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yt
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BeitragVerfasst am: 05.02.2009 11:24    Titel: Übersehen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Übersehen

Regenwasser hatte sich in meinen Schuhen gesammelt. Jeder Fetzen Stoff war durchtränkt. Mein Handy hatte es schon erwischt, es war in der Brusttasche ertrunken. An Empfang war bei diesem Wetter ohnehin nicht zu denken und wenn ich nicht bald aus diesem Monsun heraus käme, würde es mich sicherlich auch noch dahinraffen. In der Ferne konnte ich die Lichter von mehreren Fahrzeugen sehen. Sie fuhren nicht in meine Richtung. Ich bemühte mich die verschlungenen Waldwege zu finden, doch der Boden war überschwemmt und so konnte ich spontane Sturzbäche und Waldweg nicht mehr unterscheiden. Ich sehnte mich zurück nach Zivilisation, Kaffee und eine Zigarette. Dort wo die Autos hergekommen waren, schimmerte schwach ein Licht. Es war eine letzte verdammte Chance, denn der letzte Lichtschein des Sonnenuntergangs drohte der Finsternis zu weichen und würde mich in der freien, ach so gesunden Natur einsperren. Brutal riss es mich von den Füßen, als eine Wurzel meinen Knöchel, gegen die Kraft meines Körpers am Boden festhielt. Ich schrie vor Schmerz auf,  und es war nur ein milder Trost, dass der schlammige Boden meinen Aufschlag abmilderte. Ich war doch nicht im Krieg. Das war kein Horrorfilm. Ich hatte mich nur im Regen ausgesperrt. Blockhütten Idylle.  Ich sah schon die Schlagzeile, Student bei Diplomarbeit um seltene Insekten und Käfer tödlich verunglückt. Meine Brille war irgendwo im Matsch stecken geblieben, als ich mein Gesicht heraus zog um Luft zu bekommen. Die fehlende Brille würde meine Überlebenschancen nicht steigern. Heldenhaft zwang ich mich aufzustehen, und humpelte so gut es nur ging, gegen Wind, Wetter und Natur den leichten Hang herauf, aus der ich das blasse Schimmern noch erahnen konnte.

Die Richtung war richtig. Das Schimmern wurde stärke, und immer öfter konnte ich die Außenlichter einer Hütte, zwischen den Bäumen hindurch erspähen. Ein weiteres Fahrzeug war fortgefahren. Der letzte macht das Licht aus, fuhr es mir durch den Kopf, das beschleunigte mein Humpeln. Nass bis auf die Unterhose, und in den Schuhen hatten sich nun Schlick und Tannennadeln zu einer brutalst möglichen Folter entwickelt. Ich war ein Weichei. Ein Loser. Ein Warmduscher, ein Idiot, Pimpf, Hämpfling, weinender.... so nah an schien das rettende Haus, doch ich hielt es nicht mehr aus. Ich warf mich stumpf in den Matsch, zog die Schuhe aus, und spülte sie in einem der zahlreichen kleinen Regenströme durch. Ein paar Tannennadeln, die ich erfühlen konnte zog ich aus den Strümpfen, dann, hastete ich überstürzt wieder los. Die Außenlichter erloschen. Ich wollte schneller laufen, aber der mahnende Schmerz im Knöchel erinnerte mich an meinen Unfall und wie gemein diese Natur zu mir war. Ein Automotor startete in der Ferne, ich konnte es hören, ich rief, aber verstummte sofort, als mir klar wurde, welch bescheuerter Idiot ich war. Jetzt war dieser jemand im Auto. Im strömenden Regen. Bei laufendem Motor. Ich hätte viel eher rufen müssen.

Ich erreichte ein flaches, recht großes, Betongebäude. Eine Sporthalle. Und was noch viel besser war, es brannte innen noch Licht. Ein Auto stand etwas abseits auf einem Parkplatz, der auch völlig überschwemmt war, doch es war wie Rettungsanker. Egal wer, niemand würde bei diesem Regen zu Fuß nach Hause gehen, es sei denn es gab noch einen zweiten Trottel wie mich. Das Flachdach entledigte sich der Wassermassen an allen Seiten des Gebäudes in kleine Sturzbäche. Ich musste um das Haus herum gehen, da ich anscheinend auf der Rückseite der Sportanlage angekommen war. Ich entschied mich gegen den Uhrzeiger Sinn um das Haus zu gehen, an der Seite entlang, an der auch der PKW parkte. Es blieb die Rückseite. Toll. Aus zwei Möglichkeiten hatte ich die verkehrte gewählt. Der Weg endete an einem Maschendrahtzaun für einen Tennisplatz. Glück im Unglück, an dieser Rückseite gab es einen Ausgang, und er war überdacht, mit einem kleinen Wellblech Dach. Ich rüttelte an der Tür, aber sie war natürlich verschlossen. Es war unbeschreiblich schön, einen Moment lang aus diesem Regen heraus zu sein. Durch die Glastür an der Rückseite war ein schmaler Flur erkennbar von dem verschiedene Türen abgingen. Vermutlich Umkleidekabinen. Dann plötzlich, blitzte es heftig und ich sah für einen Moment ganz deutlich mein Spiegelbild in der Glastür. Ein Donnerschlag, als sollte mein Bild gesprengt werden, folgte dicht darauf.


Ich sah Furcht erregend aus. Die langen Harre klebten am blass blauen, unterkühlten Gesicht. Die Kleidung völlig verdreckt und klatschnass, so dass alles an mir herunter hing. Ein vermoderter Zombie hätte mich selbst kaum mehr überrascht. Mir fröstelte es von meinem eigenen Anblick. Das prasseln des Regens auf dem Wellblech Dach änderte die Klangfarbe und riss mich aus meiner Leichenstarre. Tatsächlich regnete es nun noch heftiger. Es war unglaublich. So schnell ich konnte lief ich zurück, wieder um die Sportanlage herum. Wenn der Besitzer des PKWs den Hinterausgang nahm wäre ich gekniffen. Positiv denken.
Die Längsseite war unbeleuchtet, und Fensterlos. Es war mittlerweile Stock finster, und so wäre ich auch beinahe noch über einen größeren langen Kasten am Boden gestolpert. Ein weiterer Notausgang war an einem schwachen Lichtschein zu erkennen, doch auch dieser war selbstverständlich von außen verschlossen. Endlich hatte ich die Front erreicht. Eine sehr zweckmäßige Gestaltung des Vordereingangs mit Fahrradboxen und schlichten Bänken. Der Eingang hatte die übliche Luftschleuse aus zwei breiten doppelten Glastüren, durch der Schein einer einsamen Neonröhre ihren Energiesparbeitrag leistete. Ich setzte ein Stoßgebet ab, griff nach dem Stählernen Handlauf der Tür, und zog.

(Ende Teil 1)

Moin,

Ich hoffe die Sintflutartigen Regenfälle kommen schnell genug zum tragen, und auch die Situation, ausgesperrt *Schluessel etc verloren*, ist klar genug?

Mit trockenen Grüßen,
yt

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uffjedn
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BeitragVerfasst am: 05.02.2009 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Prima Stimmung, spannend spannend.
Unbedingt weiter machen!

Paar Sachen sind noch etwas überspitzt, zb das ertrunkene Handy.
Auch die Wiederholung von "Sturzbäche" hat mich etwas gestört.

Den einen Absatz beendest du mit helfenhaft, dann kommt der Loserkram - hier entweder eine größere Lücke schaffen und den einen Absatz noch prolliger daher kommen lassen oder von vorneherein die Weicheischiene fahren.

Geil ist die Stelle mit Blitz und Donner!


_________________
sagt Paul.
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yt
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BeitragVerfasst am: 05.02.2009 14:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mahlzeit,

vielen Dank, die Kritikpunkte sehe ich ausnahmslos als berechtigt und ich werde eine Hunderschaft mit Bier versorgen, die mich dazu peitscht.

Ist die Uebertreibung mit dem Handy so abwaegig oder eher aus stilistischer Sicht ein falscher Stimmungseinsteiger? Ich kann es auch weglassen, denke ich. Handys empfinde ich ohnehin als Story Killer.

Aeh, und noch eine Frage. Ist es ok, wenn der "Anti-Held" nicht erst lang nach seiner Brille tastet oder stoesst das dem Leser als etwas uebereilt vor den Kopf?

Mit angespornten Grüßen,
yt
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uffjedn
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BeitragVerfasst am: 05.02.2009 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

Der Nachsatz mit dem ertrunkenen Handy passt einfach nicht, zuviel Detail. Dass es aufgrund der Nässe nicht funktioniert und die Überlegungen des AH darob sind vollkommen ausreichend. smile
Handy ist auch ein doofes Wort, ich ganz persönlich bevorzuge Mobiltelefon. Also, im schriftlichen - gesprochen geht mir das Handy viel leichter über die Zunge.

Wie lange der junge Herr nach seiner Brille tastet finde ich vollkommen dir überlassen. Warum nicht in der ganzen Wetterscheisse zumindest mit dem verloren gegangenen Sehglas Glück haben? Ein langes Suchen natürlich gibt der Misere noch einen weiteren Schubs. Aber vielleicht brauchen wir als Leser ja kleine, kurze Hoffnungsschübe, hehe.


_________________
sagt Paul.
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BeitragVerfasst am: 05.02.2009 18:06    Titel: Re: Übersehen Antworten mit Zitat

Hallo YT,

das ist eine nette und lebhafte Geschichte, die ledigich ein stilistisch nachgearbeitet werden sollte. Wobei ich das Handy nicht so schlimm finde. Ich würde mir wünschen eniges etwas aktiver mit zu erleben. Wir erfahren bretterhart, dass der Parkplatz unter Wasser steht. Solche Dinge könnten vielleicht gerade entstehen, um ihnen den statischen Charakter zu nehmen. Dann bist du in die typische Falle aller Ich-Erzählungen getreten. Hab mal ein Absatz bearbeitet. Schau selbst.

Grüße

Bobbi

Regenwasser hatte sich in meinen Schuhen gesammelt. Jeder Fetzen Stoff war durchtränkt. Mein Handy hatte es schon erwischt, es war in der Brusttasche ertrunken. An Empfang war bei diesem Wetter ohnehin nicht zu denken und wenn ich nicht bald aus diesem Monsun heraus käme, würde es mich sicherlich auch noch dahinraffen. In der Ferne konnte ich die Lichter von mehreren Fahrzeugen sehen. Sie fuhren nicht in meine Richtung. Ich bemühte mich die verschlungenen Waldwege zu finden, doch der Boden war überschwemmt und so konnte ich spontane Sturzbäche und Waldweg nicht mehr unterscheiden. Ich sehnte mich zurück nach Zivilisation, Kaffee und eine Zigarette. Dort wo die Autos hergekommen waren, schimmerte schwach ein Licht. Es war eine letzte verdammte Chance, denn der letzte Lichtschein des Sonnenuntergangs drohte der Finsternis zu weichen und würde mich in der freien, ach so gesunden Natur einsperren. Brutal riss es mich von den Füßen, als eine Wurzel meinen Knöchel, gegen die Kraft meines Körpers am Boden festhielt. Ich schrie vor Schmerz auf,  und es war nur ein milder Trost, dass der schlammige Boden meinen Aufschlag abmilderte. Ich war doch nicht im Krieg. Das war kein Horrorfilm. Ich hatte mich nur im Regen ausgesperrt. Blockhütten Idylle.  Ich sah schon die Schlagzeile, Student bei Diplomarbeit um seltene Insekten und Käfer tödlich verunglückt. Meine Brille war irgendwo im Matsch stecken geblieben, als ich mein Gesicht heraus zog um Luft zu bekommen. Die fehlende Brille würde meine Überlebenschancen nicht steigern. Heldenhaft zwang ich mich aufzustehen, und humpelte so gut es nur ging, gegen Wind, Wetter und Natur den leichten Hang herauf, aus der ich das blasse Schimmern noch erahnen konnte

der erste Absatz sollte reichen.   Rolling Eyes

schaffensreiche Grüße

Bobbi

PS. Kann eine gute Übung empfehlen. Drei Normseiten einer Ich-Erzählung ohne die Worte "ich" und "mich".
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yt
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BeitragVerfasst am: 05.02.2009 18:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Moin,

Danke Bobbi dir, der Zaun wink fehlte mir, Ich.

Zitat:
Wir erfahren bretterhart, dass der Parkplatz unter Wasser steht.

Ja, ich glaube zu erahnen, was du mir sagen willst.

Beispiel:
Man hätte dabei zu sehen können, wie der Parkplatz sich in ein Hafen verwandelte, wäre man 10 Minuten zuvor hier gewesen.

? This way ? oder

Ich sah wie der Parkplatz sich in einen Hafen verwandelte, und konnte beinahe zugucken wie der Wasserpegel an der Boardsteinkante kletterte.
(Leider hatte er sein Brille nicht)


@uffjedn
Die Miesere muss an dieser Stelle nicht schon angeheizt werden. Ehrlich smile *kichert*  

Aber zuerst werden die Ichse einer Diät unterzogen, und dann nach mal in mich gehen und das aktive suchen. Die nächsten 2000 Wörter stehen schon, und die müssen jetzt mal stilistisch poliert werden.

Mit dankbaren Grüßen,
yt
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BeitragVerfasst am: 05.02.2009 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="yt"]Moin,

Danke Bobbi dir, der Zaun wink fehlte mir, Ich.

Keine Ursache

Zitat:
Wir erfahren bretterhart, dass der Parkplatz unter Wasser steht.

Ja, ich glaube zu erahnen, was du mir sagen willst.

Beispiel:
Man hätte dabei zu sehen können, wie der Parkplatz sich in ein Hafen verwandelte, wäre man 10 Minuten zuvor hier gewesen.
? This way ? oder
Ja, und eine Möglichen Lösung hast du selbst schon zittiert. Irgendwas wie, der Pegel auf dem Parkplatz stieg (...) Es könnte helfen die Geschehenisse mit den Erlebnissen des Protagonisten zu synchronisieren.

Zitat:
Ich sah wie der Parkplatz sich in einen Hafen verwandelte, und konnte beinahe zugucken wie der Wasserpegel an der Boardsteinkante kletterte.
(Leider hatte er sein Brille nicht)

Die fehlende Brille wird nicht akzeptiert.   Rolling Eyes der Parkplatz wurde erwähnt, also auch gesehen   Laughing

Grüße

Bobbi
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yt
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BeitragVerfasst am: 06.02.2009 10:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Moin moin,

@Bobby, schon klar, aus der Nummer komm ich nicht so einfach heraus.  Doch es ist nicht einfach. Ganz ehrlich, wer hätte gedacht das Schreiben soviel Mühe und Feinheiten beinhaltet, wenn man ernsthaft versucht mehr als 1000 Wörter in sinnvollem Zusammenhang zu bringen. Den Leser dabei nicht zu ermüden ist eine Kunst. Die "Ich erzählung" empfinde ich als schwer zu schreiben, und freue mir dann doch eine alternative Einfällt. Mit dem aktiv,... puh, aktiv in der Vergangenheitsform einer Ich Erzählung. Menno, was hab ich mir da eingebrockt. Aber deswegen bin ich ja hier :)

Gibt es eigentlich eine Faustformel wieviel "Ich" erträglich ist?


Ich fahre fort mit dem 2. Teil, so ist es für euch sicher angenehmer. Und hoffe dass ich aus der Kritik des ersten Teils gelernt habe.

Mit meinen Grüßen,
yt


Fortsetzung:

Die Tür war nicht verschlossen, endlich wendete sich das Blatt zu meinen Gunsten. Die Schleuse war mit einem Bewegungsmelder ausgestattet und kündigte meinen Besuch an. Trotzdem blieben meine Schritte zögerlich, bedacht darauf niemanden zu überfallen. Keine Menschenseele war zu sehen. Ein leerer Tresen, füllte den halben Raum aus. Ich wollte ein Hallo rufen, musste aber feststellen, dass  Kälte und Regen meiner Stimme, bei diesem Dauerlauf doch ganz schön übel mitgespielt hatten. Ich krächzte ein paar freundlich Worte, die aber ungehört verhallten. Der Tresen war sauber, leer und geschlossen, die Kassenschublade offen um Vandalismus zu verhindern. Bei meinem derzeitigen Anblick, wäre Vandale noch eine höfliche Anrede. Rechts des Tresens gab es eine verschlossene Tür mit einer  ausgedruckten Beschriftung die auf ein Turnier hinwies. Ein kleines Stück weiter ging ein langer Korridor zu meiner linken ab, mit nur wenigen Türen auf der rechten und linken Seite. Ich rief noch einmal. Kleine Pfützen bildeten sich auf den Fliesen zu meinen Füßen. Auf der anderen Seite des Tresens bot sich ein fast spiegelbildlicher  Anblick. Zwei verschlossene Türen für Personal, und ein langer Korridor mit einer Brandschutztür die eine weitere Sicht erschwerte. Ohne Brille tanzten hinter dem dicken Glas der Tür nur noch Schemen. Ich rief auch hier noch einmal in den Korridor.

Wie ein Penner der Zuflucht sucht, wollte ich nun auch nicht hier warten, und es war bitter nötig aus den nassen Klamotte zu kommen. Meine Fingerkuppen waren schon verschrumpelt. Den Korridor erkundent klopfte ich an die erste Tür und zog daran. Sie war verschlossen. Drei,vier,  und nach der 5 Tür gab ich das Klopfen auf. Dann kam die Brandschutztür aus Stahl und Glas. Symetrie oder die Kunst der Dummen, offenbarte mir einen ebenso langen Korridor wie zuvor. Penibel sauber, mit Feuerlöscher und Aushang. An seinem Ende führte eine Tür zu den Sportanlagen im Freien. Dort musste ich vorhin gestanden haben. Ein großer durchtränkter Aschenbecher vor der Tür war mir in Erinnerung geblieben. Hinter mir schloss sich die Brandschutztür selbsttätig, und es blieben acht weitere Türen übrig. Alle Versuche blieben Erfolglos. Am Ende des Ganges angelangt, fiel mein Blick in das tobende Unwetter. Ein weiterer Blitzschauer offenbarte eine hoffnungslose Überschwemmung von blutrotem Sand der Tennisanlage. Auch in mir floss wieder Blut, ungünstiger Weise auch durch den Knöchel der nun mit pochendem Schmerz auf sich aufmerksam machte. Das hatte ich der warmen Luft aus den Heizungsschächten über mir zu verdanken.

Es blieb mir nichts anderes übrig als am Empfang zu warten, oder den anderen Gang auszuprobieren. In Gedanken verhangen machte ich kehrt, zurück zum Empfang. Sollte es eine Sinnestäuschung sein oder war es am anderen Ende gerade heller geworden? Etwas schneller, soweit es mein Fuß zuließ, eilte ich den Korridor zurück und war gerade durch die Glastür, als das Licht schlagartig schwächer wurde. Das darf jetzt nicht wahr sein. Ich rief, ich schrie etwas, ich biss die Zähne zusammen und rannte. Kaum erreichte ich die erste Tür der Luftschleuse, erspähte ich jemanden im Regen, vom Haus weg eilend. Dann verschluckte ihn der dichte Regen. Die Eingangstür war nun verschlossen. Mein Knie gaben nach und die Schwerkraft zog erbarmungslos an mir. Es war wie ein Alptraum. Während mein Fäuste gegen die Scheibe hämmerten, färbten die Rückleuchten eines PKWs den Regen in ein tiefes Rot und alle Hoffnungen schwanden mit ihnen. Das Licht des Bewegungsmelders der von mir ausgelöst wurde erlosch wieder. Das durfte nicht wahr sein. Auf der Außentür bemerkte ich einen Aushang und spiegelverkehrt zeigte sich in fahlem Neonlicht, was sich in dicken  Buchstaben durch das Papier gedrückt hatte: WINTERANFANG SAISON-ENDE.


Fortsetzung folgt.
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BeitragVerfasst am: 07.02.2009 13:09    Titel: es sind "nur" Feinheiten Antworten mit Zitat

@Bobby, schon klar, aus der Nummer komm ich nicht so einfach heraus.  Doch es ist nicht einfach. Ganz ehrlich, wer hätte gedacht das Schreiben soviel Mühe und Feinheiten beinhaltet, wenn man ernsthaft versucht mehr als 1000 Wörter in sinnvollem Zusammenhang zu bringen. Den Leser dabei nicht zu ermüden ist eine Kunst. Die "Ich erzählung" empfinde ich als schwer zu schreiben, und freue mir dann doch eine alternative Einfällt. Mit dem aktiv,... puh, aktiv in der Vergangenheitsform einer Ich Erzählung. Menno, was hab ich mir da eingebrockt. Aber deswegen bin ich ja hier smile

Gibt es eigentlich eine Faustformel wieviel "Ich" erträglich ist?

Antwort,
Jein, im Grunde bewegt man sich um oberen Ende, wenn man übt mit drei bis vier je Normseite auszukommen. Das sind aber Feinheiten, die von selbst kommen. Immerhin hast du mich im ersten Teil direkt in die Handlung gezogen.

Ich fahre fort mit dem 2. Teil, so ist es für euch sicher angenehmer. Und hoffe dass ich aus der Kritik des ersten Teils gelernt habe.

Mit meinen Grüßen,
yt


Fortsetzung:

Die Tür war nicht verschlossen, endlich wendete sich das Blatt zu meinen Gunsten. Die Schleuse war mit einem Bewegungsmelder ausgestattet und kündigte meinen Besuch an. Trotzdem blieben meine Schritte zögerlich, bedacht darauf niemanden zu überfallen. Keine Menschenseele war zu sehen. Ein leerer Tresen, füllte den halben Raum aus. Ich wollte ein Hallo rufen, musste aber feststellen, dass  Kälte und Regen meiner Stimme, bei diesem Dauerlauf doch ganz schön übel mitgespielt hatten. Ich krächzte ein paar freundlich Worte, die aber ungehört verhallten. Der Tresen war sauber, leer und geschlossen, die Kassenschublade offen um Vandalismus zu verhindern. Bei meinem derzeitigen Anblick, wäre Vandale noch eine höfliche Anrede. Rechts des Tresens gab es eine verschlossene Tür mit einer  ausgedruckten Beschriftung die auf ein Turnier hinwies. Ein kleines Stück weiter ging ein langer Korridor zu meiner linken ab, mit nur wenigen Türen auf der rechten und linken Seite. Ich rief noch einmal. Kleine Pfützen bildeten sich auf den Fliesen zu meinen Füßen. Auf der anderen Seite des Tresens bot sich ein fast spiegelbildlicher  Anblick. Zwei verschlossene Türen für Personal, und ein langer Korridor mit einer Brandschutztür die eine weitere Sicht erschwerte. Ohne Brille tanzten hinter dem dicken Glas der Tür nur noch Schemen. Ich rief auch hier noch einmal in den Korridor.

Wie ein Penner der Zuflucht sucht, wollte ich nun auch nicht hier warten, und es war bitter nötig aus den nassen Klamotte zu kommen. Meine Fingerkuppen waren schon verschrumpelt. Den Korridor erkundent klopfte ich an die erste Tür und zog daran. Sie war verschlossen. Drei,vier,  und nach der 5 Tür gab ich das Klopfen auf. Dann kam die Brandschutztür aus Stahl und Glas. Symetrie oder die Kunst der Dummen, offenbarte mir einen ebenso langen Korridor wie zuvor. Penibel sauber, mit Feuerlöscher und Aushang. An seinem Ende führte eine Tür zu den Sportanlagen im Freien. Dort musste ich vorhin gestanden haben. Ein großer durchtränkter Aschenbecher vor der Tür war mir in Erinnerung geblieben. Hinter mir schloss sich die Brandschutztür selbsttätig, und es blieben acht weitere Türen übrig. Alle Versuche blieben Erfolglos. Am Ende des Ganges angelangt, fiel mein Blick in das tobende Unwetter. Ein weiterer Blitzschauer offenbarte eine hoffnungslose Überschwemmung von blutrotem Sand der Tennisanlage. Auch in mir floss wieder Blut, ungünstiger Weise auch durch den Knöchel der nun mit pochendem Schmerz auf sich aufmerksam machte. Das hatte ich der warmen Luft aus den Heizungsschächten über mir zu verdanken.

Es blieb mir nichts anderes übrig als am Empfang zu warten, oder den anderen Gang auszuprobieren. In Gedanken verhangen machte ich kehrt, zurück zum Empfang. Sollte es eine Sinnestäuschung sein oder war es am anderen Ende gerade heller geworden? Etwas schneller, soweit es mein Fuß zuließ, eilte ich den Korridor zurück und war gerade durch die Glastür, als das Licht schlagartig schwächer wurde. Das darf jetzt nicht wahr sein. Ich rief, ich schrie etwas, ich biss die Zähne zusammen und rannte. Kaum erreichte ich die erste Tür der Luftschleuse, erspähte ich jemanden im Regen, vom Haus weg eilend. Dann verschluckte ihn der dichte Regen. Die Eingangstür war nun verschlossen. Mein Knie gaben nach und die Schwerkraft zog erbarmungslos an mir. Es war wie ein Alptraum. Während mein Fäuste gegen die Scheibe hämmerten, färbten die Rückleuchten eines PKWs den Regen in ein tiefes Rot und alle Hoffnungen schwanden mit ihnen. Das Licht des Bewegungsmelders der von mir ausgelöst wurde erlosch wieder. Das durfte nicht wahr sein. Auf der Außentür bemerkte ich einen Aushang und spiegelverkehrt zeigte sich in fahlem Neonlicht, was sich in dicken  Buchstaben durch das Papier gedrückt hatte: WINTERANFANG SAISON-ENDE.

im zweiten Teil bist du plötzich gänzlich ins Passiv gewechselt und es haben sich enige Schnitzer eingeschlichen. Unter anderem rutscht du einmal in die falsche Zeit.

vom Präteritum ins Perfekt. "Hatte" ist Perfekt und wird bei Rückblenden angewendet.

Zum Absatz bekommst du gesondert Antwort.

Gruß

Bobbi
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yt
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BeitragVerfasst am: 07.02.2009 13:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Moin Bobbi,

schoen das es dich gibt;)

Ich fuerchte ich muss doch noch mal in die Abendschule, oder mich anderweitig fortbilden. Fuer mich sind die Unterschiede schon so fein, dass ich gar nicht mehr mitbekomme wie ich in den Zeiten wechsel. 2 verschiedene Vergangenheiten, das war mir auch im Englisch schon zu viel.

Manchmal bekomme ich ein schlechtes Gewissen, wenn sich jemand die Muehe macht, solche Fehler aufzuzeigen, und ich sie am anderen Tag gleich wieder mache. Doch ich bin bemueht daraus zu lernen. Leider hapert es bei mir schon bei Grundbegriffen. *ich schieb das jetzt anstandshalber nicht auf mein Alter*

Ich habe mir all 3 Stellen angeschaut die in Fragen kommen.
"Ich wollte ein Hallo rufen, musste aber feststellen, dass Kälte und Regen meiner Stimme, bei diesem Dauerlauf doch ganz schön übel mitgespielt hatten."
Ein Schlussfolgerung des Protargonisten, erscheint mir korrekt in der Zeit.

"Das hatte ich der warmen Luft aus den Heizungsschächten über mir zu verdanken."
Auch hier leuchtet es mir nicht ein. Im Nachhinein wuerde ich:
"Das war der warmen Luft ... "
schreiben um ein weiteres Ich zu vermeiden.

Im letzten Satz, kann ich selbst auch nicht sagen, was richtig oder falsch ist.
was sich in dicken Buchstaben durch das Papier gedrückt hatte: WINTERANFANG SAISON-ENDE.
Es hatte sich durch das Papier gedrückt, irgendwann, ... das passierte ja nicht jetzt erst.

Wie gesagt, ich befürchte ohne entsprechenden Grundkurs wird es schwer. Oder es wird mir derart plausibel erklärt, wie das orbitale Atom Modell, mit solchen *hust* anfassbaren, und sichtbaren *grins*, Dingen komme ich deutlich besser klar smile

Gleich gefolgt davon muss mir die Komma Setzung noch mal mit der Peitsche und Brenneisen verdeutlicht werden.

Im Gegenzug kann ich dich gern mit dem BBCode vertraut machen. Der ist recht einfach.  Du makierst mit der Maus einfach den entsprechenden Text, und klickst auf die Symbole. Oder fügst die entsprechenden Zeichen selbst ein.
Code:
[b]Text[/b] = fett
[i]Text[/i] = kursiv
[quote]Text[/quote]  = Zitat
[u]Text[/u] = unterstrichen


Eine Hilfe findest du auch hier http://www.dsfo.de/fo/faq.php?mode=bbcode

Mit vielen Grüßen,
yt
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BeitragVerfasst am: 07.02.2009 17:39    Titel: Jetzt werden Nägel mit Köpfe gemacht...viel Spaß Antworten mit Zitat

Hallo YT,

ich habe deinen Text mal nicht bearbeitet und mich für eine sehr viel nützlichere Hilfestellung entschieden. Was hilft es, wenn ich den Text quasi lektoriere und am Ende vielleicht sogar ein besserer Text stünde, wenn du nicht verinnerlichen konntest, wie es dazu kam.  Ich empfehle dir das nachfolgende Auszudrucken, bis du sie vollkommen verinnerlicht hast. Es sind die die Zutaten einer jeden Erzählung.  

Vorab eine Erklärung zum Umgang mit der Zeit.
Eine Erzählung wird nicht ausschließlich in Echtzeit runter gekurbelt. Nur wichtige Ereignisse laufen in Echtzeit ab. Der Rest fällt dem Zeitraffer zum Opfer.

Beispiel: Zeitraffer: Die Besorgungen waren geschafft.

Beispiel Echtzeit: Becher für Becher nahm der die Joghurt-Becher aus der Tasche und sortierte sie, in Dreierreihen ausgerichtet, vor sich auf die Anrichte.

Die Erzählung
Jeder erzählerische Text besteht aus den folgenden drei Komponenten.
Handlung – Beschreibung – narrative Zusammenfassung.

Handlung: Sie ist das Rückgrat jeder Erzählung.
Handlung heißt etwas szenisch darzustellen. Also in Echtzeit ablaufen zu lassen. Man sieht den Akteuren zu wie sie irgendetwas tun. Zur Handlung gehören neben bewegte Abläufe (auch wackelnde Bäume und fahrende Autos) auch Dialog und Gedanken.

Beschreibung: Eine wichtige Zutat
Die Beschreibung liefert die sinnlichen Zutaten. Der Leser erfährt wie etwas aussieht, riecht, sich anfühlt oder schmeckt. Oft folgt die Beschreibung dem Text. Gelungener wirkt die Erzählung jedoch, wenn es gelingt sie unaufdringlich mit der Handlung zu verweben.

Narrative Zusammenfassung:
Mit dieser Komponente werden Texte verständlicher gemacht und ist im Grunde wie ein Bericht zu sehen. Sie ist die am wenigsten anschauliche Komponente der Erzählung und sollte deshalb mit größter Vorsicht und sparsam angewendet werden.  Sie ist der schlimmste Stolperstein aller „Anfänger“ und nebenher der häufigste Ausschlussgrund für Verlage und Wettbewerbsjuroren.

Deine intensivste Schwäche scheint die Trennung von Aktiv/Passiv zu sein. Hier nun eine Hilfe dass Problem effektiv unter Kontrolle zu bekommen. Ich greife dazu mal eine Szene aus einem bereits vorbereiteten Thriller auf, den ich demnächst angehen werde.

Orientierung:
Eine Frau bewohnt allein eine großzügig geschnittene Altbauwohnung in der dritten Etage. Sie hat guten Grund zur Annahme, dass sie von einem gefährlichen Individuum verfolgt wird. Deshalb hat sie es sich zur Gewohnheit gemacht die Fenster so zu verdunkeln, dass man von der Straße nicht sehen kann ob Licht brennt. Nachteil, ohne Licht ist ihre Wohnung stockfinster. Es ist mitten in der Nacht und sie schläft. Doch irgendwas reißt sie aus dem Schlaf.  

Wie wirkt folgende Erzählung auf dich?
                                                                 
Ohne dass sie den Grund kannte war sie aufgewacht und schaute sich in der Wohnung um. Dann hörte sie den Grund. Jemand machte sich an der Haustür zu schaffen. …


Schlapp nicht? Die Szene schafft es kaum einen Angsthasen in ähnlich einsamer Situation zur Gänsehaut zu verhelfen. Woran liegt das? Achte auf das gelbe "schaute".
Dort stand der Erzähler (im Geiste) während er die Zeilen schrieb und das ist der Grund für die schlaffen Aussage. Alles vor "schaute" war im Grunde bereits geschehen als das erste Wort geschrieben wurde. So hatte der Leser keine Chancen die Situation ins Kopfkino zu transportieren.

Hinweis
Diese Szene existierte bisher nur als Entwurf. Ich hab sie als Bespiel getippt und absichtlich eine „Bremse“ eingebaut, um dir vor Augen zu halten, wie schnell das gehen kann. Ich werde sie farblich hervor heben.

Wichtig ist anschaulich zu machen wo sich der Erzähler im Geiste zu positionerien hat, wenn er eine wichtige, aktive Szene angeht. Er muss von vorn, dort wo die Szene den tatsächlichen Anfang findet, beginnen. In folgender Erzählung steht der Autor über dem ersten Wort.
Achte auf die Textfülle und vor allem darauf, dass unten noch nicht einmal alles zu lesen ist was oben in drei Sätzen fourmuliert wurde.

Handlung        Beschreibung   Narrative Zusammenfassung


Sie richtete sich auf und konnte nicht sagen ob sie träumte oder ob sie wirklich erwacht war -, so vollkommen war die Dunkelheit. Erst als sie die pulsierenden Ziffern des Radioweckers sah, wusste sie, dass sie wirklich wach war. Aber warum? Es war drei Uhr in der Früh und außer dem monotonen Rauschen des PC-Kühles im Wohnzimmer herrschte Totenstille.Sie hatte es sich längst zur Gewohnheit gemacht ihn rund um die Uhr laufen zu lassen. Nur den Monitor nicht. Seit sie von einer Freundin gehört hatte. dass die explodieren können, schaltete sie ihn nach getaner Arbeit ab. Gewöhnlich hatte sie einen festen Schlaf und obwohl ihre Türen stets aufstanden hatte sie der PC nie gestört. Schnaufend ließ sie sich zurück ins Kissen sinken und kuschelte sich wieder ein.
Plötzlich schreckte sie abermals auf und spähte zur Tür: „Da war doch was!“, dachte sie und lauschte.
Der PC verstummte und es blieb eine gefühlte Ewigkeit still.
"Der war's", redete sie sich ein. Trotzdem war sie verunsichert und zog sich die Decke über den Kopf, als wäre sie ein Schutzpanzer. Der dünne Stoff gab ihr Sicherheit und half ihr zur Ruhe.
Aber die währte nur kurz. Sie wäre beinahe wieder  eingeschlafen, da schreckte sie vollends auf. Dieses Mal konnte sie sich nicht getäuscht haben. Von irgendwoher scharrte es leise. Ihr Herzschlag verdoppelte sich und ihr Atem vibrierte: „OH GOTT!“, dachte sie, „da ist jemand in mein Wohnzimmer! Nur ein paar Meter und ich werde entdeckt!“
Wieselflink flutschte sie aus dem Bett und flitzte auf Zehenspitzten zur Tür und drückte sich an die Wand…


Wenn du den Text auf dich wirken lässt, entlarven die Farben sehr deutlich den bremsenden Charakter des grünen Textes. (die narrative Zusammenfassung) Ist er zu lang (siehe dicken Absatz) kann er die Leser aus der mühevoll errichteten Szene heraus reißen.  

Betrachtest deine Texte durch diesen Filter, bearbeitet sie und frage dich vor dem ersten Wort wo du stehen musst, um die gewünschte Wirkung zu erziehlen. Nehme dich asl Maß aller Dinge. Bekommst du keine Gänsehaut, bekommt sie auch der Leser nicht!

Für wichtigen und spannenden Szenen ist dein Platz immer VORN. Bei den Zeitsprüngen darfst du dich beliebig positionieren. Je nach Wichtigkeit der zu liefernden nformationen.

Da ich auch eine Menge zu schaffen habe, werde ich beileibe nicht mehr so häufig im Forum abhängen. Solltest du weitere Fragen haben, kannst du mir aber gern eine PN schicken. Ich bekomme dann eine Nachricht und werde reagieren sobald es mir möglich ist.

Also mach dich ran, es lohnt mehr, als in wenig lehrreichen Verbesserungen herum zu stochern. Wenn du das verinnerlicht hast, wirst du schon sehr bald intuitiv fühlen ob ein Text gelungen ist oder nicht.

Grüße

Bobbi
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yt
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BeitragVerfasst am: 07.02.2009 18:20    Titel: Re: Jetzt werden Nägel mit Köpfe gemacht...viel Spaß pdf-Datei Antworten mit Zitat

Bobbi hat Folgendes geschrieben:
Hallo YT,

ich habe deinen Text mal nicht bearbeitet und mich für eine sehr viel nützlichere Hilfestellung entschieden. Was hilft es, wenn ich den Text quasi lektoriere und am Ende vielleicht sogar ein besserer Text stünde, wenn du nicht verinnerlichen konntest, wie es dazu kam.


Excellent. Vielen Dank.

Die "Färbung" ist ein ja eine prima Sache. Ich denke ich werde mal selbst damit beginnen, und spielerisch ausprobieren ob ich selbst begreife, wie mein Texte "gefärbt" sind.

Mal sehen ob mir das für die folgende Fortsetzung, anhand deiner Erklärung schon besser gelingt. Zumindest erscheint mir dein Hilfestellung sehr gut begreifbar. Ob ich es auch tatsächlich später mal "on the fly" hinbekomme, wird sich nach etwas Übung zeigen.

Danke für deine Zeit, die du da rein gesteckt hast.

Mit herzlichen Grüßen,
yt
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yt
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BeitragVerfasst am: 10.02.2009 14:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mahlzeit,

nachdem mir Bobbi ein Haufen Anregungen gegeben hat, versuche ich mal etwas aktiver fortzufahren, und stricke die Geschichte wie geplant weiter. Ich hoffe stilistisch ist eine Änderung sichtbar, ich gab mir Mühe Dinge passieren zu lassen, statt nur zu berichten.
Es ist gar nicht so leicht Abstand von seinen Gedanken zu bekommen um Objektiv zu lesen. Vor allem dann nicht wenn man immer und immer wieder überarbeitet statt vorran zu schreiten smile Ihr kennt das ja.

Über Kritik oder Gedankenanregungen freue ich mich.

Viel Vergnuegen beim 3. Teil, die Lage spitzt sich nun zu und erreicht ihren Scheitelpunkt.

Mit aktiven Grüßen,
yt


Dritte Fortsetzung,....

Das war es also. Irgendein doofer Tennisplatz würde jetzt mein Schicksal besiegeln? Ich gab mich noch einen kurzen Moment Todesszenarien hin und ging wie  in Trance in den  Empfangsbereich zurück. Ein Telefon. Irgendwo hier musste es ja ein Telefon geben. Zur Not bot sich an eine Scheibe ein zu schlagen. Erst einmal den Regen abwarten, sicherlich blieb es nur ein dumme Verkettung von Umständen, sagte ich zu mir, was einen schwachen Trost gab. In meiner Vorstellung wurde der Tresen zum Nachtquartier. In der Gewissheit allein zu sein, erforschte ich den nächsten Gang. Toiletten, Frauen und Herren, verschlossen. Wer zum Henker ist so penibel ordentlich. Ich begann alle „weiße Sportsocken“ Träger zu hassen. Zum Glück gab es die Notbeleuchtung im Flur und die Neonröhre am Tresen hatte man auch übersehen. So ordentlich waren sie dann wohl doch nicht. Eine weitere große Tür, behindertengerecht mit einem großen Schwinggriff ließ sich öffnen. Erstaunt und geblendet von dem Licht in diesem Raum blieb ich wie angewurzelt stehen. Mit einem Schwall warmer Luft roch dieser Raum wie er aussah. Eine geräumige Umkleidekabine mit Spinden und Holzbänken. Und es war wirklich mollig warm.

Schnell schlüpfte ich hinein und schloss die Tür, um die Wärme nicht heraus zu lassen. Nachdem meine Augen sich an diesen hell erleuchteten Raum gewöhnt hatten, fiel der Blick auf die Heizkörper unter den Holzbänken entlang der Wand. Meine Hand strich über das glatte Holz und wurde von einer angenehmen Hitze verwöhnt. Dieser Einladung folgend gaben mein Beine nach und mit angezogenen Beinen kauerte ich nun auf der Bank. Die kalten Knien und Oberschenkel reibend schüttelte ich die langen Haare und badete in dieser warmen, verschwitzten und muffigen Luft, als sei es eine Wellness Sauna. Die nassen Sachen mussten erst einmal runter. Einen völlig durchnässten Pullover und T-Shirt aus zu ziehen gestaltete sich schwieriger als gedacht. Trotz des Versuches sie aus zu wringen, tropften es noch immer, als sie unter der benachbarten Bank auf der Heizung lagen. Eine seltsame Mischung aus heiß-kalten Gefühlen durchzog mich als die letzte Hülle fiel.

Solche Gruppen-Umkleiden waren mir seit jeher ein Greul. Das entblößen vor anderen, war mir schon immer unangenehm und demütigend. Vor allem im Schulsport mit all den dummen Sprüchen in der Jungen Umkleide. Scham erfüllt, hockte ich mit angezogenen Knien auf der wärmenden Holzbank und glitt vorsichtig mit der Hand über den geschwollenen Knöchel. Hier ist niemand, wieso sich also schämen. Was ein absurder Gedanke. Ich verdrängte ihn, weit in den Hinterkopf. Dort tickte er. Beine und Hintern begannen auf zu tauen, aber Schultern und Oberkörper blieben eiskalt. Ich schaute mich nach einem vergessenen Handtuch oder etwas anderem trockenen um. Vielleicht war ja etwas in einem Spind liegen geblieben? Ich stand auf um mein Glück zu versuchen. Mitten im Raum übergoss ein Strom warmer und trockener Luft meine Schultern. Eine weitere Belüftung an der Decke heizte hier. Es tat so gut dass mir nichts anderes übrig blieb als mitten im Raum zu verweilen. Meine Schultern lockerten sich und Entspannung breitete sich im Rücken aus. Jeder Zentimeter bis in die Haarspitzen streckte sich aufrecht der Wärme entgegen. Mit einem Male, schwang völlig überraschend, direkt mir gegenüber eine Tür auf. Mein Herz blieb stehen.
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BeitragVerfasst am: 11.02.2009 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Yt,

da kann ich nur gratulieren! Du hast es wohl verstanden die wichtigsten Hinweise augenblicklich umzusetzen. Zur Verdeutlichung deines Fortschrittes hier zwei Absätze zum Vergleich.
Der erste ungefiltert und erst vor ein paar Tagen geschrieben.
Der zweite, kaum zwei Tage später geschrieben. Deutlicher kann ein Fortschritt mE in der kurzen Zeit kaum sein.  

Hier holpert und polterte es. Unnütze Erklärungen und ungünstig gesetzte Zeitraffer gefolgt von unbeholfen wirkenden Passiven. (schlicht steif)

vorher:
Die Tür war nicht verschlossen, endlich wendete sich das Blatt zu meinen Gunsten. Die Schleuse war mit einem Bewegungsmelder ausgestattet und kündigte meinen Besuch an. Trotzdem blieben meine Schritte zögerlich, bedacht darauf niemanden zu überfallen. Keine Menschenseele war zu sehen. Ein leerer Tresen, füllte den halben Raum aus. Ich wollte ein Hallo rufen, musste aber feststellen, dass Kälte und Regen meiner Stimme, bei diesem Dauerlauf doch ganz schön übel mitgespielt hatten. Ich krächzte ein paar freundlich Worte, die aber ungehört verhallten. Der Tresen war sauber, leer und geschlossen, die Kassenschublade offen um Vandalismus zu verhindern. Bei meinem derzeitigen Anblick, wäre Vandale noch eine höfliche Anrede. Rechts des Tresens gab es eine verschlossene Tür mit einer ausgedruckten Beschriftung die auf ein Turnier hinwies. Ein kleines Stück weiter ging ein langer Korridor zu meiner linken ab, mit nur wenigen Türen auf der rechten und linken Seite. Ich rief noch einmal. Kleine Pfützen bildeten sich auf den Fliesen zu meinen Füßen. Auf der anderen Seite des Tresens bot sich ein fast spiegelbildlicher Anblick. Zwei verschlossene Türen für Personal, und ein langer Korridor mit einer Brandschutztür die eine weitere Sicht erschwerte. Ohne Brille tanzten hinter dem dicken Glas der Tür nur noch Schemen. Ich rief auch hier noch einmal in den Korridor.

Dagegen der Folgeabsatz. Hier sprudelte es aus dir heraus. Der Text kommt nun lebhaft beschwingt rüber-, und ist humoristisch gewürzt. Es liest sich seeeehr viel flüssiger und die Zeitraffer passen  gut. (Beispiel Toiletten)

Nachher.  
Das war es also. Irgendein doofer Tennisplatz würde jetzt mein Schicksal besiegeln? Ich gab mich noch einen kurzen Moment Todesszenarien hin und ging wie in Trance in den Empfangsbereich zurück. Ein Telefon. Irgendwo hier musste es ja ein Telefon geben. Zur Not bot sich an eine Scheibe ein zu schlagen. Erst einmal den Regen abwarten, sicherlich blieb es nur ein dumme Verkettung von Umständen, sagte ich zu mir, was einen schwachen Trost gab. In meiner Vorstellung wurde der Tresen zum Nachtquartier. In der Gewissheit allein zu sein, erforschte ich den nächsten Gang. Toiletten, Frauen und Herren, verschlossen. Wer zum Henker ist so penibel ordentlich. Ich begann alle „weiße Sportsocken“ - Träger zu hassen. Zum Glück gab es die Notbeleuchtung im Flur und die Neonröhre am Tresen hatte man auch übersehen. So ordentlich waren sie dann wohl doch nicht. Eine weitere große Tür, behindertengerecht mit einem großen Schwinggriff ließ sich öffnen. Erstaunt und geblendet von dem Licht in diesem Raum blieb ich wie angewurzelt stehen. Mit einem Schwall warmer Luft roch dieser Raum wie er aussah. Eine geräumige Umkleidekabine mit Spinden und Holzbänken. Und es war wirklich mollig warm.

Ein paar Dinge solltest du noch nachbessern. Gedanken und innere Dialoge werden wie Dialoge in Gänsefüßchen gesetzt und prüfe den Absatz auf Satzzeichen. Der Rest ist stilistisch und wird sich bei dir sicherlich rasch festigen. Ich freue mich sehr für dich und natürlich auf die lebhafte Fortsetzung.

Grüße

Bobbi
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BeitragVerfasst am: 11.02.2009 15:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke,

ich sitze jetzt, weiss nicht 3 Tage daran, nur das nachzubessern was ich verbockt habe. Hoffentlich bleibt noch was anständiges über.

Irgendwie war es mir nie bewusst. Für dieses "bewusst machen" danke ich dir.

Aber es ist wirklich ätzend so etwas gerade zu rücken. Immer wieder entdecke ich noch etwas, und bin jetzt bei der 7. Überarbeitung der ersten Kapitel.

Das erste sieht nun so aus:

Regenwasser sammelt sich in meinen Schuhen. Jeder Fetzen Stoff ist durchtränkt, und klebt an der Haut wie geteert. Das Handy steckt in der Brusttasche, ertrunken. An Empfang war bei diesem Wetter ohnehin nicht zu denken und wenn ich nicht bald aus diesem Monsun heraus kam, würde es mich sicherlich auch noch dahinraffen. In der Ferne huschen immer wieder Scheinwerfer durch die Bäume und werden zu Rücklichtern bevor der Wald sie verschluckt. Sie fuhren nicht in meine Richtung. Bemüht darum, die schmalen Waldwege von spontanen  Sturzbächen zu unterscheiden, haften meine Augen an einem schwachen aber konstanten Lichtschein in der Ferne, von dem sich die Autos entfernten. Es blieb eine letzte verdammte Chance, denn das diffuse Licht des Sonnenuntergangs drohte der Finsternis zu weichen und würde mich in der freien, ach so gesunden Natur einsperren. Ich sehne mich zurück nach Zivilisation, Kaffee und einer Zigarette. Mit einem mal, reißt es mich brutal von den Füßen, als eine Wurzel meinen Knöchel, gegen die Kraft meines Körpers am Boden festhält. Ein Schmerzensschrei, gefolgt von dem schwachen Trost dass der schlammige Boden meinen Aufschlag abmilderte. Das ist doch kein Krieg und kein Horrorfilm. Ich hatte mich nur im Regen ausgesperrt. Auto und Türschlüssel hingen an einem Bund und steckten nun am Zündschloss, des verriegelten Wagens. Verdammte Blockhütten Idylle. Vor meinen inneren Augen prangte die Schlagzeile, Student bei Diplomarbeit über seltene Insekten und Käfer tödlich verunglückt. Meine Brille lag nun irgendwo im Matsch. Sie war stecken geblieben, als ich mein Gesicht heraus zog um Luft zu bekommen. Die fehlende Brille würde meine Überlebenschancen nicht steigern. Mühselig gelingt es mir wieder auf die Beine zu kommen. Jacke und Hose Tonnen schwer, über und über Schlamm bedeckt. So gut es geht humpele ich gegen Wind, Wetter und Natur den leichten Hang herauf. Das blasse Schimmern elektrischen Lichts als erklärtes Ziel.

Die Richtung war richtig. Immer häufiger dringt der Schein des Außenlichts einer Behausung zwischen den Bäumen hindurch. Ein weiteres Fahrzeug fährt fort, in die Nacht. Der letzte macht das Licht aus, schoss es mir durch den Kopf. Unbewusst beschleunige ich mein Humpeln. Nass bis auf die Unterhose, und der in den Schuhen verdichtete Schlick und Tannennadeln entwickelte sich rasch zu einer brutalen Folter. Ich bin so ein Weichei. Ein Looser. Ein Warmduscher, ein Idiot, Hämpfling, weinender.... so nah scheint das rettende Haus, doch ich halte es nicht mehr aus. Ich werfe mich stumpf in den Matsch, reiße die Schuhe runter, und sehe wie sie in einem der zahlreichen kleinen Regenströme durch gespült werden. Ein paar Tannennadeln, die in den Strümpfen stecken ziehe ich aus den Strümpfen, binde die Schuhe wieder zu um gleich darauf wieder überstürzt los zu eilen. Die Außenlichter erloschen. Der mahnende Schmerz im Knöchel erinnert daran wie gemein diese Natur zu mir ist und bremst mich aus. In der Ferne startet eine Automotor, ich rufe, aber verstumme sofort, als mir die Idiotie klar wird. Jetzt war dieser jemand im Auto. Im strömenden Regen. Bei laufendem Motor. Ich hätte viel eher rufen müssen.

Schon aus einiger Entfernung erkenne ich auch ohne Brille, das flache Betongebäude zwischen den Bäumen als Sporthalle. Und noch viel besser, innen brennt ein fahles Licht. Ein Auto steht etwas abseits auf dem Parkplatz, während der Regen ihn in einen großen Teich zu verwandeln droht. Wie einen Rettungsanker betrachte ich das Fahrzeug. Egal wer, niemand würde bei diesem Regen zu Fuß nach Hause gehen, es sei denn es gibt noch einen zweiten Trottel wie mich. Das Flachdach entledigt sich der Wassermassen mit dünnen Vorhängen aus Regenwasser. Dies scheint die Rückseite der Sportanlage zu sein. Ich entscheide ich mich gegen den Uhrzeiger Sinn um das Haus zu gehen, an der Seite entlang, an der auch der PKW parkt. Es blieb die Rückseite. Toll, ganz Klasse. Aus zwei Möglichkeiten hatte ich die verkehrte gewählt. Der Maschendrahtzaun einer Tennisanlage versperrte den Weg. Glück im Unglück, an dieser Rückseite gab es einen Ausgang, mit einem kurzen Stück Wellblech überdacht. Allein für den Moment aus dem Regen heraus zu sein, war unbeschreiblich schön. Die Verschnaufpause war willkommen. Ich rüttelte an der Tür, aber sie war natürlich verschlossen. Die Glastür an der Rückseite zeigte einen schmalen Flur von dem verschiedene Türen abgingen. Vermutlich Umkleidekabinen. Dann plötzlich, blitzte es heftig und ich sah für einen Moment ganz deutlich mein Spiegelbild in der Glastür. Ein Donnerschlag, als sollte mein Bild bersten, folgte dicht darauf.
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BeitragVerfasst am: 11.02.2009 16:04    Titel: Na bitte Antworten mit Zitat

Hallo Yt,

ja, überarbeiten ist mühselig. Aber unvermeidlich. Auch mehrmals. In deinem Fall hat es sich aber gelohnt. Damit du nicht im Überarbeitungssumpf versinkst, unten ein paar Worte dazu. Von den zahlreichen "Anforderungen" der Schriftstellerei empfand ich die folgende als ungeheuer aussagekräftig.

"Des Schriftstellers Kunst ist nicht die Jagd nach der einen spannenden Geschichte, sondern das Alltägliche spannend zu erzählen“.

Und das ist dir mit deiner an sich „alltäglichen“ Geschichte gut gelungen.

Sie kommt als Abenteuer rüber und führt den Leser direkt in die Handlung. Es gibt zwar noch immer einige Passive, die du effektiver nutzen könntest, indem du sie geschehen lässt. Aber! Deine Geschichte ist bereits so stark geworden, dass sie die Restschwäche in diesem Stadium locker verkraftet. Also lass sie erst mal stehen!

Nachdem der letzte Punkt gesetzt ist, lass sie drei bis vier Wochen ruhen,  dann lese sie. Am Besten liest du sie aufs Band. So flüssig du kannst, und ohne Unterbrechung, gleich wie holprig einzelne Passagen wirken. Dann höre das Band ab und du wirst sehen wie spielend leicht und gezielt du die Schwächen erkennst.
So kannst du punktgenau überarbeiten und vermeidest Verschlimmbesserungen bzw. unnötige Umformulierungen. Nebenher übt es dich im „Lesen“. Wohl intoniert zu lesen ist für den Autor nicht weniger wichtig wie das Schreiben.

Solltest du mit gleichem Enthusiasmus dran bleiben, ist es nicht abwegig, dass du schon bald ein illustres Publikum mit witzigen Abenteuergeschichten erfreust.

Grüße

Bobbi
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BeitragVerfasst am: 12.02.2009 17:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mahlzeit,

wo war ich stehen geblieben? Achja, mein Protargonist ist nach seinem Regen-Marathon durch den Wald, an eine Sporthalle gespült worden. Dort fand er zwar Zuflucht, doch wurde er scheinbar übersehen und eingeschlossen. Sich in der Gewissheit wiegend allein zu sein, nutzte er eine beheizte Umkleidekabine um sich der durchnässten Kleidung zu entledigen. Drauf und dran sein Nachtquartiert dort aufzuschlagen, öffnete sich ohne Vorwarnung eine Tür, während er splitterfasernackt mitten im Raum steht.

Mit dieser groben Zusammenfassung, kann man auch in die Geschichte einsteigen, zur Not ;)

Für mich beginnt nun der dramaturgische Höhepunkt, aufbau der Pointe. Bis hierhin war die Geschichte Detailgeber, Umstandserklärung und Aufbau eines leicht klischeehaften Pechvogels mit dezent schüchtern schamhaften Charakterzügen. Ich hoffe das ist gelungen. Was nun folgt wird im Ausbau immer komplizierter. Doch ich bin sicher, durch das Gröbste bin ich gut durchgekommen.

Ernsthaft Sorge bereitet mir das Thema, Gedanken und Zeichensetzung.
Welche Gedanken setzte ich in Anführungszeichen, welche nicht?

Für Ratschläge wäre ich dankbar.

Fortsetzung:

"Sie ist wunderschön,... und nackt. Ich auch ...", an dieser Stelle setzt mein Kopf aus. Für einen Moment verharrt sie kurz und schaute mich an. Nein, sie schaut durch mich hindurch! Ich bin irritiert, zur Salzsäule erstarrt. Sie nimmt gar keine Notiz von mir und geht zu einem Spind, während sie sich mit ihrem Handtuch die Haare trocknet. Mein Mund steht offen. Ich schließe ihn wieder. So etwas Absurdes. Mein Mund steht schon wieder offen. Ich schließe ihn wieder. Sie hätte mich doch sehen müssen. Nun steht sie mit dem Rücken zu mir und scheint nichts weiter bemerkt zu haben. In meinem Kopf wiederholt sich die Szene immer wieder. Sie war aus der Tür gekommen, stehen geblieben, hatte mich gesehen, oder etwa nicht? Ich hatte doch ihr wunderhübsches Gesicht gesehen, da war kein Zucken der Wimpern, kein runzeln der Stirn. Sie hatte in den Raum hinein geschaut, da konnte ich schlecht geträumt haben. Sie war ja nun hier. "Los sag etwas", fuhr es mir durch den Kopf. "Was denn?", kam das Echo. "Ich bin doch nicht unsichtbar. Bin ich etwa tot? Ist sie blind? Das ist es es. Sie wird blind sein! Bestimmt holt sie gleich einen weißen Stock aus dem Spind. Jetzt etwas zu sagen würde sie erschrecken, sie würde um Hilfe schreien. Vielleicht hat sie auch Tränengas?".
Ich traue mich nicht mehr zu atmen.

Jetzt hatte sie ihre Haare getrocknet und murmelte etwas, wie zu sich selbst. Es hörte sich dumpf an und unverständlich. Ganz wir in einem Traum. Sie reibt sich unter ihren Brüsten und Achseln trocken. Gab es nicht sogar Menschen die bei so etwas in Ohnmacht fielen? Warum tat sich jetzt nicht einfach der Erdboden auf. Von ganz allein wanderten meine Hände vor meinen Körper um meine Scham zu bedecken, und ertasteten dort eine Erektion. Ich kann mich nicht mehr bewegen, alles ist Steif. "Nicht jetzt. Oh man, nein", das ist keine Peinlichkeit mehr, es ist die Hölle! Wieder sagt sie irgendetwas und scheint dabei zu sich selbst zu sprechen, nicht ein Wort dringt in meinen Verstand. Das Handtuch gleitet zwischen ihren Schenkeln durch und es ist an der Zeit zu sterben. "Irgendwer im Himmel, bitte, Erbarmen und erschlag mich mit einem Blitz". Vorsichtig zieh ich etwas Luft ein, Hitze steigt mir in den Kopf und droht ihn zu verglühen. Den Atem anzuhalten ist keine gute Idee. Hochroter Kopf und unten blass gefroren, bis auf...
Mein Mund öffnete sich wieder, will irgendetwas sagen, aber es kommt nichts heraus. "Lass sie blind sein, bitte lieber Gott lass sie blind sein. Und taub. Blind und Taub!".
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BeitragVerfasst am: 12.02.2009 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ernsthaft Sorge bereitet mir das Thema, Gedanken und Zeichensetzung.
Welche Gedanken setzte ich in Anführungszeichen, welche nicht?

Für Ratschläge wäre ich dankbar.

Halllo YT,

alle Gedanken und auch jeden inneren Dialog.

Beispiel: Nicht alles muss im Dialog oder Gedanken geschehen, um dramatisch zu sein. Dass entscheidet allein deine Wortwahl und die Satzlänge. Je kürzer die Sätzte, desto schneller der Lesefluss. Siehe nachstehendes Textbeispiel ab "Plötzlich lief". Es ist ebenso aktiv wie die Gedanken zuvor.

alles in mir weigerete sich zu begreifen was vorging! War da wirklich gerade ein Mädchen an mir vorbei marschiert, als wäre ich unsichtbar?
Nackt wie ich war?
"Oh Kacke", dachte ich, "was, wenn sie mich nicht gesehen hat?"
Sie begann sich auszuziehen und ich betete, dass wenigstens mein kleiner Freund in Deckung blieb.
"Doch was wenn nicht?!", dachte ich, "Was wäre, wenn sie sich umdreht und mich auch noch mit erhobenem "Stolz" entdekt?!"
Plötzlich lief vor meinem geistigen Auge das Horrorszenario vom hysterisch kreischendem Mädchens ab, das (...)

Sämtliche Gedanken werden ohne Unterschied wie Dialoge in Gänsefüsschen gesetzt. Nach dem Dialog,bzw. dessen Beifügung endet diese Zeile und es wird in der nächsten weiter geschrieben. Nicht vergessen! Auch Erzählung kann lebhaft und Aktion sein. Ein zuviel an innerem Dialog und Gedanken kann auch Schwierig  zu lesen sein. Vor allem, wenn es um Panik und solche Dinge geht.

Hilft das weiter?

Grüße

Bobbi
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BeitragVerfasst am: 12.02.2009 19:55    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Guten Abend,

hmmm ... ok ...

Das wird dann die 9. Überarbeitung lol2
Aber wer gelesen werde will, muss halt auch lesbar schreiben.

Ich habe es schon bei der Überarbeitung selbst bemerkt, doch birgt der Gedankensatz mal wieder ein erhebliches "Ich" Risiko potentzial. Vielleicht ist das auch nur eine Frage der Erfahrung und Übung, doch mir fällt es nicht unbedingt leicht.

"....", dachte ich.
Ich üeberlegte: "...."

Alles so unschön.


Zitat:
"Sie ist wunderschön,... und nackt. Ich auch ...", an dieser Stelle setzt mein Kopf aus. Für einen Moment verharrt sie kurz und schaute mich an. Nein, sie schaut durch mich hindurch! Ich bin irritiert, zur Salzsäule erstarrt. Sie nimmt gar keine Notiz von mir und geht zu einem Spind, während sie sich mit ihrem Handtuch die Haare trocknet. Mein Mund steht offen. Ich schließe ihn wieder. So etwas Absurdes. Mein Mund steht schon wieder offen. Ich schließe ihn wieder.


In Blau: Das ist so eine Stelle bei der ich mir unsicher gewesen bin.

Den Rest meines Ausschnitts würde ich aus dem Gefühl heraus nun nicht anrühren, auch wenn, in Gruen makiert, dieser Teil auch schon eher ein Gedanke ist.

Das sind so die wirklich zweifelhafte Momente bei mir.

Mit ... Grüßen,
yt
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BeitragVerfasst am: 12.02.2009 21:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo YT,

in Beifügungen wie "dachte ich / keuchte ich / oder was immer, lassen sich die "Ich's" nun mal nicht vermeiden und werden keinesfalls wie die "ich's" in der Erzählung bewertet.

Schau, wenn zwei Personen im Dialog stehen, dann können Beifügungen wie "sagte er" und so weiter völlig entfallen. Denoch schreiben sie viele auch routinierte Autoren. Das wird mit der Zeit.

Du hast meine Anmerkung zur Überarbeitung übersehen? Du solltest in keinem Fall jetzt weiter überarbeiten. Schreib die Geschichte fertig und geh vor, wie ich's dir vorgeschlagen habe. Alles andere führt in einen fiesen Sumpf. Wenn du heute im halben Kapitel absetzt, dann lese es morgen von Anfang an und arbeitet dann weiter. Nur großbe Schnitzer beseitigen. Die Stunde der anderen Fehler schlägt später, OK? Und zwar nach der Ruhephase.
 Also, NICHT MEHR ÜBERARBEITEN!

Grüße

Bobbi
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BeitragVerfasst am: 16.02.2009 12:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Moin,

also nicht überarbeiten. Das tu ich nicht. Ich hab mich noch nie überarbeitet. Ein wenig hab ich noch an der Geschichte herumgeschraubt, aber das waren mehr inhaltliche Veränderugen, um Charaktäre besser herauszuarbeiten. So trägt der Held keine Brille mehr, sondern eine Handtasche und der Wald ist kein Wald mehr. Den habe ich durch lange Regalreihen ersetzt. Es regnet nicht mehr in Strömen sondern die Preise fallen, und er kommt an keine Sportanlage, dafür aber am Gefrierfach vorbei.

Irgendwann muste ja mal etwas passieren, und so öffnete sich die Tür.
*Schnitt*

Fortsetzung:

Endlich ist die Saison zu Ende, mit mir als die Verliererin, das Schlusslicht, die als letzte den Platz verlässt. Tennis ist so ein blöder Sport. Jedes Training an mir verschwendete Zeit und jeder weiß es. Bestimmt redeten schon alle darüber. Wofür all diese Anstrengung gut sein soll, bleibt so ungewiss wie meine Träume. Träume kamen dauernd über mich, überall. Starre ich auf das Netz, schleichen sie sich wie Spinnen in meinen Verstand. Ein Blick auf den Boden genügt, da rinnt die Zeit wie roter Sand durch meine Finger und mein Kopf sieht die Venus. Jeder Aufschlag ist in den Gedanken elegant wie Schneeflocken im Wind. Mich selbst in der Sicherheit wiegend, dass ich die einzige im Gebäude bin, greife ich zu den benachbarten Wasserhähnen und drehe sie auf. Vier Brauseköpfe fluten die Dusche, und der Raum wird zu einer Sauna. Das Rauschen wandelt sich in einen tosenden Wasserfall meiner Fantasie, und Tropenpflanzen wachsen aus dem Boden. Auf den beschlagenen Spiegeln über den großen Spülsteinen bilden Rinnsale ein filigranes Muster. Sie jagen einander hinterher, vereinigen sich, verschmilzen zu größeren Rinnsalen und stürzen in die Tiefe. Dichte Nebelschwaden erfüllen den Raum, wie sie sich Morgens in den Tälern verfangen. In meiner Vorstellung bin ich wieder die Letzte, doch dieses mal auf einem warmen, tropischen Planeten.

Ein Tropfen an meiner Nase kitzelt und so begann das Spiel, diesen Tropfen und das Kitzeln zu ertragen. Darin war ich gut und die Letzte zu sein blieb mein Schicksal. „Schade das es keine olympische Disziplin ist kitzeln zu ertragen.“. Alle anderen hatten ihr Zeug schon gepackt und waren auf dem Heimweg. Mir war es nur recht, und genoss es allein zu sein, statt mich mit anderen zusammen um zu ziehen zu müssen. Wenn ich nur ihre Badelatschen sah. Die waren so scheußlich. Das Wort klang wie etwas das klebte und billig war. Ich sagte es noch ein paar mal vor mich hin: „Baaaaaadelaaaatschen“, und vergewisserte mich wie furchtbar unästhetisch sich dieses Wort anfühlte. Man konnte es gedanklich riechen. Genauso wie Schweißbänder, auch eklig. Manche Spieler wuschen sie nicht einmal regelmäßig. Mein rechter Fuß auf dem Abfluss verursachte einen kleinen Staudamm. Ich hob ihn an und sah wie sich das Wasser dankbar seinen Weg in die Tiefe suchte. Provokativ verursachten nun beide Füße einen großen See um den Abfluss herum. Seifenschaum säumte die aus ihm herausragenden titanischen Säulen. Wenn es jemanden auf der Welt gab, der mich verstand, so muss er so sanft wie dieser Schaum sein. Mit tiefem, innerlichen Seufzen beendete ich meinen Traum selbst zu zerfließen und drehte den Hahn zu. Mein Lieblingshandtuch wartete schon darauf mich zu empfangen. Ohne den See unter mir in die Freiheit zu entlassen, wurde der Arm immer länger und erhaschte gerade noch rechtzeitig einen Zipfel. Ich grub mein Gesicht kurz hinein, es roch herrlich. „Bestimmt gibt es niemanden, der mich versteht.“. So bot sich einzig mir das Schauspiel, wie der Schaum von Geisterhand getragen in das schwarze Loch stürzte. Ein letzter Blick, dann öffne ich die Tür der Dusche und trotte in die Umkleidekabine.
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BeitragVerfasst am: 16.02.2009 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo YT,

du machst Fortschritte, die mich Angst und Bange werden lassen. Und das ist keine sinnfreie Lobhuddelei. Dein Erzähstil hat sich unglaublich verändert. Er ist lebhaft und nah am Geschehen. Ist dir aufgefallen wie wenig "Ich" du verwendest? Klar gibt es noch immer den einen oder anderen Holperer, aber den kannst du dir locker leisten. Lass sie stehen. Sie gehören zur Überarbeitung.

Eigentlich ist es schade, dass du die Regenschichte und die Brille verworfen hast. Es war eine nette und konfuse Abenteuergeschichte, deren Ausgang ich gern gelesen hätte. Aber gut, deine Entscheidung.

Erst wenn alles geschrieben ist, können wir mal abklopfen ob alle Regen der Erzählung berücksichtigt wurden. Bis dahin, viel Spaß, genieße den sichtbaren Erfolg und hab Spaß am Schreiben.  

Grüße

Bobbi
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