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Das Einhorn in der Badewanne


 
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Merope
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 745
Wohnort: Am Ende des Tals
Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 08.02.2015 18:48    Titel: Das Einhorn in der Badewanne eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Bis vorhin war es ein ganz normaler Sonntag. Solange, bis ich ins Badezimmer ging, um mir ein schönes, heißes Bad einzulassen. Denn die Wanne war bereits besetzt.
Wie der Titel vermuten lässt, handelte es sich um ein Einhorn, das sich genüsslich im - sicherlich warmen - Wasser aalte.

»Was machst du hier?« Nachdem mir diese wahrhaft unoriginelle Frage herausgerutscht war und ich auf Antwort wartete, hatte ich Zeit, das Wesen vor mir genauer zu betrachten. Dass es ein Einhorn war, schien mir klar: silbrig-weiße Mähne und ebensolches Fell sowie ein kleines Hörnchen, das sich allerdings oben auf dem Kopf hinter den Ohren befand.
»Baden.« Das Einhorn zwinkerte kurz mit seinen karibikgrünen Augen, wahrscheinlich, weil es beim Plantschen ein paar Tropfen abbekommen hatte.
»Das sehe ich auch«, meinte ich. »Und warum bei mir?«
»Weil deine Badewanne schön breit ist. Da kann ich sogar untertauchen!« Das Wasser schwappte über den Rand, als es den Kopf unter Wasser steckte. Objektiv gesehen hatte es recht. Es war gerade klein genug, um bequem hineinzupassen.

»Du bist aber nicht mit einem Känguruh verwandt«, fragte ich nach, als es wieder auftauchte. »Du weißt schon, so ... kommunistisches Manifest und so ...«
Der Blick aus diesen Augen war derart milde abschätzig, dass ich mich am liebsten kurz im Waschbecken versenkt hätte.
»Du kannst wohl Geschichten nicht von der Realität unterscheiden?!« Die Stimme klang nachsichtig. Warum kam ich mir nur vor, als sei ich wieder fünf Jahre alt?
»Aber du bist ein Einhorn.« Mit der Feststellung konnte ich punkten.
Es antwortete nicht, sondern deutete auf die Ecke, wo eine blaue, große Flasche stand.
»Kannst du das Schaumbad hineingießen? Ich habe es schon probiert, aber ich bekomme die Flasche nicht auf.«
Wortlos drehte ich den Deckel ab und ließ etwas von der Flüssigkeit ins Wasser in die Nähe der silbernen Hufe tropfen, die sofort und sehr effektiv begannen, Schaum zu schlagen.

»Wie ist das eigentlich«, fragte ich und setzte mich an den Rand, »diese Sache mit dem Einhorn und der Jungfrau?«
Es hörte auf zu plantschen und sah mich mit großen Augen an.
»Du ...?«
»Nein«, unterbrach ich es, »natürlich nicht. Es ist eher so eine Grundsatzfrage.«
»Das ist nur eine Story. Ich weiß nicht, wer von Euch Geschichtenerzählern sich das einmal ausgedacht hat. Auf jeden Fall klebt die Idee an uns wie Fliegenpapier - sehr lästig.« Es prustete kurz in die Schaumwand hinein. Als sich einige Bläschen lösten und nach oben stiegen, lachte es vergnügt. Dabei hörte es sich an, als würde eine Harfe  wiehern.

»Du sprichst aber gut Deutsch.« Ein Versuch, die Konversation auf eine andere Schiene zu schieben.
»Du auch!« Es blies mit der Schnauze kleine Schaumhütchen über den Rand, die sich auf meine Zehen setzten.
Versuch missglückt. Neuer Anlauf:
»Kannst du uns vielleicht Tipps für die Ukraine-Krise geben? Oder wie wir mit dem Islamischen Staat umgehen sollen?«
»Wenn ich dir einen Tipp gäbe, was würdest du dann tun?« Es setzte sich auf und sah mich kritisch an.
»Die Medien informieren, eine Online-Petition starten ... So etwas in der Art.«
»Bist du jemand, auf den Putin, der IS oder irgendwelche Regierungen hören?« Mit dem rechten Vorderhuf rieb es sich etwas Schaum von der Nüster und prustete.

»Wenn ich belegen kann, dass der Tipp von einem Einhorn kommt ...«, überlegte ich.
»Vergiss es!« Es schüttelte heftig den Kopf. »Ich hasse Fotos - und wehe, du ziehst jetzt dein Handy raus.« Ein listiger Blick trat in seine Augen.
»Du könntest mich ja zeichnen. In der Badewanne. Ich stehe gern Modell. Allerdings müssen wir dann vorher noch etwas warmes Wasser einlaufen lassen.«
Es gab kein Fach in der Schule, in dem ich schlechter gewesen wäre als in Zeichnen. Und so leicht ließ ich mich nicht ablenken.
»Was ist jetzt mit Tipps für den Weltfrieden? Hast du da gar nichts drauf?«
»Warum soll ich die Suppe auslöffeln, die ihr euch eingebrockt habt«, gab es spitz zurück. Die Antwort hatte etwas für sich.

Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass das Einhorn eindeutig Sieger nach Punkten war. So ganz wollte ich mich nicht geschlagen geben.
»Wie ist das eigentlich mit deinem Horn? Ich dachte immer, das würde auf der Stirn wachsen.«
Belehrend sah es mich an: »Ich bin noch ein junges Einhorn. Im Laufe der Zeit verschiebt sich das immer weiter nach vorne, bis es auf der Stirn ist.«
»Wie die Augen, die bei der Scholle auf die Seite wandern?«
Der Vergleich verletzte es. Missmutig starrte es ins Wasser.

Neugierig geworden fragte ich nach: »Wenn du ein junges Einhorn bist: Wie werdet ihr eigentlich geboren? Bist du ein Junge oder ein Mädchen?« Durch den Schaum konnte man im Wasser nichts sehen.
»Gibst du mir ein Handtuch? Mir wird langsam kalt.«
Siegreich lächelnd drehte ich mich um, um das große Badehandtuch von der Heizung zu nehmen. Das Gurgeln des Abflusses hinter mir ließ nichts Gutes vermuten. Als ich mich umdrehte, waren nur noch Schaumberge in der Wanne zu sehen.
Ich öffnete das Fenster, um zu lüften. Dann spülte ich die Wanne aus. Im Abfluss fand ich nur einige von meinen, aber keine Einhornhaare.

Leider kann ich wirklich gar nicht zeichnen.

12Wie es weitergeht »


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Leroux
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 36
Beiträge: 8
Wohnort: (noch) Süden


BeitragVerfasst am: 08.02.2015 19:05    Titel: Antworten mit Zitat

Wie lustig ist das denn?
 lol
Niedlich ist, dass das Einhorn die Flasche nicht aufbekommen hat und der Sieg-nach-Punkten-Vergleich ist ebenfalls gut gesetzt.
"»Wie die Augen, die bei der Scholle auf die Seite wandern?«
Der Vergleich verletzte es. Missmutig starrte es ins Wasser": Das ist echt gut!!!
Was ich allerdings nicht verstanden habe, ist das mit dem kommunistischen Manifest in Zusammenhang mit dem Känguruh. Kommunistisch, weil sich das Einhorn einfach in die Wanne geschlichen hat? Aber das Känguruh...

Also, ich werde mich jetzt genüsslich zurücklehnen, den Text noch einmal lesen und richtig lachen!
 Daumen hoch
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gold
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger

Alter: 66
Beiträge: 6083
Wohnort: Persepolis
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BeitragVerfasst am: 08.02.2015 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Merope,

genau wie Leroux habe ich das Känguru in Zusammenhang mit dem kommunistischen Manifest nicht verstanden.

Ansonsten finde ich deine Geschichte sehr gut geschrieben. Mir sind weder  Orthographiefehler, noch Ausdrucksfehler noch Satzzeichenfehler (Chapeau Daumen hoch ) aufgefallen. Zum größten Teil finde ich sie sehr niedlich. Dieses Empfinden ist gepaart mit einer Nachdenklichkeit über die Hilflosigkeit zur Situation unserer Krisenherde.

Die Geschichte finde ich, so niedlich sie geschrieben ist, auch sehr tragisch und ernüchternd, denn die Quintessenz, die ich aus deiner Geschichte ziehe, ist, dass derjenige, der den Durchblick über Abläufe haben könnte und auf den man Hoffnung setzt, diese nicht einlösen kann, ja er verschwindet letztendlich bzw. existiert gar nicht. Er war nichts als reine Illusion.


Sehr gerne gelesen.

Liebe Grüße
gold


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Make Tofu Not War (Goshka Macuga)
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MShadow
Geschlecht:weiblichWeißer Schatten

Alter: 18
Beiträge: 322



BeitragVerfasst am: 08.02.2015 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

love Was macht das denn beim Trash. Verschieb es in den Einstand. Das ist so süß. Made my day...

Aber auch ich hab keine Ahnung, was das mit dem Känguru soll... und was meinst du verdammt noch mal damit? hmm
Ich finde es nur seltsam, wie schnell der Prota akzeptiert, dass da ein leibhaftiges Einhorn vor ihm steht... Hat er keine Zweifel? Glaubt er nicht, er wäre verrückt?
Soviel zu meinen zwei Cents.


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WARNUNG! Diese Person ändert ihre Signatur, ihren Schlüsselanhänger und ihr Nummernschild für ihren zukünftigen Wagen sehr oft.

Wer nichts weiß, aber weiß, dass er nichts weiß, der weiß mehr als der, der nichts weiß und nicht weiß, dass er nichts weiß.
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Sissi Fuß
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 362
Wohnort: zwischen vielen Büchern


BeitragVerfasst am: 08.02.2015 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Merope,
deine Geschichte hat mir gerade heute sehr gut getan. Das mit dem Känguruh habe ich auch nicht verstanden, werde es aber googeln.
Vielen Dank.


_________________
Die Inspiration ist überall. Sie muss dich nur beim Arbeiten finden.
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rieka
Geschlecht:weiblichSucher und Seiteneinsteiger


Beiträge: 981



BeitragVerfasst am: 08.02.2015 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mag solche Spinnereien.
Auch ich habe das mit dem Känguru und dem kommunistischen Manifest nicht verstanden.
Überhaupt frage ich mich grade, ob ich außer der Fantasie alles verstanden habe. Ich muss wohl noch mal gründlicher nachlesen und darüber grübeln, was deine ? Einhornhalluzination ? mit den Dramen der Welt zu tun hat.
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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 08.02.2015 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

Gefallt mir gut.

Ich nehme an, das Känguru und das kommunistische Manifest rühren daher:

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_K%C3%A4nguru-Chroniken

In deiner Geschichte verschwindet das Einhorn wieder, und damit hat sie ein Ende, und Prota  findet sich in der Realität wieder, ratlos und ohne ein Einhorn.
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Merope
Geschlecht:weiblichAutor


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Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 09.02.2015 06:52    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich hatte die Story in den Trash gestellt, weil sie einfach unterhalten soll. Wink

Das mit dem Känguruh wurde ja bereits aufgedeckt.

@Leroux: Freut mich, dass es Dir gefallen hat.

@gold: Danke für's aufmerksame Lesen. Das Einhorn war sicherlich nicht der Prinz, der Dornröschen mit einem Kuss weckt, und alles ist gut. Vielleicht sind Einhörner nun einfach mal so.

@MShadow: Eine Story ... und I've made your day? Cool.
Die Protagonistin ist eben so.  - Warum Trash? s.o. -

@Sissi Fuß: Meine Geschichte hat gutgetan - das freut mich.

@rieka: Bei der Verknüpfung von Realität und Fantasy bleiben immer Fragen offen.

@firstoffertio: Freut mich, dass Du es lesen mochtest.
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Gießkanne
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Beiträge: 709
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BeitragVerfasst am: 09.02.2015 07:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Merope!
Vielen Dank für diese wunderschöne Geschichte! Die ist echt ... Daumen hoch²
Meeeehr! lol2
Die ist echt witzig und hat mir gefallen. Meine Freundinnen haben sich schon gewundert warum ich im Bus einfach anfange zu lachen. smile
Tolle Idee. Die Känguruchroniken kenne ich übrigens, aber nur einzelne Szenen. Zum Beispiel die Szene, wo sie Transformas 2x so schnell rückwärts gucken oder Marc-Uwe von seinem Psychater träumt. Einer meiner Lieblingshörspiele. smile
Gießkanne


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Don’t say the old lady screamed. Bring her on and let her scream.
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Mogmeier
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Merope
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 745
Wohnort: Am Ende des Tals
Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 09.02.2015 19:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Gießkanne,

freut mich, dass Du Spaß daran hattest!
Mal sehen - wenn sich das Einhorn nochmal zeigen sollte, gibt es vielleicht eine Fortsetzung! Wink
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Constantine
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Beiträge: 2765

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 12.02.2015 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Merope,

dir ist eine schöne Kurzgeschichte gelungen, die mit ihrer Leichtigkeit unterhält, gleichzeitig aber auch ernste Elemente mit einbringt:
Merope hat Folgendes geschrieben:
»Warum soll ich die Suppe auslöffeln, die ihr euch eingebrockt habt«

Prima.

Für mich ein etwas zu harter Übergang:
Merope hat Folgendes geschrieben:
»Wie die Augen, die bei der Scholle auf die Seite wandern?«
Der Vergleich verletzte es. Missmutig starrte es ins Wasser.

Neugierig geworden fragte ich nach: »Wenn du ein junges Einhorn bist: Wie werdet ihr eigentlich geboren? Bist du ein Junge oder ein Mädchen?« Durch den Schaum konnte man im Wasser nichts sehen. [...]



Gerne gelesen.
Danke.

LG,
Constantine
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Merope
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 745
Wohnort: Am Ende des Tals
Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 13.02.2015 06:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Constantine,
danke Dir für's Lesen und das Feedback. Smile
Die Stelle mit dem *harten Übergang* werde ich mir noch einmal genauer ansehen.
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Legende
Geschlecht:männlichSchreiberassi


Beiträge: 61
Wohnort: Autorenhimmel


BeitragVerfasst am: 16.02.2015 08:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Merope,

mir hat deine Geschichte auch sehr gefallen.

Die anderen Leser haben ja schon eine Menge darüber geschrieben. So etwa, das etwas mehr Verwunderung angebracht gewesen wäre. Und, wie das kommunistische Manifest dahin kam. Deshalb möchte ich da jetzt nichts weiter ausführen. Beim zweiten, oder dritten, Lesen kann man seine Fehler ausmerzen. Oder, wenn man die Geschichte mal ein paar Tage in die Ecke legt.

Aber ich finde auf jeden Fall, dass du so etwas öfter schreiben solltest. Und wenn die Geschichte noch eine Fortsetzung finden würde, Vielleicht sogar hier im Forum, würde ich mich freuen.

Vielleicht fällt dir ja auch mal eine längere lustige fantasievolle Geschichte ein, die du dann irgendwie verwenden kannst.

Grüße Legende
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tunlich
Geschlecht:männlichAbc-Schütze


Beiträge: 8
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BeitragVerfasst am: 16.02.2015 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Merope,

ich finde deine Geschichte lustig!

Im Gegensatz zu den vorherigen Kommentatoren kenne ich die Känguru WG von Marc Uwe recht gut. Er trat bei mir um die Ecke öfter auf. Deine Homage ist sehr dicht am Original. Der Humor und die Dialoge klingen wirklich nach Herrn Kling. Das mag daran liegen, dass du eigene Episoden mit recycelten Witzen mischt und auf diese Badewannensituation überträgst.

Kommt gut!

Ich würde mich über mehr freuen - allerdings fände es dann wichtig, dass deine Protagonisten eigene Charaktere entwickeln und sich von der Vorlage lösen.
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Merope
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 745
Wohnort: Am Ende des Tals
Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 16.02.2015 12:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

tunlich hat Folgendes geschrieben:
Deine Homage ist sehr dicht am Original. Der Humor und die Dialoge klingen wirklich nach Herrn Kling. Das mag daran liegen, dass du eigene Episoden mit recycelten Witzen mischt und auf diese Badewannensituation überträgst.
Hallo tunlich: nein, das ist keine Hommage - auch wenn ich Kling erwähne.
Und mein Schreibstil ist alles andere als Kling geschuldet. ich habe nur in ihn reingelesen, fand einiges witzig und habe Teil eines Hörbuchs mitangehört.

Da ich diverse Jahrzehnte älter bin als er und schon des öfteren solche Sachen schrieb, könnte man fragen, ob er seinen Stil von mir...? - Natürlich Quatsch. Wink
Und BTW: Vorlagen verwende ich grundsätzlich nicht.

Hallo Legende,

noch ein freundlicher Leser. Smile
Zitat:
Aber ich finde auf jeden Fall, dass du so etwas öfter schreiben solltest. Und wenn die Geschichte noch eine Fortsetzung finden würde, Vielleicht sogar hier im Forum, würde ich mich freuen.

Wie gesagt, wenn das Einhörnchen noch einmal vorbeischauen sollte, erzähle ich gerne danach, was passiert ist.
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tunlich
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Beiträge: 8
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 16.02.2015 12:34    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich deine Geschichte lese, spricht das Einhorn mit der aufmüpfigen Kängurustimme und Marc Uwe bemerkt: Ich hatte den Eindruck, dass das Einhorn eindeutig Sieger nach Punkten war.

Wahrscheinlich eine Folge von Übertragungsliebe ;)
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Merope
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 745
Wohnort: Am Ende des Tals
Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 17.02.2015 08:52    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

2. Kapitel:  Der Rabe
Als ich am nächsten Samstag Nachmittag ins Badezimmer wollte, konnte ich schon von draußen ein Prusten und Platschen hören. Offensichtlich hatte ich wieder Besuch. Als ich die Türe öffnete, flogen mir einige Schaumfetzen entgegen.
»Wie hast du denn diesmal die Flasche aufbekommen?«, fragte ich durch den wabernden Dunst hindurch. Die blaue Plastikflasche lag offen über dem Rand der Badewanne. Wahrscheinlich war mehr als die Hälfte ins Wasser geflossen. Schaumberge fanden sich an der Wand, der Heizung und dem Spiegel. Und irgendwo darunter musste das Einhorn sein.

»Ich hatte Hilfe!« Urplötzlich tauchte sein Horn aus dem weißen Bläschenmeer auf, wie das Periskop eines U-Boots. Es kam mir so vor, als sei es ein bisschen gewachsen.
»Von wem denn? Komm mal raus, ich kann dich gar nicht sehen!«
Während sich das Einhorn genüsslich den Schaum von Hals, Kopf und Ohren rieb, fing hinter mir plötzlich die Dusche an zu laufen, begleitet von wildem Flügelgeflatter. Dann machte etwas: »Grock!«
»Wen zum Teufel hast du da mitgebracht?«, fragte ich vorwurfsvoll an das Einhorn gewandt, das ganz unschuldig dreinblickte.

Ein Blick um die Ecke klärte mich auf: In meiner Dusche sprang ein großer Rabe krächzend unter den Wasserstrahlen hin und her. Bald schloss er die Augen und öffnete den Schnabel, um die Tropfen direkt aufzufangen, bald tanzte er auf einem Bein, schüttelte die metallisch-schwarzen Schwingen und hatte offensichtlich sehr viel Spaß.
»Wer bist du denn?«, fragte ich ihn.
Er hielt nur kurz in seinem Regentanz inne, um »Grock« zu sagen, dann gab er sich wieder seinem Vergnügen hin. Inzwischen hatte ich nicht nur Schaumhügel an den Schultern, auch meine Jeans waren ziemlich nass geworden.

Ich drehte mich wieder um und setzte mich an den Rand der Badewanne. Das Einhorn versuchte gerade, sich mithilfe des Schaums zwei Hörner rechts und links wachsen zu lassen. Mit Hufen scheint das gar nicht so einfach zu sein. Ich konnte mein Grinsen kaum unterdrücken.
»Du siehst aus wie ein schlecht gemachter Ork«, sagte ich. »Oder wie ein Minotaurus, der an Lepra leidet.«
Ein Schwall Wasser spritzte mich voll, als das Einhorn plötzlich untertauchte. Als es wieder hochkam und meinen tropfenden Pulli sah, hatte es sogar den Anstand, »Entschuldigung« zu prusten. In der Dusche war es inzwischen ruhig geworden. War der Rabe etwa wieder verschwunden? Nein, er hatte nur das Wasser abgestellt und beäugte sich in der spiegelnden Fläche der Armatur.

»Kommst du jetzt auch jedesmal mit und besetzt meine Dusche?«, fragte ich ihn. »Wehe, du scheisst auf meine Fliesen!«
Keine Antwort. Er sah mich nicht einmal an. Verstand er mich nicht oder ignorierte er mich einfach?
»Dein Freund ist ganz schön unhöflich«, sagte ich zum Einhorn, das in der Zwischenzeit meinen Badeschwamm entdeckt hatte und ihn vorsichtig zwischen die Zähne nahm. »Hey, das ist mein Schwamm! Lass das gefälligst!« Meine Hygienevorstellungen unterscheiden sich offenbar ganz gewaltig von denen von Einhörner.

»Ist ja gut«, beschwichtigte mich mein silberweißer neuer Freund. Oder Freundin? »Und der Rabe ist nicht unhöflich. Er versteht dich nicht. Und er kann auch nicht sprechen.«
»Grock!«, tönte es im Hintergrund.
»Ich dachte, alle magischen Tiere können sprechen?«
»Wie kommst du denn auf die Idee - dass er magisch ist?«
»Wie soll ein normaler Rabe denn in mein Badezimmer kommen?«
Das ging ziemlich schnell hin und her, fast wie Tischtennis. Auf den Mund gefallen war das Einhorn jedenfalls nicht. Währenddessen begannen die Schaumbläschen, langsam zusammenzufallen. Das Einhorn bemerkte es auch.

»Kannst du noch Schaum nachgießen?« Es strampelte wild mit den Hinterhufen.
»So viel Schaum ist nicht gut für die Haut. Die trocknet dann aus«, weigerte ich mich.
»Warum verwendest du dann ein Schaumbad?«, gab es zurück.
»Tu ich gar nicht! Ich bade immer ohne alles.« Damit hatte ich meinen Punkt gemacht. »Das hat ein Gast dagelassen.«

»Grock!« Der tropfende Rabe marschierte aus der Dusche heraus. Er schielte etwas. Wahrscheinlich hatte er sich zu lange in der runden Armatur bewundert. Ein kurzer Flügelschlag, dann wanderte er Fuß für Fuß auf dem Rand der Wanne bis zur Schaumbadflasche entlang, die er sodann mit dem Schnabel mit gekonnter Nonchalance ins Wasser beförderte. Sie kämpfte verzweifelt, bevor sie mit einem Gurgeln versank und ihren restlichen Inhalt erbrach. Sofort begann das Einhorn wieder mit seiner Schaumschlägerei.
»Hast du nicht gesagt, der Rabe könnte nichts verstehen und nicht sprechen?«, fragte ich das Einhorn.
»Dich nicht. Mich schon!« Mit den Nüstern begann es, einen Tunnel in den größten Schaumberg zu blasen.
Dem Raben war die ganze Schäumerei offensichtlich nicht ganz geheuer. Er flog zum Waschbecken hinüber und versuchte, meine Zahnpasta aufzubekommen. So langsam begann ich mich zu fragen, was an magischen Tieren Besonderes war.

»Gibt es eigentlich auch rosa Schaumbad?« Das Einhorn hatte seinen Tunnel fertiggeblasen und sah sehr zufrieden mit sich aus. »Ich meine, die Flasche ist leer - du musst sowieso ein neues kaufen.«
»Ich kaufe kein rosa Schaumbad. Ich weiß nicht einmal, ob es sowas gibt. Und überhaupt«, fuhr ich fort, »warum sollte ich dir ein Schaumbad kaufen? Du besetzt meine Wanne, bringst einen Raben mit, der nicht einmal reden kann: Was habe ich davon? Ich kann nachher auch noch das Bad schrubben!«

Doch da trat ein Blick in die Augen des Einhorns, der mich verstehen ließ, warum alle Jungfrauen dieser Welt vor ihm dahingeschmolzen waren. Er war ... zärtlich, liebevoll, wissend und so tief, dass ich darin hätte ertrinken mögen. Dann senkten sich die langen, silbernen Wimpern  und brachen den Bann. Als es wieder aufschaute, war alles wie vorher.

»Wie wäre es mit einem Deal? Rosa Schaumbad gegen einen Tipp?«, schlug es vor.
»Was für einen Tipp?«, fragte ich nach.
»Keine Ahnung. Irgendetwas Nützliches. Kann ich dir aber erst sagen, wenn du das rosa Schaumbad hast.«

Das Kerlchen fing an zu handeln wie ein orientalischer Teppichhändler. Bei all der Diskutiererei hatte ich den Raben aus dem Blick verloren, was sich als Fehler herausstellen sollte. Er hatte die Zahnpastatube aufbekommen und die Hälfte des Inhalts sorgfältig in meine Haarbürste einmassiert. Ich nahm eine Handvoll Schaum und warf sie nach ihm. Er wich geschickt aus und schmiss dabei die Glasflasche mit dem Jojoba-Öl um. Ob sein »Grock« eine Entschuldigung oder ein Triumphlaut sein sollte, konnte ich nicht feststellen, da es vom Zersplittern der Flasche übertönt wurde. Die Splitter verteilten sich zusammen mit dem Öl auf dem Fliesenboden. So eine Sauerei!

»Kannst du das rückgängig machen oder aufwischen?«, fragte ich das Einhorn.
»Bin ich Jesus oder eine Putzfrau?«, fragte es verwundert zurück.
Ich schloss die Augen. Einhörner! Als ich sie wieder aufmachte, war alles noch da: Das Bad sah aus wie nach einem Drohnenangriff, der Rabe lehnte zufrieden mit halbgeschlossenen Augen neben der Heizung, und das Einhorn hatte schon wieder meinen Badeschwamm geklaut.

»Jetzt reicht’s!«, verkündete ich. »Ich werde jetzt das Bad putzen, inklusive Wanne. Ob du nun drin bist oder nicht!«
Mit dieser Drohung verließ ich das Badezimmer, um Wischutensilien und Handschuhe zu holen, weil ich keine Lust hatte, mir die Finger aufzuschneiden. Als ich zurückkam, hatte sich der Rabe nicht einen Millimeter bewegt. Die Wanne war einhornleer.

»Hallo?«, weckte ich ihn auf. »Magische Stunde vorbei! Verschwinde!«
Er blinzelte kurz und wirkte verwirrt. Dann begann er, mit dem Schnabel gegen das Fenster zu klopfen.
»Muss ich dem Herrn jetzt auch noch das Fenster öffnen?« Der nächste Schritt wurde bestraft. Eine Scherbe bohrte sich durch die Hüttenschuhe hindurch in den rechten großen Zeh. Ich konnte spüren, dass er kräftig blutete.
»Au, verdammt!« Ich humpelte weiter und riss das Fenster auf. Gemächlich bewegte sich der Schwarzgefiederte zum Fensterrahmen und krallte sich dort kurz fest. Dann hüpfte er auf das Fensterbrett und hinterließ mir noch eine grauweiß-stinkende Erinnerung an seinen Besuch, bevor er abhob und im bewölkten Himmel verschwand.

Es dauert fast eine ganze Stunde, bis das Bad wieder in halbwegs vernünftigem Zustand war. Natürlich hatte ich mir beim Saubermachen auch noch einen winzigen Glassplitter in den rechten Zeigefinger gerammt. Mit verpflastertem Zeh schleppte ich mich in die Küche, um mir ein gutes Glas spanischen Rotweins einzuschenken.
Dann schrieb ich auf meine Einkaufsliste, mit winzigen Blutstropfen garniert: Kein rosa Schaumbad kaufen. »Kein« doppelt unterstrichen. Nur damit ich es nicht vergesse.

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Sylvia Aljana
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BeitragVerfasst am: 28.03.2015 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr schön. auch wenn ich nicht weiß wo das hinführen soll. vielleicht weißt du das ja selbst noch nicht. aber ganz ehrlich. Ich würde weiterlesen, wenn es noch mehr gäbe smile

_________________
"Ja, diese Welt der Träume hatten sie wohl gefunden, doch schien Fenia nie bedacht zu haben, dass es neben all den schönen, hoffnungsvollen und guten Träumen auch die Träume gab, die aus den dunklen Teilen der Seele erwuchsen."

Aus "Der Stern von Erui - Heimkehr"
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Merope
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Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 28.03.2015 16:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Sylvia Aljana hat Folgendes geschrieben:
Sehr schön. auch wenn ich nicht weiß wo das hinführen soll. vielleicht weißt du das ja selbst noch nicht. aber ganz ehrlich. Ich würde weiterlesen, wenn es noch mehr gäbe smile
Hallo Sylvia,
doch ich weiß genau, wo das hinführt. Wink
Es ist auch schon weiter gediehen. Da ich für die gesamte Geschichte  dann eine Veröffentlichung (sei es als Kurzgeschichte, sei es mehr ...) ins Auge fasse, kann ich hier jetzt leider nichts mehr davon einstellen.

Auf jeden Fall freut es mich, dass Dir der Einstieg (in die Badewanne) so gefallen hat, dass Du weiterlesen würdest.
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Sylvia Aljana
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BeitragVerfasst am: 28.03.2015 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ah das kann ich gut verstehen. Ich habe von meinem eigenen Werk hier auch noch nichts gepostet, weil es zunächst bei verlagen zur Prüfung war. (Kam aber zu keinem Vertag der mir gepasst hätte) und jetzt kommt es wohl nächsten Monat im eigenverlag raus.

Ich hoffe du hälst uns über das jugenlich, geschwätzig freche Einhorn auf dem Laufenden.


_________________
"Ja, diese Welt der Träume hatten sie wohl gefunden, doch schien Fenia nie bedacht zu haben, dass es neben all den schönen, hoffnungsvollen und guten Träumen auch die Träume gab, die aus den dunklen Teilen der Seele erwuchsen."

Aus "Der Stern von Erui - Heimkehr"
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BlueNote
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BeitragVerfasst am: 29.03.2015 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

Na ja, recht flott erzählt ist die Geschichte ja ...
Mich stören die politischen Bezüge etwas, die in so einem harmlosen Text meiner Meinung nach nichts zu suchen haben. Die angesprochenen Themen sind ernst (zu ernst), das Einhorn aber ist es nicht.
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gold
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BeitragVerfasst am: 29.03.2015 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

BlueNote hat Folgendes geschrieben:
Na ja, recht flott erzählt ist die Geschichte ja ...
Mich stören die politischen Bezüge etwas, die in so einem harmlosen Text meiner Meinung nach nichts zu suchen haben. Die angesprochenen Themen sind ernst (zu ernst), das Einhorn aber ist es nicht.


hallo Merope,

BlueNote hat mir aus der Seele geschrieben. Es geht mir wie ihm. Diese Vermischung von Politik mit niedlichem Gebaren vom Einhorn bzw. dann in der Folge vom Raben wirkt auf mich sogar befremdend.

LG gold


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