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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Regenbogentau


 

 
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Matt Gambler
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 31
Beiträge: 823



BeitragVerfasst am: 14.05.2009 03:20    Titel: Regenbogentau eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Regenbogentau

Das Licht bricht sich im Sprühregen des Wasserfalls,
alle Farben des Regenbogens wiederspiegelnd küssen
die Tropfen meine Haut,
umgeben mich mit Licht und Wasser,
verzerren die Welt dahinter zu einem...
...unwichtigen Trugbild.
Ich strecke die Arme aus,
lege den Kopf in den Nacken
und schließe die Augen,
während Wasser in perlenden Tropfen
über mein Gesicht und meinen Hals läuft.
Ich spüre die hundertfache Berührung wie ein Streicheln,
wie ein zärtliche Umarmung eines lieben Menschen,
das Rauschen des Wasserfalls übertönt meine Worte,
mein Lachen, mein Weinen, und alles außerhalb
dieser schillernden Höhle aus Wasser...
Es schließt die Welt aus,
lässt mich mit mir selbst allein,
lässt mich neue fremde Wunder spüren,
behütet wie im Bauch meiner Mutter.
Es ist schön hier.
Niemand sieht das Zittern meiner Hände,
und es geht auch niemanden was an.
Niemand erkennt, wie schnell mein Brustkorb sich
unter dem klatschnassen T-Shirt hebt und senkt.
Niemand hört mein Schreien, mein Weinen, meinen Schmerz,
der dich zurückverlangt, egal ob verdient oder nicht!
Mein ersticktes Schluchzen, wenn ich daran denke,
wie es war...
dich im Arm zu halten wenn du geschlafen hast...
wenn du dich gefreut hast...
wenn du dich gefürchtet hast...
wenn du mutig warst...
oder auch traurig...
All das sehen sie nicht.
Von außen sieht man nur die Regenbögen.
Ich bin gerne hier, wo man mich ungestört traurig sein lässt.
Hier sagt mir niemand, dass es vergehen wird,
dass eine Andere kommen wird.
Dass ich nach vorne blicken soll.
Ich will nicht nach vorne blicken!
Ich will überhaupt nirgendwohin gehen, wo du nicht mehr bist!
Ich will zurück! Ich will nur zurück zu dir!

...

Als die Sonne untergeht, verschwinden die Farben und das Licht.
Und auch ich bin müde geworden.
Ich muss bald los, wieder hinaus in die Welt, die mir sagt ich soll
...nach vorn blicken...
Muss wieder stark und erwachsen sein.
Verantwortung tragen.
Und das kann man nicht wenn man müde ist...

Die Felsspalte hinter mir ist nicht trocken,
doch das Wasser ist warm und tröstet mich.
Der Stein unter meinen Fingern
ist glatt und still, er intressiert sich nicht
für meine Tränen.
Es ist manchmal auch schön, wenn man nicht beachtet wird.
Wenn man alleine mit seinem Herzen sein kann...
Das Rauschen des Wasserfalls stört mich nicht mehr,
zu müde bin ich schon,
der warme Stein unter mir schmeichelt meinen Gliedern.
Unendlich langsam sinkt mein nasser Kopf zu Boden,
tropfende Haare in meinem Gesicht.
Und während ich meine schweren Lider schließe,
entschlüpft ein letzter Wassertropfen meinen Augen...
und mischt sich mit dem Regenbogentau der mich umgibt.

______________










Edit: Ohje, ich glaub ich hätt es nicht hier sondern unter Talentschmiede im "Lyrik"-Sektor posten sollen hab ich Recht?  Confused
Wenn ja, bitte verschieben... (Tschuldigung.)



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Brynhilda
Felix Aestheticus

Alter: 39
Beiträge: 9709
Wohnort: Oderint, dum probent.


Edgar Allan Poe (1809 bis 1849) - Zum 200. Geburtstag
BeitragVerfasst am: 14.05.2009 20:33    Titel: Re: Regenbogentau Antworten mit Zitat

Matt Gambler hat Folgendes geschrieben:
Edit: Ohje, ich glaub ich hätt es nicht hier sondern unter Talentschmiede im "Lyrik"-Sektor posten sollen hab ich Recht?  Confused
Wenn ja, bitte verschieben... (Tschuldigung.)


Erledigt!  Wink  

Liebe Grüße,
Brynhilda!

PS: Willkommen im DSFO!
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Telani
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 32
Beiträge: 439



BeitragVerfasst am: 16.05.2009 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Matt,
Hi Maggin!

Mir hats echt gefallen. Schön wie du mit der Sprache "malst". Auch die Gefühle deines Protas konnte ich sehr gut nachvollziehen, sehr gut verstehen.
Besonders angetan hats mir diese Stelle:
Zitat:
Ich bin gerne hier, wo man mich ungestört traurig sein lässt.
Hier sagt mir niemand, dass es vergehen wird,
dass eine Andere kommen wird.
Dass ich nach vorne blicken soll.


das einzige was ich hier zu bekriteln finde sind die Punkte...
ich mag das gar nicht, es lässt jeden Text wie einen Tagebucheintrag erscheinen. Smile
Vielleicht magst sie ja wegtun weils MEINER MEINUNG nach nicht zur schönen Sprache passt die du verwendest.

Aber sonst wirklich gelungen...weiter so!

LG T!


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Die Wirklichkeit ist ein zerbrochener Spiegel!
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Matt Gambler
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 31
Beiträge: 823



BeitragVerfasst am: 16.05.2009 17:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ha! Hab mich schon gefragt ob es überhaupt irgendwann mal jemand der Mühe wert findet, sich hierzu zu melden. smile
(Ich weiß, es steht noch keine 4 Tage hier drin, aber ich war trotzdem schon ein wenig verschnupft weil niemand was dazu gesagt hat.)

Auf jeden Fall - danke für dein Feedback! Ich denke um die Sache mit den Punkten direkt zu ändern ist es zu früh, da will ich noch von ein oder zwei anderen hören, dass es sie auch stört, bevor ich da gleich nach der ersten Kritik anfange, den  Text abzuändern.

Ich kann dich abr gut verstehen, ich bin auch jemand der sich einen Text durchliest und sich dann an Kleinigkeiten wie einem Rufzeichen oder dergleichen stört. Werds vorerst mal im Hinterkopf behalten. Meinst du die Punkte als Satzende, drei Punkte hintereinander oder gehts speziell um die Punkte in dem Teil den du zitiert hast?

Und was mich sehr beschäftigt hat - stört es euch, dass es keine wirkliche Aufteilung in Strophen gibt? Bzw auch sonst keine durchgehende Struktur?

Maggin liegt hinter mir am Bett und pennt. Werds ihm aber liebe Grüße ausrichten wink

lg Matt


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Telani
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 32
Beiträge: 439



BeitragVerfasst am: 17.05.2009 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Matt!

Also mich stört die nicht vorhandene Aufteilung nicht. Ich würde es so lassen, weil es so ja ganz gut wirkt.

Und zu den Punkten, da meinte ich die drei Punkte "..." die du sehr oft verwendest. Aber wie gesagt, dass ist auch nur ein persönlicher Eindruck und eine Kleinigkeit.

LG Telani


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