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Dieses Werk wurde für den kleinen Literaten nominiert Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Vergib mir, Rauch


 
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Enfant Terrible
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 25.02.2009 10:46    Titel: Vergib mir, Rauch eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier findest du die verbesserte Fassung dieses Textes:
http://www.dsfo.de/fo/viewtopic.php?p=192885#192885

************************************************************



Der Raum musste leer sein, wenn sie kamen: leer, ausgebrannt, steril.
Vor dem Feuer fürchtete er sich nicht; ihn erwarteten andere Gefahren. Auch wenn sich das Feuer als Quelle des Rauches ausgab, war es seine Marionette. Der Rauch war ein lebendiges Wesen – vielleicht das einzig Lebendige in diesem Raum.
Wie dieser körperlose Dämon die Tagebuchseiten fraß, fraß er auch die darauf festgehaltenen Erinnerungen aus seinem Kopf. Er vermochte nicht mehr zu sagen, was auf den Einträgen stand, die sich der Qualm schmecken ließ … und er speiste gemessen, umschlich sie quälend zärtlich wie ein Raubtier, das seiner Übermacht gewahr ist.
Nur dem Grund von Feuer und Rauch, ihrem wahren Meister, konnte dieses Wesen nichts anhaben. Unauslöschlich wie ein hypnotischer Befehl pulsierte in seinem Verstand: Er musste das Tagebuch verbrennen. Sie durften es nicht finden. Warum?
Sie würden es nicht verstehen, diese Insider zwischen dem Papier und seinem Kopf.
Und er wollte nicht, dass sie falsche Schlüsse zogen. Kein Gedanke widerstrebte ihm so sehr wie die Ahnung, was sie über sein Geschreibsel denken, was sie in ihre Protokolle schreiben würden. Dann würden sie sich im Recht wissen. Nein, nicht einmal das spielte eine Rolle. Aber sie würden wissen … sie würden ihn kennen …
Er schritt über die Feuerstelle in der Mitte seines Zimmers hinweg, ohne es zu merken. Ohne Unterlass sprang der Blick seiner tränenden Augen umher. Bosch hätte für seine Visionen von Hölle und Chaos kein besseres Motiv finden können. Aber wer war Bosch? Ein Künstler, den er einst gemocht hatte. Hatte er in seiner Bewunderung für den Maler nicht ganze Hymnen in sein Tagebuch geschrieben? Der Rauch … der Rauch hatte alles gefressen. Die beschmutzten Seiten, und mit ihnen die Erinnerungen.
Inmitten des Rauches glimmte noch der Computerbildschirm, zu seinen Füßen eine Golgatha gelöschter CDs. Aber er hatte nicht genug getilgt. Selbst leer, tot, barg der Computer zu viele Informationen. Sie kannten zu viele Kniffe …  
Nur eine Lösung war in Sicht. Er riss das Fenster auf. Als ein frostiger Windstoß den Qualm verdrängte, glaubte er fast, ein wütendes Zischen zu vernehmen.
Vergib mir, Rauch.
Mit aller Kraft, die seine ausgezehrten Arme noch gaben, hob er den Rechner aus seiner Halterung, höher, höher … und ließ ihn aus dem Fenster stürzen. Sie würden den Wrack finden, er würde ihnen den Weg zu ihm weisen – aber sie kannten sein Versteck schon, also machte es keinen Unterschied.
Während er sich den schmutzigen Schweiß von der Stirn wischte, hetzte sein Blick weiter. Die blutbefleckte Bettdecke war kaum zu erkennen unter dem Berg verstreuter Bücher. Wälzer in Umschlägen, die Panzern glichen, ebenso wie zarte, zerfledderte Taschenbücher – manche zusammengepresst wie Lippen, die kein Geheimnis hinauslassen wollten, andere aufgerissen, als riefen stumme Papiermünder um Hilfe.
Sie alle verbrennen? Das Feuer war schon fast satt, der Rauch – kaum zu glauben! – ebenfalls.
Verstecken? Keine Zeit. Bald kamen sie … und dieser Teil seines Selbst würde ihnen ungeschützt entgegenschreien. Er konnte die Schriften nicht mehr zum Schweigen bringen.
Sie würden die Bücher sehen, ihren Teil denken – aber würden sie unterscheiden können, welche dieser Bücher er verschlungen und welche er achtlos beiseite geworfen hatte? Ahnten sie, auf welchen der Seiten einst seine Tränen trockneten?
Das und noch viel mehr. Die Bücher waren Schlüssel zu seiner Welt … und sie, waren sie nicht ausgebildet, um die passenden Türen zu finden? Wenn er Glück hatte, würde er nicht mehr hier sein, wenn sie kamen. Aber wenn sie nicht schweigend notierten, sondern ihn zum Erklären zwangen? Sie hatten ihre Mittel und Wege. Nicht erklären … bloß nichts erklären müssen …
Erst meinte er, Schritte zu hören, doch es war sein Herz, das ihm einen Streich spielte. Er starrte an den Wänden seines Verstecks entlang. Wo der Rauch noch keine Spuren hinterlassen hatte, prangten hellere Rechtecke vernichteter Bilder, wie Wunden, von denen man das Pflaster zu früh abgerissen hatte. Jedes Poster, jedes Foto, jede Reproduktion hätte ihnen als Steckbrief gedient.
Der Strohballen eines Lachens purzelte durch seine wüstentrockene Kehle. Diesen Teil würden sie nicht mehr zu Gesicht bekommen. Dennoch quälte ihn die Frage: Würden schon die Spuren an der Wand nicht genug erzählen?
Ebenso zugemüllt war auch der Tisch. Die leeren Essensbehälter hatte er im Zimmer gelassen. Wenn sie erfuhren, wovon sich sein Herz und sein Verstand nährten, welche Rolle spielte es dann, ob sie seinen Nahrungsplan kannten?
Auf seinem letzten Kontrollgang eilte er ins Badezimmer. Die Spiegelscherben zerschnitten seine bloßen Füße, doch sein fiebriges Interesse galt einzig dem Medizinschränkchen. Hatte er etwas vergessen? Was noch nicht in der Toilette versenkt, versteckt oder verbrannt worden war, lag im Schränkchen verstreut. Zu spät. Was würden sie aus seinen Kopf- oder Zahnschmerzen schlussfolgern? Selbst ein unberührtes Verbandspäckchen war für sie besser als ein Fingerabdruck. Aber …
Ein Pochen an der Tür. Ein Signal, welches nicht einmal sein Herz übertönen konnte. Sie kamen, die Scherben aufzusammeln. Berichte auszufüllen. Rückblicke zu definieren.
Sie kamen, ihn zu holen.



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femme-fatale233
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BeitragVerfasst am: 25.02.2009 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Wahnsinn. Ich bin Baff.

Der Text ist so irre spannend geschrieben, selten hat mich ein Werk hier im dsfo so gefesselt. Ein ganz großes Lob von meiner Seite. Und wenn das das Werk ist, das du gestern "im Rausch" geschrieben hast, dann kann ich dir nur raten: Mach das mit der Cola öfter smile

Liebe Grüße,
Caro
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Die Tauben
BeitragVerfasst am: 25.02.2009 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

Tolle Kurzgeschichte.
Ich mutmaße immer noch mit mir selbst, wer der Mann in der Geschichte eigentlich ist. Ein Serienmörder, der seine geheimen Gedanken in Tagebücher schreibt und Dateien zu seinen Taten auf dem Computer hütet? Ein politisch Verfolgter?...  Shocked
Caro hat Recht, der Text baut eine ungemeine Spannung auf. Ratzfatz gelesen. Besser kann man's eigentlich kaum machen, um Spannung aufzubauen - das offene Ende hat mich dann doch gestört. Ich habe gehofft, dass das Ganze zu einem sinnvollen Schluss kommt.
Was mich auch stört, sind die andauernden drei Punkte im Text ("..."). Die kann man getrost rausstreichen, da sie - jedenfalls für mich - den Lesefluss hemmen.
Außer diesen wenigen Punkten: Toll gemacht! Weiter so!  Daumen hoch

Liebe Grüße,

Eddie  smile


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(...) Das Gedicht will zu einem Andern, es braucht dieses Andere, es braucht ein Gegenüber. Paul Celan

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Enfant Terrible
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 27.02.2009 13:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo euch beiden,

vielen lieben Dank fürs Lesen und euer Lob. Dass der Text spannend ist, hätte ich nicht gedacht, ich habe mir Sorgen gemacht, er könnte zuviel Geschwafel enthalten, zu langatmig geschrieben sein etc.
Dass das ganze "anonym" bleibt und jeder sich selbst eine Version zur Identität des Abgeholten zusammenphantasieren kann, war durchaus so gewollt, um Interpretationsmöglichkeiten offen zu lassen. Ich will keinem vorschreiben, was er in diesem - mehr oder weniger als Sammelgestalt konzipierten - Charakter und in "ihnen" sieht.


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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 01.03.2009 08:33    Titel: Re: Vergib mir, Rauch Antworten mit Zitat

Moin Krümel!

Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Er vermochte nicht mehr zu sagen, was auf den Einträgen stand, die sich der Qualm schmecken ließ … und er speiste gemessen, umschlich sie quälend zärtlich wie ein Raubtier, das seiner Übermacht gewahr ist.
Nur dem Grund von Feuer und Rauch, ihrem wahren Meister, konnte dieses Wesen nichts anhaben. Unauslöschlich wie ein hypnotischer Befehl pulsierte in seinem Verstand: Er musste das Tagebuch verbrennen.

1. Dass sich der Qualm die Einträge „schmecken ließ“ ist mir zu salopp. Klanglich finde ich es passender, wenn er sich daran zum Beispiel „gütlich tat“ oder „verköstigte“. Warum? Das Verb „schmecken“ hat für mich einen fröhlichen Ton („Schmackofatz!“ „Dann lass es dir mal schmecken!“). Der Kontrast zwischen der beinahe epischen Beschreibung des Feuers und dem fröhlich aufgestreuten „Schmecken“ könnte reizvoll sein, zieht bei mir aber nicht.

2. „Nur dem Grund von Feuer und Rauch, ihrem wahren Meister, konnte dieses Wesen nichts anhaben.“ Hier trägst du mir zu dick auf. Ich gestehe auch ganz ehrlich, dass ich nur vage begreife, was der Satz aussagen soll. Das Wesen ist der Qualm aus dem Satz zuvor. Aber welcher Grund ist der wahre Meister von Feuer und Rauch? Ich würde den Satz streichen. Allein schon wegen der filmreifen aber etwas übermotivierten Formulierung „ihrem wahren Meister“.

3. „Unauslöschlich wie ein hypnotischer Befehl pulsierte in seinem Verstand:“ Dass der Befehl unauslöschlich ist, würde ich streichen. Hypnotische Befehle sind nicht unauslöschlich … zumindest nicht zwangsläufig. Vor allem aber steht dem Satz ein Adjektiv weniger ganz gut zu Gesicht.

Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Sie würden es nicht verstehen, diese Insider zwischen dem Papier und seinem Kopf.

Insider zwischen ihm und seinem Kopf … hm … meinen Geschmack trifft es nicht.

Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Und er wollte nicht, dass sie falsche Schlüsse zogen. Kein Gedanke widerstrebte ihm so sehr wie die Ahnung, was sie über sein Geschreibsel denken, was sie in ihre Protokolle schreiben würden. Dann würden sie sich im Recht wissen. Nein, nicht einmal das spielte eine Rolle. Aber sie würden wissen … sie würden ihn kennen …

Wenn ihm kein Gedanke so sehr widerstrebt wie die Ahnung, was sie denken würden – warum spielt dann nicht einmal das eine Rolle, dass sie sich infolgedessen im Recht sehen würden? Das beißt sich logisch.

Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Er schritt über die Feuerstelle in der Mitte seines Zimmers hinweg, ohne es zu merken. Ohne Unterlass sprang der Blick seiner tränenden Augen umher. Bosch hätte für seine Visionen von Hölle und Chaos kein besseres Motiv finden können. Aber wer war Bosch? Ein Künstler, den er einst gemocht hatte.

Wer kennt Bosch eigentlich nicht? wink

Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Inmitten des Rauches glimmte noch der Computerbildschirm, zu seinen Füßen eine Golgatha gelöschter CDs.

Eine Golgatha gelöschter CDs – finde ich klasse. Aber ist der Artikel hier richtig? Bei Colgate ja, aber Golgatha müsste als Hügel, als Ort des Schädels, doch einen Artikel mit Y-Chromosom bekommen. Es sei denn, du bestehst auf die etymologische Herkunft …

Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Mit aller Kraft, die seine ausgezehrten Arme noch gaben, hob er den Rechner aus seiner Halterung, höher, höher … und ließ ihn aus dem Fenster stürzen. Sie würden den Wrack finden, er würde ihnen den Weg zu ihm weisen – aber sie kannten sein Versteck schon, also machte es keinen Unterschied.

Das Wrack (aber der Frack)
 
Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Die blutbefleckte Bettdecke war kaum zu erkennen unter dem Berg verstreuter Bücher. Wälzer in Umschlägen, die Panzern glichen, ebenso wie zarte, zerfledderte Taschenbücher – manche zusammengepresst wie Lippen, die kein Geheimnis hinauslassen wollten, andere aufgerissen, als riefen stumme Papiermünder um Hilfe.

Stellenweise Verlyrikte Prosa, schöne, bildliche, ausdrucksstarke und vor allem nicht alltägliche Beschreibung. Sauber!


Fazit: Sprachlich abwechslungsreich und souverän geschrieben, mit herrlichen Ausflügen in die metaphorischen Hochtäler. Bei der Beschreibung des Feuers am Anfang musste ich an eine Pyromanen denken. Aber offensichtlich handelt es sich hier entweder um den Staatsfeind Nr 1 oder um den personifizierten Verfolgungswahn; vielleicht sogar ohne triftigen Grund – ja, vielleicht ist der arme Mann einfach übergeschnappt, nachdem er bei Rot über die Ampel gezimmert ist. Wenn man sich vor Augen führt, was alles rekonstruierbar und kontrollierbar ist, kann ich mir gut vorstellen, dass der eine oder andere Geist daran zerbricht und paranoid wird. Jede Verschwörungstheorie fällt auf ertragreichen Boden, hinter jedem Busch sitzt ein Indianer. Danach ziehen die Leute in den Wald, um sich von Handystrahlung und Elektrosmog fernzuhalten, heiraten den nächstbesten Braunbären und betrügen ihn mit dem Biber ...

Den Aufbau des Textes finde ich gelungen. Die einzigen Stellen, an denen sich ein Hauch von Langeweile oder Déjà-vu eingestellt hat, waren die, in denen er seine inneren Monologe führte. Da kam nichts Neues. Pfiffig wäre es, wenn sich seine Hysterie, seine Panik, seine Befürchtungen auch in diesen Monologen noch zuspitzen würden. Vielleicht sprengt sich einer dieser Gedanken auch den Weg frei und gipfelt in einen hysterischen Ausruf? Vielleicht sogar in einen Wutausbruch? Die inneren Monologe sind für mich der einzige heftige Schwachpunkt deiner Geschichte.

Was du kläglich vernachlässigt hast, ist der Geruch des Qualms. Anhand deiner Beschreibungen gehe ich davon aus, dass nicht unbedingt wenig davon im Zimmer hängt. Qualm reizt die Atemwege und die Augen. Er stinkt. Zumindest in einem Satz würde ich das erwähnen (tatsächlich erwähnst du in einem Satz tränende Augen, aber ich weiß nicht, ob sie auf den Qualm zurückzuführen sind oder auf die brenzlige Gefühlslage).

Ansonsten very, very gerne gelesen.

Schönen Sonntag und beste Grüße,

Martin


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Hardy-Kern
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BeitragVerfasst am: 01.03.2009 09:32    Titel: Antworten mit Zitat

Was ich an Krümel mag und manchmal auch nicht mag, dass sie meine Phantasie strapaziert. Wenn ich ihre Texte gelesen habe dreht sich bei mir ein Spinnrad. Möchte auch nicht weiter auf die methapher- philosophischen
eindringlichen Bilder eingehen, weil mir das Martin abgenommen hat.

Es ist einfach wirklich Klasse was sie und wie sie es schreibt. Unnachahmlicher starker Stil. Diese Annonymität geht mir bärisch auf die Socken und fesselt mich trotzdem immer wieder.
Mehr gibt es nicht zu sagen, sonst steckt sie sich noch eine Orchidee ins Haar. Cool  Daumen hoch

Glaube eine Nominierung ist drin.  Very Happy

Hardy
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 01.03.2009 10:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo, Jungs!

Wow, eine ausführliche Rezension von Moses zu bekommen gleicht ja fast einem verspäteten Weihnachtsgeschenk. Danke für die Mühe, die du dir gegeben hast! Ich wünschte, ich könnte Geschichten schreiben so wie du Rezensionen.

MosesBob hat Folgendes geschrieben:
1. Dass sich der Qualm die Einträge „schmecken ließ“ ist mir zu salopp. Klanglich finde ich es passender, wenn er sich daran zum Beispiel „gütlich tat“ oder „verköstigte“. Warum? Das Verb „schmecken“ hat für mich einen fröhlichen Ton („Schmackofatz!“ „Dann lass es dir mal schmecken!“). Der Kontrast zwischen der beinahe epischen Beschreibung des Feuers und dem fröhlich aufgestreuten „Schmecken“ könnte reizvoll sein, zieht bei mir aber nicht.

Ach ja, hier stellt mir mein enger Wortschatz ein Bein. Du hast völlig Recht, dieses "schmecken lassen" ist fehlplatziert. "gütlich tun" finde ich eine perfekte Alternative. Solche Wörter fallen einem bloß nie selbst ein  
Sad

MosesBob hat Folgendes geschrieben:
2. „Nur dem Grund von Feuer und Rauch, ihrem wahren Meister, konnte dieses Wesen nichts anhaben.“ Hier trägst du mir zu dick auf. Ich gestehe auch ganz ehrlich, dass ich nur vage begreife, was der Satz aussagen soll. Das Wesen ist der Qualm aus dem Satz zuvor. Aber welcher Grund ist der wahre Meister von Feuer und Rauch? Ich würde den Satz streichen. Allein schon wegen der filmreifen aber etwas übermotivierten Formulierung „ihrem wahren Meister“.

Scheiße, was wollte ich nochmal damit sagen?  Laughing  Ach ja, dass der übergeordnete Grund sowohl Rauch und Feuer beherrscht. Irgendetwas, was auf Krümellogik basiert  Laughing  Embarassed Naja, die gesamte Rauch-und-Feuer-Chose muss ich noch einmal überarbeiten, scheint mir. Die ausführlichen Beschreibungen der Beziehung zwischen Rauch und Feuer haben einige Betaleser bemängelt; da muss ich mich knapper fassen, da die Umschreibungen (Meister) im Grunde aufgebauschtes Geschwafel sind.

MosesBob hat Folgendes geschrieben:
3. „Unauslöschlich wie ein hypnotischer Befehl pulsierte in seinem Verstand:“ Dass der Befehl unauslöschlich ist, würde ich streichen. Hypnotische Befehle sind nicht unauslöschlich … zumindest nicht zwangsläufig. Vor allem aber steht dem Satz ein Adjektiv weniger ganz gut zu Gesicht.

D'accord.

MosesBob hat Folgendes geschrieben:
Insider zwischen ihm und seinem Kopf … hm … meinen Geschmack trifft es nicht.

Im Nachhinein stoße ich mich auch daran: zu salopp, und mit dem Anglizismus zu modern für den Grundtenor der Story. Ich werde mir überlegen, wie ich das umschreiben kann, ohne dass es schwülstig wirkt.

MosesBob hat Folgendes geschrieben:
Wenn ihm kein Gedanke so sehr widerstrebt wie die Ahnung, was sie denken würden – warum spielt dann nicht einmal das eine Rolle, dass sie sich infolgedessen im Recht sehen würden? Das beißt sich logisch.

Mein Hirn verdreht sich gerade zu einem gordischen Knoten ... Embarassed

MosesBob hat Folgendes geschrieben:
Eine Golgatha gelöschter CDs – finde ich klasse. Aber ist der Artikel hier richtig? Bei Colgate ja, aber Golgatha müsste als Hügel, als Ort des Schädels, doch einen Artikel mit Y-Chromosom bekommen. Es sei denn, du bestehst auf die etymologische Herkunft …

Der, die, das Golgatha? Als Neutrum könnte ich's mir vielleicht gerade noch vorstellen, aber im Maskulinum klingt's für mein Ohr komisch. Ich meine, es öfters in der weiblichen Form gelesen zu haben. Und wie steht's in der Bibel? Buch

MosesBob hat Folgendes geschrieben:
Das Wrack (aber der Frack)

Ich nix deutsch.  Embarassed

MosesBob hat Folgendes geschrieben:
Die einzigen Stellen, an denen sich ein Hauch von Langeweile oder Déjà-vu eingestellt hat, waren die, in denen er seine inneren Monologe führte. Da kam nichts Neues. Pfiffig wäre es, wenn sich seine Hysterie, seine Panik, seine Befürchtungen auch in diesen Monologen noch zuspitzen würden. Vielleicht sprengt sich einer dieser Gedanken auch den Weg frei und gipfelt in einen hysterischen Ausruf? Vielleicht sogar in einen Wutausbruch? Die inneren Monologe sind für mich der einzige heftige Schwachpunkt deiner Geschichte

Hm, das ist in der Tat eine interessante Anregung. Da muss ich grübeln, wie ich sie ausführe, ohne dass es aus dem Rahmen fällt. Danke für den Denkanstoß, und natürlich auch für das Lob!

Hardy, über deinen Kommentar habe ich mich sehr gefreut. Ich weiß ja, dass du eher realistische, "bodenständigere" Texte bevorzugst, von daher fühlte ich mich sehr geehrt, dass du meinem Geschwafel hier dennoch was abgewinnen konntest - die Story ist ja schon sehr spezifisch.

Hardy hat Folgendes geschrieben:
Glaube eine Nominierung ist drin

Ich ahne Schlimmes, denn ich erinnere mich noch, wie du eine Gruselgeschichte von mir unter "Liebesszene" nominiert hast lol


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BeitragVerfasst am: 01.03.2009 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Ich wünschte, ich könnte Geschichten schreiben so wie du Rezensionen.

Das hätte aber zur Folge, dass du keine Geschichten mehr schreiben könntest. Confused

Was Golgatha angeht: Die Bibel liegt nur eine Armeslänge von mir entfernt, aber ich habe gerade keine Lust, nachzuschlagen. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn eigentlich geht beides, wenn ich Fickipedia glauben darf.

Und was den Wahnsinn in den inneren Monologen betrifft: Wie singt Tobias Sammet noch in "Land of the miracle"? "Open up the book of madness, read the page of life." Laughing


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BeitragVerfasst am: 01.03.2009 13:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ach Krümel, es ist schon ein Kreuz mit dir. Wenn Quasi das Geschwafel nicht übersetzen könnte, würde ich es nie bodenständig verstehen. Natürlich sind deine Gedankengänge manchmal etwas utopisch für mich, weil man es sicherlich einfacher formulieren könnte. Aber du bist ja nich de breeete Masse.

Sicherlich ist es nicht schlecht einen Horror zum Liebesroman zu deklassieren, oder umgekehrt. Wer weiß heute schon, was was ist? lol
Rauch, hust. Nein, war mein Glimmstengel, Entschuldigung. Sig

Hardy
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 01.03.2009 19:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hardy-Kern hat Folgendes geschrieben:
Ach Krümel, es ist schon ein Kreuz mit dir. Wenn Quasi das Geschwafel nicht übersetzen könnte, würde ich es nie bodenständig verstehen.

Mist, Frollo hat von Quasi zu wenig verlangt für den Interpretationskurs ...  Mad
lol


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BeitragVerfasst am: 01.03.2009 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube die bösen Buben haben sich abgesprochen. Muss mal über eine
Züchtigung nachdenken. Geißeln genehm? Evil or Very Mad

Hardy
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 04.03.2009 13:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier kommt die verbesserte Fassung. Ich habe einige Absätze umgestellt, Metaphern geklärt, Längen herausgenommen ... hoffe ich zumindest.

Der Raum musste leer sein, wenn sie kamen: leer, ausgebrannt, steril.
Wie ein hypnotischer Befehl pulsierte in seinem Verstand: Er musste das Tagebuch vernichten. Sie durften es nicht finden. Kein Gedanke widerstrebte ihm so sehr wie die Ahnung, was sie über sein Geschreibsel denken, was sie in ihre Protokolle schreiben würden. Dann würden sie sich im Recht wissen. Nein, nicht einmal das spielte eine Rolle. Aber sie würden wissen … sie würden ihn kennen …
Vor dem Feuer fürchtete er sich nicht; ihn erwarteten andere Gefahren. Auch wenn sich das Feuer als Quelle des Rauches ausgab, war es nichtig. Der Rauch war ein lebendiges Wesen – vielleicht das einzig Lebendige in diesem Raum.
Nur dieser körperlose Dämon brachte es fertig, zusammen mit den Tagebuchseiten auch die darauf festgehaltenen Erinnerungen zu verschlingen. Er vermochte nicht mehr zu sagen, was auf den Einträgen stand, an denen sich der Qualm gütlich tat. Und dieser speiste gemessen, umschlich seine Opfer quälend zärtlich wie ein Raubtier, das seiner Übermacht gewahr ist. Als Aperitif dienten seine Schleimhäute; doch in der Hitze verschafften die rinnenden Tränen kaum Kühlung.   
Er schritt über die Feuerstelle in der Mitte seines Zimmers hinweg, ohne es zu merken. Pausenlos sprang der Blick seiner Augen umher, glänzend von Tränen und von dem Fieber, das ihn von innen nach außen verzehrte.
Inmitten erstickender Schwaden glimmte noch der Computerbildschirm, zu seinen Füßen eine Golgatha gelöschter CDs. Ein geblendetes Auge, hinter dem alles Gesehene ins Nichts entschwunden war. Aber er hatte nicht genug getilgt. Selbst leer barg die Computerleiche zu viele Informationen. Sie kannten unzählige Kniffe …  
Nur eine Lösung war in Sicht. Er riss das Fenster auf und zuckte zurück vor dem Schock. Als ein frostiger Windstoß den Qualm verdrängte, glaubte er fast, ein wütendes Zischen zu vernehmen. Dies war sein grauer Retter, der gegen die frische Luft protestierte.
Vergib mir, Rauch.
Mit aller Kraft, die seine ausgezehrten Arme noch gaben, hob er den Rechner aus seiner Halterung, höher, höher … und ließ ihn aus dem Fenster stürzen. Den Aufprall hörte er ebenso wenig wie vorhin das Geräusch, mit dem Kabel aus den Steckdosen gerissen wurden.
Sie würden das Wrack unten finden, es wies ihnen den Weg zu ihm.
Aber kannten sie nicht schon längst sein Versteck?
Während er sich den rußigen Schweiß von der Stirn wischte, hetzte sein Blick weiter. Die blutbefleckte Bettdecke war kaum zu erkennen unter dem Berg verstreuter Bücher. Wälzer in Umschlägen, die Panzern glichen, neben zarten, zerfledderten Taschenbücher – manche zusammengepresst wie Lippen, die kein Geheimnis hinauslassen wollten, andere aufgerissen, als riefen stumme Papiermünder um Hilfe.
Sie alle verbrennen? Das Feuer war schon fast satt, der Rauch – kaum zu glauben! – ebenfalls.
Verstecken? Keine Zeit. Bald kamen sie … und dieser Teil seines Selbst würde ihnen ungeschützt entgegenschreien. Sie würden die Bücher sehen, ihren Teil denken – aber würden sie unterscheiden können, welche dieser Schriften er verschlungen und welche er achtlos beiseite geworfen hatte? Ahnten sie, auf welchen der Seiten einst seine Tränen trockneten?
Das und noch viel mehr. Die Bücher waren Schlüssel zu seiner Welt … und sie, waren sie nicht ausgebildet, um die passenden Türen zu finden? Wenn er Glück hatte, würde er nicht mehr hier sein, wenn sie kamen. Aber was, wenn sie nicht schweigend notierten, sondern ihn zum Erklären zwangen? Sie hatten ihre Mittel und Wege. Nicht erklären … bloß nichts erklären müssen …
Erst meinte er, Schritte zu hören, doch es war sein Herzrasen, das ihm einen Streich spielte. Er starrte an den Wänden seines Verstecks entlang. Wo der Rauch noch keine Spuren hinterlassen hatte, prangten helle Rechtecke wie Wunden, von denen man das Pflaster zu früh abgerissen hatte. Und ebenso hatte es geschmerzt, die Bilder zu vernichten. Doch jedes Poster, jedes Foto, jede Reproduktion hätte ihnen als Steckbrief gedient.
Der Steppenläufer eines Lachens purzelte durch seine wüstentrockene Kehle. Keine Bilder mehr von diesem Teil seines Ichs.
Dennoch quälte ihn die Frage: Würden schon die Spuren an der Wand, diese Muster, nicht genug erzählen?
Weiter, weiter. Welche Dinge könnten ihm noch zum Verräter werden?
Er musterte seinen alten Schreibtisch, der diesen Namen nicht mehr verdiente. Die leeren Essensbehälter hatte er nicht weggeräumt. Wenn sie erfuhren, wovon sich sein Herz und sein Verstand nährten, welche Rolle spielte es dann, ob sie seinen Nahrungsplan kannten?
Auf seinem letzten Kontrollgang eilte er ins Badezimmer. Die Spiegelscherben zerschnitten seine bloßen Füße, doch sein fiebriges Interesse galt einzig dem Medizinschränkchen. Hatte er etwas vergessen?
Was noch nicht in der Toilette versenkt, versteckt oder verbrannt worden war, lag im Schränkchen verstreut. Was würden sie aus seinen Kopf- oder Zahnschmerzen schlussfolgern? Selbst ein unberührtes Verbandspäckchen war für sie besser als ein Fingerabdruck. Aber …
Ein Pochen an der Tür. Ein Signal, welches nicht einmal sein Herz übertönen konnte. Sie kamen, die Scherben aufzusammeln. Berichte auszufüllen. Rückblicke zu definieren.
Sie kamen, ihn zu holen.


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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 04.03.2009 17:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

...vertont! Viel Spaß beim Zurücklehnen und Zuhören!
Im Vorlesen, gerade von Prosatexten, habe ich nicht viel Erfahrung - von daher freue ich mich über jede Kritik!


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Valeska
Waldohreule

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BeitragVerfasst am: 04.03.2009 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

Oooooch, dein Akzent ist aber süß! love Deine Stimme mag ich!

Kommentar folgt! smile


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Valeska
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BeitragVerfasst am: 04.03.2009 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Also erstmal insgesamt zum Text: Den finde ich ganz gut gelungen, dieser Verfolgungswahn kommt ziemlich gut rüber. Hab daher auch nicht so viele Anmerkungen, nur drei Kleinigkeiten:

Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Er vermochte nicht mehr zu sagen, was auf den Einträgen stand, an denen sich der Qualm gütlich tat.

Ich hätte geschrieben: in den Einträgen


Zitat:
Wälzer in Umschlägen, die Panzern glichen, neben zarten, zerfledderten Taschenbücher –

Taschenbüchern


Zitat:
Sie würden die Bücher sehen, ihren Teil denken – aber würden sie unterscheiden können, welche dieser Schriften er verschlungen und welche er achtlos beiseite geworfen hatte? Ahnten sie, auf welchen der Seiten einst seine Tränen trockneten?

Wenn man's genau nimmt, ist der letzte Satz vorzeitig und müsste ins PQP, oder? Aber trockneten klingt viel schöner als getrocknet waren ... sad


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Enfant Terrible
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 04.03.2009 19:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Valeska hat Folgendes geschrieben:
Oooooch, dein Akzent ist aber süß! love

  grr  


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Hardy-Kern
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BeitragVerfasst am: 04.03.2009 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Nachdem ich die Interpretationspeitsche herausgeholt hatte, meinte Quasi: glaube ich hab's verstanden. Hast du gut gemacht. Smile
Dass du von Prosa keine Ahnung hast ist wohl "Etwas" übertrieben. Laughing

Hardy
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Valeska
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BeitragVerfasst am: 04.03.2009 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Und nun auch noch zur Audioaufnahme: Schlecht liest du nicht (wenn ich den Text jetzt lese, hab ich immer gleich deine Stimme im Ohr, das ist sicherlich kein schlechtes Zeichen!), aber meiner Meinung nach könntest du noch einiges verbessern.

Insgesamt liest du zu langsam, machst zu viele Pausen in den Sätzen, finde ich. Es klingt noch ziemlich eintönig momentan, du solltest mehr Variation in dein Sprachtempo bringen, spannende Stellen schneller lesen, um Atemlosigkeit zu erzeugen – und dann im Ausgleich an anderen Stellen mal eine kurze Pause lassen, um den Zuhörer mal Luft schnappen zu lassen. Mit solchen Pausen kannst du auch wichtige Sätze betonen.

Gegen Ende des Textes machst du das schon sehr gut, am Anfang fehlt es mir noch.


Weil das jetzt alles sehr theoretisch klingt, mal Beispiele dazu:

Ich hab mal den Anfang hergenommen und überall, wo du für mein Empfinden eine zu lange Pause machst, ein // eingefügt:

Der Raum musste leer sein, wenn sie kamen: leer, ausgebrannt, steril.
Wie ein hypnotischer Befehl // pulsierte in seinem Verstand: Er musste das Tagebuch vernichten. Sie durften // es nicht finden. Kein Gedanke widerstrebte ihm so sehr wie die Ahnung, was sie // über sein Geschreibsel denken, was sie // in ihre Protokolle schreiben würden. Dann // würden sie sich im Recht wissen. Nein, nicht einmal das spielte eine Rolle. Aber sie würden wissen … sie würden ihn kennen …
Vor dem Feuer // fürchtete er sich nicht; ihn erwarteten andere Gefahren. Auch wenn sich das Feuer // als Quelle des Rauches // ausgab, war es nichtig. Der Rauch // war ein lebendiges Wesen – vielleicht das einzig Lebendige // in diesem Raum.
Nur dieser körperlose Dämon brachte es fertig, zusammen mit den Tagebuchseiten // auch die darauf festgehaltenen Erinnerungen zu verschlingen.



Und im dann folgenden Abschnitt könntest du gut mit dem Sprachtempo spielen, um den Zuhörer richtig in die Geschichte zu ziehen:

Er vermochte nicht mehr zu sagen, was auf den Einträgen stand, an denen sich der Qualm gütlich tat.

Nach diesem Satz würde ich eine etwas längere Pause vorschlagen – das macht neugierig, gibt dem folgenden mehr Gewicht und würde auch den Wechsel vom Sinnieren des Protagonisten zum verbildlichten Feuer akustisch kennzeichnen. Und was jetzt folgt, könntest du schneller lesen, um die Bewegung zu veranschaulichen – generell würde ich raten, immer wenn du irgendwelche eindringlichen, bewegten Stellen hast, auch mit der Stimme schneller, bewegter werden:

Und dieser speiste gemessen, umschlich seine Opfer quälend zärtlich // wie ein Raubtier, das seiner Übermacht gewahr ist. Als Aperitif // dienten seine Schleimhäute; doch in der Hitze // verschafften die rinnenden Tränen // kaum Kühlung (kürzer sprechen).

Und dann würde sich wieder eine längere Pause anbieten, den hiernach schwenkst du um zum Protagonisten, der jetzt erstmals was anderes macht als nur nachdenken:

Er schritt über die Feuerstelle // in der Mitte seines Zimmers hinweg, ohne es zu merken. Pausenlos // sprang der Blick seiner Augen umher, glänzend von Tränen // und von dem Fieber, das ihn // von innen nach außen verzehrte.

Und diesen letzten Satz würde ich dann wieder in einem Atemzug rasch weglesen – das gibst du dir selbst vor mit dem Wort pausenlos.


Und weil's so schön war, noch ein paar Stellen, an denen Tempo gut wäre, weil es hastige, bewegte Sätze sind:

Nur eine Lösung war in Sicht. Er riss das Fenster auf und zuckte zurück vor dem Schock. (...)

Während er sich den rußigen Schweiß // von der Stirn wischte, hetzte sein Blick weiter. Die blutbefleckte Bettdecke // war kaum zu erkennen // unter dem Berg verstreuter Bücher. Wälzer in Umschlägen, die Panzern glichen, neben zarten, zerfledderten Taschenbücher – manche zusammengepresst wie Lippen, die kein Geheimnis hinauslassen wollten, andere aufgerissen, als riefen stumme Papiermünder um Hilfe.
Sie alle verbrennen? Das Feuer war schon fast satt, der Rauch – kaum zu glauben! – ebenfalls.
Verstecken? Keine Zeit. Bald kamen sie … und dieser Teil seines Selbst würde ihnen ungeschützt entgegenschreien. Sie würden die Bücher sehen, ihren Teil denken – aber würden sie unterscheiden können, welche dieser Schriften er verschlungen und welche er achtlos beiseite geworfen hatte?


Und dann würde ich wieder Pausen einlegen, um den Absatz oben von dem jetzt folgenden, für meine Augen (oder eher Ohren) wichtigen Satz akustisch abzusetzen:

Ahnten sie, auf welchen der Seiten einst seine Tränen trockneten?

Das ist die Frage, auf die du mit dem Satz davor hingearbeitet hast – also solltest du sie dann auch entsprechend präsentieren, ihr genug Raum (Zeit) geben. Also vorher und hinterher eine kleine Sprechpause.


Ja. Also, das war's dann erstmal.


Ich hoffe, ich hab dich jetzt nicht völlig erschlagen. Und natürlich ist es subjektiv, es gibt bestimmt Stellen, an denen ich schnell lesen würde, die du aber ganz langsam und Silbe für Silbe betont besser findest. wink

Ich denke, du kannst aus dem Text ne ganze Menge rausholen und deine Stimme passt auch gut dazu, außerdem steigerst du dich in meinen Augen schon während des Textes – während ich es am Anfang noch als etwas holprig empfand, hat das Ende mich schon deutlich mehr mitgerissen. Also: Daumen hoch Du packst das!


LG wink
Vale


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BeitragVerfasst am: 04.03.2009 20:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wow, eine Tonrezension love Du weißt gar nicht, wie sehr mir das weiterhilft, vielen vielen Dank! Daumen hoch
Das mit dem viel zu langsamen Lesen hat zwei Gründe, glaube ich. Erstens: Ich nuschle. Um den Akzent und den Sprachfehler zu bekämpfen, lese ich automatisch langsam und betont, damit jeder Laut klar herauskommt. Zweitens neige ich eigentlich dazu, eher zu schnell zu sein ... eben diesem Effekt habe ich entgegenzuwirken versucht.
Deine Tipps mit den Pausen und dem Schnellerwerden sind ganz große Klasse, wenn ich einen neuen Text vorlese, werde ich auch jeden Fall darauf achten!


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Valeska
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BeitragVerfasst am: 04.03.2009 20:18    Titel: Antworten mit Zitat

Die erste Tonrezension meines Lebens^^ Wenn sie dir hilft, kann ich meine gute Tat für heute wohl als getan betrachten. lol

Das mit dem Akzent nimmst du mir doch hoffentlich nicht übel? Ich finde es wirklich nett, besonders, wie du das Wort "Geschreibsel" sprichst. Verstecken

love


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BeitragVerfasst am: 04.03.2009 20:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Valeska hat Folgendes geschrieben:
Das mit dem Akzent nimmst du mir doch hoffentlich nicht übel?

Nee, ich nehme es meinem Stimmapparat übel  Rolling Eyes
Solche Tonrezensionen könntest du öfter mal machen! love


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BeitragVerfasst am: 09.03.2009 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Krümel!

Ein paar neue Dinge sind mir aufgefallen und ein paar alte, die mir damals nicht aufgestoßen sind.

Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Kein Gedanke widerstrebte ihm so sehr wie die Ahnung, was sie über sein Geschreibsel denken, was sie in ihre Protokolle schreiben würden. Dann würden sie sich im Recht wissen.

Darüber bin ich beim ersten Mal zum Beispiel nicht gestolpert: Würde er seine Tagebuchseiten wirklich so abfällig als „Geschreibsel“ bezeichnen?

Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Nur dieser körperlose Dämon brachte es fertig, zusammen mit den Tagebuchseiten auch die darauf festgehaltenen Erinnerungen zu verschlingen. Er vermochte nicht mehr zu sagen, was auf den Einträgen stand, an denen sich der Qualm gütlich tat.

Hier kommst du in die Zwickmühle. Lies dir die beiden Sätze mal durch – und dann sag mir, worauf sich „er“ im ersten Moment bezieht.

Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Und dieser speiste gemessen, umschlich seine Opfer quälend zärtlich wie ein Raubtier, das seiner Übermacht gewahr ist. Als Aperitif dienten seine Schleimhäute; doch in der Hitze verschafften die rinnenden Tränen kaum Kühlung.

 
Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Als ein frostiger Windstoß den Qualm verdrängte, glaubte er fast, ein wütendes Zischen zu vernehmen. Dies war sein grauer Retter, der gegen die frische Luft protestierte.

Das ist meiner Meinung nach zu dick aufgetragen. Die Metaphorik scheint im Vordergrund zu stehen, nicht die Aussage.

Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Wälzer in Umschlägen, die Panzern glichen, neben zarten, zerfledderten Taschenbücher – manche zusammengepresst wie Lippen, die kein Geheimnis hinauslassen wollten, andere aufgerissen, als riefen stumme Papiermünder um Hilfe.

Taschenbüchern
 
Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Wo der Rauch noch keine Spuren hinterlassen hatte, prangten helle Rechtecke wie Wunden, von denen man das Pflaster zu früh abgerissen hatte.

Warum eigentlich zu früh? Hätte man die Pflaster zu früh abgerissen, wäre die Haut doch noch nicht so hell, als hätte man sie länger draufgelassen.

Terrorkrümel hat Folgendes geschrieben:
Der Steppenläufer eines Lachens purzelte durch seine wüstentrockene Kehle.

„Purzeln“ ist mir zu drollig und unzutreffend. „Kroch“ oder „schob/schleppte sich“ finde ich trefflicher. „Wüstentrocken“ ist strenggenommen überflüssig wegen des Steppenläufers. Der Satz verliert nicht an Aussage, wenn man es weglässt.



Fazit: Ich bin ehrlich gesagt unschlüssig, ob du diese Geschichte verschlimmbessert oder nur unmerklich verändert hast. Verrenn dich nicht bei deinen Metaphern. So schön sie im ersten Moment auch klingen mögen: Sind sie wirklich zielführend?

Beste Grüße,

Martin


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