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Historischen Roman komplett erfinden, geht das?

 

 
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josephine
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 499



BeitragVerfasst am: 26.04.2013 19:01    Titel: Historischen Roman komplett erfinden, geht das? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

in meinem Kopf schwebt so eine Idee über ein historisches Adelspärchen, dass es nie gegeben hat. Also ich würde quasi eine adlige Linie erfinden, die Burg der Personen, auch einen Krieg, den es niemals gegeben hat. Eigentlich soll es eher eine Liebesgeschichte im historischen Rahmen werden, die sich in erster Linie mit diesem Pärchen beschäftigt, die allerhand erleben, bis sie das große Glück finden. .... So halt in Kürze.

Jetzt meine Frage, kann man so etwas überhaupt machen, oder sollten historische Romane auch immer einen geschichtlichen Hintergrund haben? Krieg ich das um die Ohren gehauen? Was meint ihr dazu?

lg
Josephine


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Landschwabe
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 87



BeitragVerfasst am: 26.04.2013 19:38    Titel: Antworten mit Zitat

Historisch / Geschichtlich sollte/muss authentisch sein. Soweit sich Fakten ermitteln lassen.

Sonst gehört es in die Kategorie Märchen/Phantasie
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Jo-jo
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 22
Beiträge: 61
Wohnort: Schw. Gmünd


BeitragVerfasst am: 26.04.2013 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Josephine,

ich denke, das kommt darauf an, wie viel oder wie wenig du zu dem historischen Hintergrund schrieben willst. So pauschal kann man das schlecht sagen. Ob der Leser das so mag, hängt sicher von der Art deines Romans und von der Zielgruppe ab.
Generell wirst du nicht drum herum kommen, historische Verhältnisse einzubeziehen. Ganz ohne geschichtlichen Hintergrund geht nicht, dann wäre das ja kein historischer Roman mehr. Aber eine Familie zu erfinden, geht denke ich schon. Rebecca Gable macht das auch.

Wann und wo spielt dein Roman denn? Es gibt ja Epochen, über die man nur sehr wenig weiß, da kannst du so etwas leichter machen. Aber andere sind sehr gut dokumentiert.
Einen ganzen Krieg zu erfinden, ist natürlich viel. Ich würde dir raten, wenn möglich einen zu nehmen, den es wirklich gab. Da kannst du auch ein paar Details ändern, aber insgesamt sollte es natürlich stimmen.

Viel Erfolg!
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josephine
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 499



BeitragVerfasst am: 26.04.2013 19:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für die Antwort. Das mit dem Krieg ist eine gute Idee, also einen echten dafür herzunehmen. Die Geschichte soll so im 12. Jahrhundert spielen und sich zum größten Teil um die beiden Protas drehen. Den Krieg brauche ich nur, weil er für vier Jahre verschwinden muss, um heimzukommen und etwas herauszufinden. Dann geht die eigentliche Geschichte los, die dann auf dieser Burg spielt, wo die beiden dann ein Abenteuer mit Irrungen und Wirrungen erleben, das dann zu einem guten Ende kommt. Recherche würde es selbstverständlich zum Leben, Sitten, Gebräuchen im Mittelalter geben, aber die Personen die im Roman spielen, und den Handlungsort hat es halt nicht gegeben.

Ich will es auch nicht unbedingt als historisch laufen lassen, vielleicht auf Romantacy im Mittelalter, habe halt keine Ahnung, ob das überhaupt geht.


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Murmel
Geschlecht:weiblichSchlichter und Stänker

Alter: 63
Beiträge: 7535
Wohnort: USA
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BeitragVerfasst am: 26.04.2013 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

Romantasy ist offenbar das richtige Genre. Historische Fantasy, wobei die Gefahr besteht, dass du mit Werwölfen und Vampiren in einen Topf geworfen wirst.

Die Forderung an Historischem Roman ist:
historische Personen und/oder historisches Ereignis
Der Grund dafür liegt in der Erwartungshaltung der Leser. Viele Histoliebhaber kaufen Historisches um auf unterhaltsame Weise Neues aus der tatsächlichen Geschichte zu lernen. Das wurde etwas in der Histoblase aufgeweicht, aber wir befinden uns in einem Reinigungsprozess im Histogenre.


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Jo-jo
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 22
Beiträge: 61
Wohnort: Schw. Gmünd


BeitragVerfasst am: 26.04.2013 19:56    Titel: Antworten mit Zitat

Nur weil nicht alle Fakten stimmen, ist etwas noch keine Fantasy. Wenn aber irgendwelche erfundenen Kreaturen oder irgendeine Art von Magier vorkommt, kann man das natürlich sagen.
Soweit ich weiß, gibt es auch Fabtasy, die im Mittelalter spielt. Über Romantasy weiß ich leider nichts, aber das müsste auch gehen.
Im 12. jahrhundert ist das wohl kein Problem. Da gabs sicher genug Kriege (oder sonstige Konflikte). Es gibt natürlich noch andere Möglichkeiten, jemand im Mittelalter verschwinden zu lassen. Vielleicht muss er seinen Lehnsherrn auf einen Kreuzzug begleiten oder so was.

Lg Jojo
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josephine
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 499



BeitragVerfasst am: 26.04.2013 19:57    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Okay, dann ist das wohl keine gute Idee.  Sad  Schade, wäre eigentlich eine ganz interessante Geschichte geworden.  Twisted Evil

Aber machen Autoren wie Iny Lorenz das nicht auch (nicht gleich die Augen verdrehen Leute Laughing ) Meine nur, bei denen stimmt doch auch vorne und hinten nichts, und die liegen sogar zwischen den Historienschinken.


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josephine
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 499



BeitragVerfasst am: 26.04.2013 19:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Oh JoJo, du warst schneller als ich  Very Happy  Und baust mich auf, das freut mich. Vielleicht schreibe ich mal die ersten Kapitel und suche mir dann ein paar Probeleser und wenn die alle mit dem Kopf schütteln, hake ich es als Schreibübung ab. Aber jucken würde es mich schon. Nur wenn ich später damit Null Chancen auf dem Markt habe, für was dann die ganze Mühe?

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Landschwabe
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 87



BeitragVerfasst am: 26.04.2013 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man sich die Stammbäume der Adligen zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert in Europa anschaut, dürfte es kein Problem sein, eine Seitenlinie zu erfinden.

Die Fakten des gewählten Jahrhundert sind doch relativ leicht zu recherchieren.

Erbfolgekriege und Kreuzzüge gab es einige. Bestimmt lassen sich auch regionale Konflikte finden.
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Murmel
Geschlecht:weiblichSchlichter und Stänker

Alter: 63
Beiträge: 7535
Wohnort: USA
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 26.04.2013 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

josephine hat Folgendes geschrieben:
Aber machen Autoren wie Iny Lorenz das nicht auch (nicht gleich die Augen verdrehen Leute Laughing ) Meine nur, bei denen stimmt doch auch vorne und hinten nichts, und die liegen sogar zwischen den Historienschinken.


Das stimmt, und das ging, denn mittels Sex sells haben die Autoren erfolgreich die Liebhaber des, na sagen wir einmal, erotischen Liebesromans ins Mittelalter geschickt. Das führte zu einer Histoschwemme, und diese ist nun eingetrocknet. Übrig bleiben Histos wie sie sein sollten: nahe an der Realität.

Versuche halt, trotz der erfundenen Personen und Ereignisse, nahe an der geschichtlichen Realität zu bleiben. Ein gutes Beispiel ist der Spielmann von Ingrid Ganß - sie wurde allerdings zuerst nicht verlegt und musst den Weg des Selbstverlegens gehen.


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suntime
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 439



BeitragVerfasst am: 26.04.2013 23:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo josephine!

Also ich meine, wenn du eine gute Geschichte im Kopf hast, dann bringe sie zu Papier. Ich würde das mit dem historischen Raman nicht so ernst nehmen. Wenn es so ist, wie du sagst, dass du das historische Leben zu der Zeit wiedergibst, dann wäre das für mich okay.

Du kannst ja schreiben: In Anlehnung an ..., oder inspiriert durch ...

Je erfundener die Geschichte ist, desto weniger konkret kannst du natürlich in der Beschreibung dazu werden. Also etwas wie in der folgenden Art schreiben: Im 14. Jahrhundert in Köln ...  Das bringt die Historiker auf den Plan, die sich mit Köln zu dieser Zeit auskennen. Aber: In einem Dorf, nur ein paar Tagesritte von Köln entfernt, ...

Ich denke, wenn du eine stimmige Geschichte mit dem passenden Setting vor Augen hast, dann sollte es auch einen Weg geben, sie zu Papier zu bringen.
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preusse
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1194
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 27.04.2013 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Also, ein paar historisch belegte Personen und Fakten sollte ein historischer Roman schon enthalten. Sonst ist er halt alles andere.
Das kostet ein bisschen Mühe bei der Recherche, aber es lohnt sich.
Man braucht doch, wenn man es sich einfach machen will, nur die Zeit festzulegen und die mal zu googeln.
Da kommen so viele interessante Sachen, das glaubst du kaum.
Hüte dich aber davor, die Geschichte zu verfälschen oder sie dir zurecht zu biegen. Das machen manche Autoren gern und werden dann von den Fans des Genre regelrecht verhauen.
Ein klassisches Beispiel ist immer wieder ein Treffen zwischen Richard Löwenherz und Sultan Saladin, das es definitiv nie gegeben hat.
Bei mir fliegt ein solches Buch sofort in die Ecke, stoße ich auf derartige Fehler.
Oder Kartoffeln auf dem Kreuzzug, igitt!


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josephine
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 499



BeitragVerfasst am: 27.04.2013 12:05    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

ihr habt natürlich recht mit euren Bedenken, wegen der Historie. Danke für eure Antworten. Mir hat das selbst keine Ruhe gelassen und der Ehrgeiz erwacht langsam  Very Happy Ob ich mich damit übernehme, werde ich wohl im Verlauf sehen.
Auf jeden Fall habe ich gestern ein wenig bei den Schlössern und Burgen in meiner Umgebung recherchiert und da gibt es einen Knilch, der supergut dazu passen würde. Er war sogar auf dem zweiten Kreuzzug (der dauerte wohl drei Jahre) mit An- und Abreise kann ich wohl vier Jahre daraus machen. Außerdem hat er eine Ehefrau, von der das genaue Geburtsdatum nicht bekannt ist, was mir in die Hände spielt. Sie hat nämlich bei der Vermählung ein gewisses Alter. Seine Stammburg hat ein Zentralarchiv, das für jedermann einsichtig ist und da werde ich wohl mal hinfahren und schauen, was der noch so getrieben hat. Er kannte wohl Barbarossa durch den Kreuzzug persönlich. Das könnte man ja auch noch einspinnen. Mal sehen, ob und was daraus wird.


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Beiträge: 87



BeitragVerfasst am: 27.04.2013 13:38    Titel: Antworten mit Zitat

Das entwickelt sich doch sehr gut. Ich wünsche dir viel Erfolg für dein neues Buch. Daumen hoch
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Beka
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Beiträge: 3163



BeitragVerfasst am: 27.04.2013 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

josephine hat Folgendes geschrieben:
ihr habt natürlich recht mit euren Bedenken, wegen der Historie. Danke für eure Antworten. Mir hat das selbst keine Ruhe gelassen und der Ehrgeiz erwacht langsam  Very Happy Ob ich mich damit übernehme, werde ich wohl im Verlauf sehen.

Jau, so fängt es an. lol
Und dann recherchierst du, und recherchierst, kommst von Höckchen auf Stöckchen, findest hier noch Details, und dort,  und merkst: Es macht Spaß und es bringt neue Ideen. smile

Viel Vergnügen!

Liebe Grüße
Beka


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Lapidar
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BeitragVerfasst am: 28.04.2013 19:42    Titel: Antworten mit Zitat

preusse hat Folgendes geschrieben:

Oder Kartoffeln auf dem Kreuzzug, igitt!


ja.. das ist mir auch mal aufgefallen.. da lese ich ganz harmlos einen Roman übers Mittelalter und die essen als Arme Leute essen Kartoffeln.. hat mich dann doch leicht irritiert.. und kurz verunsichert..

Deshalb sind mir über die letzen Jahre auch historische Romane irgendwie vergällt worden. Nicht dass ich pedantisch bin aber ein bisschen Realtiätsbezug ist doch durchaus wichtig finde ich.
Ich bilde mir ein, dass die historischen Romane früher besser recherchiert waren.. so die von Elisabeth Goudge. (40er bis 70er Jahre) , oder die Suthcliff..


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josephine
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 499



BeitragVerfasst am: 28.04.2013 20:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich finde auch ein gewisses Maß an Historie wichtig, also bspw. die Lebensweise der Menschen in dem Jhd. in dem die Geschichte spielt. Aber meiner Meinung nach gibt es zwei Arten von Historienbücher, die einen befassen sich vorrangig mit den historischen Ereignissen und da muss dann natürlich alles stimmen. Die anderen haben aber mehr ein persönliches Schicksal von einem oder mehreren Protas im Blick. Da ist Historie wichtig, aber sie spielt nicht die vorherrschende Rolle, sondern die Geschichte dieser Personen.
Zum anderen habe ich auch schon hervorragend recherchierte und wiedergegebene Bücher gelesen, bloß war es dort dann so, da gab es viel Hin- und Her, Brimborium, da ging buchstäblich die Welt unter, aber ich saß auf dem Sofa und habe nichts davon gemerkt, weil der Autor es einfach nicht geschafft, hat die Geschichte spannend zu vermitteln. Was nützen mir dann meine besten Geschichtskenntnisse, um es mal überspitzt auszudrücken. Ja, ich weiß. Im Idealfall passt beides.  Smile


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