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Komischer Moment im Spätsommer


 

 
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Schmierfink
Lyroholiker

Alter: 30
Beiträge: 1198



BeitragVerfasst am: 05.07.2010 19:20    Titel: Komischer Moment im Spätsommer eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ein seltsamer Tag
voller vergangener Lächeln
irgendwo im September
mitten in der Einsamkeit
der Lektüre germanistischer Aufsätze
über das schuldlose Schuldigwerden,
mein Unverständnis
über eine Reihe
von für sich betrachtet
ganz belanglosen Worten.

Die gezeigten Zähne
eines bleichen Mädchens
am Regal weiter hinten
(sie erinnert...
....mich an jemanden)
in der Abteilung Komparatistik
ein kalter Luftzug
wie der Gedanke
an die liebsten Verse
auf deinen Lippen.
(Glaub nicht das wäre
mit irgendetwas
vergleichbar gewesen)

Zwischen den Stühlen
zwei Schritte zurück
gegen die Aussicht
vom Lachen der Menschen
gefüllter Parks,
das war nötig.
Vorallem die Frauen
kaum zu ertragen.
Sehen aus wie du
die Erinnerungen
an (glückliche) Tage
ausnahmslos.

Umblättern
und weiter lesen,
mehr
ist nicht länger zu tun.
Keine Gedichte
und Rührseligkeiten.

Es ist nichts
Besonderes,
nur die Arbeit
in einer Bibliothek
glaube ich und friere
bei durchschnittlicher Hitze.
Vollkommen gewöhnlich
wische ich mir
den Schweiß von der Stirn.

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Kolumbienchen
Schmierfink

Alter: 45
Beiträge: 56



BeitragVerfasst am: 05.07.2010 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag Unbekannter,

Das ist mir to much.
Der Inhalt gefällt mir gut.
Die Ausführung weniger. Zuviel Worte. Aber das wird Geschmackssache sein.

Herzlichst
Kolumbienchen
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MrPink
Geschlecht:männlichLyromane

Alter: 49
Beiträge: 2804
Wohnort: Oberbayern
Der Bronzene Wegweiser


BeitragVerfasst am: 05.07.2010 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Kann ich nur am Stück weglesen und gar nicht aufhören. Zum Schluss die schnöde Erkenntnis: geil!

andi
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Schmierfink
Lyroholiker

Alter: 30
Beiträge: 1198



BeitragVerfasst am: 05.07.2010 22:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Guten Abend Bekannte,

Ist auch eher to go, halt so nen Schnellimbissgedicht.
Die Zutaten sind schon ganz cool und so, aber die Zubereitung hat nicht die Liebe erfahren, die sie verdient hätte. Bestimmt eine Sache des Geschmacks, aber Worte, gab es, finde ich, noch nie zu viele.

Hey Pinky;),

Darauf die knappe Antwort: Übergeil!

einen liebenden Gruß
euer Drive In @ MC Kognito
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Schmierfink
Lyroholiker

Alter: 30
Beiträge: 1198



BeitragVerfasst am: 06.07.2010 12:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Sry für den Doppelpost, aber ich wollte mich noch gerne enttarnen, man soll ja wissen wer den Unsinn hier verbricht.

lg
Schmierfink
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Jocelyn
Bernsteinzimmer

Alter: 55
Beiträge: 2653
Wohnort: Königstein im Taunus
Das Silberne Fahrrad Ei 1



BeitragVerfasst am: 06.07.2010 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

Schmierfink hat Folgendes geschrieben:
Sry für den Doppelpost, aber ich wollte mich noch gerne enttarnen, man soll ja wissen wer den Unsinn hier verbricht.

lg
Schmierfink


Hallo Schmierfink,

ich finde nicht, dass du dein Gedicht als Unsinn abtun kannst.
Ich bin sehr positiv überrascht von dir. (Manchmal ist Inkognito einfach gut.)

So etwas angenehm Schlichtflüssiges und doch Nachdenkliches hatte ich bisher nicht von dir gelesen.
Allerdings hatte ich in letzter Zeit von dir nicht viel angeklickt. Deine Verse waren mir immer irgendwie zu wenig geradeaus oder kompliziert gewesen.

Hier komme ich ohne Kopfschmerzen und mit einem Gefühl von Das-gefällt durch.

Eine schöne Momentaufnahme, gerne gelesen, Jocelyn


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If you dig it, do it. If you really dig it, do it twice.
(Jim Croce)

Die beständigen Dinge vergeuden sich nicht, sie brauchen nichts als eine einzige, ewig gleiche Beziehung zur Welt.
(Aus: Atemschaukel von Herta Müller, Carl Hanser Verlag, München 2009, Seite 198)

"Si Dieu n'existait pas, il faudrait l'inventer."
(Voltaire)
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Schmierfink
Lyroholiker

Alter: 30
Beiträge: 1198



BeitragVerfasst am: 06.07.2010 15:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey Jocelyn,

keine Sorge, ein wenig Understatement ist schon dabei gewesen in der Aussage. wink

Danke schön, freut mich wenn es funktioniert, genau da will ich nämlich hin, ein wenig angenehm zu lesen könnten meine Texte schon sein denke ich, schön wenn ich dich mit diesem erreichen konnte. Vielleicht freut es dich und andere, dass es zukünftig mehr in dieser Richtung geben wird vom Finken.

Dankeschön.
lg
Schmierfink


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"Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen."
Heinrich Heine

"Ich gebe Zeichen von mir, Signale . . . Ich schreie aus Angst, ich singe im Dschungel der Unsagbarkeiten"
Max Frisch

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Georg Büchner
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EdgarAllanPoe
Geschlecht:männlichPoepulistischer Plattfüßler

Alter: 28
Beiträge: 3309
Wohnort: Greifswald
Bronzene Harfe Die Goldene Bushaltestelle
Goldene Feder Lyrik


Die Tauben
BeitragVerfasst am: 06.07.2010 18:32    Titel: Antworten mit Zitat

(Ha! Ich hab gewusst, wer sich hinter der Maske verbirgt. Spricht für dich! Und die Anakoluthe haben dich mal wieder enttarnt.)

Hallo Schmierfink!

Auch dieses Gedicht gefällt mir, es entwickelt wie viele deiner anderen Texte einen Sog. Da habe ich gleich den September vor Augen, und der (Herbst-)Monat aus deinem Text greift mir mit seinen blättrigen Händen in den Nacken. Dazu die Melancholie, die einen oft beim Betrachten des sich färbenden Laubs erfasst, die Erkenntnis, dass die Sonnenzeit sich dem Ende entgegen neigt, um hinter dem Horizont zu verschwinden, während sie der Bläue des Winters die Türen öffnet.
Genauso verhält es sich mit der Liebe: Plötzlich steht da ein Mädchen, das einen an verflossene Zeiten erinnert, jedoch nicht an die damalige Stärke der eigenen Empfindungen herankommt. Ja, dieser Moment "irgendwann im September" hat etwas von Abschied. Jedoch weiß dein Lyrisches Ich nicht, ob es sich jemals wieder so jemandem hingeben kann wie noch vor kurzem. Während der Sommer langsam in den Leerlauf übergeht, um schließlich völlig stillzustehen, hängt es - über germanistischen Aufsätzen, die keinen Sinn ergeben, wissenschaftliche Wortknäuel - seinen Gedanken nach.
Das Gedicht endet mit einer Alltagssituation, die typisch für den Sommer ist, auch für den endenden. Es bleibt in der Schwebe hängen. Das ist aber nicht schlimm. Das ist sogar genau richtig. Denn genau wie für das Lyrische Ich bleibt es auch für uns ungewiss, wie es in der Zukunft mit allem (mit der Liebe) weitergehen mag.

Liebe Grüße,

Eddie


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(...) Das Gedicht will zu einem Andern, es braucht dieses Andere, es braucht ein Gegenüber. Paul Celan

Life is what happens while you are busy making other plans.
- JOHN LENNON, "Beautiful Boy"

Uns gefällt Ihr Sound nicht. Gitarrengruppen sind von gestern. (Aus der Begründung der Plattenfirma Decca, die 1962 die Beatles ablehnte.)
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 7039
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 06.07.2010 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Schmierfink,

du hast die Stimmung dieses „seltsamen Tages“ in einer Bibliothek recht gut eingefangen: irgendwo, irgendwie, irgendetwas, irgendwer und: Es ist nichts besonders. Dein sprachlicher Stil passt zwar zum Inhalt, er gefällt mir aber trotzdem nicht so besonders: Du fügst an und fügst an und fügst an. Es entsteht keine Melodie, kein lyrischer Ton, keine Struktur. Auch die Sicherheit was Sprachliches angeht, scheint mir nicht immer gegeben zu sein.
Zitat:

voller vergangener Lächeln

Das Lächeln in der Mehrzahl klingt sehr merkwürdig.
Zitat:

von für sich betrachtet

Verschachtelt und komplizierter Satzbau. Da kommt wenig lyrisches Wohlbefinden auf.
Zitat:

mehr ist nicht länger zu tun.

Unschöne Grammatik.
Zitat:

Umblättern
und weiter lesen,
mehr
ist nicht länger zu tun.
Keine Gedichte
und Rührseligkeiten.

Es ist nichts
Besonderes,
nur die Arbeit
in einer Bibliothek

Die Bezüge sind unsauber:
Mehr ist nicht zu tun/Keine Gedichte und Rührseligkeiten … sind zu tun?
Es ist nichts Besonderes/Es ist nur die Arbeit in einer Bibliothek.

Dann die Wiederholung: ist nicht länger/es ist nichts

Die Idee ist nicht schlecht, aber mir ist das Ganze zu lieblos niedergeschrieben.

BN
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Schmierfink
Lyroholiker

Alter: 30
Beiträge: 1198



BeitragVerfasst am: 06.07.2010 23:16    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey Eddie,

(Echt, hätte ich nicht vermutet, vor allem da die wenigen Anakoluthe ja mal echt "Softcore" sind.^^ Aber danke für das Kompliment.

Danke auch für die sehr poetische Interpretation, trifft natürlich mal wieder den Nagel am Kopf. Gereizt hat mich die Situation, die wir wohl alle kennen, man liest einen Text ist aber so mit etwas emotional bzw. gedanklich beschäftigt, das man nichts mitbekommt vom Gelesenen.
Tja ungewiss, du sagst es, das ist das seltsame für das LI an Jenem Moment, noch nicht wirklich am Ende von Etwas, aber auch nicht am Anfang, kein Abschied und kein Neubeginn, irgendwie zwischen allen Stühlen, dieses Gefühl, wollte ich einfangen. Tausend Dank für deine unermüdliche Beschäftigung mit meinen Texten!

Hey BN,

Vielen Dank erstmal für dein Feedback!
Bewusst wollte ich keinen allzu lyrischen Ton, mal die Grenzen des prosaischen austesten, schon verständlich warums nicht gefällt, dennoch ganz so sehe ich es nicht wie du, aber zum diskutieren sind wir ja hier. Persönlich finde ich sowas reizvoll, berichtende Sprache und ganz nüchterne Teile in Gedichten (sonst würd ichs ja nicht verwenden) aber genug, dir gefällts nicht und ich merke mir, das man das wohl vorsichtiger handhaben muss.

Ja auch Worte setzte ich gerne in den Plural!^^ Nein ernsthaft, Lächeln daher, da ja gerade die Anfangszeit einer Beziehung doch sehr viel aus Lächeln besteht... da wollte ich Assoziationen wecken.

Zitat:

Die Bezüge sind unsauber:
Mehr ist nicht zu tun/Keine Gedichte und Rührseligkeiten … sind zu tun?
Es ist nichts Besonderes/Es ist nur die Arbeit in einer Bibliothek.

Dann die Wiederholung: ist nicht länger/es ist nichts



Das ist leicht zu erklären, der Text sah am Anfang anders aus, verwende gerne am Ende ein "gesteurtes cut up", stelle noch mal Verse um und füge Strophen anders zusammen, daher der unsaubere Bezug. Aber ja so in etwa ist es gemeint, es sind keine Gedichte mehr zu schreiben und die Zeit für Rührseligkeiten ist vorrüber.

Hm, was heißt lieblos? Hätte Lust auf eine Grundsatzdiskussion, jetzt stelle ich eine harte These auf:

Ein Gedicht das länger als eine Stunde braucht, um gut zu werden, gehört in den Papierkorb.

Zumindest halte ich es persönlich ungefähr so und habe damit keine Probleme, Konstruktionen und überlanges Feilen führen m. M. nach nicht zu erhöter Qualität.  Mein Tipp wäre eher sich an anderen Texten weiter zu üben, wenn andere 4 Stunden an einem Text schreiben, kann man so 6 produzieren, würde mich interessieren, was darüber gedacht wird.

lg ein
kurioser Schmierfink


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Georg Büchner
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Jocelyn
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BeitragVerfasst am: 07.07.2010 04:23    Titel: Antworten mit Zitat

Schmierfink hat Folgendes geschrieben:

Ein Gedicht das länger als eine Stunde braucht, um gut zu werden, gehört in den Papierkorb.


So ein Quatsch.
Das ist nicht festlegbar.
Manche Bilder brauchen Tage, Wochen, bis sie die richtigen Worte gefunden haben.
Was dir auf der Zunge liegt, das ist doch noch nicht alles, was möglich ist.
Oder du bist dir nicht darüber im Klaren, wo das Gedicht angfangen hat und wo es aufhört.


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BeitragVerfasst am: 07.07.2010 06:16    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Ein Gedicht das länger als eine Stunde braucht, um gut zu werden, gehört in den Papierkorb.

Ich könnte unter jedes deiner Gedichte den Stempel "Bitte dringend überarbeiten!" setzen. Wenn du immer wieder neue Gedichte anfängst, lernst du vor allem eines nicht: das Überarbeiten. Deinen Texten sieht man es ganz deutlich an, dass sie schnell geschrieben wurden und das ist ein großes Manko. Wozu 6 schlechte, unausgereifte Gedichte produzieren, wenn du in der gleichen Zeit 1 gutes schreiben kannst? Die 6 schnellen sind für den Mülleimer, das eine gute aber nicht. In der ersten Überarbeitungsphase solltest du übrigens Rechtschreib- und Grammatikfehler rausbauen, dann am Ausdruck und am Klang arbeiten.

Ohne Überarbeitungen wirst du keine Weiterentwicklung mehr machen.

BN
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BeitragVerfasst am: 07.07.2010 07:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Schmierfink,

ich denke nicht, daß der Zeitfaktor alleine eine tragende Rolle beim Werden eines gelungenen Textes (Lyrik oder Prosa) spielt (stehe Verallgemeinerungen jedweder Art sowieso feindselig gegenüber). Ob eine Stunde, eine Woche, ein Jahr; ob in einem Rutsch oder mit diversen Überarbeitungen - was will das schon besagen. Jeder Text nimmt sich die Zeit, die er benötigt.

Man kann einen Text problemlos innerhalb einer Stunde verhunzen, oder sich ebenso gut sehr viel mehr Zeit damit lassen.

Bei längeren Gedichten habe ich die Erfahrung gemacht, daß eine Taktik der kleinen Schritte sich als empfehlenswert erweist ; skizzieren, reifen lassen, bearbeiten, fertigstellen. Aber einen solchen Rhythmus kann ein Jeder nur für sich herausfinden.

Ein Absolutum läßt sich somit mMn nicht festlegen.

 Zipped


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lg

der versbrecher
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Schmierfink
Lyroholiker

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BeitragVerfasst am: 07.07.2010 13:12    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Erst einmal vielen Dank für eure Auseinandersetzung mit der bewusst, wie gesagt, sehr plakativ formulierten These!

Hey Jocelyn,

habe ich nie behauptet, das es festlegbar wäre. Finde aber das man den Prozess einer "Gedichtwerdung" tatsächlich schwer abgrenzen kann, da deiser von sehr vielen unbewussten Faktoren abhängt, nur der Prozess der Verschriftlichung ist klar zu messen und das ist was mich interessiert.
Schön gesagt, was einem auf der ZUnge liegt, wo kommt das her und gibt es einen authentischeren Umgang mit Worten? Persönlich glaube ich das "intuitive" Texte oft mehr Charme haben als konstruierte. Wobei man wohl unterscheiden muss, möchte keineswegs einem Text der mehrere Stunden "gebraucht" hat Ehrlichkeit und Qualität absprechen.

Hey Bn,

das soll jetzt keinesfalls überheblich klingen, aber gar so schlecht scheinen die Texte ja nicht zu sein, wobei ich nicht ausräumen will, dass sie einen höheren Qualitätsgrad besitzen könnten, auch wenn ich persönlich der Überarbeitung skeptisch gegenüberstehe.
Nach eigener empirisch gesammelter Erfahrung meine ich behaupten zu können, dass sich unter 6 so entstanden Texten zumindest ein bis zwei durchaus als "gut" zu bewertende befinden. Vielen Dank für deine Ansichten zum Thema. Manchmal überarbeite ich tatsächlich, vielleicht merkst du es einem baldigen Text ja mal an, würde mich freuen.

Hey Versbrecher,

gebe dir ja Recht, der Zeitfaktor scheint nur ein Kriterium zu sein, das zudem noch stark zu differenzieren ist, wie bei Joceyln schon angesprochen.

Genauso gut kann man einen Text aber auch einen Monat lang verhunzen, oder etwas brillantes in wenigen Minuten schreiben, haben manche Lühriker ja durchaus gemacht.^^

Du hast sicherlich eine vernünftige Herangehendweise an Texte, aber ich zweifle, ob diese für mich funktionieren würde auf Dauer, auch dir vielen Dank!

lg ein jetzt
mal hart
überarbeitender Schmierfink


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