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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Skandal-Messias


 

 
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Seraph
Geschlecht:männlichMelancholiker

Alter: 29
Beiträge: 1728
Wohnort: Dülmen


Die Legenden von Himmel und Hölle
BeitragVerfasst am: 04.05.2009 09:48    Titel: Skandal-Messias eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Anfangs
wollte sie nur weniger Geld.
Aber dann,
als ich Natascha
mit Neonröhren penetrierte,
erkannte sie wahre Lust.

Es war
ein schmerzhafter Prozess
und als sie
zum Mutanten wurde,
applaudierte ich
und wir vergossen zusammen
eine Flasche Borwasser.

Morgen
gehen wir dann los
und schmeißen gemeinsam
die Badetücher
von den Liegen.

Wir penetrieren die Welt
und verspritzen
Nadelstiche.




.



_________________
(ehemals KREVIN)
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Michael Lüttke
Cholyriker

Alter: 56
Beiträge: 647
Wohnort: Duisburg


BeitragVerfasst am: 04.05.2009 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ein bisschen viel Penetration, für wenig Aussage.
Hier fehlt sowohl die soziale Komponente,
als auch die eigentliche Aussage.
der Text ruht alleine auf seiner Wortwahl
und penetriert sich bis zur Löchrigkeit.

Schade
Michael
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Seraph
Geschlecht:männlichMelancholiker

Alter: 29
Beiträge: 1728
Wohnort: Dülmen


Die Legenden von Himmel und Hölle
BeitragVerfasst am: 04.05.2009 19:04    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Michael Lüttke hat Folgendes geschrieben:
Ein bisschen viel Penetration, für wenig Aussage.
Hier fehlt sowohl die soziale Komponente,
als auch die eigentliche Aussage.
der Text ruht alleine auf seiner Wortwahl
und penetriert sich bis zur Löchrigkeit.

Schade
Michael


Interessant. Könntest du das mal etwas genauer erläutern, Michael?


_________________
(ehemals KREVIN)
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Longo
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 875



BeitragVerfasst am: 04.05.2009 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Es mag ja immer vom Leser abhängen, aber ich persönlich finde den Text mit seinen Stellen wie "Penetrieren mit Neonstäben" etc. etwas lustig bzw. komisch... Und diese Lesemomente verbergen dann auch die gesellschaftskritische Komponente, die du ja in der Einordnung des Textes oben bestimmt erreichen willst. Ist aber nur meine persönliche Leseerfahrung.

MFG Longo
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Birgit
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 30
Beiträge: 128
Wohnort: MDF


BeitragVerfasst am: 04.05.2009 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich die Aussage nicht ganz verstehe.. Confused  Der Text bringt mich zwar mehr oder weniger zum Nachdenken, aber auch nach 3 mal lesen, springt der Funke nicht ganz zu mir rüber. Es fehlt so ein bisschen das Bild, das man sich dazu macht...

_________________
Verwechsle nicht die Freude am Gefallen mit dem Glück der Liebe. (-Coco Chanel-)
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Michael Lüttke
Cholyriker

Alter: 56
Beiträge: 647
Wohnort: Duisburg


BeitragVerfasst am: 04.05.2009 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

Longo hat Folgendes geschrieben:
Es mag ja immer vom Leser abhängen, aber ich persönlich finde den Text mit seinen Stellen wie "Penetrieren mit Neonstäben" etc. etwas lustig bzw. komisch... Und diese Lesemomente verbergen dann auch die gesellschaftskritische Komponente, die du ja in der Einordnung des Textes oben bestimmt erreichen willst. Ist aber nur meine persönliche Leseerfahrung.

MFG Longo


Penetration mit Neonstäben ist für dich eine gesellschaftkritische Komponente?
Das ist jetzt eher verwunderlich, als nachvollziehbar.
Sicher kann man alles so drehen , dass es passt.
Aber manches ist auch einfach nur unnachvollziehbar.


Michael
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Bonho
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 13
Wohnort: Zwischen Stuttgart und Bodensee


BeitragVerfasst am: 05.05.2009 10:59    Titel: Eine gesunde Portion Wahnsinn ;-) Antworten mit Zitat

Lieber Krevin,

Dein Gedicht ist irritierend und originell - es wühlt auf, gerade weil man es nicht versteht. Mir gefällt es jedenfalls sehr ...

Bin gespannt auf Dein nächstes Gedicht,

Rainer
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Nihil
{ }

Moderator
Alter: 29
Beiträge: 7485



BeitragVerfasst am: 05.05.2009 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Krevin!
Ich hatte das Gefühl, ich  muss zu diesem Gedicht etwas sagen. Der Titel hat
mich nämlich neugierig gemacht und ich musste sofort an Klaus Kinskis Auf-
tritt denken, als er sich vor einem großen Publikum als neuer Jesus darstell-
te. Vielleicht kam es deswegen, dass ich ziemlich drastische und ähnlich pro-
vokative Inhalte erwartet habe. Leider hab ich beides hier nicht gefunden.

Ich sehe da keine Skandale und ich sehe keinen Messias, die Erlösung von
einem negativen Zustand spielt hier überhaupt keine Rolle. Oder soll der Teil
mit den Badetüchern gar gegen eine egozentrische und spießige Gesellschaft
wettern? Falls ja, muss ich dir zugestehen, dass da immerhin doch Parallelen
zum Titel sind. Aber mal ehrlich, wenn da oben Skandal-Messias steht, dann
kann man doch nicht zwei Strophen weiter Bilder von einem schönen Bade-
urlaub evozieren. Wenn es den auf Genuss fixierten Menschen wenigstens
richtig an den Kragen ginge... aber so heben sie ihre Badetücher einfach auf,
klopfen den Staub davon ab und lassen sich braun brutzeln.

Ich erkenne in deinem Gedicht einfach nichts. Da steckt kein großartiges
Gefühl und auch kein Wille dahinter, und wenn doch, dann kommt er nicht
an. Deswegen wirkt es sehr beliebig und blutleer auf mich.

Aber vielleicht übersehe ich ja auch den Clou...

- Nihil
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Seraph
Geschlecht:männlichMelancholiker

Alter: 29
Beiträge: 1728
Wohnort: Dülmen


Die Legenden von Himmel und Hölle
BeitragVerfasst am: 05.05.2009 19:49    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey Leute!
Erstmal danke für die vielen Kommentare. smile
@ Michael, Longo, Birgit & Nihil: Für euch werde ich mal aufschreiben, was ich mir dabei gedacht habe. Dann könnt ihr nochmal entscheiden, ob es zu schwach, zu hermetsisch oder wasweißcih ist.  Wink
@ Rainer: Danke für dein Lob!

Also:
Zitat:
Anfangs
wollte sie nur weniger Geld.
Aber dann,
als ich Natascha
mit Neonröhren penetrierte,
erkannte sie wahre Lust.


Der zentrale Aspekt ist - wie wohl zu erkennen ist - der Sex. Es geht mir überhaupt nicht um Sex an sich, es ist einfach nur ein Mittel zur Aufklärung. Wahre Lust = Erkenntnis, das Blicken über den Tellerrand hinaus (Um es mal mit Stromberts Worten zu sagen: "Ohh, da gibts ja noch ganz andere Sachen...nachts mal bis halb Eins Fernseh gucken. Aber die meisten Chefs hier - Krawatte zu lang, Verstand zu kurz.").

Die Neonröhren stehen dabei einmal für den Schmerz bei der Penetration (will sagen, die Schwierigkeit der Erkenntnis), als auch ganz plump: Licht --> Erleuchtung.

Zitat:
Es war
ein schmerzhafter Prozess
und als sie
zum Mutanten wurde,
applaudierte ich
und wir vergossen zusammen
eine Flasche Borwasser.

Der Prozess des wahren Lebens jenseits der Oberflächlichkeit ist schmerzhaft, schwierig - denn viele werden dich nicht verstehen und auf dir herumtrampeln. Deswegen wird Natascha auch zum "Mutanten" - in den Augen der tumben, bornierten Gesellschaft ist sie anders und damit auch böse.
Dennoch feiern das LI und Natascha dann mit Borwasser (wird bei Augenkrankheiten benutzt --> Anspielung auf "Leuten die Augen öffnen")

Zitat:
Morgen
gehen wir dann los
und schmeißen gemeinsam
die Badetücher
von den Liegen.

Das ist ein einfaches Vorgehen gegen die ekelhafte Gesellschaft. Ich habe mir das Klischee der dreisten Deutschen, die sofort die Liegen beschlagnahmen, herausgepickt und es verarbeitet. Vielleicht ist es zu schwach...?

Zitat:
Wir penetrieren die Welt
und verspritzen
Nadelstiche.

Wieder der Verweis zum Sex. Auch wenn man als Individuum nicht gegen die Gesellschaft ankommt, so kann man doch immer wieder Nadelstiche setzen.


_________________
(ehemals KREVIN)
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Nihil
{ }

Moderator
Alter: 29
Beiträge: 7485



BeitragVerfasst am: 05.05.2009 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Dann habe ich ein paar Gegenfragen:

- Welche Erkenntnis erlang man denn durch Sex und warum muss es gerade
Sex sein? Kommt diese mystische Erkenntnis nur beim ersten Mal oder immer
wieder, wenn man es treibt? Das ist mir zu wenig konkret und auch zu sehr
indisch-esoterisch. Als nächstes kommt das Wurzelchakra... Außerdem glaube
ich, dass es der Gesellschaft nicht an genügend Sex mangelt und dass sie
deswegen so ist, wie sie ist. Diese Erklräung hat für mich nur noch mehr
Fragen aufgeworfen; die Spitzfindigkeit soll nur zeigen, dass ich sie sehr be-
müht finde.

Zitat:
Die Neonröhren stehen dabei einmal für den Schmerz bei der Penetration (will sagen, die Schwierigkeit der Erkenntnis), als auch ganz plump: Licht --> Erleuchtung.

- Um es mal ganz plump auszudrücken: Wenn der Neonstab erstmal in
der Muschi ist, dann strahlt sein Licht nicht mehr besonders hell. Außerdem
weiß ich nicht, was der Zweck dahinter sein soll und warum ausgerechnet
das Genital erleuchtet werden muss, siehe Frage 1. Wenn das als Forschungs-
reise in das weibliche Geschlechtsorgan geschrieben worden wäre, na gut,
da hätte man vielleicht noch was Passendes finden können. Aber so fehlt
mir hier einfach der Bezug.

Zitat:
Der Prozess des wahren Lebens jenseits der Oberflächlichkeit ist schmerzhaft, schwierig - denn viele werden dich nicht verstehen und auf dir herumtrampeln.

- Das ist wieder zu allgemein und obendrein nicht textimmanent. Die Über-
windung der Oberflächlichkeit kann man hier nicht herauslesen, im Gegen-
teil finde ich eher die Anspielung auf den Sex oberflächlich. Auf das Thema
Gesellschaft wäre ich allerhöchstens mit viel Phantasie (siehe erster Beitrag)
bei der dritten Strophe gekommen. Aber nicht bei der zweiten. Und a propos
Nummer 3:

Zitat:
Das ist ein einfaches Vorgehen gegen die ekelhafte Gesellschaft. Ich habe mir das Klischee der dreisten Deutschen, die sofort die Liegen beschlagnahmen, herausgepickt und es verarbeitet. Vielleicht ist es zu schwach...?

- Das ist wirklich ein einfaches Vorgehen und obendrein so kindisch wie
ineffektiv. Ich weiß gar nicht, was ich dazu genau sagen soll, das würde
vielleicht in einem humoristischen Gedicht passen, aber nicht in diesem,
wenn du so hohe Ambitionen wie Gesellschaftskritik hast. Entschuldigung,
aber dieses Bild ist nicht nur deplatziert, sondern auch lächerlich. Vorher
Mutationen, Borwasser, Sex, Neon - alles grelle, moderne und auch ex-
treme Begriffe. Und jetzt fröhliche Strandidylle mit Palmen, blauem Meer
und - hey! was ist denn das? Legt sofort mein Handtuch zurück ihr kleinen
Racker!

Zitat:
Wieder der Verweis zum Sex. Auch wenn man als Individuum nicht gegen die Gesellschaft ankommt, so kann man doch immer wieder Nadelstiche setzen.


- Den Kampf des Individuums gegen das Kollektiv kann man hier wieder
nicht erschließen. Übrigens verspritzt du Nadelstiche. Ganz genau genommen,
und etwas anderes ist in einem Gedicht nicht möglich, ist der Nadelstich als
solches flüssig und wird verspritzt. Das geht als Bild natürlich, aber dann
will ich mir das als Leser auch erschließen können. Und wenn du meintest,
dass mit den Nadelstichen etwas verspritzt wird, dann will ich auch wissen,
was.

Ich finde deine Erklärungen alles in allem etwas dürftig, weil sie wie abge-
schnitten vom eigentlichen Text präsentiert werden und sich auch kaum auf
diesen beziehen lassen. Auch bleiben meine Kritikpunkte, dass man den
Messias, also den religiösen Aspekt, genau wie die versprochenen Skandale
vergeblich sucht. Mach dir doch nochmal ganz klar, worauf du hinauswillst,
und ob du den Messias wirklich brauchst. Und dann versuche, deine Inten-
tion im Gedicht zu verstecken, aber nicht in Wahrheit davon zu lösen, wie
es jetzt geschehen ist. Vielleicht ist das ja ein kleiner Anstoß.

- Nihil
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