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Ich liebe meine Familie!

 

 
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Nicoletta2
Geschlecht:weiblichSchneckenpost

Alter: 51
Beiträge: 9
Wohnort: Hattingen


BeitragVerfasst am: 08.09.2008 20:08    Titel: Ich liebe meine Familie! eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das Telefon klingelt. Ich nehme den Hörer ab und melde mich.“ Hier bei mir, wer stört? “ „ Ich bin´s „ schallt es aus der Muschel. Ich bin´s heißt Käthe und ist meine Mutter. „ Ich wollte nur fragen ob wir eher kommen können? „ Wir das sind Käthe, Jenni mein Schwestermonster und Benji unser gefräßiger Familienhund. „ Klar“ sag ich „schmeißt euch ins Auto, ich bin zu Hause“
Ich sitze am Esstisch lese und denke so vor mich hin. Ist ein echt gutes Buch über die Möglichkeiten sein Leben nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Während ich so lese kommt mir die Idee meine positiven Affirmationen auf Karteikarten zu schreiben und ich male noch ein paar Bilder dazu die als Symbol für die Wünsche stehen sollen. Malen gehört dann doch zu den Dingen die ich irgendwann mal lernen wollte.
„Esoterik Kram“ würde mein Mann Stephan jetzt sagen. Und unser Sohn zarte 17 erklärt das alles sowieso zu Schwachsinn und Selbstlügen. „ Wenn´s schön macht“  denke ich mir und schiebe den Gedanken an beide an die Seite.
Der holde Spross sitzt eh den ganzen Tag in seinem Zimmer vorm Computer. Seine Familienvisiten führen zu reichlichen Diskussionen und liefern ordentlich Zündstoff für handfeste Streitigkeiten, die es ohne seine blöden Bemerkungen und  „kein Bock“ Äußerungen nicht gäbe.
Mein Ehemann hat sich mal wieder abgeseilt und fährt mit einer seiner drei Geliebten Maschinen (Warum eine wo Mann doch drei haben kann?) durch die Gegend um das trockene Wetter auszunutzen. „Denk daran, dass du dich für drei Uhr mit Jenni verabredet hast!“ kann ich ihm noch hinterherrufen bevor die Tür ins Schloss fällt.
„ Schön ist es auf der Welt zu sein…... „ Jubiliert es in mir als ich mich allein in mein Wohnzimmer setze. Eine Tasse frischen Kaffee, ein gutes Buch und eine himmlische Ruhe!
„Putzen könntest du auch mal wieder!“ dieser Satz schiebt sich ganz ekelig  zwischen all die angenehmeren Gedanken. Habe ich mir doch gestern bei der Schwiegermutter ein Putzmittel organisiert, das ich in meiner Küche ausprobieren wollte. Die hat schon länger keinen Lappen mehr gesehen. Eine weiße Küche natürlich, was soll ich sagen auch hier reichlich Zündstoff mit dem äußerst intelligenten Teenager aus dem Nachbarzimmer, der meiner Überzeugung nach eine Brille mit Beleuchtung braucht. Wie sonst soll ich mir die Kleckereien, Saftschlieren und Brotkrumen etc.…... erklären, die sich auf der Arbeitsfläche und den Türblättern tummeln? Vom Fussboden ganz zu schweigen.
Also erhebe ich mich aus meinem äußerst bequemen Stuhl und bewege mich in Richtung Küche. Hole mir einen Eimer aus der Kammer, wobei mich der Wischmob fast erschlägt. Todesmutig schubse ich ihn zurück und schließe schnell die Tür bevor mich noch andere Haushaltsgeräte anspringen. „ AUFRÄUMEN“ denke ich mir und habe es einen Moment später schon wieder vergessen.   
Noch schnell ins Bad warmes Wasser holen, natürlich schwappt es mal wieder über, der Eimer passt eben nicht unter den Wasserhahn am Handwaschbecken. Egal, Handtuch drauf und fertig. Ab in die Küche, Wunderputzmittel aus der Spüle in den Eimer und los geht’s. Wie ich so vor mich hin putze steigt die Enttäuschung von Tür zu Tür „ Schwiegermutters Wundermittel“ bringt’s eben doch nicht. Als ob ich es geahnt hätte. Ich wechsle vom Spültuch zum Scotch britt und kratze mir einen heißen an den Fettfleckchen. Frust kommt auf. „Da kann einem das Putzen ganz schnell wieder vergehen“ denke ich. Nicht dass wir uns falsch verstehen. Ich finde eine saubere und ordentliche Wohnung wirklich toll und bewundere die Powerhausfrau die das alles mit links meistert. Bei mir sieht das anders aus und ist eher von kurzer Dauer. Mit anderen Worten, ich drehe mich um und schon liegt wieder was herum, was natürlich niemand war. Nein, wir haben ja auch kleine Kobolde, die nur dazu da sind mein Leben aufregend zu gestalten.
Es klingelt. Ich sehe auf die Uhr, das dürfte die liebe Familie sein! Jenni will mit Stephan für eine Klausur lernen. Ich öffne die Tür und gehe wieder in die Küche weiter putzen. Ich bin eben doch eine gute Hausfrau, ne Mama? Die drei betreten die Wohnung sehen mich fleißig wienern und ich ernte „Anerkennung“ für meine Mühe. Ich jammere noch ein bisschen über die Farbe der Küche und das besch… Putzmittel dann lege ich Lappen und Schwamm beiseite. Das zum Thema „Küche putzen“
Nun begrüße ich erst einmal meine Lieben. Küsschen hier, Küsschen da, wuseln für den Hund. Wie erwartet inspiziert Mutti als erstes das Wohnzimmer. „hmmm, sieht ganz gut aus“ Damit meint sie dann unsere Umstellaktion. Gute Tochter, die ich bin, weiß ich natürlich was zwischen den Zeilen steht. Und dass sie es anders gemacht hätte. „Es lebe der Perfektionismus“ denke ich mir und erzähle ihr was ich eigentlich geplant hatte:
 Ich wollte die zwei großen Schränke mitsamt dem Aquarium in Richtung Wohnzimmer Tür geschoben haben, aber mein Mann hat dies bei der Reinigung desselben konsequent ignoriert. Am Abend erwähnte ich dann, natürlich ganz vorsichtig, dass ich das Wohnzimmer gerne umgestalten würde. Also davon hatte er natürlich nichts gehört, das hätte ich doch nachmittags sagen können, das gefüllte Aquarium könne man doch nicht schieben, das müsste ich doch wissen. „Halloooo, jemand zu Hause?“  denke ich mir, und heuchle Verständnis. Eigentlich bin ich enttäuscht und das zeige ich auch. Irgendwann kommt das auch bei meinem Mann an und so läuten wir die Aktion „Wohnzimmer umstellen“ um acht Uhr Abends ein. Das Bücherregal wird an die Tür geschoben und der Esstisch mit Stühlen und Teppich wandert in Richtung Balkon. Plötzlich wirkt der Raum viel größer, zufrieden bin ich trotzdem nicht. Irgendwie wirkt das Ganze nicht so wie ich es mir Vorgestellt habe.

 Gute Mutter, die sie ist, spürt sie meine Unzufriedenheit und bringt das Ganze auf den Punkt. Anders ist besser! Also rücken wir kurzer Hand die Möbel noch einmal um. So wandert der eine Hohe Schrank zu dem anderen und das Bücherregal zurück in Richtung Esstisch. Diesen noch etwas Ausgerichtet die Pflanzen neu dekoriert. Hier ein Baum, da eine Palme und einen besonders schönen Platz für die  Aloe. Ich bin tierisch erleichtert dass diese mir nicht vom Schrank fällt. Eigentlich hätte sie längst einen neuen Topf gebraucht. Auch das steht auf meiner zu erledigen Liste allerdings für nächstes Jahr. So nun noch den Boden wischen, den Teppich saugen und den Hund scheuchen. Der liegt eigenartiger weise immer da, wo man ihn gerade nicht braucht. Dann folgt die Dekoration. Hier ein bisschen hinstellen, da ein bisschen mehr weglassen. Als ich versuche meine Dekoration zu verteidigen, verschwindet sie mit den Worten „ Weniger ist mehr Kind“. „Du nervst!“ sag ich und fühle mich von ihr völlig überrollt. Sie fegt jetzt wie ein Orkan durch meine Wohnung und räumt Stück für Stück aus dem Weg. „Du gehst mir echt auf den Sack. Du bist ja Doof.“ Zicke ich sie fleißig an, verfehle aber jegliche Wirkung. „Ich weiß“ wischt sie mich einfach an die Seite. „So bin ich eben!“ Insgeheim bin ich froh dass sie da ist und wir das ganze einfach durchziehen, ich weiß auch das sie Recht hat und trotzdem Zicke ich weiter rum. „Das sieht doof aus und gefällt mir gar nicht.“ Sag ich als sie auch noch Hand an meine Diele legt und einfach unser Hochzeitsbild entfernt. „ OOOch Kind“ sagt sie, nimmt mich in den Arm und knutscht mich einfach ab. Da muss ich dann doch lachen. Ich packe die ganzen „übrig gebliebenen Dekorationsgegenstände“ in den Wohnzimmerschrank. „So ich habe jetzt alles weggepackt“ schmolle ich noch einmal vor mich hin.
Inzwischen war Stephan nach Hause gekommen, eine gute viertel Stunde vor der vereinbarten Zeit? „Es regnet!“ sagt er und beantwortet damit meinen fragenden Blick. Erstaunt betrachtet er das Wohnzimmer, hüllt sich aber in vornehmes Schweigen. „Und???“ frage ich. Keine Antwort ist auch eine Antwort! Da kommt mir glatt der Kaffee hoch: „ Da mache ich mir die ganze Arbeit um unsere gemeinsame Wohnung zu verschönern und dem gnädigen Herrn gefällt´s nicht.“ Denke ich und will schon wieder schmollen. „ Das muss er doch erst mal sacken lassen“, rettet meine Mutter die brenzlige Situation. Dankbar schaut mein heißgeliebter Ehemann seine heißgeliebte Schwiegermutter an. Durch den ganzen aufräum- und putzwahn infiziert, begeben wir uns dann an den großen Glastisch, der unsere Sofaecke verschönert. Auf dem kann man bereits „SAU“ schreiben. „Es würde besser zu den Möbeln passen wenn ihr die Platte mit Dezifix beklebt, es gibt da Folien die wie Milchglas wirken.“  Dezifix die Wunderfolie der 80 er Jahre, hat damals jede Küche neu und schön gemacht. Juchhe, back to the 80, willkommen bei Retros. „Warum, ich dachte wir horten den Dreck, sieht doch schon so ähnlich aus.“ Damit hat mein Mann die Lacher auf seiner Seite und ich könnte vor Scharm im Erdboden versinken, als ich die Decke abnehme und auf dem Tisch wirklich „Sau“ steht.“Überbleibsel von der letzten Party?“ denke ich und überlege das dies wohl meine Geburtstagsfeier gewesen sein muss, vor ca. drei Monaten.

Also ran an den Speck und Tischplatte gesäubert, natürlich von beiden Seiten und gründlich wie Mutti eben so ist. Dekoration gespart weil Mutti es sagt und fertig.
SCHÖN DASS ICH HIER NOCH WOHNEN DARF!
Stephan hat sich mal wieder aus dem Staub gemacht. „Hat jemand meinen Mann gesehen?“ frage ich in die Runde. Niemand weiß wo er steckt. Dann geht die Wohnungstür auf und im Rahmen steht strahlend, mit einer Flasche Glasrein und Haushalts Rolle, mein Gatte und verkündet stolz „Ich habe das Flurfenster geputzt und den Flur gefegt.“  „ Klasse, gute Idee hast du toll gemacht“ lobe ich mein bestes Pferd im Stall. „Jetzt musst du auch gucken“ sagt er. Ich gehe in den Hausflur, nicht ohne Mutter zur Verstärkung mitzunehmen und gebührend bewundern wir gemeinsam die vollbrachte Glanzleistung meiner besseren Hälfte. Mit einem schmatzenden Kuss belohne ich seinen Beitrag zum häuslichen Frieden. Mit stolz geschwollener Brust geht er in die Küche und räumt die Spülmaschine ein. „Gut“ denke ich noch, denn kochen müssen wir heute auch noch.
Zuerst gibt es allerdings Schwarzwälder Kirschtorte und frischen Kaffee. Das passt natürlich hervorragend in meine Diät!  „Was soll´s?“ denke ich noch und nehme mir ein zweites Stück. Nach dem Kaffee schicken wir Jenni mit dem Hund raus, der wie gewöhnlich im Weg liegt und bringen unsere Wohnzimmer Aktion zu einem guten Abschluss. Als Jenni wieder da ist verkriechen sie und mein Mann sich in das frisch aufgebrezelte Wohnzimmer und lernen für die Klausur. Mutti und ich sitzen in der Küche und führen Frauengespräche. Mittlerweile ist es spät geworden und der holde Stammhalter trommelt nach etwas zu essen. Dies ist das Startzeichen und wir zwei Frauen machen uns an die Arbeit. Kartoffeln hatte Jenni schon vorbereitet um den Rest kümmern wir uns jetzt. Mutter würfelt die Kartoffeln und ich schneide den Kohl. Die neuen Messer (Geschenk von Mutter) sind da einsame Spitzenklasse. Voller Begeisterung ob des neuen Werkzeuges geht die Arbeit gleich leichter von der Hand. Nach einer guten Stunde ist das Werk vollbracht und wir decken den Tisch. Sogar das Kind ist ausnahmsweise pünktlich und ohne Wiederrede erschienen. Wie der Hunger treibt!!! Als wir alle gemeinsam am Tisch sitzen versucht unser Familienhund auch etwas zu ergattern und bettelt alle der Reihe nach an. Tapfer ignorieren wir seine Annäherungsversuche, sollen gut erzogene Hunde doch nicht betteln. Doch Benji interessiert das herzlich wenig und er zieht in die Küche um, setzt sich vor den Herd und bellt den Kochtopf an. Dabei sieht er immer wieder ins Wohnzimmer, bis ich mich erweichen lasse und ihm eine Portion von dem Eintopf zum Abkühlen hinstelle. Ziemlich ungeduldig wartet er, als es endlich so weit ist putzt er den Teller blitzblank sauber und schaut uns an als wenn er sagen wollte „ warum nicht gleich so?“

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Brynhilda
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Edgar Allan Poe (1809 bis 1849) - Zum 200. Geburtstag
BeitragVerfasst am: 02.11.2008 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Nicoletta!

Ich will ehrlich sein: Ich habe nur den Anfang der Geschichte lesen können.
Die Zeichensetzung hier stimmt hinten und vorn nicht. Das macht es mir unmöglich, diesen Text wirklich zu lesen.

Wenn möglich, solltest du den Text noch einmal diesbezüglich überarbeiten. So als Grundlage.

Weitere Aussagen kann ich nicht treffen, weil ich den Text - beim allerbesten Willen - nicht weiter als über den ersten Absatz hinaus lesen konnte.

Entschuldige bitte.

Viele Grüße,
Brynhilda
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