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Pfade, welten, weben


 

 
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HerbertH
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 552
Wohnort: terra sol III


BeitragVerfasst am: 17.11.2014 16:01    Titel: Pfade, welten, weben eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Neue Version »

Pfade welten weben

Atemlos ruht dein jetzt
In der stasis blase
Um den wahrscheinlichsten pfad

Sicher ist scheinbar
Das bündel entwickelter linien
Im lichtkonus vergangener eigenzeit

Und was du zukunft nennst
Fasert aus in phasen der wirkung
Als summe aller möglichen pfade
    verlassen die den kegel künftiger eigenzeit?
        oder zerplittert dein selbst in viele mögliche welten?

Frage den physiker
Aber traue ihm nicht
Moiren und nornen sahen weben die alten

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Perry
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 67
Beiträge: 2004



BeitragVerfasst am: 17.11.2014 17:06    Titel: Hallo Herbert, Antworten mit Zitat

Pfade zwischen (Parallel)Welten bzw. Zeiten zu weben ist ein interessantes Thema. Die Ankerworte wie "stasis blase", "lichtkonus" oder "eigenzeit", sind nach meinem Empfinden aber zu isoliert bzw. zu weit gestreut, um außer einem Vergangenheits-, Gegenwarts- und -Zukunftsahnen konkrete Verbindungen zu finden.
LG
Perry
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HerbertH
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 552
Wohnort: terra sol III


BeitragVerfasst am: 21.11.2014 18:29    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Perry,

liest man den Text durch die Brille eines Physikers, sind die von Dir monierten Begriffe sehr stimmig und hängen mit dem Gesamtbild aufs Engste zusammen.

Wie würdest Du denn die Idee des Gedichtes sprachlich umsetzen?

Herzliche Grüße

Herbert
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 6124
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 21.11.2014 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

Mich reizt dieses Gedicht, aber ich habe auch Probleme mit den von perry angeführten Begriffen, weil ich sie als Nicht-Physiker nicht kenne, muss ich gestehen.
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Perry
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 67
Beiträge: 2004



BeitragVerfasst am: 23.11.2014 02:45    Titel: Hallo Herbert, Antworten mit Zitat

der Text beantwortet die Frage selbst:
"... Frage den physiker
Aber traue ihm nicht."
Spaß beiseite, Physik ist nicht unbedingt ein poetischer Weggefährte. Wink
So große Begriffe wie Vergangenheit und Zukunft lyrisch zu erfassen, ist mir für ein Gedicht zu umfangreich, obwohl es natürlich reizvoll ist.

Mein Ansatz ginge eventuell in Richtung:

Welten weben
 
Ich warte im licht
Konus vergangener zeit
Während zukunft zerfasert

Die summe aller pfade
Endet auf den spitzen  
Möglicher welten

Frage wissenschaftler
Aber traue ihnen nicht
Moiren weben alte muster

LG
Perry
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HerbertH
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 552
Wohnort: terra sol III


BeitragVerfasst am: 23.11.2014 18:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Firstoffertio, hallo Perry,

mich interessiert das Verknüpfen von scheinbar abseits der Poesie liegenden Feldern mit der Dichtung.

Ich experimentiere damit gerne, und die neuen Wortfelder geben oft "etwas her" für die Lyrik.

Kann sein, dass dieses Gedicht zu sehr einer bestimmten Fragestellung verhaftet war, die beim Schreiben für mich von Interesse war.

Die von Dir, Perry, vorgeschlagene Version ist sicherlich als eigenes Gedicht erwägenswert, ob sie das aussagt, was ich aussagen wollte, muss ich mir noch genauer überlegen. Auf jedem Fall danke für die Textarbeit.

Die "physikalischen" Begrifflichkeiten sind heute übrigens keine alleinige Domäne der Physik mehr, sie haben seit kurzem Eingang in Fernsehserien und schon seit langer Zeit in die Science fiction gefunden.

Bei den zugrundeliegenden ontologischen Fragen gibt es natürlich auch Querverbindungen zur Philosophie und zu antiken Deutungen des Weltgeschehens.

Crossover halt smile


Herzliche Grüße

Herbert
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HerbertH
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 552
Wohnort: terra sol III


BeitragVerfasst am: 28.11.2014 11:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Pfade welten weben

Atemlos ruht dein jetzt
Auf ewig in der  blase
Um den wahrscheinlichsten pfad

Sicher ist scheinbar
Das bündel entwickelter linien
Im kegel vergangener zeit

Und was du zukunft nennst
Fasert aus in phasen der wirkung
Als summe aller möglichen pfade

Zerplittert dein selbst in viele mögliche welten?
Frage den physiker aber traue ihm nicht
Moiren und nornen sahen weben die alten
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 6124
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 28.11.2014 22:14    Titel: Antworten mit Zitat

Tut mir leid. Das fängt mich nicht. Mir fehlt der Physikzugang immer noch.

Stringtheory fällt mir ein.

Aber bei der Blase muss ich unweigerlich an das Organ denken, und das macht das Ganze komisch.

Der Kegel vergangener Zeit? Damit kann ich gar nichts anfangen.
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HerbertH
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 552
Wohnort: terra sol III


BeitragVerfasst am: 01.12.2014 17:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo firstoffertio,

könntest Du mit "Im lichtkegel der Vergangenheit" mehr anfangen?  

Die Blase ist hier näher zur Luftblase zu sehen als zum Organ. Als Stasisblase ist sie vor allem in der frühen SF Literatur weit verbreitet: Ein Ort, in dem die Zeit aufhört weiterzulaufen, eine Art schockgefrorene Existenz. Vielleicht gehe ich lieber auf Stasisblase zurück, wenn sonst die organische Assoziation zu übermächtig wird.

Stringtheorie ist schon mal ganz gut, mit Relativitätstheorie gemischt ...
 
Ich könnte natürlich auch die Ideen der letzten Strophe noch ausbauen ...

Herzliche Grüße

Herbert
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