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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Elfenwald Leseprobe / Kritik und Verbesserungen erwünscht


 

 
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Arya_Moon
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 35
Beiträge: 33
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 11.06.2009 19:37    Titel: Elfenwald Leseprobe / Kritik und Verbesserungen erwünscht eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier mal die erste Leseprobe aus meinem "Erstlingswerk". Konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge sind genauso wie Meinungen gern gesehen. smile Viel Spaß beim Lesen.

_______________________________


Kyras Eltern waren da unbesorgter, sie durfte meistens so lange ausgehen, wie sie wollte unter der Voraussetzung, dass sie am nächsten Morgen zur Schule ging oder falls sie woanders übernachtete, dass sie kurz anrief und Bescheid sagte. Ansonsten hatte sie Narrenfreiheit und genoss es. Das war einer der Vorteile als Kind viel beschäftigter Eltern. Stu verabschiedete sich und kurz darauf war sie wieder alleine. Wirklich müde fühle sie sich nicht, aber schon ein bisschen erschöpft, also legte sie sich ins Bett, kuschelte sich ein und begann ein bisschen in „Elfenwald“ zu schmökern.

Die Geschichte fing recht langweilig an und doch war Kyra vom ersten Augenblick an gefesselt. Die Geschichte drehte sich um einen Elfen, der von seinem Volk verstoßen worden war und sich von da an alleine ohne Hilfe durchschlagen musste. Sein Name war Lin´neal und er war von hohem Wuchs, hatte lange, dunkelblonde Haare und hellblaue Augen. Einst war er der Kundschafter der Königin gewesen, doch weil er sich in die falsche Frau verliebt hatte, war er verbannt worden. So irrte er nun ziellos umher und dachte immerzu an seine geliebte Seenifé und daran, wann er sie endlich wiedersehen dürfe.
Als Kyra vor Müdigkeit die Augen schon fast zufielen, legte sie das Buch beiseite und knipste das Licht aus. Kurz darauf war sie auch schon tief und fest eingeschlafen. Im Traum hörte sie eine dunkle Stimme die zu ihr sprach: »Wer seid ihr? Wie kommt ihr hierher? Euch habe ich hier noch nie gesehen.« Sie schlug die Augen auf und entdeckte, dass sie nicht wie erwartet in ihrem Bett, sondern auf einer Lichtung im Wald lag. Vor ihr stand ein menschenähnliches Wesen mit langen, spitzen Ohren, dass ihrer Vorstellung von Lin´neal erschreckend ähndelte und sah sie fragend an, als ob er auf eine Antwort warten würde. Erschrocken setzte sie sich auf und sah sich verwirrt um. Sie kannte diesen Wald. Schon oft war sie in ihren Träumen hier gewesen, doch niemals war sie auf ein anderes Lebewesen getroffen. »Wo bin ich denn hier gelandet?« fragte sie das Wesen. »Ihr befindet euch hier im Sil´eat Ori oder dem Wald des Träumers, wie er in Eurer Sprache genannt wird.« Diese Aussage half ihr auch nicht viel weiter, war dieser Wald doch ein Produkt ihrer Fantasie. »Alles wird real, wenn man nur daran glaubt« sprach er jetzt zu ihr. »Na super, jetzt kann er auch noch Gedanken lesen« dachte Kyra sich. Gleich darauf fiel ihr ein, dass er auch dieses mitbekommen haben würde und fügte hinzu: »Verzeiht, ich muss mich erstmal aklimatisieren. Es ist ungewohnt für mich, dass ich anscheinend über Gedanken mit jemandem kommunizieren kann. Ich bin übrigens Kyra aus Sheridan.« »Gestattet mir, dass auch ich mich vorstelle. Man nennt mich Shai´jirr.« »Angenehm« sagte Kyra und betrachtete ihn etwas genauer. »Verzeiht mir meine Unwissenheit, aber seid ihr vielleicht ein Elf?« fragte sie ihn. »Ich gehörte zu den Elfen« entgegnete er ihr.  »Könnt ihr mir vielleicht helfen, wieder nach Hause zu kommen?« »Ich fürchte nicht, da weder ich noch ihr wisst, wie ihr hier her gekommen seid. Aber ich könnte mit euch nach einem Weg suchen.« Kyra nahm das Angebot an. Nun hatte sie wenigstens jemanden, der sich augenscheinlich hier auskannte und der wahrscheinlich auch wusste, wie man hier überlebte. Sie stand auf und sah ihn an. »Was schlagt ihr vor, was wir machen oder in welche Richtung wir gehen sollen?« Dabei fiel ihr auf, dass Shai´jirr sie um ein gutes Stück überragte. Sie hatte sich Elfen immer kleiner als Menschen vorgestellt, also war sie der festen Überzeugung, dass die gefälligst kleiner als sie zu sein hatten. Vom Scheitel bis zur Sohle maß sie 1,72m und schätzte ihn auf knappe 2m ein. Auf einmal fing sie schallend an zu lachen. Wenn er nicht so gut ausgesehen hätte, wäre er in den Klischees ihrer Fantasie locker als Troll durchgegangen, zumindest von der Größe her. »Trolle sind fast doppelt so groß wie ich«, kam sofort der Konter. Sie hatte wiedermal  nicht daran gedacht, dass er in ihren Gedanken war und sie entschuldigte sich prompt dafür. »Mir scheint, ich muss noch sehr viel über diese Welt lernen.« »Das wirst du so oder so in der Zeit in der wir zusammen reisen.« Sie waren während des Gespräches circa 100 Meter durch den Wald gegangen und inzwischen an einer kleinen Hütte angekommen, die so wirkte, als ob sie direkt aus dem Baum wachsen würde. Kyra war sie erst aufgefallen, als Shai´jirr darauf zeigte und ihr erklärte, dass das heute Nacht sein Schlafplatz gewesen wäre, was sie wiederum sehr befremdete. »Hoffentlich muss ich nicht auch in sowas schlafen. Ich mein, hier gibt es doch bestimmt Gasthäuser oder so was.« »Die gibt es schon, aber normalerweise eher in der Nähe von Dörfern oder in Städten«, erwiderte Shai´jirr. Das waren ja tolle Aussichten. Am liebsten würde Kyra jetzt die Augen zusammen kneifen und dann zuhause in ihrem Bett aufwachen und feststellen, dass das alles nur ein Traum gewesen war. Doch als sie die Augen wieder öffnete befand sie sich immer noch im Wald. Shai´jirr hatte sie beobachtet und lächelte sie an. Sie konnte nicht genau sagen, ob es mitleidig oder aufmunternd sein sollte und das fand sie nicht besonders toll. Er wand sich daraufhin ab um sein Bündel weiter zu schnüren. Als er fertig war, trat er zu ihr und sah sie an. Kyra wurde nervös. Was erwartete er von ihr? Erwartete er überhaupt etwas von ihr? Himmelarschundzwirn, konnte dieser Elf nicht einfach mal klare Anweisungen geben? Das würde es für sie viel einfacher machen, aber er machte keinerlei Anstalten, er stand einfach nur da und sah sie an. »Können wir los, oder haderst du noch mit deinem Schicksal?« Das war doch mal ´ne klare Ansage, warum machte er es nicht immer so? Sie sah zu ihm auf und nickte kurz. Das reichte ihm als Signal zum Aufbruch und er setzte sich in Bewegung. Kyra trottete ihm hinterher, in dem Hoffen, dass er schon wissen würde wo es lang geht.   So wanderten sie etwa drei Stunden quer durch den Wald in Richtung des Flusses und ihr erschien es, als ob der Weg dahin immer weiter wurde, je mehr sie sich näherten. Doch endlich erreichten sie das Ufer und Kyra blieb der Atem stehen. Noch nie hatte sie etwas in der Art gesehen. Das Wasser war kristallklar so dass man jeden Fisch sehen konnte und doch war es unmöglich bis auf den Grund zu blicken. Der Fluss schien die natürliche Grenze des Waldes zu sein, denn auf der anderen Seite fiel ihr Blick auf saftige grüne Wiesen, Büsche mit dichtem Gestrüpp zwischen dem man lecker aussehende Beeren ausmachen konnte und wunderschöne Blumen in allen Farben des Regenbogens.  Am Horizont sah man Berge, aber die mussten noch sehr weit weg sein, erkannte man sie doch nur schemenhaft. Ihr Blick fiel auf Shai´jirr und sie wunderte sich, wie man bei so einer phänomenalen Aussicht besorgt aussehen konnte und sie sprach ihn darauf an. Doch er schüttelte nur den Kopf und bedeutete ihr mit einem kurzen Winken der Hand weiterzugehen. »Können wir nicht wenigstens eine kurze Rast machen? Dieser Ort ist so paradiesisch!« nörgelte sie. »Nein, ihr seid nicht von hier und das könnte große Probleme mit sich führen. « »Dann sagt mir was an solch einem Ort schon schlimmes geschehen könnte. Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen.« »Noch ist nicht die Zeit dafür. Ihr werdet es erfahren sobald ich es für richtig halte. Doch nun lasst uns weiterziehen« Kyra sah ein, dass sie das mentale Kräftemessen niemals gegen den Elf würde gewinnen können und fügte sich. Sie überquerten den Fluss an einer seichten Stelle und betraten die blühende Wiese.  »Wir müssen heute noch Knurrean erreichen. Dann dürften wir in Sicherheit sein« sprach Shai´jirr und schlug die Richtung ein in die sein ausgestreckter Arm zeigte. Kyra kniff die Augen zusammen und versuchte auszumachen, wo sein Ziel war, doch sie konnte nichts erkennen. »Und wo soll das sein?« fragte sie ihn. »Vom Fuße der Berge noch ungefähr eine halbe Stunde, wenn ich mich nicht irre. Ich war schon lange nicht mehr dort.« Kyra überkam ein Gefühl der Ohnmacht. Die Berge waren kaum zu sehen und von da sollte es nochmal eine halbe Stunde weiter sein? Ihre Füße schmerzten und ihre Beine fühlten sich an wie zwei Fleischklumpen, die jemand an ihren Rumpf geklebt hatte. Zudem war sie totmüde und würde momentan ohne Probleme im Stehen einschlafen können.  Shai´jirr betrachtete sie und schien zum ersten Mal zu begreifen, dass er nicht mit einem anderen Elfen, sondern mit einem Mensch unterwegs war. »Wie schwach sie doch in Wirklichkeit sind. Alle Legenden und Lieder, die ich von ihnen gelesen und gehört habe, beschreiben die Menschen als willensstarke, heroische und kräftige Krieger mit immenser Ausdauer.  Ich frage mich, warum sie so ganz anders ist?« dachte er bei sich, aber er vermied es, diese Gedanken auf Kyra zu übertragen. Er setzte sich in Bewegung und verlangsamte sein Tempo, so dass sie einigermaßen Schritt halten konnte.

Inzwischen war die Dunkelheit hereingebrochen und sie hatten den Ort immer noch nicht erreicht. Shai´jirr konnte die Erschöpfung von Kyra förmlich spüren und er entschloß sich einen geeigneten Lagerplatz für die Nacht zu suchen. Zum Glück kannte er einen kleinen Hain ganz in der Nähe, wo er ihnen eine Hütte bauen und mit einigen Schutzzaubern versehen konnte, wo sie zumindest für ein paar Stunden ruhen konnten und er lenkte seine Schritte in die Richtung. Schnell suchte er einige Äste zusammen, lehnte sie an einen stabilen Baum und bedeckte das Ganze mit Blättern und Zweigen. »Geht rein und legt euch zur Ruh´. Ich werde hier Wache halten.« Dankbar nahm Kyra den Umhang entgegen, den er ihr hinhielt, kroch ins Zelt und bettete sich auf dem weichen Moos. Kurz darauf war sie schon in einem sanften Dämmerzustand, so dass sie noch alles mitbekam was draußen geschah, aber nicht mehr in der Lage war irgendetwas zu sagen oder gar zu machen. Shai´jirr hatte in der Zwischenzeit eine Grube ausgehoben, mit faustgroßen Steinen aus der Umgebung umrandet und mit dünnem, trockenem Reisig ausgelegt. Leise flüsterte er das magische Wort, welches die Zweige in Brand setzte. Kyra bekam zwar mit, dass er etwas sagte, aber so sehr sie auch ihre Ohren spitzte sie konnte das Wort nicht verstehen. Sie öffnete noch ein letztes Mal die Augen und sah, wie Shai´jirr am Feuer saß und in die Flammen stierte. Fast sah es so aus, als ob er über etwas sehr trauriges nachdachte und während sie überlegte, ob sie zu ihm rausgehen sollte, fing er an zu singen. Sie konnte nicht verstehen was er sang, da diese Sprache ihr unbekannt war, aber das Lied hatte eine beruhigende Wirkung auf sie. Keine Minute später war sie tief und fest eingeschlafen.
Shai´jirr saß weiterhin am Feuer, starrte in die Flammen und sang sein Lied:


»Woé Trâvali gânde illër,
tra lalala tra la
da remdâli da Perâ mo´ir,
tra lalala tra la«


Am nächsten Morgen erhob Kyra sich von ihrem Lager, blickte sich um und musste feststellen, dass sie augenscheinlich Wald an ihren Händen hatte.



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„Was immer Du tun kannst oder träumst es zu können, fang damit an.“

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Telani
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 32
Beiträge: 439



BeitragVerfasst am: 12.06.2009 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Ayra Moon!

Na dann wollen wir mal!

Zitat:
Die Geschichte fing recht langweilig an und doch war Kyra vom ersten Augenblick an gefesselt. Die Geschichte drehte sich um einen Elfen, der von seinem Volk verstoßen worden war..


Gleich zu Beginn mal ein Logikproblem: wie kann eine langweilige Geschichte dich fesseln? Außerdem Wortwiederholung. Vermeide auch solche Sätze wie "Die Geschichte fing an, die Geschichte drehte sich um" das erzeugt gar keine Spannung und klingt auch etwas umständlich formuliert.
Mal ein bisschen mehr mit der Sprache:
Sie kuschelte sich gemütlich in ihr Bett und schnappte sich das Buch mit den großen goldenen Buchstaben. Bereits nach den ersten Zeilen musste sie sich mühen um weiter zu lesen,... (ist nur ein Bsp, aber ich hoffe du weißt was ich meine  Wink )

Zitat:
Sein Name war Lin´neal und er war von hohem Wuchs, hatte lange, dunkelblonde Haare und hellblaue Augen.

sehr ungünstig, du verwendest sehr viele "stative" Verben, die kein Gefühl vermitteln, außerdem solltest du eine Personenbeschreibung geschickt in den Text einfügen und nicht wie in einem Unfallprotokoll abfertigen.
Insgesamt kann ich in diesem Absatz 6 "war" lesen, bitte screen deinen Text mal durch solche stativen Verben wie "war, hatte, gehen, sagen, stehen" durch und ersetze sie durch Verben, die mehr aussagen. Dazu empfehle ich das Online Synonymwörterbuch....einfach mal googeln und du findest viel bessere Verben.

Zitat:
Im Traum hörte sie eine dunkle Stimme die zu ihr sprach: »Wer seid ihr? Wie kommt ihr hierher? Euch habe ich hier noch nie gesehen.« Sie schlug die Augen auf und entdeckte, dass sie nicht wie erwartet in ihrem Bett, sondern auf einer Lichtung im Wald lag.

Hm,...naja du erschlägst den Leser hier mit diesem Übergang. Wie soll ich es sagen, ich kann weder mitfühlen noch mir einen Reim daraus machen. Wie reagierst du denn in sehr realen Träumen? Hast du dich schon einmal in deinen Träumen verwirrt umgeblickt? Also ich würde hier lieber eine Art Schwammigkeit beschreiben die sie fühlt,...vielleicht ist ihr schwindlig, sie weiß nicht genau wo sie ist, ihr Atem geht viel zu laut.
Diese Szene ist einfach sehr flach, es kommt nichts rüber, weil du alles so faktisch beschreibst. Sie wacht auf, sie kennt den Wald, aber den Elf kennt sie nicht, sie blickt sich um...! Mehr Spannung erzeugen unbedingt! Ich weiß gar nicht worauf du hinaus willst.

Leider wirds danach auch nicht besser: viele logische Ungereimtheiten. Sie kennt den Wald, fragt aber wo sie gelandet ist? Der Elf fragt sie ob sie ihm helfen kann den Weg nach Hause zu finden, obwohl sie hier mitten auf einer Waldlichtung liegt ihn fragend anstarrt und dann auch noch fragt wo sie denn ist?
Wieso sollte er annehmen, dass sie ihm dann helfen kann.
Noch ein stilistisches Problem: nach direkten Reden bitte unbedingt Absatz. Sonst wird das Lesen sehr unübersichtlich und anstrengend.

Zitat:
Sie hatte sich Elfen immer kleiner als Menschen vorgestellt, also war sie der festen Überzeugung, dass die gefälligst kleiner als sie zu sein hatten. Vom Scheitel bis zur Sohle maß sie 1,72m und schätzte ihn auf knappe 2m ein.

diesen Absatz würde ich streichen. Er trägt nichts zur Handlung bei, ich als Leser fange mich an zu langweilen. Außerdem vermeide wieder diese Protokollierung: 1m72, 2m, das ist für den Leser viel zu wenig anschaulich. Es reicht doch auch wenn du sagst, dass er sie um drei Köpfe überragt.

Zitat:
circa 100 Meter durch den Wald gegangen

circa 100 Meter...kein Reiseführer! Als sie bereits ein gutes Stück gemeinsam durch das üppige beinahe kitschig anmutende Grün geschlendert waren,...


Zitat:
So wanderten sie etwa drei Stunden quer durch den Wald

hat Kyra ne Uhr drauf und schaut sie da hin im Traum? Nimm hier doch besser wie sich die Dauer für Kira anfühlt. Wie eine Ewigkeit, oder kurz, so lange, dass ihr Füße schon brannten und sie dem Kerl gerne wutentbrannt an die Kehle gesprungen wäre? (Nicht protokollieren  Wink)

So huch, das ist fürs erste Mal genug. Ich kann deinen Text jetzt nicht weiterlesen, weil ich gleich los muss.
Ich hoffe ich habe dich mit meiner Kritik nicht erschlagen. Wenn ich ehrlich sein darf, hast du leider bei mir kein sonderliches Interesse daran geweckt weiter zu lesen.
Es fehlt hier einfach an vielem. Der Sprachstil enthält zu viel abgedroschenes, du erzeugst keine Bilder, zudem ist das Thema welches du wählst auch nicht gerade frei von Klischees. Elfen, blond, groß, schön, können Gedanken lesen, man liest ein Buch und befindet sich plötzlich in einer ganz anderen Welt (ist ähnlich wie die Sache mit den Zeitreisen).

Hm, an deiner Stelle würde ich die Geschichte mal so liegen lassen und mich in Ralphies Schreibschule ein bisschen umsehen. Probier mal die Dinge aus die dort geraten werden, fang mal mit was kürzerem an, schreib Kurzgeschichten in denen du versuchst neu erlerntes anzuwenden. Und dann wenn du merkst dein Stil hat sich verbessert, hau dich mal vor deinen Plot der Geschichte und versuch ihn so weit es geht zu entkitschen...bzw. werde dir klar wohin du mit dieser Geschichte willst.

So, ich wollte dich nicht entmutigen und hoffe doch meine Tipps können dich auch irgendwie anspornen. Schreiben ist halt Übung und Meister ist noch keiner vom Himmel gefallen,
so long...gutes Gelingen
Telani!


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Einherjer
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 556



BeitragVerfasst am: 12.06.2009 23:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Arya_Moon.

Da du relativ neu bist, nochmal der Hinweis.

Meine Kritik ist subjektiv, was mir nicht gefällt, findet ein anderer vielleicht super.
Desweiteren handelt es sich bei den meisten Kritiken in diesem Forum um  Textkritik. Bitte nehm sie auch als solche an, und nicht etwa als Kritik an dir.
Personen werden nur in äußersten Ausnahmefällen kritisiert, z.B. wenn ein ernstes Wort unbedingt nötig ist.
Etwa wenn sich ein junger Mann als Schriftsteller selbstständig machen will, und uns hier Geschreibsel auftischt...
Lassen wir das, ich schweife ab.

Zur Sache:

Telani hat ja schon einiges gezeigt. Auch ich empfehle dir Ralphies Schreibwerkstatt. Dort hat Ralphie einige Schreibtipps zusammengefasst, mit denen andere ganze Bücher füllen.
Außerdem solltest du dich mit Erzählformen und Erzählperspektiven sowie mit der Erzähldistanz auseinandersetzen.

Kleines Beispiel aus deinem Text:

Zitat:
Ihre Füße schmerzten und ihre Beine fühlten sich an wie zwei Fleischklumpen, die jemand an ihren Rumpf geklebt hatte. Zudem war sie totmüde und würde momentan ohne Probleme im Stehen einschlafen können. Shai´jirr betrachtete sie und schien zum ersten Mal zu begreifen, dass er nicht mit einem anderen Elfen, sondern mit einem Mensch unterwegs war. »Wie schwach sie doch in Wirklichkeit sind. Alle Legenden und Lieder, die ich von ihnen gelesen und gehört habe, beschreiben die Menschen als willensstarke, heroische und kräftige Krieger mit immenser Ausdauer. Ich frage mich, warum sie so ganz anders ist?« dachte er bei sich,[...]


Hier wechselst du zwischen den Erzählpersonen. Erst schreibst du was Kyra denkt und wie sie sich fühlt, dann wechselst du urplötzlich zu Shaijirr.
Das ist ein ganz böser Fehler, weil er die Perspektiven verletzt, und damit alle aufgebauten Illusionen zerstört.
Erzähl besser aus Kyras Sicht weiter.

Den selben Fehler wiederholst du später im Text, beim Wechsel der Erzählpersonen von Shaijirr zu Kyra.

Zitat:
Schnell suchte er einige Äste zusammen, lehnte sie an einen stabilen Baum und bedeckte das Ganze mit Blättern und Zweigen. »Geht rein und legt euch zur Ruh´. Ich werde hier Wache halten.« Dankbar nahm Kyra den Umhang entgegen, den er ihr hinhielt, kroch ins Zelt und bettete sich auf dem weichen Moos. Kurz darauf war sie schon in einem sanften Dämmerzustand, so dass sie noch alles mitbekam[...]


Wenn die Erzählpersonen wechseln, mache zumindest einen Absatz, und deine Leser werden es dir nicht allzu übel nehmen.
Geschieht dies ohne Absatz, werden viele, mich eingeschlossen, das Buch einfach zuklappen.

Kommen wir zum Schluss noch zum Inhalt deines Textes:

Deine Protagonistin befindet sich auf einmal in einer Fantasiewelt, wenn mir sowas passieren würde, nehme ich das nicht so locker.
Lass deine Protagonistin zweifeln, ob sie träumt oder ob es Realität ist.

Naja, und dieser Wechsel ansich. Junge Frau schläft ein und findet sich auf einmal in der Geschichte wieder, die sie zuvor gelesen hat. Dort trifft sie einen wundersamen Elfen.
Das ist schon sehr abgedroschen, selbst für ein Kinderbuch.
Wenn deine Protagonisten nicht jugendlich wäre, würde ich sagen es liest sich wie der Anfang eines ...

Aber das wars erstmal von mir.

Ach eins habe ich noch:

Zitat:
Am nächsten Morgen erhob Kyra sich von ihrem Lager, blickte sich um und musste feststellen, dass sie augenscheinlich Wald an ihren Händen hatte.


Diesen Satz verstehe ich leider nicht.


Wie gesagt, alles subjektiv. Lass dich nicht entmutigen.

Ein schönes Wochenende.


Gruß

Einherjer


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Arya_Moon
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BeitragVerfasst am: 12.06.2009 23:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke euch beiden für die Kritik, wie gesagt, es ist mein erster Versuch eine Geschichte zu schreiben. Ich werde mir eure Tipps auf jeden Fall zu Herzen nehmen und mal schauen, vielleicht wird das Ganze ja noch spannender und fesselnder, so wie ich es eigentlich beabsichtigt hatte. smile

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Montana
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BeitragVerfasst am: 13.06.2009 08:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Arya Moon!
Meine Vorgänger haben fast schon alle Punkte aufgezählt, wo dein Text noch hinkt. Ich hätte da nur noch eines anzumerken.
Wenn du eine neu überarbeitete Fassung hier einstellst, dann mach nicht nur bei der wörtlichen Rede einen Absatz sondern hin und wieder auch an anderer Stelle deiner Geschichte.
Das lockert das Ganze etwas auf und liest sich auch gleich viel angenehmer. So eine geballte Textmenge hält, wie an anderer Stelle im Forum steht, den einen oder anderen schon am Anfang vom Lesen ab.
Gruß
Montana
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Arya_Moon
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BeitragVerfasst am: 13.06.2009 14:12    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das kam von meinem Bruder... Ich hatte da mehr Absätze drin, aber er meinte, dass das zuviele waren.  Laughing Also hab ich ihn das streichen lassen. wink

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caesar_andy
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BeitragVerfasst am: 17.06.2009 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

Arya_Moon hat Folgendes geschrieben:
Das kam von meinem Bruder... Ich hatte da mehr Absätze drin, aber er meinte, dass das zuviele waren.  Laughing Also hab ich ihn das streichen lassen. wink


Seit wann haben Brüder denn von etwas Ahnung? lol


Aber damit ich auch was zum Thema beitrage:

Zitat:
Sein Name war Lin´neal und er war von hohem Wuchs, hatte lange, dunkelblonde Haare und hellblaue Augen.


An dieser Stelle hat mir die Geschichte ein unfreiwilliges Schmunzeln entlockt, und mich damit sofort aus dem Lesefluss geschlagen. Vermutlich hast du das selber noch nicht bemerkt, aber schau dir einfach den Namen des Elfen noch einmal genauer an.  Wink

Die kruden Assoziationen deiner Leser musst du zwangsläufig einkalkulieren, sonst wird deine Geschichte ... so wie hier ... unfreiwillig komisch.


Und der Wiederspruch gleich zu beginn: "langweilig und doch fesselnd" funktioniert so nicht, weil das einfach nicht möglich ist.
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Arya_Moon
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BeitragVerfasst am: 18.06.2009 11:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

caesar_andy hat Folgendes geschrieben:

Aber damit ich auch was zum Thema beitrage:

Zitat:
Sein Name war Lin´neal und er war von hohem Wuchs, hatte lange, dunkelblonde Haare und hellblaue Augen.


An dieser Stelle hat mir die Geschichte ein unfreiwilliges Schmunzeln entlockt, und mich damit sofort aus dem Lesefluss geschlagen. Vermutlich hast du das selber noch nicht bemerkt, aber schau dir einfach den Namen des Elfen noch einmal genauer an.  Wink


Der Name ist durchaus beabsichtigt. wink Ich hab als Vorlage für "Lin´neal" einen guten Freund von mir genommen, der über 2m groß ist. Als wir zelten waren hab ich ihm den Spitznamen verpasst, weil er für mich der Inbegriff eines Waldelfen darstellte. Zudem fand ich, dass der Name elfisch klang. ^^


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caesar_andy
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 37
Beiträge: 1129



BeitragVerfasst am: 18.06.2009 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, die herleitung des Namens kannte ich ja nicht, und so wird es wohl auch fast 100% deiner Leser gehen wink Und wenn die mit Lin'neal ein Hilfsmittel zum zeichnen assoziieren, wird das dem Ansehen des Buches nicht unbedingt gut tun  Wink
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