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Soundtrack of my life


 

 
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thomas.m
Erklärbär


Beiträge: 1



BeitragVerfasst am: 16.06.2009 17:59    Titel: Soundtrack of my life eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Ihr,

wär dankbar für konstruktive Kritik..

lg aus Österreich


(p.s.: wenn Ihr noch mehr lesen wollt...gerne




Vorwort


Ich persönlich hasse Vorwörter. Geht es Ihnen nicht genauso? Ich kann von mir durchaus sagen viel in meinem Leben gelesen zu haben, doch diese ewigen Vorwörter gingen mir schon immer gewaltig auf die Nerven. Mein persönlicher „Vorwort-Autismus“ brauchte mich jedes Mal ins Schwitzen bevor ich ein Buch das erste Mal aufschlug. Vorwörter sind in meinen Augen bloße Entschuldigungen für das Nachfolgende. Verwirrtheit und Immanenz bringen den Autor in Versuchung sich über das Vorwort zu transzendieren.

Ich sitze gerade in meinem Lieblingscafé in der Wiener Altstadt. Vor zehn Minuten beschloss ich ein Buch zu schreiben. Vor fünf bestellte ich mein Mittagessen und eine Packung Zigaretten. Vor zwei bekam ich Angst und vor einer brach ich mein persönliches Versprechen an mich selbst niemals in meinem Leben ein Vorwort zu verfassen. Sie erkennen vielleicht bereits meine Nervosität. Ja, ich bin wirklich nervös.
Grund meiner Aufregung ist der reine Wunsch Ihnen nicht auf die Nerven zu gehen. Ach, wie viele Bücher (ich kann nicht fassen, gerade „ach“ geschrieben zu haben) ich las und bei wie vielen ich den Gedanke hatte, dass dieses Buch nur aus einem Grund geschrieben wurde: Der Autor will mir, Thomas Meyer auf die Nerven gehen. Ich stelle mir dann immer vor, wie er in einem finsteren Verlies sitzt. Der Schein von Kerzenlicht umgibt ihn. Er hämmert wie verrückt auf einer alten Schreibmaschine und hat so ein psychopathisches Grinsen im Gesicht. „Ich finde Dich Thomas, ich finde Dich und werde Dich nerven.“

Sie haben sicher bereits bemerkt, dass mein Blutdruck relativ hoch sein muss. Ach, da ist mein Essen (das war das letzte Mal; ich verspreche es!).

Mir ist übel. Die Kombination aus „Ich schreibe meine intimsten Gedanken nieder und hoffe auf Verständnis“ und einer Vereinigung asiatischen Gemüses mit einem Reis ähnlichen Brei schlägt sich auf meinen Magen aus.
Ja, ich will Sie weder nerven noch langweilen. Doch nun zu meiner Intention diese Zeilen zu schreiben. Ich bin weder radikaler Existentialist und ich hatte auch kein Verhältnis mit Simone de Beauvoir, doch glaube ich, dass wir die Freiheit der Wahl haben. Natürlich wird jetzt die Vielzahl einwenden, dass subjektive wie objektive Zustände Unsere Wahl von Handlungsalternativen einschränken. Ja, dies ist durchaus richtig, doch wer sagt, dass wir Uns einschränken lassen müssen? Wir sind nicht dem Schicksal Ziegelsteine werfender Extremisten unterworfen, wenn wir einmal „NEIN!“ sagen.
Ich möchte mich jetzt in keiner philosophischen Grundlagendiskussion verlieren, doch möchte ich Ihnen nur meine Glauben an eine grundsätzliche Wahlmöglichkeit auf den Weg geben.
Sie dürfen kein falsches Bild von mir haben. Ich bin kein in Weihrachduft eingehüllter, tonnenweise Marihuana rauchender Esoteriker, der seine Freundin mit Tantra –Büchern quält.
Ich würde mich als freidenkerischen Rationalisten mit träumerischen Nuancen bezeichnen.
Heureka!
Es tut mir leid, doch solch selbstreflektierendes Denken erfüllt mich mit Lebensgeist. Ich bin nun bereit für Sie. Ich werde mich Ihnen stellen! Aber will ich das überhaupt? Eigentlich sollten Sie doch einen Nutzen aus dem Lesen dieses Buches haben. In der Ökonomie bezeichnet Nutzen eine Vermehrung des Gütervorrates beziehungsweise eine Verminderung des Güterverlustes. Ich möchte mich in diesem Buch auf letzteres konzentrieren.
Ich habe an mir selbst beobachtet, wie groß die Gefahr der „menschlichen Verkümmerung“ ist. Ich will jetzt nicht melodramatisch werden, doch hatte ich eine Phase, in der ich mich aufgrund von diversen Zwischenfällen von meiner Umwelt abkapselte. Ich stellte relativ rasch fest, dass dies mit Abstand langweiligste Zeit meines Lebens war. Nicht der direkte Kontakt mit Menschen fehlte mir, sondern die Reflektion. Ist Unser sozialer Lerneffekt nicht in der Interaktion und anschließender Reflexion am größten. Nur durch das Zusammentreffen mit Mitmenschen lernen wir uns selbst kennen. Wer bin ich? Wer sind „die Anderen“. Weg von der Immanenz, hin zur Transzendenz.

Conclusio: Ich will, dass Sie wieder nachdenken, über sich und in diesem Fall über mich. Lernen Sie von meinen Fehlern (und ich kann Ihnen versichern, dass ich einige gemacht habe), indem Sie sich frei von Vorurteilen machen und Selbstkritik zulassen.
Verdammt noch mal. Ein bloßes dahinvegetieren ist ein Lebensstil für Feiglinge. Sie haben die Freiheit UND die Wahl. Ein Geschenk, das Sie nutzen sollen und müssen.
Ich komm mir schon vor wie ein völlig überbezahlter Motivationstrainer, der nach seiner von Klischees zerfressenen Rede nach Hause geht und völlig einsam und unmotiviert nach zwei Bier vorm Fernseher einschläft um am nächsten Tag wieder hunderten von äußerst wichtigen Managern erzählt wie schön das Leben nicht ist und wie Sie Ihre „Feinde“ am besten zu Freunden machen.
Ich merke schon, meine Sätze werden länger und undurchschaubarer. Meine Zigarette besteht nur mehr aus langsam zu Staub werdender Asche und über die Lautsprecher höre ich den wohl melancholischsten Klavierspieler seine Zeit: Yann Tiersen scheint sagen zu wollen: Thomas, was ist? Nerv Sie nicht. Los, gib Ihnen endlich was sie wollen:

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uffjedn
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 40
Beiträge: 149
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 16.06.2009 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Thomas - da du schon so persönlich geworden bist (ich deute das mal so), nehme ich mir heraus, es auch zu sein.

Dein Text erinnert mich sehr an mich vor etwa sechs bis sieben Jahren. Wenn du am Ball bleibst und deine Gedanken solange schleifst, bis sie wortballastfrei werden, dann wirst du weiterhin viel Spaß mit deiner Sprache haben, und sie hoffentlich auch mit dir.

Insgesamt ist der Text viel zu vermischt und springt hierhin, dorthin. Ein Tagebucheintrag eben, nicht mehr - aber auch nicht weniger (und das gibt es durchaus, weniger).

Nimm dir ein bisschen oder auch ein bisschen mehr Zeit, dich mit Text, Sprache und sovielen Formen dergleichen wie möglich zu beschäftigen und ich verspreche dir, du wirst deine Ausdrucksform finden und sie wird gut sein.


_________________
sagt Paul.
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MrPink
Geschlecht:männlichLyromane

Alter: 50
Beiträge: 2801
Wohnort: Oberbayern
Der Bronzene Wegweiser


BeitragVerfasst am: 20.06.2009 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaub, das ist mein erster Kommentar im Prosa-Bereich. Ich hoffe, er langweilt sie nicht allzusehr. Warum ich diesen nun schreibe wollen sie wissen? Na ja, ich habe den Text bis zum Ende gelesen, das passiert mir hier leider nicht so oft, was allerdings weniger an der Qualität der hier vorliegenden schriftlichen Ergüsse liegt, denn an meiner Unfähigkeit, mich zu konzentrieren. Der hier vorliegende Text ist nicht zu lang und so einfach, dass ich ihn gut nachvollziehen kann. Und dennoch; einige Passagen plätschern mir durch die Gehörgänge und vermögen es nicht, ein Echo zu erzeugen, wofür ich mich auch ein bisschen schäme, schließlich werde ich ja persönlich angesprochen. Mein Problem ist weiterhin, dass ich vermeintlich als guter Zuhörer anerkannt bin, was aber eigentlich eher meiner Fähigkeit geschuldet ist, ein interessiertes Gesicht aufsetzen zu können, und dabei gedanklich schon in ganz anderen Gefilden umher zu schippern. Und das ist mir nun hier auch wieder passiert. Genug geschwafelt....Ich will mehr Action,
Überraschungen, knappe trockene Auflockerungen. Und wenn du merkst, dass ich mich langweile, dann tritt mir verdammt noch mal in den Arsch !!!

Klar, was ich meine ? Du hast Sprachgefühl, einen guten Blick für Situationen und kannst plastisch beschreiben. Jetzt mach noch was packendes draus.

schönen Abend
andi


_________________
„Das Schreiben wird nicht von Schmerzen besorgt, sondern von einem Autor.“
(Buk)
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