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Der Katzenpalast (Ortsbeschreibung - so halbert)


 

 
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Enfant Terrible
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 23.02.2009 14:35    Titel: Der Katzenpalast (Ortsbeschreibung - so halbert) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier eine kleine unfertige Skizze für eine Short Story ...

Eigentlich durften sie hier nicht leben. Die Hausverwaltung hatte diesen Keller für das Aufbewahren von Schneeschaufeln vorgesehen - Utensilien im Kampf gegen den Winter Odessas. Der von Katzen und modriger Nässe parfümierte Raum war jedoch ein Kriegsplatz der anderen Art: ein Ort des Kampfes von Armut gegen Kreativität, vor allem aber von Katzen gegen Ratten.
Denn man durfte sich von den Leinwänden und Ölfarben, den Lebenszeichen des hier hausenden Künstlers, nicht täuschen lassen: Die wahren Herrscher des Kellerateliers waren die Katzen.
Dies zeigte bereits die selbstverständliche Würde, mit der die acht vom Hunger vermenschlichten Geschöpfe unterhalb des einzigen Souterrain-Fensters sich im Kreis saßen. Geleitet wurde diese Tagung von Neska, einer abgemagerten Miniaturausgabe des Mogli-Panthers Bagheera. Sie maß ihre Untertanen mit demselben überlegenen Divablick wie das karge Mahl, das der Maler ihr gelegentlich vorzusetzen wagte … oder die Frau des Malers, wenn sie ihm für Neskas Geschmack zu nahe kam. Dann fauchte die Katze und versuchte, die aufdringliche Rivalin von ihm zu verscheuchen.
Als die Geheimbesprechung beendet war, hüpfte Neska über den schlichten Holztisch auf die Fensterbank und dann hinaus aus dem geöffneten Souterrain-Fenster. Es schien allein zu diesem Zweck unter der Decke eingelassen worden zu sein, denn zur Beleuchtung oder Aussicht taugte das Fensterchen wenig.
Neska begab sich auf die Jagd … aber jagen konnte man ihren Plan nicht nehmen. Sie nahm nur das, was ihr und ihren anderen Untertanen zustand. Dass ihr langhaariger Besitzer und seine Frau nach Katzenmaßstäben kaum überlebensfähig waren, hatten nicht sie verschuldet. Und als gute Katzenregentin war es Neskas Pflicht, sie zu versorgen. Eigentlich mussten diese seltsamen Menschen begriffen haben, dass weder die Leinwände noch die bunten Farben essbar waren – dennoch waren diese Dinge die einzigen, von denen es im Kelleratelier viel gab. Und Kartoffeln. Kartoffeln schienen das Grundnahrungsmittel dieser Menschen. Kein Wunder, dass der Maler so dünn war, dass er mit seinen Haustieren konkurrieren konnte.



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"...und ich bringe dir das Feuer
um die Dunkelheit zu sehen"
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Geschmacksverwirrte über meine Schreibe:
"Schreib nie mehr sowas. Ich bitte dich darum." © Eddie
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Boxuruh
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BeitragVerfasst am: 09.03.2009 09:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Terrorkrümel,

ich habe deine kleine Schreibübung gerne gelesen. Den Keller hast du gut beschrieben, ich kann mir diesen Ort gut vorstellen.

Ein paar Kleinigkeiten sind mir allerdings aufgefallen.

Zitat:
Der von Katzen und modriger Nässe parfümierte Raum war jedoch ein Kriegsplatz der anderen Art
Über den Satz bin ich gestolpert, vielleicht weil ich mich gefragt habe, wie ein von Katzen pafümierter Raum riecht...

Zitat:
Sie maß ihre Untertanen mit demselben überlegenen Divablick wie das karge Mahl, das der Maler ihr gelegentlich vorzusetzen wagte … oder die Frau des Malers, wenn sie ihm für Neskas Geschmack zu nahe kam.
Hier wusste ich zuerst nicht, wen du mit "ihm" meinst.

Zitat:
Neska begab sich auf die Jagd … aber jagen konnte man ihren Plan nicht nehmen. Sie nahm nur das, was ihr und ihren anderen Untertanen zustand.
Du meintest sicher "nennen", und nicht "nehmen", oder? Das "anderen" im nächsten Satz würde ich weglassen. Wink

Ich hoffe, du kannst etwas mit meiner kleinen Kritik anfangen
Liebe Grüße, Boxuruh Smile
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Enfant Terrible
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Beiträge: 10246
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 25.03.2009 11:08    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Tut mir leid, Boxuruh, ich habe erst jetzt gesehen, dass dieser Übungstext kommentiert wurde. Vielen Dank, du hast all die typischen kleinen Flüchtigkeitsfehler hevorgehoben. Ich werde es verbessern.

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Boxuruh
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Beiträge: 66



BeitragVerfasst am: 25.03.2009 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Terrorkrümel!

Schön, dass du dich noch mal gemeldet hast  Smile

Ich hab es eben gerade noch mal gelesen, und mir sind noch zwei Kleinigkeiten aufgefallen.

Zitat:
dennoch waren diese Dinge die einzigen, von denen es im Kelleratelier viel gab. Und Kartoffeln. Kartoffeln schienen das Grundnahrungsmittel dieser Menschen.
Hier würde ich "viel" durch "zahlreich" ersetzen - aber das ist nur mein persönlicher Geschmack.
Der Satz müsste meiner Meinung nach richtig heißen: "Kartoffeln schienen das Grundnahrungsmittel dieser Menschen zu sein."

Viele liebe Grüße, Boxuruh
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