16 Jahre Schriftstellerforum!
 
Suchen
Suchabfrage:
erweiterte Suche

Login

Jetzt erhältlich! Eine Anthologie von und mit unseren Usern. Jetzt bestellen! Die erste, offizielle DSFo-Anthologie! Lyrikwerkstatt Das DSFo.de DSFopedia


Dieses Werk wurde für den kleinen Literaten nominiert Oh nackter Wahrheit höhnisch Lachen


 

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Lyrik -> Werkstatt
 Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Trollbär
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 61
Beiträge: 157
Wohnort: Wabern / Nordhessen


BeitragVerfasst am: 09.02.2008 18:50    Titel: Oh nackter Wahrheit höhnisch Lachen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Oh nackter Wahrheit höhnisch Lachen

Oh nackter Wahrheit höhnisch Lachen
schlägst mir dein Grinsen ins Gesicht.
Lässt die Dämonen kalt erwachen
und Dunkelheit regiert das Licht.

Wie listig doch der Glaube Schein
sich meiner Seele hat bemächtigt.
Oh wie so quälend ist die Pein
die nicht zum  Dasein scheint berechtigt.

Doch voll des Mutes ganzer Kraft
die mich zum Leben auserkoren.
Mit Klugheit Stärke mir verschafft,
als hätte ich sie nie verloren.

Oh nackter Wahrheit höhnisch Lachen
wie leicht du zu durchschauen bist.
Und wie verwundbar deine Wachen
Zum Sieg braucht`s nicht mal eine List.


Detlev Zesny, im Februar 2008



_________________
Trollbär Lyrik
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Enfant Terrible
Geschlecht:weiblichalte Motzbirne

Alter: 29
Beiträge: 10245
Wohnort: München


Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 09.02.2008 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Im Großen und Ganzen gefällt mir dein Gedicht sehr gut, Detlev!
Es hat, unter anderem wegen der Wortwahl und der Satzstellung, einen sehr klassischen "Touch". Dieser wirkt aber nicht aufgesetzt, sondern verstärkt das Gedicht eher in seiner Aufrichtigkeit. Daumen hoch

Was mir nicht ganz so gut gefällt:

Zitat:
und Dunkelheit regiert das Licht.

Es ist nicht so sehr der Reim "Licht - Gesicht", den ich leider ein bisschen abgegriffen finde. Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll, aber in dem Zusammenhang deines Gedichts wirkt deine Zeile zu... selbstverständlich. Sie verrät zu viel, liest sich aber nach zu wenig. Sie macht so einen verallgemeinernden Eindruck, obwohl sie sicherlich auch eine eigene Dramatik birgt. Ist natürlich nur mein persönliches Empfinden, aber ich plädiere dafür, sie durch irgendetwas anderes zu ersetzen.

Zitat:
Wie listig doch der Glaube Schein
sich meiner Seele hat bemächtigt.
Oh wie so quälend ist die Pein
die nicht zum Dasein scheint berechtigt.

Ich kann mir nicht helfen, etwas stört mich an dieser Strophe, sie macht auf mich so einen... gekünstelten Eindruck. Das liegt zum Teil an dem Satzverdrehen, zum Teil an dem "Oh wie so quälend"... Natürlich willst du die Gefühle so effektvoll wie möglich beschreiben, aber hier finde ich, hast du zu viel des Guten: Es wirkt leicht aufgesetzt. Dramatisiert. Ich hoffe, du bist nicht beleidigt und verstehst, was ich meine. Auch hier würde ich eine Änderung vorschlagen - natürlich liegt es an dir, es ist ja dein Gedicht und du weißt selbst am besten, was hineinpasst und was nicht. Mir ist es eben ein bisschen negativ aufgestoßen.

Zitat:
Doch voll des Mutes ganzer Kraft
die mich zum Leben auserkoren.
Mit Klugheit Stärke mir verschafft,
als hätte ich sie nie verloren.

Oh nackter Wahrheit höhnisch Lachen
wie leicht du zu durchschauen bist.
Und wie verwundbar deine Wachen
Zum Sieg braucht`s nicht mal eine List.

Ja! Daumen hoch
Sehr schön finde ich übrigens die Symmetrie deines Gedichts: In den ersten beiden Quartetten die Niederlage, der Schmerz, die Verzweiflung, dieses Umzingeltsein von Trugbildern... die in der zweiten Hälfte aber überlistet werden vom Triumph des Lichts, der Wahrheit. Das Beste: Hier wirkt es trotz allem sehr natürlich und kaum pathetisch.

Gut!


_________________
"...und ich bringe dir das Feuer
um die Dunkelheit zu sehen"
ASP

Geschmacksverwirrte über meine Schreibe:
"Schreib nie mehr sowas. Ich bitte dich darum." © Eddie
"Deine Sprache ist so saftig, fast möchte man reinbeißen." © Hallogallo
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen MSN Messenger Skype Name
WhiteMonkeY
Eselsohr


Beiträge: 206



BeitragVerfasst am: 10.02.2008 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schließe mich der Einfachheit halber Terror an  Smile

Nur, denke ich nicht, dass du das Gekünstelte der Dramaturgie wegen reinbringst, sondern weil du -wie so viele- süchtig nach der "perfekten" Silbenzahl bist. Das kannst du natürlich so machen, aber dann solltest du länger nach Alternativen suchen.
Ich würde dem Lesefluss den Vortritt geben und das „so“ einfach streichen :
--> Oh wie quälend ist die Pein
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Trollbär
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 61
Beiträge: 157
Wohnort: Wabern / Nordhessen


BeitragVerfasst am: 11.02.2008 13:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich denke drüber nach. Das "so" werde ich streichen, da hast Du vollkommen recht, danke.
Gruß Detlev


_________________
Trollbär Lyrik
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
WhiteMonkeY
Eselsohr


Beiträge: 206



BeitragVerfasst am: 11.02.2008 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Aber nur nachdenken - eigentlich finde ich die Dunkelheit-Zeile ganz ok  Wink
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
MosesBob
Geschlecht:männlichGehirn²

Administrator
Alter: 42
Beiträge: 20120

Das Goldene Pfand DSFo-Sponsor



BeitragVerfasst am: 08.03.2008 23:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Trollbär!

Ich finde dieses Gedicht richtig gut. Der Rhythmus ist glatt und freundlich, eine richtige kleine Komposition, die Sprache ist anheimelnd und einige Reime sind richtige Zungenschnalzer. Sehr, sehr gerne gelesen. Lediglich das "so" würde auch ich streichen.

Beste Grüße,

Martin


_________________
Das Leben geht weiter – das tut es immer.
(James Herbert)

Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt untergeht, wird die eines Experten sein, der versichert, das sei technisch unmöglich.
(Sir Peter Ustinov)

Der Weise lebt still inmitten der Welt, sein Herz ist ein offener Raum.
(Laotse)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Lyrik -> Werkstatt Alle Zeiten sind GMT - 11 Stunden
Seite 1 von 1



 
 Foren-Übersicht Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.
In diesem Forum darfst Du keine Ereignisse posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen

Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Auf der Wahrheit ruht ein Flügelschlag Patrick Schuler Trash 3 29.11.2021 13:11 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Nackter Mozart Cholyrika Werkstatt 3 06.11.2021 16:27 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Lügen und Wahrheit Struppisstruppigegedanken Werkstatt 4 04.11.2021 21:13 Letzten Beitrag anzeigen
Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten. Klima Klimax – Die ungeschminkte Wahr... Mogmeier Trash 72 05.10.2021 02:26 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Euer Schreibplatz - Vision und Wahrheit Raven1303 Profession Schriftsteller (Leid und Lust) 30 26.10.2020 21:49 Letzten Beitrag anzeigen

BuchBuchBuchEmpfehlungEmpfehlungBuchEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungBuch

von Ralphie

von spinat.ist.was.anderes

von pna

von Minerva

von Mercedes de Bonaventura

von Sabine A.

von Mogmeier

von EdgarAllanPoe

von Nicki

von jon

Impressum Datenschutz Marketing AGBs Links
Du hast noch keinen Account? Klicke hier um Dich jetzt kostenlos zu registrieren!