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Veräußerung


 

 
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Todorov
Sonntagsschreiber


Beiträge: 26



BeitragVerfasst am: 25.03.2009 22:13    Titel: Veräußerung eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Unter der Sonne springen
die aufgehängten Katzen auf: Gedärme zeigen!
Das ist eine ungeschämte Veräußerung! Ich rufe den
Herr Wachmeister! In den vollen Lichtgläsern
tanzt ein Mann wie züngelnde Laternenflammen herbei:
Der Grüßgott liegt in der Schublade, griffbereit wie Schaufeln
und die Halbtrunkenen wurden aus der Spelunke gewunken oder Tavernen.
Schuhe miauen auf Pflaster, die Stadt zeigt stumpfe Zähne,
aus vollem Mund dieses Geraune und Knirschen, am liebsten will man
sie ihr ausschlagen diese Allzeitaktionen solange der Vorrat reicht,
als ob die Fließbänder ins Nichts reichten, ein Gnadenbrot also,
angedreht zum Wirbelwind von 16 Bildern pro Sekunde:
Die Zeit ist gestreckt von all dem Zeug, das sag ich euch,
aufgeladen in einer Spritze, die leblos
in Mäanderarmen hängt.

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ichundso
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 31
Beiträge: 190



BeitragVerfasst am: 26.03.2009 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

ich werd ehrlich gesagt nicht ganz schlau draus, obwohl sich die ersten beiden zeilen interessant lesen ^^

achja: was sind mäanderarme?


_________________
the mongrel cat came home
holding half a head
proceeded to show it off
to all of his newfound friends
he said "I been where I liked
I slept with who I liked
she ate me up for breakfast
she screwed me in a vice
but now I don't know why I feel so tongue-tied"
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Ezil
Schreiberling

Alter: 33
Beiträge: 178
Wohnort: Heimat


BeitragVerfasst am: 27.03.2009 00:16    Titel: Antworten mit Zitat

hallo todorov,

Ich steig da auch irgendwie nicht ganz so durch.
Allerdings muss ich sagen gefällt mir das hier sehr gut.
Zitat:
Schuhe miauen auf Pflaster, die Stadt zeigt stumpfe Zähne

Auch der Grüßgott in der Schublade ist wirklich "nett"

Vielleicht hilfst du uns auf die Sprünge.


LG
Daumen hoch
der Ezil


_________________
Aber Hallo!
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Nicole1991
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber

Alter: 28
Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 27.03.2009 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Das hoffe ich ebenfalls, denn auch ich verstehe den Text nicht so ganz.
Sorry!
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Nihil
{ }

Moderator
Alter: 30
Beiträge: 7535



BeitragVerfasst am: 27.03.2009 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag, Todorov!

Was meine Vorredner an dem Gedicht nicht verstehen, verstehe ich nicht. Es
wird im letzten Vers doch deutlich beschrieben, dass sich ein Süchtiger einen
Schuss Drogen in den Arm gesetzt hat und nun entsprechend wirre Visionen
hat. (Für ichundso: Mäander sind Flüsse, die stark kurvenartig verlau-
fen und meist in Vulkanregionen auftauchen. Hier im Gedicht also schlaffe
Arme wie Gummi.) Dementsprechend unverständlich sind auch die Gedan-
kenzusammenhänge, die "normaler" Logik zuwiderlaufen. Die Zeit läuft nicht
mehr chronologisch und man hat Wahnvorstellungen, was sich bei den Katzen
zeigt.

Allerdings finde ich es auch nicht besonders schwierig oder kunstvoll, einige
Sätze aneinander zu reihen, die einem spontan einfallen und ans Ende ein-
fach Er setzte sich einen Schuss oder also sprach der Verrückte zu
setzen. Das ist mir zu einfach und nach einem guten Gedicht sieht mir das
nicht aus. Aber ich kenne das selbst, wenn man manchmal einfach nur
schreiben möchte, ohne dass man überhaupt ein Ziel hat oder auf die
"Ästhetik" eines Gedichts achtet. Deswegen ist dein Gedicht einfach da,
aber man kann kein Urteil darüber abgeben, weil es nichts bewirkt und
nichts Besonderes ist.

So sehe ich das zumindest.
- Nihil
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Todorov
Sonntagsschreiber


Beiträge: 26



BeitragVerfasst am: 28.03.2009 13:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,

Ich fang ma unten an:
Nihil hat Folgendes geschrieben:

Was meine Vorredner an dem Gedicht nicht verstehen, verstehe ich nicht. Es
wird im letzten Vers doch deutlich beschrieben, dass sich ein Süchtiger einen
Schuss Drogen in den Arm gesetzt hat und nun entsprechend wirre Visionen
hat. (Für ichundso: Mäander sind Flüsse, die stark kurvenartig verlau-
fen und meist in Vulkanregionen auftauchen. Hier im Gedicht also schlaffe
Arme wie Gummi.) Dementsprechend unverständlich sind auch die Gedan-
kenzusammenhänge, die "normaler" Logik zuwiderlaufen. Die Zeit läuft nicht
mehr chronologisch und man hat Wahnvorstellungen, was sich bei den Katzen
zeigt.

Allerdings finde ich es auch nicht besonders schwierig oder kunstvoll, einige
Sätze aneinander zu reihen, die einem spontan einfallen und ans Ende ein-
fach Er setzte sich einen Schuss oder also sprach der Verrückte zu
setzen. Das ist mir zu einfach und nach einem guten Gedicht sieht mir das
nicht aus. Aber ich kenne das selbst, wenn man manchmal einfach nur
schreiben möchte, ohne dass man überhaupt ein Ziel hat oder auf die
"Ästhetik" eines Gedichts achtet. Deswegen ist dein Gedicht einfach da,
aber man kann kein Urteil darüber abgeben, weil es nichts bewirkt und
nichts Besonderes ist.

So sehe ich das zumindest.
- Nihil

Ich kann deinen Kommentar beidseitig nachvollziehen und es steckt durchaus eine gute Portion Süffisanz darin, den Text so auf den finalen Schuss hinauslaufen zulassen, auch wenn deine Deutung nur den legitimatorischen Aspekt im Auge hat. Denn die Ladung in der Spritze ist der Text, nicht das, was irgendein Ich von der Welt hält. Gerade das drückt der Mäanderarm so ambivalent aus, die Spritze hängt im Arm, nicht in einem schönen Naturphänomen.


Wir kennen uns übrigens  Smile

EzilSefeth hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Schuhe miauen auf Pflaster, die Stadt zeigt stumpfe Zähne

Auch der Grüßgott in der Schublade ist wirklich "nett"

Der Versanfang gefällt mir am wenigsten  Wink
ichundso hat Folgendes geschrieben:
ich werd ehrlich gesagt nicht ganz schlau draus, obwohl sich die ersten beiden zeilen interessant lesen


Ich schätze das ist ok so

Danke für die Antworten

Grüße

Todorov
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