sein Herr.
Unzählig krochen sie über das Land, Augenhöhlen düster leer.
Nun gähnte die Stadt einsam ohne Menschen. Allein gelassen mit Mengen an Dreck.
Leblose Fische, gammlige Gerüche, Staub, Eisenspäne, haben sich lange satt genährt.
Der wahre Mörder, ungefasst, ein nun reicher Bettler,
wurde nie gebracht, in eisernen Ketten.

Späher der Adels bemerkten den feindlichen Marsch.
„Vernichtet sie, ich bin der König des Himmels“, antwortete er barsch.
Und es geschah. Unverbrauchte Rüstungen  schützten bebende Organe.
Letzte Musterungen vollzogen und in den Gesichtern der Jüngeren stand Sorge.
Schreie brachten die Luft zum Vibrieren, Risse überzogen Felshänge.
Auf je schwieg alles. Kein Hauch durchströme die Täler der Berge.
Kalter Atem hundertfach stieg von den gepanzerten Köpfen empor.
Vor kurzen noch warmes Blut wurde hart und erfror.
Schneeflocken landeten, schmalzen und kleine Wasserbäche  flossen am Eisen hinab…

Krallen bohrten sich tief ins rohe Fleisch.
Schmerz so bodenlos und unbändig heiß.
Gekreisch aus dem Mund der Wesen.
Stechend  wie ein blutbesudelter Degen.
Gedärme, Schreie, Angst, Blut
wetteiferten um die Kriegers Glut.

Der Morgen begrüßte das Schlachtfeld und da erschien die Sonne.
Beleuchtete alles und in den Tälern schwappte ein Blutsee.
Menschen lagen verstreut oder trieben durch das rote Wasser.
Keiner entkam den Fluch der Adels, neue Adels betraten das Lager.
Einer der letzten ruhte auf einem Berggipfel, blickte gen Horizont
und sang einen vierziger, bis... zum Erscheinen vom Mond.


„Lebten friedlich und besonnen.
Streit war fremd, Liebe uns nah.
Schreckliches Schicksal
überkam unser geborgenes Land.
Pfeile brachten meinen Bruder weg und auch unseren idyllischen Frieden.
Menschen zogen auf zum Kampf.
Krieg begann.
Lebenssaft sickerte durch den festen Schnee.
Legendryballade.“

Copyright by Hubert Geisler



Gedicht:
Das Gedicht habe ich gestern Früh angefangen. Und bin vor einer Stunde fertig geworden. Es steckt sehr viel Arbeit dahinter. Es beschreibt das erste Treffen zwischen Mensch und Adel. Es beschreibt wie die Adels vor diesen Treffen lebten. Friedlich, Sorglos...Dann kam ein Reiter, arm und kaum Kleider trug er am Leib. Er erschoss einen Adel. Wurde reich und von einen Bettler umgebracht. Der König dachte fälschlicherweise das die Adels Schuld waren. Und so fing der Krieg an. Die Adels gewannen, doch seit diesen Tag veränderten sie sich. Sie waren nun ein Kriegersvolk.
In der Kultur dieser Wesen gibt es bestimmte Liedformen.
Eine kennt ihr ja jetzt schon. Den vierziger. Es ist nur eine schlechte Übersetzung aus der Originalsprache.
Der Text ist in meinen Augen gut geworden. Ich weiß nicht ob es eine Ballade ist. Wahrscheinlich ist das da oben gar nichts. Oder ein Gemisch. Aber es entstand mit viel Herzblut und ist wahrscheinlich der schwerste Text, den ich je geschrieben habe.
Ich nehme gerne Kritik an, werde aber den Text wahrscheinlich nicht ändern.
Wieso ich mich auf einmal in der Lyrik umhertreibe?
Ich habe beschlossen die  nächsten zwei-drei Jahre keine Prosa mehr zu schreiben. Die nächsten Jahre werde ich mit Schreibübungen verbringen, lesen, lernen. Hin und wieder werde ich vielleicht ein Gedicht oder Märchen schreiben. Damit will ich auch gleich sagen das ich mich jetzt nicht mehr so oft hier blicken lassen werde.
Hier habt mir Starthilfe gegeben, alles gezeigt. Nun muss ich alleine Fliegen lernen, ohne tausend Stützen die mich sichern.
Natürlich bleibe ich aktiv. Vielleicht bin ich mal 4-5 Tage nicht on. Aber ich werde trotzdem mal hier und da ein Kommi ablassen.
Also ich hoffe ihr hattet viel Spaß mit dem Text.
lg Hubi

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Nihil
{ }

Moderator
Alter: 29
Beiträge: 7495



BeitragVerfasst am: 15.07.2009 13:15    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Hübchen.
Ich habs leider nicht über die ersten beiden Strophen hinaus geschafft und ich breche relativ selten Texte mittendrin ab. Das mag zum einen an der Themenwahl liegen (Fantasy kann ich seit 15 nicht mehr leiden), aber im Wesentlichen liegt es am fehlenden Handwerk. Du hast Grammatik- und ein paar Rechtschreibfehler, die Verse krampfen so vor sich hin und die sprachlichen Formulierungen sind oft mehr als ungeschickt. Zum Beispiel die erste Strophe:

Zitat:
Adels Question segeln elegant über Gipfeln.
Entlang den hoch gestreckten Wipfeln.
Mensch und Tier , dass waren sie. (nur mit einem s)
Kein billiges Arbeitsvieh.


Mit den Adels, anscheinend der Name der Rasse, die du besingst, konnte ich anfangs überhaupt nichts anfangen. Zuerst dachte ich, das sollte "Adel" im Plural sein... Aber gut, das war mein Fehler. Besonders geschickt ist diese Einleitung aber dennoch nicht, weil ich sicher nicht der einzige sein werde, der sich über dieses Wort wundert. Vor allem, weil du keinen Artikel benutzt hast. Deswegen musste ich auch über "über Gipfeln" stutzen. Ich dachte, du meintest "über Gipfel", aber die Variante mit n ist auch richtig. Zum besseren Verständnis; der Vers liest sich so doch viel besser:

>>Die Adels segeln elegant über die Gipfel

Gipfel und Wipfel ist weiterhin kein besonders origineller Reim, und das Metrum wird in deinem Gedicht auch kaum beachtet. Da du leider nicht mal ansatzweise eines hast, weiß ich auch nicht, wie sinnvoll es wäre, dir den Rhythmus hier jetzt aufzuschreiben. Am besten legst du am Anfang fest, welches Versmaß du haben willst (zum Beispiel vierhebiger Jambus, eignet sich gut für solche Volkslieder) und hältst dich entsprechend daran. Oder du nimmst die Reime heraus, die im Allgemeinen leider sowieso nicht besonders gut sind. Dann wird dein Gedicht eher zu einer Art Ode, was auch gut passen würde.

Aber weiter im Text: Deine Beschreibung der Rasse ist sehr umständlich. Ich glaube, man kann in einem Gedicht keine komplexen Sachverhalte erklären, zumindest nicht, wenn sie dem Leser total fremd sind. Deswegen würde ich dir vorschlagen, aus dem Gedicht eher einen Prosatext zu machen. Zum Beispiel das hier:

Zitat:
„Unterleib eines Adlers, Oberkörper eines Menschen.
Gerissenheit eines Händlers, Unerschöpflicher Mut eines Bären.
So gehorche ich euch, ihr Gottesgleichen….auf immer und je.“


Wieviel besser würde das in Prosa klingen: Die Adels waren eine Rasse von übermenschlicher Eleganz und Macht. Sie besaßen Krallen und Gefieder eines Adlers, aber den Oberkörper und den Verstand der Menschen. In zahlreichen Legenden wurde ihr unerschöpflicher Mut und ihre taktische Finesse gelobt.
Das ist jetzt auch nicht besonders toll geschrieben, aber es ist doch sehr viel besser verständlich, als wenn man zwischen Reimen und abgehackten Sätzen nach dem Wesen einer komplett unbekannten Fantasy-Rasse suchen muss.

Eigentlich wollte ich die erste Strophe ganz zerlegen, aber ich würde mich nur wiederholen. Metrik und Reime sowie die sprachlichen Ausdrücke müssen leider allesamt dringend überarbeitet werden.

Ich hoffe, das hat geholfen.

- Nihil
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Brynhilda
Felix Aestheticus

Alter: 39
Beiträge: 9709
Wohnort: Oderint, dum probent.


Edgar Allan Poe (1809 bis 1849) - Zum 200. Geburtstag
BeitragVerfasst am: 15.07.2009 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hubi!

Postiv anzumerken ist, daß es eine Menge Sitzfleisch und Durchhaltevermögen braucht, um so lange an einem solchen Text zu schreiben.

Aber abgesehen davon....
Mühe allein genügt nicht.
Hier stimmt, wie Nihil schon angemerkt hat, wirklich gar nichts.
 Sad

Naja.
Scheint, als müßtest du gerade in der Lyrik noch einiges vieles lernen müssen.

Viele Grüße,
Brynhilda
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Einherjer
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 556



BeitragVerfasst am: 20.07.2009 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jarda.

Ich hoffe du liest das hier nicht mehr.
Warum ich es trotzdem schreibe?
Für mich und für alle die es lesen.

Habe deinen Beitrag in deinem Profil gelesen. Du tust das Richtige.
Bei einem muss ich dir wiedersprechen.

So etwas wie das durchschnittliche Leben gibt es nicht.
Jeder Mensch hat nur eins. Wie kann es da durchschnittlich sein.
"Durchschnittliches Leben" ist ein Konstrukt der Medien die uns umgeben.
Wir sollen nach Macht streben, nach Erfolg, nach ewiger Jugend.
Das ist nicht richtig, wir sollten nur nach einem im Leben streben:
Glücklich sein.
Denn das ist das Einzige, was wir uns selbst schuldig sind.

Wenn ich mal sterbend in einem Bett liege frage ich mich nicht, welche Autos ich in meinem Leben gefahren habe, wie viel ich verdient habe, wie hübsch die Frauen waren mit denen ich zusammen war.
Ich werde mir nur eine einzige Frage stellen:

Habe ich alles dafür gegeben glücklich zu sein?

Wenn ich diese Frage mit "Ja" beantworten kann, werde ich meine Augen mit einem Lächeln auf den Lippen für immer schließen.

Lebe das Leben, das du hast. Lebe es intensiv und koste jeden Moment aus.

Deine Schreiberei und dein Drang dich selbst zu verbessern haben sich zu einer Sucht entwickelt.
Auch wenn deine Entscheidung dem ein oder anderen hier nicht passt, sie war die richtige.


Ich wünsche dir alles Gute in deinem Leben.

Einherjer


_________________
Stil ist die Fähigkeit, komplizierte Dinge einfach zu sagen - nicht umgekehrt (Jean Cocteau)

Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist der gleiche wie zwischen einem Blitz und einem Glühwürmchen. (Mark Twain)
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