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Bigotterie


 

 
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Seraph
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Die Legenden von Himmel und Hölle
BeitragVerfasst am: 14.04.2009 17:26    Titel: Bigotterie eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Es gibt keinen Gott.
Und dennoch müssen wir
sein Chaos wieder richten.

Einige Leute
mit strahlend weißen Zähnen
stehen im Blitzlicht.
Und einige Leute
sterben.

Nihilist nennen sie dich,
Schwarzmaler,
und geben dann Unsummen
für einen fiktiven BJ aus.

„Keine Änderung,
aber auch keine Erlösung“
tönt es in meinem Kopf.

Also dann doch Eskalation?






.



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Seraph
Geschlecht:männlichMelancholiker

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Die Legenden von Himmel und Hölle
BeitragVerfasst am: 16.04.2009 13:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hat vielleicht jemand was anzumerken?

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Nina
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BeitragVerfasst am: 16.04.2009 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ja. Was ist denn "BJ"?  Question

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Seraph
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Die Legenden von Himmel und Hölle
BeitragVerfasst am: 16.04.2009 13:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

BJ ist die (vermutlich neudeutsche^^) Abkürzung für Blowjob.
Ich denke, du weißt, wie das in den inhaltlichen Kontext passt. wink


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(ehemals KREVIN)
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Nina
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Beiträge: 4850



BeitragVerfasst am: 17.04.2009 17:02    Titel: Re: Bigotterie Antworten mit Zitat

Hallo Krevin,

hier mal ein paar Anmerkungen zu Deinem Gedicht.

Krevin hat Folgendes geschrieben:
Es gibt keinen Gott.
Und dennoch müssen wir
sein Chaos wieder richten.


Den Einstiegssatz finde ich gut. Er macht (mich) neugierig und dieser erste Satz würde sich mit dem zweiten gut am Anfang einer Kurzgeschichte machen, finde ich.

Wenn es keinen Gott gibt, kann es auch nicht "sein" Chaos sein, sondern müßte "ein" Chaos lauten oder "das".

Krevin hat Folgendes geschrieben:
Einige Leute
mit strahlend weißen Zähnen
stehen im Blitzlicht.
Und einige Leute
sterben.


Das "und" kann weggelassen werden. Dadurch verstärkt sich für mein Empfinden die Dramatik.

Krevin hat Folgendes geschrieben:
Nihilist nennen sie dich,
Schwarzmaler,
und geben dann Unsummen
für einen fiktiven BJ aus.


Anstelle des "dich" könnte ich mir ein "mich" vorstellen, was, wie ich finde, zu Spannungssteigerung führt (und außerdem einen besseren Bezug zur nächsten Strophe bildet). Den Zusammenhang mit dem Blowjob kapiere ich nicht. Auf das "dann" könnte verzichtet werden.

Krevin hat Folgendes geschrieben:
„Keine Änderung,
aber auch keine Erlösung“
tönt es in meinem Kopf.

Also dann doch Eskalation?
.


Hier komme ich wieder nicht mit. Änderung der Umstände? Der Menschen? Des Denkens? Von allem? Keine Erlösung für wen? Gegensatz Erlösung vs. Eskalation kommt sehr schwarz-weiß-malerisch daher, aber darf es in einer Geschichte ja auch. Für mich ist dieser Text eher der Beginn zu einer  Geschichte als ein Gedicht. Gelungen finde ich es schon, wenn ich auch ein paar Stellen nicht nachvollziehen kann, weil mir da eine Art Übergang fehlt und/oder weitere Hinweise.

LG
Nina


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Seraph
Geschlecht:männlichMelancholiker

Alter: 31
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Wohnort: Dülmen


Die Legenden von Himmel und Hölle
BeitragVerfasst am: 17.04.2009 17:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Juhu Nina!
Vielen Dank für deine Anmerkungen. Smile

Zitat:
Wenn es keinen Gott gibt, kann es auch nicht "sein" Chaos sein, sondern müßte "ein" Chaos lauten oder "das".

Genau das ist ja der Clou! Das es Gott für uns nicht gibt, in seinem Namen aber trotzdem so viel Mist passiert.

Zitat:
Das "und" kann weggelassen werden. Dadurch verstärkt sich für mein Empfinden die Dramatik.

Gute Idee, da werd' ich nochmal drüber nachdenken. smile

Zitat:
Anstelle des "dich" könnte ich mir ein "mich" vorstellen, was, wie ich finde, zu Spannungssteigerung führt (und außerdem einen besseren Bezug zur nächsten Strophe bildet). Den Zusammenhang mit dem Blowjob kapiere ich nicht. Auf das "dann" könnte verzichtet werden.

Hm...ich möchte das Gedicht nicht zu persönlich gestalten, von daher fände ich das "dich" besser. Ich denke, ich werde  dann in der folgenden Strophe das "meinem" zu "deinem" verändern.
Der Blowjob soll als Symbol für das Sinnlose stehen - kurzfristige, billige Lustbefriedigung. Ein krasser Kontrast zu der Denunzierung durch eben diese Leute.

Zitat:
Hier komme ich wieder nicht mit. Änderung der Umstände? Der Menschen? Des Denkens? Von allem? Keine Erlösung für wen? Gegensatz Erlösung vs. Eskalation kommt sehr schwarz-weiß-malerisch daher, aber darf es in einer Geschichte ja auch.

ES gibt keine Änderung der Umstände, will sagen - keine Verbesserung. Eine Erlösung wird es aber auch nicht gaben, wie auch immer die aussehen mag. Von daher fragt sich das lyrische Ich, ob denn nicht die Eskalation ein Mittel wäre.

Nochmals danke für deine Mühen.  Wink

LG Martin


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Nina
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Beiträge: 4850



BeitragVerfasst am: 17.04.2009 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Krevin hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Wenn es keinen Gott gibt, kann es auch nicht "sein" Chaos sein, sondern müßte "ein" Chaos lauten oder "das".

Genau das ist ja der Clou! Das es Gott für uns nicht gibt, in seinem Namen aber trotzdem so viel Mist passiert.


Huhu Krevin,
das liest sich für mich leider aber nicht wie ein Clou, sondern wie ein [Logik-]Fehler. Wäre interessant mal eine weitere Meinung dazu zu lesen.

Krevin hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Das "und" kann weggelassen werden. Dadurch verstärkt sich für mein Empfinden die Dramatik.

Gute Idee, da werd' ich nochmal drüber nachdenken. smile


Ja, denk mal drüber nach. Smile

Krevin hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Anstelle des "dich" könnte ich mir ein "mich" vorstellen, was, wie ich finde, zu Spannungssteigerung führt (und außerdem einen besseren Bezug zur nächsten Strophe bildet). Den Zusammenhang mit dem Blowjob kapiere ich nicht. Auf das "dann" könnte verzichtet werden.

Hm...ich möchte das Gedicht nicht zu persönlich gestalten, von daher fände ich das "dich" besser. Ich denke, ich werde  dann in der folgenden Strophe das "meinem" zu "deinem" verändern.
Der Blowjob soll als Symbol für das Sinnlose stehen - kurzfristige, billige Lustbefriedigung. Ein krasser Kontrast zu der Denunzierung durch eben diese Leute.


Auf mich wirkt dieser Text nicht persönlich, auch nicht, wenn Du "mich" einfügen würdest. Wie ich schon erwähnte, liest sich das für mich wie der Anfang einer Kurzgeschichte. Das "dich" ist, glaube ich, zu unpersönlich und nimmt für mein Verständnis dem Text ein wenig die Kraft.

Beim Blowjob verwendest Du "fiktiver BJ", oder? Für mich klingt es nicht nach kurzfristiger, billiger Lustbefriedigung, sondern nach gar keiner, weil fiktiv = nicht stattgefunden.

Krevin hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Hier komme ich wieder nicht mit. Änderung der Umstände? Der Menschen? Des Denkens? Von allem? Keine Erlösung für wen? Gegensatz Erlösung vs. Eskalation kommt sehr schwarz-weiß-malerisch daher, aber darf es in einer Geschichte ja auch.

ES gibt keine Änderung der Umstände, will sagen - keine Verbesserung. Eine Erlösung wird es aber auch nicht gaben, wie auch immer die aussehen mag. Von daher fragt sich das lyrische Ich, ob denn nicht die Eskalation ein Mittel wäre.

Nochmals danke für deine Mühen.  Wink

LG Martin


Bitte sehr gern. Smile Mir sind die zwei genannten Stellen zu, sorry, schwammig formuliert, als dass sich für mich ein klares Bild ergeben würde. Aber, wie gesagt, es wäre interessant mal eine weitere Meinung dazu zu lesen.

LG
Nina


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Seraph
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Die Legenden von Himmel und Hölle
BeitragVerfasst am: 06.05.2009 08:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
Huhu Krevin,
das liest sich für mich leider aber nicht wie ein Clou, sondern wie ein [Logik-]Fehler. Wäre interessant mal eine weitere Meinung dazu zu lesen.

Ich muss gestehen, die Anmerkung verstehe ich nicht. Ich meine: das wird ja ein Gedicht und keine Doktorarbeit. Natürlich ist es unlogisch, wenn man von etwas Nicht-Existentem spricht...



Zitat:
Auf mich wirkt dieser Text nicht persönlich, auch nicht, wenn Du "mich" einfügen würdest. Wie ich schon erwähnte, liest sich das für mich wie der Anfang einer Kurzgeschichte. Das "dich" ist, glaube ich, zu unpersönlich und nimmt für mein Verständnis dem Text ein wenig die Kraft.

Beim Blowjob verwendest Du "fiktiver BJ", oder? Für mich klingt es nicht nach kurzfristiger, billiger Lustbefriedigung, sondern nach gar keiner, weil fiktiv = nicht stattgefunden.

Interessant. Warum findest du denn genau, dass das "dich" so unpersönlich klingt?
Zum Zweiten: Natürlich ist die Lustbefriedigung nicht-existent (bspw. Telefonsex), dennoch geschieht die Vorstellung natürlich in den Köpfen und somit ist schon eine Befriedigung da.

Danke für deine Anmerkungen.  Wink  
Und auf weitere Meinungen freue ich mich natürlich.

LG Martin


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Louise
Gänsefüßchen


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BeitragVerfasst am: 06.05.2009 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

erstmal meine Meinung zu der Diskussion über die erste Strophe: Natürlich muss es "sein" heiße, sonst ist diese Strophe ja völlig inhaltlos. Sie soll doch gerade das Paradoxe der (ich nenne es mal) Gott -Mensch - Beziehung aufzeigen. Sie beschreibt sozusagen das moderne Theodizee - Problem.
Mir gefallen die ersten beiden Strophen sehr gut - auch weil sie einen so nüchternen Ton haben. Als ich sie las, dachte ich: Endlich mal jemand der nicht über sich und seine eigenen Gefühle schreibt. Leider wird ja in den nächsten Strophen doch persönlich Bezug genommen - das verkleinert für mich die Wirkung des Gedichtes - letztlich geht es schon wieder nicht um eine gesamtgesellschaftliche Thematik, sondern um das Ausgestoßen sein des Individuums, das sich in seiner Nichtteilnahme an der Gesellschaft bestätigt fühlt.
Es ist schade um die ersten zwei Strophen, die ich sehr gelungen und interessant finde...
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Seraph
Geschlecht:männlichMelancholiker

Alter: 31
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Wohnort: Dülmen


Die Legenden von Himmel und Hölle
BeitragVerfasst am: 06.05.2009 13:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Louise hat Folgendes geschrieben:
Hallo,

erstmal meine Meinung zu der Diskussion über die erste Strophe: Natürlich muss es "sein" heiße, sonst ist diese Strophe ja völlig inhaltlos. Sie soll doch gerade das Paradoxe der (ich nenne es mal) Gott -Mensch - Beziehung aufzeigen. Sie beschreibt sozusagen das moderne Theodizee - Problem.
Mir gefallen die ersten beiden Strophen sehr gut - auch weil sie einen so nüchternen Ton haben. Als ich sie las, dachte ich: Endlich mal jemand der nicht über sich und seine eigenen Gefühle schreibt. Leider wird ja in den nächsten Strophen doch persönlich Bezug genommen - das verkleinert für mich die Wirkung des Gedichtes - letztlich geht es schon wieder nicht um eine gesamtgesellschaftliche Thematik, sondern um das Ausgestoßen sein des Individuums, das sich in seiner Nichtteilnahme an der Gesellschaft bestätigt fühlt.
Es ist schade um die ersten zwei Strophen, die ich sehr gelungen und interessant finde...

Hey Louise!
Es geht sehr wohl um eine gesamtgesellschaftliche Thematik. Schließlich wehre ich mich ja gegen das "mich" im Gedicht. Der in der dritten Strophe angesproche Mensch steht repräsentativ für jeden ausgestoßenen Menschen. Und was wäre die Gesellschaft ohne ein Kontrast zu ihr? Ich stelle dar und ich benenne das Gegenteil.

Gruß und danke für deine Anmerkungen,
Martin


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