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Der alte Mann


 

 
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Graograman
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 36
Beiträge: 139
Wohnort: Regensburg


BeitragVerfasst am: 06.05.2009 15:52    Titel: Der alte Mann eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich war zum vierten Mal in dieser Nacht fertig damit, die Punkte an der Deckentapete zu zählen. Es waren immer noch 429, so wie letzte Nacht und die Nacht davor. Ich ließ den Kopf zurück ins Kissen sinken, kniff die Augen zusammen und bemühte mich, jeden Gedanken an mein nebenan liegendes Wohnzimmer auszusperren. Daran, was mich jenseits dieser dünnen Sperrholztür erwarten würde. Jeden Gedanken an ihn. Fast glaubte ich, seinen rasselnden, angestrengten Atem durch die Wand zu hören. Ohne es zu wollen, konnte ich ihn im Geiste vor mir sehen. Wie er auf meinem Sofa saß, aufrecht, die Hände im Schoß gefaltet, und mit leerem Blick durch die Bücherregale hindurchstarrte. Durch mich hindurchstarrte.

Mit einem Akt der Willenskraft drängte ich das Bild aus meinem Kopf und schickte meine Gedanken auf Wanderschaft. Vor ein paar Wochen hatte ich den alten Mann zum ersten Mal gesehen. Ich war, wie es damals noch meine Gewohnheit war, mitten in der Nacht zur Toilette gewandert. Als ich die Tür wieder öffnete und durchs Wohnzimmer zurück ins Bett gehen wollte, war er einfach da. Er stand am Fenster, die Hände streng hinter dem Rücken gefaltet, und schien hinaus in die Nacht zu starren. Natürlich hatte ich hinter diesem unerwarteten Gast zunächst einen üblen Traum vermutet. Daher verfuhr ich, wie ich es seit meiner Kindheit stets getan hatte, wenn einer meiner zahlreichen Albträume mich plagte und bohrte mir die Fingernägel der rechten Hand in die Wange. Dies war für mich immer ein todsicheres Mittel gewesen, mich selbst aus einer Schreckensvision aufzuwecken. „Dich drückt die Drud“, hatte meine Großmutter mir immer erzählt und mir empfohlen, lieber mit einem Messer unter dem Kopfkissen zu schlafen.  Es hatte nicht geholfen, wohl aber der Schmerz, den mir meine scharfen Nägel bereiten konnten. Doch an diesem Abend spürte ich zwar das Brennen auf meiner Wange, erwachte aber nicht in einem zerwühlten Bett neben einer genervten Ehefrau, sondern starrte weiterhin auf die hochgewachsene Gestalt im schwarzen Anzug, die mir weiterhin den Rücken zuwandte. Ich stieß ein ersticktes Keuchen aus, und der alte Mann schien mich endlich bemerkt zu haben. Langsam drehte er den Kopf seitlich zu mir und blickte mich mit kleinen, müden Augen an. Sein Mundwinkel hob sich zu einem unverbindlichen Lächeln als er meine Hand bemerkte, deren Finger sich unwillkürlich tiefer in mein Fleisch gruben. Hohn und Mitleid vermischten sich in seinem Blick, als er stumm den Kopf schüttelte und sich wieder dem Fenster zuwandte.

Am nächsten Morgen fragte mich Petra, was mit meinem Gesicht los sei, und ich sagte ihr, ich hätte mich beim Rasieren geschnitten. Ich hätte diese Begegnung, so verstörend sie auch gewesen sein mag, im Licht und in der Routine des folgenden Arbeitstags wahrscheinlich bald wieder vergessen und die Erinnerung in das Archiv meiner geistigen Absonderlichkeiten verschoben, wenn ich ihn einige Tage später nicht noch einmal gesehen hätte. In dieser Nacht war er neben dem Fernseher gestanden und hatte mit in den Nacken gelegtem Kopf zur Decke gestarrt. Als er mich wahrnahm, warf er mir wieder einen stummen, halblächelnden Blick zu und versank dann wieder in Regungslosigkeit. Mittlerweile kann ich nicht mehr zählen, wie oft ich den alten Mann schon in meinem Wohnzimmer gesehen habe. Petra habe ich nichts erzählt, sie hätte mir nur wieder einen Termin bei einem Psychiater aufgeschwatzt. Ich habe mir angewöhnt, nach 18 Uhr nichts mehr zu trinken und so meine nächtlichen Gänge durchs Wohnzimmer zur Toilette abzustellen. Manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden, und schon bevor ich die Tür öffne weiß ich dann, dass der alte Mann wieder da sein wird.

Auch heute nacht weiß ich, dass er da ist. Ich höre das Schlurfen seiner teuren Lackschuhe auf meinem Parkettboden, ich rieche seine alte Haut und die Erde, in der wir ihn damals begraben haben. Heute werde ich wieder hinüber gehen, wo er mir einen kleinen Teil seiner Aufmerksamkeit schenken wird, bevor er sich wieder der Sinnlosigkeit hingeben wird. Wie er es in den Jahren zuvor stets getan hatte, wenn ich zu ihm gekommen war. Ich öffne die Tür und betrete den dunklen Raum, in dem mein Vater auf mich wartet.   




**********************************************************

Ich würde mich über ein paar Kommentare freuen; speziell Unstimmigkeiten bei der Charakterisierung des Protagonisten entdeck ich oft selber nicht.

Die kleine Ausschweifung über die Aufwach-Methode möchte ich grundsätzlich drin haben, allerdings bin ich nicht sicher, ob sie jetzt an optimaler Stelle steht.

Danke fürs Lesen und viel Spaß beim Zerlegen.



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- Heinrich von Kleist
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Louise
Gänsefüßchen


Beiträge: 30
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 06.05.2009 16:49    Titel: Re: Der alte Mann Antworten mit Zitat

Hallo,

grundsätzlich habe ich deinen Text gern gelesen und mich stört auch nicht, dass du keine Erklärung für diese Erscheinung lieferst, die deinen Protagonisten heimsucht.

Einige Formulierungen gefallen mir ganz besonders zB:

Ich hätte diese Begegnung, so verstörend sie auch gewesen sein mag, im Licht und in der Routine des folgenden Arbeitstags wahrscheinlich bald wieder vergessen und die Erinnerung in das Archiv meiner geistigen Absonderlichkeiten verschoben, wenn ich ihn einige Tage später nicht noch einmal gesehen hätte.

Etwas zu meckern habe ich aber auch noch:

In dieser Nacht war er neben dem Fernseher gestanden und hatte mit in den Nacken gelegtem Kopf zur Decke gestarrt.

So weit ich weiß, heißt es "hatte er neben dem Fenster gestanden"

Im nächsten Satz finde ich ein "wieder" zu viel, irgendwie stolpert man beim Lesen darüber.

Als er mich wahrnahm, warf er mir wieder einen stummen, halblächelnden Blick zu und versank dann wieder in Regungslosigkeit.

Ich empfinde deine Aufwach-Methoden Geschichte nicht als Ausschweifung - sie macht die Situation plastischer.

Grüße Louise
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Istvan Horck-Uedo
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 48
Beiträge: 39
Wohnort: Frankfurt


BeitragVerfasst am: 23.05.2009 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Graograman, hier mein Senf:

Zitat:
Ich war zum vierten Mal in dieser Nacht fertig damit, die Punkte an der Deckentapete zu zählen. Es waren immer noch 429, so wie letzte Nacht und die Nacht davor.


Guter Anfang, weil er eine Frage aufwirft ("Warum zählt er die Punkte, er weiß doch, wie viele es sind, was ist mit ihm los?"). Sorgt dafür, dass man weiterliest.

Zitat:
Ich ließ den Kopf zurück ins Kissen sinken, kniff die Augen zusammen und bemühte mich, jeden Gedanken an mein nebenan liegendes Wohnzimmer auszusperren.


Sehr gut. Eine Antwort wird in Aussicht gestellt. Es hat was mit dem Zimmer nebenan zu tun.

Zitat:
Daran, was mich jenseits dieser dünnen Sperrholztür erwarten würde.


Wieso erwarten? Erwarten passt nur, wenn er vorhätte, jetzt sofort hinüberzugehen. Dieses Hinübergehen kommt aber weder in diesem Satz noch in dem folgenden. Das irritiert den Leser. Schlecht. Am Schluss wird es zwar wieder aufgenommen, aber für diese weite Entfernung ist die Ankündigung, die nur in dem Wort "erwarten" liegt, zu schwach. Dann solltest Du vielleicht deutlicher andeuten, dass er rüberwill.

Zitat:
Jeden Gedanken an ihn. Fast glaubte ich, seinen rasselnden, angestrengten Atem durch die Wand zu hören.


Okay. Nebenan ist jemand. Eine Antwort, die weitere Fragen aufwirft. Gut.

Zitat:
Ohne es zu wollen, konnte ich ihn im Geiste vor mir sehen.


Das ist zu schwach. Warum sollte er es wollen? Warum "konnte" für etwas, das er nicht will? "Gegen meinen Willen sah ich ihn im Geiste vor mir." wäre deutlicher.

Zitat:
Wie er auf meinem Sofa saß, aufrecht, die Hände im Schoß gefaltet, und mit leerem Blick durch die Bücherregale hindurchstarrte. Durch mich hindurchstarrte.


Wieso "durch mich"? Klingt, als könnte er durch die Wand bin zu ihm hinschauen. Du meinst, wie bei den Malen zuvor.

Zitat:
Mit einem Akt der Willenskraft drängte ich das Bild aus meinem Kopf und schickte meine Gedanken auf Wanderschaft.


"Mit einem Akt der Willenskraft" ist überflüssig. Das mit den Gedanken auf Wanderschaft erst recht. Der Leser erwartet hier eine Erklärung, daher musst Du nicht einführen, dass jetzt eine kommt.

Zitat:
Vor ein paar Wochen hatte ich den alten Mann zum ersten Mal gesehen. Ich war, wie es damals noch meine Gewohnheit war, mitten in der Nacht zur Toilette gewandert. Als ich die Tür wieder öffnete und durchs Wohnzimmer zurück ins Bett gehen wollte, war er einfach da. Er stand am Fenster, die Hände streng hinter dem Rücken gefaltet, und schien hinaus in die Nacht zu starren. Natürlich hatte ich hinter diesem unerwarteten Gast zunächst einen üblen Traum vermutet.


Dass er einen Traum vermutet, musst Du nicht erwähnen, das ist selbstverständlich. Du solltest eher das Ungewöhnliche an der Situation noch stärker herausstellen ("...war er einfach da. In meinem Wohnzimmer. Er stand am ...")

Zitat:
Daher verfuhr ich, wie ich es seit meiner Kindheit stets getan hatte, wenn einer meiner zahlreichen Albträume mich plagte und bohrte mir die Fingernägel der rechten Hand in die Wange.


"Ich verfuhr, wie ich..."

Zitat:
Dies war für mich immer ein todsicheres Mittel gewesen, mich selbst aus einer Schreckensvision aufzuwecken.


"Sicher" statt "todsicher" reicht auch. "aus einer Schreckensvision" kann ganz weg, man weiß ja, dass er von schlechten Träumen spricht.

Oje, mir geht die Zeit aus... Hoffe, ich konnte ein paar Anregungen liefern. Und verzeih mir die Kürze der Anmerkungen, es sollte nicht schroff klingen, ist auch alles nur meine subjektive Meinung.

Noch ein Wort zum Ganzen: Ich finde, es wird ziemlich lange nicht richtig deutlich, ob er seinen Gast nun dahaben will oder nicht. Du willst wahrscheinlich sagen, beides, aber Du schilderst ihn dafür nicht hin- und hergerissen genug. Er wirkt nicht zerrissen, sondern lediglich etwas unschlüssig. Naja, das machst Du schon Smile

Viel Erfolg weiterhin!

Lieben Gruß,

I.


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Hard2drive
Geschlecht:männlichLeseratte

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Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 23.05.2009 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Graograman,

die Story ist absolut stimmig und vom Familiensystem her korrekt und gut durchschaubar. Die Schlaflosigkeit des Protagonisten, der im "Traum" seinen Vater vor sich sieht und nicht weiß, was der von ihm erwartet.
Er wird daher auch nie die Erwartungen seines Vaters erfüllen können. Er versagt; er ist ein Versager ...

LG

hard2drive


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Apollon
BeitragVerfasst am: 28.05.2009 15:31    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Graograman,

ich kann mich nur den Leuten anschließen, die sagen, du hättest ganz saubere Arbeit abgeliefert. Insgesamt gefällt mir die Szenerie. Dieser kurze Einblick in den Verstand eines unruhigen Charakters ist zwar nichts neues, hat aber dennoch immer wieder etwas faszinierendes. Insgesamt würde ich mir vielleicht eine Sache etwas anders wünshen--

Zitat:
erwachte aber nicht in einem zerwühlten Bett neben einer genervten Ehefrau,

genervt- warum? wovon?

Du baust hier diese Ehefrau ein, lässt mir aber zuviel offen. Wie ist diese Ehe? Leben sie aneinander vorbei? Streiten sie nur noch? Oder ist sie von ihrer Arbeit genervt? Von ihm? Da lässt du den Leser zuviel freiraum. Ich würde mir eine kure Erläuterung wünschen. Wie ist ihre Beziehung? "genervt" sagt mir zu wenig.

Gruss Ralf


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Graograman
Geschlecht:männlichLeseratte

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Wohnort: Regensburg


BeitragVerfasst am: 01.06.2009 20:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Uaaah...ich sollte öfter mal in diesem Bereich gucken (wenigstens in meine eigenen Themen).

Eine beschämte Bitte um Entschuldigung an alle, die sich hier so ausführlich zu meiner Geschichte geäußert haben, ohne eine Rückmeldung von mir zu erhalten. Ich kann im Moment leider nur sporadisch online gehen und kann auch jetzt gerade aus zeitlichen Gründen nicht auf eure Rezensionen eingehen.

Ab Mittwoch bin ich wieder in einer einigermaßen zivilisierten Region des bayerischen Großreichs zugange und kann dann auch in einer Form antworten, die euren Kommentaren gerecht wird.

Sorry nochmal und auf bald,
Andreas


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ELsa
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Alter: 71
Beiträge: 1492



BeitragVerfasst am: 01.06.2009 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andreas,

Mir gefällt dein Text ohne Einschränkungen richtig gut!

LG
ELsa


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Graograman
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 36
Beiträge: 139
Wohnort: Regensburg


BeitragVerfasst am: 24.06.2009 11:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Sodale, gut Ding will Weile haben.
Bin endlich wieder im 21ten Jahrhundert angekommen
wink

Zuerst nochmal danke für eure Rezensionen und Geduld.

Louise hat Folgendes geschrieben:
In dieser Nacht war er neben dem Fernseher gestanden und hatte mit in den Nacken gelegtem Kopf zur Decke gestarrt.

So weit ich weiß, heißt es "hatte er neben dem Fenster gestanden"


Das Perfekt von "stehen" wird mit "sein" gebildet.
Liest sich manchmal komisch, ist aber so wink

 
Zitat:
Im nächsten Satz finde ich ein "wieder" zu viel, irgendwie stolpert man beim Lesen darüber.


Danke für den Hinweis. Für solche Wortwiederholungen und unnnötige Füllwörter bin ich leider sehr anfällig.

Istvan Horck-Uedo hat Folgendes geschrieben:
Wieso erwarten? Erwarten passt nur, wenn er vorhätte, jetzt sofort hinüberzugehen.


Hm, nach meinem persönlichen Sprachempfinden drückt "erwarten" lediglich aus, was er in dem Zimmer vorfinden wird, falls er sich entscheidet, hinüberzugehen. Eine konkrete Absicht wird damit nicht impliziert, finde ich.

Aber interessant zu hören, schließlich rezipiert jeder anders. Werde das künftig bei der Wortwahl berücksichtigen.

Zitat:
Das ist zu schwach. Warum sollte er es wollen? Warum "konnte" für etwas, das er nicht will? "Gegen meinen Willen sah ich ihn im Geiste vor mir." wäre deutlicher.


Da muss ich dir Recht geben, der Satz liest sich holprig.
Gute Anregung.

Zitat:
Wieso "durch mich"? Klingt, als könnte er durch die Wand bin zu ihm hinschauen.


So war es eigentlich gemeint. Alter Mann --> Wand+Bücherregale --> Protagonist wink

Zitat:
"Mit einem Akt der Willenskraft" ist überflüssig. Das mit den Gedanken auf Wanderschaft erst recht.


Wieder richtig. Show, don't tell. Und dazu noch in die Klischéefalle getappt. Wird gestrichen.

Zitat:
Dass er einen Traum vermutet, musst Du nicht erwähnen, das ist selbstverständlich.


Dito. Fliegt raus.

Zitat:
"Sicher" statt "todsicher" reicht auch.


Und wieder hat mein Klischéedetektor versagt.
Danke.

hard2drive hat Folgendes geschrieben:
Er wird daher auch nie die Erwartungen seines Vaters erfüllen können. Er versagt; er ist ein Versager ...


War eigentlich anders beabsichtigt.
Aber wie gesagt: Jeder rezipiert sowas anders.

Mana hat Folgendes geschrieben:
Du baust hier diese Ehefrau ein, lässt mir aber zuviel offen.


Das ist tatsächlich so beabsichtigt.
Ich wollte einfach andeuten, dass sich seine psychischen Defizite schon soweit ausgewirkt haben, dass die Ehe drunter leidet. "Genervt" ist sie - nach den Hinweisen im Text - lediglich durch seine ständigen Albträume.

Alles weitere ist Spekulation wink



Danke nochmal allgemein für Zeit und Muse zur Rezension.


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