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Dominik Klama checks in.

 

 
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Gast







BeitragVerfasst am: 15.03.2012 20:39    Titel: Dominik Klama checks in. eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Auf den User-Proflen der Kontaktsucheplattform gayromeo liest man Texte in etwa folgender Manier so oft, dass einem die Augen irgendwann davon weh tun:


Hallo, ja, ich bin jetzt auch hier. Mal sehen, was hier so geht. Ich weiß noch nicht so genau, was ich eigentlich such, ich lass das einfach mal auf mich zukommen. Ich bin ja schon sehr gespannt Smile
Wenn du was fragen willst, schreib mich einfach an. Ich antworte auf jede Message. (Außer fette alte Opis natürlich.)
Ich weiß jetzt gar nicht, was man hier so schreiben sollt. Fällt mir grad nichts ein. Aber das kommt noch. Ich versprech's. Wie gesagt: einfach fragen, ich beiß nicht.
Und wenn du hier einen Rechtschreibfehler findest: Da kannst ihn behalten.


Da ich keinen dieser Sätze jemals im Leben irgendwo hingeschrieben oder in irgendeiner Runde geäußert habe, tat ich es hiermit.
Man soll ja alles mal ausprobieren - außer Inzest und Volkstänzen.


Aber doch noch:
Textumfang sollten 500 bis 3000 Wörter sein. Da weiß ich nun nicht, ob ich hier alt werde.
Gerade mal ausgemessen. Mein letzter Text hatte knapp über 7000 Wörter. Andererseits: Ich habe noch nie was geschrieben, das länger als 50 Seiten war.

Ja ja, man kann es aufteilen auf mehrere Folgen. Ich weiß schon. Aber das mag ich gar nicht. Weder als Autor noch als Leser. Ich finde, man kann sich ein zutreffendes Bild über ein Werk nur machen, wenn man es komplett gelesen hat. Ich finde, wenn man ein Buch aufschlägt oder einen Thread aufklickt, dann soll man ganz unkomplizert nachschauen können, wie lang das wird. Soll mal hier, mal dort einen Passus lesen können - und dann entscheiden, ob man wirklich so viel Text lesen will - oder nicht. Dann kann man es ja lassen, wenn man gewohnt ist, immer nur 500 Wörter aufs Mal zu kapieren.
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Maria
Geschlecht:weiblichEvolutionsbremse

Alter: 48
Beiträge: 7729

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Ei 4


BeitragVerfasst am: 16.03.2012 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

Herzlich willkommen Dominik.

Bei der Wortbegrenzung geb ich dir zum Teil recht. Wenn Texte, die im gesamten vll. 1200 umfassen nach 600 geteilt werden, dann ists natürlich oft anstrengend zu warten bis das gute Stück fertig eingestellt ist.
Bei Werken darüber brechen aber viele Leser genau da ab: am Monitor zu lesen ist anstrengend. Zumal das DSfo ein Forum für Textarbeit ist; eine Detailkritik zu einem Werk von rd. 1000 Wörtern dauert wirklich ewig und drei Tage. Da ist es schon sinnvoll es in mundgerechte Happen zu zerteilen, denn wenn es nicht wirklich schon vom ersten Wort an ein Kracher ist, wird meist nur wenig bis gar nicht weitergelesen.
Einfach konsumiert wird hier eher selten wink

Schau dich um und viel Spaß hier.
LG
Maria


_________________
Give me sweet lies, and keep your bitter truths.
Tyrion Lannister
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Gast







BeitragVerfasst am: 17.03.2012 14:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lesen ist nicht "einfach Konsumieren". Oder sollte dies zumindest nicht sein. Kein Werk ist allein dadurch fertig, dass es sein Autor in die Welt wuchtet. Sondern entsteht erst im Hirn des Lesern während dem Vorgang des Lesens. Der Leser schreibt das Werk mit. Und der Autor kann ihn nur zu manipulieren versuchen, aber letztlich niemals beherrschen, wie der Leser etwas liest.

Es bringt nicht so ungeheuer viel, in Scheibchen zwei eines Zehn-Scheibchen-Werkes an drei Stellen den umständlichen Satzbau oder die farblosen Adjektive zu kritisieren, wenn sich irgendwann mal raustellen wird, dass das gesamt Werk von der Grundanlage her nichts taugt. Andererseits können, zumindest mich, eine "unerhörte Geschichte", ein faszinierendes Personal, eine fühlbare Lust am Spiel mit der Sprache, eine clevere Dramaturgie, eine eigentümliche Autor-Stimme über so manche sprachlichen Mängel, entbehrliche Passagen, Tippfehler etc. wegtrösten.

Für mich enthalten solche Foren immer die Gefahr des selbstgerechten Herumdokterns an vermeintlich "falschen Wörtern" (wer macht das eigentlich bei Kafka, Frisch oder Walser, gab's dergleichen bei denen nie?), bei gleichzeitiger ziemlicher Blindheit, wo das Werk als Komplettes im Gesamtschreibensprozess der Deutschsprachigen etwa anzusiedeln wäre.

Selbstverständlich ist das Lesen längerer Texte in der Internetform alles andere als optimal. Früher mal hatte ich so eine unzuverlässige Internetverbindung, dass mir dabei zusätzlich die beständige Angst im Nacken saß, das Ding könnte abstürzen, wenn ich nicht sehr schell läse. Damals habe ich diese Methode entwickelt:

Ich markiere im Internet den gesamten Text. Ich kopiere ihn in eine bei mir bereits vorhandene Word-Datei. Diese weist dieselben Formatierungen auf wie die eigenen Texte, an denen ich arbeite. Ich bin also gewohnt, sehr lange Zeit auf Texte am PC in DIESER Darstellungsform zu blicken. Während ich lese, markiere ich Stellen, auf die ich in meinem Kommentar wahrscheinlich eingehen will, und kopiere sie alle unter das Werk. Erst, wenn ich alles gelesen habe - und sei es noch so lang -, schreibe ich die erste Zeile meines Kommentars. Ebenfalls dort unten in meiner Word-Datei. Am Ende markiere ich den gesamten herüberkopierten Werktext noch einmal und lösche ihn aus mit einem Klick, weil ich ihn doch nicht aufheben muss, er steht ja auch im Internet. Dann gehe ich ins Textfenster des Forums und liefere meine Antwort ab.

Auf diese Weise habe ich an anderer Stelle schon etwa zweihundertfünfzigseitige Bücher gelesen und kommentiert.

Andererseits stelle ich fest, dass, jedes Mal, wenn ein Werk mir in sieben oder siebzehn Teile portioniert gereicht wird, ich irgendwann, etwa zwischen Teil fünf und sechs, beim Klicken auf den Link drauf komme, dass ich auch was Besseres mit meiner Zeit machen könnte, als stundenlang im Internet herumzuklicken. Immer an diesen Teil-zu-Teil-Klickstellen steige ich aus. Zumal ich eben bei dergleichen vorher nie nachgesehen habe, wie lang das insgesamt werden wird, was ich aber bei einem En-bloc-Werk mache, bevor ich zu lesen beginne.
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Gast







BeitragVerfasst am: 17.03.2012 14:51    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Und, Maria, ich kenne zwar von deiner Lese-Empfehlungen-Liste nichts außer der "Liebesblödigkeit" und dem einen oder anderen Text von Max Goldt und Martin Suter (den ich nicht besonders schätze), vermerke aber mit Freuden, dass das mal eine Liste ist, die sich nicht aus demselben zusammensetzt, aus dem sich solche Listen üblicherweise zusammensetzen.
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G.T.
Klammeraffe

Alter: 34
Beiträge: 701



BeitragVerfasst am: 18.03.2012 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Moin, Dominik!

Einerseits wünsche ich dir viel Vergnügen (nein, Asche auf mein Haupt, ich meine viele bereichernde Erfahrungen) in diesem Forum, andererseits frage ich mich: Aus welcher Motivation heraus hast du dich hier angemeldet?
Nach deinen bisherigen Kommentaren zu schließen ist ein Forum, in dem mitunter harsch an Texten, die nicht zu lang sind, herumgedoktert wird (und so ist es hier nun einmal) genau das, was du nicht willst.
Es würde mich interessieren, was du dir von uns erhoffst.

Gruß.    G.T.
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Gast







BeitragVerfasst am: 19.03.2012 14:27    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Oh, ich will selbstverständlich, dass meine Werke gelesen werden. Auch wäre schön, wenn das eine Million Leute tun, da ich immer noch davon träume, berühmt und durch meine Werke unsterblich zu werden. Und superreich noch dazu. Und auf dem erotischen Gebiete noch etwas erfolgreicher sowieso. Allerdings wären mir, wenn sich die Wahl je stellte, fünf Leser, welche meine Werke ganz und gern gelesen haben und dann auf eine irgendwie sympathisierende Weise auseinanderpflücken, lieber als 50.000 Leser, die nur gelesen haben, was der Mensch vor ihnen als Antwort gepostet hat oder zehn Zeilen gelesen haben irgendwo im Werk drin und jetzt meinen, das taugt nichts und sie müssen die Welt vor mir bewahren.

Auch würde ich gerne eine ganze Menge von Werken von Kollegen lesen, die ich nicht lese, weil ich die Kollege mag, sondern weil ich die Werke mag. Ich müsste halt die Werke wirklich mögen, auf ihre jeweilige Art. Und dazu müsste ich sie vielleicht etwas leichter aufspüren können als hier im DSFo, wo immer, wenn ich aufs Profil von jemand gehe, dann dessen gesammelte Texte mir anzeigen lassen, erst mal überhaupt keine Werke erscheinen, sondern eine unendliche Latte von Chat-Diskussionsbeiträgen.

Ich bin ja noch ganz neu hier, habe erst zwei Texte eingestellt und erst ein Werk von sonst wem gelesen. Ich kam hierher, weil ich hörte, hier gehe es ziemlich streng zu, was Kritik betrifft. Das wollte ich mal sehen. Ich bin schon seit Jahren in einem anderen Forum aktiv. Und das hier ist erst mal nur Nebenbei-Probieren. Und vielleicht ist es ja nichts für mich. Kann ich momentan noch nicht beurteilen. Jedenfalls störte mich in jenem anderen Forum wiederholt, dass dort Text vor allem auf Grund ihrer Thematik eingeschätzt werden. Etwa so: Wenn ich einen Text gegen die Gewalt gegen Kinder in einem Krieg schreibe, ist das ein guter Text. Wenn ich einen Text über die Herrlichkeit des Schnapssaufens schreibe, ist das ein blöder Text. Auch mochte ich dort immer weniger, dass insgesamt eigentlich selten tatsächlich kritisiert wird. Wem was nicht gefällt, der klickt es weg bzw. reagiert mit eisigem Schweigen. Dafür wird in großer Zahl ziemlich unreflektiert gelobt und sich gegenseitig auf die Schulter geklopft.

Darum hat mich's interessiert, als ich hörte, im DSFo werde ziemlich schonungslos kritisiert. Das wollte ich mal sehen.

Thomas Bernhard, einer meiner Lieblinge, schrieb mal: "Ein Autor braucht keine Kritik, ein Autor braucht Ermutigung." Aber nein, so sehe ich das nicht mal. Ich übe sehr gern und einigermaßen hart Kritik, dann muss ich das auch selber aushalten können, bzw. es interessiert mich auch, es zu erfahren. Aber dann bitte so, dass ich mitkriege, der, der kritisiert, kann selber auch etwas. Wie ja auch ich was kann, wovon ich überzeugt bin. Und nun unterhalten wir uns auf der Ebene von Sportskameraden, die sich erählen, was sie am Spiel des anderen bemerkt haben. Und bitte nicht auf der Ebene der ach so literaturkundigen Leistungskurs-Deutsch-Lehrerin, die im Aufsatz von Klasse 12 alle drei Zeilen etwas rot unterschlängelt und "Wortwiederholung" oder "Zeichensetzung" an den Rand schreibt. Dann drunter: "Das war schon sehr schön. Aber nächstes Mal musst du ein wenig konzentrierter arbeiten. Ich freue mich, dass du solche Fortschritte machst."

Hey Mann, wer ist die Tuss, dass sie mir so was sagen darf!

Bisher habe ich im ganzen Leben, wenn ich las, Bücher gelesen. Und keine einzelnen DIN A4 Seiten, die dann wie Romane besprochen wurden. Und da ich in der Lage bin, ganze Bücher zu lesen, bin ich auch in der Lage, mich in Formaten über etwas auseinanderzusetzen, welche über das der SMS hinausgehen.
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Nordlicht
Geschlecht:weiblichWaldschrätin


Beiträge: 4192



BeitragVerfasst am: 19.03.2012 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Auch würde ich gerne eine ganze Menge von Werken von Kollegen lesen, die ich nicht lese, weil ich die Kollege mag, sondern weil ich die Werke mag. Ich müsste halt die Werke wirklich mögen, auf ihre jeweilige Art. Und dazu müsste ich sie vielleicht etwas leichter aufspüren können als hier im DSFo, wo immer, wenn ich aufs Profil von jemand gehe, dann dessen gesammelte Texte mir anzeigen lassen, erst mal überhaupt keine Werke erscheinen, sondern eine unendliche Latte von Chat-Diskussionsbeiträgen.


Die eingestellten Prosa- und Lyriktexte von DSFo-Usern findest du auf den Profilseiten ganz unten, unter den Buchempfehlungen - "Sowiesos Werke".


_________________
If I waited for perfection, I would never write a word - Margaret Atwood
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Gast







BeitragVerfasst am: 21.03.2012 02:50    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich würde noch viel mehr löschen, wenn ich könnte.
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