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Moonlight (Arbeitstitel)


 
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Zachary_R.M.Dubois
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 13
Wohnort: Regensburg


BeitragVerfasst am: 28.06.2015 13:14    Titel: Moonlight (Arbeitstitel) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Neue Version »

Hallo zusammen,
dann will ich auch mal mit der Großwildfütterung beginnen Very Happy.


Weil der Text ins Forum hineinkopiert eventuell etwas unübersichtlich wirkt habe ich ihn noch einmal als PDF angehängt.

Wenn jemand Interesse anmeldet, gebe ich ihm/ihr gerne noch einen Nachschlag.

Ihr werdet es sicher selbst kennen, aber wenn ich das von mir geschriebene zu beurteilen versuche habe ich das Gefühl es ist ganz mies geschrieben, Kindergarten Niveau, langweilig, schlecht formuliert etc...

besonders gerne gesehen sind Meinungen zur Dialogführung.
Meine Interpunktion ist miserabel aber ich habe jemanden an der hand der sich drum kümmern wird.

Vielen Dank bereits im voraus und hoffentlich viel Spaß.





Moonlight (Arbeitstitel)

1. Kapitel

Kampf ist überall, ohne Kampf kein Leben. Und wollen wir weiter leben, so müssen wir auch auf weitere Kämpfe gefaßt sein.
Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck (1815 - 1898), preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler






Regensburg, Brücke zwischen den Domtürmen, 09.06.15, 23:48 Uhr


Blut? – ja eindeutig Blut, menschliches Blut. Astennu stand oben zwischen den Domtürmen und genoss die Aussicht über die Altstadt – naja bis gerade eben, nun war höchstwahrscheinlich Arbeit angesagt. Er atmete nochmal tief ein und war sich sicher dass die Witterung von Westen her kam. Ihm entging auch nicht die feine faulige Note, vermutlich offen liegende Gedärme – shit er würde nicht drum herum kommen sich das mal von Nahem anzusehen. So oft schlitzen sich die Menschen die Bäuche gegenseitig nun auch wieder nicht auf, dieser Geruch schrie quasi nach einer Beteiligung seiner Art. Astennu überzeugte sich nochmals davon, dass all die Wurfmesser, Wurfsterne, die Dolche, seine zwei Schwerter, die zwei Sigs, die zwei Berettas, der 500er S&W Revolver und der Leatherman alle da waren wo sie sein sollten.    
Wie so oft an dieser Stelle wünschte er sich in die guten alten Zeiten zurück in denen man auch mal außer Haus gehen konnte ohne diese ganze Einmannarmee dabei zu haben. Aber die Menschen hatten in den letzten 100 Jahren so weitreichende Fortschritte in der Waffentechnologie gemacht, dass man sich heutzutage nicht mehr sicher sein konnte das man nicht doch tödlich verletzt werden konnte. Immerhin hatten die Menschen noch keine gezielte Waffe gegen seinesgleichen entwickeln können. Zur Zeit als Pfeil und Bogen das Geschehen beherrschten konnte man sich fast vollkommen kopflos in jede beliebige Schlacht werfen denn außer einer Enthauptung gab es damals kein anderes Todesurteil.
Als dann die ersten Bleispucker auftauchten wurde es allmählich schwieriger, die Wunden heilen immer erst  sobald der Fremdkörper entfernt wurde und so eine kleine Kugel lässt sich im Gefecht gelinde gesagt viel schwieriger entfernen als ein Pfeil oder ein Messer. Mehrere gezielte Treffer konnten selbst den stärksten zumindest außer Gefecht setzen, was das Enthaupten durchaus begünstigt. Selbstredend verschlimmerte sich diese Problematik mit automatischen Waffen, aber richtig schlimm wurde es durch explosive Waffen. Wenn man weit genug von der Granate weg ist waren die Verbrennungen schmerzhaft, ja, aber die heilen innerhalb weniger Augenblicke wieder. Aber ein abgerissener Arm blieb ein abgerissener Arm.  Organschäden heilen zwar durchaus wieder, aber nicht wenn das ganze Organ fehlt. Hm wenn man es sich recht überlegte, so hatten die Menschen mit ihren verschiedensten Explosivgeschossen tatsächlich inzwischen eine gezielte Waffe entwickelt.
Astennu rief sich innerlich zur Ordnung – für Nostalgie war im Jenseits noch genug Zeit – und konzentrierte sich wieder auf die vor ihm liegende Aufgabe. Nachdem er keine Mängel an der Bewaffnung feststellen konnte wartete er kurz bis kein Publikum unterwegs war und trat aus den Schatten, schwang sich übers Geländer und landete gekonnt und grazil vor den Stufen zum Haupteingang des Petersdoms. Er horchte kurz auf die Umgebung, aber außer den üblichen Unterredungen nahm er nichts Besonderes wahr. Fast jeder zehnte Mensch im Umkreis beschwerte sich über die kalte Nacht nachdem es jetzt eine Woche lang schön warm gewesen war. Astennu war sich sicher dass es sich bei den Nörglern um dieselben handelte die sich fünf Tage zuvor noch über die extreme Hitze beschwert hatten. Aber Gespräche übers Wetter waren gut, Gespräche über einen 2,07m großen, eben vom Himmel gefallenen Hünen, gekleidet in einen langen schwarzen Umhang – Mäntel, am besten noch aus Lackleder, waren ihm einfach zu klischeehaft – mit der einen oder anderen Ausbeulung, welche auf eine zumindest irgendwie geartete Bewaffnung schließen ließe, wären schlecht gewesen, sehr schlecht.
Aber so konnte er sich in aller Ruhe damit vergnügen herauszufinden was dort passiert war, aber erst einmal dieses „dort“ finden. Astennu konzentrierte sich wieder auf den Blutgeruch und setzte sich in Bewegung. Zuerst die Kramgasse entlang, vorbei am alten Rathaus zum Haidplatz, kurzes schnüffeln und dann die Krebsgasse runter und rüber zum Birmarckplatz. Hier war der Geruch wirklich sehr deutlich zu vernehmen, er schien aus dem kleinen Innenhof der Schottenkirche zu kommen. Also schnell rüber zum Lothgäßchen und dort schnell in die Büsche – ein kurzer Blick nach links und nach rechts – und rauf aufs Dach. Dort angelangt kroch er leise vorwärts um einen Blick auf den Innenhof zu erhaschen.
Der Geruch von Blut, Angst, offenen Gedärmen und kürzlich abgefeuerten Patronen war fast schon zu viel für seine feinen Sinne. Dennoch zwang er sich weiter zu kriechen. Kurz hielt er inne und lauschte in die Nacht, aber außer ein paar weit entfernten Gesprächsfetzen vernahm er von dort unten nur ein schwaches, röchelndes Atemgeräusch und einen schwächer werdenden Herzschlag. Astennu beschloss auf gut Glück einfach mal runter zu hüpfen. An der nördlichen Wand lehnte ein recht militärisch aussehender Mensch, männlich, vermutlich Mitte vierzig – eher älter. Von ihm gingen die Geräusche aus. Er schien das Auftauchen des schwarz gekleideten Giganten bemerkt zu haben, da er versuchte den Kopf in seine Richtung zu drehen. Astennu beschloss keine Zeit zu verlieren und näherte sich geschwind dem Verletzten um dann vor ihm in die Hocke zu gehen. Er begutachtete seine Wunden, eine übel blutende große Bisswunde in die linke Schulter, kräftig genug um alle Knochen zu zermahlen. Über den Torso sog sich ein kräftiger Prankenhieb, drei kräftige Schlitzer, welche zentimetertief alles vom rechten Brustmuskel bis hin zum linken Hüftknochen zerteilt hatten. Dass der Mann noch lebte war eigentlich unmöglich, aber der da tat es! Was seinen Zustand anging hatte Astennu schon so eine Vermutung wer die Ursache sein könnte, höchste Zeit mal nachzufragen. Er hob den Kopf des Sterbenden an, so dass er ihm in die Augen blicken konnte.
„Sag mir was passiert ist und ich verkürze dein Leiden!“
Demonstrativ holte Astennu einen seiner Dolche hervor und ließ ihn über dem Herzen des Verletzten ruhen. Dieser setzte mit schwacher röchelnder Stimme zu einer Antwort an.
„ … Wir sollten einen Jungen beschützen … da wurde das Safehouse angegriffen … mein Kollege und ich flohen mit dem Jungen hierher … da kam ein Mann … wir wussten doch nicht … gegen was wir ihn verteidigen sollten … dieser Mann … wir schossen auf ihn … nein wir erschossen ihn … zwei Magazine … zwei gottverdammte Magazine … in Brust und Bauch … mindestens eine Kugel in den Kopf … in den Kopf … der Kerl … er torkelte kurz … er … er … torkelte kurz und dann … und dann … verw…w … „
Seine Augen erloschen, aber Astennu hatte genug gehört. Genug um zu wissen nach was er suchen musste. Über das „Wer“ war er sich nicht mehr so sicher. Es sah nach einer eindeutigen Handschrift aus, aber irgendwie passte es nicht ganz. Jetzt galt es herauszufinden wo der Fremde mit dem Jungen hingegangen ist.
Das Blut des Menschen an den Händen des Fremden ließe sich an sich verfolgen, stünde er nicht in deinem See aus genau dem Blut welches er aufspüren wollte. „Wo bist du nur hin….“ Astennu sah sich um in der Hoffnung irgendetwas Nützliches entdecken zu können und wurde schnell fündig. An der Südseite des Innenhofs war eine winzige Blutspur an der Wand knapp unter dem Dach und dass diese von selbst dorthin gelangen konnte, war mehr als unwahrscheinlich. Also dann ab nach Süden, mit drei gekonnten Sprüngen ging es dank der Fensterbänke sogleich nach oben auf eben dieses Dach und von dort aus auf das angrenzende. Er lief gerade über den Dachfirst Richtung Jalapenos und setzte zum Sprung nach unten an als sein Handy klingelte.
„Ja?“
„Astennu?“
„Ja, was ist denn? Ich bin hier grad an nem Blutigen Zwischenfall dran! Wenn du anrufst weil du mich fragen willst ob ich mit dir…“
„Der Zwischenfall ist nicht weiter wichtig, du musst so schnell es geht zu mir in den Dörnberg Park kommen, ich bin in der Ecke gegenüber vom Landgericht.“
„Wie nicht weiter wichtig? Hier wurde ein Mensch zerfetzt!“
„Na und? Von denen gibt’s noch ein paar Milliarden.“
„Trotzdem kann ich ….“
„Komm einfach her und du wirst es verstehen!“
„Von mir aus, du liegst eh auf dem Weg… Wehe das ist nicht wichtig!“
„Ist es! Bis gleich!“
Sonderbar. Das alles. Normalerweise rief Ben immer nur an wenn er sich kilometertief in die Scheiße gegraben hatte.
Leichtfüßig hechtete er vom Dach runter und lief die Kumpfmühler Straße runter bis zum besagten Treffpunkt, dabei entging ihm nicht dass der Blutgeruch zuerst abnahm und dann wieder stärker wurde, konnte es denn sein dass…
„Hier zwischen den Bäumen!“
Rechts von ihm zwischen den Bäumen stand eine Gestalt, welche ihm in Größe, Statur und Bewaffnung keinesfalls nachstand.
„Ben!“
„Wer sonst?“
Astennu trat zu ihm zwischen die Bäume, dabei fiel ihm die Blutspur an Bens Stirn auf die schwer nach Kopfschuss aussah.
„Du also bist des Pudels Kern!“
Der angesprochene rollte mit den Augen.
„Wann hört du endlich mit diesen bescheuerten Faust Zitaten auf?
„Weil ich jetzt einmal eins benutzt habe…“
„Ich bin mir sicher dass du schon einmal eins benutzt hast,“ er machte eine gespielt nachdenkliche Geste „ja genau, das war damals im Deutsch-Französischem Krieg!“
„Hör auf abzulenken, warum hast du die Menschen umgebracht?“ fuhr Astennu sein Gegenüber an.
„Weil sie gute Schützen waren und mich mit keiner Kugel verfehlt haben.“ Er setzte eine Unschuldsmiene auf. „Ich werde nun mal ungehalten wenn mir jemand 24 Kugeln in und durch den Körper jagt. Und viele sind noch drin. Sind glücklicherweise fast alle neben den Organen zum Liegen gekommen. Ein Lungenflügel ist noch im Arsch, sowie eine Niere, und in der Leber steckt wahrscheinlich auch noch eine drin.“ Astennu musste ein Grinsen unterdrücken.
„Na so gute Schützen waren sie wohl doch nicht…“
Astennu entdeckte eine bewusstlose Gestalt am Boden. Männlich, vermutlich zwischen 17 und 22.
„Fix! Ben! Was willst du mit dem Menschenkind?“
„Nun ja, ich beschütze ihn vor Runi.“ entgegnete Ben mit triumphalem Unterton in der Stimme. Astennu sah ihn vollkommen entgeistert an.
„Dem Runi? Runihura? Der Zerstörer?“
„Genau der“
„Was will er denn von dem Jungen, vor allem will er ihm denn böses?“
„Die Söldner hatten den Auftrag den Jungen zu ihm zu bringen, Runi wollte ihn selbst…“ Ein breites Grinsen verteilte sich in seinem Gesicht. „… terminieren“
„Ach Gott, geht das schon wieder los, also echt, dass du sowas nie direkt fragen kannst. Ja ich weiß dass bald ein neuer Terminator Teil in die Kinos kommt, ja ich war mir sicher dass du früher oder später anrufen würdest, ja ich habe bereits die besten Plätze im Kino reserviert. Können wir uns jetzt wieder auf diese Sache hier konzentrieren? Du weißt schon, die mit dem Blut, Leichen, ein Ben in der Hauptrolle als Nudelsieb? Warum will Runi den Jungen umbringen?
„Genau das hab ich mich auch gefragt, aber da unser Freund mit allem was er tut versucht uns zu vernichten, dachte ich mir der Tod des Jungen wird wohl auch diesem Zweck dienen. Folglich müsste das Überleben dieses Welpens gut für uns sein, auch wenn ich noch nicht weiß warum.“ Er machte eine entschuldigende Geste.
„Gut, das lässt sich herausfinden. Aber wie zum Teufel hast du von ihm erfahren?“
„Tja…“ Mit schmerzverzerrtem Gesicht warf er sich in Pose. „Weil ich seit ein paar Tagen einen zuverlässigen Spitzel in seiner Organisation hab. Und da ich weiß dass du gleich nach dem wie fragst: seine Männer haben mich angegriffen, einer überlebte und bettelte darum dass das auch so bleibt. Mehr sogar er will unbedingt zu uns gehören. Ich hab ihm ne Sprengkapsel auf die Brust geschraubt und ihm vorgeschlagen dass er einen Monat für mich spioniert, danach können wir nochmal über das Thema Aufnahmeprüfung reden. Außerdem hab ich ihm klar gemacht das mein Finger, sobald ich das Gefühl habe er hält mir nicht die Treue auf den Auslöser zuckt. Naja und dieser ganze Mist von wegen beim Versuch die Kapsel zu entfernen bla bla bla… Und was Runi mit ihm macht wenn er ihm davon erzählt weiß er von ganz alleine.“
„Du willst ihn doch nicht ernsthaft rekrutieren?“
„Zieh die Augenbraue nicht so hoch. Keine Ahnung, warten wir’s ab.“ Astennu winkte ab.
„Hey, mir soll es Recht sein, seit fast 200 Jahren hast du keinen Bock mehr geschossen, du wirst schon wissen was du tust. Schaffst du den Weg bis zu meinem Unterschlupf noch?“
„Wenn du den Kleinen trägst….“
„Gut dann mal los.“
Astennu hievte sich den bewusstlosen über die Schulter und die drei machten sich auf den Weg.



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~ Kurt Tucholsky
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Catalano
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BeitragVerfasst am: 28.06.2015 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Du

in dem Text befinden sich so einige Fehler in den Zeiten, bei den Kommata, der Grammatik usw. Wenn du das nochmal korrigierst, wäre es das voll super.

Zudem fällt es mir schwer, in die Story rein zu kommen, was aber daran liegen kann, dass ich gerade ein wenig angetrunken bin.

Aber so schlecht, wie du denkst, ist es nicht. Kein Kindergarten. Ich finde die Gedärme und abgerissenen Arme und Waffen super. Du kannst dich ausdrücken und man merkt, dass du liest.
Es gibt ein paar sehr gute Passagen in deinem Text, die mir gut gefallen haben.
Ich finde, gegen Ende wirkt die ganze Geschichte ausgereifter und lockerer, als am Anfang.

Mach weiter so!
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Kopfkino
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BeitragVerfasst am: 28.06.2015 20:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zachary,

Deine Geschichte hat weit mehr Niveau als du ihr zutraust. Von Schreibfehlern abgesehen ein paar Bemerkungen von mir:

Das Waffenarsenal, das dein Prota mit sich rumschleppt, soll groß sein, ich finde es trotzdem eher schon zu groß.  

Darunter kommt ziemlich viel Erklärung,  was welch Waffen bei deinen Geschöpfen anrichten.  Das ist mir persönlich zu ausufernd, auch wenn ich sagen muss,  dass es sprachlich sehr geschickt gelöst ist.  Ich bevorzuge,  zumindest einen Teil davon nebenbei im Verlauf der Geschichte mitzubekommen.

Dann geht es erst richtig los. Den Satz über den Hünen und die Mäntel würde ich in mehrere aufteilen.  

Sonst ist mir textlich bzw. am Plot nichts weiter ins Auge gefallen. Umso weiter du schreibst,  umso besser scheinst du reingekommen zu sein. (Hoffe, das ist verständlich )

Soweit mein erster Eindruck.  

Grüßle Kopfkino
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Sissi Fuß
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BeitragVerfasst am: 29.06.2015 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zachary,
du hast mich schon ein bisschen neugierig gemacht. Ich möchte gern wissen, was denn nu Astennu für einer ist. Erinnerungen an Highlander
(es kann nur einen geben) und merkwürdigerweise Gargoyles schießen mir durch den Kopf. Apropos Kopf, Kopfkino hat Recht. Das Waffenarsenal ist ziemlich groß und vielleicht ist da auch ein bisschen zu viel Blut.
Ich finde den Anfang interessant, aber er braucht ein bisschen Straffung und dass die Zeichensetzung und Rechtschreibung Überarbeitungsbedarf hat, weißt du ja selbst.


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sohndeslupus
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BeitragVerfasst am: 29.06.2015 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Zac,
freut mich so schnell etwas von dir lesen zu dürfen.

Zu Rechtschreibung/Zeichensetzung kann ich ja nicht viel sagen (mir ist ehrlich gesagt kein Fehler aufgefallen Laughing ).

Den Text finde ich insgesamt ziemlich gut zu lesen. Ich dachte erst: "Oh Gott ist das lang!" Jetzt würde ich gerne weiter lesen. Vor allem will ich wissen, über was für Wesen du da schreibst. Erst dachte ich an Vampire ... Aber jetzt habe ich Hoffnung schöpft, dass sie etwas anders sind und überlege was es sein könnte.
Mich hast du also ziemlich gepackt mit deiner Geschichte Wink

Ich fand die Erklärungen am Anfang eigentlich ganz spannen. Du hast das geschickt geschrieben, so dass mir die Erklärungen nicht zu viel waren.

Ich würde allerdings bei dem Anschnitt als Astennu dem Blutgeruch folgt, nicht jede Straße beim Namen nennen. Ich verstehe schon, das du dem Leser damit zeigen willst, dass du dich in der Stadt auskennst. Ich fand es aber ein bisschen zu viel des Guten.

Überraschend gut gefallen hat mir der Abschnitt mit dem Kinofilm und das Faustzitat. Beim lesen dachte ich bei beiden zuerst: "Oh Mann was soll das denn jetzt?" Dann hast du aber beides schön in den Dialog aufgenommen.

Weil du speziell nach Dialog gefragt hattest, die fand ich schon ganz gut.
Gestört hat mich:  
Zitat:
„Fix! Ben!

Was soll das mit dem "fix" ?

Das war es erstmal von mir. Gerne gelesen.

lg
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Zachary_R.M.Dubois
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Wohnort: Regensburg


BeitragVerfasst am: 29.06.2015 11:03    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ein herzliches danke an die ganzen durchaus sehr positiven Rückmeldungen.

Zum Glück hab ich jemanden der mir die ganze Sache wenn jetzt dann die Semesterferien beginnen korrigiert.

Danke Catalano für den Selbstversuch ob der Text angetrunken immer noch verständlich ist. Wink

Die Kritik dass der Anfang etwas holprig ist zieht sich wie ein roter faden durch den Großteil allen Feedbacks, ich werde mich nochmal dran setzten.
steht ganz oben auf der Merkliste für die Überarbeitung.

Zitat:
Das Waffenarsenal, das dein Prota mit sich rum schleppt, soll groß sein, ich finde es trotzdem eher schon zu groß.


Ja die Stelle ließt sich holprig, und ich sehe ein dass ich es etwas zu gut gemeint habe. Ich werde das Arsenal reduzieren.

Zitat:
Ich bevorzuge,  zumindest einen Teil davon nebenbei im Verlauf der Geschichte mitzubekommen.


Ich denke darüber nach!

Wenn ich mit der Überarbeitung anfange werde ich auf jeden Fall darauf achten solche langen Satze und Auflistungen auszumerzen.

Aber vielen dank für die Komplimente Kopfkino, es bedeutet mir viel so etwas gesagt zu bekommen.

Danke auch an Sissi Fuß für deine Neugierde, es ist schön zu lesen dass es mir bis jetzt gelingt ein Mysterium draus zu machen über welch Wesen ich da schreibe.

Zitat:
Ich würde allerdings bei dem Anschnitt als Astennu dem Blutgeruch folgt, nicht jede Straße beim Namen nennen. Ich verstehe schon, das du dem Leser damit zeigen willst, dass du dich in der Stadt auskennst. Ich fand es aber ein bisschen zu viel des Guten.


Ich wollte damit zwar nicht deutlich machen dass ich mich auskenne, sondern einen nachvollziehbaren weg durch die Stadt etablieren, aber ich habe inzwischen erkannt dass es ein bisschen zu viel ist. steht schon auf der Merkliste!

Zitat:
Überraschend gut gefallen hat mir der Abschnitt mit dem Kinofilm und das Faustzitat.


Gut dass es schön rüber kommt, ich war mir da mitunter am unsichersten, ich will mit solchen Sachen mehr Realität in die Geschichte rein bringen.

und was das "Fix" angeht, mein lieber sohndeslupus, dazu bleibt mir nur ein "oops" und ein "schon geändert" zu sagen. da ist mir ein lokal bayrischer Ausdruck rein gerutscht.


Nochmal an alle, vielen dank für die ganzen positiven Rückmeldungen,
wer das PDF gelesen hat müsste die Widmung gesehen haben. hab ne schlimme Zeit hinter mich gebracht und das von euch gesagte gibt mir gerade viel Rückhalt. Was nicht heißen soll dass ich nicht mit Kritik umgehen kann!

Solange sie nicht offensiv herabwürdigend ist. das habe ich lange genug durch meine Vorgesetzten erfahren.

lg

Zac


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bibo50
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BeitragVerfasst am: 29.06.2015 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Zac,

ich konnte deinen Text flüssig runterlesen ohne dass mich groß etwas gestört hat. (Auf Grammatik etc. habe ich jetzt gar nicht geachtet)

Was mich brennend interessiert: Was ist Astennu für ein Wesen?

Ich finde, du hast ein Talent fesselnd zu schreiben ohne das es langweilig wird.

In diesem Sinne einen sonnigen Tag
Birgit
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tokidoki
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BeitragVerfasst am: 30.06.2015 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zachary,

eins vorweg zu deinem Arbeitstitel: Es gab vor Jahren mal eine TV-Serie mit genau diesem Titel (wie du vielleicht auch weißt) Deshalb würde ich einen anderen wählen.
Was mich ein wenig irritiert hat: Erst springt astennu vom Petersdom - und ich dachte cool, Vampire in Rom. Aber der Rest der Straßennahmen passte dann nicht wirklich dazu. Wo sind sie?
Ich bleib trotzdem dabei, Astennu ist ein Vampir - oder so ne Art Blade smile
Löst du das noch auf?

habs gerne gelesen
lg
tokidoki
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Sissi Fuß
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BeitragVerfasst am: 30.06.2015 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

tokidoki hat Folgendes geschrieben:
Was mich ein wenig irritiert hat: Erst springt astennu vom Petersdom - und ich dachte cool, Vampire in Rom. Aber der Rest der Straßennahmen passte dann nicht wirklich dazu. Wo sind sie?
tokidoki


Steht doch oben drüber! In Regensburg!


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Zachary_R.M.Dubois
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BeitragVerfasst am: 30.06.2015 18:00    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke tokidoki für die Erinnerung.
Ich hab ganz vergessen dass es die Serie gab. Leider wurden keine weiteren Staffeln gedreht, obwohl ich sie garnicht so schlecht fand.
Allerdings könnte meine Meinung da etwas subjektiv ausfallen, da Alex O'Loughlin lovelove die Hauptrolle spielte.

Und danke für deine (zwar falsche) Vermutung "Rom".
Ich muss mich wirklich noch informieren ob ich des Ding überhaupt Petersdom nennen darf.

Fest steht es ist der Dom St. Peter.

Liebe Grüße,

Zac


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tokidoki
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BeitragVerfasst am: 30.06.2015 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Oh, die eine Zeile hab ich überlesen.
Aber wenn du den Dom St. Peter meinst, würd ich auch diesen Namen verwenden, denn DER Petersdom (und ich glaube diesen Namen gibt es nur einmal) steht nun mal in Rom.

off-topic: Mochte die Serie auch, nur die deutsche Synchro ging gar nicht.
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Lilly_Winter
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BeitragVerfasst am: 01.07.2015 01:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zachary,
irgendwie hat mich dein Text nicht ganz so mitgenommen, wie meine Vorposter. Ich persönlich hätte schon ein paar Andeutungen mehr auf die Art  der Kreatur. Zur Zeit würde ich auch eher von Vampir ausgehen. Ich habe einfach mal ein paar Eindrücke in den Text reingeschrieben. Bitte nichts krumm nehmen, alles nur persönliche Meinung.

Zitat:
Regensburg, Brücke zwischen den Domtürmen, 09.06.15, 23:48 Uhr


Blut? – ja eindeutig Blut, menschliches Blut<-- dreimal Blut ist für mich zu viel, vielleicht das Letzte ersetzen durch " und es war menschlich " ?. Astennu stand oben zwischen den Domtürmen und genoss die Aussicht über die Altstadt – naja bis gerade eben, nun war höchstwahrscheinlich<-- finde ich nicht so schön, immerhin reißt er sich von dem Ausblick los, also geht er doch davon aus, das Arbeit angesagt ist, oder? Arbeit angesagt. Er atmete nochmal tief ein und war sich sicher dass die Witterung von Westen her kam. Ihm entging auch nicht die feine faulige Note, vermutlich offen liegende Gedärme – shit Komma er würde nicht drum herum kommen sich das mal von Nahem anzusehen. So oft schlitzten sich die Menschen die Bäuche gegenseitig nun auch wieder nicht auf, dieser Geruch schrie quasi nach einer Beteiligung seiner Art. Astennu überzeugte sich nochmals davon, dass all die Wurfmesser, Wurfsterne, die Dolche, seine zwei Schwerter, die zwei Sigs, die zwei Berettas, der 500er S&W Revolver und der Leatherman alle da waren wo sie sein sollten. <-- ist mir auch a bissl viel ^^
[Wie so oft an dieser Stelle wünschte er sich in die guten alten Zeiten zurück in denen man auch mal außer Haus gehen konnte ohne diese ganze Einmannarmee dabei zu haben. Aber die Menschen hatten in den letzten 100 Jahren so weitreichende Fortschritte in der Waffentechnologie gemacht, dass man sich heutzutage nicht mehr sicher sein konnte das man nicht doch tödlich verletzt werden konnte. Immerhin hatten die Menschen noch keine gezielte Waffe gegen seinesgleichen entwickeln können. Zur Zeit als Pfeil und Bogen das Geschehen beherrschten konnte man sich fast vollkommen kopflos in jede beliebige Schlacht werfen denn außer einer Enthauptung gab es damals kein anderes Todesurteil.
Als dann die ersten Bleispucker auftauchten wurde es allmählich schwieriger, die Wunden heilen immer erst sobald der Fremdkörper entfernt wurde und so eine kleine Kugel lässt sich im Gefecht gelinde gesagt viel schwieriger entfernen als ein Pfeil oder ein Messer. Mehrere gezielte Treffer konnten selbst den stärksten zumindest außer Gefecht setzen, was das Enthaupten durchaus begünstigt. Selbstredend verschlimmerte sich diese Problematik mit automatischen Waffen, aber richtig schlimm wurde es durch explosive Waffen. Wenn man weit genug von der Granate weg ist waren die Verbrennungen schmerzhaft, ja, aber die heilen innerhalb weniger Augenblicke wieder. Aber ein abgerissener Arm blieb ein abgerissener Arm. Organschäden heilen zwar durchaus wieder, aber nicht wenn das ganze Organ fehlt. Hm wenn man es sich recht überlegte, so hatten die Menschen mit ihren verschiedensten Explosivgeschossen tatsächlich inzwischen eine gezielte Waffe entwickelt.] Diesen ganzen Teil würde ich kürzen. Ich denke schon, dass es gut ist zu erfahren, dass die menschlichen Waffen eine Bedrohung sind, ist mir persönlich in der Länge aber zu viel.
Astennu rief sich innerlich zur Ordnung – für Nostalgie war im Jenseits noch genug Zeit – und konzentrierte sich wieder auf die vor ihm liegende Aufgabe. Nachdem er keine Mängel an der Bewaffnung feststellen konntehmm, schon wieder die Waffen^^ wartete er kurz bis kein Publikum unterwegs war und trat aus den Schatten, schwang sich übers Geländer und landete gekonnt und grazil vor den Stufen zum Haupteingang des Petersdoms. Er horchte kurz auf die Umgebung, aber außer den üblichen Unterredungen nahm er nichts Besonderes wahr. Fast jeder zehnte Mensch im Umkreis beschwerte sich über die kalte Nacht nachdem es jetzt eine Woche lang schön warm gewesen war. Astennu war sich sicher dass es sich bei den Nörglern um dieselben handelte die sich fünf Tage zuvor noch über die extreme Hitze beschwert hatten. Aber Gespräche übers Wetter waren gut, Gespräche über einen 2,07m großen, eben vom Himmel gefallenen Hünen, gekleidet in einen langen schwarzen Umhang – Mäntel, am besten noch aus Lackleder, waren ihm einfach zu klischeehaft – <<-- kann mMn weg mit der einen oder anderen Ausbeulung, welche auf eine zumindest irgendwie geartete Bewaffnung schließen ließe, wären schlecht gewesen, sehr schlecht.
Aber so konnte er sich in aller Ruhe damit vergnügen<-- vergnügen finde ich hier unpassend, denn eigentlich hat er doch keinen Bock dadrauf, oder? herauszufinden was dort passiert war, aber erst einmal dieses „dort“ finden. Astennu konzentrierte sich wieder auf den Blutgeruch und setzte sich in Bewegung. Zuerst die Kramgasse entlang, vorbei am alten Rathaus zum Haidplatz, kurzes schnüffeln <-- erinnert mich an einen Hund und dann die Krebsgasse runter und rüber zum Birmarckplatz.
Die Straßennamen interessieren mich nicht wirklich, werde auch keinen Stadtplan nehmen, um es zu überprüfen Very Happy
Hier war der Geruch wirklich sehr deutlich<-- vielleicht einfach "deutlicher"? zu vernehmen, er schien aus dem kleinen Innenhof der Schottenkirche zu kommen. Also schnell rüber zum Lothgäßchen und dort schnell in die Büsche – ein kurzer Blick nach links und nach rechts – und rauf aufs Dach. Dort angelangt kroch er leise vorwärts um einen Blick auf den Innenhof zu erhaschen.
Der Geruch von Blut, Angst, offenen Gedärmen und kürzlich abgefeuerten Patronen war fast schon zu viel für seine feinen Sinne. Dennoch zwang er sich weiter zu kriechen. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass er so eine Situation gewohnt ist, hier scheint es aber nicht der Fall zu sein Kurz hielt er inne und lauschte in die Nacht, aber außer ein paar weit entfernten Gesprächsfetzen vernahm er von dort unten nur ein schwaches, röchelndes Atemgeräusch und einen schwächer werdenden Herzschlag. Astennu beschloss auf gut Glück einfach mal runter zu hüpfen<-- ein hüpfender Hüne, wirkt für mich ungewollt komisch^^. An der nördlichen Wand lehnte ein recht militärisch aussehender Mensch, männlich, vermutlich Mitte vierzig – eher älter. Von ihm gingen die Geräusche auch das Blut, deswegen ist er Astennu doch überhaupt hier aus. Er schien das Auftauchen des schwarz gekleideten Giganten bemerkt zu haben, da er versuchte den Kopf in seine Richtung zu drehen. Astennu beschloss keine Zeit zu verlieren und näherte sich geschwind das er sich beeilt ist klar, kann also weg, auch ein wenig unpassend gewählt mMn dem Verletzten um dann vor ihm in die Hocke zu gehen. Er begutachtete seineklar, gemeint sind die Wunden des Mannes, aber man könnte auch denken, Astennu sieht an sich selbst herab "Uups, wo kommen die denn her?" ^^ Wunden, eine übel blutende große Bisswunde in die linke Schulter, kräftig genug um alle Knochen zu zermahlen. Über den Torso sog zog sich ein kräftiger Prankenhieb, drei kräftige Schlitzer, welche zentimetertief alles vom rechten Brustmuskel bis hin zum linken Hüftknochen zerteilt hatten. Dass der Mann noch lebte war eigentlich unmöglich, aber der daer tat es! Was seinen Zustand anging hatte Astennu schon so eine Vermutung wer die Ursache sein könnte, höchste Zeit mal nachzufragen<--find ich überflüssig. Er hob den Kopf des Sterbenden an, so dass er ihm in die Augen blicken konnte.
„Sag mir was passiert ist und ich verkürze dein Leiden!“
Demonstrativ holte Astennu einen seiner Dolche hervor und ließ ihn über dem Herzen des Verletzten ruhen. Dieser setzte mit schwacher röchelnder Stimme zu einer Antwort an.
„ … Wir liegen da noch mehr Typen? Bisher nur der Mann, wo sind die anderen? sollten einen Jungen beschützen … da wurde das Safehouse angegriffen … mein Kollege ja, wo isser denn?^^ und ich flohen mit dem Jungen hierher … da kam ein Mann … wir wussten doch nicht … gegen was wir ihn verteidigen sollten … dieser Mann … wir schossen auf ihn … nein wir erschossen ihn … zwei Magazine … zwei gottverdammte Magazine … in Brust und Bauch … mindestens eine Kugel in den Kopf … in den Kopf … der Kerl … er torkelte kurz … er … er … torkelte kurz und dann … und dann … verw…w … „ <-- hmm, hier frage ich mich: der Mann ringt mit dem Tod, wurde augenscheinlich angegriffen, plötzlich steht ein fremder Hüne im Umhang, eindeutig schwer bewaffnet vor ihm, hält ihm ein Messer an die Brust und er fängt sofort an zu reden, hofft er nicht auf Hilfe? Klar, die Aussicht auf verküztes Leiden. Geht mir hier aber zu schnell. Vielleicht nicht direkt das Messer, ein Zögern des Mannes, Astennu macht ihm klar, dass jede Hilfe zu spät eintreffen würde, er aber sein Leiden verkürzen kann, wenn er ihm sagt, wer ihm das angetan hat.
Seine Augen erloschen, aber Astennu hatte genug gehört. Genug um zu wissen nach was er suchen musste. Über das „Wer“ war er sich nicht mehr so sicher. Es sah nach einer eindeutigen Handschrift aus, aber irgendwie passte es nicht ganz. Jetzt galt es herauszufinden wo der Fremde mit dem Jungen hingegangen ist. Der Junge ist nicht da, also geht er davon aus, dass der Fremde ihn mitgenommen hat. Was erwartet Astennu zu finden? Dass der Junge noch lebt? Ist es ungewöhnlich, dass Leute verschleppt werden? Irgendwie macht er sich keine Gedanken darüber, das finde ich schade.
Das Blut des Menschen an den Händen des Fremden ließe sich an sich sich sich, unschön verfolgen, stünde er nicht in deinem See aus genau diesem Blut welches er aufspüren wollte. „Wo bist du nur hin….“ Astennu sah sich um in der Hoffnung irgendetwas Nützliches entdecken zu können und wurde schnell fündig. An der Südseite des Innenhofs war eine winzige Blutspur an der Wand knapp unter dem Dach und dass diese von selbst dorthin gelangen konnte, war mehr als unwahrscheinlich. Also dann ab nach Süden, mit drei gekonnten Sprüngen ging es dank der Fensterbänke sogleich nach oben auf eben dieses Dach und von dort aus auf das angrenzende. Er lief gerade über den Dachfirst Richtung Jalapenos und setzte zum Sprung nach unten an als sein Handy klingelte.
„Ja?“
„Astennu?“
„Ja, was ist denn? Ich bin hier grad an nem Blutigen Zwischenfall dran! Wenn du anrufst weil du mich fragen willst ob ich mit dir…“
„Der Zwischenfall ist nicht weiter wichtig, du musst so schnell es geht zu mir in den Dörnberg Park kommen, ich bin in der Ecke gegenüber vom Landgericht.“
„Wie nicht weiter wichtig? Hier wurde ein Mensch zerfetzt!“
„Na und? Von denen gibt’s noch ein paar Milliarden.“
„Trotzdem kann ich ….“
„Komm einfach her und du wirst es verstehen!“
„Von mir aus, du liegst eh auf dem Weg… Wehe das ist nicht wichtig!“
„Ist es! Bis gleich!“
Sonderbar. Das alles. Normalerweise rief Ben immer nur an wenn er sich kilometertief in die Scheiße gegraben hatte. Hier komme ich durcheinander. Handy klingelt, Ben, Astennus erster Gedanke " Wenn du nur anrufst, weil du mich fragen willst, ob ich mit dir ... ", scheint also eher belangloser Natur, dann aber denkt er, dass Ben nur anruft, " wenn er sich kilometertief in die Scheiße gegraben hatte " . Wäre dann nicht eher die Reaktion " Was ist passiert? Brauchst du Hilfe?"
Leichtfüßig hechtete er vom Dach runter und lief die Kumpfmühler Straße runter bis zum besagten Treffpunkt, dabei entging ihm nicht dass der Blutgeruch zuerst abnahm und dann wieder stärker wurde, konnte es denn sein dass… Hier würde ich die Sätze trennen, ein Punkt nach "wurde" und das " Konnte es denn sein, dass ..." für sich stehen lassen
„Hier zwischen den Bäumen!“
Rechts von ihm zwischen den Bäumen stand eine Gestalt, welche ihm in Größe, Statur und Bewaffnung keinesfalls nachstand. Astennu sollte sich in die Richtung, aus der die Stimme kommt drehen, die Wiederholung "zwischen den Bäumen" würde ich streichen, ich denke das ist klar, wenn die Stimme sagt, dass sie dort steht, erwarte ich sie nicht plötzlich woanders
„Ben!“
„Wer sonst?“
Astennu trat zu ihm zwischen die Bäume, dabei fiel ihm die Blutspur an Bens Stirn auf die schwer nach Kopfschuss aussah.
„Du also bist des Pudels Kern!“
Der angesprochene rollte mit den Augen.
„Wann hört du endlich mit diesen bescheuerten Faust Zitaten auf?
„Weil ich jetzt einmal eins benutzt habe…“
„Ich bin mir sicher dass du schon einmal eins benutzt hast,“ er machte eine gespielt nachdenkliche Geste „ja genau, das war damals im Deutsch-Französischem Krieg!“
„Hör auf abzulenken, warum hast du die Menschen umgebracht?“ fuhr Astennu sein Gegenüber an.
„Weil sie gute Schützen waren und mich mit keiner Kugel verfehlt haben.“ Er setzte eine Unschuldsmiene auf. „Ich werde nun mal ungehalten wenn mir jemand 24 Kugeln in und durch den Körper jagt. Und viele sind noch drin. Sind glücklicherweise fast alle neben den Organen zum Liegen gekommen. Ein Lungenflügel ist noch im Arsch, sowie eine Niere, und in der Leber steckt wahrscheinlich auch noch eine drin.“ Astennu musste ein Grinsen unterdrücken.
„Na so gute Schützen waren sie wohl doch nicht…“
Astennu entdeckte eine bewusstlose Gestalt am Boden. Männlich, vermutlich zwischen 17 und 22.
„Fix! Ben! Was willst du mit dem Menschenkind?“
„Nun ja, ich beschütze ihn vor Runi.“ entgegnete Ben mit triumphalem Unterton in der Stimme. Astennu sah ihn vollkommen entgeistert an.
„Dem Runi? Runihura? Der Zerstörer?“
„Genau der“
„Was will er denn von dem Jungen, vor allem will er ihm denn böses gefällt mir persönlich nicht, könnte mMn weg ?“
„Die Söldner hatten den Auftrag den Jungen zu ihm zu bringen, Runi wollte ihn selbst…“ Ein breites Grinsen verteilte sich in seinem Gesicht. „… terminieren“
„Ach Gott, geht das schon wieder los, also echt, dass du sowas nie direkt fragen kannst. Ja ich weiß dass bald ein neuer Terminator Teil in die Kinos kommt, ja ich war mir sicher dass du früher oder später anrufen würdest, ja ich habe bereits die besten Plätze im Kino reserviert. Können wir uns jetzt wieder auf diese Sache hier konzentrieren? Du weißt schon, die mit dem Blut, Leichen, ein Ben in der Hauptrolle als Nudelsieb? Warum will Runi den Jungen umbringen?
„Genau das hab ich mich auch gefragt, aber da unser Freund mit allem was er tut versucht uns zu vernichten, dachte ich mir der Tod des Jungen wird wohl auch diesem Zweck dienen. Folglich müsste das Überleben dieses Welpens gut für uns sein, auch wenn ich noch nicht weiß warum.“ Er machte eine entschuldigende Geste.
„Gut, das lässt sich herausfinden. Aber wie zum Teufel hast du von ihm erfahren?“
„Tja…“ Mit schmerzverzerrtem Gesicht warf er sich in Pose. „Weil ich seit ein paar Tagen einen zuverlässigen Spitzel in seiner Organisation hab. Und da ich weiß dass du gleich nach dem wie fragst: seine Männer haben mich angegriffen, einer überlebte und bettelte darum dass das auch so bleibt. Mehr sogar er will unbedingt zu uns gehören. Ich hab ihm ne Sprengkapsel auf die Brust geschraubt und ihm vorgeschlagen dass er einen Monat für mich spioniert, danach können wir nochmal über das Thema Aufnahmeprüfung reden. Außerdem hab ich ihm klar gemacht das mein Finger, sobald ich das Gefühl habe er hält mir nicht die Treue auf den Auslöser zuckt. Naja und dieser ganze Mist von wegen beim Versuch die Kapsel zu entfernen bla bla bla… Und was Runi mit ihm macht wenn er ihm davon erzählt weiß er von ganz alleine.“
„Du willst ihn doch nicht ernsthaft rekrutieren?“
„Zieh die Augenbraue nicht so hoch. Keine Ahnung, warten wir’s ab.“ Astennu winkte ab.
„Hey, mir soll es Recht sein, seit fast 200 Jahren hast du keinen Bock mehr geschossen, du wirst schon wissen was du tust. Schaffst du den Weg bis zu meinem Unterschlupf noch?“
„Wenn du den Kleinen trägst….“
„Gut dann mal los.“
Astennu hievte sich den bBewusstlosen über die Schulter und die drei machten sich auf den Weg.


Wie gesagt, alles meine persönliche Meinung. Die Frage, ob ich weiterlesen würde, kann ich mit "Ja" beantworten, da mich schon interessiert, wer Runi ist, und was der Junge damit zu tun hat.

lg Lilly
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Jack Burns
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BeitragVerfasst am: 01.07.2015 01:39    Titel: Re: Moonlight (Arbeitstitel) Antworten mit Zitat

Zachary_R.M.Dubois hat Folgendes geschrieben:




Moonlight (Arbeitstitel)

1. Kapitel

Kampf ist überall, ohne Kampf kein Leben. Und wollen wir weiter leben, so müssen wir auch auf weitere Kämpfe gefaßt sein.
Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck (1815 - 1898), preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler
Sowohl inhaltlich als auch der Quellbezug, ist das Zitat für mich sehr bedenklich. Ich hoffe Dir ist klar, in welchen Kreisen solche Phrasen gedroschen werden





Regensburg, Brücke zwischen den Domtürmen, 09.06.15, 23:48 Uhr


Blut? – ja eindeutig Blut, menschliches Blut. Astennu stand oben zwischen den Domtürmen und genoss die Aussicht über die Altstadt – naja bis gerade eben, nun war höchstwahrscheinlich Arbeit angesagt. Er atmete nochmal tief ein und war sich sicher dass die Witterung von Westen nichtssagend. Besser mit einem Ort verbinden her kam. Ihm entging auch nicht die feine faulige Note, vermutlich offen liegende Gedärme – shit er würde nicht drum herum kommen sich das mal von Nahem anzusehen. So oft schlitzen sich die Menschen die Bäuche gegenseitig nun auch wieder nicht auf, dieser Geruch schrie quasi nach einer Beteiligung seiner Art. die Logik wirkt aufgesetzt Astennu überzeugte sich nochmals davon, dass all die Wurfmesser, Wurfsterne, die Dolche, seine zwei Schwerter, die zwei Sigs, die zwei Berettas, der 500er S&W Revolver und der Leatherman alle da waren wo sie sein sollten.    
Wie so oft an dieser Stelle wünschte er sich in die guten alten Zeiten zurück in denen man auch mal außer Haus gehen konnte ohne diese ganze Einmannarmee wenn das Klischee schon verwendet wird, dann richtig: es bezieht sich auf eine Person dabei zu haben. Aber die Menschen hatten in den letzten 100 ausschreiben Jahren so weitreichende Fortschritte in der Waffentechnologie gemacht, dass man sich heutzutage nicht mehr sicher sein konnte dass man nicht doch tödlich verletzt werden konnte. Zwei Mal DASS klingt nicht. Immerhin hatten die Menschen noch keine gezielte passt nicht Waffe gegen seinesgleichen entwickeln können. Zur Zeit als Pfeil und Bogen das Geschehen welches Geschehen? beherrschten konnte man sich fast vollkommen kopflos in jede beliebige Schlacht werfen denn außer einer Enthauptung absichtliche Komik? gab es damals kein anderes Todesurteil.
Als dann die ersten Bleispucker auftauchten wurde es allmählich schwieriger, die Wunden heilen Prät. immer erst  sobald der Fremdkörper entfernt wurde und so eine kleine Kugel lässt sich im Gefecht gelinde doof-Wort gesagt viel schwieriger entfernen als ein Pfeil oder ein Messer. Mehrere gezielte Treffer konnten selbst den stärksten zumindest außer Gefecht setzen, was das Enthaupten durchaus begünstigtPrät. Selbstredend verschlimmerte sich diese Problematik mit automatischen Waffen, aber richtig schlimm das geht besser wurde es durch explosive Waffen. Wenn man weit genug von der Granate weg ist Prät. waren die Verbrennungen schmerzhaft, ja, aber die heilen Prät. innerhalb weniger Augenblicke wieder. Aber ein abgerissener Arm blieb ein abgerissener Arm.   Laughing Organschäden heilen Prät. zwar durchaus wieder, aber nicht wenn das ganze Organ fehlt. Logisch, ohne Organ keine Organheilung Hm wenn man es sich recht überlegte, was soll das denn? so hatten die Menschen mit ihren verschiedensten Explosivgeschossen tatsächlich inzwischen eine gezielte passt nicht. effektiv, wirkungsvoll, zweckmäßige Waffe entwickelt.
Astennu rief sich innerlich zur Ordnung – für Nostalgie war im Jenseits noch genug Zeit – und konzentrierte sich wieder auf die vor ihm liegende Aufgabe. Nachdem er keine Mängel an der Bewaffnung ungenau- an den Waffen feststellen konnte wartete er kurz bis kein Publikum unterwegs war schlechte Formulierung und trat aus den Schatten, schwang sich übers Geländer und landete gekonnt und grazil wie sieht das aus ? vor den Stufen zum Haupteingang des Petersdoms. Er horchte kurz auf die Umgebung, aber außer den üblichen Unterredungen präzisieren oder weg lassen nahm er nichts Besonderes wahr. Fast jeder zehnte Mensch im Umkreis beschwerte sich über die kalte Nacht nachdem es jetzt eine Woche lang schön warm gewesen war. Astennu war sich sicher dass es sich bei den Nörglern um dieselben handelte die sich fünf Tage zuvor noch über die extreme Hitze beschwert hatten. Geschwätz Aber Gespräche übers Wetter waren gut, Gespräche über einen 2,07m Zahlen schreiben! großen, eben vom Himmel gefallenen Hünen, gekleidet in einen langen schwarzen Umhang – Mäntel, am besten noch aus Lackleder, waren ihm einfach zu klischeehaft – mit der einen oder anderen Ausbeulung, welche auf eine zumindest irgendwie geartete Bewaffnung schließen ließe, wären schlecht gewesen, sehr schlecht. Den Satz solltest Du kürzen
Aber so konnte er sich in aller Ruhe damit vergnügen soll das lustig sein? herauszufinden was dort passiert war, aber erst einmal dieses „dort“ finden. unsaubere Grammatik Astennu konzentrierte sich wieder auf den Blutgeruch und setzte sich in Bewegung. Zuerst die Kramgasse entlang, vorbei am alten Rathaus zum Haidplatz, kurzes schnüffeln und dann die Krebsgasse runter und rüber zum Birmarckplatz. Hier war der Geruch wirklich sehr deutlich zu vernehmen, er schien aus dem kleinen Innenhof der Schottenkirche zu kommen. .


Hallo Zachary
Die kommentarlos rot markierten Wörter könntest Du ohne Probleme rauswerfen. Sie ziehen den Text unnötig in die Länge, was gerade bei so einer Thriller-Struktur nicht gewollt sein kann.
Ich finde Du solltest mit dieser flapsigen Erzählweise nicht übertreiben. Es reicht, wenn der Held cool, zynisch, und leicht arrogant rüberkommt. Der Erzähler muss das nicht. Außerdem rutschst Du damit in die Liga der Groschenheftchen. Und das hast Du nicht nötig. Verzichte auf tausend Mal gelesene unsinnige Phrasen (gelinde gesagt) und reduziere unwichtiges Geplapper, dann wird das ein netter Vampir, Super-Hero, Zauberkasper-Roman.

Schönen Gruß
Martin
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Catalano
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BeitragVerfasst am: 01.07.2015 08:04    Titel: Antworten mit Zitat

@Jack Burns

ich finde, so ein wenig unsinniges Geplapper (wie das rot markierte, was du Geschwätz genannt hattest), gehört wohl dosiert in einen Roman, um die ganze Sache etwas aufzulockern.
Vor allem, wenn man damit auf etwas hinaus will, das auch Bezug zu der Geschichte hat, wie die Stelle hier:

  
Zitat:
Aber Gespräche übers Wetter waren gut, Gespräche über einen 2,07m großen, eben vom Himmel gefallenen Hünen,


Manchmal kann es für die Kurzweiligkeit auch übel sein, wenn ein langer Roman durch und durch die Spannung aufrecht erhält. Dann ist der Bogen irgendwann überspannt. In allen Romanen, die ich bisher gelesen habe, tauchen hin und wieder Phrasen und Geschwätz auf, wodurch man das Gefühl einer Verschnaufpause erhält. Man darf damit nur nicht übertreiben, und es sollte nicht billig wirken.
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QingLong
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BeitragVerfasst am: 02.07.2015 03:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Catalano.

"Unsinniges Geplapper" wirst du in keinem der Romane finden, die den Namen verdienen.
Jedes Wort sollte nach Möglichkeit in Bezug zur Story stehen. DAS ist ja gerade die Kunst. In vermeintlichem Smalltalk versteckt der Autor Informationen, die wichtig für den Charakter/Storyfortgang/whatever sind usw.

Schau dir bspw. mal King genauer an, und versuche Dialoge/Beschreibungen zu finden, die keine andere Funktion haben, als "die Geschichte aufzulockern". Ich wage zu behaupten, dass du kaum fündig werden wirst.

Keine Ahnung, warum, aber für mich hat dein Text einen starken Shadowrun-Vibe. Und da ich tierisch auf Shadowrun stehe, will ich hier mehr sehen. smile
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Catalano
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Alter: 36
Beiträge: 140



BeitragVerfasst am: 02.07.2015 07:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hi

QuingLong

Zitat:
In vermeintlichem Smalltalk versteckt der Autor Informationen, die wichtig für den Charakter/Storyfortgang/whatever sind usw.


so in etwa habe ich das gemeint, als ich schrieb, dass der Smalltalk Bezug zu der weiteren Geschichte haben sollte.

Habe mich da vielleicht unglücklich ausgedrückt.

Zitat:
Schau dir bspw. mal King genauer an, und versuche Dialoge/Beschreibungen zu finden, die keine andere Funktion haben, als "die Geschichte aufzulockern". Ich wage zu behaupten, dass du kaum fündig werden wirst.


Ich habe die letzten Monate acht King Bücher hintereinander gelesen und bin gerade beim neunten ("Schlaflos").
Und ich muss sagen, dass ich in seinen Büchern jede Menge Smalltalk finde, der zum Teil für die eigentliche Geschichte kaum von Belang ist. Ebenfalls jede Menge Phrasen und teilweise ganze Seiten mit Charakterbeschreibungen von Charakteren, die in der Story kaum eine Rolle spielen.
Irgendein Bezug zu der Geschichte ist natürlich immer da. Aber manchmal so gering, dass dieser tatsächlich wie Geplapper wirkt.
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Zachary_R.M.Dubois
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Wohnort: Regensburg


BeitragVerfasst am: 02.07.2015 08:54    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich danke für die ganze Liebe Kritik, und den schönen angedeuteten Vergleich mit King.

Ich hab mich jetzt mal dran gesetzt und alles überarbeitet.

Dieses "geplapper" bin einfach ich. Ich hab mir deine Aussage aber zu Herzen genommen und passe auf dass es nicht zu viel wird.

Bin gespannt was ihr von der neuen Version haltet.

Auf das Zitat hab ich ne befreundete Geschichtsstudentin angesetzt. Dank dir will ich jetzt genau wissen in welchem Kontext er das gesagt hat.


Here we go:




Moonlight (Arbeitstitel)

1.Kapitel

Kampf ist überall, ohne Kampf kein Leben. Und wollen wir weiter leben, so müssen wir auch auf weitere Kämpfe gefaßt sein.
Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck (1815 - 1898), preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler







Regensburg, Brücke zwischen den Domtürmen, 09.06.15, 23:48 Uhr


Blut? – ja eindeutig Blut, menschliches Blut. Astennu stand oben zwischen den Domtürmen und genoss die Aussicht über die Altstadt, als er den Geruch wahrnahm. Er atmete nochmal tief ein und war sich sicher dass die Witterung aus Richtung Haidplatz kam. Ihm entging auch nicht die feine faulige Note, vermutlich offen liegende Gedärme. Shit, er würde nicht drum herum kommen sich das mal aus nächster Nähe anzusehen. Denn so oft schlitzten sich die Menschen die Bäuche gegenseitig nun auch wieder nicht auf, dieser Geruch schrie quasi nach einer Beteiligung seiner Art. Astennu überzeugte sich nochmals davon, dass alles in seinem umfassenden Waffenarsenal an Ort und Stelle war und versank dabei in Gedanken an früher.
Er dachte oft an die gute alte Zeit, als es noch möglich war aus dem Haus zu gehen ohne einen halben Waffenladen dabei zu haben. Aber die Menschen hatten, seit der Zeit als Pfeil und Bogen das Kriegshandwerk beherrschten, große Fortschritte in der Waffentechnologie gemacht. Damals konnte man sich fast vollkommen kopflos in ein Gefecht werfen denn außer einer Enthauptung gab es keine tödlichen Verletzungen.
Mit dem Auftauchen der ersten Schusswaffen wurde es allmählich schwieriger, eine Kugel lässt sich im Kampf viel schwieriger entfernen als ein Pfeil oder ein Messer und die Wundheilung beginnt erst mit dem Entfernen des Fremdkörpers. Zu viel Blei konnte selbst den stärksten das Leben kosten wenn er nicht schnell genug versorgt wurde.
Richtig schlimm wurde es durch explosive Waffen. Wenn die Entfernung zur Granate groß genug war, hatte man nur schmerzhafte Verbrennungen zu befürchten. Die heilten binnen Minuten ab. Aber ein abgerissener Arm blieb ein abgerissener Arm. Auch Organschäden heilen zwar durchaus wieder, aber nicht wenn das ganze Organ fehlt.
Astennu rief sich innerlich zur Ordnung, für Nostalgie war im Jenseits noch mehr als genug Zeit und konzentrierte sich wieder auf die vor ihm liegende Aufgabe. Da er keine Mängel an seiner Ausrüstung feststellen konnte wartete er kurz bis kein Publikum unterwegs war bevor er sich über das Geländer schwang. Er landete gekonnt vor den Stufen zum Haupteingang des Regensburger Doms. Er konzentrierte sich kurz auf seine Umgebung, aber außer den üblichen Unterredungen nahm er nichts Besonderes wahr. Fast jeder zehnte Mensch im Umkreis beschwerte sich über die kalte Nacht nachdem es jetzt eine Woche lang schön warm gewesen war. Astennu war sich sicher dass es sich bei den Nörglern um dieselben handelte die sich fünf Tage zuvor noch über die extreme Hitze beschwert hatten. Aber Gespräche übers Wetter waren gut. Gespräche über einen zweimetersieben großen, eben vom Himmel gefallenen Hünen wären schlecht gewesen, sehr schlecht.
Sein langer schwarzer Mantel entbehrte zwar nicht einer gewissen Klischeehaftigkeit, aber er tat seinen Dienst. Man konnte allerhand darunter verstecken und außerdem konnte man sich in aller Ruhe in der Stadt bewegen. Ein Goth war hier nichts Besonderes, allerdings auf derselben Straßenseite wollte trotzdem keiner gehen.
Astennu konzentrierte sich nun wieder auf den Blutgestank und setzte sich in Bewegung. Vorbei am alten Rathaus zum Haidplatz, von dort über ein paar kleine Gassen zum Birmarckplatz. Hier war die Witterung wirklich sehr deutlich zu vernehmen, sie schien aus dem kleinen Innenhof der Schottenkirche zu kommen. Also schnell rüber zum Haupteingang. Im Schatten der dort stehenden Bäume war es leichter ungesehen aufs Dach zu gelangen. Dort angelangt kroch er leise vorwärts um einen Blick auf den Innenhof zu erhaschen.
Der Geruch von Blut, Angst, offenen Gedärmen und kürzlich abgefeuerten Patronen war fast schon zu viel für seine feinen Sinne. Er musste sich, wie schon so oft in ähnlichen Situationen,  zwingen weiterzukriechen. Als er kurz vor der Kante war hielt er inne und lauschte in die Nacht, aber außer ein paar Gesprächsfetzen von weiter weg, vernahm er von dort unten nur ein schwaches, röchelndes Atemgeräusch. Und einen schwächer werdenden Herzschlag. Da von einem Sterbenden selten noch große Gefahr ausging, wagte Astennu den Sprung nach unten. In der Mitte des Innenhofs lag jemand auf dem Bauch, vermutlich männlich, etwa einsachtzig Groß, Glatze, tot. An der nördlichen Wand lehnte ein recht militärisch aussehender Mensch, männlich, vermutlich Mitte vierzig – eher älter. Von ihm gingen die Geräusche aus. Er schien das Auftauchen des schwarz gekleideten Giganten bemerkt zu haben, da er versuchte den Kopf in seine Richtung zu drehen. Astennu beschloss keine Zeit zu verlieren und näherte sich dem Verletzten um dann vor ihm in die Hocke zu gehen. Er begutachtete seine Wunden, eine übel blutende große Bisswunde in die linke Schulter, kräftig genug um alle Knochen zu zermahlen. Über den Torso sog sich ein kräftiger Prankenhieb, drei kräftige Schlitzer, welche zentimetertief alles vom rechten Brustmuskel bis hin zum linken Hüftknochen zerteilt hatten. Dass der Mann noch lebte war eigentlich unmöglich, aber dieser hier tat es! Was seinen Zustand anging hatte Astennu schon so eine Vermutung wer die Ursache sein könnte. Er hob den Kopf des Sterbenden an, so dass er ihm in die Augen blicken konnte.
„Du wirst sterben, ich kann nichts mehr für dich tun. Aber sag mir was passiert ist und ich werde versuchen den Schuldigen zu finden. Ich werde ihn zur Rechenschaft ziehen.“
 Sein Gesicht nahm einen verzweifelten Ausdruck an. Offensichtlich hatte er bis zuletzt gehofft zu überleben. Nach einigen Augenblicken allerdings breitete sich der Trotz über seine Züge aus und gab ihm neue Kraft.
„… Wir sollten einen Jungen beschützen … da wurde das Safehouse angegriffen … mein Kollege und ich flohen mit dem Jungen hierher … da kam ein Mann … wir wussten doch nicht … gegen was wir ihn verteidigen sollten … dieser Mann … wir schossen auf ihn … nein wir erschossen ihn … zwei Magazine … zwei gottverdammte Magazine … in Brust und Bauch … mindestens eine Kugel in den Kopf … in den Kopf … der Kerl … er torkelte kurz … er … er … torkelte kurz und dann … und dann … verw…w … „
Seine Augen erloschen, aber Astennu hatte genug gehört. Genug um zu wissen nach was er suchen musste. Über das „Wer“ war er sich nicht mehr so sicher. Es sah nach einer eindeutigen Handschrift aus, aber irgendwie passte es nicht ganz. Da er den Jungen nirgendwo entdeckte ging er davon aus, dass der Fremde ihn mitgenommen hat. In der Hoffnung den verschleppten noch lebend zu finden wenn er sich beeilte galt es schleunigst herauszufinden wo der Angreifer mit dem Jungen hingegangen ist.
Das Blut des Menschen an den Händen des Fremden ließe sich ja normalerweise kilometerweit zurückverfolgen, stünde er nicht in deinem See aus genau dem Blut welches er aufspüren wollte. „Wo bist du nur hin….“ Astennu sah sich um in der Hoffnung irgendetwas Nützliches entdecken zu können. Er jubilierte innerlich als er tatsächlich etwas fand. An der Südseite des Innenhofs war eine winzige Blutspur an der Wand, knapp unter dem Dach und dass diese von selbst dorthin gelangt ist, war mehr als unwahrscheinlich. Also dann ab nach Süden, mit drei gekonnten Sprüngen ging es die Fensterbänke als Stufen nutzend sogleich nach oben auf eben dieses Dach und von dort aus auf das angrenzende. Er lief gerade über den Dachfirst und setzte zum Sprung nach unten an als sein Handy klingelte. Das Gesicht des Anrufers auf dem kleinen Bildschirm veranlasste ihn zum Augenrollen.
„Wie tief steckst du in der Scheiße?“
„Was geht denn mit dir ab? Kann man seinen besten Freund nicht einfach mal so anrufen“
„Ja, was ist denn? Ich bin hier grad an nem Blutigen Zwischenfall dran! Wenn du gerade nur anrufst weil du mich fragen willst ob ich mit dir…“
„Der Zwischenfall ist nicht weiter wichtig, du musst so schnell es geht zu mir in den Dörnberg Park kommen, ich bin in der Ecke gegenüber vom Landgericht.“
„Also steckst du doch in der Scheiße.“
„Keineswegs! Sieh dir einfach an was ich hier habe. Glaub mir dein Zwischenfall ist unwichtig.“
„Wie? Unwichtig? Hier wurde ein Mensch zerfetzt!“
„Na und? Von denen gibt’s noch ein paar Milliarden.“
„Trotzdem kann ich ….“
„Komm einfach her und du wirst es verstehen!“
Da legt der Penner einfach auf. Astennu war verwirrt. Sonderbar. Das alles. Normalerweise rief Ben immer nur an wenn er sich kilometertief in die Scheiße gegraben hatte, oder um ihm auf die Nerven zu gehen. Das hier klang nach nichts davon. Er beschloss ihm einfach zu vertrauen und machte sich auf den Weg.
Leichtfüßig hechtete er vom Dach runter und lief die Kumpfmühler Straße runter bis zum besagten Treffpunkt, dabei entging ihm nicht dass der Blutgeruch zuerst abnahm und dann wieder stärker wurde, konnte es denn sein dass…
„Hierher Fiffi!“
Rechts von ihm zwischen den Bäumen stand eine Gestalt, welche ihm in Größe, Statur und Bewaffnung keinesfalls nachstand.
„Haha, Ben witzig wie eh und je!“
„Ach sei still in Wahrheit liebst du das doch an mir.“
„Nicht wirklich, nein.“
Astennu trat zu ihm in den Schatten, dabei fiel ihm die Blutspur an Bens Stirn auf die schwer nach Kopfschuss aussah.
„Du also bist des Pudels Kern!“
Der angesprochene rollte mit den Augen.
„Wann hört du endlich mit diesen bescheuerten Faust Zitaten auf?
„Weil ich jetzt einmal eins benutzt habe…“
„Ich bin mir sicher dass du schon einmal eins benutzt hast,“ er machte eine gespielt nachdenkliche Geste „ja genau, das war damals im Deutsch-Französischem Krieg!“
„Hör auf abzulenken, warum hast du die Menschen umgebracht?“ fuhr Astennu sein Gegenüber an.
„Weil sie gute Schützen waren und mich mit keiner Kugel verfehlt haben.“ Er setzte eine Unschuldsmiene auf. „Ich werde nun mal ungehalten wenn mir jemand 24 Kugeln in und durch den Körper jagt. Und viele sind noch drin. Sind glücklicherweise fast alle neben den Organen zum Liegen gekommen. Ein Lungenflügel ist noch im Arsch, sowie vielleicht eine Niere, und in der Leber steckt wahrscheinlich auch noch eine drin.“Astennu musste ein Grinsen unterdrücken.
„Na so gute Schützen waren sie wohl doch nicht…“
Astennu entdeckte eine bewusstlose Gestalt am Boden. Männlich, vermutlich zwischen 17 und 22.
„Shit! Ben! Was willst du mit dem Menschenkind?“
„Nun ja, ich beschütze ihn vor Runi.“ entgegnete Ben mit triumphalem Unterton in der Stimme. Astennu sah ihn vollkommen entgeistert an.
„Dem Runi? Runihura? Der Zerstörer?“
„Genau der“
„Was will er denn von dem Jungen?
„Die Söldner hatten den Auftrag den Jungen in Gewahrsam zu nehmen und irgendwann dann zu ihm zu bringen, lebend. Runi wollte ihn selbst…“ Ein breites Grinsen verteilte sich in seinem Gesicht. „… terminieren“
„Ach Gott, geht das schon wieder los, also echt, dass du sowas nie direkt fragen kannst. Und obwohl der Zeitpunkt nicht falscher sein könnte – ja, ich weiß dass bald ein neuer Terminator Teil in die Kinos kommt, ja ich war mir sicher dass du früher oder später anrufen würdest, ja ich habe bereits die besten Plätze im Kino reserviert. Können wir uns jetzt wieder auf diese Sache hier konzentrieren? Du weißt schon, die mit dem Blut, Leichen, ein Ben in der Hauptrolle als Nudelsieb? Warum will Runi den Jungen umbringen?
„Genau das hab ich mich auch gefragt, aber da unser Freund mit allem was er tut versucht uns zu vernichten, dachte ich mir der Tod des Jungen wird wohl auch diesem Zweck dienen. Folglich müsste das Überleben dieses Welpens gut für uns sein, auch wenn ich noch nicht weiß warum.“ Er machte eine entschuldigende Geste.
„Gut, das lässt sich herausfinden. Aber wie zum Teufel hast du von ihm erfahren?“
„Tja…“ Mit schmerzverzerrtem Gesicht warf er sich in Pose. „Weil ich seit ein paar Tagen einen zuverlässigen Spitzel in seiner Organisation hab. Und da ich weiß dass du gleich nach dem wie fragst: seine Männer haben mich angegriffen, einer überlebte und bettelte darum dass das auch so bleibt. Mehr sogar er will unbedingt zu uns gehören. Ich hab ihm ne Sprengkapsel auf die Brust geschraubt und ihm vorgeschlagen dass er einen Monat für mich spioniert, danach können wir nochmal über das Thema Aufnahmeprüfung reden. Außerdem hab ich ihm klar gemacht das mein Finger, sobald ich das Gefühl habe er hält mir nicht die Treue auf den Auslöser zuckt. Naja und dieser ganze Mist von wegen beim Versuch die Kapsel zu entfernen blablabla… Und was Runi mit ihm macht wenn er ihm davon erzählt weiß er von ganz alleine.“
„Du willst ihn doch nicht ernsthaft rekrutieren?“
„Zieh die Augenbraue nicht so hoch. Keine Ahnung, warten wir’s ab.“Astennu winkte ab.
„Hey, mir soll es Recht sein, seit fast 200 Jahren hast du keinen Bock mehr geschossen, den ich nicht wieder hätte in Ordnung bringen können. Du wirst schon wissen was du tust. Schaffst du den Weg bis zu meinem Unterschlupf noch?“
„Wenn du den Kleinen trägst….“
„Zu schwach um ihn selber zu tragen hm?“
„Natürlich nicht, aber er betont das Braun deiner Augen so schön.“
„Dir ist schon klar, dass wir alle braune Augen haben?“
„Aber deine sind besonders braun!“
„Ach, lass uns einfach losgehen.“
Astennu hievte sich kopfschüttelnd den bewusstlosen über die Schulter und die drei machten sich auf den Weg.


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“Aber ich muß es einmal sagen: dieser Kampf scheint aussichtslos . . . Ich resigniere, ich kämpfe weiter, aber ich resigniere.”

~ Kurt Tucholsky
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Zachary_R.M.Dubois
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BeitragVerfasst am: 07.07.2015 21:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Soo

Nachdem sie in dem Unterschlupf angekommen sind gibt's erst einmal auf rund 25 Seiten allerlei Gespräche und Ben wird verarztet.

Es wird dann auch endlich aufgeklärt um welche Geschöpfe es sich bei meinen Protas handelt.

In dem Zusammenhang hätte ich gerne ein paar Meinungen zur "Verwandlungsszene"

Ich hab zum ersten mal die Sache mit dem Wechsel ins Präsens ausprobiert.

Also bitte keinerlei Schonung.

Zitat:
Astennu sah fragend zu Cassiya hinüber welche lächelnd nickte. Daraufhin erhob er sich, trat einen Schritt vom Tisch zurück und suchte Nazims Blick. Astennu grinste ihn noch einmal hämisch an, dann ballte er die Fäuste, schloss die Augen. Ein erstes Zittern läuft durch seinen Körper. Sein Blick wird zusehends angestrengter. Die Atmung beschleunigt sich. Das Zittern nimmt zu, wandelt sich in Zuckungen. Sein ganzer Körper spannt sich an. Die gesamte Muskulatur pumpt sich auf, sammelt sich für das bevorstehende. Seine Knie knicken ein. Er kippt nach vorne, fängt den Sturz mit den Händen ab. Angestrengt richtet er seinen Oberkörper wieder auf. Die Adern treten überall hervor. Seine Lungen arbeiten jetzt rasend. Der Herzschlag hat längst die zweihundert geknackt. Und dann, gerade als Nazim beginnt sich Sorgen zu machen, beginnt es.  
Als erstes fängt die Haut an sich zu verdunkeln, die Körperbehaarung wird dunkler, dichter. Die Hände werden etwas größer, die Finger bekommen Krallen. Überall beginnt Fell sich auszubreiten. Die Füße werden länger, ähneln bald denen einer Katze. Jede Sekunde scheint ein anderer Knochen in seinem Körper zu brechen und neu zusammenzuwachsen. Der Brustkorb erweitert sich, verdoppelt fast seine Größe. Die Schultermuskulatur wird immer kräftiger, lässt den Hals verschwinden. Der Schädel verformt sich zusehends, wird zu einem Wolfkopf. Kiefer und Nase werden zu einer Schnauze mit mächtigen Zähnen. Astennus Atmung beruhigte sich wieder. Die Zuckungen ließen nach, versiegten ganz.
Nachdem sein ganzer Körper zur Ruhe gekommen war stand Astennu auf und fixierte Nazim mit seinen immer noch sehr menschlich wirkenden Augen.



Ich selbst bin mir schon sicher viel zu viele "wird zu" verbaut zu haben.

Liebe Grüße,

Zac

1Wie es weitergeht »



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Jack Burns
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BeitragVerfasst am: 07.07.2015 22:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zachary

Zu meinem letzten Kommentar:  wenn ich Millionen Füllworte in einem Text ankreide, bedeutet das natürlich nicht, dass alles raus sollte. Vielmehr möchte ich auf die Anhäufung aufmerksam machen, die gerade bei Romanlänge, Langeweile erzeugt. Das gilt vor allem, wenn man sich inhaltlich auf ausgetrampelten Pfaden befindet.

Zu Deinem neuen Auszug:
Genauso wie fürs Plappern gilt für die Zeitformen: Man schreibe nicht, wie man redet. Falls Du nicht in experimenteller Literatur unterwegs bist, verwende konsequente Zeitformen. Präsens oder Präteritum. Eventuell kann man in Prologen oder Zwischenspielen diese wechseln aber nicht, ohne Grund mitten im Text.
Die Beschreibung ähnelt einer filmischen Szene und funktioniert durch die buchhalterisch abgearbeiteten Details für mich nicht. Es ist weder gruselig noch mitreißend. Ich stell mir das aber auch schwierig vor; ist eben ein wirklich oft wiederholtes Thema.

Grüße
Martin
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Zachary_R.M.Dubois
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BeitragVerfasst am: 07.07.2015 22:29    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja es ist wirklich schwierig da Spannung zu erzeugen.

Darum habe ich es mit dem Zeitwechsel versucht. Man lernt ja sogar in der Schule das man diesen Wechsel in Spannenden Situationen vollziehen um noch mehr Spannung aufzubauen.

Naja, das Buch ist ja noch lang nicht zu ende geschrieben, und danach wirds eh noch ein paar mal überarbeitet. Vielleicht hab ich bis dahin ja ne Eingebung. Very Happy


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tokidoki
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BeitragVerfasst am: 08.07.2015 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zac,

Ich muss Jack zustimmen, in deiner Szene baut sich leider keine Spannung auf.
Es wirkt alles ein wenig gekünstelt, beispielsweise dieser Satz:
Zachary_R.M.Dubois hat Folgendes geschrieben:
Und dann, gerade als Nazim beginnt sich Sorgen zu machen, beginnt es.  


Aber soll diese Szene denn überhaupt spannend sein? Die Verwandlung in einen Werwolf ist nicht wirklich was neues, die meisten Leser haben eh schon eine Vorstellung, wie das abläuft.
Wie wäre es also, das ganze so knapp wie möglich zu halten, und mit der eigentlichen Geschichte weitermachen?

Stefanie hatte vor ein paar Tagen einen Link im Forum gepostet, der auch gut auf deinen Text passen würde: So wenig wie möglich beschreiben smile

Ich weiß nicht ob du das auch gelesen hattest, deswegen stell ich den link hier noch mal rein:

http://www.helpingwritersbecomeauthors.com/guest-post-good-writers-are-so-lazy/

Vielleicht hilfts dir
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Jack Burns
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BeitragVerfasst am: 08.07.2015 19:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zachary,

Wegen der Erzählzeit; Jeder Autor ist natürlich frei in der Entscheidung, ob er sich an Stilregeln hält oder sich ausprobiert. Mich hatte es kurzzeitig verwirrt beim Lesen und dachte Du wärst versehentlich umgeschwenkt.

Tja, wie mein erster Gedanke; ich glaube die Umwandlung kann gar nicht spannend erzählt werden, weil es doch schon jeder Erwachsene mal irgendwo gelesen oder gesehen hat. Hab letztens erst einen Stummfilm gesehen, wo das genauso ablief...
Vielleicht geht man die Szene lieber mit etwas Selbstironie an. Das liegt Dir doch auch. Wink

Gruß
Martin
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